Media Monday #568

16. Mai 2022

Ein neuer Media Monday, mal wieder vollgepackt mit Erlebnissen und Eindrücken der letzten Woche. Auf geht’s!


Die Woche begann nicht nur mit sehr sommerlichen Temperaturen, sondern für ,mich auch mit einem einmaligen Konzert am vergangenen Montagabend (09.05.2022) in der Batschkapp in Frankfurt am Main. Knapp 20 Jahre nachdem ich Clannad für mich entdeckt hatte und die irische Familiengruppe in der Folge zu einer meiner Lieblingsbands avanciert war besuchte ich mein erstes und leider letztes Konzert von ihnen. Die wegen Corona mehrfach verschobene Abschiedstournee konnte die seit 1970 aktive Gruppe leider nicht mehr in der ursprünglichen Besetzung antreten. Die Brennan-Geschwister Moya (Gesang, Harfe), Ciarán (Kontrabass, E-Bass, Keyboards, Gesang), Pól (Gitarre, Tin Whistle, Querflöte, Keyboards, Gesang) und ihr kaum älterer Onkel Noel Duggan (Gitarre, Gesang), dessen Zwillingsbruder Padraig 2016 verstorben war, brachten dafür aber Ged Lynch (Schalgzeug) sowie Moyas (erwachsene) Kinder Aisling Jarvis (Gitarre, Mandoline, Gesang) und Paul Jarvis (Keyboards, Gesang) mit auf die Bühne. Die Setlist gestaltete sich wie ein perfekt zusammengestellter Querschnitt der gesamten Karriere, vom ersten selbstbetitelten Album von 1973 bis zum letzten Studioalbum Nádúr (2013). Und vor allem die Brennan-Siblings (ihre Schwester Enya ist vielleicht etwas berühmter) zeigten stimmlich und instrumental keinerlei Ermüdungserscheinungen. Lediglich der 73jährige Noel hielt sich mit seinem zuverlässigen Gitarrenspiel und gelegentlichem Background-Gesang sehr im Hintergrund. Schade, dass diese großartige Formation aufhört. Noel und Padraig Duggan hatte ich übrigens schonmal als Teil der internationalen Gruppe Norland Wind live erlebt. Pól Brennan war beim Internationalen Filmwochenende 2019 in Würzburg zu Gast, als er eine Dokumentation über den Musikforscher Alan Lomax vorstellte. Das Konzert wird jedenfalls unvergessen bleiben und ich bin froh, dass ich Clannad „once in a lifetime“ doch noch live auf der Bühne bestaunen durfte.


 

Normal wie früher und doch besonders war der Gratis Comic Tag am Samstag. Comic-Fans aller Altersstufen, Cosplayer und seltene Zaungäste bevölkerten den hiesigen Fachhandel für sequentielle Kunst sowie vor allem den Platz davor. Ein schönes Comicfest, dem ich einen kurzen Beitrag gewidmet habe. Ein weniger angenehmes Event steht am heutigen Montag an: ein Weisheitszahn wird entfernt. Doch nun erst einmal ran an die Fragen! 😉


Beiträge der Woche
Gratis Comic Tag 2022
Matrjoschka: Staffel 2

Fragen der Woche

1. Im Kampf der Streamingdienste unter- und gegeneinander schauen durch die Zersplitterung des Marktes auf Dauer die Zuschauer in die Röhre.

2. Handyaufzeichnungen von Konzerten sind am Ende auch nur ein schwacher Trost dafür, dass großartige Live-Performances leider immer viel zu schnell vorbei gehen. Außerdem wird auch mit neuesten Smartphones die Tonqualität vor Ort nicht adäquat reproduziert.

3. Die Fülle dessen, was es an Filmen und Serien zu entdecken gilt, vermag selbst einen sehr bewussten Medienkonsumenten wie mich bisweilen zu überfordern.

