Media Monday #489

9. November 2020

Und nun zum Media Monday Nummero 489, heute am geschichtsträchtigen 9. November.

Was habe ich die Woche so getrieben, außer mich teilweise „durchzuarbeiten“ (siehe Frage 7)? Irgendwie habe ich es doch noch geschafft, ein paar Serienfolgen zu sichten sowie zwei Reviews zu schreiben: über den Kurzfilm Lipsias fantastische Fabelwesen, den ich vor drei Woche in Leipzig sehen durfte, und zum anderen über die wirklich gelungene Politsatire Parlament, die leider nur bis morgen (10.11.2020) in der ARD-Mediathek abrufbar ist. Vielleicht werde ich irgendwann selbst mal eine Comedyserie mit dem potenziellen Titel Administration schreiben. Vorerst wird es aber bei Film- und Serienkritiken sowie ganz aktuell den Antworten auf die heutigen sieben Fragen bleiben. 😉


Beiträge der Woche
Lipsias fantastische Fabelwesen (Kurzfilm)
Parlament (Serie)

Fragen der Woche

1. Nachdem die Medien in den letzten Tagen von den US-Wahlen dominiert worden sind wird das Corona-Virus sich die mediale Dominanz wieder zurückerobern.

2. Ich habe mich ja kürzlich an einen sehr frühen Film mit Tilda Swinton herangetraut und das war schon eine kuriose Erfahrung. Mehr dazu bald.

3. Die ausstehenden Serien und Filme, die hier physisch ungesehen rumliegen oder virtuell als Teile einer Watchlist beschäftigen mich aktuell allerdings weit mehr als der Unmut über die Folgen der Covid-19-Pandemie, denn letzteres sorgt vielleicht für eine „Besserung“ bei ersterem.

4. Hätte man mir vor einem Jahr gesagt, ich würde 2020 kein einziges Konzert besuchen so hätte ich das einfach nicht geglaubt. Leider ist es aber genauso gekommen.

5. Lesen und Schreiben musste ich auch erst einmal lernen, schließlich hatte ich diesbezüglich keine vorgeburtliche Frühstförderung.

6. Es fehlt mir schon sehr, auf Konzerte zu gehen. Habe ich erwähnt, dass ich das hautnahe Erleben von Live-Musik auch vermisse?

7. Zuletzt habe ich ziemlich brutale Arbeitswoche erlebt und das war nicht ohne, weil ich gleich zwei Kollegen vertreten musste, wegen Krankheit und Urlaub. Ich hoffe auf Besserung in der heute startenden neuen Arbeitswoche.

 

 


Media Monday #482

21. September 2020

Ehrlich gesagt bin ich gerade etwas zu müde, um eine geistreiche Einleitung zur heutigen Ausgabe des Media Mondays zu verfassen. Dennoch viel Spaß beim Lesen!

 

Beiträge der Woche
Daniel Isn’t Real (Fantasy Filmfest)
New Mutants
Die Schlacht von Marathon

Fragen der Woche

1. Einer der seltenen Fälle, wo die Fortsetzung besser ist als der erste Teil stellt The Dark Knight dar, wobei Batman Begins schon ein guter Film war.

2. Schon verrückt, dass es tatsächlich noch so warm ist, obwohl am Mittwoch der Herbst beginnt.

3. Wieso man ausgerechnet von Ghostbusters nach all der Zeit ein Reboot/Remake/Sequel ins Auge gefasst hat kann ich mir nur mit Geldgeilheit erklären. Die zeitlich passende Gelegenheit für eine Geisterjäger-Fortsetzung dürfte seit mindestens 25 Jahren verstrichen sein.

4. Einer der – im besten Sinne – trashigsten Filme ist natürlich der Kult-Camp-Klassiker Flash Gordon (1980). So und jetzt alle mitsingen: Flash! Aaaaah! 😉

5. Horrorfilm sind bei mir ja gerade sehr in Mode, wenn man bedenkt, dass ich dieses Jahr schon etwa ein halbes Dutzend gesehen habe und das vor dem Horroctober.

