Horroctober 2021, #5: Dracula – Tot aber glücklich

21. Oktober 2021

Auch Parodie-Altmeister Mel Brooks hat seine Version von Dracula gedreht, zwar nicht in Schwarzweiß, aber dennoch als Hommage an die unzähligen Vorgänger. Es wird wieder lustig im diesjährigen Horroctober.

Der Anwalt Thomas Renfield (Peter MacNicol) reist nach Transylvanien um den Käufer von Cairfax Abbey zu treffen. Nachdem das Geschäft mit dem unheimlichen Grafen Dracula (Leslie Nielsen) finalisiert ist entpuppt sich dieser als blutsaugender Vampir und macht Renfield zu seinem Sklaven. Per Schiff reisen die beiden nach England, wo Dracula sein neues Domizil in Besitz nimmt und der mittlerweile wahnsinnige Renfield in das angrenzende Sanatorium von Dr. Seward (Harvey Korman) eingeliefert wird. Auf einer Opernaufführung stellt sich Dracula Seward und dessen Tochter Mina (Amy Yasbeck) sowie deren Verlobten Jonathan Harker (Steven Weber) und Freundin Lucy Westenra (Lysette Anthony) vor. Eines Morgens erwacht Lucy mit merkwürdigen Krankheitssymptomen. Dr Seward zieht den renommierten Experten Professor Abram Van Helsing (Mel Brooks) zu Rate. Dieser erkennt, dass Lucy von einem Vampir gebissen und fast ausgesaugt wurde. Schon bald verdichten sich die Anzeichen, wer dahinter stecken könnte…

Mel Brooks (mittlerweile stolze 95 Jahre alt) hat 20 Jahre nach Frankenstein Junior (1974) mit Dracula – Tot aber glücklich (1995) einen weiteren Horror(film)klassiker parodiert. Was die bis heute letzte Regiearbeit von Meister Brooks auszeichnet und ob diese mit dem vorherigen Werken des Spoof-Masters mithalten kann, lest ihr in meiner Kritik bei Vieraugen Kino.

 


Horroctober 2021, #4: Dracula (1931)

16. Oktober 2021

Der Horror im Oktober 2021 geht weiter, mit dem Urvater aller Blutsauger in seinem ersten Tonfilm: Dracula von 1931, mit Bela Lugosi in seiner bekanntesten Rolle.

Der Londoner Anwalt Renfield (Dwight Frye) reist nach Transsylvanien, um den Verkauf von Cairfax Abbey an den geheimnisvollen Grafen Dracula (Bela Lugosi) zu vollziehen. Die Warnungen der dortigen Bevölkerung in den Wind schlagend gerät Renfield schon bald in den Bann Draculas, der sich als blutsaugender Vampir entpuppt. Mit einem Schiff, auf welchem der Graf nach und nach die Besatzung tötet erreichen sie England. Renfield landet bald in der Psychiatrie von Dr. Seward (Herbert Bunston), dessen Gelände an Cairfax Abbey grenzt. Dracula lernt kurz darauf Seward, dessen Tochter Mina (Helen Chandler), deren Verlobten Jonathan Harker (David Manners) und Minas Freundin Lucy (Frances Dade) kennen. Wenig später stirbt Lucy an einer mysteriösen Krankheit. Mit Professor Van Helsing (Edward Van Sloan) wird ein erfahrener und versierter Mediziner zu Rate gezogen, der schon bald die wahren Hintergründe aufzudecken vermag…

Zugegebenermaßen habe ich mir diesen mittlerweile 90 Jahre alten Gruselstreifen erstmals überhaupt angesehen, in einer hervorragend digital restaurierten Version auf BluRay. Wie mir der frühe Vampir-Klassiker gefallen hat und mehr erfahrt ihr in meiner ausführlichen Filmkritik bei Vieraugen Kino.

 

 


Horroctober 2020, #7: Bram Stoker’s Dracula

31. Oktober 2020

Killerkaninchen, Dämonen, Geister aus der Vergangenheit, außerirdisches Grauen und Kannibalen. Da fehlt doch noch was? Richtig, Vampire! Und zum Finale meines diesjährigen Horroctobers gibt es nicht nur irgendeinen, sondern den bekanntesten!

Transsylvanien, 1462. Fürst Vlad Draculea (Gary Oldman) kehrt von einer erfolgreichen Schlacht gegen die Osmanen zurück. Durch eine Intrige hat sich seine geliebte Ehefrau Elisabeta (Winona Ryder) das Leben genommen. Weil sie nun als Selbstmörderin verdammt ist schwört Vlad dem Christentum ab und verflucht Gott. 435 Jahre später reist der junge Anwalt Jonathan Harker (Keanu Reeves) nach Transsylvanien, um mit einem gewissen Graf Dracula (Gary Oldman) den Kauf mehrerer Grundstücke in London abzuschließen. Als Dracula ein Bild von Jonathans Verlobter Mina Murray (Winona Ryder) erblickt, erkennt der Graf seine verstorbene Gattin wieder…

 

Wie mir Francis Ford Coppolas Verfilmung des Romans von Bram Stoker gefallen hat könnt ihr in meiner Filmkritik bei Vieraugen Kino nachlesen.

