Media Monday #515

10. Mai 2021

Mit dem heutigen Media Monday steigt die Vorfreude. Denn ab morgen habe ich ein paar Tage Urlaub.

Beitrag der Woche
Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia (Royal Edition)


Fragen der Woche

1. In all der Zeit habe ich es irgendwie nie geschafft den ein oder anderen als Klassiker geltenden Film zu sehen, z.B. Casablanca oder Pulp Fiction. Von ersterem liegt hier schon seit Jahren die DVD ungesehen rum.

2. Gefühlt werden manche Serien mittlerweile regelrecht als Fließbandware produziert und das führt dann zur Überschwemmung des Marktes mit schwachen oder mittelmäßigen Produkten. Aber die Erkenntnis, dass Qualität besser als Quanität ist, gerät oft in Vergessenheit.

3. Ungeachtet meiner Vorbehalte gegen Religion und Kirche als Institution muss ich sagen, dass Lambs of God, eine Miniserie über drei abgeschieden lebende Ordensschwestern, sehr gelungen ist.

4. Wenn das Wetter einen jetzt langsam wieder öfter auch nach draußen treibt dann hoffe ich auf eine mögliche Öffnung der Außengastronomie.

5. Schlafen ist ja auch immer wieder eine schöne Freizeitbeschäftigung, schließlich kommt man auf der Arbeit viel zu selten dazu.

6. Und wenn ich zu sonst nix Lust hätte, ich würde quasi jederzeit eine Folge von Danger 5 schauen, weil ich diese Serie einfach liebe und sie nach mindestens einem halben Dutzend Sichtungen immer noch Spaß macht. Seit zwei Wochen bin ich übrigens im Besitz der BluRay.

7. Zuletzt habe ich die erste Staffel der Mysteryserie Falling Water vollendet und das war teils etwas verwirrend, weil sich die Handlung im Staffelfinale doch einigermaßen verschachtelt gestaltet. Außerdem gab es beim Parkbesuch die Lektüre der Graphic Novel Snow, Glass, Apples von Neil Gaiman und Colleen Doran (nach einer Kurzgeschichte Gaimans), welche eine schaurige Alternativversion des Märchens Schneewittchen erzählt.

 

 


Media Monday #514

3. Mai 2021

Willkommen beim ersten diesjährigen Mai-Media-Monday! Zum Start in die Woche gibt es wieder sieben Fragen und Antworten…

Beiträge der Woche
Desperado (1995)
Lambs of God (Miniserie)

Fragen der Woche

1. Um mich neugierig zu machen, braucht es etwas Interessantes.

2. Schön und gut, dass dank Internet immer und überall gefühlt alles verfügbar ist, aber das führt auch zu einer chronischen „Zuvielitis“ wegen des Überangebots. Außerdem werden durch die Konzentration auf Streaming einige Filme und Serien oft gar nicht mehr auf DVD/BluRay veröffentlicht, was für eifrige Sammler und generell sehr bedauerlich ist.

3. Wenn ich mal so überlege, was meine Hobbys eigentlich so kosten, dann dürften die Kosten für Kinokarten, Streaminggebühren, DVDs/BluRays sowie die Fernsehgebühren sicherlich die größten Posten bilden.

4. Eine virtuelle Watchparty (siehe auch Frage 7) ist tatsächlich eine schöne Alternative, wenn es wie aktuell wegen Corona nicht anders geht und die Beteiligten über mehrere Länder verstreut sind.

5. Soziales Miteinander ist im Moment ja wirklich nur schwer zu realisieren, aber hoffentlich bald wieder in einem Umfang wie früher möglich.

6. Dass ich nun wieder persönlich im Comicbuchladen meines Vertrauens vorbeischauen kann hätte ich Anfang der letzten Woche nicht unbedingt vermutet, aber die Corona-Bestimmungen änderten sich kurzfristig und so habe ich am Donnerstag die Gelegenheit beim Schopfe gepackt.