6. Manchmal denke ich so an die Zeit zurück, als man noch richtig auf Konzerte gehen konnte. Für dieses Jahr scheint diese ungemein tolle Freizeitbeschäftigung allerdings ziemlich illusorisch. Denn vor einigen Tagen hat der Veranstalter das für den 25./26. September geplante, diesjährige „Freakshow Artrock Festival“ in Würzburg abgesagt. Lange sah noch so aus, als ob das Festival, welches ich seit 2016 sehr gerne besuche, stattfinden könnte. Aber die Tatsachen, dass Würzburg mittlerweile zur Corona-Hochburg mutiert ist und die Musiker überwiegend aus Risikogebieten in Frankreich kommen sollten, hätten eine reibungslose Durchführung der Veranstaltung unmöglich gemacht. Dennoch schade. Mal schauen, ob das für März 2021 geplante Konzert von Dead Can Dance in Frankfurt, für das ich nun Tickets habe, stattfinden wird.

7. Zuletzt habe ich einen Film beim Fantasy Filmfest in Nürnberg gesehen, mit meinem Cousin und seinen Freunden eine Männer-Grill-Party mit Bier gefeiert sowie die Review zum FFF-Beitrag (siehe oben) fertiggeschrieben und das war durchaus abwechslungsreich, weil man nicht an jedem Wochenende so eine Kombi an Events erlebt.

 

 

 


Die 5 besten Filmmusicals

10. September 2020

Lange ist es schon wieder her seit ich das letzte Mal bei der von Gina (Passion of Arts) ausgerichteten Blogparade „Die 5 besten am Donnerstag“ teilgenommen habe. Heute geht es um Filmmusicals!

Richtig gute Musicals, die auch als Film funktionieren? Gibt’s die üherhaupt? Das waren meine Gedankengänge, deren Ergebnis hier nun lest:

 

1968/2005 The Producers: Frühling für Hitler / The Producers

1975 The Rocky Horror Picture Show

2000 Dancer in the Dark

2001 Moulin Rouge

2013 Lisa Limone & Maroc Orange: A Rapid Love Story

 

 

 


Media Monday #479

31. August 2020

Auch zum vierten Mal in Folge musste CruEllY von myofb.de beim Media Monday einspringen.



Während Wulf vom Medienjournal noch mit seinen nicht alltäglichen technischen Problemen hat mich seit letzter Woche der Alltag in Form des regulären Arbeitslebens wieder. Das hat sich leider auch in meiner Review-Ausbeute niedergeschlagen. Die Woche stand medial deutlich im Zeichen von Christopher Nolan. Innerhalb von zwei Tagen sichtete ich nicht nur seinen neuen Film Tenet (2020), sondern auch seinen ältesten, Following (1998). Quasi meine Version der temporalen Zange.

Beiträge der Woche
Following
Tenet

Fragen der Woche

1. Ich hatte mich 2020 besonders auf einen Kurzfilm-Dreh nach Ostern in Leipzig gefreut, doch dank Corona konnte die Aktion in der geplanten Form leider nicht stattfinden. Auf die Premiere des Kurzfilms bin ich glücklicherweise eingeladen.

2. Es kommt nicht oft vor, dass ich mich über Christopher Nolan „aufrege“, aber sein neuer Film Tenet war einfach enttäuschend.

3. Auf das Bloggen gekommen bin ich durch meine Tätigkeit als Hobby-Filmkritiker bei Vieraugen Kino. Aus der Website ging seinerzeit auch ein Blog hervor. Das wiederum brachte mich dazu, selbst ein kleines Blog zu eröffnen, welches mittlerweile aber seit gut zehn Jahren ruht. Dieses Blog hier existiert seit 2009.

4. Zuletzt bin ich bei ____ eingeschlafen, weil Ehrlich gesagt bin ich schon lange nicht mehr bei einem Film oder einer Serie eingeschlafen und kann mich daher auch nicht daran erinnern, welche/r es war.