 

 


Dracula (2020)

17. Januar 2020

Nach der schwachen vierten Staffel von Sherlock widmeten Steven Moffatt und Mark Gatiss einer anderen Fgur der viktorianischen Phantastik einen Dreiteiler, der seit dem ersten Januar-Wochenende bei Netflix zu sehen ist. In Dracula spielt der Däne Claes Bang den legendären Vampirfürsten aus der Feder von Bram Stoker…

Frisches Blut

1897. In einem Kloster in Budapest erzählt der gesundheitlich schwer angeschlagene englische Anwalt Jonathan Harker (John Heffernan) der Ordenschwester Agatha (Dolly Wells) von seinen schrecklichen Erlebnissen mit Graf Dracula (Claes Bang) in dessen labyrinthischem Schloss. Doch der untote Vampirfürst will seinen „Diener“ nicht so einfach ziehen lassen…

Der legendäre Blutsauger und Titelheld von Bram Stokers Roman aus dem Jahre 1897 war bereits unzählige Male in Film und Fernsehen zu sehen. Dabei wurde er unter anderem von Max Schreck, Bela Lugosi, Lon Chaney Jr., John Carradine, Christopher Lee, Jack Palance, David Niven, Louis Jordan, Klaus Kinski, George Hamilton, Frank Langella, Gary Oldman, Leslie Nielsen, Gerard Butler, Patrick Bergin, Richard Roxburgh, Marc Warren, Thomas Kretschman, Jonathan Rhys-Meyers, Luke Evans und Christian Camargo verkörpert. In diese langen Fußstapfen tritt nun der dänische Schauspieler Claes Bang (The Square, The Affair: Staffel 5). Aus meiner Sicht war die lieblos hinkonstruierte und teilweise haarsträubend unlogische vierte Staffel von Sherlock, der BBC-Erfolgsserie aus der Feder von Steven Moffatt (Coupling, Doctor Who) und Mark Gatiss, (der auch die Rolle von Mycroft Holmes spielt) schon irgendwie gruselig. Von daher erscheint es nicht unbedingt überraschend , dass sich die beiden Autoren danach mit einem richtigen Horror-Projekt befassen. Zu Beginn bietet „Dracula 2020“ noch einige gewohnte Elemente der Vorlage auf, macht aus dem Stoff aber schon bald etwas Eigenes und spart dabei keineswegs mit Blut.

Gekonnt wechselt die erste Folge zwischen Harkers Erlebnissen in Draculas Schloss und den Ereignissen im Kloster. Die beiden weiteren Episoden spielen allerdings an gänzlich anderen Schauplätzen. Gatiss und Moffatt adaptieren zwar einige gängige Elemente und bekannte Charaktere aus der Vorlage, ihre Version vernachlässigt aber den romantischen Aspekt ziemlich. Stattdessen wird die Existenz des Vampirfürsten immer wieder vor allem in den Dialogen wissenschaftlich-analytisch erforscht oder gewisse Eigenheiten erklärt wenngleich diese Herangehensweise die legendäre Figur der Horrorliteratur keinesfalls entzaubert. „Dracula 2020“ gelingt es der Geschichte und seinem Protagonisten eine humorvolle Note zu verleihen ohne allerdings das Ganze ins Lächerliche zu ziehen. Außerdem profitiert die Miniserie davon, dass der charismatisch-präsente Hauptdarsteller Claes Bang in Person von Dolly Wells (Stolz und Vorurteil und Zombies, Can You Ever Forgive Me?) als Agatha einen starken Gegenpart besitzt. Zudem erinnert die technisch überaus gelungene Inszenierung an die Stärken von Sherlock.

Bestanden alle bisherigen Staffeln von Sherlock aus je drei 90-Minütern, so macht dies auch bei Dracula auf den ersten Blick Sinn. Nur gibt es aus meiner Sicht einen großen Qualitätsabfall in der dritten Folge. Die Story des letzten Drittels hätte mehr Zeit zur Ausarbeitung benötigt und auch die hier neu eingeführten Figuren kommen eindeutig zu kurz. Im Grunde wäre eine Episode mehr notwendig gewesen. Dann würde das Finale nicht so überstürzt wirken.

Die komplette Miniserie ist seit dem 4. Januar 2020 bei Netflix abrufbar.

