Review(s) Mai 2020

1. Juni 2020

Meine gesammelten Werke des just vergangenen Wonnemonats entbehren nicht einer gewissen Besonderheit. Doch lest selbst…

Fast alles, was ich im Mai 2020 an Filme und Serien konsumiert habe, erfuhr im gleichen Monat auch eine zeitnahe Besprechung. Für mich durchaus ungewöhnlich, weil ich mir öfters (meist unfreiwillig) Zeit lasse, vor allem für längere/komplexere Reviews. Mit Beiträgen aus den Bereichen Science-Fiction, Action, Horror, (Jugend-)Drama, Love Story, Krimi und Experimentalfilm dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Außerdem gab es eine Premiere: meine erste Hörspiel-Rezension.

Für alle Leinwand-Enthusiasten im hiesigen süddeutschen Sumpfgebiet gibt es einen Silberstreif am Horizont: ab 15.06.2020 dürfen die Kinos wieder öffnen! Das wird aber auch wirklich Zeit!

Filme
Destino (Kurzfilm)
Drugstore Indians
Electric Girl
Guardians (2017)
Iron Sky
Spring – Love is a Monster

Zwei im falschen Film

Serie
Castle – Staffel 7
Clique – Staffel 1
Clique – Staffel 2
Star Trek: Picard – Staffel 1

Sonstiges
Danger 5: Stereo Adventures (Hörspiel)
Interview mit Mira Sommer (Drugstore Indians)
Über den magischen Ort für Filme
(Stöckchen)

 

Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
(RW= Rewatch)

After Midnight (2019)

American Gods – Staffel 2, Folge 5 (RW)
She-Ra und die Rebellenprinzessinnen – Staffel 5, Folgen 1 und 2


Media Monday #466

1. Juni 2020

Da wären wir auch schon bei der diesjährigen Pfingstausgabe des Media Monday, die erneut ohne heiligen Geist auskommen muss…

Beiträge der Woche
Castle – Staffel 7
Danger 5: Stereo Adventures
Guardians
(2017)

Fragen der Woche

1. Mag sein, dass nicht alles Gold ist, was glänzt, aber für mich persönlich gilt: Hauptsache Glanz!!!

2. Dass Filme nicht nur über Handlung und Action funktionieren, musste ich ja auch erst lernen, denn die richtig außergewöhnlichen Werke haben so viel mehr zu bieten, meist eine besondere Ästhetik.

3. Wenn ich manchmal höre, dass es schon fast 50 Jahre her sein soll, dass die Singende Lehrerin geboren wurde, dann kann ich das nicht glauben. Meine Theorie in solchen Fällen: die betreffende Person hat in jungen Jahren den eigenen Ausweis „frisiert“, um in die Disko zu kommen. 😉

4. Das gelegentliche Nachlesen „alter“ Blogbeiträge und/oder Filmkritiken lässt mich ja auch jedes Mal ungemein nostalgisch werden, weil ich dann mich zu erinnern versuche, wie mein Leben damals ausgesehen hat.

5. Manchmal staune ich nicht schlecht, dass die unterschiedlichen Quellen so einen reichhaltigen Output an interessanten Filmen und Serien schaffen.

6. Hätte ich die freie Wahl, wahrscheinlich würde ich – potzblitz! – frei wählen!

7. Zuletzt habe ich neben alltäglichen Dingen erledigen, die hier keiner Erwähnung bedürfen, unter anderem die o.g. Reviews (fertig)geschrieben und das war erfreulich, weil die Ausbeute von drei Texten in dieser Woche mich sehr zufriedenstellt.


Guardians (2017)

31. Mai 2020

Ein mutierter Wissenschaftler steht kurz davor, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Das russischen Militär reaktiviert ein Quartett genetisch verbesserter Kämpfer, im russischen Superhelden-Kracher Guardians.

