Media Monday #587

26. September 2022

Das sommerliche Wetter ist nun vorbei und an den ersten Herbsttagen mag man schon mal ins Bibbern verfallen. Also am besten die Finger bewegen bevor sie kalt werden und gleich die heutigen Fragen des Media Mondays beantworten.

Beiträge der Woche
Orlando (1992)
Mission: Erde – Staffel 4

Fragen der Woche

1. Filme sind für mich ein wichtiger Teil meines Lebens.

2. The Great von Tony McNamara ist eine wirklich außergewöhnliche Serie, die eine völlig historisch freizügige, herrlich überzeichnete und doch so gelungene Alternativgeschichte zu Katharina der Großen von Russland liefert.

3. Wenn Ende nächster Woche der für Horror prädestinierte Oktober beginnt dann wird wohlmöglich meine seit Wochen vorbereitete Liste zu diesem speziellen Monat abgearbeitet werden.

4. Ein ungemein lesenswertes Buch ist das Booklet zu manch gelungener Heimkinoveröffentlichung (auf DVD, BluRay oder als Mediabook).

5. Allgemein fühle ich mich dem Genre Fantasy doch sehr verbunden, denn ein paar für mich prägende Filme kommen aus diesem Genre.

6. Bei den obligatorischen drei Dingen für die einsame Insel… Wie, NUR DREI Dinge???!!

7. Zuletzt habe ich die Filmkritik zu einem für mich prägenden Film aus meiner Jugend geschrieben, nämlich zu Orlando, von Sally Potter, mit Tilda Swinton und das war interessant, weil ich den Film als 15jähriger natürlich ganz anders wahrgenommen habe als mit 41.

 

 


Media Monday #586

19. September 2022

Vorbei scheint es mit den sommerlichen Temperaturen. Huch, was hat denn der Wind da hereingeweht? Den heutigen Media Monday mit sieben Fragen.

Beitrag der Woche
Chloe (Serie)

Fragen der Woche

1. Hätte ich nur früher mit dem gelegentlichen Cosplayen angefangen. Dann wäre ich jetzt vielleicht ein wenig versierter in der Frage der Beschaffung geeigneter Gewandungen und anderer Problematiken.

2. Würde es den Roman Der Herr der Ringe und die Verfilmung von Peter Jackson nicht geben hätte ich möglicherweise nie oder unter anderen Umständen mit dem Schreiben von Filmkritiken und dem Bloggen angefangen. Siehe auch der Beitrag zum 20jährigen Jubiläum meiner ersten Filmkritik HIER.

3. Wobei ich gerne nicht nur über Filme, sondern auch über Serien und Musik schreibe.

4. Disney braucht wirklich nicht ständig seine alten Zeichentrickfilmklassiker als Realfilme neu zu machen. Das finde ich zumindest einfach unnötig.

5. In der Vergangenheit war die aktuelle Gegenwart noch Zukunft.

6. Noch ist die Zukunft nicht Gegenwart, aber wenn nicht bald wann dann? 😉

7. Zuletzt habe ich das Wochenende bei meiner Familie verbracht und das war wie immer sehr erholsam und zudem interessant, weil es am Sonntagmittag in das Knauf-Museum in Iphofen ging. Dort läuft noch bis 6. November 2022 die Ausstellung „Marilyn – Die Frau hinter der Ikone“, welche sich dem vor 60 Jahren verstorbenen Schauspielstar und Sexsymbol Marilyn Monroe widmet. Außerdem gibt es in der Dauerausstellung Exponate aus dem Alten Ägypten, dem Antiken Griechenland und Rom, dem Hethiterreich sowie von den Hochkulturen Mittel- und Südamerikas.

 

 


Chloe (Serie)

17. September 2022

Nach dem Tod ihrer ehemals besten Freundin schleicht sich Becky in deren Freundeskreis ein, um mehr über die genauen Umstände herauszufinden, in der Miniserie Chloe von Alice Seabright, einer BBC-/Amazon-Co-Produktion.


