Undone: Staffel 2

31. Mai 2022

Über zweieinhalb Jahre nach der herausragenden ersten Staffel wurde die Animationsserie Undone endlich fortgesetzt. Almas Reise in die Geschichte ihrer Familie geht weiter.


Das perfekte Leben?

Nach einem Autounfall erschien Alma (Rosa Salazar) plötzlich ihr seit 20 Jahren verstorbener Vater Jacob (Bob Odenkirk). Außerdem stellte die junge Frau fest, dass sie in der Zeit hin- und herspringen kann. Gemeinsam mit Jacob gelang es ihr, die Umstände seines Todes aufzuklären. In der Hoffnung, ihren Vater wirklich wiederzusehen betritt Alma eine Höhle in Mexiko. Als sie diese wieder verlässt landet Alma in einem anderen Leben in welchem Jacob noch lebt, ihre Schwester Becca (Angelique Cabral) ihren reichen Verlobten Reed (Kevin Bigley) geheiratet hat und in welcher ihre Mutter Camila (Constance Marie) etwas vor der Familie verbirgt. Gemeinsam mit Becca versucht Alma diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen…

Bei der Sichtung im Dezember 2019 hat mich die erste Staffel von Undone, welche am 13. September 2019 ihre Premiere bei Amazon Prime feierte, absolut umgehauen, weswegen die Serie auch in meiner Bestenliste des Jahres ganz oben landete. Eine Frau am Scheideweg, deren Leben plötzlich eine völlig unerwartete Wendung nahm, und die ständige Frage ob sie psychisch krank oder übersinnlich begabt, schizophren oder schamanisch veranlagt ist oder alles zur gleichen Zeit. Diese Prämisse nahmen Raphael Bob-Waksberg, Erfinder/Showrunner der Netflix-Animationsserie BoJack Horseman (2014-2020), und seine „BJH“-Kollegin Kate Purdy als Basis für eine visuell atemberaubend schöne und inhaltlich besondere Serie. Die Szenen wurden in spärlichen Kulissen mit realen Schauspielern gedreht und hinterher vom niederländischen Animationskünstler/Regisseur Hisko Hulsing (der etwa die Animationssequenzen der Doku Kurt Cobain: Montage of Heck verantwortete) und seinem Team per Rotoscoping in bewegte Zeichentrickbilder verwandelt. Diese Technik kam unter anderem auch bei Richard Linklaters A Scanner Darkly (2006), einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Science-Fiction-Legende Philip K. Dick, zum Einsatz.

Der Aha-Effekt mag nicht mehr so groß sein wie bei den ersten Folgen, aber auch Season 2 liefert phantastische Bilder in einem visuellen Still zwischen Traum und Hyperrealität. Erstaunlich finde ich vor allem wie es die Zeichner hinbekommen haben, dass sowohl die Figuren als auch die Orte gleichzeitig realistisch und ästhetisch bzw. surreal wirken. Zudem verstehen es Bob-Waksberg, Purdy und ihre Co-Autoren die Charaktere sowie die Story weiter zu entwickeln. Vor allem die Dynamik innerhalb der Familie profitiert davon. Vor allem wird deutlich, dass (zumindest in dem gezeigten anderen Leben) Alma nicht mehr die einzige mit besonderen Fähigkeiten ist. Wie die beiden Schwestern immer weiter in den dunklen Kapiteln ihrer Familiengeschichte zurückgehen hat inszenatorisch durchaus etwas von Christopher Nolans Inception (2010) oder Noah Hawleys genial-eigenwilligen Marvel-Serie Legion (2017-2019), doch steht hier ganz klar nicht ein lukrativer Heist oder die Rettung der Welt im Mittelpunkt, sondern die Familie als kleinstmögliche soziale Einheit.

Während bei anderen Animationswerken die Schauspieler meist auf bloße Sprechrollen reduziert sind so können die real gefilmten Darsteller hier die volle Bandbreite abrufen. Rosa Salazar (Alita: Battle Angle), die auf mich erneut wie ein Doppelgänger von Aubrey Plaza wirkte, kann als Alma an ihre intensive Leistung aus dem ersten Jahr anknüpfen während Angelique Cabral als deren Schwester Becca mehr in den Vordergrund rückt. Auch Constance Marie als Mutter Camila und Bob Odenkirk (Breaking Bad, Better Call Saul) als besonnen wirkender Vater Jacob liefern starke Performances. Ankreiden könnte man Staffel 2 höchstens, dass sie mit erneut nur acht Episoden und einer Gesamtlaufzeit etwa gut drei Stunden etwas zu kurz geriet. Außerdem scheinen manche Charaktere über die Jahrzehnte kaum zu altern. Das sind jetzt aber eher zu vernachlässigende, kleine Makel. Das Ende der Season könnte auch das Serienende bedeuten, was aus meiner Sicht jammerschade, aber verständlich wäre. Denn Undone hat sich als einmaliger philosophisch-spiritueller Trip von surrealer Schönheit einen Platz in meinem Serienherzen erobert.

Die zweite Staffel von Undone ist seit dem 29. April 2022 Teil des Angebots von Amazon Prime.


