Blogparade: Die 100 besten Filme des 21. Jahrhunderts bis jetzt

28. September 2016

Nachdem die BBC kürzliche ihre „100 Greatest Films Of The 21st Century so farkürte, fragte wenig später Miss Booleana nach unseren eigenen Top 100 Filmen seit 2000. Was für eine epische Blogparade, der ich mich dann doch nicht ganz entziehen konnte.

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Der aufmerksame Leser wird es gleich bemerken: meine Liste enthält nur 91 Filme. Das ist eine bewusste Entscheidung. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es für mich eben keine vollen Top 100, weil ich nicht einfach noch Filme nehmen wollte, die ich ganz gut fand, nur um die wenigen fehlenden Plätze zu füllen. Von den gewählten Filmen kann ich guten Gewissens sagen, dass sie alle sehr gut und auf ihre besondere Weise einzigartig sind.

Die Liste darf durchaus als „Work in Progress“ verstanden werden Daher wird sie demnächst im Tops & Flops-Bereich meines Blogs auftauchen, wo ich sie nach und nach ergänzen oder leicht verändern werde.

Hier nun meine Liste, in nicht wertender Form sortiert nach Jahr und innerhalb eines Jahres alphabetisch nach Titel
(Filme mit vorhanden, verlinkten Kritiken sind FETT gedruckt):

 

 

Teil 1 – 2000 bis 2005 (39)

memento_dvd2000 Dancer In The Dark
2000 In The Mood For Love
2000 Memento
2000 Tiger & Dragon

2001 Donnie Darko (Director’s Cut)
2001 Gosford Park
2001 Der Herr der Ringe: Die Gefährten (Extended Edition)
2001 Moulin Rouge
2001 The Others
2001 Vidocq

2002 About Schmidt
2002 Bowling For Columbine
2002 Hero
2002 Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme (Extended Edition)
2002 The Hours
2002 One Hour Photo
2002 Russian Ark
2002 Whale Rider

2003 Animatrix
2003 Dogville
2003 Frühling, Sommer, Herbst, Winter… und Frühling
2003 Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs (Extended Edition)
2003 It’s All About Love

in-the-mood-for-love_poster2004 2046
2004 Before Sunset
2004 Einmal Krieg und zurück
2004 Fahrenheit 9/11
2004 Hautnah
2004 House Of Flying Daggers
2004 Das Phantom der Oper
2004 Der Untergang
2004 Vergiss mein nicht (Eternal Sunshine Of The Spotless Mind)

2005 Batman Begins
2005 Ich und du und Alle, die wir kennen
2005 München
2005 The Producers
2005 Serenity
2005 Sin City
2005 Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen

Teil 2 – 2006 bis 2010 (28)

The Fall_Plakat_DD2006 The Fall
2006 The Fountain
2006 James Bond: Casino Royale
2006 Once
2006 Pans Labyrinth
2006 Das Parfum
2006 Prestige
2006 Sanctuary: Lisa Gerrard
2006 A Scanner Darkly

2007 Hot Fuzz
2007 La Vie En Rose
2007 Neues vom WiXXer
2007 No Country For Old Men
2007 Vorne ist verdammt weit weg

2008 Brügge sehen… und sterben?
2008 The Dark Knight
2008 Tödliches Kommando – The Hurt Locker

2009 Coraline
2009 Inglourious Basterds
2009 Watchmen

2010 Black Swan
2010 Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung
2010 Blue Valentine
2010 Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte
2010 Inception
2010 Peacock
2010 Super
2010 Womb

Teil 3 – 2011-2016 (24)

the-congress_dvd2011 Die Ausbildung
2011 Hugo Cabret
2011 Underwater Love – A Pink Musical
2011 Work Hard – Play Hard

2012 Berberian Sound Studio
2012 Frances Ha
2012 James Bond: Skyfall

2013 Before Midnight
2013 The Congress
2013 Enemy
2013 Lisa Limone & Maroc Orange: A Rapid Love Story
2013 Only Lovers Left Alive
2013 Snowpiercer
2013 The Zero Theorem

anomalisa_poster2014 Birdman (oder die unterhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)
2014 Boyhood
2014 A Girl Walks Home Alone At Night
2014 Grand Budapest Hotel
2014 Melodie des Meeres
2014 …Und Äktschn!
2014 X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (Rogue Cut)

2015 Anomalisa
2015 Das Brandneue Testament
2015 Where To Invade Next

Bilder (c) Filmverleihe.


