Media Monday #481

14. September 2020

Herzlich willkommen zum spätsommerlichen Media Monday, gewohnt zuverlässig abgeliefert von Zeremonienmeister Wulf aus dem Medienjournal



Beiträge der Woche
Avenue 5 – Staffel 1
Freaks – Du bist eine von uns
Die 5 besten Filmmusicals

Fragen der Woche

1. Die Möglichkeiten, Kinofilme alternativ im Heimkino zu sehen oder auch, Theaterstücken via Stream beizuwohnen mag in der Hochzeit der Corona-Pandemie eine denkbare Alternative darstellen, um aktuelle Filme und Theateraufführungen zum Publikum zu bringen, aber ein dauerhafter Ersatz kann das nicht sein.

2. Zu den üblichen Ritualen beim Filme oder Serien schauen gehört bei mir ja meistens eine kleine Tüte Popcorn und ein halber Liter Softdrink. Die Zeiten von Monsterportionen sind vorbei. Und ganz wichtig natürlich: Smartphone/Handy ausschalten!

3. Was es nicht alles gibt! Mir war bis vor kurzem gar nicht bewusst, dass es so etwas wie „Luftbuchungen“ gibt. Gibt es auch „Erde-„, „Feuer-“ und „Wasser-Buchungen“?

4. Enttäuschend war die Krimiserie Castle nun nicht unbedingt, doch hätte ich mir erwartet dass sich die Show im Laufe der acht Staffeln inhaltlich etwas weiter entwickelt und nicht nur den üblichen Procedural-Kram auftischt.

5. Das Star Trek-Franchise kann mich auch heute noch begeistern, denn mit wenigen Ausnahmen bietet die von Gene Roddenberry ins Leben gerufene Raumfahrtsaga hochwertige Science Fiction.

6. 2020 ist ja nun ohnehin kein allzu schönes Jahr, aber die Nachrichten von einem brennenden Flüchtlingslagern, einer verheerenden Explosion in einer Hauptstadt, Waldbränden und Dürren sowie der Vormarsch menschenverachtender Ideologien und Diktaturen sind kaum zu ertragen. Wie gut, dass ich nicht mehr wirklich jung bin.

7. Zuletzt habe ich doch etwas getan, was vor einiger Zeit nicht mehr möglich erschien und das war die Sichtung von The New Mutants im Kino! Ja, ihr habt richtig gelesen. Den Film gibt es und er hat es trotz diverser Widrigkeiten (zuletzt die Corona-Pandemie) doch noch auf die Leinwände dieser Breitengrade geschafft. Wie ich den leider letzten X-Men-Streifen fand könnt ihr bald auf meiner anderen Website nachlesen. Zu Feier des Tages habe ich mir dann am Abend noch den alten Sandalen-Streifen Die Schlacht von Marathon (1959) reingezogen. Vielleicht ist es meine Superkraft, dass ich die meisten dieser Filmchen aushalte. 😉

 

 

 


Die 5 besten Filmmusicals

10. September 2020

Lange ist es schon wieder her seit ich das letzte Mal bei der von Gina (Passion of Arts) ausgerichteten Blogparade „Die 5 besten am Donnerstag“ teilgenommen habe. Heute geht es um Filmmusicals!

Richtig gute Musicals, die auch als Film funktionieren? Gibt’s die üherhaupt? Das waren meine Gedankengänge, deren Ergebnis hier nun lest:

 

1968/2005 The Producers: Frühling für Hitler / The Producers

1975 The Rocky Horror Picture Show

2000 Dancer in the Dark

2001 Moulin Rouge

2013 Lisa Limone & Maroc Orange: A Rapid Love Story

 

 

 


Media Monday #480

7. September 2020

Nach vier Woche unfreiwilliger Abwesenheit ist Wulf mit seinem Medienjournal zurück im Media Monday-Business! Hurra!