7. Zuletzt habe ich bei einer virtuellen Watchparty mit Freunden nochmal die russische Herr der Ringe-Verfilmung angesehen, einen Film mit Tilda Swinton gesichtet und mein Review zu Desperado (siehe oben) vollendet und das war sehr schön, saulustig (ersteres) und abwechslungsreich, weil diese drei Werke relativ unterschiedlich sind.

 


Media Monday #512 – Jubiläumsausgabe

19. April 2021

Was, eine Jubiläumsausgabe? Ist denn der kleine mwj besoffen? Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr im heutigen Media Monday



Beim vorliegenden Beitrag handelt es sich um Nummer 1.000 auf diesem Blog. Wenn man diese Zahl auf die 12 Jahre umrechnet, seitdem dieses Blog existiert, kommt man auf etwa 80 Beiträge pro Jahr. Ganz ordentlich, wenn man bedenkt, dass ich das alles fast komplett alleine mache. Richtig Leben in die Bude kam hier allerdings erst ab Juli 2012, durch meine durchgehende Teilnahme an einer Blogaktion namens „Media Monday“. Habt ihr sicherlich schon von gehört.

Es gab in den letzten Tagen und Wochen aber noch weitere Jubiläen. Am 12. April feierte meine Lieblingssängerin Lisa Gerrard ihren 60. Geburtstag (siehe dazugehöriger Beitrag). Einen Tag später jährte sich die Erstausstrahlung der vor kurzem in den Weiten des Worldwideweb wieder aufgetauchten, sowjetische, Herr-der-Ringe-TV-Adaption Khraniteli, die ich mir zum ersten Mal angesehen habe (siehe unten), zum 30. Mal. Am 16. April wäre der großartige, kosmopolitische Schauspieler Peter Ustinov (1921-2004) 100 Jahre alt geworden. Einen weiteren Text widmete ich dem 10. Jahrestag der Premiere von Game of Thrones am 17. April. Vermutlich habe ich sogar noch das oder andere Jubiläum vergessen.

Es gibt aber leider nicht nur Grund zum Feiern. Am Freitag ist die britische Schauspielerin Helen McCrory im Alter von nur 52 Jahren an Krebs gestorben. Die meisten werden sie vermutlich aufgrund ihrer Rolle als Narcissa Malfoy aus den Harry-Potter-Filmen kennen. Für mich waren allerdings ihre Performances als Evelyn Poole/Madame Kali in den ersten beiden Staffeln von Penny Dreadful und als Mama Jeanne in Martin Scorseses Hugo Cabret umso prägender. McCrory spielte auch unter anderem Cherie Blair in Die Queen und die Parlamentsabgeordnete Claire Dowar in Skyfall, dem 23. James-Bond-Film. Sie war bis zu ihrem Tod mit Schauspielkollege Damian Lewis (Homeland, Wölfe) verheiratet.

Beiträge der Woche
Zum 60. Geburtstag von Lisa Gerrard
Khraniteli
10 Jahre Game of Thrones


Fragen der Woche

1. Worauf ich mich allabendlich freuen kann ist der Konsum, von Nahrungsmitteln und Medien. #hobbit

2. Lisa Gerrard vermag es noch immer, mich mit ihrer Musik und ihrem im besten Sinne eigenwilligen Gesang zu begeistern, auch 18 Jahre nachdem ich sie für mich entdeckt habe.

3. Der „Erfolgsdruck“, etwas Sinnvolles mit der persönlichen Freizeit anzustellen kommt bei mir auch ab und zu, aber was „sinnvoll“ ist und was nicht, darüber lässt sich bekanntlich streiten.

