Media Monday #574

27. Juni 2022

Allmählich hat mich der Alltag im positiven Sinne wieder eingeholt. Das bedeutet auch, dass der Media Monday heute wieder pünktlich um kurz nach Mitternacht kommt.

Beiträge der Woche
La Boum 1+2
Mindhorn


Fragen der Woche

1. Die Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität ist bisweilen ähnlich gelagert wie die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

2. Es ist zwar durchaus eine gute Idee, so manchen Film fortzusetzen, aber wenn man diese „Methode“ übertreibt, dann geht das auf Kosten der Qualität und führt zur Übersättigung des Publikums.

3. Gelegentliche positive Meldungen wecken bei mir die Hoffnung, dass sich die Menschheit vielleicht doch nicht so schnell selbst zugrunde richtet.

4. Manches habe ich mittlerweile wirklich über, wie etwa erzreaktionäre Menschenquäler, die Frauen in Notsituationen das Grundrecht auf eine Abtreibung verwehren und diese sowie mögliche helfende Personen kriminalisieren, siehe HIER.

5. Der australische Filmemacher Baz Luhrmann ist eine so ungemein kreative Person, die beeindruckende und mitreißende Filme auf die Leinwand zaubert, auch wenn mir seine letzten Werke nicht mehr ganz so gut gefallen haben.

6. Manchmal „erstaunt“ es mich schon, wie beispielsweise gebildete Menschen ewiggestrige Vorstellungen haben und ihre Position dazu nutzen, diese auch noch durchzusetzen bzw. längst überholte Verhältnisse wieder einzuführen, siehe auch 4.

7. Zuletzt habe ich ein im Grunde normales Wochenende mit einem Besuch bei Freunden am Freitag und dem Kinobesuch von Baz Luhrmanns Musiker-Biopic Elvis am Samstag verbracht und das war sehr schön, weil ich es so vermisst hatte, im privaten Rahmen Leute zu treffen und außerdem ins Kino zu gehen. Den Film über den „King of Rock’n’Roll“ fand ich zumindest inszenatorisch und was die Performances des Hauptdarstellers Austin Butler betrifft gelungen.

 

 

 


Media Monday #573

20. Juni 2022

Auferstanden aus der Isolation und dem Media Monday spät zugewandt! Aber besser spät als gar nicht.

Da ich sonst immer zu den besonders frühen Vögeln gehöre, welche die Fragen des Media Mondays immer schon am (späten) Sonntagabend ausfüllen, ist dem ein oder anderen vielleicht aufgefallen, dass ich diesen Montag viel später dran bin. Der Grund heißt Coronavirus, welches mich seit letztem Montag als Souvenir von der Hochzeitsfeier meiner Cousine heimgesucht hatte. Die richtigen Symptome waren nicht wirklich schlimm und am Samstag eigentlich vorbei, aber die Kombination aus Isolation und Hitze forderte vor allem am Sonntag seinen Tribut, so dass dieser Beitrag gestern nicht mehr vollendet werden konnte.

Aber keine Bange, der Schnelltest heute früh war negativ und ich wurde wieder in die freie (heute dankenswerterweise auch viel kühlere) Außenwelt entlassen! Juchuu! Ich war wohl noch nie so froh, wieder auf die Arbeit gehen zu dürfen.


Beiträge der Woche
Flash Gordon (1980) (KulFaZ-Fassung)
Die 5 schlechtesten Filmremakes


Fragen der Woche

1. Ich habe ja durchaus schon vor Jahren davon geträumt, dass Meine Träume sind meist zu diffus, um sie irgendwo wiederzugeben.

2. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass es ein Erfolg würde wenn die Menschheit mehr auf Nachhaltigkeiten setzte.

3. Hätte ich einmal richtig Zeit, mich in ein neues Thema einzufuchsen dann nutze ich diese auch. Nur leider passiert das zu selten.

4. Die Hitze lenkt mich ehrlicherweise häufiger ab, als mir lieb ist, denn man kann sich bei diesen Temperaturen einfach nicht gut konzentrieren.

5. Traurig, dass die zweite Staffel von Star Trek: Picard den titelgebenden Sternenflottenoffizier durch mäßige Drehbücher in ein so schlechtes Licht rückt, denn sowohl die Figur als auch die Marke haben Besseres verdient.

