Media Monday #329

16. Oktober 2017

Schon wieder musste ich ernüchtert feststellen, dass ein schönes Wochenende viel zu schnell vorübergegangen ist. Weniger Ernüchterung bieten dagegen die sieben neuen Fragen des heutigen Media Mondays

1. Die lang erwartete Fortsetzung von Blade Runner habe ich bereits gesehen und meine positive Kritik gestern veröffentlicht: Blade Runner 2049

2. Die „Fortsetzung“ von Star Crash ging ja in eine völlig andere Richtung als zunächst gedacht, schließlich verwandelt sich das Weltraumabenteuer in einen kitschigen Erotikfilm.

3. Um schon mal eine kurze Prognose zu wagen, war 2017 für mich Legion das bisherige Highlight, denn diese Serie ist bereits in ihren ersten acht Folgen unglaublich grandios.

4. Wenn Sie jetzt aus Spider-Man auch noch eine Live-Action-Serie machen dann habe ich den Glauben an so etwas wie einen Fernsehgott verloren.

5. Analog zur Buchmesse in Frankfurt würde ich mir ja wünschen, dass man Bestseller-Monstern wie Dan Brown keine Bühne bietet. Denn seine Werke haben wenig mit Literatur zu tun.

6. Crowdfunding-Aktionen für interessante Low-Budget-Filme empfinde ich als sinnvoll.

7. Zuletzt habe ich die neue Kategorie „Aktuell“ auf meinem Blog installiert und das war wichtig, weil man nun alle Rezensionen zu aktuellen (Kino-)Filmen und Serien von 2017 im Überblick hat.

Advertisements

Media Monday #328

9. Oktober 2017

Der Herbst ist da, auch im Kino. Nun zur heute sehr buchlastigen Ausgabe des Media Monday



Mit der Fortsetzung Blade Runner 2049 begann für mich am vergangenen Wochenende der Kinoherbst. Das von Denis Villeneuve (Enemy, Arrival) inszenierte Sequel zum Kult-SF-Noir-Film von Ridley Scott aus dem Jahre 1982 konnte auch aus meiner Sicht die hohen Erwartungen erfüllen, auch wenn das Filmerlebnis für mich etwas anders war als vorher erhofft. Mehr dazu bald in meiner Filmkritik auf Vieraugen Kino.

1. Wenn dieser Tage die Frankfurter Buchmesse wieder ihre Pforten öffnet dann öffnet sich mein Mund zum Gähnen.

2. Das Schöne am Lesen ist ja dass bei jedem Leser eigene Bilder im Kopf entstehen und dadurch sowohl Phantasie als auch Kreativität angeregt werden.

3. Philip K. Dick ist wohl definitiv einer meiner Lieblingsautoren, allein weil er nicht nur Romane wie Träumen Androiden von elektrischen Schafen? oder Das Orakel vom Berge sondern auch eine unglaubliche Fülle an visionären Kurzgeschichten schrieb, deren Umfang ich allmählich noch abzuarbeiten habe.

4. Eine Buchreihe, der ich gerne eine Chance geben würde. Unter meinen ungelesenen Büchern im Regal/Schrank befindet sich bestimmt auch die ein oder andere Buchreihe.

5. His Dark Materials von Philip Pullman könnte ich mir ja ziemlich gut als Verfilmung vorstellen, aber wenn, dann bitte bald die seit langem angekündigte Serien-Adaption.

6. Ein regelrecht bewegendes Buch war Der Wolkenatlas von David Mitchell, dessen Verfilmung ich immer noch nicht gesehen habe.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Review(s) September 2017

3. Oktober 2017

In den letzten Wochen war wirklich viel los. Leider weniger bei meiner Review-Ausbeute für September…


Viel Arbeit im Büro, Freakshow-Festival, Gruseltagswahl und die Hochzeit meines Cousins. Der September war sicher nicht langweilig. Nur hat meine Produktivität etwas unter dem ereignisreichen Monat gelitten. Immerhin konnte ich den Kurzkritiken-Sommer abschließen, mich auf die Blade-Runner-Fortsetzung vorbereiten und Abschied nehmen vom Clone Club. Und dann war da noch diese höchst mysteriöse Serie…

