Black Lagoon: The Second Barrage

21. August 2020

Noch im gleichen Jahr wie die erste Staffel erschien eine zweite Staffel von Black Lagoon, mit dem Untertitel The Second Barrage, die weitere Abenteuer der titelgebenden Söldner-Truppe behandelt.


Creatures of the Black Lagoon

Zum Ausruhen bleibt für die Mitglieder der Lagoon Company, Dutch (deutsche Stimme: Thomas Petruo), Benny (Christoph Banken) sowie Gunwoman Revy (Antje von der Ahe) und der frühere Büroangestellte Rock (Tobias Nath), wenig Zeit. Denn ständig gibt es neue Aufträge oder gefährliche Situationen in Roanapur, dem Mekka der Verbrecher, zu bewältigen. Revy, Rock und Co bekommen es dabei nicht nur mit einem mörderischen Zwillingspärchen namens Hänsel (Konrad Bösherz) und Gretel (Marie-Luise Schramm) zu tun, sondern versuchen auch gemeinsam mit Schwester Eda (Christin Marquitan) von der „Church of Violence“ die Geldfälscher-Meisterin Greenback Jane (Daniela Thuar) vor der US-Mafia zu beschützen. Als Rock bei einer „Geschäftsreise“ nach Tokio als Übersetzer für Balalaika (Peggy Sander), dem Oberhaupt der russischen Mafia-Organisation Hotel Moscow, agiert, geraten er und Revy zwischen die Fronten eines Krieges rivalisierender Yakuza-Kartelle…

Während es in der ersten Staffel von Black Lagoon, basierend auf der gleichnamigen Manga-Serie von Rei Hiroe, noch vereinzelte in sich abgeschlossene Episoden gab, so verhält sich dies in der zweiten Runde ganz anders, mit insgesamt drei folgenübergreifenden Handlungssträngen. Der erste dreht sich um das erwähnte psychopathische Zwillingspaar, dessen Verhalten auf eine massive dissoziative Identitätsstörung schleßen lässt. Die Geschwister richten in Roanapur eine Spur der Verwüstung an und während die versammelten Kommandos der Stadt die beiden zu stoppen versuchen erfährt man von ihrer menschenverachtenden, traumatischen Vergangenheit. Ich muss zugeben dieser Dreiteiler dürfte so ziemlich das Abgründigste sein, was ich jemals im Fernsehen gesehen habe. Da wundert einen die höhere Altersfreigabe überhaupt nicht.

Im nächsten „Dreier“ inszeniert man eine kuriose Freakshow mit einer äußerst heterogenen Gruppe durchgeknallter Auftragskiller, darunter ein Pyromane und eine stummes Mädchen mit Kettensäge, welche den Helden bedrohlich zu Leibe rückt. Die gesamte zweite Hälfte von The Second Barrage spielt in Tokio, wo sich Hotel Moscow in den Bandenkrieg der Yakuza einmischt und dabei die lokalen Machtstrukturen völlig außer Kraft setzt. Gelegenheit für Rock, seine Entscheidung sich der Lagoon-Truppe anzuschließen und fortan nur noch ein gesetzloses Leben zu verbringen, zu überdenken. Überhaupt besteht Black Lagoon eben nicht nur aus knalligen Stories und bleihaltigen, optisch teils ungewöhnlich eingefangenen Actionszenen. Immer wieder halten diverse Figuren inne, um sich über ihre Situation Gedanken zu machen. Die Möglichkeit eines normalen Lebens fernab der allgegenwärtigen Gewalt erscheint meist aussichtslos. Kombiniert werden diese nachdenklichen Szenen im letzten Drittel auch noch mit einer philosophischen Note. Insgesamt präsentiert sich die Anime-Actionserie meist geradlinig, illustriert die Geschichten aber immer wieder mit kurzen Flashbacks und Voice-Over-Sequenzen. Als nächstes werde ich mich der OVA-Fortsetzung Black Laggon: Roberta’s Blood Trail widmen.

Black Lagoon: The Second Barrage ist auf DVD und BluRay erschienen sowie aktuell bei Netflix abrufbar.


Black Lagoon: The Second Barrage
Anime-Actionserie Japan 2006. FSK: keine Jugendfreigabe. 12 Folgen (Staffel 2). Gesamtlänge: ca. 280 Minuten. Deutsche Sprecher: Tobias Nath (Rock), Antje von der Ahe (Revy), Thomas Petruo (Dutch), Christoph Banken (Benny), Peggy Sander (Balalaika), Raimund Krone (Boris), Christin Marquitan (Eda) u.a. Nach der Manga-Serie von Rei Hiroe. Drehbuch und Regie: Sunao Katabuchi.

