Media Monday #539

25. Oktober 2021

Nach einem abwechslungsreichen Wochenende starte ich die Woche mit den Fragen des Media Monday

Am sehr späten Sonntagabend. Das Wohnzimmer in der überirdischen Hobbithöhle des kleinen mwj. Zeitschriften, Prospekte, Bücher, DVDs, BluRays und Cds liegen herum während die an sich für Filme und Musik vorgesehenen Regale überquillen. Während im Hintergrund ein Youtube-Video mit Tilda Swinton oder irgendwelche „obskure“ Musik läuft haut mwj sein neuestes Review in die Tasten, rekapituliert das Wochenende und füllt die Lückentexte von Wulf aus.

Beiträge der Woche
Dracula – Tot aber glücklich (Horroctober 2021)
Unsane – Ausgeliefert (Horroctober 2021)
The French Dispatch

Fragen der Woche

1. Ein Film, der seit Donnerstag in den deutschen Kinos läuft, heißt The French Dispatch und stammt von Regisseur Wes Anderson.

2. Eine Serie, die ich aktuell schaue: Mission Erde (Earth: Final Conflict; 1997-2002), welche aus dem Nachlass von Star Trek-Erfinder Gene Roddenberry entwickelt wurde.

3. Ein Buch, das ich gerade lese, fasst auf 100 Seiten das Phänomen James Bond zusammen.

4. Ein Ensemble, das namhafter kaum sein könnte, findet sich in dem bei Nr. 1 genannten Film.

5. Eine Prämisse, die außergewöhnlich ist, vermag mein Interesse zu erwecken.

6. Ein Setting, das ich nur zu gut kenne, ist das Büro.

7. Zuletzt habe ich im Kino The French Dispatch gesehen, mit einer Freundin einen Tagesausflug zur Frankfurter Buchmesse gemacht, einen weiteren Horrorfilm gesehen und eine Rezension geschrieben und das war sehr abwechslungsreich, weil ein solches Wochenende nicht alltäglich ist.

 


Media Monday #538

18. Oktober 2021

Angst und Schrecken im Horroctober! Denn es ist schon wieder Montag! Nein! Mit zitternden Händen werden die heutigen Fragen des Media Mondays beantwortet 😉



Beiträge der Woche
What We do in the Shadows (Kurzfilm) (Horroctober 2021)
Dracula (1931) (Horroctober 2021)

Fragen der Woche

1. Grundsätzlich ist es schon schön, dass es mittlerweile uralte Filme wie Dracula von 1931 in digital restaurierter, hochauflösender Form auf BluRay verfügbar sind, aber müssten noch viele andere ältere Werke restauriert werden.

2. Wenn es ein Drehbuch gibt, das mich jüngst mit Einfallsreichtum und Esprit begeistert hat, dann war es das „Drehbuch“ von In the Mood for Love.

3. Graf Dracula spielt im Grunde ja auch immer wieder den unheimlich-verführerischen Blutsauger, aber wer kann schon von sich behaupten unter anderem von Bela Lugosi, Christopher Lee, Frank Langella, Gary Oldman, Leslie Nielsen und Claes Bang verkörpert worden zu sein?

4. Eine hervorragende Besetzung ist zwar hilfreich, am ende aber auch nur die halbe Miete. Schön zu sehen bei JT Leroy, jenem Film mit Kristen Stewart, Laura Dern und Diane Krüger über den titelgebenden, erfundenen Autor. Regisseur Justin Kelly, der auch das Skript verfasste, bleibt bei seiner Adaption der wahren Geschichte einfach zu unentschlossen und kann dabei das Potenzial des Stoffes nur in Ansätzen nutzen.