Filme
Blade Runner – Final Cut
Anthony Zimmer – Fluchtpunkt Nizza (Kurzkritiken-Sommer)
Star Crash 2 – Flucht aus Galaxy 3 (Kurzkritiken-Sommer)

Serien
Orphan Black – Staffel 5
Star Trek: Discovery – Folgen 1 und 2
Twin Peaks (Pilotfilm)

Sonstiges
Kurzkritiken-Sommer 2017 – Rückblick


Media Monday #327

2. Oktober 2017

Nach ereignisreichen Wochen(enden) wird es in den nächsten Tagen etwas ruhiger bei mir. Daher beantworte ich mal ganz still die sieben neuen Fragen des Media Mondays



Im Büro das „Monster namens 1. Oktober“ besiegt (wobei seine kleinen Geschwister 15. und 16. Oktober etc. auch schon ziemlich groß sind), nebenbei noch die längst überfällig Kritik zum Final Cut von Blade Runner fertiggeschrieben und die Hochzeit meines Cousins gebührend gefeiert (Ende Februar heiratete sein älterer Bruder). Da hat man sich den freien Brückentag und ein dadurch hübsch verlängertes Wochenende redlich verdient.

Vor dem Entspannen:

1. An welchem Ort aus Film/Buch/Serie/etc. – fiktiv oder echt – würdest du gern mal einen Tag verbringen wollen? Da gibt es mehrere reizvolle Optionen: Hobbingen, Bruchtal, Lothlorien und andere Orte in Mittelerde, Kings Landing und Dragonstone in Westeros, die Zeichentrickwelt aus The Congress

2. Wenn ich an all die Sitcoms und dergleichen denke, ist mir die Clique aus Coupling mit Abstand am sympathischsten, schließlich ist die britische Beziehungs-Sitcom einfach genial, allein schon Jeff ist das Einschalten wert.

3. King Arthur: Legend Of The Sword hätte echt interessant werden können, aber Regisseur Guy Ritchie und seine Co-Autoren hatten kein Interesse an einer spannenden Geschichte. Stattdessen wurde ein oberflächliches Programm runtergespult.

4. Der Hype um die Figur des Spiderman wird sich mir wohl nie erschließen, denn es gibt schon mehr als ein halbes Dutzend Filme ZUVIEL über ihn. Gähn!!!

5. Die Performance des leider zu früh verstorbenen Heath Ledger in The Dark Knight ist die beste Verkörperung der Figur des Jokers, denn der soziopathische und unberechenbare Unhold stürzt eine ganze Metropole ins Chaos.

6. Zu einem Klischee-Bösewicht gehört es ja anscheinend immer dazu, dass er böse ist, weil er böse ist und nicht selten besiegt wird, da er zuviel labert, etwa wenn er seinen finsteren Plan ausführlich erläutert.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Star Trek: Discovery – Folgen 1 und 2

26. September 2017

Seit gestern ist auch hierzulande die mehrfach verschobene, neue Star Trek-Serie über Netflix verfügbar. Ich persönlich war sehr gespannt auf die beiden ersten Folgen von Discovery.

Star Trek: Discovery – Folgen 1 und 2
Science-Fiction-Serie USA 2017. Gesamtlaufzeit: 82 Minuten.
Mit: Sonequa Martin-Green, Doug Jones, Michelle Yeoh, Chris Obi, James Frain u.a. Nach
Star Trek – Raumschiff Enterprise von Gene Roddenberry. Idee: Bryan Fuller und Alex Kurtzman.