Fantastic Four aus Russland

In Zeiten des Kalten Krieges nahm der Wissenschaftler August Kuratov (Stanislav Shirin) im Auftrag des sowjetischen Militärs genetische Experimente an unterschiedlichen Personen vor, um Supermenschen zu erschaffen. Eine Explosion in seinem Labor hat Kuratov in einen Cyborg-Übermenschen verwandelt, der elektrische Geräte und Fahrzeuge in seiner Nähe kontrollieren kann. Nachdem er gefährliche Roboter-Einheiten gestohlen hat, beautragt das russische Militär Major Elena Larina (Valeriya Skirando) die ehemaligen Helden von damals aufzuspüren. Denn nur die „Guardians“ können Kuratov noch stoppen. Elena findet nacheinander vier der früheren Kämpfer: den Armenier Ler (Sebastian Sisak), der mit seinen Kräften Steine und das Erdreich beherrschen kann, den ultraschnellen kasachischen Schwertkämpfer Khan (Sanja Madi), der sich in einen Bären verwandelnde Ursus (Anton Pampushnyy) und die Zirkus-Artistin Xenia (Alina Lanina), die ihren Körper unsichtbar machen oder in Wasser verwandeln kann. Gemeinsam nimmt es das Quartett mit Kuratov auf, doch die erste Konfronation geht gehörig schief…

Warum müssen Superhelden-Streifen immer nur aus Hollywood kommen? Der russisch-armenische Regisseur Sarik Andreasyan wagte sich mit der von ihm gegründeten Produktionsfirma Enjoy Movies an einen effektvollen Film mit vier übermenschlich starken Individuen, die es mit einem ebenfalls mutierten Wissenschaftler aufnehmen, der unbesiegbar scheint. Insgesamt mag die Story flach und generisch wirken, kommt aber ziemlich schnell zum Punkt, was für einen zwar nicht wirklich gelungenen, aber kurzweiligen Beitrag sorgt.

Obwohl das Budget umgerechnet nur etwa fünf Milionen Euro betrug wirken die Effekte aus meiner Sicht überhaupt nicht billig. Das Heroen-Quartett erinnerte mich recht deutlich an bekannte Comicfiguren aus dem Hause Marvel, vor allem Ler als eine Art Erde-und-Stein-Variante von The Thing und Xenia als „flüssige“ Unsichtbare. Ursus/Arsus als „Bären-Hulk“ und Khan als Martial-Arts-Version von Quicksilver (mit den vermutlich krummsten Schwerten aller Zeiten) komplettieren das Team. Ihr Widersacher dagegen wirkt wie eine Mischung aus Frankensteins Monster, Batman-Gegner Bane und Ivan Vanko/Whiplash. Trotz der recht offensichtlichen westlichen Vorbilder besitzt Guardians dadurch eine eigene Identität, dass unterschiedliche Ethnizitäten aus den früheren Sowjetrepubliken im Team repräsentiert werden. Die Versuche, den Helden mit ein paar Dialogszenen Tiefgang zu verleihen, wirken zu beliebig und funktionieren nur bedingt. Hier wird deutlich auf eine Fortsetzung geschielt, welche aber bis heute nicht produziert wurde. Guardians konnte am Startwochenende in Russland viele Zuschauer in die Kinos locken, doch der Umsatz ging schnell zurück, so dass Enjoy Movies sogar kurz vor dem Bankrott stand. Hollywood würde für einen vergleichsweise geringen Aufwand wohl keinen technisch derart soliden Superhelden-Film zustande bringen.

Guardians ist seit dem 28. Juli 2017 auf DVD und BluRay erhältlich sowie bei diversen Streaminganbietern abrufbar.

Guardians (Защитники)
Science-Fiction/Actionfilm Russland 2017. FSK 12. 85 Minuten. Mit: Valeriya Shkirando, Anton Pampushnyy, Sanjar Madi, Sebastian Sisak, Alina Lanina, Stanislav Shirin u.a. Drehbuch: Andrey Gavrilov. Regie: Sarik Andreasyan.

Credits
Bilder (c) Capelight.


Media Monday #465

25. Mai 2020

In der neuen Woche gibt es leider keinen Feiertag. So ein Pech! Aber dafür wie gewohnt den Media Monday

Beiträge der Woche
Iron Sky
Spring – Love is a Monster
Zwei im falschen Film

Fragen der Woche

1. Endlich einmal Before Sunset erneut zu sichten und eine Filmkritik über den Film zu schreiben steht schon lange auf meiner Agenda, denn eigentlich wollte ich das schon vor sieben Jahren tun als mit Before Midnight der dritte Teil der „Before..“-Reihe in die Kinos kam.

2. Hinsichtlich Serien ist für mich ja der amerikanische Kabelanbieter HBO schon eine Art Qualitäts-Garant, einfach weil mir allein mit Rom, Game of Thrones, True Detective und Watchmen (2019) spontan vier überaus hochkarätige Serien einfallen. Dabei habe ich viele andere HBO-Produktionen noch gar nicht gesehen.