4. Tilda Swinton als Borg-Queen stünde auf meiner Wunsch-Besetzungsliste ganz weit oben, wenn die Rolle noch einmal neu gecastet werden würde. Zuletzt hat Annie Wersching diesen Part in der durchwachsenen zweiten Staffel von Star Trek: Picard gespielt.

5. Ich möchte ja furchtbar gerne noch den Tag erleben, an dem man die wirklich wichtigen Probleme wirklich angeht und nicht ständig mit Ausflüchten daherkommt.

6. Keine Frage, Lady Gaga ist einer der großen Namen unserer Zeit, aber musikalisch ist sie für mich überhaupt nichts besonderes. Daher sollte sie sich am besten auf Mode konzentrieren.

7. Zuletzt habe ich nach ewigen Zeit endlich wieder mal einen Film (und keine Serienfolge) angeschaut, nämlich Der Prinz von Jütland (1994), und das war interessant, weil das Werk von Gabriel Axel einerseits auf der gleichen Sage wie Robert Eggers The Northman basiert, insgesamt aber ganz anders gemacht wurde und andererseits weil einige bekannte Schauspieler, wie Christian Bale, Kate Beckinsale und Andy Serkis, in jungen Jahren neben damals schon etablierten Akteuren wie Gabriel Byrne und Helen Mirren zu sehen sind.

 


Media Monday #566

2. Mai 2022

Willkommen im Wonnemonat Mai und beim ersten Media Monday des Monats!

Im April erlebte ich fünf Konzerte, den unumstößlichen Höhepunkt lieferten Dead Can Dance, meine absoluten obersten musikalischen Hausgötter am vergangenen Dienstag (26.04.) in der Frankfurter Jahrhunderthalle. Seit 2012 habe ich DCD nunmehr viermal live erlebt und beim vierten Mal bewiesen Lisa Gerrard (61) und Brendan Perry (knapp 63) mit ihren Mitstreitern auf der Bühne (Astrid Williamson, Jules Maxwell, Robert Perry, Dan Gresson und Richard Yale), dass sie auf ihre „älteren“ Tage nicht schlechter, sondern wie ein guter Wein besser werden. Vor allem die seit ein paar Jahren gesundheitlich angeschlagene Lisa (nebenbei auch Filmkomponistin und als Solistin mit osteuropäischen Orchestern unterwegs) hat mich mit ihrer intensiven Stimme voller Energie und Power völlig umgehauen. Ansonsten wurden die meisten Songs im Vergleich zum Konzert vor drei Jahren größtenteils neu arrangiert und fast alle Bandmitglieder durften im Hintergrund mitsingen. Ich war hinterher völlig geflasht und die darauffolgenden Tage irgendwie positiv erschöpft, weswegen nicht viel mit mir anzufangen war.

Hier zwei Videos, das erste vom ersten Song Yulunga in Utrecht veranschaulicht (so gut es Handyvideos können) Lisas kraftvollen Gesang. Der zweite Clip ist von der unnachahmlichen Hymne ‚The Host of Seraphim und wurde (nicht von mir) beim oben erwähnten Gig in Frankfurt aufgezeichnet.

 

Beitrag der Woche
Mission: Erde – Staffel 3


Fragen der Woche

1. Immer wieder großartig, wenn Dead Can Dance über 40 Jahre nach ihrer Gründung auf Tour gehen und beweisen, dass sie immer noch wundervolle Musik schaffen und performen können.

2. Der 2013 mit einem Trailer angekündigte Machete Kills Again…In Space! befindet sich auch seit gefühlten Jahrzehnten in der Entwicklung und ich glaube mittlerweile kaum noch daran, dass es der Film jemals gedreht wird.

3. Projekte abseits der Norm oder des Mainstream, die besonders sind, haben es leider unberechtigerweise viel zu schwer ein Publikum zu finden.

4. Wenn ich vorher geahnt hätte, wie sich Star Trek: Picard in der zweiten Staffel entwickeln würde, nämlich zu immer hanebücheneren Fanfiction, so wäre meine Vorfreude definitiv weniger gewesen. Noch eine Folge und der Schmu ist (bis zur dritten und glücklicherweise letzten Staffel) erst einmal vorbei.

