The Shannara Chronicles

27. August 2016

Mit Game Of Thrones als großem Vorbild verfilmte der ehemalige Musiksender MTV die “Shannara”-Romane von Terry Brooks als TV-Serie in Neuseeland. Ein neues Trash-Debakel im Stile von Hercules und Xena oder doch ernstzunehmende Genre-Kost?

The Shannara Chronicles
3-10Fantasyserie USA 2016. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. 10 Folgen (Staffel 1). Gesamtlänge: ca. 400 Minuten.
Mit: Austin Butler, Poppy Drayton, Ivana Baquero, Manu Bennett, Aaron Jakubenko, Jed Brophy, Daniel MacPherson, John Rhys-Davies, Marcus Vanco u.v.a. Nach der Romanreihe von Terry Brooks.
Adaption: Alfred Gough und Miles Millar.


Shannara Chonicles_Staffel 1_DVD

 

Abenteuer im Dreieck

Mehrere Tausend Jahre nach einer schweren Nuklearkatastrophe leben auf der postapokalyptischen Erde neben Menschen auch Zwerge, Elfen und Gnome. Die Kräfte des magischen Baumes Ellcrys schützen die Welt vor finsteren Dämonen. Doch allmählich stirbt der Baum und einige Dämonen, wie der mächtige Dagda Mor (Jed Brophy), kommen frei. Die Auserwählte Amberle (Poppy Drayton), Enkelin des Elfenkönigs Eventine (John Rhys-Davies), macht sich mit einigen wenigen Gefährten, darunter Halbelf Wil (Austin Butler), Druide Allanon (Manu Bennett) und Räubertochter Eretria (Ivana Baquero), auf die Suche nach dem einzigen Heilmittel: dem sogenannten Blutfeuer.

Seit 1977 veröffentlichte der amerikanische Schriftsteller Terry Brooks (72) etwa 30 Romane in seiner Shannara-Buchreihe. Der zweite Band Die Elfensteine von Shannara (1982) wurde in Neuseeland als TV-Serie adaptiert. Abgesehen von Peter Jacksons Mittelerde-Filmreihe kennt man das Land der Kiwis auch als Heimat von zweit- bis drittklassigen TV-Produktionen wie Hercules (1995-1999), Xena (1995-2001) oder Spartacus (2010-2013). The Shannara Chronicles, adaptiert von Alfred Gough und Miles Millar sowie inszeniert unter anderem von Jonathan Liebesman (Zorn der Titanen), bewegt sich eher in den Gefilden von Legend Of The Seeker (2008-2010).

Shannara Chonicles_Trio Wil, Amberle und Eretria müssen an einem Strang ziehen

Die Prämisse, die ganze Geschichte in einer postapokalyptischen Welt spielen zu lassen, zeählt sicherlich zu den interessanten Aspekten der Produktion, nur wird dieser potenzialträchtige Hintergrund nur selten verwendet. Zwar sieht man immer wieder große Panoramen von überwuchterten und verwilderten Ruinen moderner Zivilisation, aber richtig thematisiert wird dies nur in der achten Folge, als es das ungleiche Heldentrio Amberle, Wil und Eretria in eine Kommune von Menschen verschlägt, die nicht nur über Elektrizität verfügen, sondern auch technische Errungenschaften wie einen Plattenspieler oder einen Filmprojekotr (auf welchem sie Star Trek – Der Film abspielen) besitzen. Ansonsten wirken die vier Lande eher wie eine generische Fantasywelt mit Elfen, Menschen, Gnomen und Dämonen. Die im Vorspann erwähnten Zwerge bekommt man (noch?) nicht zu Gesicht. 

Shannara“ könnte als durchschnittliche Fantasy mit moderatem, aber vorhandenem Unterhaltungswert funktionieren. Mit dem „Räuberhauptmann“ Cephelo (gespielt von James Remar, Django Unchained) und seiner „Räubertochter“ Eretria (Ivana Baquero, Pans Labyrinth) hat man sogar zwei unberechenbare und halbwegs spannende Figuren. John Rhys-Davies, vom Zwerg in der Herr der Ringe-Trilogie hier zum Elfenkönig „befördert“, hat eher wenig zu tun. Aber leider versteifen sich die Chefautoren Alfred Gough und Miles Millars (bekannt für die Superhelden-Schmonzette Smallville) von Anfang an auf Teenies als primäre Zielgruppe anstatt dem einfachen Fantasy-Setting einen reiferen Anstrich zu geben.

