Media Monday #505

1. März 2021

Und schon wieder ist es März. Verrückt, nicht wahr? Die Zeit vergeht, aber es ändert sich wenig. Das hat aber auch seine Vorteile. Etwa in Form der Verlässlichkeit des Media Mondays, der heute wieder mit sieben Fragen aufwartet…

Beiträge der Woche
Ninja Assassin
Years and Years


1. Im Kampf der Streaming-Dienste befindet man sich aus meiner Sicht gerade in der „Zersplitterungsphase“, in welcher gefühlt jeder Sender einen eigenen Streaming-Dienst aufmacht oder viele kleine Anbieter aus dem Boden schießen. Als Fan hochwertiger Film- und Serien-Kost steht man da irgendwie zwischen zu vielen Stühlen. Wie viele der Anbieter längerfristig überleben wird sich noch zeigen.

2. Der Star Trek-Roman Corona war für mich eine erfreuliche Entdeckung, quasi ein Geheimtipp, denn so habe ich nach langer Zeit wieder mal einen Roman aus Gene Roddenberrys Sternensaga gelesen, der allerdings das „Aktualitätsversprechen“ des Titels nicht einlösen konnte. 😉

3. Auch jetzt noch ist Kino (und auch Fernsehen) eine Form des Eskapismus für mich, die mich nach 19 Jahren als Hobbyfilmkritiker und 30 Jahren als Kinogänger noch begeistern und verzaubern kann.

4. Was es braucht für eine in allen Punkten überzeugende Produktion, stellt Francis Ford Coppolas Verfilmung von Bram Stokers Roman Dracula aus dem Jahre 1992 eindrucksvoll unter Beweis, denn für mich funktioniert der Film durch seine ungemein atmosphärisch-düstere Inszenierung als ganzheitliche Adaption des Stoffes.

5. Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht (OT: Nick & Norah’s Infinite Playlist) kommt mit einer „bestechenden“ Playlist an Songs daher, nur leider hat sich weder die Playlist noch der Film an sich besonders in mein Gedächtnis eingebrannt. Beides habe ich nämlich seit der Sichtung des Films im Juli 2016 wieder vergessen.

6. Wenn TV/PC/Laptop mal ausbleiben, bevorzuge ich ja Musik und/oder (in letzter Zeit zu selten) ein interessantes Buch, gerne auch in Comicform. Mit Freunden treffen und solche Sachen ist ja derzeit schwierig.

7. Zuletzt habe ich meine beste Freundin und ihre kleine Familie besucht und das war seit langem überfällig und daher sehr schön, weil wir uns seit Anfang August nicht gesehen hatten.

 


Review(s) Januar 2021

1. Februar 2021

Ein Zwölftel von Zweitausendeinundzwanzig ist schon wieder vorbei. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.

An der Serienfront gestaltete sich der Januar leider etwas mau. Das muss im Februar unbedingt besser werden. Sobald die Internationale Filmwoche und die dazugehörigen Reviews fertig sind. Außerdem stehen noch die diesjährigen Verleihungen der „MWJ Film Awards“ und der „MWJ Television Awards“ aus.

Filme
Then Came You (2018)
Leon muss sterben
Das Wikipedia-Versprechen
(TV-Doku)
Bolero – Ein Refrain für die Welt (TV-Doku)
Stille Reserven
Bearkittens
Die Erlösung der Fanny Lye (Internationale Filmwoche Würzburg)

Serien
Tatort: Das ist unser Haus
Die Schauspielschüler – Staffel 2

Sonstiges
Mein Filmjahr 2020
Mein Fernsehjahr 2020
40 Jahre Hermkes Romanboutique
Media Monday #500
Mira Furlan (1955-2021)

Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
Filles de Joie – Freudenmädchen (Internationale Filmwoche Würzburg)
Nafi’s Father (Internationale Filmwoche Würzburg)
Robin Hood – Helden in Strumpfhosen (RW)

Die Bühne ein Spielzimmer – Musikerin Ingeborg Freytag im Kurzportrait (Kurzfilm)
Luthiens Traum (Kurzfilm)

American Gods: Staffel 3, Folgen 1 bis 3
Disenchantment: Teil 3, Folgen 1 bis 4
Star Trek: Discovery – Staffel 3 , Folgen 12 und 13

 

 

 

 


Media Monday #501

1. Februar 2021

Schon wieder Montag und gleich noch ein anderer Monat. Der heutige Media Monday steht bei mir im Zeichen eines digitalen Filmfestivals und obsessiver Filmemacher.

