Fragen ohne Antworten II

24. Oktober 2018

Aus aktuellem Anlass (Begründung siehe hier) wurde dieser Beitrag gelöscht.

Euer mwj

(02.04.2019)

 

 

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Fragen ohne Antworten

17. Oktober 2018

Aus aktuellem Anlass (Begründung siehe hier) wurde dieser Beitrag gelöscht.

Euer mwj

(02.04.2019)


Blogger Recognition Award

19. November 2017

Nach so einer stressigen Arbeitswoche gibt es dann doch die ein oder andere unerwartete Sache, die einen wieder aufrichtet. In meinem Fall ist es die Nominierung für den „Blogger Recognition Award“ durch Bullion von Moviescape.



Worum es bei dem Award im Detail geht? Lest selbst:

Die Regeln

  1. Bedanke dich bei demjenigen, der dich nominiert hat und verlinke ihn.
  2. Schreibe einen Beitrag, um deinen Award zu präsentieren.
  3. Erzähle kurz, wie du mit dem Bloggen angefangen hast.
  4. Gib zwei Ratschläge für neue Blogger.
  5. Nominiere 15 andere Blogger für diesen Award.
  6. Kommentiere auf den nominierten Blogs, lass die jeweiligen Personen wissen, dass du sie nominiert hast, und verlinke deinen Beitrag zum Award.

Dann gleich mal „in medias res“, wie der Lateiner sagt.

Zu 1
Danke natürlich an Bullion, den ich schon persönlich treffen durfte, für die Nominierung für diesen Bloggerpreis. Über diese Wertschätzung kann ich mich nur außerordentlich freuen, da mein Weblog nicht sehr viele Leser hat.

Zu 2
Dies ist der Beitrag. Einfach weiterlesen…! 🙂

Zu 3
Wie alles begann. Irgendwann nach dem 2. Weltkrieg trafen sich meine Großeltern… Scherz beiseite. Schon als Kind habe ich, wie sicherlich fast jeder, gerne Serien und Filme geschaut. Fernsehen war nicht selten eine willkommene Ablenkung vom nicht immer einfachen Leben. Das erste Mal im Kino war ich 1990 mit neun Jahren, der Film hieß
Arielle, die Meerjungfrau. Erste Tendenzen zum Rezensionen/Kritiken-Schreiben offenbarte ich aber erst ein paar Jahre später, als ich mit der dritten Staffel von Akte X begann, quasi ein wenig Buch über die Mysteryserie zu führen. Ich schrieb kurze Inhaltsangaben jeder Folge und bewertete diese mit einem Halbsatz sowie einem einfachen Punktesystem. Filme auf der großen Leinwand genoss ich auch immer wieder gerne, meistens Blockbuster, aber auch Programmkinofilme. Bis vor 10 Jahren gab es in meiner kleinen Heimatstadt auch noch ein Lichtspielhaus, das aber im Zuge der Ausbreitung der Multiplex-Paläste irgendwann nicht mehr mithalten konnte. Schade.
Auslöser dafür, dass Filmkritiken/Serienreviews schreiben und dazu bloggen meine Hauptfreizeitbeschäftigung wurden, war allerdings ein ganz konkretes Filmerlebnis. Dieses ereignete sich in einer kalten Dezembernacht im Jahre 2001 und trug den Titel Der Herr der Ringe: Die Gefährten. Nach einigen Wiederholungssichtungen im Kino schrieb ich schließlich meine erste Filmkritik, die am 2. Januar 2002 (also vor 15 Jahren und 10 Monaten) veröffentlicht wurde. Mein bester Freund und ich hatten kurz zuvor eine gemeinsame Website ins Leben gerufen, aus welcher Vieraugen Kino hervorgehen sollte, die Filmkritiken-Seite, für die ich (als einziger) noch heute schreibe. Im Nachgang wurden mehrere Versuche gestartet, ein Blog auf die Beine zu stellen, doch erst 2012 sorgte der Media Monday für eine Belebung des Ganzen. Seitdem blogge ich hier regelmäßig.