Credits
Bilder (c) Kazé

 

 


Clique: Staffel 2

14. Mai 2020

Fast direkt im Anschluss an die erste Staffel von Clique habe ich mir in der Mediathek von One die zweite Season der britischen Serie im Original angesehen. Personell und thematisch hat sich im Vergleich zu den ersten sechs Folgen einiges geändert…

Zwischen den Fronten

Ein Jahr nach den Ereignissen um die Solasta-Initiative der gleichnamigen Privatbank leben Holly (Synnøve Karlsen) und Louise (Sophia Brown) gemeinsam mit der etwas jüngeren Studentin Rayna (Imogen King) und deren besten Freund Fraser (Stuart Campbell) in einer WG. Rayna schaut zu Holly auf. Die Enthüllungen um Solasta haben Holly mehr Aufmerksamkeit beschert als der jungen Frau lieb ist. Daher hat sie sich seitdem zurückgezogen. Auf einer Strandpartie trifft Holly auf den sportlichen Jack Yorke (Leo Suter), der Teil einer Clique männlicher Studenten ist, zu welcher auch sein Adoptivbruder Calum (Nicholas Nunn), der Computer-Experte Barney (Barney Harris) und der schwule US-Student Aubrey (Jyuddah Jaymes) gehören. Unterstützt von Ben Howard (Richard Gadd), der eine Website für „alternative Nachrichten“ betreibt, stört die Gruppe immer wieder Veranstaltungen der feministischen Studentenbewegung „Women Rise“, die Maßnahmen gegen Übergriffe auf Studierende fordert. Als Rayna und Fraser nach der Party am Strand von vermummten Gestalten angegriffen werden, verschärft sich auf beiden Seiten der Ton. Vor allem weil Rayna einen der Angreifer als Jack identifiziert. Hin- und hergerissen zwischen beiden Fronten versucht Holly herauszufinden, was in der besagten Nacht wirklich passiert ist. Ist Jack, zu dem sich Holly irgendwie hingezogen fühlt, ein gefährlicher Gewalttäter oder hat Rayna nicht die Wahrheit gesagt? Jack kann sich nicht erinnern, wo er zur Tatzeit war…

Die erste Staffel von Clique bot eine teils eigenwillige Mischung aus einem Drama über Freundschaft und Höhen/Tiefen des Studentenlebens sowie Thriller mit Scandi-Noir-Ästhetik, die kurz vor dem Ende überraschend noch die Ausrichtung wechselte. Season 2 der von Drehbuchautorin Jess Brittain erschaffenen (und dieses Mal auch komplett allein geschriebenen) Serie verlässt die Glamourwelt der Hochfinanz um einen von schrecklichen Ereignissen angeschürten gesellschaftlichen Diskurs unter zwei Lagern, der tagespolitisch nicht aktueller sein könnte, zu behandeln. Auf der einen Seite Politikerin Agnes Reid (Madeleine Woorall), die mit ihrem stark feministisch geprägten Programm für einen Sitz im Parlament kandidiert, auf der anderen Internet-Unternehmer Ben Howard, der gegen Reid und das feministische Aktionsbündnis an der Universität Edinburgh massiv Stimmung macht. Zwischen den Fronten dieser beiden konträren Positionen steht nicht nur Holly, sondern auch Jack, der ausgerechnet Agnes Reids Sohn ist. Dieses Szenario gestaltet sich recht spannend und authentisch wenn sukzessive Details über die Gewaltat und andere Geheimnisse ans Licht kommen. Fast jeder scheint hier Leichen im Keller zu haben.

Hinsichtlich der Handlung empfand ich Staffel zwei konsequenter und besser als die erste Runde, wenngleich das gelegentliche Liebäugeln mit Psychopathen-Krimi weniger überzeugt. Der Schauplatz ist immer noch der gleiche, doch diese Season könnte fast als eigenständige Serie durchgehen. Mit Holly, Louise und Rachel sind nämlich nur drei Figuren aus der ersten Staffel noch dabei (oder vier wenn man den Kurzauftritt von Phoebe mitrechnet). Doch sehe ich die sechs neueren Folgen als inhaltliche und thematische Weiterentwicklung. Wie zuvor baut die Inszenierung auf den stimmungsvollen Einsatz von treibender Musik, der aber nicht immer so funktioniert, weil in manchen Szenen einfach zu laut aufgedreht wird. Der düstere Darkwave-Track Pain von Boy Harsher hat sich allerdings gnadenlos in meinen Gehörgängen festgesetzt. Ob es eine dritte Staffel von Clique geben wird scheint derzeit noch offen. Potenzial wäre durchaus vorhanden.

Aktuell ist die zweite Staffel von Clique noch bis 4. Juni 2020 in der Mediathek von One sowohl in der Synchronfassung als auch im englischen Original kostenlos anschaubar. Bei diversen kostenpflichtigen Streaminganbietern wie Amazon oder Joyn gibt es die Serie nur auf Deutsch.

Clique: Staffel 2
(Clique: Series 2)
Drama-Serie/Thriller UK 2018. 6 Folgen. Gesamtlänge: ca. 255 Minuten.
Mit: Synnøve Karlsen, Sophia Brown, Leo Suter, Rachel Hurd-Wood, Nicholas Nunn, Barney Harris, Imogen King, Madeleine Woorall, Richard Gadd u.a. Idee & Drehbuch: Jess Brittain. Regie: Andrew Cumming, Robert McKillop.

Credits
Bilder (c) BBC.

 

 

 


Sex Education: Staffel 2

17. März 2020

Ziemlich genau ein Jahr nach der ersten erschien im Januar 2020 die zweite Staffel der beliebten, britischen Netflix-Comedy Sex Education, die aus dem interessanten und nicht selten turbulenten Szenario noch weit mehr herausholt.