Sta Tiv – Die Entdeckung

Wir schreiben das Jahr 2256. Das Föderationsraumschiff USS Shenzhou unter dem Kommando von Captain Philippa Gregoriou (Michelle Yeoh) findet einen schwer beschädigte Satelliten nahe einem Binärstern-System. Als sich Commander Burnham (Sonequa Martin-Green), die erste Offizierin des Schiffes, auf die Suche nach der Quelle eines merkwürdigen Signals macht, findet sie ein geheimnisvolles Raumschiff, das sich schnell als Klingonischer Kreuzer entpuppt. Burnham versucht Captain Gregoriou zum schnellen Erstschlag gegen die Klingonen zu bringen, von denen man in der Föderation seit 100 Jahren kaum etwas gehört oder gesehen hat. Zu spät. Denn T’Kuvma (Chris Obi), dem Anführer einer Gruppe von Exil-Kriegern, gelingt es die 24 Häuser des Hohen Rates des Klingonischen Reiches mit ihren Schiffen zu versammeln und die Shenzhou sieht sich einer hoffnungslosen Übermacht gegenüber…

Allein durch die mehrfache Verschiebung der Premiere (von Januar auf Mai und schließlich auf Ende September 2017) hat Star Trek: Discovery seit letztem Jahr ordentlich für Wirbel gesorgt. Jetzt hat die Ausstrahlung begonnen. Von den 15 Episoden der ersten Staffel werden die ersten acht bis November 2017 wöchentlich auf Netflix einen Tag nach US-Erstausstrahlung verfügbar sein. Die übrigen sieben Folgen gibt es dann ab Januar 2018.

Im Gegensatz zu vielen Trekkies und zugeneigten Zuschauern sah ich mit großen Erwartungen aber doch unvoreingenommen der neuen Show entgegen. Das im Kontext des bisherigen Prime-Universums (alle Serien und Filme bis auf die drei neuesten Kinoabenteuer von J.J. Abrams bzw. Justin Lin) ungewöhnlich andersartige Aussehen der Klingonen machte mich im Vorfeld etwas stutzig. Schwerwiegender schätzte ich den frühen Weggang von Miterfinder/Co-Autor/Produzent Bryan Fuller (Pushing Daisies) ein, der sich zugunsten seiner Arbeit an der ebenfalls neuen Serie American Gods entschied. Nach den ersten beiden Episoden bin ich teilweise positiv überrascht, aber inhaltlich erscheint Discovery noch keine (pun intended) große Entdeckung. Das kann aber noch werden.

Die äußeren Parameter waren relativ früh klar. Die Geschichte spielt sich etwa zehn Jahre vor Kirk & Co ab und Hauptfigur ist nicht wie gewohnt ein Captain, sondern der erzählerische Fokus liegt auf einem ersten Offizier: Michael Burnham, entgegen des Vornamens eine Frau, zu Beginn „Number One“ auf der Brücke der Shenzhou. Das Zusammenspiel zwischen ihr und Captain Philippa Gregoriou überzeugt. Selten hat man selbst im mit starken Frauenrollen gesegneten Trek-Universum ein solches Zusammenspiel zweier willenstarker Frauen gesehen. Sehr „trekky“ erscheint auch die Dynamik der beiden mit dem vorsichtigen (um nicht zu sagen ängstlichen) Wissenschaftsoffizier Saru (Doug Jones), vom Planeten der Kelpiens, einer für die Serie neu kreiierten Alien-Rasse.

Bezüglich der „production values“ darf man sich keine Sorgen machen. Die geschätzten acht Millionen Dollar Budget pro Folge sieht man dem Endresultat durchaus an. Was die visuellen Effekte angeht, blieb man nah am Abrams-Look (Lensflare!!!) der Reboot-Kinoreihe ohne jedoch dessen verwackelte Bilder zu verwenden (scheinbar haben die Kameraleute ein Stativ entdeckt!). Die Weltraumszenen erinnern aber auch eher an Battlestar Galactica (2003-2009). Zwar kommt es zu Raumgefechten, auf abgedroschene Actionmomente wird jedoch verzichtet.

Weiterhin umstritten dürfte die massive (optische) Neuinterpretation der Klingonen sein. Das detailreiche Innere des Klingonen-Kreuzers empfand ich jedoch als mächtig und wirkungsvoll, genauso wie das stark veränderte Make Up. Mit der Zeit erschienen mir die Szenen mit den diversen Mitgliedern der Krieger-Rasse (vollständig in Klingonisch mit Untertiteln) als etwas schwerfällig.