Zu 4
Falls ihr jetzt noch wach seid, muss ich mir wohl oder übel Ratschläge für andere, eventuell jüngere Blogger überlegen.
Schreibt über das was euch interessiert, über was ihr schreiben wollt. Fühlt euch nicht gezwungen, die 97. Besprechung des allerneuesten Superhypermegablödbusters zu schreiben, nur weil das so viele andere tun. Habt eine eigene Meinung und scheut euch nicht, diese in Worte zufassen, auch oder gerade dann wenn sie nicht der „Mainstream-Meinung“ entspricht. Denn aus eurer eigenen Sichtweise und euren Vorlieben/Leidenschaften (in Bezug auf Filme, Serien, Bücher, Musik usw.) ergibt sich das, was euch und euer Blog einzigartig macht. Ach ja und schreibt mehr Beiträge als ich, das hilft sicherlich beim Gewinnen einer zahlreichen Leserschaft. 🙂

Zu 5
Bei dieser Aufgabe muss ich leider passen. Da mein Blog vermutlich ziemlich am Ende einer verzweigten Nominierungskette steht und ich selbst nicht so viele Blogs lese/Blogger kenne, die zudem auch noch nicht genannt wurden, kann ich leider keine 15 weiteren Blogger nominieren. Bullion hat zum Beispiel schon Gorana und iere Ergothek, Schrotty von Filmschrott, Miss Booleana sowie die Singende Lehrerin „beworfen“, die ich auch nominiert hätte. Daher fallen mir jetzt auf Anhieb nur noch zwei außergewöhnliche Blogger ein:

Die von individuell-kreativer Energie nur so strotzende Friedl von Grimm (Trivial) sowie
Wulf vom Medienjournal, unser Major-Blogger, der die Sphäre mit dem Media Monday in der Bahn hält.

Das war’s auch schon. Die nächste Filmkritik wartet schon darauf, (fertig)geschrieben zu werden…


Blogparade: 7 Bücher für 2017

12. Januar 2017

Bei der (entgegen eigener Aussage) ganz und gar nicht trivialen Friedl von Grimm bin ich auf die Buchvorsätze-Blogparade für dieses Jahr gestoßen. Hier die erlesenen Kandidaten, die ich 2017 zu lesen plane.

Die ersten beiden sind noch vom letzten Jahr übrig:

Kampf um Rom_BuchFelix Dahn: EIN KAMPF UM ROM (1876)
Die aufmerksamen Leser werden bemerken, dass dieses 140 Jahre alte Buch schon auf der 2014er Liste vertreten war. Leider bin ich in der Zwischenzeit nicht wirklich dazu gekommen, diesen episch-komplexen Historienroman weiterzulesen. Erzählt wird vom Kampf der Ostgoten gegen das oströmische Reich im 6. Jahrhundert nach Christus.


LXG_OmnibusAlan Moore & Kevin O’Neill: THE LEAGUE OF EXTRAORDINARY GENTLEMEN (1999-2003)
Der Brite Alan Moore gilt zurecht als einer der großen Comic-Erzähler. Mit The League Of Extraordinary Gentleman, das 2003 eher schlecht verfilmt wurde, versammelte er viele Figuren aus der viktorianischen Phantastik in einem Abenteuer-Steampunk-Setting. Die perfekte Lektüre wenn man gerade auch die thematisch ähnliche Horrorserie Penny Dreadful schaut oder geschaut hat und traurig über deren Ende nach nur drei Staffeln ist.

Und nun fünf Neuzugänge für dieses Jahr:

das-buero_band-2J.J. Voskuil: DAS BÜRO, Band 2: Schmutzige Hände (1996)
Band 2 der siebenbändigen Romanreihe des Niederländers J.J. Voskuil (1926-2008) über die Mitarbeiter eines volkswissenschaftlichen Instituts. Bei dem Ausmaß des gesamten Büro-Epos (7 Bände mit 800 Seiten aufwärts) gehe ich aber nicht davon aus, dass ich alles davon lesen werde.