Die große Freude über die Rückkehr Wulfs in den Media-Monday-Betrieb (an dieser Stelle nochmals danke an Mathias von myofb.de fürs Einspringen in den letzten vier Wochen) kann mich immerhin etwas davon ablenken, dass ich in letzter Zeit unter der Woche relativ unproduktiv geworden bin, zumindest was Reviews angeht. Was ncht heißt, dass ich nach der Arbeit nur noch faul in der Ecke rumliege. Das Wochenende verbrachte ich nicht nur mit dem Verfassen der untenstehenden Beiträge, sondern auch u.a. mit der Fortsetzung meiner Sichtung von Babylon Berlin – Staffel 3 (ab Oktober im Free-TV). Am Freitagabend lud zudem ein Freund zu einem Männer-kochen-gemeinsam-Abend ein und am Samstag der hiesige Nerd-Laden zum diesjährigen Gratis Comic Tag. Mal sehen was die neue Woche so bringt.

Beiträge der Woche
Gratis Comic Tag 2020
She-Ra und die Rebellenprinzessinnen: Staffel 5

Fragen der Woche

1. Mit James Bond: Keine Zeit zu Sterben steht mal wieder ein waschechter Blockbuster ins Haus und ich freue mich schon sehr auf den neuen 007-Film, wobei ich hoffe, dass er besser als der insgesamt zu unausgegorene Spectre wird.

2. Besonders freue ich mich aber auf den Start von The New Mutants, schließlich wurde der Kinostart (aktuell 10. September 2020, also in wenigen Tagen) schon fast so oft verschoben wie die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens oder der Brexit. Momentan bange ich allerdings noch ob der Film auch wirklich hier in der Provinz gezeigt wird.

3. Wusstet ihr eigentlich, dass vorgestern der Gratis Comic Tag 2020 mit Verspätung stattfand?

4. Eine – selbst gewählte oder auch erzwungene – Blog-Auszeit gab es bei mir in der Vergangenheit häufig zwischen den einzelnen Media Mondays, in letzter Zeit allerdings kaum noch.

5. Die nimmermüde Ausdauer mit welcher Wulf wöchentlich den Media Monday und dazu noch unzählige Rezensionen abliefert ist ja etwas, was ich an Wulf besonders schätze, denn sein Output und seine Zuverlässigkeit sind bewundernswert und ein großer Ansporn für die eigene Bloggerei. Chapeau!

6. Nachdem sich nun langsam aber sicher auch der Sommer dem Ende neigt bin ich einerseits froh darüber, dass die brutale Hitze vorbei ist, aber andererseits zieht mich die verstärkte Dunkelheit am frühen Morgen und Abend etwas runter.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Review(s) August 2020

2. September 2020

Nicht nur der Sommer 2020 ist Geschichte, sondern auch der August. Es folgt die mediale Bilanz.

Ich vermisse zwar die brutale Hitze nicht wirklich, trauere dem Sommer aber schon etwas hinterher. Die Dunkelheit am Morgen und Abend zieht mich seit Anfang der Woche doch etwas runter. Immerhin war mein August in Sachen Filmen und Serien sehr bunt und abwechslungsreich.

Filme
Der göttliche Andere
Tenet
Ator – Herr des Feuers
Deathstalker – Der Todesjäger
Drei Engel auf der Todesinsel
Following
Krull

Serien
Black Lagoon – Staffel 1
Black Lagoon – The Second Barrage
Castle: Staffel 8
Penny Dreadful Revisited VII: Possession
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 8
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 9
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 10
Penny Dreadful: City of Angels
(Komplett-Besprechung)

Sonstiges
Fehlanzeige

Außerdem gesehen und (noch) nicht rezensiert
Doodlebug (Kurzfilm)

American Gods – Staffel 2, Folge 8 (RW)
Avenue 5 – Staffel 1
Cursed – Staffel 1, Folge 3
The Great – Staffel 1
Pfarrer Braun: Kurschatten (Folge 18)
Saber Rider and the Starsheriffs – Folgen 25 bis 27 (RW)
Star Trek: The Next Generation – Staffel 2, Folgen 7 bis 12 (RW)
Years and Years (Miniserie)

 


Media Monday #479

31. August 2020

Auch zum vierten Mal in Folge musste CruEllY von myofb.de beim Media Monday einspringen.