5. Kann es bitte bald mal wieder so einen richtig geilen Soundtrack geben wie den von In the Mood for Love?

6. So manche Bloggerperson verwechsle ich ja gern schon einmal mit einer anderen, einfach weil ich manchmal viel zu schnell lese. 😉

7. Zuletzt habe ich das Wochenende bei meinen Eltern verbracht und das war sehr schön, weil ich sie schon seit Wochen nicht mehr gesehen hatte. Nach gemütlichem Beisammensein am Samstag besuchten wir am frühen (kalten) Sonntagmittag die Unicef-Foto-Ausstellung (Website) in der Innenstadt von Kitzingen. Am Nachmittag ging es dann zum Fußball wo mein Heimatverein SV Hoheim leider zuhause unglücklich mit 0:1 gegen den FC Hopferstadt verlor.

 


Media Monday 537

11. Oktober 2021

Es ist der Montag nach einem ereignisreichen, musikalischen Wochenende. Und auch dieser startet mit dem Media Monday



Beiträge der Woche
Penny Dreadful Revisited VIII (Horroctober 2021, #1)
5 Zimmer Küche Sarg (Horroctober 2021, #2)

Fragen der Woche

1. Langsam aber sicher erscheinen lang erwartete und oft verschobene Kinofilme und das ist auch gut so. Denn ein paar Filme gehören dann doch auf die größtmögliche Leinwand und sollten nicht gleich ans Heimkino „verschwendet“ werden.

2. Das Finale der ersten Staffel von Penny Dreadful (siehe oben) ist auch ein richtiger Geniestreich, wenn man bedenkt wieviele überaus starke und wichtige Szenen in 54 Minuten untergebracht wurden.

3. Ich hätte ja nicht gedacht, mich so dafür begeistern zu können, wie ich mich seit ein paar Jahren die Konzerte und die Musik der „Freakshow“-Szene begeistere (siehe auch 7.).

4. Ungerechtigkeiten jeglicher Art treiben mich regelmäßig zur Weißglut, denn man sollte meinen, dass es die Menschheit eigentlich besser weiß.

5. Langsam wird es kälter und ungemütlicher draußen. Immerhin wieder ein guter Anlass, um drinnen (Horror-)Filme und Serien zu schauen oder indoor Konzerte zu erleben.

6. Gemeinsam in den Konzertpausen auf dem Festival mit Bekannten zu fachsimplen oder neuen Gesichtern zu begegnen ist auch immer eine schöne Beschäftigung, schließlich lebt das unter 7 noch direkt zu erwähnende Festival mittlerweile auch sehr davon.

7. Zuletzt habe ich am Wochenende das Freakshow Artrock Festival in Würzburg besucht und das war wundervoll, weil die Veranstaltung 2020 aus bekannten Gründen ausgefallen war und ich dieses Event vermisst hatte. Von insgesamt sieben Konzerten hat mir eines gut (PoiL Ueda) und zwei sehr gut gefallen (von Kuhn Fu und Free Human Zoo).

 

 


Media Monday #536

4. Oktober 2021

Seit etwa einem Jahrzehnt hat Wulf vom Medienjournal die Lizenz zum Fragenstellen, und zwar jeden Montag beim Media Monday

Das Wochenende gestaltete sich mal wieder sehr medial. Am Samstag Vormittag Einkauf im Comicladen meines Vertrauens und Plausch mit der anwesenden, fränkischen „Phantastik-Prominenz“, abends dann der Kinobesuch des wohl am meisten verschobenen Blockbusters der jüngsten Kinogeschichte. Am gestrigen Sonntag eröffnete die Freakshow-Konzertreihe im Würzburger Immerhin wieder ihre Pforten. Die Münchner Kombo 7For4 begann den musikalischen Spätnachmittag/Vorabend mit einem gefälligen, aber nicht unbedingt besonderen Auftritt. Furios dagegen das Jazzcore-Noise-Trio Albatre aus Rotterdam. Die beiden Portugiesen Gonçalo Almeida (Bass), Hugo Costa (Saxofon) und ihr deutscher Drummer Philipp Ernsting lieferten ein makrerschütterndes, brachiales Feuerwerk, welches wie eine nicht aufzuhaltende, katharrtische Schockwell über das Publikum hereinbrach. Ein echtes Erlebnis. Vor ziemlich genau zwei Jahren spielte die Band das letzte Mal in Würzburg auf und zog die Zuhörer in einen psychedelischen Wirbel.