 

koehlmeier_telemachMichael Köhlmeier: TELEMACH (1995)
Mein Lieblingserzähler von griechischen Sagen (siehe die von 2003 bis 2006 auf BR alpha gesendete Reihe Mythen – Michael Köhlmeier erzählt Sagen des klassischen Altertums) hat einen Roman über Odysseus‘ Sohn geschrieben. Ein Muss für mich als alter Fan von Odysseus und Co.


ein-gott-der-frechheitSten Nadolny: EIN GOTT DER FRECHHEIT (1994)

Griechische Mythologie trifft auf Moderne, die nächste. Götterbote Hermes wird in die Gegenwart versetzt. Mehr muss man im Vorfeld wahrscheinlich gar nicht wissen, behaupte ich jetzt einfach mal ganz frech.

 

die-hyperion-gesaengeDan Simmons: DIE HYPERION-GESÄNGE (1989/90)
Vom Autor des genialen Zweiteilers Illium/Olympos (2003/2005), einer virtuos komponierten Mischung aus (erneut) klassischen Sagen (Trojanischer Krieg und Odyssee) sowie Shakespeares Der Sturm und einem epischen Science-Fiction-Plot. Ähnliches erwarte ich mir von diesem dicken Sammelband, der die Romane Hyperion und Der Sturz von Hyperion beinhaltet.


hoffmann_nachtstueckeE.T.A. Hoffmann: NACHTSTÜCKE (1816/17)

Ein Relikt aus meiner kurzen Zeit als Germanistik-Student, genauer gesagt aus der Phantastik-Vorlesung des Wintersemesters 2001/02. In der 12. Klasse lasen wir im Deutsch-Grundkurs Hoffmanns Die Elixiere des Teufels, ein Schauerroman, der mich nachhaltig geprägt hat und woher sehr wahrscheinlich mein Faible für das Doppelgänger-Motiv kommt.

 

 

Meinen Fortschritt werde ich in unregelmäßigen Abständen auf der Leseliste dokumentieren.

Welche Bücher habt ihr vor, dieses Jahr zu lesen?

Bilder (c) Verlage.


Blogparade: Die schlechtesten Remakes

10. August 2016

Von wegen Sommerloch! Derzeit regnet es wieder Blogparaden. Daher wende ich mich gleich den schlechtesten Remakes zu…

Blogparade_Schlechteste Remakes_Cloud

2016 ist das Kinojahr der unnötigen Remakes (Elliott das Schmunzelmonster, Tarzan, Ben Hur, Die glorreichen Sieben) oder aber von Fortsetzungen, die viel zu spät kommen (Ghostbusters, Independence Day). Daher hat Marco von Ma-Go Filmtipps eine Blogparade zu den schlechtesten Remakes ins Leben gerufen. Eigentlich sollten es 10 sein, aber mal sehen wie viele ich zusammen kriege:

(in alphabetischer Reihenfolge der Remake-Titel)

Ben Hur (TV, 2010) –> Ben Hur (1959)
Schon 2010 hat das halbgare TV-Remake des Monumentalklassikers mit Charlton Heston (übrigens auch ein Remake, aber ein gutes!) bewiesen, dass keine weitere Version nötig ist!

Gladiator (2000) –> Der Untergang des Römischen Reiches (1964)
Ich persönliche halte ja Ridley Scotts reaktionär angehauchten Hysterienfilm für eines der am meisten überschätzten Werke der Kinogeschichte. Und dann handelt es sich dabei auch noch um ein Remake.

