Plan 9 from Outer Space bei SchleFaz (TV-Tipp)

15. August 2019

Bald ist es soweit. Die Fernsehreihe SchleFaz widmet sich endlich DEM Meisterstück des Trashfilms schlechthin: Plan 9 from Outer Space! Am Freitag, den 23. August 2019, zeigt Tele 5 den berüchtigen Streifen von Ed Wood, moderiert vom bewährten Duo Kalkofe und Rütten!

Welches Machwerk könnte die kommende Spätsommer-/Frühherbst-Staffel (Fortsetzung der siebten Runde) von Die Schlechtesten Filme aller Zeiten – kurz SchleFaz – denn besser eröffnen als jener Film, der gemeinhin als der schlechteste aller Zeiten gilt, nämlich Plan 9 from Outer Space von Ed Wood? Das haben sich Oliver Kalkofe und Peter Rütten, die nimmermüden Schundfilmschauer wohl auch gedacht. Am Freitag, den 23. August 2019 ab 22:25 Uhr, widmen sich Olli und Pätter dem mittlerweile 60 Jahre alten Kultkracher.

Was erwartet die ahnungslosen Zuschauer denn so inhaltlich?
Zwei Außerirdische, deren erste acht Pläne zur Erringung der Weltherrschaft wohl absolute Schüsse in den Ofen waren, greifen zu Plan 9 und beginnen mit der Erweckung der Toten, um die Lebenden gänzlich um die Ecke zu bringen. Das klappt nur bedingt, denn auch wenn die Retter der Menschheit reichlich beschränkt daherkommen, sind sie immer noch besser als die stupiden Aliens…
(Quelle:
ofdb.de )

Es war vor etwa neun Jahren als ich „Plan 9“ zum ersten (und bisher einzigen) Mal gesehen habe, im Doppelpack mit Die Rache des Würgers (1955, OT: Bride of the Monster). Damals konnte ich allerdings nicht ahnen, dass im gleichen Jahr eine deutsche Synchronfassung erscheinen sollte. Kurioserweise funktionierten bei meiner Sichtung der englischen Originalfassung kurz vor Schluss die deutschen Untertitel nicht mehr (kein Witz!). Tele 5 wird den Film nicht nur in der deutschen Fassung, sondern auch in der kolorierten Version zeigen.

Meine Kenntnis des Wood’schen Œuvres beschränkt sich bisher auf die beiden genannten Machwerke. Zusätzlich habe ich das äußerst gelungene, augenzwinkernd-liebevolle Biopic Ed Wood von Tim Burton, mit Johnny Depp in der Hauptrolle sowie Oscar-Gewinner Martin Landau als Bela Lugosi, gesehen. Plan 9 from Outer Space hat seinen zweifelhaften Kult-Status jedenfalls nicht zu Unrecht. Von daher sollte sich der Ausflug in die Trash-Untiefen des legendär-dilettantischen Filmemachers lohnen. Die Herren Kalkofe und Rütten leisten den geplagten Zuschauern ja schließlich Beistand!

Zur Komplettierung der aktuellen Staffel feiert die Tele5-Reihe ihren 100. Beitrag, mit einem Überraschungsfilm, dessen Titel wahrscheinlich erst kurz vor oder während der Ausstrahlung am 11. Oktober enthüllt wird. Gleich im Anschluss an „Plan 9“ läuft am 23. August ab ca. 1:05 Uhr übrigens die x-te Wiederholung der von Kalkofe und Rütten synchronisierten, französischen Sexfilmklamotten-Collage Auf der Suche nach dem Ultra-Sex.

