Media Monday #481

14. September 2020

Herzlich willkommen zum spätsommerlichen Media Monday, gewohnt zuverlässig abgeliefert von Zeremonienmeister Wulf aus dem Medienjournal



Beiträge der Woche
Avenue 5 – Staffel 1
Freaks – Du bist eine von uns
Die 5 besten Filmmusicals

Fragen der Woche

1. Die Möglichkeiten, Kinofilme alternativ im Heimkino zu sehen oder auch, Theaterstücken via Stream beizuwohnen mag in der Hochzeit der Corona-Pandemie eine denkbare Alternative darstellen, um aktuelle Filme und Theateraufführungen zum Publikum zu bringen, aber ein dauerhafter Ersatz kann das nicht sein.

2. Zu den üblichen Ritualen beim Filme oder Serien schauen gehört bei mir ja meistens eine kleine Tüte Popcorn und ein halber Liter Softdrink. Die Zeiten von Monsterportionen sind vorbei. Und ganz wichtig natürlich: Smartphone/Handy ausschalten!

3. Was es nicht alles gibt! Mir war bis vor kurzem gar nicht bewusst, dass es so etwas wie „Luftbuchungen“ gibt. Gibt es auch „Erde-„, „Feuer-“ und „Wasser-Buchungen“?

4. Enttäuschend war die Krimiserie Castle nun nicht unbedingt, doch hätte ich mir erwartet dass sich die Show im Laufe der acht Staffeln inhaltlich etwas weiter entwickelt und nicht nur den üblichen Procedural-Kram auftischt.

5. Das Star Trek-Franchise kann mich auch heute noch begeistern, denn mit wenigen Ausnahmen bietet die von Gene Roddenberry ins Leben gerufene Raumfahrtsaga hochwertige Science Fiction.

6. 2020 ist ja nun ohnehin kein allzu schönes Jahr, aber die Nachrichten von einem brennenden Flüchtlingslagern, einer verheerenden Explosion in einer Hauptstadt, Waldbränden und Dürren sowie der Vormarsch menschenverachtender Ideologien und Diktaturen sind kaum zu ertragen. Wie gut, dass ich nicht mehr wirklich jung bin.

7. Zuletzt habe ich doch etwas getan, was vor einiger Zeit nicht mehr möglich erschien und das war die Sichtung von The New Mutants im Kino! Ja, ihr habt richtig gelesen. Den Film gibt es und er hat es trotz diverser Widrigkeiten (zuletzt die Corona-Pandemie) doch noch auf die Leinwände dieser Breitengrade geschafft. Wie ich den leider letzten X-Men-Streifen fand könnt ihr bald auf meiner anderen Website nachlesen. Zu Feier des Tages habe ich mir dann am Abend noch den alten Sandalen-Streifen Die Schlacht von Marathon (1959) reingezogen. Vielleicht ist es meine Superkraft, dass ich die meisten dieser Filmchen aushalte. 😉

 

 

 


Media Monday #480

7. September 2020

Nach vier Woche unfreiwilliger Abwesenheit ist Wulf mit seinem Medienjournal zurück im Media Monday-Business! Hurra!

Die große Freude über die Rückkehr Wulfs in den Media-Monday-Betrieb (an dieser Stelle nochmals danke an Mathias von myofb.de fürs Einspringen in den letzten vier Wochen) kann mich immerhin etwas davon ablenken, dass ich in letzter Zeit unter der Woche relativ unproduktiv geworden bin, zumindest was Reviews angeht. Was ncht heißt, dass ich nach der Arbeit nur noch faul in der Ecke rumliege. Das Wochenende verbrachte ich nicht nur mit dem Verfassen der untenstehenden Beiträge, sondern auch u.a. mit der Fortsetzung meiner Sichtung von Babylon Berlin – Staffel 3 (ab Oktober im Free-TV). Am Freitagabend lud zudem ein Freund zu einem Männer-kochen-gemeinsam-Abend ein und am Samstag der hiesige Nerd-Laden zum diesjährigen Gratis Comic Tag. Mal sehen was die neue Woche so bringt.