Undone: Staffel 2
(Undone: Season 2)
Animation/Mysteryserie USA 2022. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 195 Minuten.
Mit: Rosa Salazar, Angelique Cabral, Bob Odenkirk, Constance Marie, Holley Fain u.a. Idee: Raphael Bob-Waksberg und Kate Purdy. Regie: Hisko Hulsing.

 


Credits
Bilder (c) Amazon.

 

 

 

 


Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle: Staffel 2

27. Mai 2022

Peregrine Fisher ist erfolgreich in die Fußstapfen ihrer Tante getreten und arbeitet als Privatdetektivin. Mit dem Polizisten James Stead löst sie weiterhin Verbrechen obwohl deren private Beziehung einigen Turbulenzen unterworfen ist, in Staffel 2 von Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle.


Liebe, Mord und grelle Farben

Gemeinsam mit Detective James Stead (Joel Jackson) von der Melbourner Polizei ermittelt Peregrine Fisher (Geraldine Hakewill) genau wie früher ihre berühmte Tante Phryne in Mordfällen. Peregrine und James sind sich mit der Zeit auch privat näher gekommen. Überraschend macht er ihr einen Heiratsantrag, den sie zwar annimmt, aber bald feststellt, dass ein Leben als Ehefrau nichts für sie ist. Im Club der Abenteurerinnen beginnt sich Birdie Birnside (Catherine McClements), die Leiterin und gute Freundin Peregrines, zunehmend zu langweilen und sehnt sich daher nach ihrer Vergangenheit als Spionin. Birdies Bruder, der Tüftler Samuel (Toby Truslove), und die Ärztin Violetta Fellini (Louisa Mignone) stehen Peregrine zwar weiterhin mit ihren Fähigkeiten bei, kämpfen aber mit in ihrer romantischen Beziehung mit unterschiedlichen Wertvorstellungen. Bei einem Mordfall in seinem Heimatdorf trifft James auf Sally Whdon (Emma Hamilton), eine Jugendfreundin…

Gut zwei Jahre nach der ersten Staffel (2019) erschien die vorliegende Season 2 (2021) von Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle, jener Sixties-Spin-Off-Serie der in den 1920er spielenden Show Miss Fishers mysteriöse Mordfälle, welche 2015 nach drei Staffeln endete und 2020 mit dem Kinofilm Miss Fisher und die Gruft der Tränen fortgesetzt wurde. Bei der kürzlichen Free-TV-Ausstrahlung bei ARD One (20.04. bis 25.05.2022) habe ich die Möglichkeit genutzt, die australische Produktion über den zweiten Kanalton im englischen Original anzusehen, was der Serie mehr Charme verleiht.

Im ersten Jahr ermittelte die neue Miss Fisher noch in vier Fällen in Spielfilmlänge, welche für internationale Ausstrahlungen in acht Episoden aufgeteilt wurden. Staffel 2 ändert das Format auf acht Fälle mit je etwa 45 Minuten Laufzeit. Das erweist sich aus inhaltlicher Sicht leider als falsche Entscheidung. Denn eine Dreiviertel Stunde bietet nicht einmal annähernd genügend Spielzeit, um die Whodunit-Stories adäquat herauszuarbeiten und zudem die Geschichten der einzelnen Hauptfiguren voranzubringen. Deren Entwicklung und die Dynamik der zwischenmenschlichen Beziehungen wirken daher weitesgehend überstürzt. Trauriger Höhepunkt in doppelter Hinsicht bildet da Birdies Rückkehr zur Spionage, die innerhalb von zwei Folgen lieblos abgespult wird. Einer der Fälle stellt quasi eine abgespeckte Version der Konstellation aus Mord im Orientexpress nach dem Roman von Agatha Christie dar, welche bei mehr Spielzeit einen richtigen guten Krimi abgegeben hätte. Immerhin entschädigt das turbulente Staffelfinale mit einer von Peregrine veranstalteten Silvesterparty für ansonsten eher mäßige Plots.

Die zweite Runde von „Miss Fisher 2.0“ punktet wie auch die erste mit herrlich grellbunten Kostümen und Sets, einem Score (vom Trio Burkhard von Dallwitz, Brett Aplin und Dmitri Golovko), welcher perfekt die Instrumentalmusik der 1960er zum neuen Leben erweckt, sympatischen Figuren mit Humor und starken Darstellern. Geraldine Hakewill verkörpert gekonnt die naive, furchtlose und unabhängige Heldin, die mittlerweile etwas abgeklärter zu Werke geht, aber immer noch wie ein Fisch aus dem Wasser wirkt. Die Chemie mit dem von Joel Jackson gespielten Detective James Stead kann ebenso überzeugen. Auch die übrigen zentralen Darsteller Catherine McClements, Toby Truslove, Louisa Mignone, Greg Stone und Neuzugang Emma Hamilton agieren tadellos. Insgesamt eine recht unterhaltsame Feelgood-Krimiserie mit stylisher Ästhetik.