Viel Vergnügen! Und nicht vergessen: Alles wird galaktisch schlecht! 😉

Die weiteren, kommenden Folgen der SchleFaz-Staffel:
SchleFaZ: Dirndljagd am Kilimandscharo 30. August, ca. 22:15 Uhr
SchleFaZ: Die fliegenden Feuerstühle 6. September, ca. 22:15 Uhr
SchleFaZ: Evil Toons – Flotte Teens im Geisterhaus 13. September, ca. 22:15 Uhr
SchleFaZ: Toxic Avenger 20. September, 23:00 Uhr
SchleFaZ: Hausfrauen-Report 3 27. September, ca. 22:15 Uhr
SchleFaZ: Laserkill – Todesstrahlen aus dem All 4. Oktober, ca. 22:15 Uhr
SchleFaZ 100 11. Oktober, ca. 22:15 Uhr

Meine bisherigen Reviews zu SchleFaZ-Filmen:
Argoman – Der phantastische Supermann
Ator, der Unbesiegbare (Vieraugen Kino)
Avengers Grimm
Captain America (1990)
Star Crash
(Vieraugen Kino)
Die Todesgöttin des Liebescamps

Viele alte SchleFaz-Folgen kann man sich übrigens in der Mediathek der SchleFaz-Website ansehen.

Plan 9 aus dem Weltall (Plan 9 from Outer Space)
Science-Fiction-Horror USA 1959. FSK 12. 75 Minuten. Mit: Gregory Walcott, Mona McKinnon, Duke Moore, Tom Keen, Tor Johnson, Dudley Manlove, Joanna Lee, Vampira, Tom Mason u.a. Drehbuch und Regie: Edward D. Wood Jr.

Credits:
Bilder (c) S.A.D./Tele 5.

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Media Monday #424 – Bloggertreffen-Edition

12. August 2019

Alter, was für ein tolles Wochenende! Was genau ich erleben durfte und inwieweit die heutige Ausgabe des Media Mondays darin „verwickelt“ ist, erfahrt ihr, liebe Leser*innen, nun…


Recht spontan kam die Entscheidung, per ICE nach NRW zu düsen, um dort vergangenes Wochenende an einem Bloggertreffen teilzunehmen. Veranstaltet wurde dies von Michael alias Gnislew (der nicht nur bei Sneakfilm.de bloggt, sondern sich bei parkwelten.de auch mit Freizeitparks, Achterbahnen usw. beschäftigt) und seiner Gattin Maren alias Yelref, die in ihr trautes Heim samt kleinem Sohnemann Gnislew Junior sowie Hund und Katzen einluden. Ebenfalls zugegeben waren Media Monday-Allvater Wulf und seine Freundin Samira (VeggieKochwelt). Somit fiel das Treffen zwar viel kleiner aus als geplant, aber das war bei weitem kein Nachteil. Unermüdlich fachsimpelten wir zu fünft über den ganzen Medien- und Bloggerkram, der uns eben so beschäftigt. Eine überaus tolle Erfahrung. Als berüchtigter „Quälgeist“ ließ es sich der kleine mwj auch nicht nehmen, die anderen Teilnehmer mit Empfehlungen zu beglücken (Danger 5, Dave Made a Maze). Während Samira und Wulf „nur“ das Ein-Tages-Ticket für Samstag gebucht hatten durfte meine Wenigkeit das ganze Wochenende mit Familie Gnislew verbringen, die nicht nur dafür sorgte, dass man sich unter gleichgesinnten „Nerds“ fühlte sondern auch sehr auf das leibliche Wohl ihrer Gäste bedacht waren. Eine Tagesführung durch Düsseldorf am Sonntag war auch noch im Eventpaket mit dabei.
An dieser Stelle nochmal ein GANZ DICKES DANKESCHÖN an Maren und Michael für dieses tolle Wochenende!!! Hoffentlich gibt es nächstes Jahr ein weiteres Treffen!

Wie es der Zufall so will nutzte Wulf die Gelegenheit beim Schopfe und bat uns um Vorschläge für die Media-Monday-Fragen. Das Ergebnis: sechs Siebtel der heutigen Ausgabe wurde an diesem Wochenende nicht direkt von Wulf „ausgebrütet“. 😉

Viel Spaß!


Beiträge der Woche
Fehlanzeige

1. Serienkonsum: Den Überblick über die Serien, die ich momentan schaue, behalte ich dank meines Accounts bei TV Maze und einer Textdatei auf meinem Rechner. Außerdem ist es sehr hilfreich, dass sich Streamingdienste immer merken, bis zu welcher Folge man eine Serie bisher geschaut hat.