Beiträge der Woche
Gratis Comic Tag 2020
She-Ra und die Rebellenprinzessinnen: Staffel 5

Fragen der Woche

1. Mit James Bond: Keine Zeit zu Sterben steht mal wieder ein waschechter Blockbuster ins Haus und ich freue mich schon sehr auf den neuen 007-Film, wobei ich hoffe, dass er besser als der insgesamt zu unausgegorene Spectre wird.

2. Besonders freue ich mich aber auf den Start von The New Mutants, schließlich wurde der Kinostart (aktuell 10. September 2020, also in wenigen Tagen) schon fast so oft verschoben wie die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens oder der Brexit. Momentan bange ich allerdings noch ob der Film auch wirklich hier in der Provinz gezeigt wird.

3. Wusstet ihr eigentlich, dass vorgestern der Gratis Comic Tag 2020 mit Verspätung stattfand?

4. Eine – selbst gewählte oder auch erzwungene – Blog-Auszeit gab es bei mir in der Vergangenheit häufig zwischen den einzelnen Media Mondays, in letzter Zeit allerdings kaum noch.

5. Die nimmermüde Ausdauer mit welcher Wulf wöchentlich den Media Monday und dazu noch unzählige Rezensionen abliefert ist ja etwas, was ich an Wulf besonders schätze, denn sein Output und seine Zuverlässigkeit sind bewundernswert und ein großer Ansporn für die eigene Bloggerei. Chapeau!

6. Nachdem sich nun langsam aber sicher auch der Sommer dem Ende neigt bin ich einerseits froh darüber, dass die brutale Hitze vorbei ist, aber andererseits zieht mich die verstärkte Dunkelheit am frühen Morgen und Abend etwas runter.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Review(s) August 2020

2. September 2020

Nicht nur der Sommer 2020 ist Geschichte, sondern auch der August. Es folgt die mediale Bilanz.

Ich vermisse zwar die brutale Hitze nicht wirklich, trauere dem Sommer aber schon etwas hinterher. Die Dunkelheit am Morgen und Abend zieht mich seit Anfang der Woche doch etwas runter. Immerhin war mein August in Sachen Filmen und Serien sehr bunt und abwechslungsreich.

Filme
Der göttliche Andere
Tenet
Ator – Herr des Feuers
Deathstalker – Der Todesjäger
Drei Engel auf der Todesinsel
Following
Krull

Serien
Black Lagoon – Staffel 1
Black Lagoon – The Second Barrage
Castle: Staffel 8
Penny Dreadful Revisited VII: Possession
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 8
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 9
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 10
Penny Dreadful: City of Angels
(Komplett-Besprechung)

Sonstiges
Fehlanzeige

Außerdem gesehen und (noch) nicht rezensiert
Doodlebug (Kurzfilm)

American Gods – Staffel 2, Folge 8 (RW)
Avenue 5 – Staffel 1
Cursed – Staffel 1, Folge 3
The Great – Staffel 1
Pfarrer Braun: Kurschatten (Folge 18)
Saber Rider and the Starsheriffs – Folgen 25 bis 27 (RW)
Star Trek: The Next Generation – Staffel 2, Folgen 7 bis 12 (RW)
Years and Years (Miniserie)

 


Media Monday #479

31. August 2020

Auch zum vierten Mal in Folge musste CruEllY von myofb.de beim Media Monday einspringen.



Während Wulf vom Medienjournal noch mit seinen nicht alltäglichen technischen Problemen hat mich seit letzter Woche der Alltag in Form des regulären Arbeitslebens wieder. Das hat sich leider auch in meiner Review-Ausbeute niedergeschlagen. Die Woche stand medial deutlich im Zeichen von Christopher Nolan. Innerhalb von zwei Tagen sichtete ich nicht nur seinen neuen Film Tenet (2020), sondern auch seinen ältesten, Following (1998). Quasi meine Version der temporalen Zange.