Liebe, Sex und andere Schwierigkeiten

Mehrere bekannte Fälle von Chlamydien unter den Schülern der Moordale Secondary School führen einerseits dazu, dass Otis Milburn (Asa Butterfield) und seine Mitschülerin Maeve Wiley (Emma Mackey) ihre „Sex clinic“ wieder eröffnen. Außerdem bricht unter Schülern und Eltern Panik aus. Auf Geheiß der Schulaufsichtsbehörde und sehr zum Widerwillen von Schuldirektor Groff (Alstair Petrie) soll Sextherapeutin Dr. Jean Milburn (Gillian Anderson), Otis‘ Mutter, den Lehrplan für Sexualkunde überprüfen. Zudem bietet Jean eine Art kostenlose Sprechstunde an, die nicht nur von Schülern genutzt wird. Potenzielle Komkurrenz für ihren Sohn und seine kostenpflichtigen Beratungen. Otis und seine Freundin Ola (Patricia Allison), deren Vater Jakob (Mikael Persbrandt) aktuell mit Jean zusammen ist, kommen sich langsam näher. Maeve muss nicht nur um ihre Wiederaufnahme an der Schule kämpfen, sondern auch mit dem erneuten Auftauchen ihrer drogensüchtigen Mutter Erin (Anne-Marie Duff) zurechtkommen. Nach diversen Verfehlungen wurde Direktor-Sohn Adam Groff (Connor Swindells) von seinem Vater auf eine Militärakademie „strafversetzt“. Die Karriere von Leistungsschwimmer Jackson (Kedar Williams-Stirling) gerät durch eine Verletzung ins Stocken, eröffnet dem Athleten aber neue Möglichkeiten. Der französische Austauschschüler Rahim (Sami Outalbali) scheint sich weniger für Mädchen als vielmehr für Eric (Ncuti Gatwa) zu interessieren…

Auch wenn ich mich lange nicht an die Serie rangewagt hatte, so empfand ich die erste Runde der von Laurie Nunn erschaffenen Netflix-Show über Sex, seine „Begleiterscheinungen“ und andere Themen von jungen Erwachsenen als sehr erfrischend. Die späte Sichtung Ende Dezember erlaubte es mir, fast nahtlos mit der zweiten Staffel anzuknüpfen, in dessen Verlauf ich mich in die Serie geradezu verliebt habe. Nunn und ihrem überwiegend weiblichen Autorenteam gelingt es nicht nur, interessante neue Figuren einzubauen, sondern die Storylines des bestehende Ensembles sehr gut weiter zu entwickeln.

Sex Education behandelt nicht nur die Höhen und Tiefen erster sexueller Erfahrungen sondern deckt ein breites Spektrum romantischer und/oder körperlicher Beziehungen ab. Dieses reicht von „klassischer“ Heterosexualität über Homosexualität und Pansexualität bis hin zu Asexualität. Im Mittelpunkt der diversen Handlungsstränge stehen zum Teil auch die Eltern der Moordale-Schüler. Denn nicht nur die Teenager haben mit entsprechenden Problemen zu kämpfen. Inhaltlich gestaltet sich die ganze Sache zwar immer wieder schräg, turbulent und witzig, aber vor allem sehr offen und lebensbejahend. Zwar werden die einzelnen Themen (wie auch schon im Vorjahr) immer wieder humoristisch aufbereitet oder ironisch gebrochen, die Figuren und Situationen aber nie völlig der Lächerlichkeit preisgegeben. Sex Education behandelt mit dem nötigen Ernst auch den Fall einer weiblichen Hauptfigur, die während einer Busfahrt sexuell belästigt wird und dieses Erlebnis zu verarbeiten hat, was auf wundervolle Weise mit der Hilfe anderer erfolgt. In diesen und anderen Szenen propagiert die Serie voller Überzeugung eine positive Einstellung zu Sexualität.

Einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum besonderen Charme der britischen Netflix-Show leisten natürlich die hervorragenden Schauspieler. Asa Butterfield (Hugo Cabret, Ender’s Game, Die Insel der besonderen Kinder) und Gillian Anderson (Akte X, The Fall: Tod in Belfast, American Gods) erhalten zwar die meiste Screentime, ich muss aber ehrlicherweise zugeben, dass ich eher an einigen der Akteure aus der „zweiten Reihe“ einen Narren gefressen habe. Vor allem Tanya Reynolds (Emma [2020]) als herrlich nerdige Lily, die nicht nur mit ihrem kurios-bunten Kleidungsstil auffällt, sondern in ihrer Freizeit erotische Comics mit Aliens kreiert. Auch dank Lily mutiert die Moordale-Aufführung von Romeo und Julia zur vermutlich frivolsten Bühnenperformance, die je auf Film gebannt wurde. Zum Schreien! 🙂

Die zweite Staffel von Sex Education ist seit dem 17. Januar 2020 bei Netflix abrufbar. Eine dritte Season wurde bereits angekündigt und wird voraussichtlich im nächsten Jahr erscheinen.