Seit 2012 gehe ich regelmläßig, seit 2016 auch mit mehreren Besuchen pro Jahr, auf das internationale Filmwochenende in Würzburg. Wegen der Corona-Pandemie wurde die üblicherweise von Donnerstag bis Sonntag laufende Veranstaltung auf eine ganze Woche (28.01. bis 03.02.2021) ausgedehnt und findet ausschließlich digital statt. Etwas ungewohnt ein Filmfestival von zuhause aus, aber dennoch toll, dass es überhaupt stattfindet. Ein paar Filme habe ich schon gesehen, bis Mittwoch sollen aber noch welche dazukommen. Den ersten, Die Erlösung der Fanny Lye, habe ich schon rezensiert (siehe unten).

Außerdem beschäftige ich mich seit ein paar Wochen mit den Werken der beiden „Obsessive Filmmakers“ Lars Kokemüller alias Lars Henriks und Nisan Arikan. Bisher habe ich nicht nur ihre drei gemeinsamen Filme gesehen und rezensiert (zuletzt Bearkittens) sondern auch beide Staffeln der Webserie Die Schauspielschüler. Die Begeisterung über meine positive Resonanz hat Lars Henriks dazu veranlasst, Auszüge aus meinen Reviews in seinen Facebook-Stories zu verarbeiten. Danke, Lars! 🙂

Beiträge der Woche

Mira Furlan (1955-2021)
Bearkittens
Die Erlösung der Fanny Lye
(Internationale Filmwoche Würzburg)
Die Schauspielschüler: Staffel 2
Tatort: Das ist unser Haus

Fragen der Woche

1. Auch im Februar startet ja wieder so einiges, was mein Interesse weckt, wie etwa die übrigen drei Tage der Internationalen Filmwoche Würzburg.

2. Auch heute noch erscheinen viele Serien im wöchentlichen Turnus, anstatt direkt vollständig zum Abruf zur Verfügung zu stehen, was gleichermaßen Lob und Missfallen hervorruft. Ich für meinen Teil kann beiden Veröffentlichungsmodellen etwas abgewinnen. Bei manchen Serien kann ich die Woche Verarbeitungszeit bis zur nächsten Folge gut gebrauchen.

3. Das Schöne an Büchern in gedruckter Form oder auch Filmen auf DVD oder Blu-ray ist nicht nur die internetunabhängige Verfügbarkeit. Die physischen Medien machen zudem im Regal/Bücherschrank eine gute Figur.

4. Nachdem ich letztens mal wieder meine Arbeitskollegin gesehen habe, die seit Wochen fast nur noch im Homeoffice arbeitet, war das sehr schön. Auch weil ich ihr bei der Gelegenheit gleich noch zum 40. Geburtstag gratulieren konnte. 😉

5. Mit der digitalen Filmwoche wurde endlich mal wieder eine richtig originelle Idee verwirklicht, denn nicht ins Kino gehen zu können ist zwar sehr unschön, aber Hauptsache das einzige Filmfestival in meiner Wahlheimat findet überhaupt statt. Die technische Umsetzung finde ich übrigens gelungen.

6. Für mich der wohl beste Ausgleich für den Alltag ist Musikhören, egal ob beim Aufräumen, Hausarbeit machen oder während des Schreibens. Ich höre übrigens gerade Nierika von Dead Can Dance.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 

 

 


Media Monday #500 – Jubiläumsausgabe

25. Januar 2021

Es ist da, das unglaubliche Jubiläum des Media Mondays von Wulf aus dem Medienjournal! Auf zur 500. Ausgabe!