5. Xavier Naidoo kann mir gestohlen bleiben, seitdem er sich durch seine „politischen Ansichten“ als völlig untragbar geoutet hat. Seine Musik fand ich vorher schon ätzend.

6. Mein liebstes Hobby neben dem Bloggen, von dem kaum einer etwas weiß, ist ausgefallene Musikhören und auf Konzerte gehen. Letzteres konnte in diesem Jahr bisher leider nicht stattfinden, doch für das letzte September-Wochenende ist ein Festivalbesuch fest eingeplant.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____, weil ____.

 


Media Monday #473

20. Juli 2020

Der Urlaub ist zu Ende und die Arbeit steht wieder auf dem Programm. Als quasi erste Amtshandlung beackere ich gleich mal die heutigen Fragen des Media Mondays

Obwohl es nur zwei Wochen Urlaub waren so bin ich doch gut erholt, was daran liegt, dass streckenweise der Faulheit gefrönt wurde. Dank eines kleinen Endspurts übers Wochenende erhöhte sich die Review-Ausbeute der Woche von null auf vier. Darunter befinden sich auch die Kritiken zu einem neuen Netflix-Actioner und jenem aktuellen Kinofilme, welchen ich am Freitag beim Open-Air-Kino-Event namens „Festungsflimmern“ recht bequem im Liegestuhl sehen konnte. Außerdem bin ich mittlerweile mit der dritten und letzten Staffel von Dark durch. Darüber, wie ich die letzte Runde der deutschen Netflix-Mystery-/Science-Fiction-Serie fand, werde ich euch noch bis zur Veröffentlichung meiner Rezension im Dunklen lassen.

Schöne Woche allerseits! 🙂

Beiträge der Woche
Chaos on the Bridge
Star Trek: The Next Generation – Staffel 1
The Old Guard
Undine (2020)


Fragen der Woche

1. Gäbe es nicht das Internet, ich würde wohl niemals so viele tolle Filme, Serien und vor allem Musik entdeckt haben und wäre wohl niemals ein langjähriger Hobby-Filmkritiker und Blogger geworden. Ganz konkret hätte ich also nicht diesen Beitrag verfasst. Von den ganzen Leuten, die ich durch das WWW kennen gelernt habe, ganz zu schweigen.

2. Die Spider-Man-Trilogie von Sam Raimi ist in meinen Augen ja gnadenlos überschätzt, aber mit dieser Meinung stehe ich scheinbar ziemlich alleine da. Weitere Filme mit dem Spinnenbub als Protagonisten habe ich mir gespart.

3. Oft genug entgehen einem ja Sachen, wie etwa, dass bestimmte Filme oder Serien aus dem Angebot von Streaminganbietern verschwinden.

4. Ein E-Book in ausschließlich digitaler Form ist ja schon merklich etwas anderes, als ein Buch wirklich in den Händen zu halten und darin zu schmökern.

5. Hätte ich nur früher gewusst, dass so eine Frage wie diese hier kommt, dann hätte ich mir eine Antwort überlegt.

6. Mein Rewatch von Star Trek: The Next Generation beschäftigt mich schon geraume Zeit, aber kürzlich habe ich endlich das lange Review zur ersten Staffel fertiggestellt und die Sichtung der zweiten Season begonnen.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 

 

 

 


Media Monday #472

13. Juli 2020

Zurück vom Kurztrip in eine große Metropole habe ich mich direkt an den heutigen Media Monday gemacht.



Die erste von zwei Urlaubswochen gestaltete sich durchaus abwechslungsreich. Von Dienstag bis Donnerstag logierte ich in meinem Wochenendhaus (oder wie nennt ihr das Domizil, in welchem eure Eltern aktuell noch wohnen? ;-)). Ein in letzter Zeit seltener Ausbruch von Heuschnupfen überschattete die erholsamen Tage im ruhigen Heimatdorf allerdings teilweise. Vom Wochenendtrip nach München bin ich eben erst zurückgekehrt. Dort besuchte ich eine Freundin. Wir fachsimpelten wie gewöhnlich über allerlei Nerdkram (Filme, Serien, Bücher, Merchandising) während sie mir ihr Viertel zeigte.