Media Monday #274

26. September 2016

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Am vergangenen Wochenende besuchte ich zum ersten Mal das „Freakshow Artrock-Festival“ in Würzburg und durfte an zwei organisatorisch unterschiedlich gelungenen Tagen einige interessante Bands erleben. Nach soviel Musik auf einmal geht es jetzt zurück zu den anderen Medien, im neuen Media Monday.

1. Die Handlung mag bei High-Rise eine eher untergeordnete Rolle spielen, aber man hätte die ganze Geschichte mehr ausarbeiten können.

2. Grundsätzlich mag ich ja Filme von Baz Luhrmann (Romeo + Julia, Moulin Rouge), bei Der Große Gatsby allerdings hätte man inhaltlich mehr aus dem Stoff machen müssen und Leo hat die quasi gleiche Rolle bereits in Aviator gespielt.

3. Ich bin ja der Meinung, dass viele Hollywoodstars quasi immer dieselbe Rolle spielt, denn sie werden aus „Marketing-Kalkül“ wieder und wieder in sich stark ähnelnden Rollen besetzt.

4. Die meisten Filme vom Uwe Boll hätten ja nun wirklich keine Fortsetzung gebraucht, schließlich sind seine Werke meistens ohnehin schlecht oder zumindest furchtbar uninspiriert.

5. Stop-Motion-Filme sind auch heute noch eine hohe, filmische Kunstform und oft wesentlich „lebendiger“ als CGI-Animationsfilme, siehe etwa Anomalisa (2015), Lisa Limone & Maroc Orange (2013) oder Coraline (2009).

6. Das Büro – Band 1: Direktor Beerta von J.J. Voskuil war so eine Lektüre, die mich mit ihren 800 Seiten Umfang zwar angestrengt hat aber die ich auch genossen habe.

7. Zuletzt habe ich den Film Ich.Darf.Nicht.Schlafen gesehen und das war recht solide, weil aus meiner Sicht der Plottwist gar nicht einmal so hanebüchen ist.


Die 5 Besten am Donnerstag #12

22. September 2016

Heute fragt Gorana von der Ergothek nach jenem wichtigen Element, was vielen aktuellen Filmen fehlt…


besten-donnerstag12

Welche 5 Filme erzählen die eindrucksvollste Geschichte?

(wie gewohnt in chronologischer Reihenfolge)

1999 Being John Malkovich
Ein erfolgloser Puppenspieler findet den Eingang in das Gehirn des Schauspielers John Makovich und löst damit eine aberwitze Kette von Ereignissen aus. Geniale Einfälle von Charlie Kaufman virtuos in ein Drehbuch verwandelt.

2000 Memento
Ein Mann ohne Kurzzeitgedächtnis sucht den Mörder seiner Ehefrau. Die ganze Geschichte wird rückwärts erzählt. Ein unerreichbares Meisterwerk von Meister Nolan.

2001 Donne Darko
Teenager Donnie Darko plagen unheimliche Visionen von einem Mann mit Hasenmaske, der ihm das Ende der Welt voraussagt. Abgründige Mischung aus Mystery, Science-Fiction, Jugend-und Gesellschaftsdrama.

2006 The Fall
Der lebensmüde Stuntman Roy liegt schwerverletzt im Krankenhaus und erzählt einem kleinen Mädchen von den Abenteuern eines Banditen und seiner Gefährten. Wunderschöne Mischung aus surrealen Bildern und einer rührenden Geschichte.

2006 Prestige
Das formale Prinzip eines Zaubertricks perfekt auf die Geschichte um zwei rivalisierende Magier übertragen. Wie bei Nolan „gewohnt“ mit verblüffender Wendung.

 


Kurzkritiken-Sommer 2016 – Awards

22. September 2016

 

Nach einem bunten Kurzkritiken-Sommer, der kürzlich zu Ende ging, ziehe ich mit einer kleinen Preisverleihung Bilanz!