Doch nun wieder zurück zum Alltag! 😉

Beiträge der Woche
James Bond – Keine Zeit zu Sterben
Schattenkrieger – The Shadow Cabal
Sex Education – Staffel 3

Fragen der Woche

1. Dass man jetzt kaum noch Monate warten muss, bis ein Film aus dem Kino auch im Stream oder Handel erscheint hat Vor- und Nachteile. Einerseits wird die Piraterie so ziemlich eingedämmt, andererseits nimmt man einem Film die Möglichkeit, mehr Geld im Kino einzuspielen. Wobei an den aktuelken kurzen „Karenzzeiten“ zwischen Kino- und Heimkino-Start sicherlich auch die Corona-Pandemie Schuld sein dürfte.

2. Ich erachte es als besonderen Vorteil, dass ich hier in der nicht ganz so kleinen Provinzstadt ein Multiplex- und Programmkino habe.

3. Nachteilig hingegen ist definitiv der nicht selten an meinen Vorstellungen vorbeigehende Spielplan beider Lichtspielhäuser.

4. Früher war sicherlich einiges anders, aber nicht unbedingt besser. Beispielsweise war man bei Filmen und Serien ausschließlich auf Kino, lineares Fernsehen und physische Datenträger angewiesen.

5. Wenn es die Möglichkeit gäbe, ____ ungeschehen zu machen, Es gibt so viele Dinge, die man ungeschehen machen müsste.

6. Grundsätzlich wäre es ohnehin eine feine Sache, wenn man (ich wiederhole mich) endlich mal die gravierenden Probleme unserer Zeit wirklich in Angriff nehmen würde.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 

 


Media Monday #535

27. September 2021

Die Bloggerwelt hat gewählt und einstimmig Wulf vom Medienjournal als den Ausrichter des Media Mondays in seinem Amt bestätigt. Wer braucht da noch Koalitionsverhandlungen? 😉 Auf zu den neuen Fragen!

Die vergangene Woche bestand bis einschließlich Donnerstag aus reichlich Arbeit. Außerdem stand zum ersten Mal seit fast einem Jahr wieder „Sport“ auf dem Programm. Ab Freitag ging es dann bis Sonntag in den Kurzurlaub ins Schloss Püchau in Machern (Landkreis Leipzig). Dort feierten eine sehr gute Freundin und ihre bessere Hälfte ihre Hochzeit inklusive germanischen Ritualen, einer Führung durch das sehr verwinkelte und kuriose Schloss sowie ansonsten klassischen Merkmalen einer Vermählungsfeier. Leider waren die Feierlichkeiten irgendwie sehr schnell wieder vorbei und nach zwei eher nicht so optimalen Nächten unter Jugendherbergsbedingungen (ich werde wohl für sowas zu alt ;-)) hieß es gestern wieder die Heimreise anzutreten. Im Gedächtnis bleiben aber vor allem ein tolles Event und viele interessante Begegnungen. Zum Schreiben von Reviews bin ich leider nicht gekommen, aber die kürzlich veröffentlichte dritte Staffel von Sex Education ist bald fertig gesichtet.

1. Ein Familienfilm par excellence ist sicherlich Schöne Bescherung aka Hilfe, es weihnachtet sehr (OT: National Lampoons Christmas Vacation). Zumindest fällt mir gerade kein anderer ein.

2. In the Mood for Love von Wong Kar-Wai hat mich schon vor Jahren begeistert, schließlich hatte ich den Film mehrmals seit 2008 gesehen. Vor knapp zwei Monaten konnte ich dieses Meisterwerk beim Open-Air-Kino auf der Leinwand bestaunen.