Gestern ging es dann per Komplettpaket in die Bavaria Filmstadt. Dort erlebten wir u.a. nicht nur zwei kurze 4D-Filme sondern auch eine Führung über das Gelände, in deren Verlauf wir unter anderem die Innenkulisse des U-Boots aus Wolfgang Petersens Kriegsdrama Das Boot (1981) besichtigen konnten. Ich bin ja vor allem für einen Mann sehr klein (ca. 155 cm) und trotz Corona-Bauch eher schmal gebaut, aber selbst ich empfand das nachgebaute Innenleben von U-96 als sehr beengend und frage mich wie halbwegs normal große Männer in solch kleine Bettchen passen. Überaus absurd war die Geschichte über die Dreharbeiten des finnisch-deutsch-britischen Actionfilms Big Game (2014). Der Film spielt überwiegend in den Wäldern Finnlands. Nur wurde keine einzige Szene in Finnland gedreht, sondern in der Gegend von Garmisch-Partenkirchen und der Zugspitze. Für eine feurige Actionszene wurden in einer Kiesgrube in den Bavaria-Filmstudios Bäume umgepflanzt. Diese künstliche Waldkulisse nutzte das Team der Telenovela Sturm der Liebe (welche auch vor Ort gefilmt wird) zwischenzeitlich für ein paar Szenen, bevor die Crew von Big Game quasi übers Wochenende alles in Brand setzte, um ein glaubhaftes Inferno darzustellen. Sachen gibt’s. Im Filmatelier bekamen wir dann einen umfassenden Eindruck davon, wie viele unterschiedliche Film- und Fernsehproduktionen im Laufe der Zeit in den dortigen Studios entstanden sind oder aktuell dort gedreht werden. Ihr dürft jetzt raten, aus welcher Serie die Ausstellungsstücke auf meinen beiden einzigen Fotos stammen. Ich werde jetzt ein bisschen Galyxo tanzen. 😉

Beiträge der Woche
Penny Dreadful Revisited V: Closer than Sisters
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 5

Fragen der Woche

1. Filme – oder auch Bücher – abseits des Mainstream sind für mich mittlerweile wesentlich interessanter als früher.

2. Ich hätte ja nicht gedacht, einmal ein Faible dafür zu entwickeln ausgefallene Filme, Serien und Musikstile wegen ihrer Einzigartigkeit zu schätzen.

3. Was mir ganz allgemein am Hobby „Mediales“ so zusagt ist die mittlerweile vergleichsweise einfache Verfügbarkeit diverser Medien.

4. In den letzten Monaten ist ja die Veröffentlichungspolitik – nicht nur, was Kinofilme angeht – gehörig durcheinander geraten. Besonders viele große Blockbuster wurden ja zum Teil massiv verschoben. Wobei mich das jetzt nicht so tangiert. Dennoch wünsche ich mir, dass Tenet und die Neuverfilmung von Dune dieses Jahr noch in die Kinos kommen.

5. Der Kauf des Spaceball-T-Shirts war auch so eine Art überraschender Glücksgriff, denn ich habe es lange nicht für möglich gehalten, dass es diesen Textilartikel wirklich gibt. Schließlich warte ich bis heute auf „das Buch zum Ausmalen“.

6. Lange hatte ich nicht mehr das Gefühl, etwas wäre exakt auf meinen persönlichen Geschmack zugeschnitten worden wie bei Mein persönlicher Geschmack ist wahrscheinlich zu diffus, um ihn genau zu treffen.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 


Media Monday #470

29. Juni 2020

Die letzte Arbeitswoche vor dem wohlverdienten Urlaub beginnt wie fast jede andere um kurz nach Mitternacht mit sieben Fragen, hoffentlich sieben Antworten und mehr…


Beiträge der Woche

Monos
Frau Jordan stellt gleich – Staffel 1
Penny Dreadful Revisited III: Resurrection
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 3

Fragen der Woche

1. Die besondere Faszination von Animationsfilmen fernab von Disney, Pixar & Co sind meist ihre eigenwillige Machart oder der wesentlich interessantere Inhalt. Eigentlich wollte ich zu diesem Thema mal eine Reihe auf diesem Blog starten, bin aber dazu bisher nicht gekommen.

