Masters of the Universe: Revelation – Teil 1

31. Juli 2021

Am 23. Juli sind die ersten fünf Folgen der neuen Masters of the Universe-Zeichentrickserie von Kultfilmemacher Kevin Smith (Clerks, Dogma, Jay and Silent Bob) bei Netflix erschienen. Relevation knüpft an die Original-Mattel-Serie aus den 1980ern an, gewinnt dem Stoff aber neue Facetten ab.


Eternia’s Endgame?

Auf dem Planeten Eternia. Während Teela (Originalstimme: Sarah Michelle Gellar) am Hofe von König Randor (Diedrich Bader) und Königin Marlena (Alicia Silverstone) mit einer feierlichen Zeremonie zum obersten Waffenmeister ernannt wird und damit in die Fußstapfen ihres Vaters Duncan alias Man-At-Arms (Liam Cunningham) tritt startet Skeletor (Mark Hamill) einen weiteren Versuch, Schloss Grayskull und die darin beheimatete Magie an sich zu bringen. He-Man (Chris Wood), das mächtige Alter Ego des schmächtigen Prinzen Adam,, Teela und ihre Freunde eilen der Sorceress (Susan Eisenberg), welche das magische Schloss hütet, sogleich zu Hilfe. Durch den folgenden Kampf wird die Magie Eternias vollständig zerstört und Anarchie breitet sich aus. Es liegt nun an Teela und ihrer Freundin Andra (Tiffany Smith) das Schwert der Macht zu erneuern und nicht nur die Magie, sondern auch den kompletten Planeten zu retten. Ausgerechnet an der Seite der bösen Hexe Evil-Lyn (Lena Headey) starten Teela und Andra ihre Mission…

Wie viele meiner Altersgenossen kam auch ich in den späten 1980ern und frühen 1990ern durch den Cartoonblock am Nachmittag bei der damaligen Version des Privatsenders Tele 5 in den Genuss von He-Man and the Masters of the Universe (1983/84), aber auch anderer actionreicher Zeichentrickserien wie Adventures of the Galaxy Rangers (1986) oder Saber Rider and the Star Sheriffs (1987/88), vorausgesetzt mir wurde der Konsum dieser Sendungen damals nicht von elterlicher Seite verboten. Als Grundschüler fand man vor allem He-Man & Co damals ja supercool. Als ich die Cartoon-Show um 2002 dann wieder ansah funktionierte sie frielich nur noch als unfreiwillig komischer Partyspaß. 2010 veranstalteten ein paar Freunde einen „Zeichentrick-Trash-Abend“ und da waren natürlich auch ein paar MOTU-Folgen fällig. Doch vor dem Cartoon gab es ja bekanntlich die Actionfiguren. Einer Legende zu Folge entwickelte man diese ja ursprünglich als Merchandising für John Milius‘ Fantasyfilm Conan, der Barbar (1982), nach den Stories von Robert E. Howard, mit Arnold Schwarzenegger in der Hauptrolle. Da der Film aber eine Altersfreigabe nur für Erwachsene erhielt konnten die hergestellten Figuren nicht wirklich an Kinder verkauft werden und wurden daher umgestaltet. Daraus soll dann die Masters of the Universe-Toyline entstanden sein. Egal ob diese Tall Story stimmt oder nicht, die Zeichentrickserie wurde damals (wie heute so ziemlich alles Neue von Star Wars) gemacht, um Spielzeug zu verkaufen, quasi als überlanger Werbespot.

