Ex Machina (Kurzkritik)

Ein junger Programmierer lernt seinen isoliert lebenden Chef kennen und wird von diesem mit einem Experiment zum Thema Künstliche Intelligenz beauftragt…



Datas Vorfahren

Caleb (Domhnall Gleeson) arbeitet als Programmierer für einen riesigen Internetkonzern. Bei einer Mitarbeiterlotterie gewinnt der 26jährige ein Treffen mit dem Chef des Unternehmens. In einer technisch hochaufgerüsteten unterirdischen Villa im entlegensten Winkel Alaskas trifft er Nathan (Oscar Isaac), der dort allein mit seiner japanischen Dienerin Kyoko (Sonoya Mizuno) lebt. Nathan gibt sich Caleb gegenüber als freundlich und kumpelhaft, bittet ihn aber um die Teilnahme an einem Experiment. Nathan hat die Androidin Ava (Alicia Vikander) konstruiert und Caleb soll durch Gespräche mit ihr herausfinden, ob sie über tatsächliche Intelligenz und ein Bewusstsein verfügt. Mit der Zeit kommen Caleb Zweifel, was seine Aufgabe betrifft, denn Nathan lässt sich immer mehr gehen und er fühlt sich langsam zu Ava hingezogen, die ihm zu verstehen gibt, dass dem Hausherrn nicht zu trauen ist…

Alex Garland hat sich bisher als Romancier (u.a. Der Strand) und Drehbuchautor (28 Days Later, Sunshine, Dredd) einen Namen gemacht. In seinem 2015 erschienen Regiedebüt Ex Machina verzichtet der Brite auf großen Effektoverkill oder aufwändige Set Pieces. Stattdessen lässt er in einem raffinierten und in kühler Kulisse inszenierten Vier-Personen-Stück die Grenzen zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz bzw. Homo sapiens und Android ausloten. Der für „läppische“ 11 Millionen € gedrehte Film liefert aber kein verkopftes oder abgehobenes Scifi-Szenario, sondern schildert eine Zukunft, wie sie morgen schon sein könnte. Vor allem die Sache mit dem monopolistischen Mega-Internetkonzern, der grenzenlos Daten über seine Nutzer sammelt, könnte aktueller nicht sein. Vielleicht wird es auch irgendwann keinen großen Unterschied mehr geben zwischen künstlichen und „menschlichen“ Arbeitsrobotern…

Ex Machina
Science-Fiction-Film UK/USA 2015. FSK 12. 108 Minuten. Mit: Domhnall Gleeson, Alicia Vikander, Oscar Isaac, Sonoya Mizuno u.a. Drehbuch und Regie: Alex Garland.

Bild (c) Universal.

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4 Responses to Ex Machina (Kurzkritik)

  1. bullion sagt:

    Hat mir auch extrem gut gefallen der Film, sogar noch etwas besser als dir, wenn man nach Punkten geht. Hat mich richtig begeistert.

  2. ainu89 sagt:

    Ich fand den Film auch extrem stark!

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