Hinter dem schönen Schein

In ihrer Kindheit und Jugend waren Becky (Eloise Thomas) und Chloe (Gia Hunter) die besten Freundinnen. Doch im Alter von 17 Jahren brach der Kontakt ab. Die erwachsene Becky (Erin Doherty) verfolgt weiterhin das scheinbar perfekte Leben Chloes (Poppy Gilbert) aus der Ferne über ein soziales Netzwerk. Doch dann erhält Becky die Meldung, dass Chloe Selbstmord begangen hat. In der gleichen Nacht rief Chloe Becky mehrmals an, obwohl die beiden seit Jahren nicht mehr miteinander gesprochen hatten. Beckys eigenes Leben als Aushilfe in einem tristen Bürojob, die mit ihrer demenzkranken Mutter Pam (Lisa Palfrey) zusammenlebt, ist von Einsamkeit geprägt. So entschließt sich die junge Frau, mehr über die Umstände von Chloes Ableben herauszufinden. Als Sasha nimmt sie den Kontakt zu Chloes bester Freundin, der PR-Unternehmerin Livia (Pippa Bennett-Warner) auf und lernt auch Chloes Witwer, den jungen Politiker Elliot (Billy Howle) sowie weitere Freunde wie DJ Richard (Jack Farthing) und Finanzunternehmer Nish (Akshay Khanna) kennen. Schnell wird sie von der Gruppe aufgenommen. Dabei erfährt Becky nicht nur mehr über ihre alte Freundin Chloe, sondern kommt auch allmählich Elliot näher. Ihrer Mutter geht es unterdessen immer schlechter…

Soziale Netzwerke sind innerhalb der letzten Dekade ein immer zentrales Thema im Leben vieler, vor allem jüngerer Menschen geworden. Auch in Filmen und Serien werden Facebook, Instagram, Twitter und andere Netzwerke immer mehr zum Thema. Regisseurin und Drehbuchautorin Alice Seabright, bisher vor allem für die Netflix-Serie Sex Education tätig, behandelt in ihrer ersten eigenen Serie Chloe mehrere Aspekte dieses Themenfeldes und erforscht auch die Auswirkungen.

Dank Social Media können alte (Schul-)Freunde, die sich eigentlich seit Langem aus den Augen verloren oder mit den Jahren „auseinanderentwickelt“ haben, ganz einfach den Kontakt wiederherstellen und etwas darüber erfahren, was die/der andere in der Zwischenzeit so getan und erlebt hat. Becky fristet eine einsame, recht triste Existenz, hat einen nicht wirklich erfüllenden Job und außerdem damit zu kämpfen, dass ihre an Demenz leidende Mutter gesundheitlich immer stärker abbaut. Voller Faszination verfolgt Becky daher das so wunderschön wirkende Leben von Chloe, ihrer besten Freundin aus Jugendzeiten, die aber als beide 17 Jahre alt waren den Kontakt abbrach, über eine Plattform, welche Instagram sehr ähnelt. Als eben jene Freundin überraschend stirbt möchte Becky mehr erfahren und verschafft sich unter falschem Namen Zugang zum persönlichen Umfeld der Verstorbenen. Eigene Freunde hat Becky nicht. Gelegentlich schleicht sie sich auf irgendwelche schicken Veranstaltungen. Auf einer davon lernt Becky den Amerikaner Josh (Brandon Micheal Hall) kennen, der sie schnell durchschaut.

Die Prämisse des Sechsteilers lässt den Schluss zu, dass wir es hier mit einem stylishen Thriller zu tun haben. Doch das Interesse von Serienschöpferin Alice Seabright und ihrem Team (darunter die Co-Autorinnen Poppy Cogan und Kayleigh Llewellyn sowie Co-Regisseurin Amanda Boyle) liegt gänzlich anderswo. Vielmehr geht es einerseits darum, das vermeintlich perfekte Leben der verstorbenen Titelfigur zu entzaubern sowie die nach Antworten und Anschluss suchende Protagonistin immer tiefer in Abgründe und ein selbst aufgebautes Lügengebäude eintauchen zu lassen. Ehrlich gesagt hatte ich damit gerechnet, dass die für die BBC und Amazon Prime Video produzierte Serie früher oder später in reißerische Gefilde abdriftet, um dem Publikum am Ende einen potenziell überraschenden, aber im Endeffekt ziemlich konstruierten Twist zu präsentierten. Doch weit gefehlt. Chloe erweist sich zwar als abgründiges Psychodrama, bleibt gleichzeitig aber auch angenehm unreißerisch und glänzt durch eine organisch entwickelte Handlung, die zudem gekonnt mit Auslassungen arbeitet, den Zuschauern eben nicht alles von vorne bis hinten erklärt. Die Erzählperspektive bleibt konsequent bei Becky, die sich aus den Dingen, welche sie über Chloe und ihr privates Umfeld erfährt, immer wieder mögliche Szenen in ihrer Phantasie zusammenreimt. Hinzu kommen die realen Flashbacks auf die innige Freundschaft der beiden jungen Mädchen. Am Ende ergibt sich aus diesen ganzen Bestandteilen ein stimmiges, aber keinesfalls vollständiges Bild, nicht ohne Brüche und Widersprüche.