Staffel 2 von Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle ist seit dem 29. Oktober 2021 auf DVD und BluRay erhältlich sowie als kostenpflichtiger Stream bei Amazon, Apple TV, Google Play und Mangenta TV abrufbar. Die Altersfreigabe ab 16 (Staffel 1 war ab 12) kam wohl deshalb zustande, weil in der fünften Folge der abgetrennte Kopf des Mordopfers kurz zu sehen ist. Daher wurde die konkrete Episode bei der kürzlichen Free-TV-Ausstrahlung auch erst um 22:00 Uhr gesendet.


Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle: Staffel 2
(Ms. Fishers Modern Murder Mysteries: Series 2)
Krimiserie Australien 2021. FSK 16. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 365 Minuten.
Mit: Geraldine Hakewill, Joel Jackson, Catherine McClements, Toby Truslove, Louisa Mignone, Greg Stone, Emma Hamilton u.a. Idee: Deb Cox und Fiona Eagger. Nach der Serie Miss Fishers mysteriöse Mordfälle.

Credits
Bilder (c) Polyband.

 

 

 

 


Matrjoschka: Staffel 2

13. Mai 2022

Über drei Jahre (!) nach der ersten ist vor wenigen Wochen endlich die zweite Staffel von Matrjoschka erschienen. Die von Natasha Lyonne (auch an Drehbuch, Regie und Produktion beteiligt) gespielte Nadia erlebt kurz vor ihrem 40. Geburtstag neue zeitliche Anomalien.


Time Prisoner

Vier Jahre zuvor war die Videospieldesignerin Nadia Vulvokov (Natasha Lyonne) in einer Zeitschleife gefangen und erwachte nach unzähligen Toden immer wieder auf der Party ihres 36. Geburtstags, welche ihre Freundin Maxine (Greta Lee) veranstaltete. Irgendwann gelang es Nadia und dem ebenfalls gefangenen Alan Zaveri (Charlie Barnett) dem temporären Loop zu entkommen. Kurz vor ihrem 40. Geburtstag hat Nadia mit dem fragilen Gesundheitsszustand ihrer Vertrauten Ruth (Elizabeth Ashley) eigentlich genug Sorgen. Doch als sie in einen Zug der Subway-Linie 6 steigt befindet sie sich plötzlich im Jahr 1982 und im Körper ihrer Mutter (Chloë Sevigny) wieder, die gerade mit Nadia hochschwanger ist. Auch Alan erlebt seine eigene Zeitreise in die Vergangenheit eines Familienmitglieds…

Über drei Jahre und zweieinhalb Monate nach dem Starttermin von Staffel 1 von Matrjoschka (Originaltitel: Russian Doll), der von Schauspielerin Natasha Lyonne (American Pie, Orange is the New Black), Regisseurin Leslye Headland (Sleeping with Other People) und Comedienne Amy Poehler (Saturday Night Live, Parks and Recreation) geschaffenen Mystery-Dramedy über eine 36jährige New Yorkerin in einer Zeitschleife feierte am 20. April 2022 endlich Season 2 bei Netflix Premiere. Freilich hat auch hier die Corona-Pandemie und deren Folgen für das Film- und Fernsehbusiness zur langen Wartezeit beigetragen, aber könnten die Kreativen hinter der Serie zwischendrin nicht eventuell selbst in einem Loop gefangen gewesen sein? Das Ausharren hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Denn die zweite Staffel gewinnt dem Szenario durchaus neue Facetten ab.

Es wäre möglich gewesen, Protagonistin Nadia und ihren „Mitgefangenen“ Alan einfach erneut eine Zeitschleife durchleben zu lassen. Diese hätte dann allerdings noch abgedrehter als die im ersten Jahr sein müssen. Doch stattdessen haben sich Lyonne, Headland, Poehler und ihre Co-Autorinnen etwas anderes einfallen lassen. Die rothaarige, dauerquasselnde und ständig paffende Antiheldin findet sich plötzlich nicht nur im Jahre 1982 wieder, sondern dazu noch im Körper ihrer hochschwangeren Mutter Nora wieder, die Nadia sehr bald auf die Welt bringen wird. Diese absurde Situation bringt Nadia allerdings die mögliche Gelegenheit, die gestohlenen Wertsachen ihrer ungarischen Großmutter Vera (Irén Bordán) wieder zu erlangen. Alan findet sich nach seiner Subway-Fahrt im Ostberlin von 1962 wieder. Aber so viel sei verraten: bei diesen drei Jahreszahlen bleibt es nicht.

Mit seinem kontinuierlichen Wechsel zwischen den Zeitebenen wirkt Staffel 2 fast wie eine abgespveckte Version von Dark nur eben als Comedy und ohne endlose, banale Dialoge. Außerdem verspürte ich wegen den Szenen in Ostberlin etwas Deutschland 83-Vibe. Doch steht hier nicht ein ausgeklügelter Zeitreiseplot oder die Kittung der eigenen Familiengeschichte im Mittelpunkt. Matrjoschka bleibt auch im zweiten Jahr gekonnt diffus. Nadia, Alan und die Zuschauer müssen sich ihren eigenen Reim aus der ganzen Geschichte machen. Leider wirkt Alans Storylines etwas unterentwickelt, als ob eine Episode fehlen würde, die wegen den Einschränkungen in der Pandemie nicht gedreht werden konnte (siehe His Dark Materials: Staffel 2). Obwohl die sieben Folgen der zweiten effektiv die gleiche Gesamtlaufzeit wie die acht Episoden der ersten Runde besitzen hätte mehr Zeit der inhaltlichen Ausarbeitung nicht geschadet. Dadurch wirkt Season 2 nicht ganz so stark wie Nummer eins. Aber Natasha Lyonne (auch Regisseurin von drei Folgen sowie Co-Autorin von vier) als „vom Feuer geküsste“ Protagonistin bei ihren temporalen Abenteuern im Großstadtdschungel zuzusehen dürfte allein das Einschalten wert sein. Hoffentlich dauert es nicht wieder drei Jahre bis die Serie weitergeht.