Beiträge der Woche
Following
Tenet

Fragen der Woche

1. Ich hatte mich 2020 besonders auf einen Kurzfilm-Dreh nach Ostern in Leipzig gefreut, doch dank Corona konnte die Aktion in der geplanten Form leider nicht stattfinden. Auf die Premiere des Kurzfilms bin ich glücklicherweise eingeladen.

2. Es kommt nicht oft vor, dass ich mich über Christopher Nolan „aufrege“, aber sein neuer Film Tenet war einfach enttäuschend.

3. Auf das Bloggen gekommen bin ich durch meine Tätigkeit als Hobby-Filmkritiker bei Vieraugen Kino. Aus der Website ging seinerzeit auch ein Blog hervor. Das wiederum brachte mich dazu, selbst ein kleines Blog zu eröffnen, welches mittlerweile aber seit gut zehn Jahren ruht. Dieses Blog hier existiert seit 2009.

4. Zuletzt bin ich bei ____ eingeschlafen, weil Ehrlich gesagt bin ich schon lange nicht mehr bei einem Film oder einer Serie eingeschlafen und kann mich daher auch nicht daran erinnern, welche/r es war.

5. Xavier Naidoo kann mir gestohlen bleiben, seitdem er sich durch seine „politischen Ansichten“ als völlig untragbar geoutet hat. Seine Musik fand ich vorher schon ätzend.

6. Mein liebstes Hobby neben dem Bloggen, von dem kaum einer etwas weiß, ist ausgefallene Musikhören und auf Konzerte gehen. Letzteres konnte in diesem Jahr bisher leider nicht stattfinden, doch für das letzte September-Wochenende ist ein Festivalbesuch fest eingeplant.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____, weil ____.

 


Media Monday #478

24. August 2020

Trotz unermüdlichen Einsatzes ist es Wulf vom Medienjournal bisher nicht gelungen, die Probleme mit seiner Website zu lösen. Daher stammt der heutige Media Monday erneut aus der Feder CruEllYs von myofb.de.



Mein äußerst medienintensive Urlaubswoche, welche in allerlei Serienwelten verbracht wurde, ist leider zu Ende. Als erstes wurde die Sichtung von Penny Dreadful: City of Angels vollendet. Wenige Tage nachdem ich mein Komplettreview (siehe unten) veröffentlicht hatte, kam die Meldung, dass die Serie abgesetzt wurde. Auch wenn mich die fälschlicherweise als Penny Dreadful-Spinoff verkaufte Produktion des Senders Showtime nicht vollends überzeugen konnte, so hätte ich nicht damit gerechnet, dass nach nur einer Staffel mit 10 Folgen Schluss ist. Mit Hugh Laurie & Co beamte ich mich anschließend an Bord des Raumschiffes Avenue 5. Dummerweise kommt die Weltraum-Fregatte mit Tausenden Space-Touristen gewaltig vom Kurs ab und diverse andere Probleme treten auf. Etwas weniger lustig, aber dafür knallig, abgründig und nachdenklich gestaltete sich der zweite Trip der Crew des Torpedobootes aus Black Lagoon. In der schrägen „Hysterienserie“ The Great verfolge ich derzeit die Anfänge der jungen Catherine, die neu an den russischen Zarenhof kommt und schnell bemerkt, dass ihr Ehemann, Zar Peter, ein tyrannischer Schwachkopf und ihre fortschrittliche Denkweise nicht gefragt ist. Nach drei von zehn Folgen lautet mein vorläufiges Urteil: Huzzah! 😉

Beiträge der Woche
Krull
Black Lagoon: The Second Barrage
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 9
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 10
Penny Dreadful: City of Angels (Komplettreview)

Fragen der Woche

1. In meiner Kindheit habe ich Lego geliebt und so gut wie jeden Tag damit gespielt, weil es meine kindliche Phantasie so angeregt hat.