Das fängt schon bei den beiden Hauptdarstellern Austin Butler als Wil und Poppy Drayton als Amberle an, die sicherlich nicht wegen ihres begrenzten schauspielerischen Talents sondern allein aufgrund ihres guten Aussehens gecastet wurden. Egal in welch gefährlicher Situation sie sich befinden, die meisten Figuren (wie etwa auch Amberles Prinzen-Onkel Ander und Arion) sind immer top gestylt und geschminkt. Hohle Hochglanz-Gesichter aus Hollywoods Perfektions-Retorte. Bisweilen wirkt die Serie auch wie eine Mischung aus Heidi-Klum-Modelcasting und aufwändiger High-Society-Kostümpartie. Dazu bewegen sich die Dialoge (vor allem in der Original-Fassung) auf Highschool-Niveau und einen wichtigen Platz nimmt die halbgare Dreiecksgeschichte zwischen Amberle, Wil und Eretria ein, inklusive weniger unmotiviert-braver „Sexszenen“.

Der zweite große Schwachpunkt, der vor allem eine tiefgründige Ausarbeitung der Handlungsstränge verhindert, ist die festgelegte Laufzeit der Episoden auf genau 40 Minuten. Innerhalb dieser im Vergleich zu Game Of Thrones (zwischen 50 und 69 Minuten Läng pro Folge) gerade zu kurzen Episodendauer ist der Erzählfluss fest von den eingeplanten Werbepausen vorgegeben. Das gibt es zwar schon so lange wie das US-Fernsehen, aber bei The Shannara Chronicles fällt es besonders unangenehm auf. Da hilft es auch nicht unbedingt sehr, wenn als Szenenübergänge durch überwiegend schöne Landschaftspanoramen Neuseelands verwendet werden.

Dei von Autor Terry Brooks mit seinem Segen bedachte Adaption ist aber bei weitem kein völliger Reinfall. Dank der oben genannten ambivalenten Figuren versrüht die Geschichte über weite Strecken durchaus Spannung. Während die CGI-Effekte bisweilen etwas zu sehr nach Videospielgrafiken aussehen, so wirken die Dämonen mit ihrem aufwendigen Makeup und dem düsteren Sounddesign recht gelungen. Da lässt es sich auch verschmerzen, dass der von Jed Brophy (Darsteller diverser Orks bei „Herr der Ringe“ und des Zwergs Nori in der Hobbit-Trilogie) gespielte Dämonenfürst Dagda Mor exakt wie ein Ork aussieht.

Am Ende hätte man sich für die Geschichte mehr Zeit sowie für zwei der drei Hauptfiguren authentische Schauspieler und mehr Charakterentwicklung gewünscht. Aber vielleicht wird ja in der für 2017 geplanten zweiten Staffel so manches besser.

Die erste Staffel von Shannara Chronicles ist über Amazon Prime verfügbar sowie seit April 2016 auch auf BluRay und DVD erhältlich.

Fazit: Trotz interessanter, streckenweise unterhaltsamer Elemente hat die Fantasy-Adaption The Shannara Chronicles zwei große Probleme: konsequentes Anbiedern an Teenies als Zielgruppe und ein starres Format, welches das inhaltliche Potenzial limitiert. 3 von 10 Punkten.

Shannara Chonicles_Eventine
John Rhys-Davies als Elfenkönig Eventine
Shannara Chonicles_Ellcrys
Der magische Baum Ellcrys

Bilder © MTV/Concorde.

 


Media Monday #269

22. August 2016

media-monday-269

Während sich der Sommer allmählich dem Ende zuneigt (auch wenn er bis Mitte der Woche noch volle Power gibt), wühle ich mich derzeit durch das Serien-Angebot diverser Streaming-Anbieter. Mehr dazu in den nächsten Wochen. Jetzt gibt es erst einmal den neuen Media Monday

1. Für Schundserien wieVampire Diaries, Reign oder Shadowhunters kann ich mich bei allem Respekt sogar nicht begeistern! Für so zweit- bis drittklassigen Käse bin ich halt zu alt und anspruchsvoll.

2. Allein das Setting der Fantasyroman-Adaption The Shannara Chronicles mit seiner postapokalyptischen Welt klingt interessant…

3. …wohingegen die Figuren/Charaktere eher aus der Teenie-Klischeebox oder aber der Fantasy-Mottenkiste kommen. Schade.