 

  1. Hat sich euer Medienkonsum (in Bezug auf die Wahrnehmung) durch Ereignisse im persönlichen Leben verändert? So konkret kann ich die Frage nicht beantworten. Über die Jahre hat sich allerdings generell mein Medienkonsum in Bezug auf die Wahrnehmung sehr geändert. Ich nehme Dinge ganz anders war als vor gut zehn Jahren und habe teilweise ganz andere Prioritäten und Erwartungen bei medialen Werken.

 

  1. In der Regel blogge ich a) auf dem Smartphone, b) dem Tablet, c) dem Laptop oder d) dem Desktop-PC. Kleiner Hinweis vorweg: diese Frage ist mein kleiner Beitrag zur heutigen Ausgabe. Meine Antwort: d) fast ausschließlich auf dem Desktop-PC. Aber gelegentlich (so wie heute) blogge ich auch mal per Tablet (b). Auf dem Smartphone (a) tippe ich maximal Kommentare.

 

  1. Neuseeland, London, Unna. Filmorte gibt es viele. Reisen an diese Orte sind für mich aufgrund meiner Lebensmittelallergien usw. leider schwierig bis unmöglich. Gerne würde ich mal nach Neuseeland fliegen (Herr der Ringe!) oder Drehorte von Game of Thrones und anderen Produktionen besuchen. Auf dem ein oder anderen eindrucksvollen Studioset zu stehen, von welche manche längst abgerissen wurden, wäre auch ein Traum.

 

  1. Habt ihr zu speziellen Filmen bestimmte Getränke oder Lebensmittel, die ihr genau bei diesem Film (immer) verzehrt? Liebend gerne würde ich zu jeder Folge von Danger 5 den entsprechenden Cocktail trinken, aber die bei Nr. 4 angesprochene Problematik hindert mich unglücklicherweise daran. Dafür konnte ich dank Meister Gnislew am Wochenende leckeren Gin trinken. 😉

 

  1. Immer wieder gibt es neue Blogs, die beim Media Monday mitmachen. Zum Media Monday gefunden habe ich ? Gute Frage. Wenn ich mich recht entsinne bin ich vor sieben Jahren über ofdb.de auf das Blog von Bullion gestoßen und über ihn dann im Juli 2012 zum Media Monday gekommen (ab Ausgabe 56).

 

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Media Monday #423

5. August 2019

Was haben türkische Bands, ein Traktor, Scifi-Kurzfilme und Streamingdienste gemeinsam? Alle diese Dinge gibt es heute hier auf diesem Blog beim 423. Media Monday



Hinter mir liegt zwar auch eine stressige Arbeitswoche, aber auch ein wundervolles Wochenende. Am Freitagabend stand der Würzburger Hafensommer mit zwei Konzerten unter dem Motto „Istanbul Night“. Als erstes trat Gaye Su Akyol als Superheldin mit Isis-Wings, knappem Outfit und ihrer als maskierte Kampfmönche verkleideten Band auf. Die Mischung aus Folk, Rock’n’Roll, Westernmelodien und Surf Rock war mir in der ersten Hälfte ein wenig zu gleichförmig, wurde zum Ende hin allerdings fetziger. Doch der Höhepunkt des Abends sollte noch folgen. Das Quartett von BaBa ZuLa heizte dem bunt gemischten Publikum mit seiner äußerst energetisch-hypnotischen Mixtur aus Folklore und psychedelischem Progressive-Rock unfassbar ein. Ein unendlicher, über gut 80 Minuten (und nur vier Stücke) durchgehaltener Dauer-Groove, der die Zuschauer auf gigantische Weise mit sich fortspülte. Eine kontinuiertlich wachsende, tanzende Menschenkette bahnte sich immer wieder den Weg durch die übrigen Zuschauerreihen, in denen nicht minder gegroovt und gezappelt wurde. Einmalig!

Den Samstag verbrachte ich mit meinem besten Freund und seiner Familie im Spessart. Höhepunkt des überaus frohen Tages war die Spritztour mit einem 65 Jahre alten Traktor durch die Ortschaft bei einer wahnsinnigen Höchstgeschwindigkeit von 28 km/h! Der einzige Wehrmutstropfen dieser Woche: ich habe mal wieder fast nichts geschrieben.