2. Der Unterschied zwischen einem guten Buch und einem guten Film: für ein gutes Buch braucht man Tage, Wochen oder sogar Monate; für einen guten Film nur wenige Stunden.

3. Der Hype um Produktionen wie die meisten Mega-Blockbuster lässt mich mittlerweile relativ kalt. Denn die wirklich spannenden Filme finden sich meist im Indie- oder Arthouse-Kino.

4. Eine Soundanlage für mein Wohnzimmer wäre mal eine lohnende Investition, denn nicht selten erlebe ich es bei DVDs und BluRays von Filmen, dass die Dialoge sehr leise und die Musik sowie der Sound sehr laut sind. Vielleicht sind die Tonspuren aber manchmal auch einfach unsauber abgemischt.

5. Normalerweise ist es ja selten von Erfolg gekrönt, wenn Prominente ihr Betätigungsfeld wechseln, aber Katrin Bauerfeind kann als Moderatorin UND Schauspielerin (siehe oben) überzeugen.

6. Mein ausgewiesenes Steckenpferd ist ja seit einiger Zeit (für den Fall, dass es noch niemand bemerkt hat) die Besprechung einzelner Episoden von Penny Dreadful und dem Spin-Off Penny Dreadful: City of Angels.

7. Zuletzt habe ich den brandneuen Netflix-Film Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga angesehen und das war teilweise sehr lustig, weil hier die Albernheit des ganzen Wettbewerbs herrlich überspitzt wird. An dieser Stelle 12 Punkte für Dan Stevens als Alexander Lemtov! 😉

 

 


Media Monday #468

15. Juni 2020

Spaßige und lässige Klänge im Stil der Instrumentalmsik der 1960er flirren durch den Raum während der kleine mwj die Fragen des heutigen Media Mondays beantwortet.

Der Soundtrack zur heutigen Ausgabe von Dario Russo. Bitte während des Lesens hören (und Track 1 überspringen). Danke. 😉

Beiträge der Woche
Mein Ende. Dein Anfang
Penny Dreadful Revisited I (Staffel 1, Folge 1)
Penny Dreadful: City of Angels – Folge 1

Fragen der Woche

1. Mein bisher liebster Film aus 2020 dürfte Master Cheng in Pohjanjoki sein, den ich Ende Januar auf dem Internationalen Filmwochenende in Würzburg gesehen habe und der voraussichtlich am 30. Juli 2020 regulär in die Kinos kommt.

2. Wenn schon das Kinojahr bislang mau gewesen ist, so gab es doch immerhin ____ im Streaming/auf Scheibe und Für mich persönlich war das Kinojahr bisher nicht unbedingt mau. Natürlich konnte ich seit Anfang März nicht mehr ins Kino gehen, habe aber seit Anfang Januar etwa ein Dutzend Kinofilme gesehen und den ein oder anderen interessanten Streifen über Streaming und Erstveröffentlichung auf DVD oder BluRay mitgenommen. Da mein Lieblingskino am Donnerstag wieder öffnet kann ich am Wochenende meine kinolose Durststrecke beenden!

3. Was mein persönliches Konsumverhalten von Medien jedweder Art angeht so bin ich vor allem was Filme angeht spontaner geworden. Ich verschwende nicht mehr soviel Zeit damit, darüber zu grübeln, was ich denn als nächstes anschauen soll. Zum Beispiel habe ich am Samstag Abend die Comicverfilmung Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt (2010) auf Netflix angesehen, weil dieser Film dort nur noch bis morgen (16. Juni 2020) verfügbar ist. Diese neue Art der Spontaneität hat wohl auch zu einem höheren Review-Output geführt.