Während Wulf vom Medienjournal noch mit seinen nicht alltäglichen technischen Problemen hat mich seit letzter Woche der Alltag in Form des regulären Arbeitslebens wieder. Das hat sich leider auch in meiner Review-Ausbeute niedergeschlagen. Die Woche stand medial deutlich im Zeichen von Christopher Nolan. Innerhalb von zwei Tagen sichtete ich nicht nur seinen neuen Film Tenet (2020), sondern auch seinen ältesten, Following (1998). Quasi meine Version der temporalen Zange.

Beiträge der Woche
Following
Tenet

Fragen der Woche

1. Ich hatte mich 2020 besonders auf einen Kurzfilm-Dreh nach Ostern in Leipzig gefreut, doch dank Corona konnte die Aktion in der geplanten Form leider nicht stattfinden. Auf die Premiere des Kurzfilms bin ich glücklicherweise eingeladen.

2. Es kommt nicht oft vor, dass ich mich über Christopher Nolan „aufrege“, aber sein neuer Film Tenet war einfach enttäuschend.

3. Auf das Bloggen gekommen bin ich durch meine Tätigkeit als Hobby-Filmkritiker bei Vieraugen Kino. Aus der Website ging seinerzeit auch ein Blog hervor. Das wiederum brachte mich dazu, selbst ein kleines Blog zu eröffnen, welches mittlerweile aber seit gut zehn Jahren ruht. Dieses Blog hier existiert seit 2009.

4. Zuletzt bin ich bei ____ eingeschlafen, weil Ehrlich gesagt bin ich schon lange nicht mehr bei einem Film oder einer Serie eingeschlafen und kann mich daher auch nicht daran erinnern, welche/r es war.

5. Xavier Naidoo kann mir gestohlen bleiben, seitdem er sich durch seine „politischen Ansichten“ als völlig untragbar geoutet hat. Seine Musik fand ich vorher schon ätzend.

6. Mein liebstes Hobby neben dem Bloggen, von dem kaum einer etwas weiß, ist ausgefallene Musikhören und auf Konzerte gehen. Letzteres konnte in diesem Jahr bisher leider nicht stattfinden, doch für das letzte September-Wochenende ist ein Festivalbesuch fest eingeplant.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____, weil ____.

 


Media Monday #478

24. August 2020

Trotz unermüdlichen Einsatzes ist es Wulf vom Medienjournal bisher nicht gelungen, die Probleme mit seiner Website zu lösen. Daher stammt der heutige Media Monday erneut aus der Feder CruEllYs von myofb.de.



Mein äußerst medienintensive Urlaubswoche, welche in allerlei Serienwelten verbracht wurde, ist leider zu Ende. Als erstes wurde die Sichtung von Penny Dreadful: City of Angels vollendet. Wenige Tage nachdem ich mein Komplettreview (siehe unten) veröffentlicht hatte, kam die Meldung, dass die Serie abgesetzt wurde. Auch wenn mich die fälschlicherweise als Penny Dreadful-Spinoff verkaufte Produktion des Senders Showtime nicht vollends überzeugen konnte, so hätte ich nicht damit gerechnet, dass nach nur einer Staffel mit 10 Folgen Schluss ist. Mit Hugh Laurie & Co beamte ich mich anschließend an Bord des Raumschiffes Avenue 5. Dummerweise kommt die Weltraum-Fregatte mit Tausenden Space-Touristen gewaltig vom Kurs ab und diverse andere Probleme treten auf. Etwas weniger lustig, aber dafür knallig, abgründig und nachdenklich gestaltete sich der zweite Trip der Crew des Torpedobootes aus Black Lagoon. In der schrägen „Hysterienserie“ The Great verfolge ich derzeit die Anfänge der jungen Catherine, die neu an den russischen Zarenhof kommt und schnell bemerkt, dass ihr Ehemann, Zar Peter, ein tyrannischer Schwachkopf und ihre fortschrittliche Denkweise nicht gefragt ist. Nach drei von zehn Folgen lautet mein vorläufiges Urteil: Huzzah! 😉

Beiträge der Woche
Krull
Black Lagoon: The Second Barrage
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 9
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 10
Penny Dreadful: City of Angels (Komplettreview)

Fragen der Woche

1. In meiner Kindheit habe ich Lego geliebt und so gut wie jeden Tag damit gespielt, weil es meine kindliche Phantasie so angeregt hat.