Hier noch einmal alle Filme in alphabetischer Reihenfolge:

Another Me_DVDBarbarella_DVDBoys & Girl From County Clare_DVDEl Superbeasto_DVDFrances Ha_DVD

gainsbourg_dvdKung Fury_PosterLost River_Extended Version_Blu-Ray-BoxNick & Norah_DVDUnderwater Love_DVD

 

Und nun zur Preisverleihung:

Beste visuelle Effekte
Diverse,
Kung Fury

Bestes Make Up
Diverse, Gainsbourg

Bestes Kostümbild
Jacques Fonteray & Paco Rabanne, Barbarella

Bestes Szenenbild
Mario Garbuglia, Barbarella

Beste Musik
Stereo Total,
Underwater Love – A Pink Musical

Beste Kamera
Christopher Doyle, Underwater Love – A Pink Musical

Bestes Drehbuch
Noah Baumbach & Greta Gerwig,
Frances Ha

Beste Regie
Joann Sfar, Gainsbourg

Bester Nebendarsteller
Matt Smith, Lost River

Beste Nebendarstellerin
Saoirse Ronan, Lost River

Bester Hauptdarsteller
Eric Elmosnino, Gainsbourg

Beste Hauptdarstellerin
Greta Gerwig, Frances Ha

Und nun kommen wir zur Königskategorie!!!

Bester Film

Frances Ha

UND

Gainsbourg

Kurzkritiken-Sommer_Cloud


Gratulation an alle Gewinner. Vielleicht gibt es nächstes Jahr einen weiteren Kurzkritiken-Sommer. Wir werden sehen.

Bilder (c) Filmverleihe.


Der Kurzkritiken-Sommer #10: Gainsbourg

21. September 2016

Mit dem zehnten (und etwas verspäteten) Beitrag endet der diesjährige Kurzkritiken-Sommer. Bei Gainsbourg, dem Film über die Chansonlegende, debütierte Comiclegende Joann Sfar vor sechs Jahren als Filmemacher.

Kurzkritiken-Sommer_Cloud

Bereits als Junge interessiert sich Lucien Ginsburg (Kacey Mottet Klein), Sohn einer russisch-jüdischen Familie im von den Nazis besetzten Paris, vor allem für zwei Dinge: Malerei und Frauen, nicht selten in Kombination. Nach dem Studium an der Kunsthochschule entdeckt er als Erwachsener (Eric Elmosnino) jedoch seine größte Leidenschaft, die Musik. Auch durch schicksalhafte Begegnungen und prägende Beziehungen, etwa mit Brigitte Bardot (Laetitia Casta) und Jane Birkin (Lucy Gordon), wird Lucien, der sich fortan Sergie Gainsbourg nennt, zu einer der größten Chansonniers überhaupt.

gainsbourg_dvdJoann Sfar (geboren 1971 in Nizza) gehört zu den wichtigsten Vertretern der Neuen Welle der frankobelgischen Comicszene. Als Autor und Zeichner hat sich der 45jährige besonders durch seine humorvoll-sarkastischen Werke wie Die Katze des Rabbiners, die gemeinsam mit Lewis Trondheim erschaffene Mantel-und-Degen-Fantasyreihe Donjon oder den philosophischen Dreiteiler Sokrates der Halbhund einen Namen gemacht. Dass Sfar aber auch als Filmschaffender so virtuos sein kann, beweist er bei seinem Regiedebüt, Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte, über Frankreichs Chanson-Nationalheiligtum und sein persönliches Idol: Serge Gainsbourg (1928-1991).

„Seine Lügen sind mir wichtiger als seine Wahrheiten“, so Sfar über Gainsbourg. Daher ist die filmische Hommage beileibe kein 0815-Biopic, sondern pendelt gekonnt zwischen wichtigen biografischen Eckpunkten und einer phantastischen Ebene, die fast ins Absurde überhöht wird. Lucien/Serge wird immer wieder von seinem halb imaginären Alter Ego, der „hässlichen Fratze“ (verkörpert von Doug Jones), begleitet. Gainsbourg steht und fällt mit seinem Hauptdarsteller Eric Elmosnino, der nicht nur wie der große Meister aussieht, sondern auch musikalisch mehr als überzeugt. Da Sfars eigenwillig-kreativer Balanceakt zwischen Biopic, Musikfilm und humorvoll-surrealen Phantasieszenen gegen Ende doch ein paar kleine Längen hat, verzeihen wir dem deutschen Filmverleih, dass er den Film um etwa 15 Minuten gekürzt hat.