Sex Education: Staffel 2 (Sex Education: Season 2)
Comedyserie UK 2020. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 420 Minuten. Mit: Asa Butterfield, Gillian Anderson, Emma Mackey, Ncuti Gatwa, Connor Swindells, Kedar Williams-Stirling, Alistair Petrie, Aimee Lou Wood, Tanya Reynolds, Patricia Allison, Mikael Persbrandt, Anne-Marie Duff, Sami Outalbali, Chineye Ezeudu u.v.a. Idee: Laurie Nunn. Regie: Sophie Goodheart, Alice Seabright, Ben Taylor.

 

Credits
Bilder (c) Netflix

 

 

 

 

 

 


Derry Girls: Staffel 2

7. Dezember 2019

Recht zeitnah zur Premiere im britischen Fernsehen kaufte Netflix auch die zweite Staffel von Derry Girls, der schrillen Comedyserie über junge Mädels im Nordirland der 1990er.

Wee adventures of wee girls in wee troubles

Erin (Saoirse-Monica Jackson), ihre Cousine Orla (Louisa Harland) sowie ihre Freundinnen Claire (Nicola Coughlan) und Michelle (Jamie-Lee O’Donnell) haben es als Heranwachsende in der nordirischen Stadt Derry auch weiterhin nicht leicht. Denn zusätzlich der üblichen Probleme wie strenge Eltern und das Regiment einer katholischen Klosterschule nur für Mädchen (die dennoch Michelles englischen Cousin James [Dylan Llewellyn] aufgenommen hat) wird das Leben durch den als „The Troubles“ bezeichneten Nordirland-Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten geprägt. Und so nehmen eigentlich harmlose Situationen wie ein Treffen zum Austausch unter den beiden Konfessionen, die Reise zum Konzert von Take That oder der obligatorische Abschlussball einen chaotischen Verlauf…

Während Derry Girls dem britischen Sender Channel 4 sehr gute Quoten bescherte und Zuschauerrekorde in Nordirland gebrochen hat fristet die Comedyserie von Autorin Lisa McGee (Being Human) trotz internationaler Veröffentlichung bei Netflix doch eher ein Dasein als Geheimtipp. Zwar verfügt die Show über einige typische Elemente/Klischees von Sitcoms bzw. Jugendserien und erfindet dabei das Rad nicht unbedingt neu, aber der lokale, eigenwillige Charme lässt dies schnell vergessen. Alles wirkt hier ein wenig überzeichnet obgleich Wahrhaftigkeit und Authentizität in den Geschichten steckt. Welche Familie hat nicht mit schwierigen Verwandten wie einen monton brabbelnden (Groß-)Onkel, der die Leute mit Belanglosigkeit nervt, oder einer besonders biestigen Tante, deren Lieblingsbeschäftigung üble Nachrede ist, zu kämpfen? Da wirken die resolute Mutter und der knorrige Opa ungleich sympathischer. Derry Girls glänzt mit schrulligen Figuren, dem (aus meiner Sicht) urigstem Akzent/Slang der englischsprachigen Welt (siehe auch The Fall) und rasanten, pointierten Skripts, die lose auf McGees (geboren Ende der 1970er) eigenen Jugenderinnerungen basieren. Untermalt wird das Ganze auch in Staffel 2 von eingängigen Hits der 1990er (Take That, M-People, Urban Cookie Collective, Stakka Bo und natürlich The Cranberries sind vertreten). Auch und vor allem im Nordirland-Konflikt ist die Teenagerzeit ein Minenfeld zwischen ersten romantischen/sexuellen Erfahrungen, dem Finden einer eigenen Identität und dem „Überleben“ im nicht immer einfachen Schulalltag.

Die zweite Staffel von Derry Girls ist seit dem 2. August 2019 (wie auch die erste glücklicherweise nur im Original mit zuschaltbaren Untertiteln) bei Netflix abrufbar. Eine dritte Staffel ist für 2020 geplant.

Derry Girls: Staffel 2 (Derry Girls: Series 2)
Comedyserie UK 2019. 6 Folgen. Gesamtlänge: ca. 136 Minuten.
Mit: Saoirse-Monica Jackson, Louisa Harland, Nicola Coughlan, Jamie-Lee O’Donnell, Dylan Llewellyn, Tara Lynne O’Neill, Kathy Kiera Clarke, Siobhan McSweeney, Tommy Tiernan, Ian McElhinney u.a. Idee & Drehbuch: Lisa McGee. Regie: Michael Lennox.

 

Credits
Bilder(c) Netflix/Channel 4.


She-Ra und die Rebellenprinzessinnen: Staffel 2 (Kurzkritik)

6. Juni 2019

Der Kampf um Etheria geht weiter. Mit neuer Technologie versucht die finstere Horde den Planeten zu unterjochen. Doch Heldin She-Ra und ihre Freundinnen leisten nimmermüden Widerstand…

„For the Honor of Grey Whales!“

Zwar gelang es Adora, der neuen Inkarnation der magischen Heldin She-Ra, sowie ihren Freunden Glimmer und Bow die Prinzessinnen Etherias zu vereinen und den Angriff der Horde auf Brightmoon zurückzuschlagen, doch der Krieg ist noch lange nicht vorbei. Mithilfe der genial-verrückten Wissenschaftlerin Entrapta arbeitet der finstere Lord Hordak an neuen Technologien, um den Planeten in seine Gewalt zu bringen. Adoras ehemals beste Freundin Catra hat die dunkle Magierin Shadow Weaver als Hordaks rechte Hand abgelöst, kämpft jedoch mit ihrer neuen Rolle…