2. Die Ankündigung von Showtime, dass Penny Dreadful: City of Angels nach nur einer Staffel abgesetzt wird hat mich schon überrascht, weil ich doch mit einer weiteren Season gerechnet hatte.

3. Italian Spiderman ist mein liebster Superheld, weil er im Gegensatz zu den ganzen Nasen von Marvel und DC einfach die personifizierte Coolness darstellt. 😉

4. Während der aktuellen Corona-Pandemie habe ich weder das Bier einer bestimmten Marke getrunken noch The Rhythm of the Night, den einzigen Hit eines italienischen Eurodance-Projektes, gehört.

5. Über seriöse Nachrichten informiere ich mich nicht via Telegram.

6. Schon seit Jahr(zehnten)en möchte ich groß werden. Klappt aber nicht, was mit daran liegen könnte, dass ich seit knapp 20 Jahren nicht mehr gewachsen bin und auch vorher nicht wirklich viel. So ein Pech.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____, weil ____.


 

 


Krull

23. August 2020

Nach zwei billigen Barbaren-Streifen hatte ich Lust auf einen ungleich aufwändigeren Film. Die Wahl fiel auf Krull, ein Fantasy-Abenteuer von Regisseur Peter Yates aus den 1980ern.

Das magische 5-Klingen-Schwert

Der Planet Krull wird von einer außerirdischen Macht heimgesucht. Von der Schwarzen Festung aus entsendet das Unsagbare Ungeheuer seine Truppen, die Slayers, um die Bewohner des Planeten in seine Gewalt zu bringen. Prinz Colywn (Kenneth Marshall) und Prinzessin Lyssa (Lysette Anthony) wollen mit ihrer Heirat die eigentlich verfeindeten Königreiche ihrer Väter vereinen und so gemeinsam gegen die außerirdischen Invasoren kämpfen. Doch die Hochzeitszeremonie wird von einem Angriff der Slayers unterbrochen. Lyssa wird entführt und in die Schwarze Festung gebracht. Colwyn erholt sich dank der Heilkraft des weisen alten Ynir (Freddie Jones) schnell von seinen Verletzungen. Gemeinsam mit Ynir, dem unbeholfenen Gestaltwandler Ergo (David Battley) sowie einer Gruppe von Räubern, die von Torquil (Alun Armstrong angeführt werden, macht sich Colwyn auf, seine Braut zu befreien und das Monster zu besiegen…

Peter Yates, der zuvor unter anderem einige Episoden der britischen Krimiserien Danger Man – Geheimauftrag für John Drake und The Saint – Simon Templar sowie den Kult-Actionthriller Bullitt (1968) mit Steve McQueen inszeniert hatte, drehte mit Krull seinen ersten und einzigen Beitrag zum Genre Fantasy. Auch wenn man sich hier in einem kruden Mischmasch aus John Boormans Artussagen-Adaption Excalibur (1981) und George Lucas‘ Star Wars-Filmen wähnt so gehört die britische-amerikanische Co-Produktion keinesfalls zur Welle der billig nachgemachten Epigonenfilme. Das liegt vor allem daran, dass die Macher hier mit etwa 30 Millionen Dollar über ein damals mehr als üppiges Budget verfügen konnten. Dieses Geld wurde mehr vor allem in die wirklich gelungenen Kulissen und die überwiegend mit Modellen und optischen Illusionen erschaffenen Spezialeffekte investiert.