2. Die Ankündigung von Showtime, dass Penny Dreadful: City of Angels nach nur einer Staffel abgesetzt wird hat mich schon überrascht, weil ich doch mit einer weiteren Season gerechnet hatte.

3. Italian Spiderman ist mein liebster Superheld, weil er im Gegensatz zu den ganzen Nasen von Marvel und DC einfach die personifizierte Coolness darstellt. 😉

4. Während der aktuellen Corona-Pandemie habe ich weder das Bier einer bestimmten Marke getrunken noch The Rhythm of the Night, den einzigen Hit eines italienischen Eurodance-Projektes, gehört.

5. Über seriöse Nachrichten informiere ich mich nicht via Telegram.

6. Schon seit Jahr(zehnten)en möchte ich groß werden. Klappt aber nicht, was mit daran liegen könnte, dass ich seit knapp 20 Jahren nicht mehr gewachsen bin und auch vorher nicht wirklich viel. So ein Pech.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____, weil ____.


 

 


Black Lagoon: The Second Barrage

21. August 2020

Noch im gleichen Jahr wie die erste Staffel erschien eine zweite Staffel von Black Lagoon, mit dem Untertitel The Second Barrage, die weitere Abenteuer der titelgebenden Söldner-Truppe behandelt.


Creatures of the Black Lagoon

Zum Ausruhen bleibt für die Mitglieder der Lagoon Company, Dutch (deutsche Stimme: Thomas Petruo), Benny (Christoph Banken) sowie Gunwoman Revy (Antje von der Ahe) und der frühere Büroangestellte Rock (Tobias Nath), wenig Zeit. Denn ständig gibt es neue Aufträge oder gefährliche Situationen in Roanapur, dem Mekka der Verbrecher, zu bewältigen. Revy, Rock und Co bekommen es dabei nicht nur mit einem mörderischen Zwillingspärchen namens Hänsel (Konrad Bösherz) und Gretel (Marie-Luise Schramm) zu tun, sondern versuchen auch gemeinsam mit Schwester Eda (Christin Marquitan) von der „Church of Violence“ die Geldfälscher-Meisterin Greenback Jane (Daniela Thuar) vor der US-Mafia zu beschützen. Als Rock bei einer „Geschäftsreise“ nach Tokio als Übersetzer für Balalaika (Peggy Sander), dem Oberhaupt der russischen Mafia-Organisation Hotel Moscow, agiert, geraten er und Revy zwischen die Fronten eines Krieges rivalisierender Yakuza-Kartelle…

Während es in der ersten Staffel von Black Lagoon, basierend auf der gleichnamigen Manga-Serie von Rei Hiroe, noch vereinzelte in sich abgeschlossene Episoden gab, so verhält sich dies in der zweiten Runde ganz anders, mit insgesamt drei folgenübergreifenden Handlungssträngen. Der erste dreht sich um das erwähnte psychopathische Zwillingspaar, dessen Verhalten auf eine massive dissoziative Identitätsstörung schleßen lässt. Die Geschwister richten in Roanapur eine Spur der Verwüstung an und während die versammelten Kommandos der Stadt die beiden zu stoppen versuchen erfährt man von ihrer menschenverachtenden, traumatischen Vergangenheit. Ich muss zugeben dieser Dreiteiler dürfte so ziemlich das Abgründigste sein, was ich jemals im Fernsehen gesehen habe. Da wundert einen die höhere Altersfreigabe überhaupt nicht.