5. Die geballte, brachiale Kompromisslosigkeit von Robert Eggers Film The Northman, den ich gestern endlich im Kino erleben durfte, lädt regelrecht dazu ein, dass MANN zu seinen urtümlichen Instinkten zurückfindet 😉

6. Apropos Einladung: Die wohl beste, je in einem Film dargestellte Party ist vermutlich eine der titelgebenden Vermählungsfeiern in Vier Hochzeiten und ein Todesfall (1994).

7. Zuletzt habe ich The Northman im Kino gesehen und das war eine intensive, besondere Erfahrung, weil der Film vor Düsternis, einem Leben zwischen Realität und Aberglaube sowie brachialen Szenen nur so strotzt.

 

 


Review(s) April 2022

1. Mai 2022

Wie schon im Rückblick zum März prognostiziert, gestaltete sich der April 2022 sehr konzertlastig. Doch auch Filme und Serien wurden nicht komplett vernachlässigt.

Neben einem halben Dutzend Filmreviews und zwei Serienrezensionen besuchte ich im vergangenen Monat fünf Konzerte, darunter drei meiner Lieblingsbands, die ich alle zum vierten Mal live erleben durfte. Vor allem der Gig von meinen absoluten musikalischen Hausgöttern Dead Can Dance am 26. April in der Frankfurter Jahrhunderthalle hat mich dermaßen umgehauen, dass die restliche Woche nicht wirklich viel mit mir anzufangen war. Mal sehen, was der Mai (außer dem wieder planmäßigen am zweiten Samstag des Wonnemonats stattfindenden Gratis Comic Tag) so mit sich bringt.

Viel Spaß beim Nachlesen!


Filme
The Bubble (2022)
Metal Lords
She Will
The Green Knight
Jäger der verschollenen Galaxie
James Bond: In Service of Nothing (Kurzfilm)

Serien
The Guardians of Justice
Mission: Erde – Staffel 3

Konzerte
Oli Steidle & the Killing Popes
Hildegard von Binge Drinking
Colonel Petrov’s Good Judgment
Worldservice Project (Review in
Bad Alchemy #114)
Dead Can Dance

Sonstiges
mwj goes KI (April-Scherz)


Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
Matrjoschka: Staffel 2, Folgen 1 bis 3
Star Trek: Picard – Staffel 2, Folgen 5 bis 9
Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle: Staffel 2, Folgen 1 und 2
Mission: Erde – Staffel 4, Folge 1 (RW)
Star Trek: The Next Generation – Staffel 4, Folgen 1 und 2 (RW)

 

 

 

 

 


Media Monday #563

11. April 2022

Intensive Tage hinter und eine neue Woche vor mir starte ich heute mit dem aktuellen Media Monday

Heute will ich die von mir in letzter Zeit etwas vernachlässigte „Unsitte“, die Antwort auf Frage 7 bereits im Vorspann des Beitrags zu geben, mal wieder beleben. Neben der üblichen Arbeit gestaltete sich die Woche überaus abwechslungsreich. Am Donnerstag mischte ich mich unter ein weitgehend aus jungen Studenten bestehendes Publikum, um zum vierten Mal Hildegard von Binge Drinking live zu erleben. Die beiden „Elektronik-Nonnen“ veranstalteten im Cairo in Würzburg wieder ein absolutes Feuerwerk an Synthiesounds und überaus kraftvollen Drums, dieses Mal sogar mit zwischenzeitlichem Einsatz eines Theremins! Immer wieder ein Erlebnis! Bis Samstag hatte ich vom ganzen Gezappel Muskelkater in den Oberschenkeln. 😉