6. Flash Gordon, der Film von 1980, könnte kaum unterhaltsamer sein, schließlich ergeben grellbunte Sets und Kostüme, schrille Effekte, ein selbstironisch-überzeichneter Plot, die kultige Musik von Queen und ein illustres Darstellerensemble ein herrlich campiges Weltraumabenteuer.

7. Zuletzt habe ich ein paar Serienfolgen und Filme angesehen und das war zwischen mittelmäßig und sehr unterhaltsam, weil die Serie The Pentaverate von/mit Mike Myers leider nicht überzeugen konnte, die Filme La Boum – Die Fete und Neues vom WiXXer dagegen schon.

 

 

 


Flash Gordon (1980) (KulFaZ-Fassung)

16. Juni 2022

Meine letzte Sichtung des kultigen Weltraum-Camp-Spektakels Flash Gordon, basierend auf den Comicstrips von Alex Raymond (1909-1956), ist schon wieder vier Jahre her. Oliver Kalkofe und Peter Rütten haben sich Mike Hodges‘ Film für den ersten Teil ihrer neuen Reihe Die kultigsten Filme aller Zeiten, kurz KulFaZ, ausgesucht. Und so wagte ich mich am vergangenen Freitagabend, bewaffnet mit etwas Alkohol, in die unendlichen Weiten des grellbunten Weltalls.

Der ultimative Farben-Flash!

Die Erde wird immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht. Wissenschaftler Dr. Hans Zarkov (Chaim Topol), ehemaliger NASA-Mitarbeiter, vermutet einen Angriff aus dem All, wird von der akademischen Welt aber nur belächelt. Mit einer selbstgebauten Rakete will Zarkov seiner Theorie auf den Grund gehen. Den Footballspieler Flash Gordon (Sam J. Jones) und die Reiseleiterin Dale Arden (Melody Anderson), die gerade mit einem Privatflugzeug abgestürzt sind, zwingt der Wissenschaftler, ihn zu begleiten. Das Raumschiff der drei Erdlinge stürzt auf dem Planeten Mongo ab, von wo aus der tyrannische Imperator Ming der Unbarmherzige (Max von Sydow) die Galaxis beherrscht. Flash soll hingerichtet werden, doch Prinzessin Aura (Ornella Muti), Mings attraktive und manipulative Tochter, verhilft ihm zur Flucht. Flash versucht die Anführer der von Ming unterjochten Völker zu einem Aufstand gegen den Tyrannen zu überreden. Doch Prinz Barrin (Timothy Dalton) von den Baummenschen und Prinz Vultan (Brian Blessed), Fürst der Falkenmänner, sind von diesem Vorschlag nicht begeistert. Es bleibt wenig Zeit, denn der Mond wurde durch Ming aus seiner Bahn gelenkt und rast unaufhaltsam auf die Erde zu…

Bild (c) Studiocanal

Ehrlich gesagt habe ich meine Liebe zu Flash Gordon (1980) erst bei einer Wiederholungssichtung vor vier Jahren entdeckt. Mit Ausnahme von Barbarella (1968), einer früheren Comic-Adaption mit ähnlicher Ästhetik und ebenfalls von „Flash“-Produzent Dino de Laurentiis produziert, ist mir bisher kaum ein Film untergekommen, welcher derart farbenfroh daherkommt. Die grellbunten Sets und Kostüme schuf Danilo Donati, der sich durch die Optik der Comicserie und die Designs der Flash Gordon-Filmserials (1936-1940) inspirieren ließ. Die digital restaurierte Fassung potenziert den visuellen Genuss sogar noch.

Das Werk von Regisseur Mike Hodges darf insgesamt als großer Glücksfall betrachtet werden. Denn ob absichtlich oder nicht, irgendwie haben es Darsteller und Crew hinbekommen, die Vorlage auf die einzig wirklich sinnvolle Art zu adaptieren: als hemmungsloses und selbstironisches Camp-Spektakel. Da erscheint es auch völlig egal, dass die Story generell wenig Sinn ergibt, von den grundlegenden Gesetzen der Physik wollen wir gar nicht erst anfangen. Denn dazu gibt es hier einfach für Augen und Ohren zu viel zu bestaunen und zu genießen. Dazu lieferte die legendäre Band Queen nicht nur den simpel-eingängigen Titelsong ab, sondern fast den kompletten Score, mit Schwerpunkt auf psychedelischen Synthie-Klängen, was wunderbar zum Gesamtpaket passt. Sam J. Jones gab den unermüdlichen Titelhelden während Melody Anderson sein Love Interest Dale Arden verkörperte. Der schwedische Oscar-Gewinner Max von Sydow kostete seine Rolle als ultimativer Superbösewicht Ming genüsslich aus. Außerdem dabei: Italiens Sexsymbol Ornella Muti als Mings Tochter Aura, der israelische Schauspieler/Sänger Chaim Topol (Anatevka) als „verrückter“ Wissenschaftler Dr. Zarkov, der britische Shakespeare-Mime Brian Blessed als Vultan und der spätere James Bond-Darsteller Timothy Dalton als Barin.

