She-Ra und die Rebellenprinzessinnen: Staffel 3 (Kurzkritik)

31. August 2019

Nur gut acht Monate nach der ersten und etwa drei Monate nach der zweiten veröffentlichte Netflix die kurze dritte Staffel seiner Neuauflage der Abenteuer von Heldin Adora alias She-Ra.

Moments of Truth

Die massiv geschwächte Magierin Shadow Weaver, ehemals rechte Hand des finsteren Lords Hordak, taucht plötzlich in Adoras Gemächern in Bright Moon auf. Königin Angella und ihre Schwägerin Castaspella sperren die frühere Feindin ein und das obwohl Shadow Weaver der Rebellion gegen die Horde scheinbar helfen möchte. Gegen den Willen der Königin schleichen sich Adora, Glimmer und Bow zur Gefangenen. Die dunkle Magierin erzählt dem Trio nicht nur von Hordaks finsteren Plänen, sondern weiß auch so Einiges über Adoras wahre Herkunft. Unterdessen erhält die bei Hordak in Ungnade gefallene Catra die Gelegenheit, sich zu rehabilitieren. Ihre Mission ist allerdings ziemlich aussichtslos und äußerst gefährlich…

Warum die Folgen 14 bis 26 Folgen von She-Ra und die Rebellenprinzessinnen nicht als eine Staffel am Stück und stattdessen als zwei verschiedene Seasons im Abstand von mehreren Monaten veröffentlicht wurden, das wissen wohl nur die Macher und Netflix. Denn inhaltlich macht es wenig Sinn. Die 13 Episoden widmen sich nämlich im Grunde einem zentralen Story Arc. Dafür unterscheiden sich die beiden „Hälften“ ziemlich im Tonfall. Die 2. Season glänzte über weite Strecken noch mit der für die Serie typischen selbstironischen Brechung. In der dritten Runde sind humorvolle Elemente durchaus weiterhin vorhanden, aber die Grundstimmung wirkt viel düsterer als zuvor. Vor allem in den letzten drei Folgen, wo durch völlig unverantwortliche Handlungen von einer der Hauptfiguren eine Katastrophe ausgelöst wird. Showrunnerin Noelle Stevenson und ihrem Team gelingt hier es hier einerseits die Handlung und Charaktere voranzutreiben und zudem wirkungsvoll mit den Erwartungen der Zuschauer zu spielen. Durch die letzte Szene wird eine weitere Staffel angeteasert, die voraussichtlich im nächsten Jahr erscheinen wird. Netflix hat bisher zumindest weitere 13 Folgen in Auftrag gegeben.

Die dritte Staffel von She-Ra und die Rebellenprinzessinnen ist seit dem 2. August 2019 bei Netflix abrufbar.

She-Ra und die Rebellenprinzessinnen: Staffel 3
(She-Ra and the Princesses of Power: Season 3)
Zeichentrick/Fantasy-Serie USA 2019. 6 Folgen. Gesamtlänge: 144 Minuten. Nach der Originalserie von Larry DiTillo und J. Michael Straczynski. Adaption: Noelle Stevenson.

Credits
Bilder (c) Netflix/Dreamworks.

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Into The Badlands: Staffel 3, Teil 2

24. Mai 2019

Mehr als neun Monate zog sich die Wartezeit auf die zweite Hälfte der dritten (und letzten) Staffel von Into The Badlands. Die postapokalyptische Martial-Arts-Serie bietet in den verbleibenden Episoden noch einmal Einiges auf…

Into The Badlands: Staffel 3, Teil 2
(Into The Badlands: Season 3, Part 2)
Actionserie/Endzeitdrama USA 2019. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 345 Minuten.
Mit: Daniel Wu, Aramis Knight, Nick Frost, Emily Beecham, Orla Brady, Ally Ioannides, Baboo Ceesay, Lorraine Toussaint, Ella-Rae Smith, Sherman Augustus, Lewis Tan, Chipo Chung u.a. Idee: Alfred Gough und Miles Millar.

 


Black Lotus, Dark Acolytes

Der charismatische Kultanführer Pilgrim (Baboo Ceesay) will mit seinem Heer williger Akolythen, darunter auch M.K. (Aramis Knight), die dank wiederentdeckter Technologie aus dem legendären Reich von Azra die dunkle Gabe erhielten, die Badlands erobern und seine Gegner ausnahmslos vernichten. Die besten Kämpfer der Gegend müssen sich nun gegen die Armee von Fanatikern vereinen. Sunny (Daniel Wu) wird derweil von seiner Vergangenheit eingeholt. Und die als „Widow“ gefürchtete Minerva (Emily Beecham) kämpft vorerst mit ihren eigenen Dämonen…

Es dauerte über ein halbes Jahr bis es nach der Ausstrahlung der ersten Hälfte der dritten Staffel (April bis Juni 2018) von Into The Badlands wieder ein Lebenszeichen der Endzeit-Martial-Arts-Show gab. Und zwar in Form einer Ankündigung des Senders AMC im Februar 2019, dass die Serie gecancelt sei. Die verbleibenden acht Episoden wurden schließlich von Ende März bis Anfang Mai ausgestrahlt und sind seitdem auch bei Amazon Prime abrufbar. Es mag unschön sein, wenn eine Serie wie die vorliegende früher endet als vielleicht geplant. Doch obwohl das unfreiwillige Finale etwas unvollendet wirkt und eine weitere Staffel angeteasert wird, so kommt der Schlusspunkt nicht wirklich zu früh. Denn Into The Badlands geht auf der Zielgeraden inhaltlich ziemlich die Luft aus.