(c) Hildegard von Binge Drinking

Nach einem gechillten Besuch bei Freunden am Freitagabend mit unfreiwilligem Schneespaziergang auf dem Heimweg gegen 22 Uhr ging es am Samstag Nachmittag zu meiner Familie, wo mein Cousin Richtfest in seinem noch nicht ganz fertigen Eigenheim feierte, mit gutem Essen und viel Bier. Sonntag Mittag ging es dann wieder zurück nach Würzburg, um noch rechtzeitig vor dem nächsten Konzert zum Testen zu gehen. Nach dem soliden Support Act Colonel Petrov’s Good Judgment (die sowohl ohne ihren etatmäßigen Saxophonisten als auch dessen geplanten Ersatzmann auskommen mussten) das Highlight des bisherigen Konzertjahres: Worldservice Project. Die nimmermüde britische Anti-Brexit-Punkjazz-Kombo hatte zwar ihren Posaunisten nicht dabei, aber auch beim viertem Gig im Rahmen der „Freakshow“-Konzertreihe Würzburg sorgten Keyboarder/Frontmann Dave Morecroft, Ben Powling (Saxophon), Arthur O’Hara (Bass) sowie Luke Reddin-Williams (Schlagzeug) für ein furioses musikalisches Inferno und ein absolut begeistertes (leider zahlenmäßig nicht sehr großes) Publikum im Immerhin. Als echter Fanboy habe ich mich hinterher natürlich mit der Band fotografieren lassen (siehe unten; ich bin der grauhaarige Hobbit mit dem Monty-Python-Shirt ;-)). Dank an Monika fürs Knipsen!


(c) Worldservice Project


Beitrag der Woche
Jäger der verschollenen Galaxie

Fragen der Woche

1. Sich bei dem, was in der Welt so passiert, mit so trivialen Dingen wie Filmen oder Serien zu beschäftigen fühlt sich bisweilen feige an.

2. Es mag ja ein ziemlicher Aufreger sein, wenn Fans bei einem Film oder einer Serie nicht das bekommen, was sie fordern/wollen, aber auf Fans zu hören macht eine Sache auch nicht immer so gut.

3. Häusliche Isolation wegen Verdacht auf eine Corona-Infektion ist ein wenig wie eine selbstverordnete Auszeit, denn man ist nur mich sich beschäftigt und kann sich möglicherweise Sachen widmen, für die sonst zu wenig Zeit bleibt.

4. Ich könnte mir ja richtig gut vorstellen, dass es weiterhin jedes Jahr mindestens zwei Corona-Wellen folgen werden. Die Politik tut ja fast alles dafür.

5. Sollte sich mal die Möglichkeit oder Chance ergeben, dass ich als Statist oder ähnliches in einem Film mitspiele, dann wäre das ein wahrgewordener Traum.

6. Michael Bay macht einfach immer wieder Filme, die auf Action, Product Placement und Patriotismus setzen.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 

 


Media Monday #562

4. April 2022

Der April ist gleichmal mit mehreren Scherzen, vor allem dem Wetter, gestartet. Einigermaßen ernsthaft präsentiert sich jede Woche der Media Monday

Beiträge der Woche
Star Trek: The Next Generation – Staffel 3
5 Serien zum Herzhaft Lachen
mwj goes KI (April-Scherz)


Fragen der Woche

1. Durch und durch unterschätzt wird oft das Kino jenseits von Hollywood und den USA, dabei bieten doch gerade Filme aus anderen Ländern und Kulturkreisen einen interessanten, alternativen Blickwinkel auf viele Aspekte des Mediums Film.

2. Eigentlich ist es ja ein Trauerspiel, dass die Menschen lieber gegeneinander kämpfen anstatt die gemeinsamen Probleme gemeinsam anzugehen.

3. Ich möchte wirklich mal den Tag erleben, an dem die Kriegsverbrecher um Vladimir Putin für ihre Taten zur Verantwortungen gezogen werden.

4. Die Indiana Jones-Filmreihe mag ikonisch sein und meinetwegen Kult, aber als wirklich bahnbrechend und herausragend empfinde ich die Filme nicht.