K(r)ampf der Titanen (2010) –> Kampf der Titanen (1981)
Ehrlich gesagt ist das Original auch kein besonders guter Film, glänzt allerdings bei den tollen Stop-Motion-Tricks von Altmeister Ray Harryhausen. Das Remake ist nur eine lieblose Aneinanderreihung ausgelutschter Blödbuster-Tropen mit mäßigen Effekten.

Poirot: Tod auf dem Nil (TV, 2004) –> Tod auf dem Nil (1978)
In der zwischen 1989 und 2013 in 70 Folgen ausgestrahlten Serie Poirot (nach Agatha Christies Romanen und Kurzgeschichten über den belgischen Meisterdetektiv) wurde auch Tod auf dem Nil adaptiert, allerdings als seelenloser 90-Minüter. Kein Vergleich zur ersten Verfilmung mit Peter Ustinov! Und das obwohl die Serie es eigentlich viel besser kann, siehe die Version von Mord im Orientexpress (2010).

Stadt der Engel (1998) –> Der Himmel über Berlin (1987)
Wim Wenders‘ poetischer Großstadt-Fantasyfilm als Liebesdrama mit Nicholas Cage und Meg Ryan?! Ein absolutes No-Go! Aber dem „einfachen“ Mainstreampublikum muss man ja alles mundgerecht servieren.

Superman Returns (2006) –> Superman (1978)
Gut, hier ist auch schon das Original schwach, weil mies gealtert, aber warum hat Bryan Singer allen Ernstes den dritten X-Men-Film sausen lassen, um eine zweifelhafte Hommage an ein 1970er B-Movie zu drehen? Geld?

Die Zehn Gebote (TV, 2006) –> Die Zehn Gebote (1956)
Und hier der zweite Beitrag aus der Reihe „schwaches Billig-Remake fürs Fernsehen“. Die Macher um Hallmark-Chef Robert Halmi Senior haben einfach das 11. Gebot des Filmemachens vergessen: „Du sollst keine überflüssigen Remakes produzieren!“

Zum Schluss noch Folgendes. Die oben genannten 2016er Remakes habe ich nicht gesehen und werde ich mir auch nicht ansehen. Bei vielen Filmen, die schwach neu aufgegelegt wurden, kommt mir quasi zugute, dass ich bei manchen (z.B. Horrorfilmen) weder Original noch Fälschung kenne. Manchmal sind „Bildungslücken“ doch nicht so schlecht.


Blogparade: Marry Me!

14. Juli 2016

Die Singende Lehrerin aka „Königin der Blogparaden“ fragte kürzlich nach den sieben Charakteren/-Innen (nicht SchauspielerInnen) aus Film, Fernsehen oder auch Literatur, die wir „vom Fleck weg“ heiraten würden…

Schreiten wir auch sogleich zum Altar zur Tat. Die Reihenfolge ist zufällig und nicht wertend.

 

Only Lovers Left Alive_EveEve (Tilda Swinton) – Only Lovers Left Alive

Wer mich etwas kennt, konnte sich denken, dass hier mindestens eine von der unvergleichlichen Tilda Swinton gespielte Figur auftauchen musste. Ja ich würde für Eve aus Jim Jarmuschs entschleunigtem Vampir-Film gerne zum ewigen Blutsauger werden. Dann wäre ich zwar auf ewig so hässlich wie jetzt, aber auf Dauer vermutlich gesünder und ich würde nicht (mehr) altern. Ich könnte Eve dann bei ihren unbeschreiblichen, meditativen Tänzchen zusehen und mit ihr zur Lautenmusik von Jozef van Wissem durch Tangier tingeln. Der Vorteil von ewigem Leben wäre natürlich, dass ich wie Eve alle Bücher lesen, alle Filme schauen und alle CDs hören könnte, die ich schon immer konsumieren wollte, dazu Sprachen (Irisch, Chinesisch, Altgriechisch usw.) und vieles mehr lernen. Die Zeit ist schließlich relativ. Und im Gegensatz zu Adam habe ich Fargo gesehen! Bevor ich vollends abschweife, geht es weiter mit…