Nach der Spielfilm-Adaption von 1987 folgten weitere Figurenreihen und dazugehörige Serien (The New Adventures of He-Man [1990] bzw. He-Man and the Masters of the Universe [2002-2004]). Bereits 1985 startete mit She-Ra – Princess of Power eine Spinoff-Serie über Adams/He-Mans Schwester, die auf einem anderen Planeten lebt und dort gegen Skeletors Meister Hordak und dessen Truppen kämpft. Über die Jahre bildete sich eine treue Fangemeinde, deren Mitglieder auch als Erwachsene ihre Begeisterung für MOTU nicht verloren. Wie etwa eine Gruppe Anhänger aus Texas um Filmemacher John F. Carroll, die zwischen 2011 und 2015 die drei Fanfilme The Wizard of Stone Mountain, The Fountain of Life und The Trials of Darksmoke veröffentlichten. Außerdem erschienen bei Netfliy zwischen 2018 und 2020 fünf Staffeln von She-Ra and the Princesses of Power, einer von Comicautorin/Zeichnerin Noelle Stevenson erschaffenen/betreuten, sehr bunten und diversen Neuauflage von „She-Ra“. Im August 2019 kündigte Kevin Smith Revelation als Fortsetzung der Originalserie für ein eher erwachsenes Publikum an.

Mit einer schönen Eingangssequenz, die optisch im Stil der alten Show, Comics und Figuren gehalten wurde, holt die Netflix-Produktion die alten Fans gut ab und bietet neuen Zuschauern einen kurzen Abriss der bisherigen Mythologie. Anschließend spinnen Showrunner/Executive Producer Smith und seine Co-Autoren die ganze Geschichte auf eher unerwartete Weise weiter. Einige Kreaturen werden gleich in der ersten Folge ziemlich vom Antlitz Eternias getilgt und liegt es nun bei Teela gemeinsam mit einer eher dysfunktionalen Gruppe das Schwert der Macht wieder zu vereinen und somit das Universum zu retten. Mit seiner Kompromisslosigkeit was das Ableben einiger Personen betrifft fühlte ich mich etwas an Avengers: Infinty War erinnert. Revelation erweist sich bisher nicht gerade als große Offenbarung, jedoch im Vergleich zur infantilen, simpelst gestrickten und albern-trashigen Serie aus den 1980ern erzählerisch massiv weiterentwickelt. Im Gegensatz zu früher haben die Wendungen dauerhafte Konsequenzen für die Figuren. Dennoch bleibt das Ganze am Ende aber auch nicht mehr und nicht weniger als eine mit gängigen, überwiegend generischen Motiven und Versatzstücken arbeitende Fantasyserie mit Scifi-Anleihen, die inhaltlich keine Bäume ausreißt. In ästhetischer Hinsicht entpuppt sich die Optik als Mischung der Ur-Show und der 2002er Inkarnation, entspricht dabei dem gängigen, stilisierten Zeichentrick-Standard, den man vom Animationsstudio Powerhouse (siehe auch Blood of Zeus) gewohnt ist. Allerdings empfinde ich es als recht armselig, dass fast zwei Jahre nach der Ankündigung lediglich mickrige fünf Folgen veröffentlicht werden. Wobei ich schon hier und da gelesen habe, dass Teil 2 möglicherweise noch Ende 2021 oder Anfang 2022 erscheinen soll.

Die Neuauflage von MOTU punktet vor allem mit einem famosen Voicecast voller prominenter Namen. Sarah Michelle Gellar, als Titelheldin in Joss Whedons Teenie-Horror-Serie Buffy the Vampire Slayer (1997-2003) zum Idol avanciert, leiht der im Zentrum stehenden Heldin Teela ihre Stimme. Für ihren Widerpart Evil-Lyn konnte man die unnachahmliche Lena Headey (Cersei Lannister aus Game of Thrones). Mit Liam Cunningham als Man-At-Arms ist ein zweiter GoT-Star mit von der Partie, dieses Mal leider ohne seinen charakteristischen irischen Akzent. Außerdem dabei: der nicht nur als Luke Skywalker bekannte, sondern auch als Sprecher des Jokers in unzähligen animierten Batman-Produktionen geschätzte Mark Hamill als Skeletor. Voice-Actor-Legende und Original-Skeletor Alan Oppenheimer (mittlerweile 91!) hat eine kleine Rolle als Moss Man.