4. Ein Projekt, dem ich mich schon lange mal (wieder) widmen wollte wäre meine Rezensionsreihe zum Werk von Tilda Swinton, die bisher aus zwei kümmerlichen Beiträgen besteht, die ich übrigens schon vor Monaten veröffentlicht habe. Eigentlich sollte es da mal weitergehen. *seufz*

5. In Film und Fernsehen eine früher gelebte Realität vorgeführt zu bekommen, seien es enges Beisammensein, innige Umarmungen oder einfach Menschenmassen macht mich zumindest immer wieder etwas stutzig und weckt eine gewisse Sehnsucht nach diesen „unschuldigen“ Zeiten. #knuddelnfuerdenweltfrieden

6. Schlaf ist für mich eines der besten Mittel gegen Müdigkeit, auch wenn bei mir als antropomorphem Siebenschläfer immer noch eine gewisse Restmüdigkeit bleibt. #prinzvalium

7. Zuletzt habe ich einen etwa neunzigminütigen Spaziergang mit einer Freundin gemacht und das war sehr erfrischend und wohltuend, weil das Wetter trotz der eher nicht so frühlingshaften Temperaturen sich angenehm gestaltete. Außerdem muss auch der kleine Stubenhocker mwj ab und an mal raus aus seinem Smial. #theroadgoeseveron

 

 

 


Media Monday #510

5. April 2021

Eieieiei! Ist denn schon wieder Ostern? Willkommen zum diesjährigen Easter Media Monday!

1. Mein liebstes Leinwand-Duo ist Asterix und Obelix, einfach weil die augenzwinkernde Freundschaft/Kombination aus listigem, kleinen Mann und übermenschlich starken, großen Mann seit Jahrzehnten wunderbar funktioniert. Am 1. April ist übrigens der sechste Asterix-Band in meiner „Muttersprache“ erschienen.

2. Von den zahlreichen Serien-Neustarts hat mich ____ , denn Neustarts? Bin noch bei den Altstarts.

3. Ein Film fernab vom Mainstream, der mich schwer begeistert hat Mich haben in letzter Zeit fast ausschließlich Filme fernab vom Mainstream schwer begeistert.

4. Der Fantasyfilm Excalibur von John Boorman gehört auch zu den ewig Unterschätzten, schließlich stellt er aus meiner Sicht die einzig gelungene Verfilmung der Artussage dar und besitzt eine im besten Sinne eigenwillige Ästhetik/Atmosphäre.

5. Man kann sich ja leicht und schnell überfordert fühlen bei dem Wust an Neuerscheinungen, Sehenswertem, Empfehlungen und so weiter und so fort. Ich für meinen Teil fühle mich immer wieder überfordert.

6. Wäre es nicht genial, wenn es auch hierzulande alle drei Staffeln der genialen Serie Legion auch auf DVD bzw. BluRay gäbe und nicht nur die erste?!

7. Zuletzt habe ich ein gemütliches Osterwochenende mit viel gutem Essen bei meinen Eltern verbracht und das war angenehm erholsam, weil ich außer Lesen und die üppigen Mahlzeiten genießen kaum etwas gemacht habe. #hobbit


Media Monday #507

15. März 2021

Schon wieder Montag? Zeit für den Media Monday

 

So langsam nervt es. Ein Ende der Corona-Pandemie scheint nicht wirklich in Sicht. Und die Politik „glänzt“ derzeit nur mit einer Mischung aus blindem Aktionismus, leeren Versprechungen sowie schlicht und ergreifend Inkompetenz. Ich könnte mich jetzt noch ewig darüber aufregen, lasse aber heute mal zwei Kulturschaffende zu Wort kommen:

„Artistically it has been a time for reflection on what really matters in life.. it has been a wakeup call on so many levels and has particularly exposed the shortcomings of governments and global co-operation. Our world is strongly based upon competition at every level so when it came time for co-operation in order to defeat this virus we were woefully unprepared and ill equipped. „