In unserer schnellliebigen Zeit, in welcher Blogs auftauchen und teilweise gleich wieder verschwinden, „soziale“ Netzwerke als überwiegender Ausdruck von Oberflächlichkeit alles vereinnahmen, grenzt es doch einigermaßen an ein Wunder, dass es den Media Monday auch nach 500 Jahren Ausgaben immer noch gibt. Ich selbst bin seit Ausgabe Nummer 56 (23. Juli 2012) dabei, wobei ich beim ersten Mal einen Tag zu spät dran war. Seitdem ist Wulfs wöchentlicher Fragebogen eine feste Konstante geworden. Denn ich bin mir nicht sicher ob ich ohne den „MM“ so regelmäßig bloggen würde wie ich es mit ihm tue. Der Media Monday hat mich auch mit vielen Gleichgesinnten verbunden, die ich auf keinen Fall missen möchte. Danke dafür!

Beiträge der Woche
Dokutipps: Wikipedia / Bolero
Stille Reserven

Fragen der Woche

1. Für die nächsten 500 Ausgaben des Media Monday wünsche ich mir dass dieser wie bisher weitergeht, die Community weiter zusammenwächst und auch neue Kandidaten teilnehmen,

2. Seit ich im Juli 2012, also vor 102 Monaten/ 8,5 Jahren (>3.100 Tage) den Media Monday für mich entdeckt habe, hat sich bei mir so einiges getan: ich trage seit Anfang 2014 Kontaktlinsen, habe mich 2015 von meiner langjährigen Freundin getrennt (und sie sich von mir), bin daher umgezogen, habe 2017 nach langer Wartezeit endlich eine unbefristete Stelle erhalten, im gleichen Jahr mit dem Cosplayen angefangen, dabei wieder festgestellt dass ich ein Hobbit bin, und erstmals andere Blogger (Friedel von Grimm, Singende Lehrerin, Bullion) getroffen, ab 2018 sukzessive eine massive Verbesserung meines allgemeinen Gesundheitszustandes erreicht, 2019 ein Bloggertreffen bei Gnislew von Sneakfilm besucht (mit Gnislews Familie, unserem „Guru“ Wulf und dessen Freundin), die Corona-Situation bisher schadlos überstanden (Toitoitoi!) und kürzlich im kleinsten Kreis meinen 40. Geburtstag gefeiert. Außerdem haben sich in dieser Zeit mein Geschmack und meine Interessen was Filme, Serien und Musik angeht fast grundlegend verändert. Quasi die Entwicklung vom ziellosen Medienkonsumenten Anfang 30 zu einem weniger ziellosen Blogger/Mediengourmet Anfang 40.

3. Die wöchentliche Beschäftigung mit dem, was man so gesehen, gelesen oder gehört hat zählt mittlerweile völlig selbstverständlich zu meinem Alltag als Blogger.

4. Fernab des Konsums von Medialem finde ich es ja immer reizvoll Leute persönlich zu treffen, was seit Monaten ja leider sehr schwierig ist. Es wird aber wieder einfacher werden, davon bin ich überzeugt. Und dann wird es auch wieder ein Treffen mit anderen Bloggern geben.

5. Film schauen und darüber schreiben ist wohl meine größte Passion, schließlich mache ich das seit Anfang Januar 2002, also seit genau 19 Jahren.

6. Das Wunderbare an dem Austausch, den frischen Impulsen ist ja dass man immer wieder interessante Empfehlungen bekommt, die man sonst vielleicht übersehen hätte, und die bunte Vielfalt der Blogger, Meinungen, Perspektiven.

7. Zuletzt habe ich nachgerechnet seit wann/wie lange ich schon am Media Monday teilnehme und das war wundervoll, weil ich nur die ersten 55 Ausgaben „verpasst“ hatte und seitdem jedes Mal dabei war.

 

 


Doku-Tipps: Wikipedia / Bolero

20. Januar 2021

Aus aktuellem Anlass gibt es heute von meiner Seite zwei empfehlenswerte Doku-Tipps, die kostenfrei in der Arte-Mediathek verfügbar sind.