Im Laufe der Zeit vermischte die von Alfred Gough und Miles Millar (Smallville, The Shannara Chronicles) ins Leben gerufene Show Motive aus Die Reise nach Westen, einem klassischen chinesischen Roman aus dem 16. Jahrhundert, mit Versatzstücken aus Südstaatensaga, postapokalyptischem Drama und actionreichem Eastern, präsentiert in der farbenfrohen und überstilisierten Ästhetik von Anime-Serien und epischem Wuxia-Kino. Die ungemein virtuos und eindrucksvoll (von den „action directors“ Stephen Fung und Andy Cheng) mit intensivem Wire-Work inszenierten Kampfszenen, in denen auch die individuell unterschiedlichen Stile gut erkennbar sind, bleiben neben den ausladenden Setpieces auch in den finalen Episoden die große Stärke der Produktion. Zum Finale lassen es die Macher nochmal ordentlich krachen und erhöhen auch den Gewaltfaktor etwas.

Das kann leider nicht darüber hinwegtäuschen dass die Serie inhaltlich auf der Stelle tritt. Im Verlauf der letzten Folgen, in denen auch einige Hauptcharaktere ihr Leben lassen müssen, fielen mir die formelhaften Storylines und die beliebigen Wendungen sogar noch deutlicher auf als zuvor. Obwohl die Autoren hier Hintergründe zur Zerstörung der großen Zivilisation von Azra und Sunnys Herkunft miteinbauen. Dennoch war mein letzter Ausflug in die Badlands kein Reinfall. Im Gegenteil: das Abschiednehmen von ein paar Figuren fiel nicht so leicht.

Alle drei Staffeln von Into The Badlands (insgesamt 32 Folgen) sind über Amazon abrufbar. Die ersten beiden Staffeln gibt es außerdem auf DVD und BluRay.

Fazit: Into The Badlands kulminiert in einem gewohnt stark inszenierten, aber zu beliebigen Finale. 6 von 10 Punkten.

Pilgrim und seine dunkle Armee
The Widow in Red

Credits:
Bilder (c) AMC/Amazon


Into The Badlands: Staffel 3, Teil 1

14. Dezember 2018

Der Kampf um die Badlands geht in die dritte Runde, zumindest teilweise…

Into The Badlands: Staffel 3, Teil 1
(Into The Badlands: Season 3, Part 1)
Actionserie/Endzeitdrama USA 2018. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 345 Minuten.
Mit: Daniel Wu, Aramis Knight, Nick Frost, Emily Beecham, Orla Brady, Ally Ioannides, Baboo Ceesay, Lorraine Toussaint, Ella-Rae Smith, Sherman Augustus u.a. Idee: Alfred Gough und Miles Millar.

Anarchie und Religion

Sechs Monate nach dem Tod von Veil kümmert sich Sunny (Daniel Wu) allein um seinen kleinen Sohn Henry. Als dieser die dunkle Gabe offenbart und dadurch krank wird, wendet sich Sunny hilfesuchend an Bajie (Nick Frost). In den Badlands tobt ein Bürgerkrieg zwischen den beiden verbleibenden Baronen Chau (Eleanor Matsuura) und Widow (Emily Beecham). Letztere hält den jungen M.K. (Aramis Knight) gefangen und versucht dessen Gabe wieder zu aktivieren. Nach dem Bruch mit ihrer Mutter führt Tilda (Ally Ioannides) eine Gruppe von Dieben an, welche beide Kriegsparteien überfallen und so ein von Lydia (Orla Brady) geführtes Flüchtlingslager mit Lebensmitteln versorgen. Als ihren Regent rekrutiert Widow niemand Geringeren als Nathaniel Moon (Sherman Augustus), der noch eine Rechnung mit Sunny zu begleichen hat. Eine neue Bedrohung schleicht sich unterdessen in den Badlands ein. Der charismatische Pilgrim (Baboo Ceesay) und seine Schar religiöser Anhänger wollen die Menschen bekehren, mit allen Mitteln…

Eigentlich nichts ungewöhnlich, dass Staffel 3 von Into The Badlands nach acht von sechzehn Episoden im Sommer in eine Pause ging. Jeder Zuschauer rechnete mit einer Fortführung der bisher längsten Season der AMC-Show im Herbst. Nun ist 2018 fast vorbei und bisher keine Spur der fehlenden Folgen in Sicht. Von daher kann ich nach aktuellem Stand auch lediglich die erste Hälfte der dritten Runde rezensieren. Und die hat durchaus so Einiges zu bieten.