Aus meiner Sicht erwarb sich Flash Gordon (1980) seinen Kultstatus zurecht. Von daher nicht ganz verwunderlich, dass sich Oliver Kalkofe und Peter Rütten sich genau diesen Film für den Auftakt ihrer neuen Reihe Die kultigsten Filme aller Zeiten (KulFaZ) am 10. Juni 2022 ausgesucht hatten. Die üblichen Lästereien, wie bei SchleFaZ, wo schlechte Machwerke auseinander genommen sein, ließ das Duo aber sein. Ansonsten waren aber alle bekannten Zutaten (inklusive eines alkoholischen Getränkes oder auch einer passenden Mahlzeit, immer bei entsprechender Aufforderung zu konsumieren) inklusive Trivia-Einblendungen vorhanden. Und irgendwie habe ich mir nach der erneuten Sichtung gewünscht, dass man im gleichen Stil Dune – Der Wüstenplanet von Frank Herbert verfilmen würde und nicht so steril-farblos bei in Villeneuves Version. Wobei diese Idee auch auf die Kombination aus Film-Flash und Alkohol zurückzuführen sein könnte. 😉

 

Bild (c) KulFaZ/Tele 5

 

Die KulFaZ-Fassung von Flash Gordon ist aktuell in der Tele 5-Mediathek abrufbar. Der Film ist außerdem digital remastered auf DVD und BluRay erhältlich sowie als kostenpflichtiger Stream bei Amazon, Apple TV, Sky Store, Pantaflix und Arthaus.

Flash Gordon
Science-Fiction-Abenteuer UK, USA 1980. FSK: Freigegeben ab 12 Jahren. 107 Minuten (PAL-DVD).
Mit: Sam J. Jones, Melody Anderson, Max von Sydow, Chaim Topol, Ornella Muti, Timothy Dalton, Brian Blessed, Peter Wyngarde, Mariangela Melato u.v.a. Nach den Comicstrips von Alex Raymond. Drehbuch: Lorenzo Semple Jr. Regie: Mike Hodges.

 


Media Monday #572

13. Juni 2022

Mit sieben Fragen beim Media Monday startet auch heute wie gewohnt die Woche. Auf geht’s!

Beiträge der Woche
Tatort: Warum (Franken-Tatort #8)
Kommissar Van der Valk: Staffel 2
Die 5 besten Filmparodien


Fragen der Woche

1. Ich würde mir ja manchmal wünschen, dass die Menschheit endlich die Kurve kriegt und die Welt zum Besseren verändert.

2. Edward Norton als Bruce Banner in Der unglaubliche Hulk ist eigentlich völlig zu Unrecht in Ungnade gefallen, denn ich finde den Film immer noch besser als manch anderen Beitrag des „Marvel Cinematic Universe“. Wobei ich jetzt mit Mark Ruffalo als seinem Nachfolger auch zufrieden bin.

3. Wäre es nicht großartig, wenn ein Tag mehr für Freizeit zur Verfügung stünde? Quasi eine Arbeitswoche mit nur vier Tagen?

4. Ich finde es ja immer schwierig, wenn Leute irgendwelche Fake News oder Verschwörungsunsinn glauben und verbreiten, vor allem wenn sie dies scheinbar mit völliger Überzeugung tun. Das lässt mich schon ziemlich an der Intelligenz der Menschheit zweifeln.