5. Ich staune ja auch immer wieder, dass es wirklich Leute gibt, welche die ganzen abstrusen Lügen und Verschwörungstheorien (auch in Bezug auf Russlands Ukraine-Invasion) allen Ernstes glauben und sich dann noch erdreisten für so einen unfassbaren Schwachsinn auf die Straße zu gehen. Wie wär’s mit einer Wallfahrt nach Moskau? One way, please!

6. Hörbücher anzuhören ist wahrscheinlich am Ende auch nur eine Art/Möglichkeit, um Bücher zu lesen.

7. Zuletzt habe ich ein medial spannendes Wochenende erlebt, mit dem bei SchleFaZ gezeigten Softsex-Ploitation-Scifi-Streifen Jäger der verschollenen Galaxie (1987), dem herausragenden Psycho-Horrorfilm She Will (den ich mit einer Freundin am Samstag bei den Fantasy Filmfest Nights in Frankfurt erleben durfte) sowie dem urgewaltigen Jazz-Rock-Konzert von Oli Steidle & The Killing Popes am Sonntag im Immerhin in Würzburg (im Rahmen der „Freakshow“-Konzertreihe) und das war, den mauen SchleFaZ-Beitrag mal eindeutig ausgenommen, denkwürdig, weil man so hochwertige Werke selten erleben darf.

 

 

 


Media Monday #561

28. März 2022

Der Frühling ist da. Und die Uhren wurden auf Sommerzeit umgestellt. Der Media Monday bleibt aber bei sieben Fragen stehen, die es auch heute wieder individuell zu beantworten gilt…

 

Beiträge der Woche
Tiefe Wasser (2022)
Marcella: Staffel 3
Upload: Staffel 2
5 Filme zum Herzhaft Lachen


Fragen der Woche

1. Jetzt, da wieder Oscar-Wochenende ist, Waaaas? Schon wieder? Hatten wir das nicht erst im letzten Jahr? Frech! 😉

2. Die Performance von Owen Daniels als vielfacher Concierge-Avatar namens „A.I. Guy“ in Upload ist durchaus eine beachtliche Leistung, schließlich muss der Schauspieler (der auch zum Autorenteam der Serie gehört) die gleiche Rolle spielen, allerdings mit kleinen Unterschiede, je nach Funktion.

3. Es ist beruhigend zu sehen, dass selbst jemand wie die amerikanische Sängerin/Musikerin Zola Jesus unter kreativen Blockaden leidet, wie vor der Arbeit an ihrem neuen Album Arkhon, welches am 20. Mai 2022 erscheinen wird. Oben seht ihr das in der Türkei gedrehte Musikvideo zur Single Lost, welche vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde.

4. Von den vielen Serien, die ich auf meinen gefühlt Endlosen-Watchlisten habe konnte ich kürzlich immerhin die dritte Staffel von Marcella und ganz aktuell die zweite Season von Upload streichen. Die Reviews sind oben verlinkt.

5. Die vielen freiwilligen Helfer, welche die Flüchtlinge aufnehmen, betreuen oder versorgen sowie natürlich die unbeugsam kämpfenden Ukrainer verdient schon höchsten Respekt dafür, dass sie das tun, was viele Menschen (mich eingeschlossen) nicht könnten.

6. Es gibt sicherlich genug, wofür man sich begeistern könnte, aber hat Begeisterung für mich auch Grenzen. Man kann sich nicht für fast alles begeistern. Und auch wenn man sich total für eine Sache begeistert, dann heißt es nicht, dass dies auch auf andere Leute zutrifft.

7. Zuletzt habe ich ein produktives, teils entspanntes Wochenende verbracht und die Uhr nicht zurück, sondern nach vorne „gedreht“ und das war wichtig, weil ich ja schließlich nicht plötzlich eine Stunde zu spät dran sein möchte. Nebenbei habe ich 50 Prozent der oben verlinkten Texte geschrieben. Und das schöne Wetter bei einem Spaziergang genossen. Und einen Film angesehen. Und bin beim Friseur gewesen. Und die üblichen Tätigkeiten im Haushalt übernommen. Sicher, dass das Wochenende eine Stunde kürzer war? Kam mir gar nicht so vor. 😉

 

 

 


Media Monday #559

14. März 2022

Endlich wieder eine normale Arbeitswoche! Die beginnt wie üblich mit dem Media Monday.