Der jungen preisgekrönte Comic-Autorin und Zeichnerin Noelle Stevenson (Nimona) und Dreamworks Animation gelang es mit der ersten Staffel von She-Ra und die Rebellenprinzessinnen ein äußerst ausgewogenes Update des 1980er Cartoons zu erschaffen. Weg von den rein nach Schema F abgefrühstückten Plots und auf ihre Funktionalität reduzierten, nicht selten sexualisiert dargestellten „Figuren“, die den Hauptzweck, nämlich den Verkauf von Spielzeug, erfüllten. Stattdessen menschelnde Charaktere mit Stärken und Schwächen in neutraler oder gar genderqueerer Optik und ein durchgehender Handlungsbogen. Die als Season 2 veröffentlichen sieben Folgen bilden freilich nur eine Zwischenspiel zu weiteren (insgesamt hat Netflix vier „Story Arcs“, also Staffeln, bestellt) und so wirkt diese Halbstaffel etwas unfertig. Dennoch gelingt es in der kurzen Zeit, die Dynamik der Charaktere untereinander zu vertiefen und die zentrale Geschichte voranzutreiben. Die konsequente „whimsicalness“ vieler Figuren mag für manchen Zuschauer etwas anstrengend sein, ich finde dagegen, dass diese selbstironische Brechnung den Charme der Serie ausmacht. In Folge vier („Roll With it“) wird im Rahmen einer überkandidelten Planungsrunde die Originalshow auf herrlich amüsante Weise zitiert/parodiert.

Die zweite Staffel von She-Ra und die Rebellenprinzessinnen ist seit dem 26. April 2019 bei Netflix abrufbar. Eine dritte Season wird am 2. August 2019 erscheinen.

She-Ra und die Rebellenprinzessinnen: Staffel 2
(She-Ra and the Princesses of Power: Season 2)
Zeichentrick/Fantasy-Serie USA 2019. 7 Folgen. Gesamtlänge: 168 Minuten. Nach der Originalserie von Larry DiTillo und J. Michael Straczynski. Adaption: Noelle Stevenson.

Credits:
Bilder (c) Netlix/Dreamworks.


Danger 5: Welcome To Hitlerland (Kurzkritik)

23. September 2018

Das Ende ist da, sowohl vom diesjährigen Kurzkritiken-Sommer als auch von Danger 5. Im großen Finale von Staffel 2 kommt es zum endgültigen Endkampf gegen den ewigen Erzfeind…

Previously On DANGER 5

Danger Rangers in Space

Nach ihrer Reise in Vergangenheit kehren Danger 5 zurück in die Gegenwart und sind schockiert. Hitler (Carmine Russo) hat irgendwie überlebt und beherrscht nun als allmächtiger Boss Hitler die ganze Welt von seinem Raumschiff im Orbit aus. Die Überlebenschancen der Agenten sind gleich null, denn Hitlers Albtraumwelt ist völlig vegan und daher kann Pierre (Pacharo Mzembe) seinen Zeitreise-Cocktail nicht zubereiten. Eine hoffnungslose Hetzjagd beginnt…

Im ultimativ letzten Streich mobilisieren Dave Ashby und Dario Russo nochmal eine geballte Ladung Irrwitz und bringen die zweite Runde ihrer Retro-Camp-Naziploitation-Serie zu einemk würdigen Abschluss. Welcome To Hitlerland entführt die Zuschauer nicht nur in eine krude Dystopie, das letzte Abenteuer der gefährlich guten Fünf bietet auch herrlichen Scifi-Trash nach (wie sollte es auch anders sein) japanischem Vorbild. Natürlich ist das hier alles völlig gaga, wenn eine unerwartete, zudem mindestens alberne und/oder gleichzeitig unlogischste die nächste jagt. Dazu gibt es hier eine Reihe schräger, in Ganzkörperkostümen herumhampelnder Nebenfiguren wie einen Roboter, oder sprechende Tiere wie ein Yeti sowie ein Haifisch namens Megabite! Dazu schweben Gebäude und Raumschiffe einfach so durchs All und bei der finalen Konfrontation vollziehen die Mitglieder des titelgebenden Teams die Verwandlung zur Sentai-Truppe (ich sag nur Power Rangers). Dem allumfassenden Rundumschlag gegen die popkulturellen Sünden der 1980er fügt Welcome To Hitlerland noch das Genre der plumpen Sitcom hinzu, wenn Hitler seine Gegner in einer besonders bösen Form dieser Seriengattung gefangenhält. Einen herrlichen abgespacten Score gibt’s gratis dazu.

An dieser Stelle muss sich mich bei allen Beteiligten von Danger 5 bedanken, dass es diese im besten Sinne kuriose Show überhaupt das Licht der Fernsehbildschirme erblickt hat. Was hat mir diese tolle Serie für schöne Stunden bei der Erst- und Zweitsichtung im letzten Jahr sowie bei der Dritt- und Viertsichtung im Rahmen des Kurzkritiken-Sommers 2018 beschert! Wenn ihr mich jetzt entschuldigt, ich gehe mal kurz ins Nebenzimmer, um über das bittersüße Ende zu weinen, welches Game Of Thrones erstmal toppen muss!