Bis auf wenige Details (darunter das „Schwert“ mit fünf Klingen) gestaltet sich der Plot überaus generisch. Man erfährt so gut wie gar nichts über die Welt des Planeten, außer dass sie von Rittern, Magiern, Räubern, Gestaltwandlern, Zyklopen und Flammenpferden bevölkert wird. Für innere Logik war bei der Drehbuchentwicklung wenig Zeit. Geht eine Unternehmung schief, so gibt es meist einen zweiten Weg, das wichtige Ziel zu erreichen, auch wenn es vorher hieß, dass nur einen gebe. Zwar entwickelt sich in der heterogenen Helden-Riege so etwas wie Gruppendynamik, aber die meisten Figuren kommen über Allgemeinplätze kaum hinaus. Während es für den ordentlichen Hauptdarsteller Kenneth Marshall (später als Michael Eddington in Star Trek: Deep Space Nine zu sehen) der einzige Part als Leading Man bleiben sollte erreichten zwei jüngere Darsteller namens Liam Neeson und Robbie Coltrane (siehe Foto unten) später große Bekanntheit. Freddie Jones alias Ynir und die in einem kleinen Part als „Spinnenfrau“ verheizte Francesca Annis agierten danach gemeinsam in David Lynchs berüchtiger Verfilmung von Frank Herberts Dune – Der Wüstenplanet (1984). Lysette Anthony (Dr. Jekyll and Ms. Hyde, Dracula – Tot aber glücklich) spielt hier als Prinzessin Lyssa leider nur die passive Rolle der Damsel-in-Distress, auch wenn sie Zwiegespräche mit dem Ungeheuer (dessen wahre Gestalt lange ein Rätsel bleibt) führt und durch labyrinthische Sets irrt. Mit einer besser ausgearbeiteten Geschichte und profundem Worldbuilding hätte Krull wohlmöglich das Zeug zum großen Fantasy-Blockbuster gehabt.

Krull ist auf DVD erhältlich sowie bei ein paar Streaminganbietern abrufbar.

Krull
Fantasy-Abenteuer UK, USA 1983. FSK 12. 116 Minuten (PAL-DVD). Mit: Kenneth Marshall, Lysette Anthony, Freddie Jones, Alun Armstrong, David Battley, Bernard Bresslaw, Robbie Coltrane, Graham McGrath, Liam Neeson u.v.a. Drehbuch: Stanford Sherman. Regie: Peter Yates.

Credits
Bilder (c) Sony.

 


Media Monday #477

17. August 2020

Da Wulf vom Medien-Journal immer noch Probleme mit seiner Website hat kommt die heutige Ausgabe des Media Monday erneut von myofb.



Endlich Urlaub! Wenn auch nur eine Woche. Doch die freien Tage kann ich nach der vergangenen Arbeitswoche gut gebrauchen, die sich nicht nur wegen der Hitze stressig gestaltete. Immerhin gab es am Freitag einen tollen Kinoabend mit Freunden. Wir haben die sehr lustige Komödie Der göttliche Andere gesehen (siehe unten). Ansonsten nutze ich die Zeit, um ein paar Serien weiterzuschauen.

Nun aber zu Folge 477! 😉


Beiträge der Woche
Deathstalker – Der Todesjäger
Der göttliche Andere
Penny Dreadful Revisited VII: Possession
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 8

Fragen der Woche

1. Christopher Nolan konnte mich immer wieder mit seiner Arbeit überzeugen, auch wenn mir seine letzten paar Filme etwas weniger als die davor gefallen haben.

2. Unwetter und extreme Hitze wechseln sich in Deutschland aktuell ab. Das erinnert mich an die Sommer der letzten paar Jahre, nur dass 2020 hinsichtlich der großen Hitze vergleichsweise human ist.

3. Wenn ich schon schwitzen muss, dann bitte nur draußen und nicht fast die ganze Zeit in meiner Wohnung.

4. Manchmal freue ich mich einfach über einen kühleren Sommertag mit Regen oder einen sehr unterhaltsamen Kinobesuch mit Freunden wie bei Der göttliche Andere am vergangenen Freitag.

5. Ich verstehe nicht, warum es die Welt noch immer nicht geschafft hat ihre gravierenden Probleme zu lösen. Und ich meine mit Welt kein Printmedium.

6. Tilda Swinton ist meine absolute Favoritin, wenn es um besondere Rollen mit hohem „Verwandlungsgrad“ geht, weil die einmalige schottische Schauspielerin einfach schon so unfassbar unterschiedliche Figuren gespielt hat.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____, weil ____.