Zur allgemeinen „Verwirrung“ fehlen bisher sowohl das titelgebende Raumschiff Discovery als auch die Hauptfiguren (mit Ausnahme von Burnham und Saru). Die ersten beiden Episoden lassen sich daher am besten als eine Mischung aus Prolog und Pilotfilm betrachten. Die Ursprungsgeschichte unserer neuen Protagonistin wird zweifelsohne geschickt durch Rückblenden in die lineare Handlung eingewoben, aber dass man Commander Michael Burnham ausgerechnet als Ziehtochter/Schülerin des vulkanischen Botschafters Sarek (James Frain als Papa von Spock) konstruiert, wirkt reichlich bemüht und erinnert zu sehr an die diesbezüglich teilweise einfallslose Prequel-Serie Enterprise (2001-2005). Für mich war dieser erste Ausflug in die „neue Welt“ leider etwas zu kurz. Obwohl Discovery als Streaminganbieter-Produktion an wenig zeitliche Begrenzungen gebunden sein müsste, unterwirft man sich der 40-Minuten-Doktrin und limitiert damit zumindest vorläufig die inhaltlichen Möglichkeiten, was sicherlich zu der ein oder anderen erzählerischen Unebenheit beigetragen hat.

Obwohl meine persönlichen Hoffnungen/Erwartungen inhaltlich etwas unterboten wurden, so freue mich sehr auf die verbleibenden 13 Folgen der ersten Staffel. Denn Star Trek: Discovery wäre nicht die erste Serie, bei welcher ein nicht ganz überzeugender Pilot hervorragende Folgen nach sich zog.

Fazit: Bei Ausstattung und Technik erscheint Discovery mindestens auf Augenhöhe mit den verwackelten Reboot-Filmen zu sein. Inhaltlich stottert der Warpkern allerdings noch etwas. Aber nichts was sich innerhalb der noch ausstehenden Folgen nicht beheben ließe. 7 von 10 Punkten.

Bilder (c) CBS/Netflix.


Media Monday #326

25. September 2017

Ein sehr schönes Wochenende liegt hinter mir. Leider mit einem gruseligen Ausgang. Mehr dazu im neuen Media Monday



Das Wochenende hätte in seiner Gesamtheit so schön bleiben können. Doch die Bundestagswahl mit den 13,5 Prozent für eine „Partei“ namens AfD (heißt sicherlich „Armutszeugnis für Deutschland“) hat mir den Sonntagabend gehörig vermiest. Man musste ja mit dem Einzug der rechten Demagogen in den Bundestag rechnen, aber 13,5 Prozent??? Geht es noch??? Armes Deutschland.

Aber nun zu den erfreulichen Teilen der letzten Tage. Am Freitag und Samstag besuchte ich zum zweiten Mal nach 2016 das „Freakshow Artrock Festival“ in Würzburg. Höhepunkte waren die Auftritte der furiosen Japaner von Le SILO mit der wilden Keyboarderin/Sängerin Miyako Kanizawa (eine Mischung aus Ray Charles und einem Kaninchen auf Speed) sowie der US-Band Cheer-Accident (mit schrägen V-Effekten und Endlos-Loops). Am Sonntag war ich dann sogar mit dem Rückblick auf den Kurzkritiken-Sommer 2017 sowie meiner endlich fertiggestellten Review zu finalen Staffel von Orphan Black noch recht produktiv.

Die nächsten Tage werden wieder sehr ereignisreich und arbeitsintensiv, sodass ich mich voraussichtlich von der politischen Unvernunft zu vieler Mitbürger etwas ablenken kann.

 

 

 

 

1. Wenn ich eins beim Medienkonsum nicht gebrauchen kann, dann sind das technische Probleme, die den Medienkonsum behindern, oder einen Migräneausbruch mit visueller Aura (also visuelle Effekte ohne Medium).

2. Das Wahlergebnis der oben genannten rechten Gruppierung hat mir das Wochenende gehörig verhagelt. Weiterer Ausführungen bedarf es nicht.

