Review(s) Dezember 2021

1. Januar 2022

Prost Neujahr! Erheben wir die Gläser und blicken mit dem ersten Beitrag auf den letzten Monat des jüngst vergangenen Jahres.

Übernacht ist plötzlich völlig unverhofft ein neues Jahr angebrochen. Es trägt die etwas unpersönliche Nummerierung 2022. Vorhin habe ich schon versucht, online glutenfreies Soylent Green zu bestellen, leider erfolglos.
Aber blicken wir nun auf meine mediale Bilanz des Dezembers 2022. 13 Filmkritiken (11 Langfilme, zwei Kurzfilme) sind wirklich hervorragend für meine Verhältnisse. Dem gegenüber stehen leider nur zwei Reviews von Serien, die in den vergangenen Wochen (auch aufgrund von Weihnachtsfilmen) etwas zurückstecken mussten. Immerhin konnten meine Top 10 der Serien von 2010 bis 2019 vervollständigt werden. Beendet wurde das alte und begonnen das neue Jahr mit einem Filmabend.

Auf einen guten Start in eine medial hoffentlich spannendes Jahr!


Aktuelle Filme
(in alphabetischer Reihenfolge)
Annette
Beauty Water
Covid Metamorphosen
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
(2021)
Gunpowder Milkshake

Das Haus (2021)
Rote Robin (Kurzfilm)
Ruben Brandt, Collector

Nicht aktuelle Filme
(in der Reihenfolge der Sichtung)
Der Krieger und die Hexe
Schöne Bescherung (RW)
Happiest Season
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (1973) (RW)
My Baby Left Me (Kurzfilm)

Serien
Disenchantment: Teil 3
Sie weiß von dir (Miniserie)

Sonstiges
2010 bis 2019: Die besten Serien der Dekade (Teil 3)
Mein Musikjahr 2021
Die Welt ist im Wandel – 20 Jahre später

Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
Eins, Zwei, Drei
Spaceballs (RW)
Und täglich grüßt das Murmeltier (RW)

Saber Rider and the Star Sheriffs – Folgen 47 und 48
Star Trek: The Next Generation – Staffel 3, Folgen 16 bis 24

 

 

 


Mein Musikjahr 2021

27. Dezember 2021

2021 ist bald Geschichte. Zeit für den ersten Jahresrückblick, heute zum Thema Musik.

Mein musikalisches Jahr 2020 bot zwar einige tolle Songs meiner Lieblingskünstler und anderer, doch konzertmäßig war das Jahr mit einem (2019: 21) erlebten Live-Auftritt eine ziemliche Katastrophe. 2021 konnte diesbezüglich nur besser werden und wurde es auch. Neben vier im virtuellen Live-Stream durfte ich 14 Konzerte richtig live erleben! Was für eine Wohltat! Und auch die Neuveröffentlichungen enttäuschten kaum.

Voraussichtlich Anfang 2022 folgen jeweils die Rückschau auf Filme und Serien 2021. 🙂

Konzerte 2021

12. April
Kuhn Fu (int) (Live-Stream aus Krefeld)

15. Mai
Maracu (GER) (Live-Stream aus Leipzig, Balfolk)

24. Mai
Laura Schuler Quartett (SUI) (Live-Stream aus Moers, Moers Festival 2021)
Le Grand Sbam (FRA) (Live-Stream aus Moers, Moers Festival 2021)

6. Juli
Nand (GER) (Festungsflimmern 2021)

5. September
Widersacher aller Liedermacher (GER) (Umsonst & Draußen 2021)

10. September
SaraTeamusician (GER) (Pflastertöne 2021)

11. September
The Instant Voodoo Kit (GER) (30 Jahre B-Hof)

3. Oktober
7For4 (GER)
Albatre (POR/GER)

8./9. Oktober
Freakshow Artrock Festival 2021
PoiL Ueda (FRA/JAP)
Colonel Petrov’s Good Judgement (GER)
Kuhn Fu (int)
Hydropuls (GER)
Tryon (int)
Sex Magic Wizards (NOR)
Free Human Zoo (FRA)

16. November
Pulcinella (FRA)


Die besten Songs/Tracks 2021

(in keiner bestimmten Reihenfolge)