Es spricht ebenfalls für die Qualität der Miniserie, dass die zentrale Hauptfigur Becky nicht dämonisiert, sondern trotz ihrer Probleme neutral dargestellt wird. Bezüglich ihres Innenlebens bleibt die ganze Angelegenheit recht vage. Dank der starken Performance von Hauptdarstellerin Erin Doherty, bekannt für ihre Verkörperung von Prinzessin Anne in Staffel 3 und Staffel 4 von The Crown, wird diese widersprüchliche Figur lebendig. Außerdem überzeugen Billy Howle (Dunkirk, Am Strand [2017]) als Chloes Ehemann Elliot und Lisa Palfrey (Sex Education) als Beckys demenzkranke Mutter.

Die komplette sechsteilige Miniserie Chloe ist seit dem 24.06.2022 Teil des Angebots von Amazon Prime.


Chloe
Psychodrama/Miniserie UK 2022. FSK 12. 6 Folgen. Gesamtlänge: ca. 335 Minuten.
Mit: Erin Doherty, Billy Howle, Pippa Bennett-Warner, Jack Farthing, Brandon Micheal Hall, Lisa Palfrey, Poppy Gilbert, Alexander Eliot, Akshay Khanna, Eloise Thomas, Gia Hunter u.a. Idee: Alice Seabright. Drehbuch: Alice Seabright, Poppy Cogan, Kayleigh Llewellyn. Regie: Alice Seabright, Amanda Boyle.

Credits
Bilder (c) Amazon/BBC.

 

 


Media Monday #585

12. September 2022

Und wieder ein Media Monday. Aber nicht irgendeiner. Der erste seit dem Tod von Königin Elisabeth II., die 70 Jahre lang Monarchin des Vereinigten Königreichs und weiterer Staaten war.

Beitrag der Woche
Hai-Alarm auf Mallorca


Fragen der Woche

1. Endlich gibt es einen Teaser/Trailer zu ____ und Aktuell fällt mir da gerade keiner ein. Zuletzt habe ich den Teaser zur im Februar 2022 startenden dritten und letzten Staffel von Star Trek: Picard gesehen.

2. Ralf Möller ist schon ein ziemliches (Muskel-)Brett, immerhin war er früher ja auch ein sehr erfolgreicher Bodybuilder.

3. Es ist schon erstaunlich, wie schlecht Dialoge und Umsetzung von Hai-Alarm auf Mallorca sind.

4. Die Haie in Hai-Alarm auf Mallorca hätte man vielleicht einfach durch Unterwasser-Killerkaninchen ersetzen sollen. Das hätte zumindest den Unterhaltungsfaktor beträchtlich erhöht. Dann würde allerdings der Titel nicht mehr passen.

5. Ich würde es ja feiern, wenn in diesem Land längst überfällige Errungenschaften wie zum Beispiel ein Tempolimit auf Autobahnen kommen würden.

6. Überraschend gut gealtert ist mein Onkel, der letzte Woche Geburtstag hatte, und dem man seine 63 Jahre kaum ansieht.

7. Zuletzt habe ich das STRAMU Würzburg besucht, genau genommen das Konzert von Sara Teamusician und das war sehr schön und angenehm. Vor ziemlich genau einem Jahr (siehe HIER) war ich ebenfalls auf einem Konzert der Singer-/Songwriterin. Auch wenn ihr erstes Album noch etwas auf sich warten lässt bin ich nun im Besitz von zwei Veröffentlichtungen: vier Songs auf CD und weitere fünf auf einem USB-Stick.