The Fall_Stella Bar
Stella Gibson (Gillian Anderson) – The Fall: Tod in Belfast

Die ersten beiden Staffeln der düsteren, aber virtuos montierten nordirischen Krimi-Serie habe ich in zwei Fassungen (gekürzte ZDF-Fassung und BBC-Version) gesehen. Nie zuvor habe ich eine so faszinierende Polizeibeamtin wie Stella erlebt. Ich könnte ihr beim Erledigen ihrer Steuererklärung zusehen (wann kommt das Spin-Off „Superintendent Stella Gibson does her taxes“?). Und dann diese tolle Stimme („husky voice“) mit dem authentischen britischen Akzent! Höchstwahrscheinlich bin ich mit 35 ein wenig zu alt, um in Stellas Beuteschema zu passen. Außerdem ist sie nicht direkt der Typ für beste Bindungen, aber man wird ja mal träumen dürfen ;-)…


Dana Scully
Dana Scully (Gillian Anderson) – Akte X

Nachdem es mit Mulder auf Dauer nicht lief, wäre die sinnliche FBI-Agentin Dana Scully laut Staffel 10 derzeit ja wieder auf dem Markt. Eine kompetente Ärztin an meiner Seite könnte ich als Dauerpatient auch gut gebrauchen. Und mysteriöse Fälle von Verschwinden in einer Wohnung zu lösen gäbe es bei meiner Zerstreutheit auch. Ein Faible für strenge Hosenanzüge habe ich allerdings nicht. 😉

 


Vanessa Ives_Poster S1Vanessa Ives (Eva Green) – Penny Dreadful

Ja, es könnt etwas stressig werden mit einer Frau verheiratet zu sein, die abwechselnd von Luzifer oder Dracula verfolgt und terrorisiert wird. Aber Vanessa ist eben ein echtes Original. Wir könnten zusammen Vaterunser beten (ich bin ursprünglich auch katholisch), durchs neblich-malerische London des späten 19. Jahrhunderts flanieren oder auf eine Gedichtlesung von John Clare gehen. Und wenn’s mal kriselt können wir immer noch zur Paartherapie bei Dr. Seward aufkreuzen. Jedenfalls wird die Welt nicht fast untergehen, sollte sich Miss Ives für mich entscheiden 😉


Firefly_Kaylee
Kaylee (Jewel Staite) – Firefly/Serenity

Ein Grund warum mir die Serie Firefly (und der dazugehörige Film Serenity) so gut gefällt, sind die interessanten Frauenfiguren. Auf der Niedlichkeitsskala ganz oben: Kaylee, deren Tätigkeit man wohl am besten mit Chefingenieurin und „Gute Laune“-Beauftragte des Raumschiffes Serenity beschreiben kann. Kaylee ist süß, herzallerliebst und (im Gegensatz zu mir) handwerklich begabt! Perfekt, würde ich sagen. 😉


The Hour_Bel
Isabel „Bel“ Rowley (Romola Garai) – The Hour

Was ich an Bel bewundere: sie ist eine emanzipierte Frau, die sich als Chefredakteurin/Produzentin des BBC-Nachrichtenmagazins „The Hour“ in einer Führungsrolle unter Männern durchgesetzt hat und das mit Mitte/Ende 20 in den Jahren 1956/57! Abgesehen davon sieht sie auch einfach toll aus und ist immer topmodisch gekleidet, wobei ich ihre Brillen jetzt nicht so mag. Dass Bel einer echten Frau unheimlich ähnlich sieht, mit der ich in der Realität bis letztes Jahr eine zehn Jahre lange Beziehung geführt habe, mag meinen Heiratswunsch verstärken 😉

 

 

Merlin 1998_GuinevereKönigin Guinevere (Lena Headey) – Merlin (1998)