Nachdem in Staffel zwei ein paar Hauptcharaktere ihr Leben ließen werden zumindest zahlenmäßig die personellen Lücken mit Neuankömmlingen geschlossen. Im Blickpunkt steht natürlich auch der von Baboo Ceesay (Die Bibel – Wie es weitergeht) verkörperte Pilgrim, der mit seiner Religion nicht nur die Badlands revolutionieren will, sondern sich auch auf der Suche nach einem mythischen Ort befindet. Darüber hinaus präsentieren uns die Autoren, darunter Michael Taylor (Star Trek: Deep Space Nine, Battlestar Galactica) und Matt Lambert (South of Hell), diverse Mechanismen und Entwicklungen, welche die titelgebenden Ländereien samt Bewohnern nachhaltig beeinflussen. Selbst in einer postapokalyptischen Welt, in welcher es Technologie gar nicht oder nur in rudimentärer Form gibt ist Krieg ein schmutziges und grausames Geschäft.

Vor allem das Team um Produktionsdesigner Philip Murphy leistet hervorragende Arbeit, die herunter-gekommende Welt der Serie zu kreieren. Man profitiert hier natürlich auch sehr von den stimmungsvollen Locations in Irland, wo Into The Badlands seit der zweiten Season gedreht wird. Diese Stärken sowie weiterhin auf hohem Niveau inszenierte Martial-Arts-Sequenzen verleihen der zwischen Südstaatensaga, Kriegsdrama und Endzeit-Epos angesiedelten Serie ihren besonderen Reiz bzw. Unterhaltungswert. Auch wenn die einzelnen Wendungen nicht immer wirklich überzeugen oder sich der Handlungsstrang so mancher Figur bisweilen im Kreis dreht.

Seit dem 18. Juni 2018 sind die ersten acht Episoden der dritten Staffel von Into The Badlands bei Amazon Prime Video abrufbar. Die zweite Hälfte folgt voraussichtlich irgendwann 2019.

Fazit: Into The Badlands bleibt sich in den Folgen 17 bis 24 sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht treu, erweitert dabei das Figurenensemble um schillernde Neuzugänge. 7 von 10 Punkten.

 

 

Credits:
Bilder (c) AMC/Amazon.


Love: Staffel 3

25. März 2018

Mit der dritten Staffel endet die von Judd Apatow, Lesley Arfin und Hauptdarsteller Paul Rust kreierte Netflix-Serie Love, in welcher zwei unterschiedliche Charaktere zueinander gefunden haben. Doch das Ende ist bei weitem kein Grund zum Trauern…

Love: Staffel 3 (Love: Season 3)
Comedy-/Drama-Serie USA 2018. 12 Folgen. Gesamtlänge: ca. 372 Minuten.
Mit: Gillian Jacobs, Paul Rust, Claudia O’Doherty, Mike Mitchell, Chris Witaske u.v.a. Idee: Judd Apatow, Lesley Arfin und Paul Rust.

 

 

Ende gut, alles gut

Seit einigen Monaten sind Gus (Paul Rust), Privatlehrer für Nachwuchsschauspieler, und Radioproduzentin Mickey (Gillian Jacobs) ein Paar. Außerdem ist Mickey im Kampf gegen ihre Suchtprobleme einen großen Schritt weitergekommen, denn seit Wochen hat sie weder Alkohol noch Drogen angerührt. Und so bleiben Zigaretten ihr einziges Laster. Auch beruflich läuft es für die Produzentin bei einem kleinen Radiosender mehr als gut, wenngleich der narzisstische Therapeut Dr. Greg (Josh Gelman) immer wieder für Ärger sorgt. Am Set der erneuerten Genre-Serie Witchita unterrichtet Gus wieder seine frühere Schülerin, die mittlerweile 14jährige, sehr erfolgreiche Arya (Iris Apatow) sowie andere Jungakteure, und träumt von einer Karriere als Drehbuchautor. Mickeys Mitbewohnerin Bertie (Claudia O’Doherty) steckt weiterhin in einer Beziehung mit dem antriebs- und arbeitslosen Randy (Mike Mitchell) fest…

Nachdem ich der ersten und auch der zweiten Staffel von Love lediglich Kurzkritiken gewidmet habe, war es an der Zeit, der finalen Season eine ausführlichere Besprechung anzugedeihen. Denn die Dramedy-Serie erreicht mit den letzten 12 Episoden den Höhepunkt ihres Schaffens, was bei näherem Hinsehen nicht überraschend erscheint aber selbst bei guten Shows selten vorkommt.

Obwohl sich die Handlung im Allgemeinen und die Liebesgeschichte im Besonderen zwischen den beiden Protagonisten im Dunstkreis Hollywoods abspielt so überzeugte Love von Beginn an mit seinem erfrischend unglamourösen Personal und weitgehend klischeefreien Entwicklungen. Der ein oder andere „Nebenplot“, etwa um den überraschend zur weiteren Hauptfigur beförderten Chris (Chris Witaske), einem Freund von Gus, wirkt vielleicht nicht so zwingend, schmälert aber den positiven Gesamteindruck kaum.