Daði og Gagnamagnið: 10 Years
Schon 2020 verzauberten uns die in mintgrüne Sweater gekleideten Isländer mit
Think About Things, der dem Ausfall des ESC zum Opfer fiel. 2021 konnten Daði und Co zwar teilnehmen, wegen eines Corona-Falls im Team aber nicht live auf der Bühne auftreten. Am Ende reichte es nur für Platz 4, wenngleich sicherlich zum Sieger der Herzen. Der Vorgänger-Song drehte sich um Daðis Tochter (damals noch im Säuglingsalter). 10 Years feiert die Beziehung von Daði und seiner Ehefrau Árný Fjóla Ásmundsdóttir, die als Keyboarderin ebenfalls zur Band Gagnamagnið gehört. Das (erneut) herausragende Musikvideo präsentiert eine bunte Geschichte mit Super-Sentai-Kämpfern und Mechas gegen Monster. Herrlich!

(c) Daði og Gagnamagnið

 

Darja Kazimira: Cannibal-Autophage Hunting Song
2021 nahm ich all meinen Mut zusammen und führte ein Interview mit Darja Kazimira, welches im kleinen Fanzine Bad Alchemy Nr. 111 abgedruckt wurde. Die lettische Vokalistin, Komponistin, Multiinstrumentalistin und Künstlerin hat 2021 zwar „nur“ einzelne Tracks veröffentlicht, doch die haben es bekanntermaßen in sich. Wie soll das auch anders sein, wenn man/frau über Selbstverzehrung singt?!
Link zum Song auf Bandcamp

 

Los Bitchos: Las Panteras
Die Neuentdeckung des Jahres! Durch Werbung auf einem sozialen Netzwerk (für gewöhnlich absolut sinnlos) stieß ich auf das Instrumental-Quartett Los Bitchos. Die vier jungen Damen mit Wurzeln in Lateinamerika, Schweden, der Türkei und Australien haben sich dem Genre Cumbia, welches laut Wikipedia
vielschichtige Rhythmusstrukturen afrikanischen Ursprungs mit spanisch beeinflussten Melodien und lyrischen Formen“ vermischt, verschrieben. Im Februar 2022 erscheint ihr Debütalbum Let the Festivities Begin. Las Panteras bildet daraus die erste Single und glänzt außerdem mit einem Videoclip in stylischer Retro-Ästhetik.

(c) Los Bitchos/City Slang

 

Hildegard von Binge Drinking: Angst
Die männlichen Elektronik-Nonnen von HvBD haben drei Jahre nach ihrem zweiten Album Infinity immerhin eine 4-Track-EP namens Sprechfunk mit Toten veröffentlicht. Angst spiegelt die ungewisse Situation wider, in welcher wir uns derzeit befinden („Ich habe Angst, ob es weitergeht. Ich habe Angst, wie es weitergeht. Ich habe Angst, dass es weitergeht…“).

(c) Hildegard von Binge Drinking/SABOTAGE

 

Brendan Perry: Tonight in Your Neighbourhood
Hier muss ich zugegebenermaßen etwas schummeln. Songs of Disenchantment: Music from the Greek Underground, Brendan Perrys Album mit erstmals englischen Interpretationen bekannter Rembetiko-Lieder, erschien digital bereits im November 2020. Doch als physischer Tonträger eben erst im Frühjahr 2021. Und jetzt bitte alle mitsingen: „Op tria la la la la…“ 😉

c) Brendan Perry

 

Tolga Baklacioglu feat. Darja Kazimira: Altar of Sacrifice
Auf dem neuen Album des türkischen Elektronikmusikers (und Associate Professors für Luft- und Raumfahrtinformatik) Tolka Baklacioglu ist Darja Kazimira bei zwei Stücken vertreten, darunter beim finster-furiosen Titeltrack, in der Rolle des Opfertiers.

(c) Khemia Records

Bent Knee: Queer Gods
Mit Frosting, dem im November 2021 erschienenen neuen Album meiner amerikanischen Lieblingsband Bent Knee habe ich mich einige Zeit etwas schwer getan, weil das Bostoner Art-Rock-Sextett hier über weite Strecken komplett anders als früher klingt. Queer Gods punktet nicht nur mit tollem Sound, sondern auch einem super-psychedelischen Musikvideo.

(c) Take This To Heart Records

 

Hildegard von Binge Drinking: Dunkelheit und Licht
Weniger düster als vielmehr schräg wirkt dieser Track von HvBD, vor allem durch die Lyrics, welche zum Teil aus den vorgelesenen Vorschriften zum ordnungsgemäßen Betrieb einer Feuerbestattungsanlage bestehen. Und außerdem irgendwas mit dem Tunnel am Ende des Lichts.