Im nächsten „Dreier“ inszeniert man eine kuriose Freakshow mit einer äußerst heterogenen Gruppe durchgeknallter Auftragskiller, darunter ein Pyromane und eine stummes Mädchen mit Kettensäge, welche den Helden bedrohlich zu Leibe rückt. Die gesamte zweite Hälfte von The Second Barrage spielt in Tokio, wo sich Hotel Moscow in den Bandenkrieg der Yakuza einmischt und dabei die lokalen Machtstrukturen völlig außer Kraft setzt. Gelegenheit für Rock, seine Entscheidung sich der Lagoon-Truppe anzuschließen und fortan nur noch ein gesetzloses Leben zu verbringen, zu überdenken. Überhaupt besteht Black Lagoon eben nicht nur aus knalligen Stories und bleihaltigen, optisch teils ungewöhnlich eingefangenen Actionszenen. Immer wieder halten diverse Figuren inne, um sich über ihre Situation Gedanken zu machen. Die Möglichkeit eines normalen Lebens fernab der allgegenwärtigen Gewalt erscheint meist aussichtslos. Kombiniert werden diese nachdenklichen Szenen im letzten Drittel auch noch mit einer philosophischen Note. Insgesamt präsentiert sich die Anime-Actionserie meist geradlinig, illustriert die Geschichten aber immer wieder mit kurzen Flashbacks und Voice-Over-Sequenzen. Als nächstes werde ich mich der OVA-Fortsetzung Black Laggon: Roberta’s Blood Trail widmen.

Black Lagoon: The Second Barrage ist auf DVD und BluRay erschienen sowie aktuell bei Netflix abrufbar.


Black Lagoon: The Second Barrage
Anime-Actionserie Japan 2006. FSK: keine Jugendfreigabe. 12 Folgen (Staffel 2). Gesamtlänge: ca. 280 Minuten. Deutsche Sprecher: Tobias Nath (Rock), Antje von der Ahe (Revy), Thomas Petruo (Dutch), Christoph Banken (Benny), Peggy Sander (Balalaika), Raimund Krone (Boris), Christin Marquitan (Eda) u.a. Nach der Manga-Serie von Rei Hiroe. Drehbuch und Regie: Sunao Katabuchi.

Credits
Bilder (c) Kazé

 

 


Penny Dreadful: City of Angels, Folge 10

18. August 2020

Und schon sind wir auch beim großen Finale der ersten Staffel von Penny Dreadful: City of Angels. Am Tag der Toten nehmen folgenschwere Ereignisse ihren Lauf.


Stadt der Mauern

Ähnlich wie das „Penny Dreadful“ im Serientitel entpuppt sich auch der Episodentitel des Staffelfinales als Mogelpackung. Denn der mexikanische „Tag der Toten “ (Dia de los Muertos) spielt hier nur am Rande eine Rolle, ähnlich wie die übersinnliche Ebene in der ganzen Show.

Die Nachricht vom Tode Diegos durch die Lynchjustiz rassistischer Polizisten dringt noch am selben Abend zu den Besuchern des Crimson Cat vor. Lewis Michener (Nathan Lane) gelingt es, Molly (Kerry Bishe), Mama Maria Vega (Adriana Barraza), Josefina (Jessica Garza) und Raúl (Adam Rodriguez) in Sicherheit zu bringen. Der von Pachuco-Anführer Fly Rico (Sebastian Chacon) initiierte, friedliche Gedenkmarsch der mexikanischen Bevölkerung mutiert jedoch durch Magdas (Natalie Dormer) Zutun zum blutigen Straßenkampf, zwischen dessen Fronten auch Tiago (Daniel Zovatto) gerät. Die Beziehung von Molly und Tiago steht aufgrund der jüngsten Ereignisse unter keinem guten Stern. Die beiden bilden die „Star-crossed Lovers“ in dieser Geschichte sozialer Spaltung.