Leider stören sich die rassistischen, sexistischen N*z*-Puristen unter den Anhängern massiv an der inhaltlich eher progressiven Ausrichtung des neuesten MOTU-Cartoons. Teela und nicht He-Man als Hauptfigur? Möglicher queerer Subtext? Das und anderes geht in den trüben Augen dieser unverbesserlichen, ewiggestrigen „Fans“ natürlich überhaupt nicht. Dahe erdreisteten sich diese Dumpfbacken die Serie am Erscheinungstag bei imdb.com und Rotten Tomatoes mit unrechtmäßig schlechten Bewertungen abzustrafen. Dabei wird doch niemand gezwungen, sich Relevation anzusehen! Es bleibt ja weiterhin die Möglichkeit den infantilen Originalcartoon bis zu Verblödung zu bingen oder im stillen Kämmerlein auch im Midlife-Crisis-Alter wieder/noch mit den alten Actionfiguren zu spielen. Ja, ich oute mich hiermit als „aufgeweckter“ Blogger, der gleichzeitig auch im Alter von 40 Jahren mit einer prominent besetzen, anspruchslosen Animationsserie seinen Spaß haben kann.

Die ersten fünf Folgen von Masters of the Universe: Revelation sind seit dem 23. Juli 2021 bei Netflix abrufbar. Als kleinen Bonus gibt es das 25minütige Special Revelations: The Masters of the Universe Aftershow, in welchem Showrunner Kevin Smith, Mattel-Produzent Rob David und Andra-Sprecherin Tiffany Smith mit den prominenten Stimmen über die Serie labern.

Masters of the Universe: Revelation – Teil 1
(Masters of the Universe: Revelation – Part 1)
Fantasy/Science-Fiction/Zeichentrickserie USA 2021. 5 Folgen. Gesamtlänge: ca. 130 Minuten. Originalsprecher: Sarah Michelle Gellar (Teela), Lena Headey (Evil-Lyn), Liam Cunningham (Duncan/Man-At-Arms), Tiffany Smith (Andra), Griffin Newman (Orko), Justin Long (Roboto), Chris Wood (Adam/He-Man), Mark Hamill (Skeletor), Diedrich Bader (Randor/Trap-Jaw), Henry Rollins (Tri-Klops), Kevin Michael Richardson (Beast Man), Susan Eisenberg (Sorceress) u.a. Nach der Originalserie Masters of the Universe von Lou Scheimer. Idee: Kevin Smith. Drehbuch: Kevin Smith, Diya Mishra, Marc Bernardin, Tim Sheridan, Eric Carrasco. Regie: Adam Conarroe und Patrick Stannard.

Credits:
Bilder (c) Netflix/Mattel/Powerhouse Animation.

 

 


2010 bis 2019: Die besten Serien der Dekade (Teil 1)

11. Juli 2021

Auf Initiative des Podcasts FilmBlogCast (mittlerweile Kinotagesstätte) kürte ich vor eineinhalb Jahren meine Top Ten der Filme aus der vergangenen Dekade. Nach reichlicher Überlegung wende ich mich nun den Top-Serien der Jahre 2010 bis 2019 zu. Als erstes kommen jene, die es nicht ganz in die Bestenliste geschafft haben.

In der Vorauswahl meiner Bestenliste der Jahre 2010 bis 2019 (Grundvoraussetzung: Serienpremiere oder Erstausstrahlung neuer Folgen zwischen dem 01.01.2010 und dem 31.12.2019) mussten leider ein paar harte Entscheidungen getroffen werden. Daher haben es diverse Serien leider nicht in die Top Ten geschafft. Welche das sind könnt ihr hier nachlesen…

Honorary Mentions
(in alphabetischer Reihenfolge)

American Gods (2017-2021)
Staffeln 1 bis 2 (16 Folgen)
Basierend auf Neil Gaimans gleichnamigen Roman haben Bryan Fuller und Michael Green eine mythologisch reichhaltige Urban-Fantasyserie geschaffen, die mich vor allem in der herausragenden ersten Staffel mit ihrer drastisch-hypnotischen Mischung aus Anthologie diverser Amerika-Mythen und einem kurios-phantastischem Roadtrip beeindruckt hat. Leider konnte das hohe Niveau ab Staffel 2 wegen widriger Umstände (so verließen Fuller und Green die Serie nach dem ersten Jahr) nicht gehalten werden. Die dieses Jahr ausgestrahlte dritte Staffel wird leider aller Voraussicht nach die letzte sein.