Das Wikipedia-Versprechen

Am 15. Januar 2021 feierte Wikipedia 20. Geburtstag. Jascha Hannover und Lorenza Castelle haben das Jubiläum zum Anlass genommen, um in ihrer Doku Das Wikipedia-Versprechen: 20 Jahre Wissen für Alle? nicht nur die Geschichte der von Jimmy Wales gegründeten Internet-Enzyklopädie kurz zu beleuchten sondern auch ihre Stärken und Schwächen zu thematisieren. Das hehre Ziel der Gründer: Wissen für alle frei verfügbar zu machen. Jeder kann an zu dieser mittlerweile gigantischen Datenbank etwas beisteuern. Das bringt natürlich auch Probleme mit sich. Trotz der Überprüfung der Inhalte durch Admins schaffen es immer wieder falsche Informationen auf Wikipedia. Außerdem bilden Relevanz und die Belegbarkeit von Inhalten komplexe Streitpunkte. Eigentlich ein Thema für einen abendfüllenden Dokumentarfilm.

Das Wikipedia-Versprechen ist noch bis 4. April 2021 in der Arte-Mediathek und bis 11. Januar 2022 in der ARD-Mediathek abrufbar.

Das Wikipedia-Versprechen: 20 Jahre Wissen für Alle?
Deutschland 2021. 52 Minuten. Regie: Jascha Hannover und Lorenza Castella.

Bolero – Ein Refrain für die Welt

Anne-Solen Dougouet und Damien Cabrespinas widmen sich in ihrem bereits Ende 2019 veröffentlichten Film Bolero – Ein Refrain für die Welt dem vom französischen Komponisten Maurice Ravel (1875-1937) geschaffenen Werk. Zwar wird auch auf die Entstehung des bekannten Orchesterstückes eingegangen, der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf den massiven Nachhall von Ravels bekanntem Opus. Zur Wort kommen nicht nur Musiker wie Angelique Kidjo, Rufus Wainwright und Lalo Schifrin, sondern auch Dirigenten, Choreographen, Tänzer und Filmemacher, die alle durch den Bolero beeinflusst wurden und ihre eigenen Inszenierungen bzw. Interpretationen schufen. Anhand dieser höchst unterschiedlichen Personen und diversen Performances werden die Charakteristika des Stückes behandelt und erforscht. Abzüge in der B-Note bekommt die Doku von mir allerdings schon. Es wird nämlich mit keiner Silbe auf den genialen „Fauxlero“ aus der siebten Folge der ersten Staffel von Legion eingegangen.

Bolero – Ein Refrain für die Welt ist noch bis 17.03.2021 in der Arte-Mediathek abrufbar.

Bolero – Ein Refrain für die Welt (Boléro, le refrain du monde)
Frankreich 2019. 52 Minuten. Regie: Anne-Solen Dougouet und Damien Cabrespinas.

Credits
Das Wikipedia Versprechen (c) WDR/Arte.
Bolero – Ein Refrain für die Welt (c) Arte.

 

 

 


Media Monday #497

4. Januar 2021

Mit dem ersten Montag des Jahres 2021 beginnt leider auch wieder der Ernst des Lebens, sprich die Arbeit. Aber auch der Media Monday startet wieder durch, auf seiner Zielgeraden zum Jubiläum.

Ein erfolgreiches, frohes, gesundes, gutes und überhaupt wunderbares neues Jahr an alle!


Beiträge der Woche
African Kung-Fu Nazis
Binge Reloaded
Deutschland 89
I’m Thinking of Ending Things

Fragen der Woche

1. Was ich mir für 2021 besonders wünsche ist ganz einfach, dass die Corona-Pandemie dank flächendeckender Impfung massiv eingedämmt wird.

2. Gute Vorsätze sind ja immer so eine Sache, aber ich habe mir vorgenommen Filme und Serien anzusehen, Musik anzuhören und auch mal was zu lesen. Potzblitz!

3. Die Sonne kann sich dann bitte jetzt auch mal wieder melden. Das letzte Mal habe ich sie letztes Jahr, also vor einer Ewigkeit, gesehen!

4. Auch wenn ich es schön fände, sieht es wohl so aus dass die Menschheit aus den vielen Problemen nichts lernen und den Planeten auch weiterhin konsequent gegen die Wand fahren wird.

5. Dass es manche Menschen aber doch gegen alle Widerstände versuchen lässt mich aber hoffen und ich würde mich freuen, falls sich manche Dinge wider Erwarten doch zum Besseren entwickeln.