3. Harry Melling (bekannt als Dudley Dursley aus den Harry Potter-Filmen) hätte ich in seiner Gastrolle in Folge 4 der ersten Staffel von His Dark Materials beinahe nicht erkannt, weil aus dem einst „kräftigeren“ Jugendlichen ein dünner Mann geworden ist.

4. Von all den Genre-Beiträgen zu Thema Doppelgämger hat es mir ja Prestige von Christopher Nolan besonders angetan, denn dieser Film ist einfach ein komplexer, meisterhafter Zaubertrick.

5. Twitter ist für andere Medien-Begeisterte ja oft großes Thema, wobei ich persönlich für mich finde, dass es ausreicht eine eigene Website und ein Blog zu haben. Da braucht man auch nicht noch rumzuzwitschern wie es ein orangehaariger Tyrann tut.

6. Ich kann mich kaum noch daran erinnern, wann ich das letzte Mal auf einem Konzert war. Das muss wohl im letzten Quartal der letzten Dekade gewesen sein. 😦

7. Zuletzt habe ich drei Reviews in fünf Tagen fertiggeschrieben (siehe oben) und das war für meine Verhältnisse produktiv, weil ich normalerweise nicht über ein oder zwei pro Woche hinauskomme, es sei denn ich habe Urlaub.


Iron Sky

22. Mai 2020

Recht spontan habe ich mich kürzlich entschlossen Iron Sky, den ich schon länger auf meinem Festplattenreceiver aufgenommen hatte, anzusehen. Nazis auf dem Mond, kann das funktionieren?

Massiver Hype, wenig dahinter

Im Jahre 2018 ahnt auf der Erde niemand, dass nicht alle Nazis 1945 besiegt wurden, sondern dass einige Überlebende eine geheime Basis auf der dunklen Seite des Mondes errichtet haben, um von dort die Eroberung der Erde zu planen. Für gute Publicity schickt die US-Präsidentin (Stephanie Paul) fast 50 Jahre nach der ersten Mondlandung wieder ein Raumschiff zum Erdtrabanten, mit dem afroamerikanischen Model James Washington (Christopher Kirby) an Bord. Washington entdeckt die hakenkreuzförmige Basis und wird von den Nazis gefangen genommen. Führer Kortzfleisch (Udo Kier) schickt Oberst Klaus Adler (Götz Otto) auf die Erde, um die Situation auszukundschaften. Der vom verrückten Wissenschaftler Dr. Richter (Tilo Prückner) in einen Weißen verwandelte Washington soll Adler bei seiner Mission helfen. An Bord der Reichsflugscheibe schmuggelt sich auch Adlers Verlobte, die linientreu-idealistische Lehrerin und Erde-Expertin Renate (Julia Dietze). Adler, Renate und Washington landen in den USA und geraten an Vivian Wagner (Peta Sargent), die äußerst ambitionierte Wahlkampfmanagerin der Präsidentin…

Seit Längerem hatte ich von Iron Sky erfahren, vor durch den Hype, der bereits im Vorfeld durch eine geschickte Marketing-Kampagne geschürt wurde. Nazis, die sich auf der dunklen Seite des Mondes verstecken, klingt ja erstmal nach einer herrlich bescheuerten Prämisse. Nazisploitation kann auch funktionieren, siehe diverse Werke des jüdischen Parodie-Altmeister Mel Brooks oder Quentin Tarantinos turbulente Groteske Inglourious Basterds (2009). Auf imdb.com kann man nachlesen, dass Jarmo Puskala (als Drehbuchautor und Digital Artist maßgeblich an dem Star Trek-Parodie-Fanfilm Star Wreck: In the Pirkinning beteiligt) die Idee zum Film im Traum hatte und diese beim gemeinsamen Saunagang seinem guten Freund Timo Vuorensola (Regisseur von In the Pirkinning) erzählte. Das Konzept von Nazis auf dem Mond stammt allerdings aus den Roman Endstation: Mond (OT: Rocket Ship Gallileo, 1947) des amerikanischen Science-Fiction-Autors Robert A. Heinlein (1907-1988).