3. Hingegen Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia habe ich deutlich besser in Erinnerung gehabt, denn bei der Erstsichtung vor über 15 Jahren konnte mich das Fantasyabenteuer nach dem Buch von C.S. Lewis noch mehr begeistern.

4. Es scheint heutzutage auch gar nicht mehr wie früher üblich zu sein, dass Filme und Serien alle auf haptischem Datenträger erscheinen. Leider.

5. Ich würde mir ja wünschen dass die Welt endlich aufwacht und die massiven Probleme in Angriff genommen werden. Das wird aber leider wohl nicht passieren.

6. Die ein oder andere hochgelobte, von mir aber noch ungesehene Serie reizt mich ja immer wieder und ich nehme mir auch immer vor, diese anzusehen. Leider mangelt es aber zu oft an Zeit, alle potenziell interessanten Serien zu sichten.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 

 

 


Media Monday #534

20. September 2021

Der Herbst naht mit leisen Schritten. Wie gewohnt mit sieben Fragen kommt jeden Montag der Media Monday

Endlich! Das erste von zwei absoluten Kinohighlights dieses Jahres ist gesichtet. Am Samstag erlebte ich Denis Villeneuves Version von Frank Heberts Roman Dune – Der Wüstenplanet bzw. Teil 1 davon auf der großen Leinwand. Kaum ein anderer aktueller Film ist so für dieses Medium gemacht. Wie gut mir die dritte Adaption im Vergleich zur ersten und zweiten gefallen hat, lest ihr im unten verlinkten Review. Das Spice muss fließen, äh ich meine die Zuschauer müssen scharenweise in die Kino strömen, damit Teil 2 auch gedreht wird.


Beiträge der Woche
Dune: Part One
JT LeRoy
Star Trek: Lower Decks – Staffel 1


1. Selten habe ich ein so überzeugendes Ensemble erlebt wie bei David Copperfield – Einmal Reichtum und zurück von Armando Ianucci, unter anderem mit Dev Patel, Peter Capaldi, Hugh Laurie, Ben Whishaw und Tilda Swinton.

2. Ein Film steht und fällt ja oft mit einer wirklich guten Idee und einer authentischen oder konsequenten Umsetzung.

3. Die traurige Tatsache, dass sich trotz vieler massiver Probleme auf der ganzen Welt wenig bis nichts bessert, macht jetzt nicht unbedingt Mut für die Zukunft.

4. Ein umfallender Sack Reis ist ja wohl spektakulär sondergleichen, schließlich bekommt man das nicht jeden Tag zu sehen. Oder etwa doch?

5. Von all den angekündigten Serienprojekten fiebere ich am meisten der Herr der Ringe-Serie entgegen, auch wenn ich viele andere kaum weiß, was da genau kommen wird.

6. Das Thema Buch-Adaptionen ist so präsent wie eh und je und Dune: Part One von Denis Villeneuve ist schon die dritte Adaption des betreffenden Romans von Frank Herbert aus dem Jahre 1965. Teil 2 kommt hoffentlich auch noch.

7. Zuletzt habe ich zwei Reviews an einem Tag (fertig-)geschrieben und das war sehr zufriedenstellend, weil ich diesen Monat bisher noch nicht zu viel gekommen bin.

 

 

 

 

 


Media Monday #533

13. September 2021

Nach einem abwechslungsreichen Wochenende startet die neue Woche wie üblich mit dem Media Monday.


Am Sonntag vor einer Woche hatte ich die Gig-lose Zeit endlich mit einem richtigen Konzert beenden können. Konzerte Nummer zwei und drei folgten am vergangenen Wochenende. Am Freitag eröffnete Sara Teamusician die STRAMU Pflastertönen im Hof des Würzburger Rathauses. Die Singer-Songwriterin kommt ursprünglich aus der Mongolei und studiert in Würzburg Medizin. Ihre überaus entspannt-verträumten Songminiaturen in Deutsch oder Englisch leben vor allem on der sanften Stimme der Sängerin. Begleitet wurde sie nicht wie sonst von Kontrabassist Janosch Korell, sondern von Johannes Liepold an der Bassklarinette. Bis Jahresende soll das Debütalbum Tagträumer erscheinen.