Staffel 2 von Matrjoschka ist seit dem 20. April 2022 bei Netflix abrufbar.


Matrjoschka: Staffel 2
(Russian Doll: Season 2)
Dramedy/Mysteryserie USA 2022. 7 Folgen. Gesamtlänge: ca. 211 Minuten.
Mit: Natasha Lyonne, Charlie Barnett, Greta Lee, Elizabeth Ashley, Chloë Sevigny u.a. Idee: Natasha Lyonne, Leslye Headland, Amy Poehler. Regie: Natasha Lyonne und Alex Buono.


Credits
Bilder (c) Netflix.

 

 

 

 

 


Upload: Staffel 2

26. März 2022

Knapp zwei Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Staffel im Mai 2020 kehrte die Scifi-Comedy-Serie Upload kürzlich mit ihrer zweiten Season zurück. Der upgeloadete Nathan und seine frühere Kundenberaterin/Vertraute Nora erleben neue Herausforderungen.


Ungleichheit auch im Jenseits

Nach seinem vorzeitigen Ableben aufgrund eines verdächtigen Autounfalls hat sich Nathan (Robbie Amell) mittlerweile in Lakeview, dem virtuellen Hotelkomplex der Firma Horizen eingelebt. Seine frühere Kundenberaterin Nora (Andy Allo), mit welcher ihn mehr als nur freundschaftliche Gefühle verband, ist nach Ermittlungen in seinem Todesfall in Gefahr geraten und hat sich mit ihrem Vater (Chris Williams) in eine Kolonie von Luddisten zurückgezogen. Deren inoffizieller Anführer Matteo (Paul Constanzo) überredet Nora ihre Kenntnisse zu nutzen, um die Ungleichheit des digitalen Lebens nach dem Tod zu bekämpfen. Denn bisher können sich nur sehr reiche Menschen das schöne „Afterlife“ in Lakeview leisten. Nathan macht sich unterdessen Sorgen um die einfach verschwundene Nora, wird aber fast ständig von seiner überaus wohlhabenden Freundin Ingrid (Allegra Edwards) in Beschlag genommen, die seinen Aufenthalt in Lakeview bezahlt und sich „für ihn“ hat uploaden lassen. Noras Kollegin Aleesha (Zainab Johnson) wurde von Abteilungsleiterin Lucy (Andrea Rosen) befördert, hat mit ihrem Kunden Luke (Kebin Bigley), dem besten Freund Nathans in Laketown genug zu tun. Die Aktionen der Ludds und neue geplante Features bei Horizen bringen Nora und Nathan wieder zusammen…

Mit der ersten Staffel von Upload schuf Greg Daniels (The Office [US-Version], Parks and Recreation) eine witzige Near-Future-Comedyserie über ein mögliches digitales Leben nach dem Tod, die unsere heutige von Smartphones, VR, Apps und ähnlichen technologischen Errungenschaften geprägte Welt konsequent weiterdenkt. Die erste, zehn Episoden umfassende Season, war aus meiner Sicht sehr unterhaltsam, pendelte aber insgesamt zu unentschlossen zwischen real-virtueller Liebesgeschichte, Verschwörungskrimi und Komödie über ein durchdigitalisiertes Leben. In der zweiten Runde erschien mir diese Unentschlossenheit nicht mehr so gravierend. Staffel zwei hat aber mit einem anderen Nachteil zu kämpfen. Mit nur sieben Folgen und einer Gesamtlaufzeit von 3 Stunden 50 Minuten bleibt einfach zu wenig Zeit, die überaus positiven neuen Ansätze und Entwicklungen ausreichend zu behandeln. Wie Hauptdarsteller Robbie Amell in einem Interview mit Digital Spy erklärte, gebe es zwei Gründe für die kürzere Anzahl. Zum einen hat die Produktion von sieben Folgen aufgrund der Vorschriften in der Corona-Pandemie etwa genauso lange gedauert wie die Dreharbeiten zur zehnteiligen Season eins. Außerdem sei nach Ansicht von Serienschöpfer Greg Daniels die Episodenanzahl genau richtig. Dieser Einschätzung muss ich als Zuschauer leider widersprechen.