4. Ginge ich allein danach, was ich derzeit an Wasser trinke, dann müsste ich längst Aquaman sein. 😉

5. Ich glaube, es wird mal wieder allerhöchste Zeit, mir erneut die komplette Filmographie von Christopher Nolan (also seine Regie-Arbeiten) anzusehen. Das ist mir vor allem nach der Sichtung von Mein Ende. Dein Anfang klar geworden, der Following und Memento strukturell sher ähnelt.

6. Es wäre aber auch mal schön, wenn man die Möglichkeit hätte alle neuen Kinostarts, die man sehen möchte, im gleichen Jahr auch wirklich im Kino erleben zu können, auch hier in der Provinz. Da ist es besonders ärgerlich wenn die einzigen beiden Programmkinos in der Gegend wochenlang wirklich die allergleichen Filme zeigen, vor allem wenn ich die betreffenden Werke eben nicht sehen möchte sondern andere.

7. Zuletzt habe ich ein entspanntes Wochenende, etwa beim Schöppchentrinken mit Freunden auf einem Boot, verbracht und das war angenehm lustig und nötig, weil diese Woche auf der Arbeit der Umzug meiner Abteilung ansteht. Es geht zurück aus den Containern in unser frisch renoviertes Dienstgebäude, welches nur wenige Gehminuten von meiner Wohnung entfernt ist. Yeah!


Review(s) Mai 2020

1. Juni 2020

Meine gesammelten Werke des just vergangenen Wonnemonats entbehren nicht einer gewissen Besonderheit. Doch lest selbst…

Fast alles, was ich im Mai 2020 an Filme und Serien konsumiert habe, erfuhr im gleichen Monat auch eine zeitnahe Besprechung. Für mich durchaus ungewöhnlich, weil ich mir öfters (meist unfreiwillig) Zeit lasse, vor allem für längere/komplexere Reviews. Mit Beiträgen aus den Bereichen Science-Fiction, Action, Horror, (Jugend-)Drama, Love Story, Krimi und Experimentalfilm dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Außerdem gab es eine Premiere: meine erste Hörspiel-Rezension.

Für alle Leinwand-Enthusiasten im hiesigen süddeutschen Sumpfgebiet gibt es einen Silberstreif am Horizont: ab 15.06.2020 dürfen die Kinos wieder öffnen! Das wird aber auch wirklich Zeit!

Filme
Destino (Kurzfilm)
Drugstore Indians
Electric Girl
Guardians (2017)
Iron Sky
Spring – Love is a Monster

Zwei im falschen Film

Serie
Castle – Staffel 7
Clique – Staffel 1
Clique – Staffel 2
Star Trek: Picard – Staffel 1

Sonstiges
Danger 5: Stereo Adventures (Hörspiel)
Interview mit Mira Sommer (Drugstore Indians)
Über den magischen Ort für Filme
(Stöckchen)

 

Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
(RW= Rewatch)

After Midnight (2019)

American Gods – Staffel 2, Folge 5 (RW)
She-Ra und die Rebellenprinzessinnen – Staffel 5, Folgen 1 und 2


Danger 5: Stereo Adventures

27. Mai 2020

Das haut das stärkste Känguru um! Die fünfköpfige Agententruppe aus der genialen australischen Nazisplotation-Camp-Trash-Serie Danger 5 sind zurück! Allerdings „nur“ in Hörspielform! Ohren auf für Danger 5: Stereo Adventures!

The Super Team that killed Hitler is back!

 

Warnung: Die folgende Rezension enhält häufige Beispiele für massive Ubertreibung, mäßige Satzstruktur, überzogene Vergleiche, unbeholfenes Bloggen und den durchgehend nerdigen Geschmack des Verfassers. Vorsicht von Seiten der Leser ist geboten!

Vergesst Die drei ???! Vergesst Fünf Freunde! Denn jetzt kommt das ultimative Hörspielerlebnis: die neuen Abenteuer von Danger 5!