5. Ich muss ja sagen, dass ich menschlich ziemlich begeistert bin von Leider fällt mir da gerade niemand ein.

6. Mit besonderer Qualität bekommt man mich ja irgendwie immer, obwohl ich generell eher kritisch bin.

7. Zuletzt habe ich die Feier der kirchlichen Hochzeit meiner Cousine besucht und das war sehr schön und spaßig, weil die Location nicht besser hätte gewählt werden können und es immer wieder sehr lustig zuging, auch durch die Spiele, welche das Brautpaar absolvieren musste. Jeder der Gäste hatte außerdem eine persönliche Aufgabe zu erfüllen. Ich kleiner Hobbit sollte in der (mittlerweile bei Hochzeitsfeiern üblichen) Fotobox ein Bild mit der größten Frau vor Ort machen. Die Kandidatin, eine 1,84 m große Volleyballspielerin, machte den Spaß mit und ich konnte so meine Challenge erfolgreich gestalten.

 

 

 


Kommissar Van der Valk: Staffel 2

10. Juni 2022

Ebenfalls mit pandemiebedingter Verspätung schaffte es die zweite Staffel der in Amsterdam spielenden Krimiserie Kommissar Van der Valk, nach Büchern des britischen Autors Nicholas Freeling, auf die Fernsehbildschirme. Der titelgebende Ermittler und sein Team müssen drei neue Fälle lösen.

Der Kommissar und das Boot

Im Auftrag von ihrer Vorgesetzten Julia Dahlman (Emma Fielding) ermitteln Kommissar Piet Van der Valk (Marc Warren) und sein Team – die coole und gleichzeitig emotional geerdete Lucienne Hassel (Maimie McCoy), der stupide wirkende aber zuverlässige Brad de Vries (Luke Allen-Gale), der junge Job Cloovers (Elliot Barnes-Worrell) mit seiner schnellen Auffassungsgabe und der kauzig-geniale Gerichtsmediziner Hendrik Davie (Darrell D’Silva) – in folgenden Mordfällen:

Gejagt in Amsterdam
Eine Anwältin wird tot aufgefunden, gemeinsam mit einem Zitat des Philosophen Baruch de Spinosa (1632-1677). Wenig später taucht die Leiche einer jungen PR-Beraterin auf, ebenfalls mit Spinosa-Zitat. Van der Valk, Hassell und das Team versuchen, einen weiteren Mord des unbekannten Serientäters zu verhindern…

Blut in Amsterdam
Die drei Erben eines florierenden Diamantenkonzerns erhalten jeweils Teile der Leiche eines ihrer geschätzten Mitarbeiter kurze Zeit nachdem die Firmenmatriarchin verstorben ist. Van der Valk und seine Mitarbeiter ermitteln im Mordfall während die Familie das Unternehmen in die Zukunft führen will…

Abrechnung in Amsterdam
Eine junge Cellistin fällt einem Säure-Anschlag zum Opfer. Wusste die Musikerin von gefährlichen Geheimnissen? Die Spur führt Van der Valk & Co zu mehreren Missbrauchsfällen und in die obersten Kreise des Landes…

Marc Warren (State of Play [Miniserie], Hogfather) ist zwei Jahre nach den ersten drei Episoden zurück in der Rolle des eigenbrötlerischen und nicht selten schweigsamen Kommissars Piet Van der Valk, der weiterhin in seinem Boot wohnt, welches im Hafen von Amsterdam liegt. Vor Jahren ertrank Piets Verlobte, einen Verlust den der erfahrene Polizeibeamte nur schwer verwunden hat, weshalb er sich auch schwer tut, eine neue ernsthafte Beziehung einzugehen. Van der Valk zieht es zwar vor, allein zu sein, aber als Anführer eines Ermittlerteams funktioniert er dennoch. Bei drei Episoden mit einer Laufzeit von jeweils knapp 90 Minuten bleibt auf Dauer nicht genügend Zeit, die einzelnen Fälle gut genug auszuarbeiten. Außerdem kommt wie nicht selten bei Krimiformaten das Privatleben der Hauptfiguren etwas zu kurz. Aber immerhin hat man in der zweiten Season die Charaktere ein bisschen besser kennengelernt obgleich bei jedem sicherlich noch Luft nach oben bleibt.