Soziale Ungerechtigkeit war schon im ersten Jahr ein großes Thema der Serie, was in Staffel 2 gut weiterentwickelt wird, vor allem als die Machenschaften und Hintergründe, die zu Nathans „Tod“ führten, schließlich aufgedeckt werden, was angenehm unspektakulär und ohne großes Brimborium vonstatten geht. Nathan & Co wandeln zwischenzeitlich auch ein wenig auf Heist-Movie-Pfaden. Fragen nach der Privatsphäre und dem Recht auf digitale Selbsbestimmug dürfen ebenso nicht fehlen. Die inhaltliche Abwechslung gehört zu den Stärken, aber eben auch zu den Schwächen von Upload. Die verschiedenen, teils untrennbar miteinander verknüpften Storylines wirken zu unausgegoren. Manche Figuren, wie Matteo, Anführer der Ludd-Bewegung, können kaum Profil entwickeln. Der Subplot um Nathans Cousine Fran, die in Staffel 1 die Umstände seines Unfalls untersucht, wird völlig ignoriert. Vor allem in den letzten beiden Folgen geht alles unheimlich schnell und auch durch den Cliffhanger am Ende von Episode 7 wirkt das Gesamtprodukt wie eine unfertige Halbstaffel, nur dass die zweite Hälfte nicht kommen wird.

Bevor Missverständnisse aufkommen, ich fand Staffel 2 keinesfalls schlecht, sondern sogar recht gut. Vor allem die Behandlung der immer grusligeren sozialen Ungerechtigkeit und den Machenschaften der erzreaktionären „Elite“ in den USA zeichnet die Serie in ihrem zweiten Jahr aus. Fast beiläufig darf auch Nathans meist nervtötende Freundin Ingrid bisweilen zeigen, dass sie mehr als nur eine egoistisch-materialistische Barbie sein kann. Owen Daniels, Sohn des Serienschöpfers und selbst Teil des Autorenteams, kann sich in der vervielfachten Rolle des Concierge-Avatars A.I Guy in Lakeview etwas mehr nach vorne spielen. Und trotz aller Schnelligkeit glänzt das Staffelfinale durch besonders humorvolle Momente. In einer möglichen, bisher nicht bestätigten dritten Staffel wird sich dann hoffentlich genügend Zeit für die Story genommen.

Die zweite Staffel von Upload ist seit dem 11. März 2022 Teil des Angebots von Amazon Prime Video.


Upload: Staffel 2 (Upload: Series 2)
Science-Fiction-Comedy-Serie USA 2022. 7 Folgen. Gesamtlänge: ca. 230 Minuten.
Mit: Robbie Amell, Andy Allo, Allegra Edwards, Zainab Johnson, Kevin Bigley, Josh Banday, Paul Constanzo, Owen Daniels, Andrea Rosen u.a. Idee: Greg Daniels.

Credits
Bilder (c) Amazon

 

 

 


Star Trek: Lower Decks – Staffel 2

30. November 2021

Zum Ende des Monats gibt es nach Masters of the Univers: Revelation – Teil 2 und American Gods: Staffel 3 nun das dritte Serien-Review, mit der zweiten Staffel der Star Trek-Animationscomedy Lower Decks, welche im Gegensatz zur ersten Staffel direkt nach der US-Premiere auf deutschen Bildschirmen landete.


Begegnungen mit der Befangenheit

Drei Monate nach dem Kampf gegen die Pakleds erlebt die Crew der U.S.S. Cerritos unter dem Kommando von Captain Carol Freeman (Originalstimme: Dawnn Lewis) neue Missionen. Das bedeutet meist allerdings niedere Arbeiten für die befreundeten Ensigns Beckett Mariner (Tawny Newsome), Captain Freemans rebellische Tochter, Nachwuchsingenieur Sam Rutherford (Eugene Cordero) und die nerdige Orionierin D’Vana Tendi (Noël Wells), welche auf der Krankenstation unter der katzenartigen Schiffärztin Dr. T’ana (Gillian Vigman) arbeitet. Der spießige Ensign Brad Boimler (Jack Quaid) hat sich hingegen auf die U.S.S. Titan unter dem Kommando von Captain William Riker (Jonathan Frakes) versetzen lassen, wo er in allerlei gefährlichen Situationen seinen Mann stehen muss. Doch nach einem kuriosen Unfall kehrt Boimler auf die Cerritos zurück. Die vier Freunde sind wiedervereint. Neue Abenteuer stehen ihnen bevor…

Mussten die Zuschauer außerhalb der USA bei der ersten Staffel noch ein paar Monate warten so waren die Folgen der zweiten Runde von Star Trek: Lower Decks einen Tag jeweils nach der Premiere bei Paramount+ (ehemalig CBS All Access) in Deutschland bei Prime Video verfügbar. Die zweite animinierte Star Trek-Serie nach The Animated Series (hierzulande auch als Die Enterprise bekannt) aus den 1970ern dürfte jetzt sicherlich nicht zu den Top-Shows des Franchises zählen. Doch ich würde jederzeit eine Folge von LD einer weiteren Episode der mittlerweile unerträglichen Burnham-ist-Gott-Veranstaltung namens Discovery vorziehen. Serienerfinder/Showrunner Mike McMahan (Solar Opposites) und seinem Team gelingt auch in der zweiten Staffel eine angenehm kurzweilige Angelegenheit.