Demnächst: Die „Kurzkritiken-Sommer-Awards 2016“!

8-10Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte (Gainsbourg – Vie Héroïque)
Filmbiografie/Musikfilm Frankreich 2010. FSK 12. 116 Minuten (deutsche Fassung, PAL-DVD). Mit: Eric Elmosnino, Lucy Gordon, Laetitia Casta, Doug Jones
u.v.a. Drehbuch und Regie: Joann Sfar. Nach seiner Graphic Novel.


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Serge und seine Fratze

Bilder (c) Prokino/EuroVideo.


Media Monday #273

19. September 2016

media-monday-273

Zum Ausklang des Sommers und zur Feier des Jahrestags meines Umzugs habe ich mir am gestrigen Sonntag ein Glas süffigen Federweißer gegönnt. Heute gibt es den ersten „herbstlichen“ Media Monday.

1. Joss Whedon ist mir ja irgendwann zu angepasst geworden, da man bei dem enttäuschenden Avengers: Age Of Ultron seine Handschrift kaum noch erkannte. Gut, dass er sich aus dem MCU zurück gezogen hat. So bleibt ihm hoffentlich noch etwas von seiner eigenen Kreativität.

2. Zuletzt gekauft habe ich die DVD zum Film Predestination, dem dritten Spielfilm der Spierig-Brüder (Daybreakers).

3. Selbstfindungstrips oder spirituelle Sinnsuche interessieren mich weniger. Scheint mir keinen Sinn zu ergeben.

4. Die BluRay-Box der Staffeln 1 bis 9 von Akte X hat einen Ehrenplatz in meinem Regal (bzw. auf meiner großen Kommode), schließlich sprengt sie die Kapazitäten meiner Heimkino-Regale.

5. Allein schon wegen Tilda Swinton musste ich I Am Love ansehen, auch sich der Film von Regisseur Luca Guadagnino leider nur als schön fotografiertes aber mittelmäßiges Liebesdrama entpuppte.

6. Der Hype um Rogue One – A Star Wars Story lässt mich vollkommen kalt, denn bereits Episode VII entpuppte sich als völlig überhypter Film.

7. Zuletzt habe ich siehe Einleitungstext und das war ____ , weil ____ .


Die 5 Besten am Donnerstag #11

15. September 2016

Besten Dank an Gorana von der Ergothek, dass sie für die 11. Ausgabe von „Die 5 Besten am Donnerstag“ meinen Vorschlag ausgewählt hat…

besten-donnerstag11

Kürzlich telefonierte ich mit einem alten Schulfreund, der vor 15 Jahren gemeinsam mit mir Abitur gemacht hat. Er hat sich seinen großen Traum erfüllt und arbeitet als Filmregisseur. Wir sprachen auch allgemein über Filme und da hat er mich auf manche meiner großen Bildungslücken hingewiesen, also kultige Filme, die ich (noch) nicht gesehen habe. Daher das heutige Thema:

5 Kultfilme, die ich (noch) nicht gesehen habe?

(meine Top 5 in chronologischer Reihenfolge)

Metropolis (1927)
DER große deutsche Science-Fiction-Film. Leider habe ich den noch nicht gesehen. Aber dafür immerhin die
Filmbiografie über Fritz Lang, die dieses Jahr ins Kino kam.

Moderne Zeiten (1936)
Von Chaplins Meisterwerken kenne ich bisher nur
Der Große Diktator (1940). Ein genialer Film, der „unfreiwilligerweise“ aktueller wurde, als man es ahnen konnte.

Casablanca (1942)
Seit Jahren steht die DVD ungesehen in meiner Sammlung. Wenn ich sie irgendwann in den Player legen werde, kann ich mir ein „Here’s looking at you, kid“ sicher nicht verkneifen.😉

Psycho (1960)
Was Hitchcocks Filme angeht habe ich generell noch großen Nachholbedarf. Auch hier habe ich immerhin einen
Film über den Regisseur gesehen.

Fight Club (1999)
Besonders diese filmische Bildungslücke wurde von meinem Schulfreund moniert. Was soll man da noch sagen? Ich gelobe Besserung.

Die Liste ließe sich noch zahlreich fortsetzen. Wenn ich länger nachdenken würde, käme ich sicherlich noch auf mindestens fünf weitere ungesehene Kultfilme.