3. Momentan schlägt mein Fan-Herz ja sehr für Zola Jesus und Darja Kazimira.

4. Geht euer (multi)mediales Hobby eigentlich mit akuten Platzproblemen einher oder seid ihr längst digital geworden? In letzter Zeit bin ich „etwas digitaler“ geworden. Das bedeutet ich schaue jetzt mehr Filme und Serien über Streaminganbieter. Aber es ist immer noch recht schwierig meine nicht gerade kleine, kontinuierlich wachsende Sammlung von DVDs/BluRays, Tonträgern und Büchern in halbwegs geordneter Weise zu lagern.

5. Orphan Black ist ja vielleicht der Grund dafür, dass ich starke Frauenrollen und Tatiana Maslany so schätze.

6. In gemütlicher Runde lässt es sich meiner Meinung nach ja am besten über Filme, Serien und Musik reden. Letzteres fand auch beim erwähnten Festival statt.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Orphan Black: Staffel 5

24. September 2017

Eine rebellische Überlebenskünstlerin, eine Soccer-Mum mit Suchtproblemen, eine nerdige Hipster-Wissenschaftlerin, eine unberechenbare Killerin in freudiger Erwartung sowie eine eiserne Konzernchefin. Diese und viele andere Frauen haben drei Dinge gemeinsam. Sie sind Klone und stehen im Mittelpunkt der Serie Orphan Black. Und alle werden mit ihren unterschiedlichsten Facetten von einer Schauspielerin meisterhaft verkörpert: Tatiana Maslany. In der 5. Staffel leider zum letzten Mal…

Orphan Black: Staffel 5 (Orphan Black: Season 5)
Mysteryserie Kanada, USA 2017. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. 10 Folgen. Gesamtlänge: ca. 420 Minuten.
Mit: Tatiana Maslany, Jordan Gavaris, Maria Doyle Kennedy, Kevin Hanchard, Kristian Bruun, Ari Millen, Josh Vokey, Skyler Wexler, Évelyne Brochu u.v.a. Idee: John Fawcett & Graeme Manson.

 

Journey’s End

Der „Clone Club“ um die ungleichen Schwestern Sarah, Alison, Cosima, Helena (alle: Tatiana Maslany) sowie seine Angehörigen führt einen finalen Kampf um rechtliche Unabhängigkeit, gesundheitliche Unversehrtheit und ein selbstbestimmtes Leben gegen die Hintermänner der „Neolution“-Bewegung und deren Gründervater, den 170 Jahre alten P.T. Westmorland (Stephen McHattie). In diesem Konflikt zwischen den Fronten steht „Company Clone“ Rachel (auch Maslany) und verfolgt ihre eigenen Pläne. Helena, die unberechenbare, frühere Killerin, steht kurz vor der Geburt ihrer Zwillinge, welche ihr per Invitrofertilisation eingepflanzt wurden. Die Situation der Schwestern spitzt sich weiter zu, denn auch die Polizei wird von den Neolutionisten unterwandert…

Über fünf Staffeln durfte ich wie viele andere Zuschauer die Höhen und Tiefen der Mitglieder des selbsternannten „Clone Clubs“ miterleben. Bereits in der Besprechung zu Season vier zeigte ich Verständnis dafür, warum die Macher John Fawcett und Graeme Manson ihre Serie nach fünf Jahren enden lassen. Und trotzdem fällt der Abschied von Orphan Black sehr schwer. Schließlich habe ich die Klonschwestern und ihre „natürlich entstandenen“ Mitstreiter in mein Serien-Herz geschlossen.

Auch wenn die Klonverschwörung mit ihrem undurchsichtigen Firmenkonglomerat und die wahren Hintermänner in Runde fünf weitgehend enthüllt werden und somit der „final trip“ zu einem befriedigenden Ende führt, so hätte ich mir zum Abschiednehmen gerne noch ein, zwei Folgen mehr gewünscht. Die Autoren nutzen die letzten sieben Stunden von Orphan Black auch, um fast alle wichtigen Nebenfiguren wenigstens noch einmal kurz auftreten zu lassen, wobei diese Abschiedstournee zu keiner Zeit zum Selbstzweck verkommt, sondern die Geschichte auch durch diverse Rückblenden zu einem runden Abschluss bringt. Season 5 zeigt auch endlich den wahren Neolution-Gründer P.T. Westmorland, der vor 170 Jahren geboren sein soll. Verkörpert wird dieser moderne Dr. Frankenstein/Moreau vom kanadischen Schauspieler Stephen McHattie (The Fountain, Watchmen, Haven).