(c) Hildegard von Binge Drinking/SABOTAGE

 

Bent Knee: Baby in the Bush
Der zweite Song von Bent Knee in der Liste erweist sich als ruhig, dynamisch-treibend und dissonant zugleich. Wie das ganze Album eine echte Wundertüte.

(c) Take This To Heart Records

 

Los Bitchos: The Link is About to Die
Mein persönlicher, in den letzten Monaten in Dauerschleife gelaufener Lieblingsohrwurm, mit absolutem Killer-Groove. Noch nie ist eine Verknüpfung schöner verendet. 😉

(c) Los Bitchos/City Slang

 

 

 

 

 

 


Media Monday #548

27. Dezember 2021

Weihnachten 2021 ist vorbei. Nur noch 362 Tage oder gut 51,5 Wochen bis zum nächsten. Aber eins nach dem anderen. Erst einmal steht der letzte Media Monday des Jahres auf dem Programm.

An alle einen guten Rutsch ins Neue Jahr! 2022 gibt es endlich Soylent Green! 😉

Beiträge der Woche
Covid Metamorphosen
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
(1973)
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (2021)
2010 bis 2019: Die besten Serien der Dekade (Teil 3)

Fragen der Woche

1. In der Zeit „zwischen den Jahren“ nutze ich die freien Tage um noch ein paar Filme und Serienfolgen anzusehen und im Idealfall auch darüber zu schreiben.

2. Ich hätte ja nicht damit gerechnet, dass noch vor Jahresende Covid Metamorphosen, den Weihnachts-Lockdown-Film von Lars Henriks und Nisan Arikan, zu sehen bekommen würde. Doch glücklicherweise kam es anders.

3. Blicke ich so auf die letzten zwölf Monate zurück so beschleicht mich das Gefühl, dass ich dicker und grauer geworden bin. 😉

4. Schon regelrecht aberwitzig, wie sich die Corona-Pandemie weiter hinzieht. Und bei gleichbleibender Lage werden wir in den nächsten Wintern wieder den gleichen „Spaß“ erleben.

5. Das ganze Jahr über (für meine Verhältnisse) sehr gesund gewesen zu sein ist auch so eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte, denn das ist heutzutage leider nicht selbstverständlich.

6. Wahrscheinlich wird mir das Jahr vorrangig dafür in Erinnerung bleiben, dass ich 40 Jahre alt geworden bin. Das ist schon wieder fast ein Jahr her. Die Zeit rast nur so dahin.

7. Zuletzt habe ich Weihnachten mit der Familie verbracht und das war kulinarisch sehr reichhaltig, entspannt, witzig und schön, weil die Feiertage genau so sein sollen.

 

 

 


Media Monday #540

1. November 2021

Mit sieben neuen Fragen von Wulf und seinem Medienjournal endet der Horrormonat und beginnt der November beim heutigen Media Monday

Beiträge der Woche
Das Geheimnis von Marrowbone (Horroctober 2021)
Das blutrote Kleid (Horroctober 2021)
Frankenstein (1931) (Horroctober 2021)
Blogaktion: Film-Genre-Bogen


Fragen der Woche

1. Was mich wirklich das Fürchten zu lehren vermag sind der immer noch vorhandene grundlose Hass vieler Menschen und ihre Intoleranz.

2. Von all den Traditionen, die mit Halloween einhergehen, lebe ich eigentlich keine aus.

3. Der Reiz, sich vorsätzlich zu gruseln, ist bei mir jetzt nicht so ausgeprägt, es geht mir eher um die inhaltliche sowie ästhetische Umsetzung eines Horrorfilms.

4. Dracula ist eine wirklich zeitlose Schauergestalt, schließlich treibt er seit gut 120 Jahren sein Unwesen, seit 90 Jahren im Tonfilm.

5. Das Schöne an dem nun anbrechenden, letzten Teil des Jahres, sind die Tage zwischen dem 24. Dezember und dem 1. Januar, weil ich da zumindest am besten ausspannen kann.

6. Frankenstein in der Version von 1931 hat zwar den Ruf als Horrorschocker, aber so richtig gruselig ist der Film heuzutage kaum noch.

