X-Men: Zukunft ist Vergangenheit – Rogue Cut (Kurzkritik)

2. September 2015

Nachdem Regisseur Bryan Singer letztes Jahr seine Mutanten-Zeitreisesaga X-Men: Zukunft ist Vergangenheit fürs Kino zuungunsten einer beliebten Figur kürzen musste, folgte im Juli 2015 die „Extended Edition“ der gelungen Comicverfilmung, wie der Titel verrät, mit mehr von Rogue.

X-Men Zukunft ist Vergangenheit_Rogue Cut DVD2023. Fast sämtliche Mutanten sind versklavt oder ausgelöscht. Nur noch eine verschwindend kleine Widerstandsgruppe versucht sich immer wieder vor den übermächtigen Sentinels zu verstecken. Da entschließen sich X-Men-Leader Charles Xavier (Patrick Stewart) und sein „alter Freund“ Erik Lehnsherr alias Magneto (Ian McKellen) zu einem letzten Versuch, die aussichtslose Situation zu retten. Kitty Pryde (Ellen Page) schickt mithilfe ihrer Kräfte das Bewusstsein des unzerstörbaren Wolverine (Hugh Jackman) in dessen jüngeres Ich im Jahr 1973. Dort soll der Krallen wetzende Berserker die jungen Versionen von Charles (James McAvoy) und Erik (Michael Fassbender) zur Zusammenarbeit bringen, damit sie gemeinsam einen Mordanschlag der Gestalt-Wandlerin Mystique (Jennifer Lawrence) auf Wissenschaftler Dr. Trask (Peter Dinklage), den Erfinder der Sentinels, verhindern. Schwieriger könnte das Unterfangen für Wolverine allerdings kaum sein. Denn der junge Professor X und Magneto haben sich vor Jahren zerstritten. Wolverine bleibt nicht viel Zeit…

Ob eine verlängerte Fassung von Zukunft ist Vergangenheit jetzt wirklich nötig war, darüber lässt sich trefflich streiten. Denn trotz zweier Zeitebenen und einer hohen Anzahl an verschiedensten Figuren gelang Regisseur Bryan Singer und seinem Team eine packende und ausgewogene Adaption des gleichnamigen Comic-Bandes. Der sogenannte „Rogue Cut“ erweitert den Streifen nicht nur durch einen komplett neuen Subplot um die Mutantin Rogue, die in der Kinoversion nur einen Cameo hatte, sondern auch durch minimal ergänzte Szenen und Bilder. Die zusätzlichen ca. 16 Minuten runden das Erlebnis etwas mehr ab, ohne jedoch den Genuss der Kinofassung zu schmälern. Beide Versionen sind im 2-Disc-Set enthalten.

8-10X-Men: Zukunft ist Vergangenheit – Rogue Cut (X-Men: Days Of Future Past – Rogue Cut)
Comicverfilmung USA 2014. FSK 12. 143 Minuten (PAL-DVD). Mit: Hugh Jackman, James McAvoy, Michael Fassbender, Ian McKellen, Patrick Stewart, Jennifer Lawrence, Halle Berry, Peter Dinklage, Nicholas Hoult, Ellen Page, Anna Paquin u.v.a. Regie: Bryan Singer. Drehbuch: Simon Kinberg.

Bild (C) Marvel/Fox.

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X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (Comic)

30. Mai 2014

Zum Kinofilm X-Men: Zukunft ist Vergangenheit habe ich freilich auch die gleichnamige Comic-Vorlage von 1981 gelesen. Kann diese auch überzeugen?

7-10X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (X-Men: Days Of Future Past)
Story: Chris Claremont und John Byrne. Zeichnungen: John Byrne. Übersetzung: Jürgen Petz. Panini Comics (Neuauflage Mai 2014). 140 Seiten, broschiert.

X-Men Zukunft ist Vergangenheit_Comic

2013. Die Zukunft ist für Mutanten die Hölle. Sofern nicht bereits getötet oder eingekerkert, werden sie von übermächtigen Sentinels gejagt. Ein letztes kleines Grüppchen der X-Men um Kitty Pryde (mittlerweile in den 40ern) klammert sich an einen letzten Ausweg. Kittys Bewusstsein wird in das ihres Körpers im Jahre 1980 übertragen. Dort soll ein Attentat auf den Präsidentschaftskandidaten und Senator Kelly verhindert werden. Denn der Mord an Kelly wird der Auslöser für den Bau der Sentinels sein. Kitty bleibt nicht viel Zeit, denn in der Zukunft ist selbige äußerst knapp…

X-Men Zukunft ist Vergangenheit_SampleIm Gegensatz zu vermutlich 99 Prozent aller anderen Comics blickt man bei Zukunft ist Vergangenheit auch durch, wenn man kein „X-Perte“ ist (also nicht fast alle der gefühlt eine Milliarde Heftchen gelesen hat). Denn zu Beginn lässt Scott „Cyclops“ Summers bei der Beerdigung seiner großen Liebe Jean Grey die Anfänge der X-Men und die „Dark Phoenix Saga“ (ebenfalls von Chris Claremont und John Byrne) Revue passieren. Anschließend wechselt der Fokus auf die neue Schülerin Katherine „Kitty“ Pride. Die 13jährige Novizin kann ihren Körper durchlässig machen und so jede feste Materie überwinden. Aus ihrer Sicht erlebt man das Training der Mutanten für den Ernstfall. Und der lässt ja bekanntlich nicht lange auf sich warten.

Von da an gibt’s ordentlich Action für die bunt zusammen gewürfelten X-Men. Es geht Schlag auf Schlag, in beiden Zeitebenen. Das alles ergibt packende Comic-Unterhaltung mit ein paar Haken. Die Geschichte wurde etwas zu kurz abgehandelt. Stattdessen bekommt man hier als kleines Dessert eine alberne, pseudoweihnachtliche Horrorstory vorgesetzt, in welcher Kitty Pryde es mit einem Dämonen aufnehmen muss, an welchem der kürzlich verstorbene Alien-Papa H.R. Giger sicherlich seine Freude gehabt hätte.

Leider wirkt der Stil von Zeichner John Byrne nach dreißig Jahren mittlerweile recht antiquiert, ebenso wie die eingeschobenen Fußnoten und Erklärungen, die lediglich auf kurz zuvor abgehandelte Elemente verweisen bzw. nur überflüssige Kommentare liefern.

Auch für die Zeichentrickserie X-Men (1992-1997) wurde die Zeitreisestory adaptiert. Hier reist der Mutant Bishop in die Vergangenheit, um die düstere Zukunft zu ändern. Im Kinofilm überträgt Kitty Pryde (gespielt von Ellen Page) mit Hilfe ihrer Kräfte das Bewusstsein von Wolverine (Hugh Jackman) in sein jüngeres Ich des Jahres 1973.

 

Fazit: Spannende Zeitreisegeschichte in veralteter Optik mit alberner Zusatzstory. 7 von 10 Punkten.


Bilder (C) Marvel/Panini.


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