Was mich besonders an der Serie von John Fawcett und Graeme Manson fasziniert sind die starken Frauenfiguren. Obwohl die Klone-Schwestern immer wieder die Hilfe der Männer an ihrer Seite (wie Felix, Art oder Donnie) benötigen, so haben hier ganz klar die Damen das Heft in der Hand, allen voran natürlich Sarahs Adoptivmutter Siobhan alias Mrs. S, die aufgrund ihrer wilden Vergangenheit in Extremfällen auch vor einer weniger friedlichen Lösung nicht zurückschreckt. Orphan Black handelt nicht nur vom Kampf der Klone für Unabhängigkeit, sondern vollführt vielmehr auch eine weibliche Emanzipationsgeschichte gegen patriarchalische Mächte.

Primär ist die Show zweifelsohne der grandiose Durchbruch von Tatiana Maslany, die als unfassbar vielgesichtige und wandelbare Schauspielerin regelmäßig die fünf oben genannten, ungleichen Schwestern sowie weitere Klone in Nebenrollen verkörperte. Während jeder einzelnen der insgesamt 50 Episoden habe ich zwischenzeitlich vergessen, dass nur eine Darstellerin hinter all den Charakteren steckt. Ein besseres Kompliment gibt es für die 32jährige Kanadierin sicherlich kaum. Es wird spannend, ihre weitere Schauspielkarriere zu verfolgen.

Die finale Staffel von Orphan Black ist seit dem 13. August 2017 auf Netflix abrufbar. Eine deutsche DVD-/Blu-Ray-Veröffentlichung steht noch aus.

Fazit: Farewell, Clone Club. Oder um es mit einem Lied von Palastorchester-Maestro Max Raabe zu sagen: Klonen kann sich lohnen. 8 von 10 Punkten.

 

Bilder (c) BBC America/Netflix.


passion of arts

Kunst, Photographie, Grafikdesign, Literatur, Filmkritiken, Lifestyle

Leuchttürme und Schattenplätze

Das Medienmädchenblog

Filmexe - Blog über Filme und Serien

Filme und Serien werden bei uns besprochen, in Form von Kritiken und auch einem Podcast. Jede Woche gibt es zwei Filmkritiken zu Filmen die gerade im Kino laufen oder auch schon länger draußen sind, der Filmpodcast heißt Filmexe Podcast.

Miss Booleana

says "Hello World!"

Cinematographic Tides

Filmische Gezeiten / Filmbesprechungen nach Wetter- und Stimmungslage / Klönschnack inbegriffen

What's Best in Life?

Ein Popkultur-Buchclub für Nerds

serialposting

Serien, Filme und TV

Hurzfilm

Ist das Filmkunst oder kann das weg?

Marcel Michaelsen

Selbsternannter Schriftsteller

Trivial

Friedl Von Grimm - fast eklig polygam

Xeledons Spiegel

"Aber was ist hinter dem Spiegel?" - "Nichts. Und alles."

flightattendantlovesmovies

Die Flugbegleiterin, die gerne gute Filme und Serien guckt und darüber schreibt.

Couchkartoffelchips

Macht jetzt bloß keinen Stress...

Motion Picture Maniacs

Filmblog - Reviews & Filmzitate!

24 Yards per Second

Filme. Football. Und so.

neuesvomschreibtisch

You're gonna be fine.

pieces of emotions

Bücherwurm, Serienfreak & hoffnungsvoller Schreiberling

ergothek

Der Blog mit dem DeLorean

Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

The Televisioner

Ein subjektives Blog über Serien, Filme und anderen Popkultur-Kram

Singende Lehrerin

Tagebuch einer singenden, film- und serienverrückten Lehrerin

Xanders Blog

Ein Blog über Filme, Fernsehen, Games, Bücher, Comics und sowas.

Wortman

Willkommen in den WortWelteN

moviescape.blog

Texte über Filme, Serien, Popkultur, Laufen und das Vatersein.