Man merkt an jeder Stelle, dass Lower Decks von Fans für Fans gemacht wird. In jeder Episode gibt es unzählige Referenzen, Zitate und Easter Eggs auf/zu oft nicht unbedingt sehr bekannte/n Figuren oder Storylines aus dem ganzen Universum. Lag diesbezüglich der Schwerpunkt in Season eins noch auf Star Trek: The Next Generation so gibt es im zweiten Jahr mehr Material aus Deep Space Nine und Voyager, inklusive eines Gastauftrittes einer Hauptfigur aus letztgenannter Serie. Wie ernst man die ganze Sache nehmen muss zeigt sich schon daran, welche Alienrasse hier als Hauptantagonist fungiert. Nicht etwa die Romulaner, Cardassianer oder die Borg, nein die gutmütig wirkenden, aber zugleich dämlichen und hinterhältigen Pakleds, welche in einer TNG-Episode (Staffel 2, Folge 17) von 1989 erstmals auftraten. Das ergibt auch deswegen ziemlich Sinn, weil die Crew der wenig namhaften Cerritos immer wieder mit Weltraummüll und ähnlichem Unrat zun tun bekommt, quasi hinter den prestigeträchtigen Föderationsraumschiffen aufräumen darf.

Die zehn Episodenstories werden erneut wieder überwiegend aus der Sicht der „niederen“ Ränge, nämlich dem heterogenen, schrillen Ensign-Quartett Mariner, Boimler, Tendi und Rutherford erzählt. Vor allem die ständig für Schwierigkeiten sorgende, unangepasste Captainstochter hat sich gleichsam wie Gruppendynamik der vier Protagonisten etwas weiterentwickelt. In der vorletzten Folge wej Duj gibt es herrliche Einblicke in die „Lower Decks“ auf den Raumschiffen anderer Spezies. Das Staffelfinale wartet mit einem ziemlich bösen Cliffhanger auf. Insgesamt vermutlich nicht ganz so gelungen wie die von Seth MacFarlane als Trek-Hommage angelegte Scifi-Comedyserie The Orville (nach langr Wartezeit soll es im nächsten Jahr damit endlich weitergehen), aber dennoch ein unterhaltsamer Spaß, für alle die über Gene Roddenberrys großes Universum auch mal lachen können.

Die zweite Staffel von Star Trek: Lower Decks ist seit dem 15. Oktober 2021 komplett bei Amazon Prime verfügbar. Eine dritte Staffel mit 10 weiteren Folgen wurde bereits bestellt und soll 2022 erscheinen.


Star Trek: Lower Decks – Staffel 2
(Star Trek: Lower Decks – Season 2)
Science-Fiction/Comedy/Animationsserie USA 2021. FSK 16. 10 Folgen. Gesamtlänge: ca. 256 Minuten.
Originalsprecher: Tawny Newsome (Beckett Mariner), Jack Quaid (Brad Boimler), Noël Wells (D’Vana Tendi), Eugene Cordero (Sam Rutherford), Dawnn Lewis (Captain Carol Freeman), Jerry O’Connell (Commander Jack Ransom), Fred Tatasciore (Lieutenant Shaxs), Gillian Vigman (Dr. T’Ana) u.a. Nach Gene Roddenberry. Idee: Mike McMahan. Regie: Jason Zurek, Kim Arndt, Bob Suarez.

Credits
Bilder (c) Amazon Prime/Paramount.

 


Frau Jordan stellt gleich: Staffel 2

8. August 2021

Nach dem Rückschlag bei der Bürgermeister-Wahl kämpft Eva Jordan (Katrin Bauerfeind) weiter mit ihrem Team für Gleichstellung an mehreren Fronten und gegen eine drohende Stellenkürzung, in der zweiten Staffel von Frau Jordan stellt gleich.

Das vierte Rad am Wagen?

Die Wahl zum Bürgermeisteramt hat Gleichstellungsbeauftragte Eva Jordan (Katrin Bauerfeind) gegen ihre eiskalte Widersacherin, Stadtdirektorin Ingrid Sommerfeld (Adina Vetter), zwar verloren, doch der Kampf für Gleichstellung muss weitergehen. Schließlich gibt es da noch einige Missstände. Nicht gerade einfach sind allerdings die Aussichten für Eva und ihr Team, bestehend aus der agressiv-direkten Yvonne (Natalia Belitski), der geistig-schlichten/liebenswerten Renate (Mira Partecke) und dem emanzipierten Philipp (Alexander Khuon), mit welchem Eva immer noch mehr als nur eine Arbeitsbeziehung verbindet. Denn Sommerfeld plant, eine Stelle im Gleichstellungsbüro zu kürzen…

Auch in der zweiten Staffel der von Ralf Husmann (Stromberg) erschaffenen (und dieses Mal ohne Co-Autorinnen geschriebenen) Comedy-Serie geht das mühsame Streiten gegen Diskriminierung und für mehr Toleranz und Gleichberechtigung des vierköpfigen Gleichstellungsteams weiter. Und erneut beweist die für den Streamingdienst Joyn produzierte Show, dass sich Gleichstellungarbeit zwischen einem Minenfeld von Fettnäpfchen und gleichzeitig einer fragilen Gratwanderung abspielt. Die heterogene Zusammensetzung von Evas Team erweist sich dabei öfter als Problem und seltener als Pluspunkt. Plumpe Gags zum Selbstzweck sucht man hier vergeblich. Der Humor speist sich organisch aus den Begegnungen, Beziehungen und (Konflikt-)Situationen. Teilweise fliegen Eva & Co ihre Bemühungen auch ordentlich um die Ohren und verschlimmern die Situation anstatt diese zu verbessern.