Brendan Perry, Musiker (Dead Can Dance), im Interview mit All About Jazz

„Die Verachtung von Kultur können Kulturschaffende in diesem Land schon immer implizit spüren (den Fehler, dem Taxifahrer beim obligatorischen Smalltalk auf die Frage nach dem Beruf eine ehrliche Antwort zu geben, macht kein*e Künstler*in zwei mal), richtig an die Oberfläche gekommen ist sie freilich seit dem Start der ersten großen zivilisatorischen Krise dieses Jahrhunderts. Wie widersinnig das ist – Die Zivilisation wackelt, also entfernen wir ihr Fundament – scheint niemanden so richtig zu stören. Das wird keine positiven Folgen haben. Selbstverständlich ist es richtig, sämtliche notwendige Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor einer Pandemie zu ergreifen. Die wichtigsten Maßnahmen – Schließung der Wirtschaft, Schließung von Büros, vollständiger Lockdown – werden seit einem Jahr vermieden – Zum Preis zehntausender Menschenleben, damit Milliardäre ungestört weiterhin Profit aus der Krise schlagen können.
Nur ein Wirtschaftszweig – Die Kulturindustrie – wird, rein symbolisch, geschlossen gehalten – Und zwar ohne Aussicht auf Wiedereröffnung.“

Lars Henriks, Filmemacher (Leon muss sterben, Bearkittens, Performaniax), auf seinem Blog

 

Beitrag der Woche
El Mariachi

Fragen der Woche

1. Derweil lässt der Frühling noch auf sich warten und auch das Wetter lädt nicht unbedingt zu Außer-Haus-Aktivitäten ein. Wie schön ist es da, drinnen etwas zu machen, etwa gemütliches Beisammensein mit der Familie.

2. Um sich ein bisschen Kino-Flair nach Hause zu holen plane ich seit Längerem mir eine Soundbar zu kaufen. Nur sind diese Planungen durch die Schließungen der nicht lebensnotwendigen Geschäfte seit einiger Zeit ins Stocken gekommen.

3. Meine Antworten auf die Fragen des Media Monday versprechen nicht nur spannende Lektüre, sondern geben euch Leser*innen zudem eine Vorstellung davon, was derzeit so in meinem Kopf vorgeht.

4. Reguläres, lineares Fernsehen hat für mich ziemlich seinen Reiz verloren. Einerseits durch die „zeitliche“ Beschränkung, andererseits auch durch die mangelnde Innovation in vielen Bereichen.

5. Der Kampf der Streaming-Anbieter um die neuesten Produktionen oder verschobene/abgesagte Kinoveröffentlichungen wird die Filmbranche am Leben erhalten können, aber leider nicht die Kinolandschaft retten. Im Gegenteil.

6. Die Veränderungen in den letzten Jahren, was die politische Radikalisierung nach rechts angeht, hätte ich vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten. Umso schlimmer, dass es doch soweit gekommen ist.

7. Zuletzt habe ich das Wochenende bei meinen Eltern verbracht und das war wieder sehr schön, weil ich meine Eltern seit acht Wochen nicht besucht hatte. Neben leckerem Essen (Spinat! / Kaffee und Kuchen) haben wir enen Sonntagsspaziergang durch die Innenstadt von Kitzingen gemacht wo die preisgekrönten Bilder des World Press Photo Award in diversen Schaufenstern ausgestellt sind (zur Website). Die Ausstellung macht seit 15 Jahren Station in Kitzingen, wegen der Corona-Pandemie dieses Jahr aber nicht wie üblich im Rathaus, sondern eben in 40 Schaufenstern.

 


Review(s) Februar 2021

2. März 2021

Ein Sechstel von 2021 haben wir bereits hinter uns. Meine Reviewbilanz für Februar gestaltet sich (wieder) sehr filmlastig.

 

Bedingt durch die „Aufarbeitung“ der Internationalen Filmwoche Würzburg (28. Januar bis 3. Februar 2021) und der Tatsache, dass die aktuelle Situation hinsichtlich meiner Produktivität nicht unbedingt förderlich ist, habe ich im Februar überwiegend Filmkritiken geschrieben/veröffentlicht. Die Serien-Reviews mussten da leider (erneut) ziemlich kürzer treten. Als Kontrastprogramm zu den fünf hochwertigen Festivalbeiträgen habe ich mir zwei miese Streifen gegönnt. 😉


Filme
Filles de Joie – Freudenmädchen (Internationale Filmwoche Würzburg)
Nafi’s Father (Internationale Filmwoche Würzburg)
Farewell Paradise (Internationale Filmwoche Würzburg)
Old Men Never Die (Internationale Filmwoche Würzburg)
Halef (Internationale Filmwoche Würzburg)
Wizards of the Lost Kingdom
Ninja Assassin