Insgesamt empfand ich Staffel zwei etwas stärker als die erste. Die Fälle wirkten auf mich nicht mehr ganz so konstruiert und die Dynamik im Team entwickelt sich zum Positiven, auch durch die soliden Darstellerleistungen. Während die Hauptrollen von britischen Schauspielern bekleidet werden so sind ein Großteil der Episoden- und Gastrollen mit niederländischen Akteuren besetzt, was (zumindest) in der englischen Originalfassung den dezenten Lokalkolorit der Serie unterstreicht. Van der Valk schippert gerne ästhetisch und teils inhaltlich in altbekannten Scandi-Noir-Fahrwassern, vermeidet aber weitgehend allzu reißerische oder konstruierte Plots. Es wäre allerdings mal interessant, einen Fall zu erleben, der nicht innerhalb von 90 Minuten aufgelöst wird, sondern sich über mehrere Folgen erstreckt. Oder einfach mehr Episoden pro Staffel.

Staffel 2 von Kommissar Van der Valk ist noch bis einschließlich 12. Dezember 2022 in der deutschen Synchronfassung und der englischen Originalfassung in der ARD-Mediathek kostenlos abrufbar.


Kommissar Van der Valk: Staffel 2 (Van der Valk: Series 2)
Krimiserie UK, Niederlande, Deutschland 2022. 3 x 89 Minuten.
Mit: Marc Warren, Maimie McCoy, Luke Allen-Gale, Elliot Barnes-Worrell, Darrell D’Silva, Emma Fielding u.a. Nach Romanen von Nicholas Freeling. Drehbuch: Chris Murray und Maria Ward. Regie: Jean van de Velde, André van Duren und Joram Lürsen.


Credits
Bilder (c) Company Pictures/ARD.

 

 

 

 

 


Media Monday #571

6. Juni 2022

Es folgt der Media Monday am Pfingstmontag. Möge er besonders geistreich sein! 😉



Beiträge der Woche
Undone: Staffel 2
TV-Tipp: KulFaZ


Fragen der Woche

1. Für mich ist es sehr ungewohnt, die Fragen des Media Mondays heute erst am Montag(nach)mittag zu beantworten, weil ich das gewohnheitsmäßig sonst schon am Sonntagabend tue.

2. Lückentexte gibt es, bei denen weiß man nicht so recht, was man schreiben soll.

3. Kaum etwas, das exklusiv bei Disney+ im Angebot ist interessiert mich wirklich, mit wenigen Ausnahmen.

4. Was mir mehr bedeutet, als auf endlose angelegte Franchises: meist eigenständige, besondere Geschichten mit Tiefgang.

5. Meine ganz persönliche… (Fortsetzung bei Frage 6)

6. Leidenschaft für Filme und Serien besteht an sich schon etwa 20 Jahre hat sich aber in den letzten zehn Jahren massiv verändert.

7. Zuletzt habe ich das Wochenende bei meiner Familie verbracht und das war sehr schön, weil meine Schwester mit ihren Kindern (14 und 11) aus den USA zu Gast ist. Leider waren meine Nichte und mein Neffe nach der langen Reise noch nicht so wirklich ansprechbar, was aber verständlich ist. 😉

 

 

 


TV-Tipp: KulFaz – Ab 10. Juni bei Tele 5

3. Juni 2022

Schleche Filme ansehen und kommentieren, das machen Oliver Kalkofe und Peter Rütten seit Jahren bei SchleFaZ. Ab 10. Juni wenden sich die beiden besonders kultigen Streifen zu, in der neuen Reihe KulFaZ.


Seit fast neun Jahren (die erste Ausgabe lief am 26. Juli 2013) schauen die nimmermüden Cineasten Oliver „Olli“ Kalkofe und Peter „Päter“ Rütten die schlechtesten Filme aller Zeiten in der treffend titulierten Tele 5-Show SchleFaZ. Nach 140 Machwerken in 10 Staffeln hat sich das verbal bestens aufgelegte und immer top kostümierte Duo Infernale so manchen grenzdebilen oder einfach langweiligen Schundstreifen reingezogen. Manche dieser zweifelhaften Filmchen sind ohne Kalkrüttens Resümee, die witzigen Texteinblendungen sowie natürlich den jeweils individuell gestalteten Cocktail kaum zu ertragen. Wobei ich zugeben muss, dass auch einige durchaus spaßige Filme wie Star Crash und die beiden Herkules-Filme von Luigi Cozzi oder Ed Woods Billig-Kracher Plan 9 From Outer Space dabei waren.