Bereits seit Staffel 1 schwebt die angekündigte, aber bisher nicht umgesetzte Kürzung einer Stelle als Damoklesschwert über der Arbeit des Gleichstellungsbüros und sorgt für fast durchgehend schlechte Stimmung im Team. Eva sucht daher immer wieder nach einer Schwäche bei Bürgermeisterin Sommerfeld, doch an der ambitionierten Karrieristin prallt so ziemlich alles ab. Die Damen Jordan und Sommerfeld präsentieren auch zwei völlig gegensätzliche Versionen einer beruflich erfolgreichen Frau. Mit der LGBTQI-feindlichen und rassistischen Büttenrede einer Figur bezieht sich die Serie natürlich auf eine entsprechende Äußerung einer aktuellen Bundesministerin.

Evas Karriere zeichnet sich auch dadurch aus, dass Sie Berufliches und Privates bisweilen nicht trennen will. Vor allem ihre weiterhin laufende, intime Beziehung zu Mitarbeiter Philipp (bei welcher die klassische Rollenverteilung weitgehend umgedreht ist) sorgt im Alltag natürlich immer wieder für Zündstoff auf mehreren Ebenen. Während sich der eine bereit für den nächsten Schritt zeigt fühlt sich die andere diesbezüglich noch sehr unsicher. Gegen Ende des zweiten Jahres betritt die Handlung recht unerwartete Pfade und so endet Season 2 mit einer melancholischen Note.

Die zweite Staffel von Frau Jordan stellt gleich ist seit dem 5. November 2020 beim Streaminganbieter Joyn abrufbar. Season 3 wird seit Juni 2021 gedreht. Malick Bauer wird das Ensemble in der Rolle des neuen Antidiskriminierungsbeauftragter David Ohlert erweitern.

Frau Jordan stellt gleich: Staffel 2
Comedy-Serie Deutschland 2020. FSK 12. 10 Folgen. Gesamtlänge: ca. 245 Minuten. Mit: Katrin Bauerfeind, Alexander Khuon, Natalia Belitski, Mira Partecke, Adina Vetter u.v.a. Idee: Ralf Husmann.


Credits
Bilder (c) Joyn/Pro Sieben.

 

 


Die Schauspielschüler: Staffel 2

30. Januar 2021

Zurück bei den Schauspielschülern, die in der zweiten Staffel eine Inszenierung von Frank Wedekinds Frühlingserwachen zu stemmen haben. Keine einfache Aufgabe für die zusammengewürfelte Truppe um den schwierigen Lehrer Frank…

Eine schrecklich nette Schauspielfamilie

Als semesterübergreifendes Theaterprojekt wagt sich das Bühnenstudio ausgerechnet an Frank Wedekinds berühmt-berüchtigtes Stück Frühlingserwachen heran. Schauspiellehrer Frank (Moritz Mutzmann) führt Regie während Mimi (Virginia Roncalli) ihm assistiert und Praktikantin Belly (Kionia Winter) für das Make Up verantwortlich zeichnet. Doch bereits während der ersten Proben zeigen sich massive Probleme. Denn Frank nutzt jede Gelegenheit, seine Leute nieder zu machen und zu beschimpfen. Außerdem unterhält der egomane Dozent eine Affäre mit Hauptdarstellerin Lilith (Paula Hauss), in welche wiederum der schüchterne Tagträumer Nico (Lukas Kaack) verliebt ist. Die weiteren Akteure wie Freddy (Paula C. Hugenschmidt), Mia (Laetitia Au) und Marcel (Robin Guillaud Bongarts) haben unterdessen mit ihren eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen…

Statt eines Imagefilms für ihre Schauspielschule schufen die Obsessive Filmmakers Nisan Arikan und Lars Kokemüller alias Lars Henriks (Leon muss sterben, Bearkittens, Performaniax) eine kleine Webserie über Studenten des Bühnenstudios Hamburg. In der ersten Staffel wurden in zehn fast dokumentarischen Kurzepisoden die Anfänger einer neuen Schauspielklasse und ihre ersten Gehversuche in der Ausbildung beleuchtet. Für Season 2 wechselt nicht nur ein Großteil der Besetzung, sondern auch die inhaltliche und inszenatorische Ausrichtung. Im Mittelpunkt der zehn neuen Folgen steht eine Produktion von Frühlingserwachen, jenem als „skandalös“ geltenden Stück von Frank Wedekind, welches bereits 1891 veröffentlicht, aber erst 15 Jahre später erstmals aufgeführt wurde. Wedekind thematisiert darin die aufkommende Sexualität von Jugendlichen in der oppressiven Gesellschafts des späten 19. Jahrhunderts. Wie viel „Zündstoff“ der Stoff auch über 100 Jahre später noch besitzt zeigt der Fall eines Schweizer Lehrers, welcher 2009 wegen des Vorwurfs der Pädophilie und der Weitergabe pornographischen Materials an Minderjährige angeklagt wurde, weil er unter anderem Frühlingserwachen im Unterricht behandelt hatte.