4. Und überhaupt ist ja mit das Großartigste ist die CD The Executioner’s Lover von der schottischen Band The Blue Ship, die ich gerade nach Wochen wieder einmal anhöre.

5. Unvergessen auch das Stück Light Of The Seven aus dem Finale der 6. Staffel von Game Of Thrones, das aus der Feder des iranisch-deutschen Komponisten Ramin Djawadi stammt.

6. Wenn es nun mittlerweile alle möglichen Ausmalbücher, auch von Serien und Filmen gibt, wo bleibt dann das seit 1987 (!) überfällige „Spaceballs – Das Buch zum Ausmalen“?

7. Zuletzt habe ich zur Abwechslung mal wieder an einem Review geschrieben und das ist immer noch nicht fertig, weil ich noch nach den richtigen Worten suche. Wie so oft.


Die 5 Besten am Donnerstag #6 und #7

18. August 2016

Letzte Woche habe ich bei den „5 Besten am Donnerstag“ unfreiwillig ausgesetzt. Daher wird die 6. Ausgabe heute zusammen mit der siebten nachgeholt…

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5 Filme, die mir das Herz gebrochen haben

(in chronologischer Reihenfolge)

Die Fahrten des Odysseus (1954)
Italienische Verfilmung von Homers Heldenepos in Kurzform miz Leinwandlegende Kirk Douglas in Höchstform. Herzzerreißend die Szene als er die Sirenen mit den Stimmen seiner Ehefrau und seines Sohnes nach ihm rufen hört. Grandioses Schauspiel von Douglas!

Watership Down – Unten am Fluss (1978)
Ich muss zugeben, dass ich diese Geschichte aus der Sicht von Kaninchen und der Brutalität des Lebens erst als Erwachsener gesehen habe. Dennoch habe ich am Ende als Hazel dem Schwarzen Kaninchen folgt und Arr Garfunkel „Bright Eys“ singt, geflennt.

Tiger & Dragon (2000)
Eines der traurigsten, schönsten und denkwürdigsten Schlussbilder der Kinogeschichte, untermalt vom wunderschönen Hauptthema von Tan Dun.

Moulin Rouge (2001)
Dieser Film hat mich früher (die Jahre nach 2002) trotz x-facher Wiederholungssichtung immer wieder emotional enorm mitgenommen. Am meisten natürlich die Schlusszene hinter dem Vorhang, auch wenn das Drama schon von Anfang an bekannt war.

The Dark Knight (2008)
Christopher Nolans mittlerer Batman-Film ist eine Achterbahn der Gefühle und vor allem der unerwartete Tod einer Figur hinterlässt nicht nur beim titelgebenden Helden Spuren.

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Und nun zu Runde sieben:

5 Filme die ich als Kind geliebt habe

(in der Reihenfolge ihres Erscheinens)

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (1973)
Diesen Höhepunkt des tschechischen Märchenfilms, der jedes Weihnachten fast in Dauerschleife gesendet wird, habe ich als
Kind mehrmals gesehen (als immer am Freitag Nachmittag Märchenstunde im Ersten war) und ich finde ihn auch heute noch einfach schön.

Excalibur (1981)
Die Artussage als düsterer, kraftvoll-eigenwilliger Fantasyfilm mit einem einmaligen Merlin. Habe ich mit 10, 11 im Fernsehen gesehen und das hat mich bis heute geprägt. Die beste Verfilmung zur Artusepik.

Otto – Der Film (1985)
Was hab ich mich als sechs-, siebenjähriger bei manchen Szenen in Otto Waalkes‘ Kinodebüt schlapp gelacht. Ungeschlagen immer noch als er aus dem Fenster springt und die Auffangmatte der Feuerwehr verfehlt.

Arielle, die Meerjungfrau (1989)
Mein erster Kinobesuch und lange Zeit mein absoluter Lieblingsfilm. Mittlerweile bin ich dem klassischen Disney-Zeichentrick längst entwachsen.

Bodyguard (1992)
Durch diesen Film, den ich mit 12 im Kino sah, wurde ich zum großen Fan von Sängerin Whitney Houston. Das ging zumindest bis Ende des letzten Jahrhunderts. Für alle Romantiker übrigens der dezente Hinweis: „I Will Always Love You“ ist ein Trennungslied!