Deathstalker – Der Todesjäger

11. August 2020

Vermutlich hat die Hitze mein Hirn etwas zu sehr durchgebraten, aber nach Ator – Herr des Feuers hatte ich doch tatsächlich Bock auf einen weiteren schlechten Barbarenfilm. Durch die einfache Verfügbarkeit fiel die Wahl auf Deathstalker – Der Todesjäger aus dem Jahre 1983.

Der große Preis von Munkar

Der finstere Magier Munkar (Bernard Erhard) hat den bisherigen König gestürzt und außerdem dessen Tochter, Prinzessin Codille (Barbi Benton), in seiner Gewalt. Etwas widerwillig übernimmt ein namenloser Jäger (Rick Hill) von Hexe Thoralba (Lilian Ker) den gefährlichen Auftrag die Tyrannei Munkars zu beenden. Nur wenn er alle drei Träger der Macht erringt kann der Jäger sein Ziel erreichen. Munkar hat unterdessen die besten Krieger zu einem Turnier in seine Festung eingeladen. Der Sieger soll das Erbe des Magiers antreten. Den ehemals verwunschenen Salmaron (Augusto Larreta) im Schlepptau macht sich der Jäger auf den Weg zum Turnier, wo sich ihm Kämpfer Oghris (Richard Brooker) und die blonde Amazone Kaira (Lana Clarkson) anschließen…

Der Erfolg von Conan der Barbar (1982), mit Arnold Schwarzenegger in der Titelrolle, löste in der Folge eine Welle billiger Barbaren-Streifen und Sword-and-Sorcery-Filmchen aus, wie die Ator-Filme oder Thron des Feuers. Jedoch wurden diese schnell runtergekurbelten Billig-Produktionen nicht nur in Italien gedreht, sondern auch in Argentinien, wie der vorliegende Film, bei welchem B-Film-Legende Roger Corman als ausführender Produzent fungierte.

Auf mich wirkt Deathstalker weniger misslungen als Ator. Das liegt vor allem daran, dass die argentisch-amerikanische Co-Produktion nicht ganz so billig wie manch anderer Genre-Beitrag daherkommt. Im Budget von ca. 450 000 US-Dollar waren ein paar durchaus ordentliche Kulissen und Massenszenen sowie wenige Make-Up- und Creature-Effekte drin. Der ganze Rest des Films ist aber dann doch ziemlich misslungen. Deathstalker entpuppt sich vor allem dann als exploitativer Schund wenn schmierige Kämpfer sich bei einer großen Feier in Munkars Burg an leicht oder gar nicht bekleidete Damen aus dem Harem des Hausherrn „ranschmeißen“. Auch die zu rettende Prinzessin (gespielt von Barbi Benton, Sängerin und zeitweise Playboy-Model) wird eigentlich nur die ganze Zeit rumgeschubst und hat keine wirklich nennenswerte Rolle. Mit Lana Clarkson als gut ausgestattete Kriegerin wusste man auch wenig anzufangen.

Die Dramaturgie dieses Machwerks gehört in die Kategorie mittlere Katastrophe. Der Schnitt ist entweder ziemlich stümperhaft oder die ganze Sache sollte insgesamt länger dauern, wurde aber vor Veröffentlichung auf 80 Minuten heruntergekürzt, wobei ich auf ersteres tippe. Eine zusammenhängende Geschichte dürfte eher nicht auf dem Plan von Regisseur James Sbardellati (ansonsten fast nur als Assistant Director oder Second Unit Director tätig) und seinem Team gestanden haben. Elemente und Figuren, wie der ehemals verwunsche Salmaron, werden eingeführt, bleiben aber ohne wirkliche Bedeutung für den Rest des Streifens. Zwar sind wie in anderen Produktionen dieser Klasse die Kampfszenen eher mäßig inszeniert, aber immerhin nicht so blutleer wie bei „Ator“ gestaltet, inklusive teils absurder, fast beiläufiger Splatter- und Gore-Einlagen. Held und Bösewicht besitzen einen gewissen Wiederkennungswert. Hauptdarsteller Rick Hill sieht aus als hätte man Judson Earney Scott (Star Trek II: Der Zorn des Khan) als He-Man gecastet und Bernard Erhards Munkar scheint die Fantasy-Variante von Ming dem Unbarmherzigen aus Flash Gordon zu sein, nur echt mit schickem Cthulhu-Tattoo auf der Glatze.