 

Mit freundlicher Unterstützung von Colonel Chestbridges Sitdown-Gun.

Danger 5, 2×07: Welcome To Hitlerland
Australien 2015. FSK 16. 25 Minuten. Mit: David Ashby, Elizabeth Hay, Sean James Murphy, Pacharo Mzembe, Natasa Ristic, Amanda Simons, Nikola Despoja, Carmine Russo u.a. Idee & Drehbuch: David Ashby und Dario Russo. Regie: Dario Russo.

Credits:
Bilder (c) Edel Germany


Danger 5: Back To The Führer (Kurzkritik)

14. September 2018
Wie der Titel verspricht ereignet sich in der insgesamt 13. Folge von Danger 5 eine Zeitreise. Die Truppe versucht in der Vergangenheit den unsterblichen Geist von Hitler zur Strecke zu bringen… —   Previously on DANGER 5
Back To The Sixties (With Cheese)! Während der Zombieapokalypse im USSR-Land konnten Hitlers (Carmine Russo) untote Überreste zwar zerstört werden, doch über Umwege gelang der Geist des Führers in den Körper der unsterblichen Holly (Elizabeth Hay). „Hitler-Holly“ reiste daraufhin in die Vergangenheit, um den Zweiten Weltkrieg für sich zu entscheiden. Dank eines flott gemixten Zeitreise-Cocktails von Pierre (Pacharo Mzembe) gelang Danger 5 die Verfolgung. Im vom Krieg gezeichneten Österreich müssen sie nicht nur den unkaputtbaren Führer aufhalten, sondern werden auch mit ihren jüngeren Ichs konfrontiert. Vor allem für Pierre ein mehr als denkwürdiges Erlebnis… Mit der vorletzten Episode schlagen David Ashby und Dario Russo den Bogen zur ersten Staffel, mit einer Zeitreise zurück in den Zweiten Weltkrieg im anachronistischen Sixties-Setting, inklusive eines Gastauftritts von Aldo Mignone, dem Pierre aus Staffel 1 sowie einem Wiedersehen mit Colonel Chestbrige und seiner Sitdown-Gun. Nebenbei dient die Folge natürlich auch im Zuge des popkulturellen, allumfassenden Eighties-Overkills als eigenwillige Hommage an eine ikonische Filmtrilogie von Robert Zemeckis. Marty McFly und Doc Brown düsen per modifiziertem DeLorean durch die Zeit. Danger 5 gelingt dies durch einen besonders ausgefeilten Drink, freilich eine Eigenkreation von „Mixperte“ Pierre, welche unbedingt mit Mozzarella zubereitet werden muss („You can’t go back in time without cheese!“)! Als es zur unvermeidlichen Begegnung der Agententruppe mit ihren jüngeren Versionen kommt, helfen auch keine Warnungen, das Raum-Zeit-Kontinuums durch unbedachte Handlung nachhaltig zu verändern. Und so dreht sich Back To The Führer zu weiten Teilen um die persönlichen Befindlichkeiten, die jenes Aufeinandertreffen mit sich bringt. Aber die Episode verkommt keinesfalls zum surrealen Identitätsdrama. Dafür wird reichlich hemmungslos billig zusammengezimmerte Action geboten: ein fast die ganze Laufzeit überdauernder Luftangriff mit den üblichen Spielzeugfliegern an recht sichtbaren Fäden, teils in Tateinheit mit Spielfiguren sowie knallige Shootouts und mehr, inklusive einer augenzwinkernden Reminiszenz an die gute alte Batman-Serie aus den 1960ern. Der unangenehm überraschende Schlussakkord bildet die Basis für das große Serienfinale, demnächst rezensiert auf diesem kleinen Blog. Mit freundlicher Unterstützung von Mein Klampf, dem Führer unter den Gitarren. —   Danger 5, 2×06: Back To The Führer Australien 2015. FSK 16. 25 Minuten. Mit: David Ashby, Elizabeth Hay, Sean James Murphy, Pacharo Mzembe, Natasa Ristic, Amanda Simons, Nikola Despoja, Carmine Russo u.a. Special Guest Star: Aldo Mignone als Pierre. Idee & Drehbuch: David Ashby und Dario Russo. Regie: Dario Russo. — Credits: Bilder (c) Edel Germany

Danger 5: Super Dead (Kurzkritik)

2. September 2018

Obgleich sich die besonders warme Jahreszeit allmählich dem Ende zuneigt, geht der diesjährige Kurzkritiken-Sommer noch ein wenig weiter. Schließlich gibt es da unter anderem ein noch ein paar Episoden von Danger 5.