Media Monday #268

15. August 2016

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Dank des erzkatholischen Bundeslandes der BRD durfte ich im Gegensatz zu vielen anderen heute den Feiertag genießen und gemütlich die Fragen des 268. Media Mondays beantworten…

1. Kenny Baker (1934-2016) war entgegen der vielleicht herrschenden Meinung nicht nur der Schauspieler hinter R2D2, sondern spielte auch in Filmen wie Der Elefantenmensch, Flash Gordon, Time Bandits, Die Reise ins Labyrinth und Willow.

2. Meine herzallerliebste Figur aus einer Serie ist wohl Charlotte „Chuck“ Charles (Pushing Daisies).

3. Meine schlimmste Befürchtung über das Ende von Penny Dreadful hat sich leider bewahrheitet.

4. Richtig gute Filme kann ich mir eigentlich immer angucken weil man selbst bei wiederholtert Sichtung immer noch etwas Neues entdecken kann.

5. Der Animations-Realfilm-Mix The Congress ist eine Art Geheimtipp, die ich immer wieder gerne nenne, denn er zelebriert einen bildgewaltigen Abgesang auf die Unterhaltungsindustrie.

6. Wenn jemand meine Faszination/Begeisterung für besondere Filme und Musik nicht teilt, dann liegt das nicht an mir.

7. Zuletzt habe ich den zweiten Teil der portugiesischen Trilogie 1001 Nacht gesehen und das war eine kuriose und tragikomische Angelegenheit, weil eine der drei Episoden des Films sich auf absurde Weise verselbstständigt.


Der Kurzkritiken-Sommer #9: Barbarella

15. August 2016

Zu den Kultfilmen der wilden, späten 1960er gehört auch Roger Vadims Comicverfilmung Barbarella, mit seiner damaligen Ehefrau Jane Fonda in der Hauptrolle. Doch hält der Film auch in der Gegenwart noch was sein Status verspricht?

Kurzkritiken-Sommer_Cloud

In ferner Zukunft. Auf der Erde herrscht Frieden und Liebe. Kriege gibt es nicht mehr. Der Präsident der planetaren Regierung (Claude Dauphin) beauftragt Barbarella (Jane Fonda), die beste Astro-Navigatorin überhaupt, mit der Suche nach dem jungen Wissenschaftler Durand Durand, der eine tödliche Waffe entwickelt hat. Auf dem Planeten Tau Ceti gerät die Weltraumamazone sogleich in tödliche Gefahren, wird aber von einem Kinderfänger (Ugo Tognazzi) sowie später von einem blinden Engel (John Phillip Law) gerettet. In der dunklen Stadt Sogo, die von einem finsteren Tyrannen (Anita Pallenberg) beherrscht wird, soll sich Durand Durand befinden…

Barbarella_DVDSo geht spaßiger und unterhaltsamer Trash möchte man den Machern uninspirierter Billigkopien (The Asylum), italienischen Schmalspur-Epigonen (Luigi Cozzi) sowie allen anderen B- bis Z-Movie-Produzenten zurufen und sie zwingen, sich Barbarella anzusehen. Denn das bonbonbunte Weltraum-Abenteuer von Regisseur Roger Vadim (…und immer lockt das Weib) zelebriert mit grenzenlos-kreativem Setdesign und extravagantem Kostümbild eine naive, aber selbstironische Zukunftsvision von damals, als quasi Typen wie Austin Powers noch als Sexsymbole und nicht als Nerds galten. Auf der Erde gibt es den „herkömmlichen“ Sex nicht mehr, stattdessen verpasst man sich erotisches Vergnügen durch psychedelische Wunderpillen. Das hält unsere erotische Heldin aber nicht davon ab, als „Belohnung“ für erfolgreiche Rettungsaktionen ihren Körper anzubieten. Der blinde und flügellahme Engel Pygar gewinnt seine Fähigkeit zu Fliegen dadurch zurück, dass er mit Barbarella… Auch ansonsten ist die einfach gestrickte Story nur Gerüst, um das titelgebende Space Babe (und den Zuschauer) von einer kuriosen Situation in die nächste zu bringen. Eine dunkle Königin, die auf Frauen steht, ihr verrückter Concierge, der Barbarella mit seinem großen Musikinstrument zu Tode „orgeln“ will, dazu der vertrottelte Rebellenführer, Starpantomime Marcel Marceau als Orchideen fressender Professor Ping und Frauen, welche durch eine Wasserpfeiffe den „Extrakt des Mannes“ rauchen. Das alles und noch viel mehr ergibt diesen Lavalampen-getränkten Camp-Cocktail, der durch die teilweise behämmerten Dialoge und die flotte Musik prächtig unterhält.