Leider verballerte Iron Sky sein Potenzial ziemlich. Von Anfang an waren Interner-User dazu aufgefordert worden, eigene Ideen einzubringen, die dann teils auch umgesetzt wurden. Das Ergebnis ähnelt einem überteuerten Mega-Blockbuster, der möglichst viele Fans und Zuschauer ansprechen soll: eine insgesamt eher lahme Veranstaltung, durchaus mit ein paar guten Einfälle, die aber keinen abendfüllenden Spielfilm, sondern bestenfalls einen halbstündigen Kurzfilm (siehe Kung Fury) zu tragen vermögen. Dabei funktioniert die finnisch-deutsch-australische Co-Produktion in technischer Hinsicht überraschend gut. Obwohl das Budget „nur“ 7,5 Millionen Euro betrug (ein Zehntel davon aus Crowdfunding finanziert), wirken die visuellen Effekte als kämen sie aus einem viel teureren Streifen. Die Szenen auf dem Mond wurden in ansprechender monochromatischer Optik gestaltet. Und das avantgardistische slowenische Musikprojekt Laibach liefert einen überaus epischen Score ab, der sich natürlich fleißig bei Richard Wagners bekannten Werken bedient.

Schauspielerisch bleibt die ganze Veranstaltung insgesamt recht durchwachsen. Götz Otto (James Bond: Der Morgen stirbt nie, Der Untergang) füllt genüsslich seine Rolle als plumper Offizier aus und Tilo Prückner (Die Fälscher, Rentnercops) scheint sein Part als zauseliger Einstein-Verschnitt auf den Leib geschrieben. Der gewöhnlich zwischen Charakter-Fach und B-Movies wechselnde Udo Kier bekommt als neuer Führer Kortzfleisch recht wenig Screentime. Christopher Kirby sieht als albinisierter Afroamerikaner James Washington im späteren Verlauf des Films wie ein menschgewordener Glücksdrache Fuchur (Die unendliche Geschichte) aus. Die von Stephanie Paul gespielte US-Präsidentin ist unschwer erkennbar als Sarah-Palin-Parodie angelegt. Peta Sargent pendelt in der Rolle der Wahlkampfmanagerin Vivian Wagner (nur echt mit Wonder-Woman-Logo) zwischen machtgeiler Marketingfrau und völlig überkandidelter Weltraum-Tyrannin. Am Ende ist die ganze Geschichte dann insgesamt zu brav und an manchen Stellen zu plump, wenngleich kein totaler Reinfall. Statt alle nicht deutschsprachigen Darsteller dann noch hölzern nachzusynchronisieren hätte man wie in der australischen Serie Danger 5 (2011-2015) einfach alle in ihrer Muttersprache parlieren lassen und entsprechend Untertitel einblenden können.

Iron Sky ist seit Oktober 2012 auf DVD und BluRay erhältlich sowie bei diversen Streaminganbietern abrufbar. Im November 2013 erschien zudem ein Director’s Cut der gut 15 Minuten länger dauert. 2019 kam die Fortsetzung Iron Sky – The Coming Race in die Kinos.

Iron Sky
Science-Fiction-Komödie Finnland, Deutschland, Australien 2012. 89 Minuten (PAL-DVD).
Mit: Julia Dietze, Götz Otto, Christopher Kirby, Udo Kier, Peta Sargent, Stephanie Paul, Tilo Prückner, Michael Cullen u.a. Drehbuch: Michael Kalesniko, Timo Vuorensola. Story: Johanna Sinisalo. Nach einer Idee von Jarmo Puskala. Regie: Timo Vuorensola.

Credits
Bilder (c) Splendid.


Media Monday #464

18. Mai 2020

Schon wieder ist es Montag (bzw. Sonntagabend während ich diese Zeilen schreibe). Wulf vom Medienjournal hat wieder zuverlässig sieben Fragen abgeliefert, die beantwortet werden wollen. Na dann los!


Beiträge der Woche

Clique – Staffel 2
Star Trek Picard – Staffel 1
Über den magischen Ort für Filme
(Stöckchen)

Fragen der Woche

1. Um da auch endlich mal mitreden zu können, habe ich mir am Samstagabend Teile der Euovision-Song-Contest-Ersatzveranstaltung angesehen und so eine Handvoll Performances mitgekriegt. Bei den fast ausschließlich peinlich-schlechten Songs mit Lyrics auf Grundschulniveau habe ich allerdings gemerkt, dass ich da gar nicht mitreden können will. Bitte die ganze Veranstaltung in ERSMC („European Really Stupid Music Contest“) umbenennen!