Dr. Peter Craft (Rory Kinnear) versucht seinen während der Unruhen verletzten Sohn Trevor (Hudson West) zu trösten und erklärt ihm die verheerenden Folgen von Hass. Elsa (Natalie Dormer), die Frau an Peters Seite, fordert von ihm, sein familiäres Erbe anzunehmen und seiner Bestimmung als Nazi zu folgen. Nachdem die Behörden das Kriegsrecht verhängt haben und Checkpoints mit Soldaten eingerichtet wurden zeigt sich Stadtratsmitglied Charlton Townsend (Michael Gladis) überaus begeistert mit fließendem Übergang zum Größenwahn. Denn die neue Situation hat seine Pläne für die Autobahn wieder salonfähig gemacht. Und so marschieren die Bagger und Abrissbirnen unaufhaltsam in Belvedere Heights, dem Viertel der mexikanisch-amerikanischen Community ein und beginnen ihr zerstörerisches Werk. Der „Krieg der Völker“ hat nun endgültig begonnen. Traurigerweise mit aktueller Brisanz.

In dieser Folge kann und will Schöpfer/Chefautor John Logan gar nicht alle Handlungsstränge zu einem Ende bringen. Day of the Dead bereitet stattdessen eine zweite Staffel vor, die demnach kommen muss, wenngleich diese (wohl auch aufgrund der unsicheren Situation mit Covid-19) zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht bestätigt wurde. Die Quoten von City of Angels bei Showtime bewegten sich mit etwa 600 000 bis 700 000 Zuschauern pro Folge minimal unter denen des „Originals“. Diese mögliche zweite Runde werden allerdings nicht alle Figuren erleben. Gleichsam wie die ganze Season wirkte auch das Finale erzählerisch ein wenig unrund. Und die ganzheitliche Umsetzung von Penny Dreadful geht dem nominellen Spin-Off ohnehin ab.

Penny Dreadful: City of Angels, 1×10: Day of the Dead
USA 2020. 60 Minuten. Idee & Drehbuch. John Logan. Regie: Richard J. Lewis.


Credits
Bilder (c) Showtime/Sky.

 

 


Penny Dreadful: City of Angels, Folge 9

17. August 2020

Los Angeles im Jahre 1938. Eine Stadt, die niemals schläft, kaum zur Ruhe kommt. Daher gleich weiter mit der neunten Episode von Penny Dreadful: City of Angels.

Dance, Dance, Dance oder Familientreffen im Crimson Cat

Sing, Sing, Sing – so der Titel von Folge 9, welcher eigentlich „Dance, Dance, Dance“ lauten müsste – gehört für mich zu den besseren Episoden, ganz einfach weil der übersinnliche „Schmu“ hier keine Rolle spielt. So kann die Serie ihres Stärken besser ausspielen. Zu diesen gehört die Familie Vega, welche neben Peter Craft (Rory Kinnear), der seine Lieben ins Kino ausführt, das Herz der Show bilden.

Nach und nach treffen die Mitglieder der mexikanisch-amerikanischen Sippe im von lateinamerikanischer Lebensfreude nur so strotzenden Club namens Crimson Cat ein. Erst Raúl (Adam Rodriguez), der sich immer noch von seiner schweren Schussverletzung aus der ersten Folge erholt, und Mama Maria (Adrian Barraza), welche von Elsa schikaniert wird, gefolgt von Mateo (Johnathan Nieves) mit seinen Pachuco-Freunden Rio (Natalie Dormer) und Fly Rico (Sebastian Chacon) sowie Vega-Tochter Josefina (Jessica Garza) mit neuer Haarfarbe. Als letztes stoßen Tiago (Daniel Zovatto) und Sister Molly (Kerry Bishé) hinzu. Unterschiedliche Konflikte brechen aus, über Mateos neues Leben als Pachuco, Josefinas Bestimmung bei den „Joyful Voices“ und Tiagos Beziehung zu einer „Gringa“. Doch vor allem dank der Vermittlung Raúls und einem Machtwort Tiagos kommt es zur Versöhnung. Und anschließend wird getanzt, bis die Sohlen glühen. Selten habe ich so toll choreographierte, immersive Tanz-Sequenzen gesehen.