Dank des furchtlosen und beherzten Einsatzes der Allierten-Truppe von „Danger 5“ konnten Hitler und Nazi-Deutschland besiegt werden. Doch nach Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es eine neue, noch viel viel schlimmere Bedrohung: den Kommunismus!!! Colonel Chestbridge schickt das Team, bestehend aus dem steifen Australier Tucker (Sean James Murphy), der professionell-zugeknöpften Britin Claire (Michelle Nightingale), der russischen Femme Fatale Ilsa (Natasa Ristic), dem ernsten Amerikaner Jackson (David Ashby) und dem gut gelaunten Cocktail-Virtuoso Pierre (Aldo Mignone), auf neue Missionen, um die freie Welt vor der „roten Gefahr“ und anderem Unheil zu bewahren.

In den letzten 18 Jahren habe ich ja schon viel besprochen, vor allem Filme und Serien, aber auch Bücher, Comics, Tonträger, Konzerte und ein kurioses Theaterstück. Der vorliegende Text ist eine Premiere: mein erstes Review zu einem Hörspiel. Seitdem ich vor drei Jahren zufällig Danger 5 entdeckt habe, liebe ich diese australische Serie wie kaum eine andere. Leider war nach zwei Staffeln mit insgesamt 14 Episoden Schluss mit diesem genialen Camp-Cocktail aus Agentenfilm, Nazisplotation, Swinging-Sixties-Ästhetik (Staffel 1) und Eighties-Overkill (Staffel 2). 2017 bzw. 2018 wurden zudem Requisiten und Kostümen auf Ebay versteigert. Eine Fortsetzung also unwahrscheinlich.

Nachdem die beiden Serienschöpfer Dario Russo und David Ashby zuletzt zwei Webvideos veröffentlichten – die 1990er-Videospiel-Parodie Computer Man und den Tierfilm-Ulk The Australian Wildernesssetzt das dynamische Duo nun ihr Meisterstück fort, wenngleich nur als Hörspielserie. Danger 5: Stereo Adventures spielt irgendwann zwischen der ersten und zweiten Staffel. Das Ende des Weltkrieges und damit das Verschwinden eines hartnäckigen Feindbildes hat unser heldenhaftes Aliierten-Quintett gehörig aus dem Tritt gebracht. Jackson mampft wo er nur kann und versucht sich außerdem eher erfolglos als Comedian. Tucker möchte in die Fußstapfen eines verstorbenen Verwandten treten und arbeitet nebenbei fieberhaft an seinem australischen Traum. Ilsa wünscht sich nichts mehr als einen Palast aus Diamanten. Während Pierre durch den Nach-Weltkriegs-Hangover plötzlich in allem eine große Verschöwrung sieht so wird selbst die so beherrschte Claire in der ein oder anderen Situation aus ihrer Wohlfühlzone geholt. Daneben müssen die fünf Superspione aber wichtige Missionen – wie immer knackig-direkt von Colonel Chestbridge („Let‘ s get straight to the biscuits!“) in Auftrag gegeben – ausführen. Die weltpolitische Situation hat sich grundlegend geändert und so bekommen es die Agenten mit gefährlichen Antagonisten wie einem Seemonster, einem obskuren Surfer mit Doktortitel, einem hinterhältigen Zauberlehrling oder einer riesigen Miezekatze zu tun.

Beim Medium Hörspiel muss man komplett auf die visuelle Komponente verzichten, was bei der herrlichen Retro-Camp-Ästhetik natürlich jammerschade ist. Dafür sind aber der Phantasie der Macher hier keine Budgetgrenzen gesetzt und das Kopfkino der Zuhörer wird ordentlich angeregt, vor allem bei den durchgeknallt-abstrusen Stories, die einem hier um die Ohren fliegen. Vor und hinter dem Mikrofon hat Maestro Russo wieder die üblichen Verdächtigen zusammengetrommelt. Die Schauspieler der TV-Serie sprechen auch hier wieder ihre Hauptrollen, mit Ausnahme von Claire. Die blonde Britin wurde zwar bisher von Amanda Simons verkörpert, die Stimme stammte aber durchgehend von Michelle Nightingale, welche auch hier den Part übernimmt. Natasa Ristic spricht als Ilsa wie gewohnt durchgehend russisch. Da man ihre Dialogzeilen nicht untertiteln kann ergibt sich deren Inhalt aus dem Kontext der betreffenden Szene. Die Rolle des Erzählers bekleidet mit Shaun Micallef ein bekannter australischer Comedian, der auch in zwei Serienfolgen Gastauftritte absolvierte (Johnny Hitler und Back to the Führer).