 

 

 


Media Monday #584

5. September 2022

Mit der heutigen Ausgabe ist auch der Media Monday im September diesen Jahres angekommen.

Beiträge der Woche
Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht – Folgen 1 und 2
Tilda Swinton Festival: The Invisible Frame
Tilda Swinton Festival: Musikvideos

Fragen der Woche


1. Das letzte Drittel des Jahres hat gerade erst begonnen und
langsam gestalten sich die Temperaturen angenehmer als in den letzten paar Monaten.

2. So manches Drehbuch mag sehr kreativ sein, aber zu oft merkt man davon im fertigen Film nicht mehr viel.

3. Die lang erwartete Der-Herr-der-Ringe-Serie ist gestartet und ich habe ein Review über die ersten beiden Folgen geschrieben, siehe oben.

4. Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht ist am Ende auch „nur“ aufwändige Fanfiction, denn die Vorlage (die Anhänge des Romans von Tolkien) geben inhaltlich lediglich Eckdaten vor, deren Leerstellen die Serien-Autoren füllen.

5. Eine wirklich herausragende Darstellerin dieser Tage und überhaupt ist Tilda Swinton, deren kurzen (Früh-)Werke ich seit ein paar Wochen sichte, im Rahmen meiner Reihe „Tilda Swinton Festival“. Ihr aktueller Kinofilm Three Thousand Years of Longing, der in Deutschland eigentlich am 1. September 2022 gestartet ist, läuft nur leider hier in der Provinz (wie so manche andere Werke, die ich im Kino sehen will) nicht * seufz*

6. Es schürt schon durchaus Vorurteile, wie manche Minderheiten oder Bevölkerungsgruppen diffamiert und willkürlich an den Pranger gestellt werden.

7. Zuletzt habe ich einen Tag mit meinem besten Freund (seit Schulzeiten) und seiner Familie verbracht und das war sehr schön und überfällig, weil wir uns drei Jahre nicht gesehen hatten.

 


Review(s) August 2022

1. September 2022

Stress, Hitze, Erholung, Urlaub, das alles und mehr gab es bei mir im just vergangenen August.

Erstmals seit neun Jahren weilte ich im August 2022 im Auslandsurlaub. In dieser Woche habe ich keinen einzigen Film und keine einige Serienfolge gesehen. Auch eine seltene Erfahrung. Was ich an den anderen 24 Tagen angesehen und rezensiert habe, folgt nun. Viel Spaß beim Nachlesen!


Filme
Nightmare Alley (2021)
Tiger & Dragon
In der Natur (Kurzfilm)
Caprice (1986) (Kurzfilm)
Cycling the Frame (Kurzfilm)
The Invisible Frame 

Serien
The Great: Staffel 2
Frau Jordan stellt gleich: Staffel 3

Konzert
Boy Harsher

Sonstiges
Die besten Superhelden-Filme aller Zeiten
Hin und wieder zurück

Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
The Marx Brothers: Cocoanuts
Die Kunst zu lieben (1971)

Orbital: The Box (Musikvideo)
David Bowie: The Stars (Are Out Tonight) (Musikvideo)

Castle: Staffel 3, Folgen 16 und 17
Mission: Erde – Staffel 4, Folgen 8 bis 22
Die nackte Pistole – Folge 1
Star Trek: The Next Generation – Staffel 4, Folgen 12 bis 15

 

 

 

 


Media Monday #583

29. August 2022

Eine Woche voller Arbeit, Schmerzen, Stroboskopie, düsterer Musik und mehr liegt hinter mir. Wie jede Woche bietet sich der Media Monday an, um das alles Revue passieren zu lassen…

Beiträge der Woche
Nightmare Alley (2021)
Cycling the Frame (Kurzfilm)

Fragen der Woche

1. Nun, da sich langsam die Veröffentlichungen der Serien-Highlights des Jahres zu häufen beginnen, bin ich zumindest auf Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht (am Freitag gibt es die ersten beiden Folgen) sehr gespannt.

2. Ich will ja nicht unken, aber diese ultraheißen Sommer und die chronische Trockenheit können auf Dauer nicht gut sein.