Das Herzstück der ganzen Serie bildet natürlich die Beziehung von Mickey und Gus, die auch deswegen so authentisch wirkt, weil beide Charaktere im Verlauf der insgesamt 34 Episoden tiefgründig ausgelotet wurden. Co-Autorin/Produzentin Lesley Arfin verarbeitete in der Figur Mickey ihre eigenen Erfahrungen mit Alkoholsucht. Seit 2015 ist Arfin mit Paul Rust verheiratet, der hier ebenfalls als Co-Autor bzw. Executive Producer agierte und die männliche Hauptrolle spielte. Man könnte also behaupten, dass Love so etwas wie die Serien-Variante des gefeierten (und ebenfalls von Judd Apatow produzierten) Indie-Films The Big Sick (2017), in welchem die Comedians/Drehbuchautoren Kumail Nanjiani und Emily V. Gordon ihre eigene Liebesgeschichte erzählen, darstellt. Ähnlich wie Nanjiani scheint sich Rust hier auch selbst zu spielen. Die bemerkenswerte Leistung vollbringt aber Gillian Jacobs, die im wahren Leben Abstinenzlerin ist und als Mickey eine Alkoholikerin verkörpert.

Im Gegensatz zu den üblichen Romantik-Komödien presst Love seine Story nicht in eine künstliche Dramaturgie, sondern lässt sie sich organisch entwickeln. Und so erhalten die einzelnen Episoden genau die Laufzeit, welche sie benötigen, egal ob etwa 25 oder knapp 40 Minuten. Zwar kriselt es in der Partnerschaft von Mickey und Gus auch in den letzten 12 Folgen immer wieder etwas, die in RomComs übliche große Katastrophe kurz vor dem Schlussakkord bleibt dankenswerterweise aus.

Bei der Lektüre dieses Reviews kann man erahnen, dass mich die letzten gut sechs Stunden von Love prächtig unterhalten, amüsiert aber auch sehr bewegt haben. Gerne würde ich Mickey und Gus bei ihrem gemeinsamen Leben weiter zusehen, doch der runde Abschluss ihrer Geschichte tröstet über den Abschied sehr gut hinweg.

Die 12 Folgen der dritten Season von Love sind seit 9. März 2018 bei Netflix abrufbar.

Fazit: Love schafft mit der dritten und letzten Staffel, was kaum einer Serie vergönnt ist: am Höhepunkt aufzuhören und sich selbst bis zum Finale treu zu bleiben. 9 von 10 Punkten.

 

 

 

 

Credits:
Bilder (c) Netflix/Legendary Television.


Castle: Staffel 3 (Kurzkritik)

21. Oktober 2017

Obwohl sommerliche Hitze seit einigen Wochen nicht mehr auf dem Programm steht, so bin ich der Procedural-Serie Castle bisher treu geblieben, was sich in Staffel 3 durchaus gelohnt hat…

Zur Fertigstellung seines zweiten „Nikki-Heat“Romans hat sich Richard Castle (Nathan Fillion) den Sommer über zurückgezogen. Detective Kate Beckett (Stana Katic) und ihre Kollegen haben monatelang ohne den Bestseller-Krimiautor ermittelt. Da taucht Castle ausgerechnet an einem Tatort auf…

Spätestens im dritten Jahr sind die „romantischen Spannungen“ zwischen dem erfolgreichen Schriftsteller und der ambitionierten New Yorker Polizistin nicht mehr weg zu diskutieren und das obwohl letztere eine Beziehung zu einem gut aussehenden Arzt unterhält. Wie sich der Erfolg von Castles Romanen über die auf Beckett basierende Heldin Nikki Heat unangenehm auswirken kann, erfährt das Duo in der 11. Episode, als sie auf die quasi zum Leben erweckte Romanfigur in Form einer überzogen agierenden Schauspielerin treffen. Trotz der oft formelhaften Dramaturgie und nicht selten vorhersehbaren, mäßig konstruierten Fälle bietet Season 3 durchaus interessante Folgen, wie etwa das Double Feature um eine Bombe mit verheerendem Zerstörungspotenzial sowie ein „Betriebsausflug“ der Hauptcharaktere nach Kalifornieren (wo die Serie in Wirklichkeit gedreht wird). Weitere Fortschritte im Mordfall von Becketts Mutter sorgen schließlich für das dramatische Staffelfinale. Trotz der üblichen Schwächen und obwohl man sich hier etwa ein Drittel der 24 Episoden hätte sparen können erscheint mir die dritte Staffel von Castle bisher als die beste. Die DVD-Box zu Season vier liegt schon bereit.

Castle: Staffel 3 (Castle: Season 3)
Krimiserie USA 2010/11. FSK 16. 24 Folgen. Gesamtlänge: ca. 990 Minuten.
Mit: Nathan Fillion, Stana Katic, Seamus Dever, Jon Huertas, Tamala Jones, Molly C. Quinn, Ruben Santiago-Hudson, Susan Sullivan u.a. Idee: Andrew W. Marlowe.

Bild (c) ABC/Touchstone.


Penny Dreadful – Das Serienfinale

6. Juli 2016

Eigentlich wollte ich die neuen Folgen von Penny Dreadful beim vorletzten Serien-Montag besprechen. Doch technische Probleme beim Streaminganbieter sorgten dafür, dass ich die beiden Episoden (die, wie ich zwischenzeitlich erfahren musste, das Serienfinale darstellen) erst später sehen konnte…

Warnung: Spoiler zu den letzten beiden Episoden!!!