Previously On DANGER 5

Nazi-Zombies im USSR-Land

Hitler (Carmine Russo) ist tot. Oder doch nicht? Nachdem Danger 5 ihren Erzfeind zur Strecke brachten und diesen Sieg mit einer riesigen Party in Westberlin feiern, steigt der untote Führer aus seinem Grab und mobilisiert eine Armee von Nazi-Zombies. Weiterhin hat es Hitler auf die unsterbliche US-Schülerin Holly (Elizabeth Hay) abgesehen, die von Nikita Chruschtschow (Steve Parker) entführt und als seine Prinzessin ins USSR-Land gebracht wurde. Ilsa (Natasa Ristic), die mit ihrem früheren Lover Chruschtschow noch eine Rechnung offen hat, und die übrigen Mitglieder von Danger 5 eilen zum sowjetischen Freizeitpark, um Holly zu befreien und die Zombieapokalypse zu verhindern…

Killer-Garnelen, koksgedopte Riesenschlangen, mutierte Dinos usw. Irgendwann mussten in der 2. Staffel von Danger 5 ja auch Untote auftauchen. Die Macher begnügen sich aber keineswegs damit, lediglich eine Horde untoter Nazis (ins „Leben“ gerufen von einer ohrenbetäubenden Elektrogitarre!) durch einen Freizeitpark marodieren zu lassen, sondern inszenieren hier einen kuriosen Mehrfronten-Konflikt. Alle flüchten vor den Zombies, versuchen irgendwie zu überleben oder die Unholde gar unschädlich zu machen. Jackson kämpft gegen seine tiefgehende Kommunisten-Phobie und gleichzeitig im Eifersuchtsdreieck mit Ilsa und Chruschtschow während die ätzend-unverbesserliche Holly einfach nur Spaß haben will. Neben dem obligatorischen Gore-und-Splatter-Szenen gefällt vor allem die Gestaltung des Freizeitparks als augenzwinkernder Gegenentwurf zum kulturimperialistisch-kapitalistischen Disneyland. Im großen Finale von Super Dead wird schließlich der Grundstein für die nächste Folge gelegt, die sich in einem ganz anderen Setting abspielt und sicherlich erneut irren Spaß bereitet. Was auch immer da passieren wird…

Mit freundlicher Unterstützung von Dead Hitler Baseballcaps.

Danger 5, 2×05: Super Dead
Australien 2015. FSK 16. 25 Minuten. Mit: David Ashby, Elizabeth Hay, Sean James Murphy, Pacharo Mzembe, Natasa Ristic, Amanda Simons, Fumito Arai, Steve Parker, Carmine Russo u.a. Idee & Drehbuch: David Ashby und Dario Russo. Regie: Dario Russo.

Credits:
Bilder (c) Edel Germany


Danger 5: Un sacco di Natale (Kurzkritik)

26. August 2018

Den Machern von Danger 5 scheint nichts wirklich heilig. Den in Episode vier der 2. Staffel verlagert sich das irre Treiben in den Vatikan, pünktlich zum Fest…

Previously On DANGER 5

Natale, Nachos und Nikita

Eine Gruppe abtrünniger Nazis um Mr. Pedro (Nathan Cain) hat Hitler (Carmine Russo) entführt und hält diesen im Vatikan gefangen, wo gerade die traditionelle große Weihnachtsfeier stattfindet. Während Pierre (Pacharo Mzembe) den finsteren Vorgängen in der Kurie auf den Grund zu gehen versucht, müssen der indisponierte Tucker (Sean James Murphy) und Pierres Sidekick McKenzie (Fumito Arai) Babysitter für die unkaputtbare Göre Holly (Elizabeth Hay) spielen, auf welche es der frostige Chruschtschow (Steven Parker) abgesehen hat. Ilsa (Natasa Ristic) und Jackson (David Ashby) erleben unterdessen ein Wiedersehen der absonderlichen Art…

Von wegen „Urbi et Orbi“! Weihnachten im Kirchenstaat läuft hier ganz anders ab, nämlich als glitzern-kitschige Italo-Disco-Sause mit kommerzgeschwängerten Devotionalien und leicht bekleideten Damen. Aber Un sacco di Natale parodiert nicht nur Szenarien aus einem Dan-Brown-Roman aufs Absurdeste und lässt Popetown alt aussehen, sondern liefert mit der atemlosen Flucht vor einem Fisterling und seinen Luftballons Reminiszenzen an das Home-Invasion-Genre. Doch das allein reicht David Ashby und Dario Russo nicht, um die 25 Minuten gewohnt bis zum Zerbersten vollzupacken. Neben einer drogeninduzierten Down-Under-Heimweh-Vision mit sprechenden Tieren durchlebt man als Zuschauer außerdem ein unvergleichliches Eifersuchtsinferno um die attraktive Russin Ilsa inklusive grenzüberschreitender „Liebesszene“. Zum großen Schlusspunkt dieser erneut hemmungslosen Folge gelingt es dem titelgebenden Agenten-Team im zehnten (!) Anlauf endlich ihr Ziel zu erreichen. Den Cameo der Woche absolviert Regisseur Russo (der gefühlt die Hälfte der Nebendarsteller nachsynchronisiert hat) höchstpersönlich als italienisch parlierender Jesus am Kreuz, dem die Feierlichkeiten anlässlich seiner Geburt teilweise gegen den Strich gehen. Jedenfalls geht die Party bald weiter, auch ohne christlichen Beistand.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Nachos Italianos.