In der neuen Reihe Die kultigsten Filme aller Zeiten, kurz KulFaZ, widmen sich die beiden Kinokonnoisseure nun kultigen Filmen, die sich eher am anderen Ende der Qualitätsskala befinden. Die Reihe startet am 10. Juni 2022 zur Primetime um 20:15 mit dem herrlich bunten Camp-Weltraumabenteuer Flash Gordon (1980) von Regisseur Mike Hodges. Aus meiner Sicht ist diese Auswahl für den Beginn fast eine Verschwendung, wenngleich der Film natürlich perfekt in das neue Format passt. Außerdem sind die französische Teenager-Komödie La Boum – Die Fete (auch von 1980 und mit einer blutjungen Sophie Marceau in der Hauptrolle), Top Secret (1984; eine Parodie auf Kalter-Krieg-Spionagefilme und Elvis-Musikfilme vom ZAZ-Trio) und der Musik-Kultfilm Blues Brothers (1980) zu sehen.

Hier alle Termine im Überblick:
Freitag, 10. Juni 2022, 2015: Flash Gordon
Freitag, 17. Juni 2022, 20:15
La Boum – Die Fete
Freitag, 24. Juni 2022, 2015:
Top Secret!
Freitag, 1. Juli 2022, 20:15:
Blues Brothers

(Nach der Fernseh-Ausstrahlung werden die Folgen in der Tele 5-Mediathek abrufbar sein)

Viel Spaß beim kultige Filme-Schauen! 😉



Credits
Bilder (c) Tele 5.

 

 

 


Review(s) Mai 2022

1. Juni 2022

Der Wonnemonat ist schon wieder vorbei. Doch wie wonnig war er eigentlich?

Mit drei Kinobesuchen, drei aktuellen Serien, zwei tollen Konzerten und einem wundervoll-unbeschwerten Gratis Comic Tag wie vor der Pandemie bot der vergangene Monat durchaus einige Highlights. Auffallend, dass es sich bei allen vier gesichteten und rezensierten Serien jeweils um die zweite Staffel handelt. Mal sehen was Season 6 von „2022“ so alles mit sich bringt. 😉

Viel Spaß beim Nachlesen!

Filme
The Northman
Everything Everywhere All At Once
Blutsauger
(2021)
Der Prinz von Jütland
The Witch (2015)

Serien
Matrjoschka: Staffel 2
Star Trek: Picard – Staffel 2
Undone: Staffel 2
Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle: Staffel 2

Konzerte
Clannad
Spinifex

Sonstiges
Gratis Comic Tag 2022


Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
Mission: Erde – Staffel 4, Folgen 2 bis 5
Star Trek: The Next Generation – Staffel 4, Folgen 2 bis 4

 

 

 

 

 


Undone: Staffel 2

31. Mai 2022

Über zweieinhalb Jahre nach der herausragenden ersten Staffel wurde die Animationsserie Undone endlich fortgesetzt. Almas Reise in die Geschichte ihrer Familie geht weiter.


Das perfekte Leben?

Nach einem Autounfall erschien Alma (Rosa Salazar) plötzlich ihr seit 20 Jahren verstorbener Vater Jacob (Bob Odenkirk). Außerdem stellte die junge Frau fest, dass sie in der Zeit hin- und herspringen kann. Gemeinsam mit Jacob gelang es ihr, die Umstände seines Todes aufzuklären. In der Hoffnung, ihren Vater wirklich wiederzusehen betritt Alma eine Höhle in Mexiko. Als sie diese wieder verlässt landet Alma in einem anderen Leben in welchem Jacob noch lebt, ihre Schwester Becca (Angelique Cabral) ihren reichen Verlobten Reed (Kevin Bigley) geheiratet hat und in welcher ihre Mutter Camila (Constance Marie) etwas vor der Familie verbirgt. Gemeinsam mit Becca versucht Alma diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen…