Am Samstag verließ ich die Geburtstagsfeier meines Onkels direkt nach dem Abendessen um rechtzeitig für das nächste Konzert am Start zu sein. Das Jugendkulturzentrum B-Hof feierte seinen 30. Geburtstag wie man das so macht: mit acht Bands an zwei Tagen. Mir genügten davon allerdings 12,5 Prozent namens The Instant Voodoo Kit. Die Würzburger Zirkus-Swing-/Gypsy-Jazz- und Dark-Cabaret-Formation spielte (wohl aufgrund der kleinen Bühne) nur mit sieben statt wie sonst einem Dutzend Musiker auf. Doch nicht nur ich war begeistert, auch das anwesende Jungvolk ließ es sich teilweise nicht nehmen, ausgelassen zu tanzen. Nach gut 30 Minuten war leider Schluss mit dem knalligen Voodoo-Zauber, aber TIVK habe ich nun als einzige Band bisher viermal live erleben dürfen. Blackmore’s Night, Dead Can Dance, Hildegard von Binge Drinking und Worldservice Project schaffen es (bisher) nur auf drei Konzertbesuche von mir.

 



Beitrag der Woche
In the Mood for Love

Fragen der Woche

1. Die mehr oder minder schwelenden Konflikte in unzähligen Krisengebieten sind leider so verhärtet, dass diese kaum gelöst werden können.

2. Mich ärgert allein die Tatsache, dass zu viele Nazis auf dem Stimmzettel zur Bundestagswahl stehen.

3. Es ist schon wundervoll, dass es die Möglichkeit gibt, wieder auf Konzerte zu gehen. Was habe ich das vermisst!

4. Ich verstehe ja nicht so ganz, wieso irgendjemand die bei 2. genannte politische Richtung wählt. Denn die Nazis lösen keine Probleme, sie machen aller nur noch schlimmer.

5. Gladiator ist merklich überbewertet, aber die Musik von Hans Zimmer, Lisa Gerrard & Co kann sich hören lassen.

6. Wäre schon toll, wenn es bald mal wieder eine neue Bundesregierung gäbe, welche die vielen gravierenden Probleme wirklich mal in Angriff nimmt. Weitere 4 Jahre gefühlten Stillstand brauch kein Mensch.

7. Zuletzt habe ich nach knapp zwei Wochen endlich wiedermal eine Filmkritik vollendet (siehe oben) und außerdem einen neuen Film gesehen, nämlich JT LeRoy von Justin Kelly und das war einerseits befreiend, weil ich in letzter Zeit wegen des verstärkten Arbeitsaufkommens im Büro zu wenig bis nichts gekommen bin und außerdem interessant, weil ich auf den Film mit Laura Dern als Schriftstellerin, die ihre Schwägerin (Kristen Stewart) als „Darsteller“ für ihr fiktionales Alter Ego engagiert, sehr gespannt war und über die wahre Begebenheit, auf welcher die Story beruht, vorher so gut wie nichts wusste.

 

 


Media Monday #532

6. September 2021

Musik, Musik, da frohlockt der kleine mwj! Und füllt beschwingt die heutigen Fragen des Media Mondays aus…