6. Und das Schön(st)e an einem gerade erst frisch gestarteten Jahr: bisher kein Stress!

7. Zuletzt habe ich das Blog mal ein paar Tage ruhen lassen und das war irgendwie auch entspannend, weil ich so gemütlich in das neue Jahr starten konnte.

 

 

 


Review(s) Dezember 2020

3. Januar 2021

Trotz der Corona-Pandemie hat sich der Wechsel ins neue Jahr nicht verschoben. Als erstes Lebenszeichen 2021 gibt es auf diesem Blog heute die Rückschau auf den Dezember.



Einen für meine Verhältnisse produktiven Review-Jahresendspurt wie in den Vorjahren gab es dieses Mal leider nicht. Es gibt also einige Vorsätze für 2021 in Form von nachzuholenden Rezensionen oder Sichtungen!


Filme
African Kung-Fu Nazis
Comrades & Cash (Doku)
I’m Thinking of Ending Things
Performaniax

Serien
Binge Reloaded
Deutschland 89
Drinnen – Im Internet sind alle gleich
Die Schauspielschüler: Staffel 1
Tatort: Die Nacht gehört dir

Sonstiges
Mein Musikjahr 2020

Außerdem gesehen und (noch) nicht rezensiert
Braindead
Italian Spiderman (Kurzfilm) (RW)
Mel Brooks‘ Die verrückte Geschichte der Welt
Monty Python’s Die Ritter der Kokusnuss

 

The Crown – Staffel 4
Pushing Daisies – Staffel 1, Folgen 4 und 5
Star Trek Discovery – Staffel 3, Folgen 8 bis 11

 

 


Media Monday #496

28. Dezember 2020

Der letzte Media Monday im Krisenjahr 2020. So ein Jahr wollen wir alle sicherlich nicht noch einmal erleben. Auf ein besseres 2021! Guten Rutsch!

Beitrag der Woche
Mein Musikjahr 2020

Fragen der Woche

1. In filmischer Hinsicht war 2020 sicherlich kurios. Da gab es bei mir Zeiträume mit häufigen Kinobesuchen und leider auch Wochen/Monate, in denen die Kinos gezwungenermaßen geschlossen waren, was sie ja auch noch sind. Dennoch habe ich für meine Verhältnisse viele aktuelle Filme gesehen.

2. Das (zunehmende) Angebot an Streaming-Inhalten ist in Zeiten der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen eine dankbare Alternative, um Filme (und auch Serien) zu schauen, ohne aus dem Haus gehen zu müssen. Doch die unmittelbare Intensität eines Kinobesuches kann das alles nicht ersetzen.

3. Begrenzte Ausgehmöglichkeiten und eingeschränkte Außer-Haus-Beschäftigungen haben sich bei mir dahingehend bemerkbar gemacht dass ich aufgrund von reduzierter Bewegung etwas zugenommen habe. Könnte mir vorstellen, dass es vielen so geht. 😉

4. Mit Filmen, Serien, Musik, Comics, Büchern, Schlafen, Essen/Trinken, gelegentlicher Hausarbeit und ziellosen Internetrecherchen konnte ich mich ja wunderbar auch daheim beschäftigen und musste mich daher auch in Zeiten des Lockdowns nicht so sehr umstellen. Ich bin eben gerne in meiner (überirdischen) Hobbithöhle.

5. Mitunter größte Hilfe gegen drohende Langeweile war für mich in den vergangenen Wochen und Monaten Langeweile? Was ist das???

6. Nicht nur zu den Feiertagen hat sich eine gewisse Entschleunigung breitgemacht, die bei mir dazu geführt hat, dass ich an den Tagen vor Weihnachten kaum etwas geschrieben habe.

7. Zuletzt habe ich mit meinen Eltern sowie meiner aus den USA mit ihren Kindern angereisten Schwester Weihnachten gefeiert und das war sehr schön, weil ich den „amerikanischen Teil“ der Familie das letzte Mal im Sommer 2019 getroffen hatte und weil es mein erstes Weihnachten mit Mama, Papa, Schwester, Neffe und Nichte war. Dass der Besuch aus Amerika überhaupt anreisen konnte schien lange Zeit auch alles andere als selbstverständlich. Umso schöner, dass es geklappt hat. 🙂

 

 


Mein Musikjahr 2020

21. Dezember 2020

2020 neigt sich unaufhaltsam dem Ende zu. Und so tauchen überall die Jahresrückblicke und Best-Of-Listen auf. Den ersten gibt es nun auch hier.