2. Nachdem die Situation sich ja zumindest hinsichtlich der Beschränkungen und Auflagen ein wenig entspannt, sind erste Treffen mit Freunden und größere Einkaufsmöglichkeiten wieder erlaubt. Wenigstens ein Schritt in Richtung Normalität. Jetzt müssen unter anderem noch die Kinos wieder öffnen dürfen!

3. In den letzten Wochen hat es mir schon massiv gefehlt ins Kino zu gehen, ein Konzert in echt zu erleben, mich mit Freunden in einer Lokalität oder zuhause zu treffen usw.

4. Was ich aber auch bemerkt oder entdeckt habe, ist, dass längerfristiges Homeoffice nichts für mich wäre weil ich da zumindest in Kombination mit den Lockdown-Maßnahmen nach ein paar Wochen durchdrehen würde.

5. Dass ich meine Eltern zehn Wochen nicht sehen konnte hat es bei mir so auch schon lange nicht mehr gegeben, einfach weil ich sonst wenigstens einmal im Monat zu ihnen ins Auenland fahre.

6. Man mag es kaum glauben, aber ich habe trotz meiner Eigenschaft als Risikopatient im Falle einer Corona-Erkrankung bisher keinerlei außergewöhnliche Beschwerden. Toitoitoi!

7. Zuletzt habe ich ein erholsames Wochenende verbracht und dabei nach langer Zeit wiedermal bei einem Blogstöckchen (siehe oben) mitgemacht. Außerdem war ich am Sonntagnachmittag mit zwei Freunden spazieren und das war einfach entspannend und wichtig, weil Bewegung und angeregte Konversationen über die Welt, Musik und Filme einfach eine schöne Kombination bilden.


Stöckchen: Über den magischen Ort für Filme

17. Mai 2020

Ins Kino gehen können wir momentan nicht. Aber dafür dem Ort unserer Leidenschaft huldigen, mit diesem Blogstöckchen…

Gefunden habe ich das Stöckchen bei Gnislew von Sneakfilm. Ursprünglich hat es allerdings Nadine von Wörter auf Reise initiiert. Film ab!


Was war dein erster Kinofilm?
Arielle, die Meerjungfrau im Jahre 1990. Ich war neun und habe den Film dann sicherlich noch mehr als ein Dutzend Mal auf VHS gesehen. Vermutlich DER Lieblingsfilm meiner Kindheit.

Was war dein letzter Kinofilm?
Anfang März habe ich
Emma, die Neuverfilmung des gleichnamigen Romans von Jane Austen, gesehen.

Wie oft gehst du ins Kino?
In der Regel gut 20mal im Jahr. Glücklicherweise war ich dieses Jahr bereits 14mal, so dass sich die Corona-Pandemie nicht so negativ auf meinen Schnitt auswirken wird.

Bist du als Kind/Jugendlicher in einen Film gegangen, für den du nach FSK zu jung warst?
Im zarten Alter von 15 Jahren habe ich The Rock von Michael Bay gesehen, der ab 16 freigegeben war.

Welcher war der schlechteste Film, den du im Kino gesehen hast?
Das war wohl Terminator: Die Erlösung. Wobei ich glücklicherweise nicht wirklich viele richtig schlechte Filme im Kino gesehen habe.

Mulitplexkino oder Programmkino?
Oder anders gesagt: Überteuerte Kinokarten, irrsinnige Größen bei Getränken und Popcorn, zu viele gleichförmige Mega-Blödbuster ODER günstigere Preise, normale Größen bei Getränken/Popcorn und mit Kreativität und Herzblut geschaffene Filme, die etwas besonderes sind? Was für eine Frage!

Hast du schon ein Filmevent besucht?
Ich war auf den Vorpremieren von
Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung und Die Vierhändige. Bei beiden Filmen hat Oliver Kienle, der mit mir zur Schule gegangen ist, Regie geführt. Außerdem erinnere ich mich dunkel an einen Kurzfilmabend in 2006.

Hast du schon eine Sneak Previews besucht?
Bisher nur ein einziges Mal. Das war 2009 und es wurde der deutsche Film
Liebeslied gezeigt. Ein kurioses Erlebnis. Viele jüngere Zuschauer haben nach und nach den Kinosaal verlassen, was ich aufgrund der nervigen Musicalnummern durchaus verstehen kann. Sneak Previews sind für mich eher ungeeignet, da ich sehr gezielt ins Kino gehen und die Sneak-Vorstellungen hier in der Gegend immer sehr spät unter der Woche stattfinden. Daher blieb es bisher nur bei dieser einen Sneak.

