Star Raiders: Die Abenteuer des Saber Raine (Kurzkritik)

18. August 2017

Der Weltraumabenteurer Saber Raine soll gemeinsam mit drei Offizieren die entführten Thronerben des Planeten Ares aus der Gewalt des finsteren Sinjin befreien. Eine gefährliche Mission…



Auf die lahme Tour

Weil er eine feindliche Saurianerin (Holly Westwood) vor den eigenen Truppen rettete, geriet Captain Saber Raine (Casper Van Dien) vor Jahren in Ungnade und verlor seine Position bei den Erdstreitkräften. Seitdem verdingt er sich als Weltraumsöldner. Als Prinz Tyr (Tyler Weaver Jr.) und Prinzessin Caliope (Sara N. Salazar), die Thronfolger des Planeten Ares, entführt werden, lässt sich Saber an der Seite von Fade (Brit Laree) und könglichen Truppen für eine Rettungsmission engagieren. Unterdessen setzt der dunkle Sinjin (James Lew) alles daran, seine finsteren Pläne umzusetzen…

Und wieder führt mich der diesjährige Kurzkritiken-Sommer in das Billigfilm-Universum, wider Erwarten allerdings nicht in das Schwarze Loch namens The Asylum. Der Filmemacher, Stuntman, Martial-Arts-Experte und Schauspieler Mark Steven Grove hat bei seiner siebten Regie-Arbeit ein kleines Weltraumfilmchen zusammengebastelt und sich selbst natürlich auch eine kleine Rolle auf den Leib geschrieben. Das Machwerk mit dem monströsen Titel Star Raiders: Die Abenteuer des Saber Raine steht zwar in der Tradition von Italo-Trashperlen wie Star Crash und präsentiert einen recht belanglosen, größtenteils generischen Plot, ist aber im Gegensatz zu den „offiziellen“ Mockbustern kein totaler Reinfall. Die Computereffekte erscheinen zwar auf dem Stand 15 Jahre alter Videospiele und wirkliche Spannung kommt kaum auf, aber immerhin hat sich die Filmcrew bei Make Up und Kostümen richtig austoben können. Vermutlich wurde auch einfach ein Laden für Cosplay-Bedarf leergeräumt. Den Titelheld gibt natürlich niemand geringeres als Casper Van Dien (Avengers Grimm), der Tom Cruise aus der B- und C-Moviewelt. Man kann ihn eigentlich nicht mehr sehen, dennoch kurbelt der sonnige Dauer-Starship-Trooper einen lahmen Part nach dem nächsten runter. Daneben laufen hier unter anderem eine Platinblondine sowie eine verirrte Wonder Woman durch die Wälder von Colorado und schießen sich den Weg durch Zombiehorden und Skelett-Kapuzen frei. Das offene Ende zeigt ziemlich deutlich, dass Star Raiders als Pilotfilm für eine Serie geplant war. Kein Verlust, dass diese voraussichtlich nicht zustande kommt, aber völlig misslungen geriet Saber Riders Raines vermutlich einziges Abenteuer nicht.

Star Raiders: Die Abenteuer des Saber Raine ist am 3. August 2017 auf BluRay und DVD erschienen.

Star Raiders: Die Abenteuer des Saber Raine (Star Raiders: The Adventures Of Saber Raine)
Science-Fiction-Abenteuer USA 2017. FSK 12. 80 Minuten. Mit: Casper Van Dien, Brit Laree, James Lew, Sara N. Salazar, Holly Westwood, Tyler Weaver Jr., Mark Steven Grove, Andy Hankins u.a. Drehbuch und Regie: Mark Steven Grove.


Skeletors Klone?

Bilder (c) Tiberius Film.


Avengers Grimm (Kurzkritik)

18. Juli 2017

Lieber 100 schlechte Filme machen als einen guten. Dieses Motto haben sich wohl die Macher hinter der Billigfilmschmiede „The Asylum“ auf die Fahnen geschrieben. So bleiben weder Marvels Superheldenteam noch ein paar Märchengestalten verschont. Vorhang auf für Avengers Grimm!



Rumpelstiltsdien gegen die Märchen-Zicken

Rumpelstilzchen hat nicht nur fast das gesamte Märchenland erobert und versklavt, den abgrundtief bösen Finsterling trachtet es nach mehr Macht. Mit dem magischen Spiegel von Königin Schneewittchen gelingt es ihm, ins Los Angeles der heutigen Zeit zu reisen. Auch hier hat der ehemals Kinder stehlende, backende und Bier brauende Unhold Übles im Sinn. Wie gut, dass Schneewittchen ihre Freundinnen Cinderella, Rapunzel, Dornröschen und Rotkäppchen versammelt, die als Prinzessinen-Avengers-Truppe gemeinsam den Kampf gegen Rapunzel und seine willenlose Horden aufnehmen…

Bereits vom DVD-Cover strahlt uns der Name Caspar Van Dien entgegen, jener Schauspieler, der nach guten Filmen in der Frühphase seiner Karriere (Starship Troopers, Sleepy Hollow) quasi als Garant für schlechte Billigkost gilt und hier eine allmächtige Version von Rumpelstilzchen darstellen soll. Als Quotenaltstar, der schon bessere Tage gesehen hat, fungiert Lou Ferrigno (bekannt als Titelfigur aus der Serie Der unglaubliche Hulk sowie den Italo-Trashperlen Herkules und Die Abenteuer des Herkules) als silber angemalter Eisenhans. Für die Märchenfiguren mit allzu beliebigen Superkräften hat man fünf talentlose, hemmungslos zugekleisterte Makeup-Miezen gecastet, die sich untereinander ständig anzicken. Sinn und Logik halten Regisseur/Autor Jeremy M. Inman sowie Mega-Produzent David Michael Latt wohl für verzichtbare Gmmicks in ihrem als Drehbuch getarnten, bestenfalls groben „Handlungsgerüst“. Trotz potenzialträchtiger Prämisse sowie ordentlichen Effekten wirkt alles völlig l(i)eblos zusammengeschnipselt und daher grottenlangweilig. Vielleicht lassen sich die hirnrissigen Aktionen des Bösewichts als satirische Spitzen gegen den derzeitgen US-Präsidenten interpretieren. Immerhin verschont uns „The Asylum“ dieses Mal mit dem sonst obligatorischen, abgrundtief schlecht animierten Dinosaurier. Insgesamt ist Avengers Grimm nur mit Alkoholgenuss und den ätzenden Kommentaren des SchleFaZ-Duos Olli Kalkofe und Pätter Rütten gerade noch auszuhalten.

Avengers Grimm
Fantasy-Trash USA 2015. FSK 16. 82 Minuten. Mit: Caspar Van Dien, Lauren Parkinson, Milynn Sarley, Marah Fairclough, Rileah Vanderbilt, Elizabeth Peterson, Lou Ferrigno, Kimo Leopoldo u.a. „Drehbuch“ und Regie: Jeremy M. Inman.

Bild (c) White Pearl Movies


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