3. Es ist schon interessant, wie sich TV-Serien seit den frühen 2000ern verändert haben, denn damals setzte man noch viel mehr auf in sich abgeschlossene Einzelepisoden. Ich merke das derzeit während der Sichtung von Mission: Erde (1997-2002), wo es zwar durchgehende Motive und Elemente gibt, aber meistens nach jeder Folge der Status Quo ziemlich der gleiche bleibt. Wäre die aus dem Nachlass von Gene Roddenberry erschaffene Science-Fiction-Serie 10 oder 15 Jahre später entstanden sähe sie inhaltlich und dramaturgisch definitiv anders aus. Wobei bei Mission: Erde nach jeder Staffel ein paar Hauptdarsteller wechselten

4. Ginge es nach mir, könnte es gerne noch mehr Filme von meiner Watchlist beim Arthouse-Streamingdienst MUBI landen. Denn aktuell arbeite ich mich durch die Werkschau meiner Lieblingsschauspielerin Tilda Swinton (siehe Beiträge der Woche), von welcher einige frühe, aber auch aktuelle Filme gezeigt werden.

5. MUBI hat eventuell das Potential, um mein bevorzugter Streamingdienst zu werden, sollte ich mich eines Tages von den klassischen Anbietern wie Amazon und Netflix zurückziehen.

6. Eine Lektüre, die ich wirklich nur empfehlen kann, sind die Anhänge von Der Herr der Ringe, denn auf diesen dürfte die bei 1. erwähnte Serie so ziemlich basieren, wobei wohl auch Elemente aus anderen „Mittelerde“-Werken von Tolkien als Vorlage dienen könnten.

7. Zuletzt habe ich eine durchwachsene Woche verbracht und das war nicht so schön weil die Arbeit derzeit wieder sehr stressig ist und die Migräne sich bei mir scheinbar als Dauergast einrichten will aber andererseits auch schön, weil ich am Mittwochabend das amerikanische Elektronik-Duo Boy Harsher (deren Song Pain sich seit gut zwei Jahren durch mein Hirn bohrt) in Frankfurt live erleben und außerdem noch angenehme Zeit mit Freunden verbringen durfte.

 

Video von Dirk K

 

 


Media Monday #582

22. August 2022

Der heiße Sommer hört und hört nicht auf, mein Urlaub ist dagegen bedauerlicherweise vorbei. Dabei hat Wulf vom Medienjournal den heutigen Media Monday extra urlaubslastig gestaltet.

Beiträge der Woche
Tiger & Dragon
Caprice (Kurzfilm)
In der Natur (Kurzfilm)


Fragen der Woche

1. Bevor wir es erleben werden, dass in Deutschland wirklich etwas voran geht, werden noch mindestens einige Jahrzehnte vergehen. Denn Stillstand ist leider eines der letzten deutschen Kulturgüter.

2. Prädestiniert für den Urlaub ist ja eigentlich auch das „Abarbeiten“ des SuF oder SuS, sofern man den Urlaub zuhause verbringt.

3. Die Sichtung der kompletten Serie von Star Trek: The Next Generation sollte man auch nur in Angriff nehmen, wenn man genügend Zeit mitbringt, schließlich besteht die zweite Trek-Serie aus sieben Staffeln und insgesamt 178 Episoden, die vier nachfolgenden Kinofilme nicht mitgerechnet. Mein immer wieder unterbrochener Rewatch (das erste Mal in der Originalfassung) dauert jetzt auch schon über drei Jahre an. Momentan befinde ich mich in Staffel 4.

4. Ich bin ja durchaus der Ansicht, man könnte endlich mal das Beamen erfinden. Dann wären Reisen nicht immer so zeitaufwändig und mitunter schwierig.

5. Ein Buch über besondere Filme, die ziemlich unbekannt sind, wäre auch so ein Projekt, das ich mit mehr Zeit und Ressourchen gerne realisieren würde.

6. Auf der Suche nach klassischer Strandlektüre muss man sich nur begeben, wenn es am Strand nichts Anderes zu sehen gibt. Dann kann man z.B. Dune – Der Wüstenplanet von Frank Herbert lesen.

7. Zuletzt habe ich Teile des Wochenendes bei meinen Eltern verbracht und das war schön und dennoch etwas unangenehm, weil ich mich ab Sonntagmittag mit Migräne herumschlagen musste, die hartnäckiger als sonst ist. Das Essen von Mama war trotzdem sehr gut, wie immer!