Serien
Black Lagoon: Roberta’s Blood Trail
Years and Years

Sonstiges
MWJ Film Awards 2020
Star Trek: Corona (Roman)

Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
Malcolm & Marie
Puparia (Kurzfilm)

Borkum… mit Judith Rakers (TV-Doku)
Das Geheimnis George Méliès (TV-Doku)

American Gods: Staffel 3, Folgen 4 bis 6
Babylon 5: Staffel 1, Folgen 14 bis 16
Disenchantment: Teil 3, Folgen 6 bis 10
His Dark Materials: Staffel 2, Folgen 1 bis 4

 

 


Media Monday #505

1. März 2021

Und schon wieder ist es März. Verrückt, nicht wahr? Die Zeit vergeht, aber es ändert sich wenig. Das hat aber auch seine Vorteile. Etwa in Form der Verlässlichkeit des Media Mondays, der heute wieder mit sieben Fragen aufwartet…

Beiträge der Woche
Ninja Assassin
Years and Years


1. Im Kampf der Streaming-Dienste befindet man sich aus meiner Sicht gerade in der „Zersplitterungsphase“, in welcher gefühlt jeder Sender einen eigenen Streaming-Dienst aufmacht oder viele kleine Anbieter aus dem Boden schießen. Als Fan hochwertiger Film- und Serien-Kost steht man da irgendwie zwischen zu vielen Stühlen. Wie viele der Anbieter längerfristig überleben wird sich noch zeigen.

2. Der Star Trek-Roman Corona war für mich eine erfreuliche Entdeckung, quasi ein Geheimtipp, denn so habe ich nach langer Zeit wieder mal einen Roman aus Gene Roddenberrys Sternensaga gelesen, der allerdings das „Aktualitätsversprechen“ des Titels nicht einlösen konnte. 😉

3. Auch jetzt noch ist Kino (und auch Fernsehen) eine Form des Eskapismus für mich, die mich nach 19 Jahren als Hobbyfilmkritiker und 30 Jahren als Kinogänger noch begeistern und verzaubern kann.

4. Was es braucht für eine in allen Punkten überzeugende Produktion, stellt Francis Ford Coppolas Verfilmung von Bram Stokers Roman Dracula aus dem Jahre 1992 eindrucksvoll unter Beweis, denn für mich funktioniert der Film durch seine ungemein atmosphärisch-düstere Inszenierung als ganzheitliche Adaption des Stoffes.

5. Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht (OT: Nick & Norah’s Infinite Playlist) kommt mit einer „bestechenden“ Playlist an Songs daher, nur leider hat sich weder die Playlist noch der Film an sich besonders in mein Gedächtnis eingebrannt. Beides habe ich nämlich seit der Sichtung des Films im Juli 2016 wieder vergessen.

6. Wenn TV/PC/Laptop mal ausbleiben, bevorzuge ich ja Musik und/oder (in letzter Zeit zu selten) ein interessantes Buch, gerne auch in Comicform. Mit Freunden treffen und solche Sachen ist ja derzeit schwierig.

7. Zuletzt habe ich meine beste Freundin und ihre kleine Familie besucht und das war seit langem überfällig und daher sehr schön, weil wir uns seit Anfang August nicht gesehen hatten.

 


Media Monday #503

15. Februar 2021

Die zweite Februarhälfte startet (wie schon die erste) mit dem Media Monday

Beiträge der Woche
Halef (Internationale Filmwoche Würzburg 2021)
Star Trek: Corona (Roman)
MWJ Film Awards 2020

 

Fragen der Woche

1. Was mich immer wieder aufs Neue fasziniert ist der immersive Effekt bei Filmen und Serien (bei ersterem vor allem im Kinosaal).