In seiner Verzweiflung über das drohende Scheitern seiner Pläne für die Autobahn wendet sich Stadtratsmitglied Charlton Townsend (Michael Gladis) an seinen Vater, den überaus einflussreichen Verkehrsmogul Jerome Townsend (Brian Dennehy), bittet diesen um Unterstützung. Doch Papa lehnt ab, schließlich stellt doch vielmehr die Luftfahrt die Zukunft dar. Für Darsteller Brian Dennehy (u.a. Rambo, William Shakespeares Romeo + Julia) seine letzte Rolle. Er starb am 15. April 2020 im Alter von 81 Jahren an einem Herzinfarkt. Die vorliegende Folge wurde ihm gewidmet.

Ein unerkannter Schütze hatte am Ende von Episode 8 das Feuer auf Lewis Michener (Nathan Lane) und Tiago eröffnet, dabei aber glücklicherweise nur das schöne Auto zerschossen. Lewis hat aber eindeutig die Faxen dicke und stellt Nazi-Architekt Richard Goss (Thomas Kretschmann) zur Rede. Goss zeigt sich aber unbeeindruckt, auch von Micheners „Bitte“ ihn jetzt gleich zu töten. Stattdessen erfahren wir vom Architekten ein paar dem Zuschauer bisher unbekannte Details aus dem Privatleben des jüdischen Cops. Lewis‘ Kontakten zur jüdischen Mafia ist es zu verdanken, dass der von Dottie Minter (Lin Shaye) versteckte Student Brian (Kyles McArthur), dessen Fachgebiet Berechnungen für Raketen ist, wieder in die Hände der Nazis fällt. Kein Happy End gibt es dagegen für Diego (Adan Rocha), der den ultimativen Preis bezahlen muss. Für Verbrechen, die er nicht begangen hat.

Serienschöpfer John Logan hat bei Sing, Sing, Sing nach vier Folgen aus der Feder anderer Autoren wieder das Drehbuch verfasst. Ein schönes Zitat hat die Episode auch noch zu bieten. Als Goss‘ Tischnachbarn gerade am Gehen sind, empfiehlt ihnen Michener, im Geschenkeladen noch eine Ausgabe von Mein Kampf mitzunehmen. Eine herrliche Anspielung auf Nathan Lanes Rolle als geldgeiler Broadway-Produzent in der Bühnenfassung und dem Filmremake von Mel Brooks Musical-Satire The Producers – Frühling für Hitler.

Das große Finale steht bevor.

Penny Dreadful: City of Angels, 1×09: Sing, Sing, Sing
USA 2020. 51 Minuten. Idee & Drehbuch: John Logan. Regie: Dan Attias.

 

Credits
Bilder (c) Showtime/Sky.


Media Monday #477

17. August 2020

Da Wulf vom Medien-Journal immer noch Probleme mit seiner Website hat kommt die heutige Ausgabe des Media Monday erneut von myofb.



Endlich Urlaub! Wenn auch nur eine Woche. Doch die freien Tage kann ich nach der vergangenen Arbeitswoche gut gebrauchen, die sich nicht nur wegen der Hitze stressig gestaltete. Immerhin gab es am Freitag einen tollen Kinoabend mit Freunden. Wir haben die sehr lustige Komödie Der göttliche Andere gesehen (siehe unten). Ansonsten nutze ich die Zeit, um ein paar Serien weiterzuschauen.

Nun aber zu Folge 477! 😉


Beiträge der Woche
Deathstalker – Der Todesjäger
Der göttliche Andere
Penny Dreadful Revisited VII: Possession
Penny Dreadful: City of Angels, Folge 8

Fragen der Woche

1. Christopher Nolan konnte mich immer wieder mit seiner Arbeit überzeugen, auch wenn mir seine letzten paar Filme etwas weniger als die davor gefallen haben.

2. Unwetter und extreme Hitze wechseln sich in Deutschland aktuell ab. Das erinnert mich an die Sommer der letzten paar Jahre, nur dass 2020 hinsichtlich der großen Hitze vergleichsweise human ist.