7-10Barbarella
Science-Fiction-Film Frankreich/Italien 1968. FSK 16. 94 Minuten. Mit: Jane Fonda, John Phillip Law, Milo O’Shea, Anita Pallenberg, David Hemmings, Marcel Marceau u.a. Regie: Roger Vadim. Nach den Comics von Jean-Claude Forest.

Bild (c) Paramount.


Blogparade: 10 Songs zum Aufdrehen

10. August 2016

Die schlechtesten Film-Remakes waren der erste Streich, und die zweite Blogparade des Tages folgt sogleich…

Wer außer der Singenden Lehrerin, der Königin der Blogparaden, könnte in einem Stöckchen nach den 10 Songs fragen, die uns zum Aufdrehen bewegen?!

Da ich finde, dass hier auf diesem und auch auf anderen Blogs zu wenig über Musik geschrieben wird, bin ich tief in mich gegangen und habe meine 10 Favoriten zum Laut hören ausgewählt, und zwar aus sechs (!) Jahrzehnten:

 

Tim Buckley: I Can’t See You (1966)
Vor ein paar Jahren wurde ich auf diesen begnadeten, viel zu früh verstorbenen Sänger/Songwriter (1947-1975) aufmerksam. Gleich sein erstes Lied auf dem ersten Album (welches dieses Jahr 50jähriges Jubiläum hat) ist ein echter Kracher. Unnachahmliche Stimme (vor allem für einen 19jährigen bei seinem Debüt) und geniale, poetische Lyrics (
Autumn temptress, sundown angel…I came to you a loving vandal…“)!

 

Queen: Bohemian Rhapsody (1975)
Mein Lieblingssong von Queen, der sicherlich bei vielen auf der Liste auftauchen dürfte. Mehr Worte muss man nicht darüber verlieren…

 

Dead Can Dance: Labour Of Love (1983)
„Forced by necessity
I arrive at your door.
These gifts I bring to you
For your benefit alone.
In anticipation of things to come
A labour, a labour of love…“
Bei dieser Blogparade darf natürlich die beste Band der Welt nicht fehlen. Neben dem folgenden mein persönlicher Favorit unter den DCD-Songs, die von Brendan Perry gesungen werden.

Dead Can Dance: The Trial (1984)
„All my senses rebel
Under the scrutiny of their persistent gaze.
It took a lifetime to get here,
A journey I’ll never make again…“
Als ich vor gut zehn Jahren Dead Can Dance langsam entdeckte, hat es mir dieser Track vom selbstbetitelten Debüt-Album so richtig angetan. Den Songtext könnte ich mir an die Wand hängen. 

 

Dead Can Dance: Persephone (1987)
Die andere Hälfte von DCD heißt bekanntlich Lisa Gerrard und hat eine der unvergleichlisten Stimmen auf diesem Erdball. Eine epische Hymne (vermutlich) über die gleichnamige Göttin aus der griechischen Mythologie. Lyrics habe ich leider nicht gefunden😉

Dead Can Dance: Cantara (Live) (1994)
Vom DCD-Livealbum und dazugehörigem Konzertfilm Toward The Within (1994) vergöttere ich diesen Ausdruck rasanter Live-Musik mit purer Gerrard’scher Stimmgewalt! Unbedingt laut hören!

 

Dead Can Dance – Cantara from Dolce Vita on Vimeo.

Björk: Pluto (1997)
Excuse me
But I just have to
Explode
Explode this body
Off me…“

Ein Track wörtlich zum Aus der Haut fahren!

 

Budam: Da da da die (2009)
Ein melancholisch-kalauernder Todessehnsuchtsseemannswalzer wie ihn nur Universalclown Budam von den Färöer Inseln erschaffen konnte.

Gabby Young & Other Animals: The Devil Has Moved In (2014)
Bleiben wir noch kurz in der „Dark Cabaret“-Ecke mit dem teuflischen Song von Gabby Young und ihrer nimmermüden Zirkus-Swing-Truppe. Zum Mitschunkeln!