Guinevere (gespielt von der jungen Lena Headey in ihren 20ern) ist aus meiner Sicht die perfekte Verkörperung der Königin an Artus‘ Tafelrunde und sicherlich eine viel nettere Herrscherin als Cersei Lannister. Sie sieht mit ihrem blassen Teint wie die personifizierte Frühlingsbraut aus, um welche Winter und Sommer werben. Stundenlang könnte ich ihr zusehen, wenn sie gedankenverloren umherblickt. Lancelot müsste ich als Guineveres Mann dann allerdings zu seiner eigenen Ehefrau und Familie an den See zurückversetzen. Und Königin Mab wird unsere Wedding-Plannerin! 😉

Bilder (c) Filmverleihe/TV-Sender.


Blogparade: Meine Top Obsessionen während der 1990er (und 1980er)

24. März 2016

Die vielleicht neueste Blogparade, die durch die unendlichen Weiten der multiversen Blogosphäre schwirrt, animiert den Blogger dazu, seine Obsessionen aus den 1980ern und 1990ern zu verraten. Natürlich habe ich den Selbstversuch gewagt und mehr zusammengebracht, als anfangs vermutet.

So ganz genau kann ich mich an meine 1980er-Obsessionen nicht mehr erinnern. Mit drei oder vier hatte ich meine erste Musikkassette mit Nena und Boy George auf je einer Seite. Boy George fand ich damals auch wegen seines „androgynen“ Auftretens und der bunt lackierten Zehnnägel toll. Im Sommer 1985 habe ich meine hochschwangere Mutter mit einer Weihnachtslieder-Kassette fast in den Wahnsinn getrieben! Aber weder sie noch meine kurz darauf geborene Schwester haben bleibende Schäden davon getragen. Außerdem kann ich mich noch daran erinnern, dass meine Eltern im Auto z.B. Chris de Burgh und Bruce Springsteen gehört haben. Hinsichtlich Hörspielkassetten habe ich damals schon die bekannten Klassiker konsumiert. Man könnte also nicht ganz zu Unrecht sagen, meine 1980er Obsession waren MCs.

Die 1990er waren da schon etwas breiter aufgestellt. Eine große Rolle spielte der Megakonzern namens Disney. Seit dem Kinobesuch Ende 1990 liebte ich den Zeichentrickfilm Arielle, die Meerjungfrau. Auch weil ich einige Monate später den Film auf VHS besaß, habe ich ihn bestimmt 15mal gesehen. Oder mehr. Die Affinität zu Mickey-Mouse-Merchandising und Co weitete sich natürlich auch auf viele weitere Bereiche aus. Lange Zeit investierte ich mein Taschengeld in Mickey-Maus-Hefte und natürlich diese Comicreihe namens Lustiges Taschenbuch, die ich jahrelang gesammelt habe, bis eines Tages in der achten Klasse meine komplette Sammlung für einen guten Zweck auf dem Flohmarkt verkauft wurde. Heute besitze ich (wieder) einen einzigen Band, nämlich Nr. 124 (Wettlauf ins Ungewisse aka Das Gläserne Schwert).

Musikalisch erlebte ich in den 90ern mein erstes Erwachen. Alles begann im Januar 1993 mit einem Film namens Bodyguard und dem dazugehörigen Soundtrack, der sechs Songs der amerikanischen Souldiva Whitney Houston inklusive ihrer starken Coverversion von „I Will Always Love You“. Und es war um mich geschehen. Keine Ahnung wie viele tausend Mal ich damals die CD (zu Beginn noch über die Stereoanlage meiner Eltern, bis ich irgendwann selbst eine mit CD-Player bekam) angehört habe. Nach der Videokassette des Films besorgte ich mir nach und nach Whitneys frühe Alben, die meine Leidenschaft noch verstärkten. Mit der Zeit ist diese Obsession abgeflaut, vor allem weil sie danach nicht mehr zu alter Stärke zurückfand und 2012 leider zu früh verstarb. Natürlich haben ihre Songs mittlerweile ihre Wirkung auf mich weitgehend verloren, aber zuletzt habe ich festgestellt, dass mich die Ballade „Didn’t We Almost Have It All“ (1987) immer noch ziemlich beeindruckt. Die zweite große musikalische Leidenschaft der 1990er kam aus Schweden und hieß Ace Of Base. Man könnte das Elektropop-Quartett jetzt ganz einfach dem vor allem Mitte der 90er sehr gängigen Dancefloor (heute sagt man Eurodance) zuordnen, doch ich finde, dann würde man ihnen Unrecht tun. Mit dem Ende des Jahrzehnts verschwand auch mein Interesse an der Band. Dennoch ist für mich die Single „The Sign“ (1994) ein wichtiger Eckpfeiler meiner Jugend.