 

 

 

Beitrag der Woche
Star Trek: Short Treks (Kurzkritik)

Fragen der Woche

1. Natürlich bilden Filme/Serien in den seltensten Fällen die Realität ab, aber die Art und Weise, in der die Versuche jemanden wiederzubeleben ein ums andere Mal inszeniert werden, ist einfach falsch, wie ich seit einem kurzen Crash-Kurs in Sachen Herzmassage erfahren konnte.

2. In den Sommermonaten (oder speziell den Ferien) merke ich ja immer wieder dass es durchaus spaßig sein kann, sich mal Trashfilme, B-Movies oder andere „seichtere“ Streifen anzusehen.

3. Die letzte große – positive oder negative – Überraschung ist für mich ja gewesen, dass der sich oben erwähnte Traktor nach mindestens 20 Minuten doch noch starten ließ. 😉

4. Beim Thema Streaming-Dienst(e) hat mich ja schwach werden lassen, dass Netflix und Amazon Prime ja so einige interessante Serien im Programm haben, die sonst nur schwer oder gar nicht verfügbar wären.

5. Meinen nächsten Film oder meine nächste Serie suche ich ja meist danach aus, ob mich a) das Thema interessiert, b) die Angelegenheit eher unkonventionell ist und eventuell noch c) ob von mir geschätzte Regisseure, Autoren oder Darsteller mitwirken.

6. Der mir mit Abstand liebste Platz (in Wohnung/Haus oder anderswo) im Moment (beispielsweise zum Lesen, Entspannen) ist mein Bett. Da entspanne ich dann große Teile der Nacht. Nennt sich glaube ich schlafen. 😉

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Review(s) Juli 2019

4. August 2019

Fast hätte ich wieder mal den üblichen Monatsrückblick verpennt. Aber nur fast…



Nach dem äußerst filmlastigen Juni hatte ich mir eigentlich vorgenommen, im Folgemonat mehr Serienreviews zu schreiben. Das hat nicht so ganz geklappt. Aber trotz Hitze, urlaubsbedingter Abwesenheit und mehr als reichlich vorhandener Arbeit sind doch ein paar Rezensionen herausgekommen.

Filme
Leid und Herrlichkeit
Auf der Suche nach dem Ultra-Sex (Kurzkritik)
Hot Shots! (Kurzkritik)
Hot Shots! Der zweite Versuch (Kurzkritik)
Die Todesgöttin des Liebescamps (Kurzkritik)

Serien
Eine Reihe betrüblicher Ereignisse – Staffel 3
Star Trek: Discovery – Staffel 2

Sonstiges
Die 5 Besten Serienmomente


Media Monday #422

29. Juli 2019

Zum Start in einer hoffentlich nicht so heiße Woche hier nun die neue Ausgabe des Media Mondays



Trotz eines langen Workshops am Mittwoch war die Arbeitswoche hinsichtlich der Hitze bis dato noch recht erträglich. Doch vor allem am Donnerstag bin ich fast aus den Latschen gekippt. Die gigantisch hohen Temperaturen scheinen erst einmal vorbei, wenngleich meine Wohnung noch etwas kühler werden könnte. Das Wochenende bot für mich in doppelter Hinsicht eine Premiere. Gemeinsam mit einer Italienerin und einer Gruppe Spanier sah ich am Freitag das erste Mal einen Film von Pedro Almodóvar: Leid und Herrlichkeit (siehe Beitrag der Woche). Und am späten Samstagabend gab es dann die Open-Air-Kinovorführung des Kultmusicals The Rocky Horror Picture Show. Da es meine Erstsichtung war, nahm ich im Gegensatz zu den meisten Zuschauern eher wenig an den Mitmachaktionen teil. Dennoch ein überaus spaßiges Leinwanderlebnis. Ganz und gar nicht „boring“!

 

 

Beitrag der Woche
Leid und Herrlichkeit

Fragen der Woche

1. Was mich beim Bloggen zuverlässig auf die Palme bringt oder mir den Puls hochtreibt: wenn WordPress bei Teilen eines eingefügten Textes völlig willkürlich und ohne Grund die Schriftart bzw. -größe ändert.