Beiträge der Woche
Disenchantment: Teil 4
Nosferatu – Ein Film wie ein Vampir (TV-Doku)
Alle Mörder sind schon da
Worst Case Scenario
(2014)


Fragen der Woche

1. Kein Tag vergeht, an dem ich nicht ukrainische Musik höre (meistens DakhaBrakha, aber auch deren Schwesterband Dalh Daughters oder Panivalkova) und an den Krieg in der Ukraine denke, vor allem wie schlimm das Alles ist.

2. Sobald/falls Robert Rodriguez einen Film macht, dann ärgere ich mich darüber dass es wieder nicht Machete Kills Again…In Space ist!

3. ____ ist in meinen Augen auch eine Art verkanntes Genie, denn Mir fällt ehrlich gesagt gerade kein verkanntes Genie ein.

4. Ernsthaft, wenn sich mir mal die Gelegenheit bieten sollte DakhaBrakha und die Dakh Daughters live bei einem Konzert zu erleben, dann wäre ich sehr glücklich. Wenn der Krieg vorbei ist muss das eigentlich passieren. Das nehme ich mir vor.

5. Die in Regalen und Kommoden teils fein sortiert, aber auch teils eher „wahllos“ gestapelten DVDs, BluRays, Cds und Comics kann ich mir ja immer wieder ansehen und mich generell an einer sehr vielfältigen Sammlung erfreuen.

6. Schon spektakulär, wie der nun 100 Jahre alte Stummfilm-Klassiker Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens immer noch so nachwirkt, siehe auch die oben verlinkte Rezension zur dazugehörigen Doku.

7. Zuletzt habe ich acht ungewöhnliche Tage verbracht (fünf Tage häusliche Isolation, nach zwei negativen Corona-Tests dann drei Tage hintereinander Arbeit aus dem Home Office) und drei wieder sehr gewöhnliche Tage verbracht (am Freitag zur Arbeit ins Büro und abends Freunde getroffen, Samstag und Sonntag dann wieder zuhause) und das war kurios, weil ich nicht gedacht hätte, dass ich die Isolation und die tagelange Ungewissheit mental so gut wegstecken könnte. Außerdem hätte ich bei den vergleichsweise leichten Symptomen schwören können, dass ich an Covid erkrankt bin. Doch das war nicht der Fall. Mal schauen wie gut ich mit der zurückgekehrten „Normalität“ zurechtkomme. 😉

 

 

 

 


Review(s) Februar 2022

1. März 2022

Wie vor der Pandemie habe ich am heutigen Faschingsdienstag den Nachmittag frei. Zeit, um auf den Februar 2022 zurückzuschauen…



Seit knapp einer Woche überzieht Putin die Ukraine mit Krieg. Auch wenn es mich persönlich nicht direkt betrifft so bin ich doch immer noch sprach- und fassungslos. Seit Donnerstag höre ich meist ukrainische Musik und gestern habe ich für die Menschen in der Ukraine gespendet. Ansonsten geht das Leben irgendwie weiter. Zum Beispiel mit dem Rückblick auf meine Rezensionen und Artikel im just vergangenen Februar.

Filme
Arracht (Internationales Filmwochenende Würzburg 2022)
Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (Internationales Filmwochenende Würzburg 2022)
Licorice Pizza
Tod auf dem Nil (2022)
Belfast
Mulholland Drive (Best of Cinema)
Harry Potter: Rückkehr nach Hogwarts (TV-Special)

Serien
The White Lotus: Staffel 1
The Woman in the House Across the Street From the Girl in the Window

Sonstiges
MWJ Television Awards 2021
Ukraine

Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
Dune: Part One (RW)
Queen Lear: Das Leben der Amanda Lear (TV-Doku)
Castle: Staffel 7, Folge 2 (RW)
Disenchantment: Teil 4
Landscapers – Folge 1
Sløborn: Staffel 1, Folge 1

 

 

 

 


Ukraine

24. Februar 2022

Seit heute morgen greifen die Truppen des Tyrannen und Kriegstreibers Putin die Ukraine an. Aus aktuellem Anlass ist der folgende Beitrag Musikern aus diesem Land gewidmet.