 

 

 


Media Monday #581

15. August 2022

Heute ist nicht nur Montag, sondern auch mein letzter freier Tag bevor morgen wieder der Ernst des Lebens beginnt. Nutzen wir den Media Monday daher auch ein wenig als Rückblick auf den Urlaub.

Beiträge der Woche
Frau Jordan stellt gleich: Staffel 3
Hin und wieder zurück


Fragen der Woche

1. Bei der Hitze im Moment bleibt einem ja eigentlich kaum etwas anderes übrig, als sich körperlich nicht zu sehr anzustrengen oder den Urlaub in einem kühleren Land zu verbringen wie ich bis letzte Woche Mittwoch.

2. Wirklich empfehlenswerte Sommer- oder Urlaubslektüre kann ich nicht geben doch ein Sachcomic über die Thesen des slowenischen Philosophen Slavoj Žižek ist sicherlich keine leichte Kost und daher vermutlich eher ungeeignet.

3. Fräulein Smillas Gespür für Schnee wäre ein Film, der regelrecht Abkühlung verspricht, schließlich spielt er ausschließlich in winterlichem Ambiente.

4. Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie schön es wäre den bei der Antwort zu Frage Nr. 3 genannten Film im Open-Air-Kino zu erleben.

5. Die Temperaturen Anfang August in Schweden sind in etwa vergleichbar mit dem Spätsommer bzw. frühen Herbst, wenn es tagsüber um die 20 Grad hat und die Nächte angenehm kühl sind.

6. Spät abends, wenn die Nächte lauschig und die Temperaturen milder werden sehne ich mich aufgrund der immer noch viel zu hohen Temperaturen nach den wunderbar kühlen Nächten in Schweden. Hab ich erwähnt, dass die Nächte in Schweden auch im Sommer kühl sind?

7. Zuletzt habe ich einen Urlaubsbericht veröffentlicht und wie der ist könnt ihr über den passenden Link herausfinden.

 

 


Frau Jordan stellt gleich: Staffel 3

13. August 2022

Die schwierige Arbeit im Gleichstellungsbüro geht weiter, erst einmal ohne Eva Jordan, die versucht in einer anderen Branche etwas zu bewegen, in der dritten Staffel von Frau Jordan stellt gleich, mit Katrin Bauerfeind in der Titelrolle.


Evas Rückkehr oder Seilschaften und Konkurrenz

Weil ohnehin eine Stelle im Gleichstellungsbüro des Stadthauses gestrichen werden sollte und die Stimmung im Team nicht gut war hat Eva Jordan (Katrin Bauerfeind) ihren Job als Gleichstellungsbeauftragte hingeworfen und arbeitet mittlerweile in einer sich progressiv gebenden Werbeagentur. Die Leitung des Gleichstellungsbüro hat Renate (Mira Partecke) übernommen, die zwar gute Ideen hat, sich aber mit ihrer kindlich-naiven Art nicht durchsetzen kann. Das krasse Gegenteil ist die bisweilen aufbrausende Yvonne (Natalia Belitski), die mit ihrer Ehefrau über die Adoption eines Kindes nachdenkt. Die neu geschaffene Position des Antidiskriminierungsbeauftragten übernimmt David Ohlert (Malick Bauer), der sich gleich mal in Evas altem Büro breitmacht. Als Philipp (Alexander Khuon), der einzig männliche Mitarbeiter im Gleichstellungsbüro und Evas On-and-Off-Partner, von einer jungen Mitarbeiterin des Bauamtes sexuelle Belästigung vorgeworfen wird erkennt Eva, dass sie zu ihrem alten Job zurückkehren muss. So ganz ungelegen kommt ihr das nicht, denn schließlich erweist sich die Arbeit in der Agentur immer mehr als scheinheilig und ein Kunde (Ulrich Brandhoff) macht ihr ständig Avancen. Doch zurück an ihrer alten Wirkungsstätte muss Eva den Kampf mit ihrer Widersacherin, der aalglatten Bürgermeisterin Frau Sommerfeld (Adina Vetter), wiederaufnehmen…