7. Zuletzt habe ich im Innenhof des Würzburger Rathauses den Mexikanischen Tag der Toten (Dia de los Muertos) mit der spanischsprachigen Gemeinde und anderen Gästen gefeiert und das war sehr farbenprächtig und schön (siehe Bilder oben), weil viele Besucher mit tollen, bunten Kostümen und passendem Make Up dabei waren. Ein Feuertänzer und eine Mariachi-Band inklusive einer Gesangssolistin sorgten auch für ausgelassene Stimmung. Wenn ich das mit den Bräuchen bei uns an Allerheiligen vergleiche (abends auf den Friedhof gehen und den Dorffrauen beim Rosenkranzbeten in Borg-Monotonie zuhören) dann gefällt mir die mexikanische Tradition viel besser.



 

 


Media Monday #539

25. Oktober 2021

Nach einem abwechslungsreichen Wochenende starte ich die Woche mit den Fragen des Media Monday

Am sehr späten Sonntagabend. Das Wohnzimmer in der überirdischen Hobbithöhle des kleinen mwj. Zeitschriften, Prospekte, Bücher, DVDs, BluRays und Cds liegen herum während die an sich für Filme und Musik vorgesehenen Regale überquillen. Während im Hintergrund ein Youtube-Video mit Tilda Swinton oder irgendwelche „obskure“ Musik läuft haut mwj sein neuestes Review in die Tasten, rekapituliert das Wochenende und füllt die Lückentexte von Wulf aus.

Beiträge der Woche
Dracula – Tot aber glücklich (Horroctober 2021)
Unsane – Ausgeliefert (Horroctober 2021)
The French Dispatch

Fragen der Woche

1. Ein Film, der seit Donnerstag in den deutschen Kinos läuft, heißt The French Dispatch und stammt von Regisseur Wes Anderson.

2. Eine Serie, die ich aktuell schaue: Mission Erde (Earth: Final Conflict; 1997-2002), welche aus dem Nachlass von Star Trek-Erfinder Gene Roddenberry entwickelt wurde.

3. Ein Buch, das ich gerade lese, fasst auf 100 Seiten das Phänomen James Bond zusammen.

4. Ein Ensemble, das namhafter kaum sein könnte, findet sich in dem bei Nr. 1 genannten Film.

5. Eine Prämisse, die außergewöhnlich ist, vermag mein Interesse zu erwecken.

6. Ein Setting, das ich nur zu gut kenne, ist das Büro.

7. Zuletzt habe ich im Kino The French Dispatch gesehen, mit einer Freundin einen Tagesausflug zur Frankfurter Buchmesse gemacht, einen weiteren Horrorfilm gesehen und eine Rezension geschrieben und das war sehr abwechslungsreich, weil ein solches Wochenende nicht alltäglich ist.

 


Media Monday #538

18. Oktober 2021

Angst und Schrecken im Horroctober! Denn es ist schon wieder Montag! Nein! Mit zitternden Händen werden die heutigen Fragen des Media Mondays beantwortet 😉



Beiträge der Woche
What We do in the Shadows (Kurzfilm) (Horroctober 2021)
Dracula (1931) (Horroctober 2021)

Fragen der Woche

1. Grundsätzlich ist es schon schön, dass es mittlerweile uralte Filme wie Dracula von 1931 in digital restaurierter, hochauflösender Form auf BluRay verfügbar sind, aber müssten noch viele andere ältere Werke restauriert werden.

2. Wenn es ein Drehbuch gibt, das mich jüngst mit Einfallsreichtum und Esprit begeistert hat, dann war es das „Drehbuch“ von In the Mood for Love.

3. Graf Dracula spielt im Grunde ja auch immer wieder den unheimlich-verführerischen Blutsauger, aber wer kann schon von sich behaupten unter anderem von Bela Lugosi, Christopher Lee, Frank Langella, Gary Oldman, Leslie Nielsen und Claes Bang verkörpert worden zu sein?

4. Eine hervorragende Besetzung ist zwar hilfreich, am ende aber auch nur die halbe Miete. Schön zu sehen bei JT Leroy, jenem Film mit Kristen Stewart, Laura Dern und Diane Krüger über den titelgebenden, erfundenen Autor. Regisseur Justin Kelly, der auch das Skript verfasste, bleibt bei seiner Adaption der wahren Geschichte einfach zu unentschlossen und kann dabei das Potenzial des Stoffes nur in Ansätzen nutzen.