Das überaus angenehme Wochenende ließ ich mit einem musikalischen Sonntag ausklingen. Während ich die Review zur deutschen Netflix-Endzeit-Serie Tribes of Europa (siehe unten) schrieb hörte ich mich quer durch meine CD-Sammlung: nach einem Live-Album von Chris de Burgh (Mama ist Schuld), mehreren Samplern mit Irish Folk über The Blue Ship hin zu Julia Holters Live-Studio-CD In the Same Room. Und wie lässt sich ein lauer Spätsommersonntagabend besser begehen als mit einem echten Live-Konzert, nach fast zwei Jahren konzertischer Dürre. Beim Würzburger Umsonst & Draußen spielten Widersacher aller Liedermacher auf. Die Musik der ebenso aus der unterfränkischen Domstadt stammenden Gruppe mit ihrem Oberpfälzer Frontmann Matze Wolf wird als „Bavarian-Pop-Cabaret“ bezeichnet und bewegt sich aus meiner Sicht irgendwo zwischen Folk/Volksmusik, Jazz, Reggae und Rock. Es war jedenfalls ein schönes Erlebnis. Obwohl mir die Performance gegen Ende ein wenig zu gemächlich daherkam so ging mir bei den ersten zwei, drei Liedern wahrlich das Herz auf. Musik als Zuschauer unmittelbar live erleben, das hat mir einfach zu sehr gefehlt. Nächstes Wochenende gibt es dann gleich zwei Konzerte! 🙂

 


Beiträge der Woche

Children of Dune
Tribes of Europa
2010 bis 2019: Die besten Serien der Dekade (Teil 2)


Fragen der Woche

1. Im direkten Vergleich zwischen Endzeitserien schneidet Tribes of Europa schlechter als etwa Into the Badlands ab.

2. Das Blockbusterkino wirkt schon ein wenig uninspiriert, wenn man mit wenigen Ausnahmen immer wieder die gleichen Geschichten auf die große Leinwand bringt. Innovation sieht anders aus.

3. Es könnte richtig spannend werden, zu sehen wie sich die Welt zum Positiven ändert. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

4. In Filmen sieht es immer so einfach aus, eine Sprache, Fertigkeit (z.B. Kämpfen) oder Sportart zu erlernen bzw. zu perfektionieren. Meist erfolgt das in einer kurzen Montageszene, welche für solche Zwecke wahrscheinlich erfunden wurde. Ich möchte auch mal was in einer Montageszene erlernen.

5. Christian Tramitz hat früher in der deutschen Synchronfassung von Saber Rider and the Star Sheriffs als Sprecher von Colt „mitgespielt“, heutzutage kennt man ihn als Comedian/Schauspieler, etwa in der Bullyparade und den daraus resultierenden Kinofilmen sowie Serien wie Hubert und Staller.

6. In der Rückschau ist Galadriel wirklich kaum gealtert, wenn man bedenkt, dass sie mehrere Jahrtausende auf dem Buckel hat. Da blickt es sich gern in den Spiegel.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 

 

 


Review(s) August 2021

1. September 2021

Der August diesen Jahres spielte sich medial gesehen sehr häufig auf einem Wüstenplaneten ab. Öde war das aber überhaupt nicht, im Gegenteil…

Arrakis. Dune. Ödland des Imperiums und mehrfaches Ziel meiner medialen Reisen im achten Monat des Jahres 2021 seit der Geburt des Messias (nein, nicht Muad’dib!). Bevor am 16. September die Neuverfilmung des Romans Dune – Der Wüstenplanet von Frank Herbert durch den visionären Regisseur Denis Villeneuve endlich in den Kinos startet habe ich mir alle bisherigen Adaptionen für Leinwand und Fernsehschirm angesehen. Angefangen mit David Lynchs Version (in Kino- und TV-Fassung) sowie den beiden Miniserien des SyFy-Channels von 2000 bzw. 2003. Bereits vor einigen Monaten hatte ich den ersten Band der aktuellen Comic-Adaption des Romans durch Brian Herbert und Kevin J. Anderson (Text) sowie Raul Allen und Patricia Martin (Zeichnungen) gelesen, welche bereits im Dezember 2020 erschienen war und mich visuell (wie leider so einige potenzialträchtige Comics und Graphic Novels) ziemlich enttäuscht hat. Ansonsten gab es auch ein paar aktuelle Filme und zwei richtig miese Mockbuster. Mal schauen, was der September noch bringen wird. Paul Atreides und seine Familienmitglieder könnten es durch einen Blick in die Zukunft herausfinden. Normale Menschen leider nicht.