Den 80 Minuten trauere ich jetzt nicht direkt hinterher, aber mein Bedarf an Barbaren-Filmen ist erst einmal gedeckt. Roger Corman sollte danach übrigens neun weitere Filme in Argentinien, darunter die erste von insgesamt drei Deathstalker-Fortsetzungen, produzieren.

Deathstalker – Der Todesjäger ist in limitierter Auflage auf BluRay erhältlich sowie bei Amazon verfügbar.


Der Todesjäger (Deathstalker)
Fantasy-Abenteuer Argentinien, USA 1983. FSK 18. 80 Minuten. Mit: Rick Hill, Bernard Erhard, Barbi Benton, Richard Brooker, Lana Clarkson, Augusto Larreta u.a. Drehbuch: Howard R. Cohen. Regie: James Sbardellati alias John Watson.

Credits
Bilder (c) White Pearl Movies/Daredo.

 

 


Media Monday #476

10. August 2020

Kaum hatte ich meinen Fehlbeitrag veröffentlicht, ploppte doch der neue Media Monday in meinem Reader auf. Auf ans Werk!



Gerade mutmaßte ich noch, warum Wulf gestern Abend oder heute keinen neuen Media Monday veröffentlicht hatte, da erfuhr ich dank Bullion von Moviescape, dass tatsächlich „technische“ Probleme der Grund sind. Myofb.de ist aber dankenswerterweise eingesprungen!


1. Wenn denn Kinofilme wieder richtiges Thema sein werden, freue ich mich derzeit ganz besonders auf Tenet, X-Men: The New Mutants (so Gott will!) und Dune.

2. Bei den teils mörderischen Temperaturen im Moment ist es aber ohnehin viel schöner bei kühlen Getränken einen schlechten Film zu „genießen“, der das hitzegeplagte Hirn nicht fordert. 😉

3. Und auch meine Liebe zu ausschweifenden Filmkäufen habe ich neu entdeckt, schließlich schlug ich kürzlich bei einem günstigen Angebot zu und habe dabei sechs BluRays und zwei DVDs ergattert.

4. Hitze und Sonne hingegen habe ich im Moment ziemlich über und freue mich schon sehr darauf, wenn es wieder kühler wird.

5. Ansonsten in ich gespannt, ob die o.g. Highlights dieses Jahr wirklich noch in die Kinos kommen.

6. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja nächstes Jahr wieder ein Bloggertreffen, das dieses Jahr aus bekannten Gründen ausfallen musste

7. Zuletzt habe ich mir überlegt, warum es keinen neuen Media Monday gibt und das war unnötig, weil es ja jetzt doch einen gibt.

 

 

 

 


LESELISTEN

LITERATUR - PROSOPAGNOSIE - FILM

Neue Filmkritik

braucht das Land

Apokalypse Film

Schaut vor der Apokalypse keine schlechten Filme!

Klappe!

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Bette Davis left the bookshop

Bücher, Filme und viel mehr

VERfilmt&ZERlesen

Wo Kafka und Kubrick sich treffen

Schreiben als Hobby

Aus den Aufzeichnungen der Skáldkonur: Wo Worte sich zu Texten fügen, ist es Zeit für den Barden seine Geschichten zu erzählen.

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Ich heiße euch herzlich auf meinem Blog willkommen.

Weltending.

Buch. Musik. Film. Serie. Spiel. Ding.

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Kritiken zu Filmen, Serien und Theater

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Sneakfilm - Kino mal anders

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Filmexe - Blog über Filme und Serien

Filme und Serien werden bei uns besprochen, in Form von Kritiken und auch einem Podcast. Jede Woche gibt es zwei Filmkritiken zu Filmen die gerade im Kino laufen oder auch schon länger draußen sind, der Filmpodcast heißt Filmexe Podcast.

Miss Booleana

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Cinematographic Tides

Filmische Gezeiten / Filmbesprechungen nach Wetter- und Stimmungslage / Klönschnack inbegriffen

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