Penny Dreadful_Cloud

Mit den letzten beiden Folgen der dritten Staffel (3×08/3×09) endet die in vielerlei Hinsicht geniale Horrorserie aus der Feder von Drehbuchautor John Logan (der zum Beispiel an den Scripts der letzten beiden James Bond-Filme beteiligt war). Da ich den Schock über den Verlust einer der, meiner geringen Ansicht nach, besten Serien seit langem erst einmal verdauen musste, hat es zwei Wochen bis zur Fertigstellung der Besprechung des Finales gedauert. Kommen wir nun zu den letzten 100 Minuten eigenwilliger und intensiver viktorianischer Phantastik aus dem Pay-TV.

3×08 „Perpetual Night“ / 3×09 „The Blessed Dark“

44 Minuten (3×08), 56 Minuten (3×09). Drehbuch: Krysty Wilson-Cairns (8), John Logan (9).
Regie: Damon Thomas (8), Paco Cabezas (9).

„And then all light will end and the world will live in darkness.The very air will be pestilence to mankind. And our brethren, the Night Creatures, will emerge and feed. Such is our power, such is our kingdom, such is my kiss.“ Vanessa Ives (Eva Green)
Penny Dreadful_3x09_Titel


Eigentlich hatte ich angefangen, jede einzelne Szene, oder zumindest jede wichtige, der beiden letzten Episoden aufzudröseln. Aber die Sache wurde mir nach einigen Tagen zu aufwändig. Daher werde ich mich auf die Analyse einzelner, besonderer Stellen beschränken.

Obigen Monolog (in fett und kursiv), der von Vanessa Ives zu Beginn der achten Folge gesprochen wird, ist neben der Abspielung einer Tonbandaufzeichnung das Einzige, was wir von der Figur erst einmal mitbekommen. Zu sehen gibt es die frischgebackene Dracula-Braut erst wieder in der allerletzten Episode.

Nachdem sich Frankensteins Kreatur (dessen richtigen Namen wir nie erfahren) wieder an sein Leben vor dem Tod erinnern konnte und die Wiedervereinigung mit seiner Familie, Ehefrau Marjorie und Sohn Jack, erfolgte, erliegt Jack wenig später seiner schweren Krankheit (da er öfter Blut hustete vermutlich Tuberkulose). Diese Szenen werden ruhig und pietätvoll gestaltet. Leider hat die Kreatur Marjorie von seiner Wiedererweckung durch Doktor Frankenstein erzählt und genau dieses Wunder erwartet die Gattin für den gerade verstorbenen Sohn. John Clare versucht ihr zu erklären, was diese Prozedur für entsetzliche Folgen haben kann, doch sie will nichts davon hören und verlangt von ihrem Mann den Sohn wieder lebendig machen zu lassen oder gar nicht zurück zu kommen. Und wieder bleibt der armen Kreatur von Frankensteins Gnaden ein Happy End verwehrt. In Rory Kinnears grandiosem Spiel manifestiert sich diese eindringliche Traurigkeit.

Penny Dreadful_3x08_LigaWas die Endzeitstimmung angeht, werden alle Register gezogen. Nebel und Dunkelheit umgeben London. Ratten bevölkern die Straßen, Kröten kriechen aus den Kanälen durch die Leitungen. Eine endlose Nacht wie es scheint. Malcolm, Ethan und Gaetana ziehen gemeinsam mit den Dres. Frankenstein und Seward sowie der ebenfalls kampferprobten Thanatologin Catriona Hartdegen in den Kampf gegen die Vampire und ihren Fürsten.

Zuvor entschließt Victor Frankenstein sich, Lily doch nicht durch das neue Wundermittel in eine „ordentliche Frau“ zu verwandeln. In einer intensiven Performance von Schauspielerin Billie Piper gelingt es der Unsterblichen ihrem Schöpfer klar zu machen, dass ihre Identität nicht nur aus der ursprünglich naiven, unschuldigen Lily besteht, sondern auch aus dem von allen Schattenseiten, die man sich vorstellen kann, geprägten Leben von Brona, die sich als Straßendirne verdingte und deren Tochter im Säuglingsalter gestorben ist. Victor lässt Brona/Lily schließlich ziehen („It’s too easy being monsters. Let us be humans then.“). Da kehrt Dr. Henry Jekyll von seinem Rundgang im Bedlam-Krankenhaus zurück und verkündet, dass sein verhasster Vater endlich Löffel und Adelstitel abgegeben hat. Victor gratuliert seinem Kollegen und nennt ihn bei seinem neuen Titel: Lord Hyde. Bei dem Foreshadowing zu Beginn der Staffel ist das natürlich eine eher enttäuschende Auflösung von Dr. Jekyll und Mr. Hyde, aber näher betrachtet haben wir mit Brona Croft/Lily Frankenstein schon eine entsprechende Figur. Von daher ist es kein totaler Reinfall.