2. Mit ____ ist ja wieder einmal eine Serie gestartet, die Derzeit starten unheimlich viele Serien, da ist es schwierig, den Überblick zu behalten.

3. Wenn es um Merchandise zu Filmen/Spielen/Serien geht bin ich alles andere als sammelwütig.

4. Begriffe wie „Guilty Pleasure“ oder „Pile of Shame“ sind mir durchaus geläufig. Letzterer ist bei mir auch sehr hoch.

5. PC- oder Konsolenspiele sind für mich ja recht uninteressant, da ich wenig am PC und gar nicht auf Konsolen spiele.

6. Die Lektüre von Dewon Harpers Kriminalakten – 5 Geschichten aus Lebingen: Teil 1 hat mir Autor Marcel Michaelsen (der „nebenbei“ noch das Blog Filmschrott betreibt) dadurch ermöglicht, dass er mir das Buch geschickt hat. An dieser Stelle nochmal vielen Dank! 😉

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Media Monday #421

22. Juli 2019

Die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub und das überwiegend heiße Wochenende sind überstanden. Auf ein Neues! Doch erst einmal zur heutigen Ausgabe des Media Mondays



Die erste Arbeitswoche nach drei Wochen Urlaub war schon irgendwie kurios, vermutlich weil es am Donnerstag in Form des Betriebsausfluges in eine andere Provinzstadt eine willkommene Abwechslung gab. Nach einer Wanderung durch das „Höllental“ (Wolfgang Petri war glücklicherweise weit und breit weder zu sehen noch zu hören!) am Vormittag bestanden die nachmittäglichen Aktivitäten überwiegend daraus, dass etwa 15 KollegInnen und ich einfach im Park gechillt und herumgealbert haben. Das sollten wir öfters tun, allein schon für die Moral der Truppe.

Das heiße Wochenende verbrachte ich dann fast ausschließlich in meiner (leider) überirdischen Hobbithöhle mit dem Konsum einer kruden Erotikfilm-Collage (siehe Beiträge) sowie dreier Science-Fiction-Serien. Neben meinem fortgesetzten Rewatch der ersten Staffel von Star Trek: The Next Generation (erstmals in der Originalfassung) begann ich mit jeweils den ersten beiden Folgen von Babylon 5 und der 1980er Kult-Zeichentrickserie Saber Rider and the Star Sheriffs. So lässt es sich aushalten. Dummerweise habe ich vom Titelsong der letztgenannten Show jetzt einen ziemlichen Ohrwurm. 😉

Beiträge der Woche
Auf der Suche nach dem Ultra-Sex (Kurzkritik)
Star Trek: Discovery – Staffel 2

Fragen der Woche

1. Von all den Ankündigungen auf der San Diego Comic Con freue ich mich am meisten auf Watchmen (ab Oktober auf HBO) und Snowpiercer (ab Frühjahr 2020 bei Netflix). Beide Serien basierend auf visionären Graphic Novels und wurden bereits als Filme adaptiert.

2. Ich persönlich hätte mich ja darüber gefreut, wenn Tilda Swinton die Borg-Königin bei Star Trek gespielt hätte. Das wäre DIE Idealbesetzung schlechthin. Wobei Alice Kridge und Susanna Thompson in der Rolle einen guten Job gemacht haben.

3. Schlimm, wie sich alle immer aufregen, wenn eine Buch-Adaption oder der Verlauf einer Serien-Handlung nicht den eigenen imaginären Vorstellungen entspricht. Die asozialen Netzwerke fachen diese Art der „Meinungsbildung“ leider ziemlich an.

4. Ein Internetanschluss im Jahr 2001 war wohl die mitunter beste Anschaffung, die ich je getätigt habe, schließlich hat das WWW mein Leben seither maßgeblich geprägt und bereichert.