Warst du schonmal auf einem Filmfestival
Seit 2012 gehe ich jedes Jahr auf das
Internationale Filmwochenende in Würzburg.

O-Ton oder Synchro?
Ich bevorzuge mittlerweile eher O-Ton bei englischsprachigen Filmen, meist läuft die OV hier in der Provinz kaum oder nur zu ungünstigen Zeiten. Sofern der Film nicht im Englisch ist brauche ich dann schon deutsche oder wenigstens englische Untertitel. Auf dem erwähnten Filmwochenende sehe ich oft Filme im Original mit deutschen oder englischen Untertiteln. Bei großen Blockbustern reicht mir ehrlich gesagt die Synchro.

Bist du schonmal im Kno eingeschlafen?
Richtig eingeschlafen noch nicht, aber das ein oder andere Mal habe ich mit Müdigkeit gekämpft.

Was war dein schönster Moment im Kino?
Die Mitternachtspremiere von
Der Herr der Ringe: Die Gefährten. Damit fing alles an.

Popcorn oder Nachos?
Popcorn, da ich Nachos wegen meinen unzähligen Allergien nicht vertrage.

Der letzte Film, bei dem du im Kino geweint hast?
Ich glaube das war
Ein verborgenes Leben. Oder doch The Farewell? Bin mir nicht mehr sicher. Es kommt allerdings nicht so oft vor, dass ich im Kinosaal weine.

Dein nervigster Kinomoment?
Vermutlich während der Vorstellung von
Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter. Hinter mir saß ein kleines Kind, welches von der geistigen Entwicklung her noch zu jung war und die Filmhandlung nicht verarbeiten konnte. Deswegen fragte es ständig seine Mama, was denn da gerade Figur XY mache und wer/was XY denn sei. Ein eindeutiger Beleg dass die FSK keine reine zahlentechnische Hürde darstellt, sondern auch das individuelle Entwicklungsstadium eines Kindes zu berücksichtigen ist, bevor man es ins Kino mitnimmt.
Außerdem gab es hier und da mal andere Kinobesucher, die ihren Freunden den Film während der Vorstellung erzählten. Und es gibt leider auch Leute, die nicht kapieren, dass man zum Plaudern nicht ins Kino sondern woanders hingehen sollte!

Gehst du auch öfter für den gleichen Film ins Kino?
Die
Herr der Ringe-Trilogie hat damals meine Filmleidenschaft richtig erweckt. Alle drei Filme habe ich jeweils fünfmal im Kino gesehen, Die Gefährten letztes Jahr sogar ein sechstes Mal, weil erstmals die Special Extended Edition auf der großen Leinwand gezeigt wurde. Dazu gab es von allen Teilen der Hobbit-Trilogie je zwei Sichtungen im Kinosaal. Ansonsten habe ich den ein oder anderen Blockbuster (z.B. Star Wars: Episode III, Episode VII, Matrix Reloaded, Star Trek [2009]) ein zweites Mal gesehen.

Hast du auch schon Fimklassiker auf der Leinwand gesehen?
Einen wirklich großen Klassiker leider nicht, aber vor fünf Jahren zeigte das hiesige Programmkino den Fantasyfilm
Excalibur (1981), meinen Lieblingsfilm aus dem Jahr meiner Geburt. Die Leinwand war zudem nicht groß, aber dennoch ein toller Abend. Die BluRay liegt hier leider immer noch ungesehen herum.

Was bedeutet Kino für dich?
Obwohl ich nicht religiös bin quasi eine Art Ersatzreligion (neben Musik). Andere Welten (fiktionale und nonfiktionale), andere Lebenswirklichkeiten sehen, auf der Leinwand um die Welt reisen, mich von tollen Geschichten, Figuren/Schauspielern, Bildern und mehr verzaubern lassen. Inspiration und Kreativität nicht zu vergessen. Auch nach 30 Jahren ist das Erlebnis Kino mit der großen Leinwand und dem Sound, der scheinbar von allen Seiten kommt, immer noch einmalig und anderswo nicht ersetzbar.

Hoffentlich öffnen die Kinos bald wieder!

 


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