Penny Dreadful_3x08_DorianDorian Gray verbannt die Prostituierten, die im Ballsaal seiner großen Villa als Mitglieder von Lilys Slasher-Suffragetten-Bewegung zusammengefunden hatten, aus seinem Haus, und zwar dorthin zurück, wo sie hergekommen sind. Justine, die Chefacolytin, kann nicht zurück, schließlich wurde sie vor dem sicheren Tod in einem gruseligen Folterkeller gerettet. Dorian sieht das ein und nach einem letzten Kuss gibt er dem jungen Mädchen den Gnadengenickbruch. Subtil wird hier die letzte Szene zweier anderer Figuren angedeutet. Als Lily aus ihrer Gefangenschaft zurückkehrt, steht Dorian teilnahmslos im großen Saal, Justines Leichnam immer noch am Boden, als ob sie lediglich schliefe. Kurz vor dem Endkampf noch der Abschied von den beiden „Beloved Immortals“. Dorian Gray bekommt die Gelegenheit, seine letzten Szene in der Serie denkwürdig zu gestalten, mit einem ungemein poetischen Monolog:

„Do you not yet comprehend the wicked secret of the immortal? All age and die, save you. All rot and fall to dust, save you. Any child you bear becomes a crone and perishes before your eyes. Any lover withers and shrinks into incontinence and bent, toothless senility. While you, only you, never age. Never tire. Never fade. Alone. But after a time, you’ll lose the desire for passion entirely, for connection with anyone. Like a muscle that atrophies from lack of use. And one day you’ll realize you’ve become like them. Beautiful and dead. You have become a perfect, unchanging portrait of yourself.“ Dorian Gray (Reeve Carney)

Penny Dreadful_3x09_Dorian und die GemaeldeTolles Schlusswort für einen Unsterblichen, der anschließend fast verloren in seiner Halle steht, deren Wände von unzähligen Gemälden bedeckt sind. Wenn das kein Bewerbungsvideo für einen „Production Design Emmy“ ist! Und das Grammophon spielt Casta Diva aus der Oper Norma von Bellini.

Auch wenn das Finale von Penny Dreadful insgesamt recht antiklimatisch aufgezogen wird, so muss ein heftiger Showdown von Malcolm, Ethan, Kaetenay, Victor, Catriona und Dr. Seward gegen die Vampir-Schergen von Dracula schon sein, nach einer kurzen Begegnung mit Dracula himself, der seinen Schlachthausbesuchern freies Geleit und langes Leben anbietet. Doch das heterogene Sextett stürzt sich todesmutig ins Kampfgetümmel und gewinnt die Oberhand. Zwar können es unsere Helden mit der übermenschlichen Kraft Draculas nicht aufnehmen, aber Ethan gelingt es, fast unbemerkt zu entkommen und er macht sich auf die Suche nach Vanessa. Die ist auch nicht schwer zu finden. Denn der Weg in ihr „Refugium“ ist mit unzähligen Kerzen ausgelegt.

Penny Dreadful_3x09_VanessaIn einem Raum mit noch viel mehr Kerzen, der dem Mittelpunkt einer Kirche ähnelt findet er sie. Sie trägt ein graues, gewickeltes Kleid. Ihr Gesicht ist totenbleich, die Augen rot unterlaufen. Ethan bittet sie, mit ihm zu kommen, doch Vanessa weigert sich. Sie kann nicht weiter davonlaufen, nicht von sich selbst. Ethan erklärt ihr, dass auch er am Rande des Abgrunds stand, aber seinen Tiefpunkt überwunden hat. Vanessa hält dagegen. Ihr ewiger Kampf muss endlich enden. Schließlich erinnert Vanessa Ethan an ihr gemeinsames Schicksal: er muss ihr helfen, die Mächte der Finsternis zu besiegen, um dadurch das Ende aller Tage zu verhindern. Ethan weigert sich, das zu tun, was Vanessa gleich von ihm verlangen wird. Unter Tränen nimmt sie seinen Revolver und legt die Waffe in seine rechte Hand („With a kiss. With love.“). Dem letzten Kuss folgt das bewegendste „Vater Unser“ der ganzen Film- und Fernsehgeschichte. Dann drückt Ethan ab und hält die sterbende Vanessa im Arm, die mit ihrem letzten Atemzug Frieden findet.

Im Schlachthof sind Ethans Mitstreiter alle am Boden. Dracula droht gerade Malcolm zu erwürgen. Doch er wendet sich ab, weil er gewahr wird wie Ethan mit Vanessas Leichnam auf den Armen hervortritt. Voller Trauer sind die Blicke von Malcolm, Victor und den anderen, während die Sonne durch ein riesiges Loch im Dach herunterscheint. Das erste Mal seit Wochen. Der Nebel legt sich. London erwacht wieder zum Leben.

Malcolm und Ethan sinnieren über die Zukunft. Beide haben ihre Familien verloren, Malcolm spätestens mit seiner „Tochter“ Vanessa. Caliban/John Clare übergibt den toten Körper seines Sohnes nicht etwa an Victor Frankenstein sondern dem Fluss. WährendVanessas Sarg transportiert wird, Malcolm, Victor, Ethan, Catriona, Kaetenay und Dr. Seward an ihrem Grab stehen und Caliban aus der Ferne mittrauert, rezitiert er das Gedicht Ode: Intimations of Immortality (1804) des englischen romantischen Dichters William Wordsworth (1770-1850). Als die anderen Trauernden gegangen sind, kniet Caliban an Vanessas Grab.