Danger 5 (2011-2015)
Pilot-Webepisode und Staffeln 1 bis 2 (14 Folgen)
Zwar nicht unbedingt ein Kandidat für die Top Ten, aber die liebevoll und billig zusammengeschusterte Nazisploitation-Serie aus Down Under von Dario Russo (u.a. Co-Autor und Regisseur) und David Ashby (u.a. Co-Autor und Hauptdarsteller) muss hier einfach erwähnt werden. Seit einigen Wochen bin ich im Besitz der BluRay-Box und auch nach vielfacher Sichtung nimmt der Spaßfaktor der unfassbar albernen Szenarien (u.a. Nazi-Dinosaurier, arische Superprostituierte, Killergarnelen, sprechende Schäferhund-Puppen) nicht ab. Eine einmalige Show. Dieser Beitrag wurde präsentiert von Vodka Mariconi. 😉

Derry Girls (2018-?) *
Staffeln 1 bis 2 (12 Folgen)
Die Teenagerzeit als Comedyserie, mit dem Nordirlandkonflikt in den 1990ern als Setting? Kann das funktionieren? Oh ja! Schöpferin/Autorin Lisa McGee verarbeitet hier ihre eigenen Jugendjahre. Schrullige Figuren, tolle Darsteller*innen gepaart mit einer gelungenen Gratwanderung zwischen Humor und Ernst erweisen sich als die Stärken der nordirischen Produktion.

The Fall – Tod in Belfast (2013-2016)
Staffeln 1 bis 3 (17 Folgen)
Es folgt die zweite TV-Produktion aus dem Norden Eires. In der von Allan Cubitt kreierten, geschriebenen und in den Season zwei bis drei auch inszenierten Krimiserie jagt die erfahrene Londoner Polizistin Stella Gibson (Gillian Anderson) in Belfast den mehrfachen Frauenmörder Paul Spector (Jamie Dornan). Die Ermittlungen im Fall des Serienkillers offenbaren immer wieder Abgründe. Aus meiner Sicht besticht The Fall durch seine starke, vielschichtige Protagonistin und die realistische Darstellung akribischer Polizeiarbeit.

The Frankenstein Chronicles (2015/2017)
Staffeln 1 bis 2 (12 Folgen)
Sean Bean versucht als Ermittler des Innenministeriums einem sadistischen Wissenschaftler auf die Spur zu kommen, der Menschen aus Leichenteiligen wieder zusammenflickt. Dabei spielt die Schriftstellerin Mary Shelley möglicherweise eine zentrale Rolle. Überaus düstere „Historien-Krimi-Serie“ von Benjamin Ross und Barry Langford, mit Motiven aus Shelleys bekanntem Werk kombiniert mit gesellschaftlichen Fragen und dem Elend im London der 1820er Jahre.

Mad Men (2007-2015)
Staffeln 4 bis 7 (53 Folgen)
Bisher die einzige Show, die in den 2000er Jarhen begonnen hat. In Staffel vier (2010) und fünf (2012) erreicht die von Matthew Weiner geschaffenen Serie über die Mitarbeiter bzw. Chefs einer renommierten Werbeagentur im New York der Sechziger ihren Höhepunkt und punktet nach einer etwas durchwachsenen sechsten Season mit einem der genialsten Serienfinals aller Zeiten.