2017 stieß ich auf zwei Bands aus der Ukraine, die seitdem aus meinem breiten musikalischen Universum nicht mehr wegzudenken sind, auch wenn sie vielleicht nicht immer im Mittelpunkt stehen.

 

DAKH DAUGHTERS

Sieben Schauspielerinnen/Musikerinnen machen gemäß eigener Bezeichung „Freak Cabaret“. Gesungen wird in Ukrainisch, Russisch, Englisch, Französisch und Deutsch. Inspiration bieten unter anderem Werke von William Shakespeare, Charles Bukowski und dem ukrainischen Dichter Taras Shevchenko, aber teilweise auch populäre Hits. Mit unbändiger Energie, großer Bühnenpräsenz, weißer Pierrette-Schminke und viel Stimmgewalt entfesselt das Septett ein echtes Spektakel. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Vladislav Troitsky, dem Intendanten des Dakh Theater (ausgesprochen wie das deutsche Wort „Dach“) in Kiev.

Diskographie
2016 If
2019 AIR
2021 Make Up

 

 


PANIVALKOVA

Ebenfalls aus der Hauptstadt stammt das Trio Panivalkova. Im Juni 2017 konnte ich die drei jungen Damen auf dem Umsonst & Draußen in Würzburg live erleben (nachzulesen in Bad Alchemy 95, Seite 7). Ihre Musik bezeichneten die drei Multiinstrumentalistinnen als „sensual minimalism“. Mit ihren bunten, teils schrillen und immer ausgefallenen Bühnenoutfits bewegten sich Ira Luzina (Gesang, Ukulele, Keyboard, Harmonium, Percussions etc.), Irina Kulshenka (Gesang, Ukulele, Keyboard, Percussions etc.) und Daria Pugacheva (diverse Percussions) irgendo zwischen heimischer Folklore, lateinamerikanischen Rythmen, mitunter poppigen Balladen und jazzigen Arrangements. Leider trennte sich die Gruppe im März 2019, wobei ich vor allem die Solo-Karriere von Irina Kulshenka in den letzten Jahren etwas verfolgt habe.

Diskographie (Auswahl)
2016 Донтворі (Dontwori) (Album)
2017 Космополітік (Cosmopolitic) (Single)
2018 Суперхіт (feat. Morphom) (Superhit) (Single)

 


Credits
Bilder/Videos (c) Dakh Daughters, Panivalkova, Irina Kulshenka, Ira Luzina.

 

 

 

 

 


Media Monday #554

7. Februar 2022

Heute überspringen wir mal die Einleitung und kommen gleich zu den Fragen des Media Mondays

Nach einem kleinen Post-Filmwochenende-Tief konnte ich im Lauf der Woche die drei ausstehenden, gesehenen Film noch rezensieren. In einem Anfall von cineastischem Wahnwitz bin ich nach einem Tag Pause (Montag) am Dienstag gleich wieder ins Kino. David Lynchs Neo-Noir-Klassiker Mulholland Drive (2001) wurde ziemlich genau 20 Jahre nach dem deutschen Kinostart im Rahmen der Reihe „Best of Cinema“ für einen Tag in einigen Kinos gezeigt. Da ich das Werk noch nicht gesehen hatte, nutzte ich die Gelegenheit und war über weite Strecken so verwirrt wie sicherlich alle, die den Film irgendwann mal erlebt haben. Somit konnte ich eine Baustelle meiner lückenhaften Kenntnisse von David Lynchs Arbeiten streichen. Dass nach einigen Wochen im Wechsel wieder eine komplette Arbeitswoche ohne Home Office Stattfand hat mir sicherlich gut getan. Am Samstag ging es dann wieder in die heiligen Hallen des Lichtspielhauses, um Paul Thomas Andersons im besten Sinn eigenwillige „Period-Piece-Comedy“ Licorice Pizza mit zwei starken Schauspieldebüttanten zu sehen. Gemeinsam mit den sechs Kinobesuchen vom Filmwochenende (ein Film wurde gestreamt) habe ich nun nach fünf Wochen in diesem Jahr bereits acht Filme auf der großen Leinwand gesehen. 2021 kam ich insgesamt nur auf 14. Das sind doch gute Aussichten für ein produktives weiteres Kinojahr.