2. Anonymus ist mal ein richtig untypischer Film für Roland Emmerich, schließlich ist der aus dem Schwabenland stammende Filmregisseur ja eher für seine Katastrophenfilme bekannt. Das genannte Historiendrama widmet sich aber einer möglichen Theorie zur Autorenschaft von William Shakespeare.

3. Ich bin ja schon ziemlich aufgeregt, wenn ich daran denke dass irgendwann vielleicht mal wieder Kinos öffnen und Konzerte stattfinden dürfen.

4. Fernab von bombastischen Effekten und allgemein Blockbuster-Attitüden spielt sich mein Filmkonsum in den letzten Jahren weitgehend ab.

5. Im Vergleich zwischen dem, was früher und heutzutage optisch und inhaltlich in Serien möglich ist hat sich vor allem in narrativer Hinsicht Einiges getan. Es gibt aber auch immer noch „althergebrachte“ Formate.

6. Star Trek: Corona wusste mich von der ersten Seite an zu fesseln, denn ich wollte unbedingt wissen ob der Roman etwas mit unserer gegenwärtigen Lage zu tun hat. 😉

7. Zuletzt habe ich das Wochenende genutzt, um ein wenig produktiv zu sein (siehe oben) und gleichzeitig aber auch wieder Kraft zu tanken und das war sehr wichtig, weil die aktuelle Situation bisweilen schon an den Nerven zehrt. Am Sonntag machte ich einen kleinen Spaziergang durch den noch verschneiten und vereisten Park in der Nähe, siehe Foto.

 


Star Trek: Corona (Roman)

13. Februar 2021

Einen kuriosen Fund entdeckte der Comicbuchladen meines Vertrauens im hauseigenen Antiquariat. Und ich konnte das Büchlein mit dem „schönen“ Titel Corona ergattern.

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise unter dem Kommando von James T. Kirk, das aus dem 23. Jahrhundert ins Jahr 2021 zurückreist, um die Menschheit vor der Covid-19-Pandemie zu retten. Schiffsarzt Dr. Leonard „Pille“ McCoy gelingt es einen überaus wirksamen Impfstoff zu entwickeln, der nun unter die Menschen gebracht werden muss. Doch Widerstand in Gestalt von querdenkenden Humanoiden droht…

Scherz beiseite. Das Buch ist natürlich kein Werk unglaublich prophetischer Science-Fiction, sondern „nur“ ein Roman aus dem Star Trek-Universum, mit der bekannten Crew aus der Serie Raumschiff Enterprise (Star Trek: The Original Series; 1966-1969). Geschrieben wurde Corona vom amerikanischen Science-Fiction-Autoren Greg Bear (geboren 1951), der über 50 Bücher verfasst hat und zu den Gründungsmitgliedern der San Diego Comic Con zählt. Erschienen ist der Roman 1984, die deutsche Übersetzung von Andreas Brandhorst wurde von Heyne Science-Fiction & Fantasy 1988 (225 Seiten) veröffentlicht.

Auf Befehl der Sternenflotte wurde die U.S.S. Enterprise sehr zum Missfallen von Captain Kirk und Schiffsarzt Dr. McCoy mit einem neu entwickelten Überwachungssystem für Notfälle ausgestattet. Außerdem ist die Reporterin Rowena Mason an Bord gekommen, um eine Reportage über die Enterprise zu machen. Da erreicht das Schiff ein Notruf aus dem Black-Box-Nebel. Dort erforscht ein vulkanisches Wissenschaftler-Team unter Führung von T’Prylla, einer Verwandten Spocks, und ihrem Ehemann Grake auf einem Asteroiden den Entstehungsprozess dreier Protosterne. Kirk und seine Crew müssen feststellen, dass die Vulkanier von „Corona“, einer fremden Macht kontrolliert werden, welche den Zustand des Universums vor dem Urknall wieder herstellen will.