Danger 5, 2×04: Un sacco di Natale (A Sack Of Christmas)
Australien 2015. FSK 16. 25 Minuten.
Mit: David Ashby, Elizabeth Hay, Sean James Murphy, Pacharo Mzembe, Natasa Ristic, Amanda Simons, Fumito Arai, Steve Parker, Carmine Russo u.a. Special Guests: Max Mastrosavas als Papst, Brendan Rock als Desert Fox und Dario Russo als Jesus. Idee & Drehbuch: David Ashby und Dario Russo. Regie: Dario Russo.

 

Credits:
Bilder (c) Edel Germany


Danger 5: Revenge Of The Lizardmen (Kurzkritik)

22. August 2018

Es ist schon erstaunlich, wie Danger 5 in seiner zweiten (und bis dato leider letzten) Staffel dem hemmungslosen Wahnsinn von Folge zu Folge sogar noch zu steigern vermag. In der dritten Episode befindet sich unser Agententeam auf der Flucht, vor fehlgeleiteten Cops und schleimigen Dinos…

Previously on DANGER 5

Echsen, Cops und Shoppingwahn

Nachdem der weihnachtliche Highschool-Ball in einer Katastrophe endete, befinden sich die überlebenden Mitglieder von Danger 5 mit Schülerin Holly (Elizabeth Hay) auf der Flucht. Hitler (Carmine Russo), dessen finstere Pläne Holly miteinschließen, hat als falscher FBI-Agent die Polizei von Metro City unterwandert und den Gesetzeshütern verklickert, dass es sich bei Danger 5 um kommunistische Verräter handelt. Mit aller Härte machen Jacksons (David Ashby) frühere Kollegen um Captain Bramman (Dan O’Grady) Jagd auf die Agenten. Ein ehemaliger Mitstreiter des Führers (Robert Tompkins) hat unterdessen eigene Pläne und daher ein paar echsenhafte Kumpels mitgebracht…

Wie es der Titel schon verrät lässt diese Episode (wie auch schon Lizard Soldiers Of The Third Reich) die Urzeitechsen auf die Menschheit los. Bei dem ganzen Plastik, Schleim und Irrsinn bleibt weiterhin kein Auge trocken. Den absoluten Höhepunkt bietet natürlich die rasante, mit Spielzeugfiguren und-autos gefilmte (!) Verfolgungsjagd. Generell hat sich Season 2 ja der absurden Überzeichnung der Populärkultur und vor allem des Konsumterrors der 1980er verschrieben, siehe die überwiegend geschmacklosen (wenngleich freilich fiktiven) Spielzeugwerbespots während des Abspanns. Durch den Wechsel der Schauplätze zwischen Polizeirevier, zweifelhaftem Nachtclub und dunklem Einkaufszentrum entwickelt Revenge Of The Lizardmen die Dynamik eines Großstadt-Actionsfilms der 80er, wirkt dadurch wie eine krude Variante von Beverly Hills Cop, nur eben mit Dinos und Ninjas. Eben genau diese Melange aus trashigen Albernheiten und stilsicherer Reminiszenz vergöttere ich so an der Serie von David Ashby und Dario Russo. Liebhaber von schwülstigstem Synthiepop mit Italo-Disco-Elementen oder schweingitarrenlastigem Rock-Score kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Tamico.

Danger 5, 2×03: Revenge Of The Lizardmen
Australien 2015. FSK 16. 25 Minuten. Mit: David Ashby, Elizabeth Hay, Sean James Murphy, Pacharo Mzembe, Natasa Ristic, Amanda Simons, Fumito Arai, Steve Parker, Carmine Russo u.a. Special Guests: Robert Tompkins als Josef Mengele und Dan O’Grady als Captain Bramman. Idee & Drehbuch: David Ashby und Dario Russo. Regie: Dario Russo.

 

Credits:
Bilder (c) Edel Germany


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Aus den Aufzeichnungen der Skáldkonur: Wo Worte sich zu Texten fügen, ist es Zeit für den Barden seine Geschichten zu erzählen.

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Ich heiße euch herzlich auf meinem Blog willkommen.

Weltending.

Buch. Musik. Film. Serie. Spiel. Ding.

Adoring Audience

Kritiken zu Filmen, Serien und Theater

Parkwelten

Freizeitparks, Kirmes & Co.

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die Pause zur blauen Stunde

The Home of Horn

What i like, what i don't. Short Reviews, Top-Lists, Interests.

Sneakfilm - Kino mal anders

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Passion of Arts

Filmexe - Blog über Filme und Serien

Filme und Serien werden bei uns besprochen, in Form von Kritiken und auch einem Podcast. Jede Woche gibt es zwei Filmkritiken zu Filmen die gerade im Kino laufen oder auch schon länger draußen sind, der Filmpodcast heißt Filmexe Podcast.

Miss Booleana

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Cinematographic Tides

Filmische Gezeiten / Filmbesprechungen nach Wetter- und Stimmungslage / Klönschnack inbegriffen

What's Best in Life?

Ein Popkultur-Buchclub für Nerds

Hurzfilm

Ist das Filmkunst oder kann das weg?

Marcel Michaelsen

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Die Flugbegleiterin, die gerne gute Filme und Serien guckt und darüber schreibt.

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ergothek

Der Blog mit dem DeLorean

Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

The Televisioner

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