Bei der Sichtung im Dezember 2019 hat mich die erste Staffel von Undone, welche am 13. September 2019 ihre Premiere bei Amazon Prime feierte, absolut umgehauen, weswegen die Serie auch in meiner Bestenliste des Jahres ganz oben landete. Eine Frau am Scheideweg, deren Leben plötzlich eine völlig unerwartete Wendung nahm, und die ständige Frage ob sie psychisch krank oder übersinnlich begabt, schizophren oder schamanisch veranlagt ist oder alles zur gleichen Zeit. Diese Prämisse nahmen Raphael Bob-Waksberg, Erfinder/Showrunner der Netflix-Animationsserie BoJack Horseman (2014-2020), und seine „BJH“-Kollegin Kate Purdy als Basis für eine visuell atemberaubend schöne und inhaltlich besondere Serie. Die Szenen wurden in spärlichen Kulissen mit realen Schauspielern gedreht und hinterher vom niederländischen Animationskünstler/Regisseur Hisko Hulsing (der etwa die Animationssequenzen der Doku Kurt Cobain: Montage of Heck verantwortete) und seinem Team per Rotoscoping in bewegte Zeichentrickbilder verwandelt. Diese Technik kam unter anderem auch bei Richard Linklaters A Scanner Darkly (2006), einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Science-Fiction-Legende Philip K. Dick, zum Einsatz.

Der Aha-Effekt mag nicht mehr so groß sein wie bei den ersten Folgen, aber auch Season 2 liefert phantastische Bilder in einem visuellen Still zwischen Traum und Hyperrealität. Erstaunlich finde ich vor allem wie es die Zeichner hinbekommen haben, dass sowohl die Figuren als auch die Orte gleichzeitig realistisch und ästhetisch bzw. surreal wirken. Zudem verstehen es Bob-Waksberg, Purdy und ihre Co-Autoren die Charaktere sowie die Story weiter zu entwickeln. Vor allem die Dynamik innerhalb der Familie profitiert davon. Vor allem wird deutlich, dass (zumindest in dem gezeigten anderen Leben) Alma nicht mehr die einzige mit besonderen Fähigkeiten ist. Wie die beiden Schwestern immer weiter in den dunklen Kapiteln ihrer Familiengeschichte zurückgehen hat inszenatorisch durchaus etwas von Christopher Nolans Inception (2010) oder Noah Hawleys genial-eigenwilligen Marvel-Serie Legion (2017-2019), doch steht hier ganz klar nicht ein lukrativer Heist oder die Rettung der Welt im Mittelpunkt, sondern die Familie als kleinstmögliche soziale Einheit.

Während bei anderen Animationswerken die Schauspieler meist auf bloße Sprechrollen reduziert sind so können die real gefilmten Darsteller hier die volle Bandbreite abrufen. Rosa Salazar (Alita: Battle Angle), die auf mich erneut wie ein Doppelgänger von Aubrey Plaza wirkte, kann als Alma an ihre intensive Leistung aus dem ersten Jahr anknüpfen während Angelique Cabral als deren Schwester Becca mehr in den Vordergrund rückt. Auch Constance Marie als Mutter Camila und Bob Odenkirk (Breaking Bad, Better Call Saul) als besonnen wirkender Vater Jacob liefern starke Performances. Ankreiden könnte man Staffel 2 höchstens, dass sie mit erneut nur acht Episoden und einer Gesamtlaufzeit etwa gut drei Stunden etwas zu kurz geriet. Außerdem scheinen manche Charaktere über die Jahrzehnte kaum zu altern. Das sind jetzt aber eher zu vernachlässigende, kleine Makel. Das Ende der Season könnte auch das Serienende bedeuten, was aus meiner Sicht jammerschade, aber verständlich wäre. Denn Undone hat sich als einmaliger philosophisch-spiritueller Trip von surrealer Schönheit einen Platz in meinem Serienherzen erobert.

Die zweite Staffel von Undone ist seit dem 29. April 2022 Teil des Angebots von Amazon Prime.


Undone: Staffel 2
(Undone: Season 2)
Animation/Mysteryserie USA 2022. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 195 Minuten.
Mit: Rosa Salazar, Angelique Cabral, Bob Odenkirk, Constance Marie, Holley Fain u.a. Idee: Raphael Bob-Waksberg und Kate Purdy. Regie: Hisko Hulsing.

 


Credits
Bilder (c) Amazon.

 

 

 

 


Media Monday #570

30. Mai 2022

Nach einem doch recht fleißigen Wochenende beginnt die hoffentlich ähnlich produktive Woche wie üblich mit den neuen Fragen des Media Mondays

Unseren Media-Monday-Meister Wulf hat das Corona-Virus erwischt! An dieser Stelle von meiner Seite die allerbesten Genesungswünsche in Richtung Medienjournal!