 

Die größte Obsession im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts habe ich aber bisher noch gar nicht angesprochen: LEGO! Bis zur Vollendung meines 16. Lebensjahres im Januar 1997 beschäftigte ich mich täglich mit den tollen Steinen aus Dänemark und das in einer Zeit ohne Lego Star Wars oder andere Lizenz-Joint-Ventures mit bekannten Franchises. Die Sets aus dem Themenbereich Weltraum inspirierten damals meine Fantasie zu unzähligen Weltraumabenteuern. Spannende Weltraumabenteuer & Co genoss ich aber bereits ab Ende der 1980er die tollen Trickserien auf Tele 5 (mit dem heutigen Sender kaum vergleichbar) wie Adventures Of The Galaxy Rangers, Saber Rider And The Star Sheriffs und nicht zu vergessen He-Man & Masters Of The Universe. Bis ich irgendwann Zeichentrickserien-Verbot hatte. War wohl zu meinem Besten. Mit Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI wurde meine die Serienleidenschaft erwachsener. Dazu gibt es HIER mehr zu lesen. Aber bereits davor staunte ich über die ersten Staffeln von Star Trek: The Next Generation (lief in Deutschland damals als Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert) und später dann auch Star Trek: Deep Space Nine. Ab Mitte der 1990er gab es dann noch eine Science-Fiction-Serie, die leider nicht die allgemeine Anerkennung erhielt, die sie verdient hat und (für die damalige Zeit ungewöhnlich) aus fortlaufenden Handlungsbögen bestand, die zum Teil von der ersten bis zur fünften und letzten Staffel gehen: Babylon 5. Erst ab 2004 (durch die DVD-Boxen) konnte ich die Serie erstmals komplett sehen.

Natürlich habe ich als Kind bekannte Kinder-Krimi-Bücher wie TKKG und Geheimnis um… verschlungen und generell sehr viel und aus heutiger Sicht sehr schnell gelesen. Davon geblieben ist meine Leidenschaft für die Griechische Mythologie, die 1993 begann, als ich (auf eigenen Wunsch) das Standardwerk aus dem 19. Jahrhundert, Die schönsten Sagen des Klassischen Altertums von Gustav Schwab, geschenkt bekam. Mittlerweile besitze ich zum Thema Klassische Mythologie & Co eine kleine Bibliothek mit Büchern verschiedenster Art (Nacherzählungen, Romane, wissenschaftliche Bücher, Comics usw.).

Auch wenn es keine Top 10 geworden sind, so haben sich in der Rückblende schon einige Obsessionen wieder gefunden. Wenn ich jetzt noch weiter nachdenke, kommt vielleicht noch mehr. Aber jetzt ist erstmal Schluss, bevor ich im Nostalgie-Autopiloten zu verharren drohe. Meine Kinoleidenschaft manifestierte sich übrigens erst in den frühen 2000ern.

Wer alt genug ist und sich entsprechend gut erinnern kann, darf gerne bei dieser eigenwilligen Reise in die Vergangenheit mitmachen (und idealerweise seinen Beitrag in den Kommentaren verlinken). 🙂


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