Beiträge der Woche
Introducing, Selma Blair (Internationales Filmwochenende Würzburg 2022)
Arracht (Internationales Filmwochenende Würzburg 2022)
Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (Internationales Filmwochenende Würzburg 2022)

Fragen der Woche

1. Wenn am Dienstag die Nominierungen für die Oscar-Verleihungen veröffentlicht werden dann verweise ich wie jedes Jahr auf die interessanteren und weniger amerikalastigen MWJ Film Awards. 😉

2. Ist aber auch egal, wer einen Oscar kriegt oder hat; Sieger der Herzen ist für mich das Team des Internationalen Filmwochenendes Würzburg. Trotz widriger Umstände (z.B. Corona und irrsinniger Corona-Politik der CSU-Mafia) schaffen es diese unermüdlichen Filmliebhaber jedes Jahr ein buntes und hochwertiges Filmprogramm zusammenzustellen und das Highlight meines Filmjahres möglich zu machen. Danke dafür!

3. Die kreative Einfallslosigkeit Hollywoods wird sich wohl so schnell auch nicht ändern, denn was will man erwarten, wenn der größte Kassenschlager 2021 der x-te Neuaufguss des hemmungslos überschätzten Spider-Man (sorry aber der setzt langesam Spinnweben an!) ist, Matrix 18 Jahre nach den eigentlich überflüssigen Sequels fortgesetzt wird und in wenigen Wochen schon wieder ein neuer Batman-Film in die Kinos kommt?! Schlimm allerdings, dass dieser ganze, überwiegend austauschbare Blockbuster-Käse den wirklich interessanten Filmen den Platz im Kino wegnimmt. Doch glücklicherweise gibt es ja Institutionen wie bei 2.

4. Das Thema Filmpreise an sich ist ja aber auch jenseits der Oscars und anderer amerikanischer Awards interessant. So wurden zwei von sieben von mir gesichteten Beiträge beim Filmwochenende ausgezeichnet, Ninjababy aus Norwegen mit dem Spielfilmpreis und der oben erwähnte Introducing, Selma Blair als bester Dokumentarfilm. Außerdem wurde der von über 20 Animationskünstlern erschaffene Only A Child, den ich leider nicht gesehen habe, zum besten Kurzfilm gekürt. Die Preise vergab das Publikum per Stimmzettelwahl.

5. Weniger Blockbuster nach Schema F wäre ja mal eine tolle Sache und ich denke, dass dies die meisten Zuschauer auch begrüßen würden.

6. Was macht es aber schon, wenn man bei einem Film inhaltlich gefordert wird und nicht ständig den gleichen Kram vorgekauf bekommt.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 


Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken

Meine Welt der Bücher 📚

Rezensionen und mehr (02012482970)

Neue Filmkritik

braucht das Land

Apokalypse Film

Schaut vor der Apokalypse keine schlechten Filme!

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Das Filmmagazin

Bette Davis left the bookshop

Bücher, Filme und viel mehr

VERfilmt&ZERlesen

Wo Kafka und Kubrick sich treffen

Schreiben als Hobby, kreativ sein - Poetik für Anfänger

Aus den Aufzeichnungen der Skáldkonur: Wo Worte sich zu Texten fügen, ist es Zeit für den Barden seine Geschichten zu erzählen.

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Ich heiße euch herzlich auf meinem Blog willkommen.

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Marcel Michaelsen

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