THE END

Natürlich ist es nachvollziehbar, dass diese so tolle Serie mit dem Tod der zentralen Figur endet. Aber dennoch macht sich bei mir als großem Fan (und sicherlich auch bei anderen) Wehmut breit, ob des noch vorhandenen Potenzials der von Logan auf Basis der viktorianischen Phantastik adaptierten und erschaffenen Figuren. Auch wenn das Mysterium um Dorian Gray den Hauptreiz der Figur ausmacht, so hätten wir gerne mehr über den unsterblichen Dandy erfahren, z.B. wie lange er wirklich schon auf Erden weilt.

Wie würde eigentlich eine Begegnung von Ethan mit Brona/Lily aussehen? Und was spricht eigentlich für eine Spinoff-Serie mit dem Titel „The Immortals“, mit Dorian Gray, Brona Croft/Lily Frankenstein, Caliban/John Clare und Dracula in den Hauptrollen? Denn der von Christian Camargo (The Hurt Locker, House Of Cards) charismatisch verkörperte Vampirfürst verliert zwar durch den Tod seiner Geliebten unmittelbar seine Macht, stirbt aber nicht. Im Grunde genommen weiß man als Zuschauer gar nicht, was nach dem Finale mit ihm passiert. Eine von mehreren offenen Fragen am Ende.

Als Kandidaten für ein Nachfolgeprojekt würden sich theoretisch auch Sir Malcolm, Ethan und Catriona Hartdegen empfehlen, die gemeinsam ihren Kampf gegen die lauernden, dunklen Mächte mit der Lösung mysteriöser Fälle in London fortsetzen. Ägyptologe Ferdinand Lyle (den wir im PD-Finale schmerzlich vermisst haben) und Kaetenay könnten als Berater fungieren. Auch die Zukunft des noch jungen Victor Frankenstein birgt Potenzial für weitere Stories aus John Logans viktorianischer Feder. Doch ob und was für eine Fortführung es von Penny Dreadful überhaupt geben wird, das weiß nur Master Logan allein.

Der Schock über das für alle Fans plötzliche Serienende sitzt noch tief. Es heißt zwar im Volksmund: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Aber im Falle von Penny Dreadful hätten wir gerne noch mehr Schrecken im Sinne von ausgeklügeltem Horror erlebt. Um es mit einem Episodentitel aus der 2. Staffel zu sagen: Glorious Horrors.

9-10Penny Dreadful

PrintHorrorserie USA/UK/Irland 2014-2016. 27 Folgen in 3 Staffeln. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren.
In den Hauptrollen:
Timothy Dalton, Eva Green, Josh Hartnett, Reeve Carney, Rory Kinnear, Billie Piper, Harry Treadaway, Danny Sapani, Simon Russell Beale, Helen McCrory, Patti LuPone, Wes Studi.
In weiteren Rollen:
Douglas Hodge, Sarah Green, Olivia Llewellyn, Shazad Latif, Christian Camargo, Noni Stapleton, Samuel Barnett, Stephen Lord, Jessica Barden, David Haig, Jonny Beauchamp u.a.
Idee:
John Logan. Drehbuch: John Logan, Andrew Hinderaker, Krysty Wilson-Cairns.
Regie: Damon Thomas, James Hawes, Brian Kirk, Pace Cabezas, J.A. Bayona, Coky Giedroyc, Dearbhla Walsh u.a. Kamera: John Conroy, Owen McPolin, Nigel Willoughby, P.J. Dillon, Xavi Giménez. Schnitt: Michele Conroy, Christopher Donaldson, Geoff Ashenhurst, Aaron Marshall, Jaume Martí, Bernat Vilaplana, Gareth C, Scales. Szenenbild: Jonathan McKinstry. Kostüme: Gabriella Pescucci. Musik: Abel Korzeniowski.

Bilder und Dialogzitate (c) Showtime/John Logan.


Orphan Black – Staffel 3

15. Januar 2016

Am Ende der zweiten Staffel von Orphan Black wurde enthüllt, dass die weiblichen Klone nicht die einzigen sind. Runde drei des Klon-Thriller-Dramas aus Nordamerika erforscht die Hintergründe des Projektes Castor und was es für Überlebenskünstlerin Sarah sowie ihre Schwestern bedeutet…

8-10Orphan Black – Staffel 3 (Orphan Black: Season 3)
Mysteryserie Kanada/USA 2015. FSK. Freigegeben ab 16 Jahren. 10 Folgen. Gesamtlänge. ca. 430 Minuten.
Mit: Tatiana Maslany, Jordan Gavaris, Dylan Bruce, Ari Millen, Évelyne Brochu, Kristian Bruun, Kevin Hanchard, Maria Doyle Kennedy, Josh Vokey, Zoé de Grand’Maison, Kyra Harper, Michiel Huisman, Skyler Wexler u.v.a. Idee: John Fawcett & Graeme Manson.