 

Julia Holter: Silhouette (2015)
Julia Holters 2015 veröffentlichtes Album Have You In My Wilderness besteht im Grunde nur aus genialen Kompositionen. Bei diesem Stück lohnt sich das Aufdrehen im letzten Drittel.

 

Welche Blogparade hält die Singende Lehrerin als nächstes bereit? „10 Songs zum ABdrehen?“, „Musik zum Nachbarn ärgern“? Wir werden sehen oder auch hören…


Blogparade: Die schlechtesten Remakes

10. August 2016

Von wegen Sommerloch! Derzeit regnet es wieder Blogparaden. Daher wende ich mich gleich den schlechtesten Remakes zu…

Blogparade_Schlechteste Remakes_Cloud

2016 ist das Kinojahr der unnötigen Remakes (Elliott das Schmunzelmonster, Tarzan, Ben Hur, Die glorreichen Sieben) oder aber von Fortsetzungen, die viel zu spät kommen (Ghostbusters, Independence Day). Daher hat Marco von Ma-Go Filmtipps eine Blogparade zu den schlechtesten Remakes ins Leben gerufen. Eigentlich sollten es 10 sein, aber mal sehen wie viele ich zusammen kriege:

(in alphabetischer Reihenfolge der Remake-Titel)

Ben Hur (TV, 2010) –> Ben Hur (1959)
Schon 2010 hat das halbgare TV-Remake des Monumentalklassikers mit Charlton Heston (übrigens auch ein Remake, aber ein gutes!) bewiesen, dass keine weitere Version nötig ist!

Gladiator (2000) –> Der Untergang des Römischen Reiches (1964)
Ich persönliche halte ja Ridley Scotts reaktionär angehauchten Hysterienfilm für eines der am meisten überschätzten Werke der Kinogeschichte. Und dann handelt es sich dabei auch noch um ein Remake.

K(r)ampf der Titanen (2010) –> Kampf der Titanen (1981)
Ehrlich gesagt ist das Original auch kein besonders guter Film, glänzt allerdings bei den tollen Stop-Motion-Tricks von Altmeister Ray Harryhausen. Das Remake ist nur eine lieblose Aneinanderreihung ausgelutschter Blödbuster-Tropen mit mäßigen Effekten.

Poirot: Tod auf dem Nil (TV, 2004) –> Tod auf dem Nil (1978)
In der zwischen 1989 und 2013 in 70 Folgen ausgestrahlten Serie Poirot (nach Agatha Christies Romanen und Kurzgeschichten über den belgischen Meisterdetektiv) wurde auch Tod auf dem Nil adaptiert, allerdings als seelenloser 90-Minüter. Kein Vergleich zur ersten Verfilmung mit Peter Ustinov! Und das obwohl die Serie es eigentlich viel besser kann, siehe die Version von Mord im Orientexpress (2010).

Stadt der Engel (1998) –> Der Himmel über Berlin (1987)
Wim Wenders‘ poetischer Großstadt-Fantasyfilm als Liebesdrama mit Nicholas Cage und Meg Ryan?! Ein absolutes No-Go! Aber dem „einfachen“ Mainstreampublikum muss man ja alles mundgerecht servieren.

Superman Returns (2006) –> Superman (1978)
Gut, hier ist auch schon das Original schwach, weil mies gealtert, aber warum hat Bryan Singer allen Ernstes den dritten X-Men-Film sausen lassen, um eine zweifelhafte Hommage an ein 1970er B-Movie zu drehen? Geld?

Die Zehn Gebote (TV, 2006) –> Die Zehn Gebote (1956)
Und hier der zweite Beitrag aus der Reihe „schwaches Billig-Remake fürs Fernsehen“. Die Macher um Hallmark-Chef Robert Halmi Senior haben einfach das 11. Gebot des Filmemachens vergessen: „Du sollst keine überflüssigen Remakes produzieren!“

Zum Schluss noch Folgendes. Die oben genannten 2016er Remakes habe ich nicht gesehen und werde ich mir auch nicht ansehen. Bei vielen Filmen, die schwach neu aufgegelegt wurden, kommt mir quasi zugute, dass ich bei manchen (z.B. Horrorfilmen) weder Original noch Fälschung kenne. Manchmal sind „Bildungslücken“ doch nicht so schlecht.


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