Und nicht vergessen: the spice must flow!


Filme
Old
Palm Springs
Promising Young Woman
Dune – Der Wüstenplanet (1984) (Kinofassung)
Dune – Der Wüstenplanet (1984) (TV-Fassung)
Avengers Grimm 2: Time Wars
Battle Star Wars

Serien
Frau Jordan stellt gleich – Staffel 2
Dune – Der Wüstenplanet (2000)
Children of Dune

Sonstiges
Fehlanzeige

Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen

In the Mood for Love (RW)

Mission Erde – Staffel 3, Folgen 6 bis 13 (RW)
Saber Rider and the Star Sheriffs – Folgen 31 bis 34 (RW)
Star Trek: The Next Generation – Staffel 3, Folgen 7 und 8 (RW)
Tribes of Europa – Folgen 1 und 2

 

 

 

 


Media Monday #530

23. August 2021

Wulf, unser hochgeschätzter Meister, macht diese Woche Ernst und wird in den Hafen der Ehe einlaufen. Doch erst einmal beanworten wir sieben andere (heute romantiklastige) Fragen/Lückentexte beim heutigen Media Monday und nicht zwangsläufig nur mit Ja. 😉

Beiträge der Woche
Avengers Grimm 2: Time Wars
Dune – Der Wüstenplanet (2000)


Fragen der Woche

1. Rauschende Feste, wie sie in Film und Fernsehen gern präsentiert werden, dürften in der Realität den finanziellen Rahmen von Normalverdienern sprengen. Außerdem erscheint es mir sehr unrealistisch, dass man etwa wie im Film Table 19 die losen Bekanntschaften der Eltern oder andere wildfremde Leute zum eigenen Fest einlädt.

2. Einschlägige Filme diktieren eine Idee von Liebe und Romantik, die das komplexe Themenfeld zu stark vereinfacht und Liebe/Romantik auf eine simple Formel beschränkt.

3. Wenn es darum ginge, einen großartigen Liebesfilm zu empfehlen, so muss hier an dieser Stelle natürlich der großartige In the Mood for Love von Regisseur Wong Kar-Wai genannt werden, den ich vor ein paar Wochen sogar im Open-Air-Kino erleben durfte. Wundervolle Bildkompositionen, tolle Kostüme, traumhafte Musik, mit Tony Leung und Maggie Cheung zwei tolle Darsteller und eine eigenwillige Dramaturgie, welcher der ganzen Geschichte einen überaus realistischen Touch gibt, machen dieses Kunstwerk aus dem Jahre 2000 zu einem Fest der Sinne. Ganz weit oben auf der Liste meiner Lieblingsfilme und übrigens auf Platz 2 der „BBC’s 100 Greatest Films of the 21st Century“-Liste.

4. So manche Szenen aus Moulin Rouge (2001, Regie: Baz Luhrmann) bewegt mich ein ums andere Mal, wenngleich ich das Filmmusical jetzt schon ein paar Jahre nicht mehr gesehen habe. Ein Rewatch ist auch aufgrund des 20jährigen Jubiläums bald mal fällig.

5. Die mitunter schönste Liebeserklärung oder -beweis: die andere Person so zu nehmen, wie diese eben ist.

6. An manchem Klischee ist ja auch durchaus was dran, denn sonst würden diese sicherlich in Vergessenheit geraten.

7. Zuletzt habe ich mit der Familie die standesamtliche Hochzeit meiner Cousine gefeiert, mich wieder auf den Wüstenplaneten gebeamt (siehe oben) und bin auch wiedermal ins Kino, nämlich in Promising Young Woman von Oscar-Gewinnerin Emerald Fennell, und das war abwechslungsreiches Wochenende, weil es nicht viele Wochenenden mit Hochzeit und Kinobesuch gibt.

 

 

 

 


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