Wird der kleine mwj diese als Review getarnte, schier endlose Lobeshymne auf sträflich vernachlässigte Unterhaltung aus Down Under jemals zu einem befriedigenden Ende bringen? Das erfahren Sie gleich, werte Leser, nach einer Botschaft unserer Sponsoren:

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Zurück zur Hörspiel-Rezension. Bekamen in der Original-Show (neben Nazis) vor allem Italiener und Japaner ihr Fett weg so ziehen die acht gut halbstündigen Audio-Abenteuer Klischees, Eigenheiten, altbekannte Traditionen sowie Unsitten von Briten, Griechen, Australiern, Surfern, Piraten und anderen genüsslich durch den Kakao. Mein persönlicher Höhepunkt: das dritte Kapitel, eine krude Mixtur der Mit Schirm, Charme und Melone-Folge Afrikanischer Sommer (1966) gemischt mit Motiven aus Das Dschungelbuch und dem Humor knalliger Monty Python-Sketche. Im letzten Drittel lässt die ganze Chose bedauerlicherweise etwas nach. Man braucht schon sehr gute Englischkenntnisse um die anspielungsreichen und mit allerlei Wortspielen gespickten Dialoge sowie die diversen Akzente von unterschiedlicher Qualität zu verstehen. Dass Dario Russo hier wirklich fast jede Nebenrolle spricht hat den ganzen Aufnahmeprozess sicherlich vereinfacht, macht alles aber auch bisweilen etwas zu monoton.

Der geneigte Fan bekommt in diesen außergewöhnlichen audiblen Action-Abenteuer nicht nur die üblichen D5-Zutaten wie die von sterbenden Nebencharakteren mit ihrem letzten Atemzug kommunizierten Cocktailrezepte und die hemmungslos behämmerten Werbespots (eine Hörspiel-Produktion muss ja schließlich auch irgendwie finanziert werden!) serviert. Die Fortsetzung greift auch aktuelles weltpolitisches Geschehen auf, was für eine zusätzliche anachronistische Note im Abgang sorgt. Co-Autor, Regisseur und Sprecher Dario Russo hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, neues musikalisches Material zwischen Surfer-Sounds und Santana-Gitarren zu komponieren. Neben kurzen Varianten des Titelthemas, passend zum Setting der jeweiligen Episode, gibt es gut 20 Minuten weitgehend neue Stücke, die auf Russos Bandcamp-Seite erhältlich sind, darunter den schrillen Gassenhauer The Fruity. Als hätten Piero Umiliani und Electric Mayhem, die Hausband der Muppet Show, einen gemeinsam Track aufgenommen. Was kommt als nächstes? Ich wünsche mir eine Zeichentrickserie. Man wird ja noch träumen dürfen!

Alle acht Kapitel von Danger 5: Stereo Adventures sind seit dem 28. April 2020 bei Audible verfügbar. Den Soundtrack gibt es bei Bandcamp.

Dieser Text wurde präsentiert von Tamico Tape Terminator, dem absoluten Killer-Endgerät unter den Kassettenspielern!

Danger 5: Stereo Adventures
Agenten-Action/Abenteuer/Hörspielserie Australien 2020. 8 Folgen. Gesamtlänge: 264 Minuten.
Sprecher: David Ashby (Jackson), Aldo Mignone (Pierre), Sean James Murphy (Tucker), Michelle Nightingale (Claire), Natasa Ristic (Ilsa), Shaun Micallef (Erzähler), Cathy Adamek (diverse), Dario Russo (diverse) u.a. Autoren: Dario Russo und David Ashby. Musik: Dario Russo. Regie: Dario Russo.



Credits
Bilder (c) Dinosaur/Audible.

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