5. Unverzichtbar für den Filmgenuss daheim sind mein großer Fernseher mit Internetverbindung und der BluRay-Player.

6. Würde man in diesem Sommer nur ein Buch lesen, ich würde die Graphic Novels Watchmen oder Schneekreuzer (Original Le Transperceneige, englisch Snowpiercer) empfehlen, denn siehe meine Antwort zu Frage 1.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Auf der Suche nach dem Ultra-Sex (Kurzkritik)

21. Juli 2019

Es gibt Filme, deren Inhalt bzw. Beschreibung kann man kaum für möglich halten. Die französischen Komiker Nicolas und Bruno haben für ihre Scifi-Sexklamotte Auf der Suche nach dem Ultra-Sex einfach diverse Pornofilme zusammengeschnitten und mit neuen Dialogen ausgestattet. Den Spaß diese versaute Collage zu synchronisieren hat sich schließlich passenderweise das SchleFaZ-Duo Olli und Pätter gegönnt.

And now for something completely different…

Alarm im Weltall! Denn auf der Erde grassiert gigantische Geilheit. Die öffentliche Ordnung kommt zum Erliegen, denn die Menschen geben sich nur noch sexuellen Vergnügungen hin. Die Ursache für diese globale Katastrophe: jemand hat den Ultra-Sex gestohlen, eine geheimen Matrix, welche die menschliche Lust in gesunden Bahnen hält. Raumschiff-Captain Jean-Marc Schwanz und seine Crew müssen dringend den Ultra-Sex finden, bevor die Situation auf der Erde eskaliert…

Zu den bisherigen Werken des Comedy-Duos Nicolas Charlet und Bruno Lavaine, in ihrem Heimatland unter ihren Vornamen bekannt, zählen untern anderem die französische Variante der britischen Büro-Sitcom The Office und die Werbetexter-Satire 39,90 (2007), wobei die beiden meist als Drehbuchautoren, Regisseure und Schauspieler agieren. Indem sie diverse Erotikfilme, Porno-Parodien und Sexklamotten mit Science-Fiction Elementen montierten und die Dialoge komplett neu aufnahmen kreierten Nicolas und Bruno die krude Crossover-Collage Auf der Suche nach dem Ultra-Sex. Die oben beschriebene „Story“ dient freilich nur dazu, unzählige Sexszenen aus diversen Filmchen der 1970er, 1980er und teilweise auch 1990er aneinander zu reihen. Die Rahmenhandlung mit einer Raumschiff-Besatzung entstammt dem italienischen Beitrag Die Bestie aus dem Weltall (1980). Dazu gesellen sich Ausschnitte aus erotischen Parodien von Star Trek, Miami Vice und Power Rangers mit diversen weiteren Clips aus Softcore-Streifen unterschiedlichster Art und dem berüchtigen Actionfilm Samurai Cop (1991). In der deutschen Fassung haben Oliver Kalkofe (Kalkofes Mattscheibe) und Peter Rütten (Rüttens Bullshit-Universum), Moderatoren der beliebten Tele 5-Reihe SchleFaZ, sämtliche Rollen synchronisiert, was den Spaßfaktor der ganzen kuriosen Angelegenheit erhöht. Das Gesamtergebnis wirkt natürlich völlig behämmert, vor allem einige der zahllosen billigen Kopulier-Episödchen mit „Vintage-Charme“, die albernen Scifi-Elemente und die Sing-und-Tanz-Einlage eines Roboters. Was die Art der Zusammenstellung betrifft so erinnert die Filmcollage sehr an die anarchische Kult-Sketchsendung Monty Python’s Flying Circus (1969-1974). Und irgendwie verspüre ich nach der Sichtung den Wunsch, mir eine Collage aus Scifi-B-Movies der 1970er und 1980er reinzuziehen.

Auf der Suche nach dem Ultra-Sex ist seit dem 29. März 2018 auf DVD erhältlich sowie online bei Tele5.de, Google Play, Amazon, Youtube und anderen Anbietern abrufbar.


Auf der Suche nach dem Ultra-Sex (Message à caractère pornographique: A la recherche de l’Ultra-Sex)
Science-Fiction/Erotikkomödie Frankreich 2015. FSK 16. 60 Minuten. Deutsche Stimmen: Oliver Kalkofe und Peter Rütten. Regie: Nicolas Charlet und Bruno Lavaine.

Credits:
Bilder (c) Pierrot le Fou/AL!VE.


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