3. Wenn ich schon schwitzen muss, dann bitte nur draußen und nicht fast die ganze Zeit in meiner Wohnung.

4. Manchmal freue ich mich einfach über einen kühleren Sommertag mit Regen oder einen sehr unterhaltsamen Kinobesuch mit Freunden wie bei Der göttliche Andere am vergangenen Freitag.

5. Ich verstehe nicht, warum es die Welt noch immer nicht geschafft hat ihre gravierenden Probleme zu lösen. Und ich meine mit Welt kein Printmedium.

6. Tilda Swinton ist meine absolute Favoritin, wenn es um besondere Rollen mit hohem „Verwandlungsgrad“ geht, weil die einmalige schottische Schauspielerin einfach schon so unfassbar unterschiedliche Figuren gespielt hat.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____, weil ____.


Penny Dreadful: City of Angels, Folge 8

16. August 2020

Seit ein paar Tagen ist auch die deutsche Erstausstrahlung der ersten Staffel von Penny Dreadful: City of Angels bei Sky vollendet während ich noch ein wenig im Rückstand bin. Heute geht es weiter mit Folge 8.

American Horror Story oder The Good German

Trevor Craft (Hudson West) beerdigt seinen Hamster und vertraut Haushälterin Maria Vega (Adriana Barraza) an, dass „Stiefbruder“ Frank Branson (Santino Barnard) ihn getötet hat. Doch dies ist nur der Auftakt zu den schaurigen Taten des kleinen Satansbratens. Als nächstes plant Franks „Mutter“ Elsa (Natalie Dormer) nämlich die mexikanische Angestellte loszuwerden, weswegen der Junge einen gehörigen Spuk veranstaltet. Willkommen in John Logans eigener Version von American Horror Story!

Papa Peter Craft (Rory Kinnear) hat es derzeit auch nicht leicht. Seine Ehefrau Linda (Piper Perabo), die er in die Klapse eingewiesen hat, droht ihn zu vernichten. Und bei der Versammlung des German-American Bunds sieht sich Peter einer Mehrheit von Mitgliedern gegenüber, die mit aller Macht gegen die Juden vorgehen wollen. Doch Craft, dessen wahre Herkunft enthüllt wird, sieht sich zwar als stolzer Deutscher, aber auch als Pazifist, was seiner neuen Flamme Elsa so gar nicht schmeckt.

Die Polizisten Tiago Vega (Daniel Zovatto) und Lewis Michener (Nathan Lane) versuchen heraus zu finden, wie weit die „Stützen der Gesellschaft“ mit den Nazis zusammenarbeiten. Michener prallt bei Stadtratsmitglied Townsend (Michael Gladis) ab, erhält jedoch Unterstützung von anderer Seite. Unterdessen besucht Tiago den „Joyful Voices“-Tempel und bekommt von Adelaide Finnister (Amy Madigan), der Mutter seiner heimlichen Geliebten Molly (Kerry Bishé), einen Einblick in die Arbeit der Organisation. Hierbei wird Tiago Zeuge wie seine Schwester Josefina (Jessica Garza) getauft wird.

Townsend und sein Lover/Aufpasser Kurt (Dominic Sherwood) gehen in einen geheimen Club wo Männer mit Männern und Frauen mit Frauen tanzen. Die Clubsängerin spielt niemand Anderes als Patti LuPone, die in Penny Dreadful als Hexe Joan Clayton (Staffel 2, Folge 3) sowie auch in der Rolle der Psychotherapeutin Dr. Seward (Staffel 3) zu sehen war. Unnachahmlich wie die erfahrene Broadway-Aktrice den insgesamt nicht einfachen Jazzsong Stardust (1927) von Hoagy Carmichael intoniert. Gerne mehr davon.

Penny Dreadful: City of Angels, 1×08: Hide and Seek
USA 2020. 53 Minuten. Drehbuch: Tatiana Suarez-Pico. Regie: Sheree Folkson.

 

 

Credits
Bilder (c) Showtime/Sky.

 


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