Orphan Black 3_BluRay

 


Brothers and Sisters

Lange genug hatte Rachel (Tatiana Maslany), Top-Managerin des DYAD Instituts, ihre Klon-Schwestern Sarah, Alison, Cosima und Helena (alle ebenfalls Tatiana Maslany) unter Kontrolle. Doch damit ist jetzt Schluss. Mithilfe von Delphine (Évelyne Brochu) und weiteren Mitarbeitern gelingt der „Staatsstreich“ gegen die verhasste „Company-Bitch“, die schwer verletzt in der Versenkung verschwindet. Doch während neue Gefahren in Gestalt der gefährlichen männlichen Klone (alle gespielt von Ari Millen) droht, hadert Sarah mit der eigenmächtigen Entscheidung ihrer Adoptivmutter Siobhan (Maria Doyle Kennedy), die unberechenbare Helena ans Militär zu übergeben, um die Sicherheit der übrigen Klon-Familie zu gewährleisten…

Orphan Black 3_CastorObwohl sich die Thematik keineswegs geändert hat, gelingt es der in Kanada produzierten Mysteryserie Orphan Black auch in ihrer dritten Staffel zu fesseln. Ähnlich wie bei Akte X erweitert sich der Fokus immer mehr, nach und nach treten weitere Figuren auf bzw. neue Geheimnisse werden enthüllt. Die große Stärke ist sicherlich der Abwechslungsreichtum unter den Figuren, vor allem den weiblichen Klonen. Zwar müssen die Schwestern immer zusammenhalten, an einem Strang ziehen, um zu überleben, doch dreht sich nicht alles um die Klon-Verschwörung, sondern auch die „Alltagsprobleme“ der einzelnen Familienmitglieder werden verstärkt behandelt.

Besonders kurios sind erneut die Abenteuer von Vorstadt-Soccermum Alison, die nach ihrer Alkoholsucht in Staffel 2, nun neue Herausforderungen vor sich hat, denen sie sich aber mit einer Portion irrwitzigem Wagemut stellt. Nicht nur, dass sie für das Amt der Schulvorsitzenden kandidiert und sich dabei starker Konkurrenz aussetzt. Mit dem gutmütigen Ehemann Donnie führt sie das als Seifen-Verkauf getarnte Drogengeschäft eines jugendlichen Kleinkriminellen weiter. Schwierigkeiten sind da vorprogrammiert.

Nach der Enthüllung am Ende der zweiten Season, dass Mark, das ehemalige Mitglied der Proletheaner-Sekte, „nur“ einer der Klone aus dem Projekt Castor ist, lernen wir in der dritten seine Brüder kennen, alle gespielt vom kanadischen Schauspieler Ari Millen (12 Monkeys, TV-Serie). Während die weiblichen Klone alle sehr unterschiedliche Charakterzüge besitzen, auch weil sie in unterschiedlichsten Umgebungen aufwuchsen, sind Mark und seinesgleichen alles Soldaten, da es sich bei Castor um ein Militärprojekt handelt, und in gewisser Hinsicht schwerer voneinander zu unterscheiden. Auch die Geschöpfe der Castor-Reihe leiden nach und nach an einem tödlichen Gendefekt und so sucht die verantwortliche Wissenschaftlerin Dr. Coady (Kyra Harper) an bekannter Stelle nach einem Gegenmittel. Als Führungsoffizier der männlichen „Klonarmee“ fungiert übrigens Paul (Dylan Bruce), Ex-Freund und Monitor der verstorbenen Beth. Doch nicht nur Angehörige der Streitkräfte, sondern auch weitere Konzerne und deren Hintermänner, wie der zwielichtige Ferdinant (James Frain) haben in der weitreichenden Verschwörung ihre Finger im Spiel.

Wie gewohnt, gelingt es dem Autorenteam um die beiden Serienschöpfer John Fawcett und Graeme Manson die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Am Ende der Season haben zwei wichtige Figuren ihr Leben gelassen und einige durchaus unerwartete Wendungen vermochten den Zuschauer zu verblüffen.

Nach der deutschen Free-TV-Premiere ab 16. Februar 2016 bei ZDF Neo (wo die Season wieder in Doppelfolgen gezeigt wird), erscheint die dritte Staffel von Orphan Black am 18. März 2016 auf BluRay und DVD. Voraussichtlich im April 2016 beginnt in Nordamerika die Ausstrahlung der vierten Staffel bei BBC America und Space.

Fazit: Orphan Black ist auch im dritten Jahr weit davon entfernt, Abnutzungserscheinungen zu zeigen. Im Gegenteil, die kuriose Mischung aus Patchwork-Familien-Dramedy, Mystery und Science-Fiction-Thriller fesselt durch die immer weiter entwirrende Klon-Verschwörung. Und wo bleibt das Dutzend Golden Globe- und Emmy-Nominierungen für Hauptdarstellerin Tatiana Maslany?! 8 von 10 Punkten.

Orphan Black 3_Spiegel

 

Linktipp
Orphan Black – Staffel 1
Orphan Black – Staffel 2 (Kurzkritik)

Bilder (C) BBC/Polyband.

 


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