Eine Reihe betrüblicher Ereignisse (2017-2019)
Staffeln 1 bis 3 (25 Folgen)
In der auf der dreizehnteiligen Kinderbuchreihe A Series of Unfortunate Events von Daniel Handler alias Lemony Snicket basierenden Netflix-Produktion verlieren die drei Baudelaire-Geschwister Violet (Malina Weissman), Klaus (Louis Hynes) und Sunny (Presley Smith) ihre Eltern bei einem Feuer. Fortan versuchen sie ein neues Zuhause zu finden, immer wieder verfolgt vom fiesen Schauspieler Count Olaf (Neil Patrick Harris), der sich mit allerlei Verkleidungen/finsteren Plänen ihr Vermögen anzueignen versucht. Aber dieses düstere Märchen-Moritat mit allerlei bunten (monothematischen Kulissen), schrägen Figuren und absurd-abenteuerlichen Wendungen wäre ohne die mahnenden Worte des Erzählers (Patrick Warburton) sicher nicht ganz so unterhaltsam.

Sherlock (2010-?) *
Staffeln 1 bis 4 und Special (13 Folgen)
Frei nach den Werken von Arthur Conan Doyle ermitteln Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) und John Watson (Martin Freeman) im London des 21. Jahrhunderts mit der Hilfe von Internet und Smartphone. In den ersten drei Staffeln (sowie im Special von 2016, welches im viktorianischen London spielt) bot die Serie von Steven Moffatt und Mark Gatiss hochwertigst inszenierte und spannende Krimikost. Von Staffel 4 (vor allem dem Finale) war ich allerdings ziemlich enttäuscht. Weitere Folgen sind geplant, wurden aber bisher nicht produziert.

Der Tatortreiniger (2011-2018)
Staffeln 1 bis 7 (31 Folgen)
Heiko „Schotty“ Schotte (Bjarne Mädel) wird gerufen, wenn es gilt einen Tatort richtig sauber zu machen. Bei der speziellen Reinigungstätigkeit kommt es zu unterschiedlichsten Begegnungen mit tiefgehenden Diskussionen über Gott und die Welt, nicht selten inklusive schwarzem Humor.

Undone (2019-?) *
Staffel 1 (8 Folgen)
Nach einem Autounfall erlebt Alma (Rosa Salazar) immer wieder Zeitsprünge und wird von ihrem seit Jahren verstorbenen Vater (Bob Odenkirk) kontaktiert, um seinen Tod aufzuklären. Einzigartige, spirituell-philosophisch reichhaltige Animationsserie von Raphael Bob-Waksberg und Kate Purdy, bei welcher erst die Szenen mit realen Schauspielern gedreht und anschließend per Rotoskopie animiert wurden. Eine zweite Staffel soll bald folgen.

Watchmen (2019)
Miniserie (9 Folgen)
In ihrer 1986/87 erschienenen Graphic Novel dekonstruierten Autor Alan Moore und Zeichner Dave Gibbons die Welt der Superhelden in einem Alternativweltszenario. In einem alternativen 2019 spielt Damon Lindelofs Miniserien-Adaption, die als Fortsetzung im Geiste der Vorlage zu überzeugen weiß.

Wölfe (2015-?) *
Staffel 1 (6 Folgen)
Das Leben am Hofe des englischen Königs Heinrich VIII. (Damian Lewis) erzählt aus der Sicht von Thomas Cromwell (Mark Rylance), einem seiner einflussreichsten Berater und Staatsmänner. Das hochkarätig besetzte und nüchtern-eindringliche Kammerspiel basiert auf historischen Romanen von Hilary Mantel. Eine zweite Staffel ist geplant.

* noch nicht vollendet


Demnächst: Die Plätze 10 bis 6 der besten Serien der vergangen Dekade!

 

 

 

 


Into The Badlands: Staffel 3, Teil 1

14. Dezember 2018

Der Kampf um die Badlands geht in die dritte Runde, zumindest teilweise…

Into The Badlands: Staffel 3, Teil 1
(Into The Badlands: Season 3, Part 1)
Actionserie/Endzeitdrama USA 2018. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 345 Minuten.
Mit: Daniel Wu, Aramis Knight, Nick Frost, Emily Beecham, Orla Brady, Ally Ioannides, Baboo Ceesay, Lorraine Toussaint, Ella-Rae Smith, Sherman Augustus u.a. Idee: Alfred Gough und Miles Millar.