Meine Enttäuschung über den fehlenden Bezug zur aktuellen Pandemie-Situation hielt sich bei der Lektüre in Grenzen. Greg Bear lieferte mit seinem einzigen Roman zum von Gene Roddenberry ins Leben gerufenen Scifi-Franchise eine solide Geschichte ab. Im Zentrum steht nicht nur die titelgebende Macht. Auch die Perspektive der jungen Reporterin Rowena Mason, die erstmals ihren, nur von Menschen bewohnten kleinen Heimatplaneten verlässt und sich in Anwesenheit von „Nichtmenschen“ unwohl fühlt, kommt zur Geltung. Für Spannung in der Besatzung sorgt das neue Computersystem, welches programmiert wurde, die Befehle des Captains in Notfällen gegebenenfalls außer Kraft zu setzen. Insgesamt hätte man die Story sicher noch weiter ausarbeiten können denn das Ende kommt leider etwas zu früh. Im Gegensatz zur TV-Serie bietet das Medium Roman die Möglichkeit, Gedanken, Gefühle, Sorgen, Zweifel und Ängste der Figuren stärker zu vermitteln, was Bear auch nutzt.

Kleines Kuriosum noch am Rande: zwischen Kapitel 20 und 21 (von insgesamt 25) wird die Handlung doch tatsächlich von Produkt(de)platzierung unterbrochen, als auf zwei überwiegend geschwärzten Seiten Werbung für eine bekannte Suppenmarke gemacht wird! Also gleich auf zum Replikator! 😉

Die deutsche Taschenbuchausgabe von Star Trek: Corona gibt es nur noch gebraucht zu kaufen. Der Roman ist bei Heyne auch als E-Book erschienen.

Credits
Bild (c) Heyne.

 


Media Monday #502

8. Februar 2021

Was kommt denn hier hereingeschneit? Die neue Ausgabe des Media Mondays mit sieben flockigen Fragen!

Von Donnerstag vorletzte Woche bis Mittwoch letzte Woche war ich quasi im Festival-at-Home-Modus (aka Cineast im Homeoffice), weil das seit 2012 jedes Jahr von mir besuchte Filmwochende in Würzburg in eine digitale Filmwoche umgewandelt wurde. Leider habe ich es noch nicht ganz geschafft, das ganze halbe Dutzend Filme zu rezensieren, es fehlt nur noch der letzte Beitrag. Als Kontrastprogramm zum hochwertigen Filmgenuss gab es zwischendurch einen echten Fantasy-Trashfilm, nämlich Wizards of the Lost Kingdom.

Internationale Filmwoche Würzburg 2021
Die Erlösung der Fanny Lye
Filles de Joie – Freudenmädchen
Nafi’s Father
Farewell Paradise
Old Men Never Die
Halef (Kritik folgt noch)


Fragen der Woche

1. Jetzt, wo man durch widriges Wetter noch mehr ans eigene Heim gefesselt ist überlegt man sich vielleicht das ein oder andere Mal nach draußen zu gehen.

2. Apropos Eskapismus, ist es doch immer wieder schön von besonderen Filmen (und Serien) in eine andere Welt/Lebenswirklichkeit versetzt zu werden. Auch wenn das Heimkino das richtige Kinoerlebnis nicht ersetzen kann, ein immersives Eintauchen ist auch zuhause möglich.

3. Ansonsten ist sequentielle Kunst ein Thema, das mich ein ums andere Mal zu begeistern weiß, denn es gibt auf diesem Gebiet einfach viele tolle Werke.

4. Die Baustelle gegenüber hat nun schon länger (seit Freitag) nichts mehr von sich hören lassen und ich frage mich ob die Arbeiten im angekündigten Schneetreiben einfach weitergehen.

5. In den letzten Monaten beobachte ich bei mir in Sachen Medienkonsum ja durchaus dass die Vielfalt immer bunter wird, vor allem da sich die Bandbreite zwischen anspruchsvollerem Arthouse-Kino bis hin zu miesem Trash erstreckt.

6. Der iranische Film Old Men Never Die, über eine Gruppe uralter Männer, die auf den Tod warten, ist meines Erachtens eine unbedingte Empfehlung wert, schließlich hat er mich mit herrlich schwarzem Humor, urigen Figuren und tollen Landschaftaufnahmen begeistert.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .

 

 


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