Rein konzertmäßig war 2020 aufgrund der Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie natürlich ein Totalausfall. Fast wäre es bei mir eine komplette Nullnummer geworden, hätte ich vor zwei Wochen nicht noch einen spontanen Guerilla-Gig zweier italienischer Straßenmusiker miterlebt. Das sehr wahrscheinliche aus Osteuropa stammende, mir namentlich unbekannte Trio (Kontrabass, Zymbal, Akkordion), welchem ich bei meinem Kurzurlaub im Oktober auf den Straßen Leipzigs lauschte, könnte man auch noch dazurechnen. Trotzdem ergibt das im Vergleich zum Vorjahr (21 Konzerte) einen Rückgang zum 95 Prozent! 2021 kann diesbezüglich nur besser werden! Insgesamt kann ich mich aber in musikalischer Hinsicht über das aktuelle Jahr wahrlich nicht beklagen, bot es neben Neuentdeckungen auch neue Veröffentlichungen von manchen meiner Lieblingsmusiker.

Die Rückschau auf Filme und Serien von 2020 wird noch einige Zeit auf sich warten lassen. Work in Progress 😉

 

Konzerte 2020

7. Dezember
Gap’s Orchestra & Giacomo Gamberucci (ITA)

Die besten Songs/Tracks 2020

(in keiner bestimmten Reihenfolge)

Daði Freyr & Gagnamagnið: Think About Things
Auch der Eurovision Song Contest 2020 fiel der Corona-Pandemie zum Opfer. Inoffizieller Gewinner dürfte aber zweifelsohne dieser Beitrag aus Island sein, nur echt mit pfiffigen Elektronika und einer minimalistischen Choreographie. Der zwei Meter große Hüne Daði und seine Band werden übrigens beim ESC 2021 mit einem neuen Song antreten.

(c) Daði Freyr

Le Grand Sbam: Choon Choon
Gemeinsam mit dem „Freakshow Artrock Festival 2020“ fiel auch der geplante Gig von Le Grand Sbam Ende September in Würzburg leider aus. Doch immerhin veröffentlichte die freakige französische Combo am 11. Dezember 2020 ihr zweites Album
Furvent, von welchem es mir dieser Song besonders angetan hat. Zum Mitgurgeln!

(c) Dour et Doux

Darja Kazimira: How beautiful your chest is, Minotaur!
Die lettische Komponistin, Volkalistin und Multiinstrumentalistin Darja Kazimira Zimina hat mit
I Have the Face of the Minotaur 2020 zwar nur eine eher kurze Improvisationssession veröffentlicht, aber auch die hat es in sich. Im vorliegenden Stück glänzt Donna Darja wiedermal mit finsterer Altstimme und knarzendem Stahlcello.

(c) Darja Kazimira

Deleyaman: Keep the Light
Die französische Artrock/Ambient/World-Music-Formation Deleyaman, angeführt vom griechisch-armenisch-stämmigen US-Amerikaner Aret Madilian, veröffentlichte 2020 ihr achtes Album
Sentinel. Eines der Highlights davon ist dieser Song, von Beatrice Valantin mit unnachahmlichen Charme gesungen.

(c) Deleyaman/TTO Records.

Dario Russo: The Fruity
Dario Russo: Dracula’s Beach Party

2011/12 und 2015 veröffentlichten die australischen Filmemacher Dario Russo und David Ashby die beiden Staffeln ihrer herrlichen Nazisploitation-Trash-Serie
Danger 5. Dieses Jahr gab es mit Danger 5: Stereo Adventures eine Fortsetzung in Hörspielform, zu welcher Maestro Russo wieder einen tollen Sixties-Retro-Score komponiert hat. The Fruity ist mein persönlicher Sommerhit 2020 und auch Dracula’s Beach Party ein süffiger Genuss.