Anarchie und Religion

Sechs Monate nach dem Tod von Veil kümmert sich Sunny (Daniel Wu) allein um seinen kleinen Sohn Henry. Als dieser die dunkle Gabe offenbart und dadurch krank wird, wendet sich Sunny hilfesuchend an Bajie (Nick Frost). In den Badlands tobt ein Bürgerkrieg zwischen den beiden verbleibenden Baronen Chau (Eleanor Matsuura) und Widow (Emily Beecham). Letztere hält den jungen M.K. (Aramis Knight) gefangen und versucht dessen Gabe wieder zu aktivieren. Nach dem Bruch mit ihrer Mutter führt Tilda (Ally Ioannides) eine Gruppe von Dieben an, welche beide Kriegsparteien überfallen und so ein von Lydia (Orla Brady) geführtes Flüchtlingslager mit Lebensmitteln versorgen. Als ihren Regent rekrutiert Widow niemand Geringeren als Nathaniel Moon (Sherman Augustus), der noch eine Rechnung mit Sunny zu begleichen hat. Eine neue Bedrohung schleicht sich unterdessen in den Badlands ein. Der charismatische Pilgrim (Baboo Ceesay) und seine Schar religiöser Anhänger wollen die Menschen bekehren, mit allen Mitteln…

Eigentlich nichts ungewöhnlich, dass Staffel 3 von Into The Badlands nach acht von sechzehn Episoden im Sommer in eine Pause ging. Jeder Zuschauer rechnete mit einer Fortführung der bisher längsten Season der AMC-Show im Herbst. Nun ist 2018 fast vorbei und bisher keine Spur der fehlenden Folgen in Sicht. Von daher kann ich nach aktuellem Stand auch lediglich die erste Hälfte der dritten Runde rezensieren. Und die hat durchaus so Einiges zu bieten.

Nachdem in Staffel zwei ein paar Hauptcharaktere ihr Leben ließen werden zumindest zahlenmäßig die personellen Lücken mit Neuankömmlingen geschlossen. Im Blickpunkt steht natürlich auch der von Baboo Ceesay (Die Bibel – Wie es weitergeht) verkörperte Pilgrim, der mit seiner Religion nicht nur die Badlands revolutionieren will, sondern sich auch auf der Suche nach einem mythischen Ort befindet. Darüber hinaus präsentieren uns die Autoren, darunter Michael Taylor (Star Trek: Deep Space Nine, Battlestar Galactica) und Matt Lambert (South of Hell), diverse Mechanismen und Entwicklungen, welche die titelgebenden Ländereien samt Bewohnern nachhaltig beeinflussen. Selbst in einer postapokalyptischen Welt, in welcher es Technologie gar nicht oder nur in rudimentärer Form gibt ist Krieg ein schmutziges und grausames Geschäft.

Vor allem das Team um Produktionsdesigner Philip Murphy leistet hervorragende Arbeit, die herunter-gekommende Welt der Serie zu kreieren. Man profitiert hier natürlich auch sehr von den stimmungsvollen Locations in Irland, wo Into The Badlands seit der zweiten Season gedreht wird. Diese Stärken sowie weiterhin auf hohem Niveau inszenierte Martial-Arts-Sequenzen verleihen der zwischen Südstaatensaga, Kriegsdrama und Endzeit-Epos angesiedelten Serie ihren besonderen Reiz bzw. Unterhaltungswert. Auch wenn die einzelnen Wendungen nicht immer wirklich überzeugen oder sich der Handlungsstrang so mancher Figur bisweilen im Kreis dreht.

Seit dem 18. Juni 2018 sind die ersten acht Episoden der dritten Staffel von Into The Badlands bei Amazon Prime Video abrufbar. Die zweite Hälfte folgt voraussichtlich irgendwann 2019.

Fazit: Into The Badlands bleibt sich in den Folgen 17 bis 24 sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht treu, erweitert dabei das Figurenensemble um schillernde Neuzugänge. 7 von 10 Punkten.

 

 

Credits:
Bilder (c) AMC/Amazon.