Am vergangenen Dienstag (24.05.2022) war ich wiedermal auf einem Konzert. Die „Freakshow“-Initiative präsentierte im Immerhin zu Würzburg das internationale Jazzfusion-Sextett Spinifex aus Amsterdam. Ich besitze ehrlich gesagt kaum eines ihrer Alben, doch ist es mir immer wieder eine Freude, die virtuos und dynamisch aufspielende Band live zu erleben. Leider waren kaum mehr als 15 Besucher vor Ort. Natürlich ist das anspruchsvolle Musik fernab vom Massengeschmack, aber dass sowohl die Musikhochschule als auch die lokale Jazz-Szene komplett durch Abwesenheit glänzt ist schon erbärmlich. Vor allem haben wir es bei Spinifex mit hoch talentierten und bestens ausgebildeten Musikern zu tun. Der belgische Trompeter Bart Maris fungiert außerdem als Gastprofessor an der Hochschule in Ghent. Hier ein Video vom Konzert am Tag vorher (23.05.) in Linz:


Beiträge der Woche

Blutsauger (2021)
The Witch (2015)
Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle: Staffel 2

Fragen der Woche


1. Der ideale Film für einen Nachmittag auf der Couch
bietet sehr wahrscheinlich anspruchslose Unterhaltung.

2. Hätte ich eine Woche Zeit, ich würde wahrscheinlich endlich die Serie Snowpiercer (Staffel 3 ist bereits veröffentlicht) nachholen, denn schließlich mochte ich sowohl die Graphic Novel von Jacques Lob, Benjamin Legrand und Jean-Marc Rochette als auch den Film von Bong Joon-Ho und kann mir daher gut vorstellen, dass dieses Szenario auch als Serie funktioniert.

3. Ein richtig neugierig machendes und sicherlich lesenswertes Buch ist für mich Griechische Mythologie: Quellen und Deutung (1955) von Robert Graves, hierzulande bekannt als Robert von Ranke-Graves (1895-1985). Im Buch werden die bekannten Sagen gesammelt, in ihren verschiedenen Varianten wiedergegeben und historisch interpretiert. Vor allem letzter Aspekt ist für mich, der ich diese Sagen in unterschiedlichen Quellen seit knapp 30 Jahren lese, besonders interessant.

4. Bewegung ist immer dann wieder von Interesse, wenn man wirklich mal mehrere Tage auf der Couch verbringt, immerhin darf man nicht so schnell einrosten, damit man halbwegs fit bleibt.

5. Wenn für alles die Kraft fehlt, finde ich es immer ganz erbaulich, wenn mich Musik wieder aufrichten kann.

6. Das ein oder andere Hörbuch/Hörspiel oder eine Comedy-CD hat mich das letzte Mal, als ich krank das Bett gehütet habe, mehr als blendend unterhalten, denn wenn man „nur“ etwas hört, kann man sich konzentrieren und doch irgendwie gleichzeitig etwas abschalten. Es bieten sich natürlich auch Podcasts an.

7. Zuletzt habe ich ein Konzertreview für die kommende Ausgabe des Fanzines Bad Alchemy geschrieben und das war höchste Zeit, weil das betreffende Konzert schon ein paar Wochen zurückliegt.

 


Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken

Meine Welt der Bücher 📚

Rezensionen und mehr (02012482970)

Neue Filmkritik

braucht das Land

Apokalypse Film

Schaut vor der Apokalypse keine schlechten Filme!

Klappe!

Das Filmmagazin

Bette Davis left the bookshop

Bücher, Filme und viel mehr

VERfilmt&ZERlesen

Wo Kafka und Kubrick sich treffen

Schreiben als Hobby, kreativ sein - Poetik für Anfänger

Aus den Aufzeichnungen der Skáldkonur: Wo Worte sich zu Texten fügen, ist es Zeit für den Barden seine Geschichten zu erzählen.

11ersfilmkritiken.wordpress.com/

Ich heiße euch herzlich auf meinem Blog willkommen.

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Kritiken zu Filmen, Serien und Theater

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Filme und Serien werden bei uns besprochen, in Form von Kritiken und auch einem Podcast. Jede Woche gibt es zwei Filmkritiken zu Filmen die gerade im Kino laufen oder auch schon länger draußen sind, der Filmpodcast heißt Filmexe Podcast.

Miss Booleana

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Marcel Michaelsen

Selbsternannter Schriftsteller

Trivial

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28 Books Later

Schundliteratur und anderer Unfug

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moviescape.blog

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