In Staffel 1 und Staffel 2 veranschaulichte Autor Ralf Husmann (Stromberg) mit der von ihm geschaffenen sowie überwiegend selbst geschriebenen Serie Frau Jordan stellt gleich gekonnt die Schwierigkeiten und alltäglichen Minenfelder der Gleichstellungsarbeit in einer Stadtverwaltung. Dazu erwies sich die Produktion des Streaminganbieters Joyn (ein Gemeinschaftsunternehmen von ProSiebenSat1 Media und Discovery) vor allem als überaus witzig, ohne jedoch auf plumpe Gags zu setzen. Im Zentrum steht Katrin Bauerfeind als titelgebende Gleichstellungsbeauftragte Eva Jordan und ihr Team. Season 2 endete mit einem Paukenschlag, als Eva Jordan ihren Job hinschmiss und nach kurzer Arbeitslosigkeit einen Job in einer Werbeagentur ergattern konnte. Hier setzt die dritte Season an. Bürgermeisterin Frau Sommerfeld kommt es gelegen, dass die nette, aber naive und leicht zu manipulierbare Renate die Leitung der Gleichstellung übernommen hat. Schnell kommt es auch zu einer Konkurrenzsituation mit dem frisch eingestellten Antidiskriminierungsbeauftragten David, der sich vor allem gegen Rassismus und kulturelle Aneignung einsetzt. Dass sich beide Bereiche in der Situation wiederfinden sich gegenseitig potenzielle Gelder wegzunehmen ist natürlich maximal unschön.

Unterdessen bemerkt Eva nach einigen Wochen in der Werbeagentur die Verlogenheit des progressiv-diversen Images, welches sich das Unternehmen selbst gegeben hat, und beendet desillusioniert ihre Tätigkeit, um schließlich wieder in ihren frühen Job als Gleichstellungsbeauftragte zurückkehrt. Diese Rückkehr ist allerdings nicht ohne Anlaufschwierigkeiten verbunden. Viele Baustellen haben sich in ihrer Abwesenheit aufgetan und einige drohen außer Kontrolle zu geraten. „Frau Jordan“ pendelt auch im dritten Jahr wieder gekonnt zwischen aufschlussreichen Themenfeldern, dem turbulenten Arbeitsalltag und starker Situationskomik mit herausragendem Timing für zwischenmenschliche Beziehungen. Befand sich in den ersten beiden Staffeln noch der Fokus auf einzelnen „Vorfällen der Woche“, um welche sich die Gleichstellung zu kümmern hatte, so verschiebt sich dieser in Runde drei etwas zugunsten durchgehender Themen und Problemen.

Was mir an der dritten Staffel besonders gefallen hat: einiger der Hauptfiguren entwickeln sich im Verlauf der zehn Folgen weiter. So kriegt Renate trotz ihrer Schwächen am Ende doch Einiges auf die Reihe. Philipp (wegen einiger unglücklicher Aktionen als „Grapscher aus der Gleichstellung“ verschrien) gelingt es sich, von seiner Chefin bzw. Immer-wieder-Lebenspartnerin Eva zu emanzipieren und seine eigenen Weg zu finden. Auch die ansonsten so unerschütterliche Frau Sommerfeld bekommt hier und da Gelegenheit, etwas menschlicher zu wirken. Ob es nach Season 3 überhaupt weitergeht ist derzeit noch unklar. Das Staffelfinale würde jedenfalls auch gut als Schlusspunkt der ganzen Serie funktionieren. Dennoch würde ich mich über weitere Episoden freuen. Denn selten hat mich in den letzten Jahren eine deutsche TV-Produktion so prächtig unterhalten und dabei treffend ein Arbeitsfeld mit seinen Herausforderungen dargestellt.

Die komplette dritte Staffel von Frau Jordan stellt gleich ist seit dem 16. Dezember 2021 beim Streaminganbieter Joyn abrufbar.


Frau Jordan stellt gleich: Staffel 3
Comedy-Serie Deutschland 2021. FSK 12. 10 Folgen. Gesamtlänge: ca. 240 Minuten.
Mit: Katrin Bauerfeind, Alexander Khuon, Natalia Belitski, Mira Partecke, Adina Vetter, Malick Bauer u.v.a. Idee: Ralf Husmann.

Credits:
Bilder (c) Joyn/Pro Sieben.

 

 

 


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