Masters Of The Universe: The Wizard Of Stone Mountain

30. Januar 2015

Für viele Kinder der 1980er ist Masters Of The Universe mehr als nur eine Actionfiguren- oder Cartoonserie. Da darf ein Fanfilm natürlich nicht fehlen, haben sich einige Anhänger aus den USA gedacht.

5-10Masters Of The Universe: The Wizard Of Stone Mountain
Fantasyfilm USA 2011. 72 Minuten. Mit: John F. Carroll, Bridget Farias, Bethany Harbaugh, Richard Dodwell, Blake Yelavich, Braden Hunt, Chris Romani, Brian Bogart u.v.a. Regie: John F. Carroll und Russell Minton. Drehbuch: John F. Carroll.


MOTU_Wizard of Stone Mountain_Logo

Bei der Macht von Carroll!

Malik (John F. Carroll) ist ein gutmütiger Zauberer, der in der Burg von Stone Mountain lebt und arbeitet. Als in der Gegend eine tödliche Seuche ausbricht, sind Malik und seine Assistentin Kareen (Bridget Farias) ratlos. Denn kein Zauberspruch und keine Heilpflanze vermag die Kranken zu heilen. Auch ein Besuch bei Eternias König Randor (Joseph Fontinos) und die Recherche in dessen Bibliothek bringen Malik nicht weiter. So geht er schweren Herzens einen Pakt mit dem Dämon Locus (Blake Yelavich) ein und erhält dadurch die Fähigkeit, die Seuche zu stoppen, im Austausch für seine Seele. Doch Locus bietet dem zerknirschten Malik noch mehr. Einst hat die hübsche Teela (Bethan Harbaugh) seinen Heiratsantrag abgelehnt, um sich auf ihre Karriere in der Leibgarde von König Randor zu konzentrieren. Auch nach Jahren sehnt sich Malik immer noch nach seiner alten Liebe…

MOTU_Wizard of Stone Mountain_Malik Malik, der Zauberer

Einige Zeichentrickserien, die im deutschen Fernsehen erstmals ab den späten 1980er Jahren im Kinderprogramm von Tele 5 gesendet wurden, haben mittlerweile Kultstatus. Vor allem fällt einem als Kind von damals die nach heutigen Maßstäben ungemein trashige Cartoonserie He-Man And The Masters Of The Universe (1983-1985) ein, die auf einer Spielfigurenreihe von Mattel basierte, und 1990 sowie 2002 neu aufgelegt wurde. 1987 gab es sogar einen Kinofilm, mit Schwedens Actionstar Dolph Lundgren in der Rolle des strahlenden Muskelhelden He-Man. Seit längerem schon hört man immer wieder von Plänen für einen neuen MOTU-Streifen, doch ein Produktionsbeginn ist noch nicht in Sicht. Einigen Fans aus Texas hat das alles zu lange gedauert und so haben sie ihre eigene Fanfilmtrilogie gedreht, deren erster Teil, The Wizard Of Stone Mountain, 2011 auf einer deutschen MOTU-Convention seine Premiere feierte.

Fanfilme sind vor allem bei Science-Fiction und Fantasy (man denke an Star Trek oder Herr der Ringe) nicht selten. Das Hauptproblem bei einer Amateurproduktion ist natürlich, dass kein oder nur minimal Geld vorhanden ist und daher keine teuren Sets gebaut oder Trickeffekte erstellt werden können. Bei Wizard Of Szone Mountain wird das allerdings ganz elegant gelöst. Zumeist wurden in Waldstücken gedreht oder eben vor Bluescreen, auf welchem man anschließend die Szenenhintergründe einfügte. Generell sind die Spezialeffekte (Waffenfeuer, Magie usw.) recht ordentlich und passend, vor allem weil die markanten Sounds aus der Originalserie Verwendung finden.