Dracula
3teilige Horror-Miniserie UK 2020. Gesamtlänge: ca. 270 Minuten. Mit: Claes Bang, Dolly Wells, Jonathan Aris, Morfydd Clark, John Heffernan, Lydia West u.v.a. Idee & Drehbuch: Steven Moffatt und Mark Gatiss. Regie: Jonny Campbell, Damon Thomas, Paul McGuigan.

Credits
Bilder (c) BBC/Netflix.


Dracula (TV-Serie) (Kurzkritik)

28. Dezember 2014

Mit dem Kinofilm Dracula Untold wurden im Herbst 2014 die Anfänge des legendären Vampirfürsten erforscht. Eine gänzlich andere Geschichte erzählt dagegen Dracula, eine britisch-amerikanische Serie, die kürzlich auch im deutschen Fernsehen lief.

 

Dracula_NBC_DarstellerVon links: Van Helsing, Harker, Lucy, Renfield, Lady Jayne, Mina und Grayson

Blutsauger unter Blutsaugern

Um 1890. Wie aus dem Nichts taucht der amerikanische Geschäftsmann Alexander Grayson (Jonathan Rhys Meyers) in der Londoner High Society auf und kündigt kein weniger gewaltiges Unterfangen an als die Menschen mit drahtlosem Strom durch Geomagnetismus zu versorgen. Doch Grayson ist in Wahrheit der wieder erweckte Vampirfürst Dracula. Gemeinsam mit dem Mediziner Professor Van Helsing (Thomas Kretschmann) will Grayson/Dracula Rache am sogenannten Drachenorden nehmen, welcher weite Teile der Energie-Wirtschaft kontrolliert. Einst ermordeten Mitglieder des Geheimbunds nicht nur Draculas Ehefrau Ilona (Jessica De Gouw), sondern machten ihn auch zu einem Geschöpf der Nacht. Allerdings bringt eine Sache Graysons großen Masterplan in Gefahr: er verliebt sich in die junge Medizinstudentin Mina Murray (Jessica De Gouw), die seiner verstorbene Gattin bis aufs Haar gleicht…

Die Titelfigur aus Bram Stokers wegweisendem Roman Dracula gehört zu den Leinwandcharakteren mit den meisten Filmauftritten. Eine neue britisch-amerikanische Produktion brachte den Vampirfürsten auch auf die heimischen Fernsehbildschirme. Das Szenario des Drehbuchautors Cole Haddon bietet bekannte Zutaten des Stoffes wie das viktorianische England als Schauplatz und das üblichen Personal (Van Helsing, Mina, Harker, Renfield) auf, punktet aber mit einem neuen Ansatz. Es geht nicht nur um den Kampf gegen Vampire oder deren finstere Machenschaften, sondern auch um das Kräftemessen großer Unternehmen im Mutterland der Industrialisierung, welche aber von alten Mächten (untoter rumänischer Fürst gegen christlichen Geheimbund) geführt werden.

Leider wirkt die Serie vor allem am Anfang recht plump und oberflächlich vor allem in Person der Vampirjägerin Lady Jayne Weatherby, die so ziemlich jedes Klischees einer überzeichneten, Männer mordenden Furie erfüllt. Immerhin gibt es mit Mina Murray eine recht emanzipierte Frauenrolle, mit dem Ehrgeiz gleichzeitig als künftige Medizinerin und Ehefrau ihren Mann zu stehen. Mit Fortschreiten der Handlung gewinnt Dracula an Spannung und hält diese bis zum Schluss hoch. Jonathan Rhys Meyers spielt den Titelcharakter mit ähnlicher katzenhaften Präsenz wie er auch Englands König Heinrich VIII. in der Historienserie Die Tudors (2007-2010) verkörperte. Der amerikanische TV-Sender NBC bestellte nach zehn ausgestrahlten Episoden keine weiteren und so endete Draculas jüngstes Gastspiel auf den heimischen Bildschirmen nach nur einer Staffel, aber immerhin nicht mit einem völligen Cliffhanger.

Dracula lief von 20. Oktober bis 1. Dezember 2014 beim deutschen Privatsender VOX und erscheint am 12. Februar 2015 auf DVD und BluRay.

Fazit: Trotz gelegentlicher Peinlichkeit bietet die zehnteilige Serie eine weitgehend gelungene und spannende Neuausrichtung des bekannten Stoffes. 7 von 10 Punkten.


7-10Dracula
Horror-Serie UK/USA 2013/14. 10 Folgen. FSK 16. Gesamtlänge: ca. 430 Minuten. Mit: Jonathan Rhys Meyers, Jessica De Gouw, Thomas Kretschmann, Victoria Smurfit, Oliver Jackson-Cohen, Nonso Anozie,
Katie McGrath, Ben Miles u.a. Idee: Cole Haddon. Nach dem Roman von Bram Stoker.

Bild (C) Universal.


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