5. Kann es bitte bald mal wieder so einen richtig geilen Soundtrack geben wie den von In the Mood for Love?

6. So manche Bloggerperson verwechsle ich ja gern schon einmal mit einer anderen, einfach weil ich manchmal viel zu schnell lese. 😉

7. Zuletzt habe ich das Wochenende bei meinen Eltern verbracht und das war sehr schön, weil ich sie schon seit Wochen nicht mehr gesehen hatte. Nach gemütlichem Beisammensein am Samstag besuchten wir am frühen (kalten) Sonntagmittag die Unicef-Foto-Ausstellung (Website) in der Innenstadt von Kitzingen. Am Nachmittag ging es dann zum Fußball wo mein Heimatverein SV Hoheim leider zuhause unglücklich mit 0:1 gegen den FC Hopferstadt verlor.

 


Media Monday 537

11. Oktober 2021

Es ist der Montag nach einem ereignisreichen, musikalischen Wochenende. Und auch dieser startet mit dem Media Monday



Beiträge der Woche
Penny Dreadful Revisited VIII (Horroctober 2021, #1)
5 Zimmer Küche Sarg (Horroctober 2021, #2)

Fragen der Woche

1. Langsam aber sicher erscheinen lang erwartete und oft verschobene Kinofilme und das ist auch gut so. Denn ein paar Filme gehören dann doch auf die größtmögliche Leinwand und sollten nicht gleich ans Heimkino „verschwendet“ werden.

2. Das Finale der ersten Staffel von Penny Dreadful (siehe oben) ist auch ein richtiger Geniestreich, wenn man bedenkt wieviele überaus starke und wichtige Szenen in 54 Minuten untergebracht wurden.

3. Ich hätte ja nicht gedacht, mich so dafür begeistern zu können, wie ich mich seit ein paar Jahren die Konzerte und die Musik der „Freakshow“-Szene begeistere (siehe auch 7.).

4. Ungerechtigkeiten jeglicher Art treiben mich regelmäßig zur Weißglut, denn man sollte meinen, dass es die Menschheit eigentlich besser weiß.

5. Langsam wird es kälter und ungemütlicher draußen. Immerhin wieder ein guter Anlass, um drinnen (Horror-)Filme und Serien zu schauen oder indoor Konzerte zu erleben.

6. Gemeinsam in den Konzertpausen auf dem Festival mit Bekannten zu fachsimplen oder neuen Gesichtern zu begegnen ist auch immer eine schöne Beschäftigung, schließlich lebt das unter 7 noch direkt zu erwähnende Festival mittlerweile auch sehr davon.

7. Zuletzt habe ich am Wochenende das Freakshow Artrock Festival in Würzburg besucht und das war wundervoll, weil die Veranstaltung 2020 aus bekannten Gründen ausgefallen war und ich dieses Event vermisst hatte. Von insgesamt sieben Konzerten hat mir eines gut (PoiL Ueda) und zwei sehr gut gefallen (von Kuhn Fu und Free Human Zoo).

 

 


Media Monday #536

4. Oktober 2021

Seit etwa einem Jahrzehnt hat Wulf vom Medienjournal die Lizenz zum Fragenstellen, und zwar jeden Montag beim Media Monday

Das Wochenende gestaltete sich mal wieder sehr medial. Am Samstag Vormittag Einkauf im Comicladen meines Vertrauens und Plausch mit der anwesenden, fränkischen „Phantastik-Prominenz“, abends dann der Kinobesuch des wohl am meisten verschobenen Blockbusters der jüngsten Kinogeschichte. Am gestrigen Sonntag eröffnete die Freakshow-Konzertreihe im Würzburger Immerhin wieder ihre Pforten. Die Münchner Kombo 7For4 begann den musikalischen Spätnachmittag/Vorabend mit einem gefälligen, aber nicht unbedingt besonderen Auftritt. Furios dagegen das Jazzcore-Noise-Trio Albatre aus Rotterdam. Die beiden Portugiesen Gonçalo Almeida (Bass), Hugo Costa (Saxofon) und ihr deutscher Drummer Philipp Ernsting lieferten ein makrerschütterndes, brachiales Feuerwerk, welches wie eine nicht aufzuhaltende, katharrtische Schockwell über das Publikum hereinbrach. Ein echtes Erlebnis. Vor ziemlich genau zwei Jahren spielte die Band das letzte Mal in Würzburg auf und zog die Zuhörer in einen psychedelischen Wirbel.