Wizard Of Stone Mountain basiert auf der gleichnamigen Episode der Original-Cartoonserie (Folge 24). Drehbuchautor und Hauptdarsteller John F. Carroll (auch Co-Regisseur, Produzent, Cutter, Kostümbildner…) gelingt es, die äußerst plakative Story von ca. 20 Minuten auf kurze Spielfilmlänge zu erweitern. Allerdings mangelt es am Gespür für die Relevanz von Charakteren. Diverse Figuren tauchen auf, ohne namentlich genannt zu werden oder eine wirkliche Rolle zu spielen. Vermutlich wurde hier einfach munter Fanservice betrieben. Die Fans wird es allerdings weniger freuen, dass die Hauptcharaktere der Trickserie mit Ausnahme von Teela gar keine oder keine große Rolle spielen. He-Man selbst hat nur einen Cameo. Die Qualität der Kostüme schwankt ziemlich, aber es dürfte dennoch interessant sein, die stilisierten Cartoonfiguren als Menschen aus Fleisch und Blut zu sehen.

MOTU_Wizard of Stone Mountain_EvilSkeletor und seine Schergen haben einen kurzen Auftritt


Auch wenn sich die Beteiligten im Rahmen ihrer Möglichkeiten mächtig ins Zeug gelegt haben so bleiben doch einige auffällige technische Fehler. Die Dialoge sind teilweise zu leise oder deutlich hörbar nachvertont. Immer wieder sind die Bilder übermäßig in die Breite verzerrt. Wenn Darsteller vor Bluescreen agieren, wirken ihre Umrisse in manchen Szenen verwaschen. Da bleibt nur zu hoffen, dass diese Mängel bei den weiteren Teilen der Trilogie, The Fountain Of Life und The Trials Of Darksmoke, weitgehend behoben wurden. Denn in bester „Marvel Cinematic Universe“-Tradition wird in einer Szene nach dem Abspann gleich der Grundstein für die Fortsetzung gesetzt.

Fazit: Trotz diverser technischer Mängel ist dem Regie-Team John F. Carroll und Russell Minton sowie ihren Mitstreitern mit Wizard Of Stone Mountain ein ordentlicher Amateur-Fantasyfilm gelungen, der über die kurze Laufzeit zu unterhalten vermag. 5 von 10 Punkten.

Den kompletten Film kann man sich HIER online anschauen.


Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (Zweitsichtung)

30. Dezember 2012

Einer meiner Kritikpunkte an Der Hobbit: Eine unerwartete Reise, dem ersten Teil der dreiteiligen Verfilmung von Tolkiens Roman, war die gewöhnungsbedürftige Optik der neuen, höheren Bildrate. Jetzt habe ich den Film ein zweites Mal gesehen, diesmal mit den klassischen 24 Bildern pro Sekunde und in 2D.

Durch die neuartige so genannte „High Frame Rate“, die mit 48 pro Sekunde doppelt so viele Bilder wie bisher liefert, wirkte Eine unerwartete Reise, der erste Teil von Peter Jacksons auf drei Filme ausgewalzter „Hobbit“-Verfilmung, optisch wie eine Telenovela oder die Spielszenen einer geschichtlichen Dokumentation. Der Über-Realismus dieser unglaublichen scharfen Bilder nahm dem Machwerk leider ziemlich die Magie.

In der herkömmlichen Fassung (24 fps) tritt dieses Problem nicht mehr auf und Teil 1 der „Hobbit“-Trilogie und die „Herr der Ringe“-Filme wirken jetzt optisch wie aus einem Guss. Man braucht also für hochwertiges Fantasy-Kino keinen technischen Schnickschnack, der noch nicht ausgereift ist.

Zur Problematik der Überlänge und dramaturgischen Holprigkeit würde ich sagen, dass der Film im Grunde nach dem Verlassen Morias und dem anschließenden Gespräch hätte enden können, d.h. ungefähr 20 Minuten früher. Das „Bäume, Warge, Orks und Feuer“-Finale mag zwar zum großen Teil werkgetreu sein, doch hat es den Film im Grunde nur in die Länge gezogen.

Dennoch freue ich mich auf die beiden weiteren Filme und hoffe, dass Teil 1 mit 169 Minuten (in der Kinofassung) der längste bleibt.


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