(c) Dario Russo

What is Love Nimak & Kulshenka: Pick Up Song
Seit sich das ukrainische Trio Panivalkova Anfang 2019 leider auflöste wandelt Ira Kulshenka auf Solopfaden. Für ihre meist verträumten Song-Miniaturen, stark vom „Sensual Minimalism“ des Trios beeinflusst, holt sich Kulshenka aber auch immer wieder Duett-Partner ins Boot. Wie bei diesem Anbagger-Zwiegespräch, nur echt mit holprig klingendem Englisch.

(c) What is Love Nimak & Kulshenka

Worldservice Project: Vendetta
Nicht nur die Corona-Pandemie hat der britischen Punkjazz-Formation Worldservice Project, die ich 2020 leider auch nicht live erleben durfte, zugesetzt. Ihren Brexit-Frust kanalisieren die Jungs um Frontmann/Keryboarder Dave Morecroft auch beim neuen Album
Hiding in Plain Sight in trotzige und knallige Stücke, beiVendetta mit brachialem Bass. Link zum Song auf Bandcamp
(c) RareNoise Records

Erik Mjönes: Lion of Love
Normalerweise halte ich mich vom Eurovision Song Contest ziemlich fern. Dieses Jahr fand der meist alberne Träller-Wettbewerb wegen Corona bekanntlich nicht statt. Dafür erschien als adäquater Ersatz bei Netflix
Eurovision Song Contest – The Story of Fire Saga, eine Komödie über ein fiktives isländisches Duo beim ESC. Russland schickt im Film Alexander Lemtov, gespielt von Dan Stevens, ins Rennen. Dessen Auftritt (in Wirklichkeit gesungen von Erik Mjönes) zählt zu den selbstironischen Highlights der Musikkomödie.
 

(c) Netflix/Sony Music

Julia Holter: So Humble the Afternoon
Zwischen 2011 und 2018 veröffentlichte die amerikanische Sound-and-Song-Magierin Julia Holter nicht weniger als fünf Studioalben, eines schöner als das andere. In diesem Jahr beschränkte sie sich – abgesehen von einem Fleetwood Mac-Cover und dem minimalistischen Score zum preisgerkönten Drama
Niemals Selten Manchmal Immer – auf eine Einzelkomposition. Die gestaltet sich so atmosphärisch und verträumt wie man es von Julia gewohnt ist.

(c) Domino Recording

Deleyaman: The Valley
Zum Schluss noch der Song des Jahres. Bei dieser wunderschönen Ballade glänzen nicht nur Aret Madilian und Beatrice Valantin mit ihrem Gesang, mit Brendan Perry von Dead Can Dance gibt es auch einen prominent-hochkarätigen Gastmusiker, der hier Zymbal, Bouzuki und Schlagzeug spielt.

(c) Deleyaman/TTO Records

Bestes Album 2020


(c) Deleyaman/TTO Records

 

 

 


Media Monday #494

14. Dezember 2020

Was für eine merkwürdige Woche hinter mir liegt. Mehr dazu und sieben Fragen gibt es im heutigen Media Monday

Die Woche begann kurios. Montag, gegen 16:50 Uhr. Ich war gerade dabei Feierabend zu machen und kurz davor das Büro zu verlassen als ein Freund anrief und sagte, dass zwei italienische Straßenmusiker gleich ein Konzert in der Innenstadt geben würden. Kurze Zeit später war ich dort und lernte Alessandro alias Gap’s Orchestra (Gitarre, Gesang, Percussion usw.) und Giacomo Gamberucci (E-Cello) kennen, die am Marktplatz dann noch einen schönen „Guerilla-Gig“ mit Coverversionen bekannter italienischer Songs spielten. Dass ich sowas in 2020 noch erleben darf, ein Konzert!