Doch nun wieder zurück zum Alltag! 😉

Beiträge der Woche
James Bond – Keine Zeit zu Sterben
Schattenkrieger – The Shadow Cabal
Sex Education – Staffel 3

Fragen der Woche

1. Dass man jetzt kaum noch Monate warten muss, bis ein Film aus dem Kino auch im Stream oder Handel erscheint hat Vor- und Nachteile. Einerseits wird die Piraterie so ziemlich eingedämmt, andererseits nimmt man einem Film die Möglichkeit, mehr Geld im Kino einzuspielen. Wobei an den aktuelken kurzen „Karenzzeiten“ zwischen Kino- und Heimkino-Start sicherlich auch die Corona-Pandemie Schuld sein dürfte.

2. Ich erachte es als besonderen Vorteil, dass ich hier in der nicht ganz so kleinen Provinzstadt ein Multiplex- und Programmkino habe.

3. Nachteilig hingegen ist definitiv der nicht selten an meinen Vorstellungen vorbeigehende Spielplan beider Lichtspielhäuser.

4. Früher war sicherlich einiges anders, aber nicht unbedingt besser. Beispielsweise war man bei Filmen und Serien ausschließlich auf Kino, lineares Fernsehen und physische Datenträger angewiesen.

5. Wenn es die Möglichkeit gäbe, ____ ungeschehen zu machen, Es gibt so viele Dinge, die man ungeschehen machen müsste.

6. Grundsätzlich wäre es ohnehin eine feine Sache, wenn man (ich wiederhole mich) endlich mal die gravierenden Probleme unserer Zeit wirklich in Angriff nehmen würde.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 

 


Media Monday #533

13. September 2021

Nach einem abwechslungsreichen Wochenende startet die neue Woche wie üblich mit dem Media Monday.


Am Sonntag vor einer Woche hatte ich die Gig-lose Zeit endlich mit einem richtigen Konzert beenden können. Konzerte Nummer zwei und drei folgten am vergangenen Wochenende. Am Freitag eröffnete Sara Teamusician die STRAMU Pflastertönen im Hof des Würzburger Rathauses. Die Singer-Songwriterin kommt ursprünglich aus der Mongolei und studiert in Würzburg Medizin. Ihre überaus entspannt-verträumten Songminiaturen in Deutsch oder Englisch leben vor allem on der sanften Stimme der Sängerin. Begleitet wurde sie nicht wie sonst von Kontrabassist Janosch Korell, sondern von Johannes Liepold an der Bassklarinette. Bis Jahresende soll das Debütalbum Tagträumer erscheinen.

Am Samstag verließ ich die Geburtstagsfeier meines Onkels direkt nach dem Abendessen um rechtzeitig für das nächste Konzert am Start zu sein. Das Jugendkulturzentrum B-Hof feierte seinen 30. Geburtstag wie man das so macht: mit acht Bands an zwei Tagen. Mir genügten davon allerdings 12,5 Prozent namens The Instant Voodoo Kit. Die Würzburger Zirkus-Swing-/Gypsy-Jazz- und Dark-Cabaret-Formation spielte (wohl aufgrund der kleinen Bühne) nur mit sieben statt wie sonst einem Dutzend Musiker auf. Doch nicht nur ich war begeistert, auch das anwesende Jungvolk ließ es sich teilweise nicht nehmen, ausgelassen zu tanzen. Nach gut 30 Minuten war leider Schluss mit dem knalligen Voodoo-Zauber, aber TIVK habe ich nun als einzige Band bisher viermal live erleben dürfen. Blackmore’s Night, Dead Can Dance, Hildegard von Binge Drinking und Worldservice Project schaffen es (bisher) nur auf drei Konzertbesuche von mir.

 



Beitrag der Woche
In the Mood for Love

Fragen der Woche

1. Die mehr oder minder schwelenden Konflikte in unzähligen Krisengebieten sind leider so verhärtet, dass diese kaum gelöst werden können.

2. Mich ärgert allein die Tatsache, dass zu viele Nazis auf dem Stimmzettel zur Bundestagswahl stehen.

3. Es ist schon wundervoll, dass es die Möglichkeit gibt, wieder auf Konzerte zu gehen. Was habe ich das vermisst!

4. Ich verstehe ja nicht so ganz, wieso irgendjemand die bei 2. genannte politische Richtung wählt. Denn die Nazis lösen keine Probleme, sie machen aller nur noch schlimmer.

5. Gladiator ist merklich überbewertet, aber die Musik von Hans Zimmer, Lisa Gerrard & Co kann sich hören lassen.

6. Wäre schon toll, wenn es bald mal wieder eine neue Bundesregierung gäbe, welche die vielen gravierenden Probleme wirklich mal in Angriff nimmt. Weitere 4 Jahre gefühlten Stillstand brauch kein Mensch.

7. Zuletzt habe ich nach knapp zwei Wochen endlich wiedermal eine Filmkritik vollendet (siehe oben) und außerdem einen neuen Film gesehen, nämlich JT LeRoy von Justin Kelly und das war einerseits befreiend, weil ich in letzter Zeit wegen des verstärkten Arbeitsaufkommens im Büro zu wenig bis nichts gekommen bin und außerdem interessant, weil ich auf den Film mit Laura Dern als Schriftstellerin, die ihre Schwägerin (Kristen Stewart) als „Darsteller“ für ihr fiktionales Alter Ego engagiert, sehr gespannt war und über die wahre Begebenheit, auf welcher die Story beruht, vorher so gut wie nichts wusste.

 

 


Media Monday #532

6. September 2021

Musik, Musik, da frohlockt der kleine mwj! Und füllt beschwingt die heutigen Fragen des Media Mondays aus…

Das überaus angenehme Wochenende ließ ich mit einem musikalischen Sonntag ausklingen. Während ich die Review zur deutschen Netflix-Endzeit-Serie Tribes of Europa (siehe unten) schrieb hörte ich mich quer durch meine CD-Sammlung: nach einem Live-Album von Chris de Burgh (Mama ist Schuld), mehreren Samplern mit Irish Folk über The Blue Ship hin zu Julia Holters Live-Studio-CD In the Same Room. Und wie lässt sich ein lauer Spätsommersonntagabend besser begehen als mit einem echten Live-Konzert, nach fast zwei Jahren konzertischer Dürre. Beim Würzburger Umsonst & Draußen spielten Widersacher aller Liedermacher auf. Die Musik der ebenso aus der unterfränkischen Domstadt stammenden Gruppe mit ihrem Oberpfälzer Frontmann Matze Wolf wird als „Bavarian-Pop-Cabaret“ bezeichnet und bewegt sich aus meiner Sicht irgendwo zwischen Folk/Volksmusik, Jazz, Reggae und Rock. Es war jedenfalls ein schönes Erlebnis. Obwohl mir die Performance gegen Ende ein wenig zu gemächlich daherkam so ging mir bei den ersten zwei, drei Liedern wahrlich das Herz auf. Musik als Zuschauer unmittelbar live erleben, das hat mir einfach zu sehr gefehlt. Nächstes Wochenende gibt es dann gleich zwei Konzerte! 🙂

 


Beiträge der Woche

Children of Dune
Tribes of Europa
2010 bis 2019: Die besten Serien der Dekade (Teil 2)


Fragen der Woche

1. Im direkten Vergleich zwischen Endzeitserien schneidet Tribes of Europa schlechter als etwa Into the Badlands ab.

2. Das Blockbusterkino wirkt schon ein wenig uninspiriert, wenn man mit wenigen Ausnahmen immer wieder die gleichen Geschichten auf die große Leinwand bringt. Innovation sieht anders aus.

3. Es könnte richtig spannend werden, zu sehen wie sich die Welt zum Positiven ändert. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

4. In Filmen sieht es immer so einfach aus, eine Sprache, Fertigkeit (z.B. Kämpfen) oder Sportart zu erlernen bzw. zu perfektionieren. Meist erfolgt das in einer kurzen Montageszene, welche für solche Zwecke wahrscheinlich erfunden wurde. Ich möchte auch mal was in einer Montageszene erlernen.

5. Christian Tramitz hat früher in der deutschen Synchronfassung von Saber Rider and the Star Sheriffs als Sprecher von Colt „mitgespielt“, heutzutage kennt man ihn als Comedian/Schauspieler, etwa in der Bullyparade und den daraus resultierenden Kinofilmen sowie Serien wie Hubert und Staller.

6. In der Rückschau ist Galadriel wirklich kaum gealtert, wenn man bedenkt, dass sie mehrere Jahrtausende auf dem Buckel hat. Da blickt es sich gern in den Spiegel.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 

 

 


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