Eine Tag später gab es allerdings eine ziemliche Hiobsbotschaft: Herr-der-Ringe-Film.de wird nach dem 31. Dezember 2020 vom Netz genommen. Die Fan-Website zur Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Romanepos, vor allem das dazugehörige Forum, war ab 2001 für einige Jahre eine feste Anlaufstelle für mich als damaliger HdR-Newbie. Von 2002 bis 2004 lernte ich unzählige Leute auf Stammtischen und Usertreffen kennen. Ohne HDRF.de hätte ich einen Großteil meiner Freunde niemals getroffen und wäre vielleicht niemals Filmkritiker/Blogger geworden. Auch wenn sich im Lichte dieser Schreckensmeldung die Community auf Facebook zusammengefunden hat und über eine Weiterführung von Teilbereichen der Site diskutiert wird so wird das Internet ohne HDRF.de nicht mehr dasselbe sein. Die restliche Woche war daher von Wehmut und dem gemeinsamen Schwelgen in Erinnerungen geprägt.

Weniger nostalgisch gestalten sich meine Antworten auf die heutigen Fragen.

(Unterstützt durch Produktdeplatzierung)

Beiträge der Woche
Performaniax
Die Schauspielschüler: Staffel 1

Fragen der Woche

1. Derweil die Vorweihnachtszeit langsam in ihre heiße Phase geht beginnt ab Mittwoch der bundesweite Lockdown. Das sorgt dafür, dass es bis Dienstag in den Geschäften, die einen Tag später schließen müssen, besonders heiß hergeht. Wohlmöglich gibt es bürgerkriegsähnliche Verhältnisse. #lastminuteschnaeppchen #survivalofthefittest #battleforchristmas

2. Kitsch und Pomp gehen in der filmischen Betrachtung der Festtage Hand in Hand. Für mein Empfinden gibt es viel zu viele kitschige und klischeetriefende Weihnachtsfilme. Die Anzahl wird durch die mittlerweile bereits zahlreichen Netflix-Produktionen leider noch erhöht.

3. Nachdem Disney höchst hochtrabende Pläne für das Star-Wars-Franchise formuliert hat habe ich mir kürzlich die DVD von Spaceballs (dem viertbesten Star Wars-Film) gekauft. Beim Tippen der Zeilen trage ich gerade „Spaceballs – Das T-Shirt“. Zum Frühstück gibt es „Spaceballs – Die Müsliflocken“ und in meiner Mittagspause esse ich „Spaceballs – Das Lunchpaket“. Um nach der Arbeit runterzukommen nutze ich „Spaceballs – Das Buch zum Ausmalen“. Als treuer Fan warte ich seit Jahrzehnten auf „Spaceballs 2 – Auf der Suche nach noch mehr Geld“!

4. Kaum zu glauben, dass sich das Jahr schon beinahe wieder dem Ende neigt und ich es auch diesmal nicht geschafft habe unzählige Filme und diverse Serienstaffeln von meiner endlos langen Watchlist anzusehen.

5. Womit man mir persönlich in diesem Jahr noch eine riesige Freude machen könnte? Dass der geplante Besuch meiner Schwester und ihren Kindern aus den USA zu Weihnachten trotz der ganzen Situation wahr wird und reibungslos funktioniert!

6. Erfreulich immerhin, dass ihnen trotz der irrsinnigen Lage in den USA (Trump, Corona etc.) gut geht.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 

 


LESELISTEN

LITERATUR - PROSOPAGNOSIE - FILM

Neue Filmkritik

braucht das Land

Apokalypse Film

Schaut vor der Apokalypse keine schlechten Filme!

Klappe!

Das Filmmagazin

Bette Davis left the bookshop

Bücher, Filme und viel mehr

VERfilmt&ZERlesen

Wo Kafka und Kubrick sich treffen

Schreiben als Hobby

Aus den Aufzeichnungen der Skáldkonur: Wo Worte sich zu Texten fügen, ist es Zeit für den Barden seine Geschichten zu erzählen.

11ersfilmkritiken.wordpress.com/

Ich heiße euch herzlich auf meinem Blog willkommen.

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Kritiken zu Filmen, Serien und Theater

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Sneakfilm - Kino mal anders

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Filme und Serien werden bei uns besprochen, in Form von Kritiken und auch einem Podcast. Jede Woche gibt es zwei Filmkritiken zu Filmen die gerade im Kino laufen oder auch schon länger draußen sind, der Filmpodcast heißt Filmexe Podcast.

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Selbsternannter Schriftsteller

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Schundliteratur und anderer Unfug

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Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

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Tagebuch einer singenden, film-, serien- und theaterverrückten Lehrerin

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moviescape.blog

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