Die Motive und Figurenkonstellationen der Vorlage spiegelt sich natürlich auch in der Dynamik der Seriencharaktere wieder. Als ob die Ensemble-Mitglieder nicht schon genug eigene Probleme hätten müssen sie auch noch die herablassenden, beleidigenden und unprofessionellen Verhaltensweisen ihres narzisstischen Dozenten Frank aushalten, der bereits in einer Episode der ersten Runde zu sehen war. Von den Hauptdarstellern kehren außerdem Virginia Roncalli (Bearkittens) als esoterisch-feministische Mimi und Paula C. Hugenschmidt in der Rolle der Videobloggerin Freddy zurück während Clarissa Karrasch als Melanie (in Staffel 1 noch Teil eines leider nicht aufgelösten Liebesdreiecks) in ihren wenigen Folgen ziemlich im Hintergrund bleibt. In Person des pensionierten Staatsanwaltes und Schauspielers Dietrich Kuhlbrodt (Egomania – Insel ohne Hoffnung), der auch beim dadaistischen Performance-Kollektivs Hgich.T mitmischt, konnten die Macher einen prominenten Gaststar gewinnen.

Die teils klaustrophobisch gefilmte 2. Staffel (ein Großteil der Handlung spielt im Hamburger Bühnenschiff) präsentiert sich überzeichneter als die erste. Außerdem schwelgt man ab und an in Tagträumen, wie man es aus der Krankenhaus-Comedy Scrubs – Die Anfänger kennt. Die chaotischen Verwicklungen im Ensemble erinnerten mich freilich sehr an Peter Bogdanovics Film Noises Off! – Der nackte Wahnsinn (1992), welcher auf dem gleichnamigen Theaterstück von Michael Frayn basiert. Doch richtet sich der Blick bei Die Schauspielschüler auch immer wieder auf die meist gar nicht lustigen Einzelschicksale seiner Charaktere außerhalb des Theaters. Anstelle einer dritten Staffel der Serie drehten Nisan und Lars übrigens die surreale Theater-Satire Performaniax.

Staffel 2 von Die Schauspielschüler ist wie die erste Season kostenlos bei Youtube abrufbar.


Die Schauspielschüler: Staffel 2
Webserie Deutschland 2018. 10 Folgen. Gesamtlänge: ca. 105 Minuten. Mit: Lukas Kaack, Paula Hauss, Robin Guillaud Bongarts, Virginia Roncalli, Kionia Winter, Paula C. Hugenschmidt, Niklas Bähnk, Philipp Strauss, Laetitia Au, Moritz Mutzmann u.a. Idee und Konzept: Nisan Arikan und Lars Henriks. Regie: Lars Henriks.

 

Credits
Bilder (c) Bühnenstudio Hamburg.

 

 


Black Lagoon: The Second Barrage

21. August 2020

Noch im gleichen Jahr wie die erste Staffel erschien eine zweite Staffel von Black Lagoon, mit dem Untertitel The Second Barrage, die weitere Abenteuer der titelgebenden Söldner-Truppe behandelt.


Creatures of the Black Lagoon

Zum Ausruhen bleibt für die Mitglieder der Lagoon Company, Dutch (deutsche Stimme: Thomas Petruo), Benny (Christoph Banken) sowie Gunwoman Revy (Antje von der Ahe) und der frühere Büroangestellte Rock (Tobias Nath), wenig Zeit. Denn ständig gibt es neue Aufträge oder gefährliche Situationen in Roanapur, dem Mekka der Verbrecher, zu bewältigen. Revy, Rock und Co bekommen es dabei nicht nur mit einem mörderischen Zwillingspärchen namens Hänsel (Konrad Bösherz) und Gretel (Marie-Luise Schramm) zu tun, sondern versuchen auch gemeinsam mit Schwester Eda (Christin Marquitan) von der „Church of Violence“ die Geldfälscher-Meisterin Greenback Jane (Daniela Thuar) vor der US-Mafia zu beschützen. Als Rock bei einer „Geschäftsreise“ nach Tokio als Übersetzer für Balalaika (Peggy Sander), dem Oberhaupt der russischen Mafia-Organisation Hotel Moscow, agiert, geraten er und Revy zwischen die Fronten eines Krieges rivalisierender Yakuza-Kartelle…

Während es in der ersten Staffel von Black Lagoon, basierend auf der gleichnamigen Manga-Serie von Rei Hiroe, noch vereinzelte in sich abgeschlossene Episoden gab, so verhält sich dies in der zweiten Runde ganz anders, mit insgesamt drei folgenübergreifenden Handlungssträngen. Der erste dreht sich um das erwähnte psychopathische Zwillingspaar, dessen Verhalten auf eine massive dissoziative Identitätsstörung schleßen lässt. Die Geschwister richten in Roanapur eine Spur der Verwüstung an und während die versammelten Kommandos der Stadt die beiden zu stoppen versuchen erfährt man von ihrer menschenverachtenden, traumatischen Vergangenheit. Ich muss zugeben dieser Dreiteiler dürfte so ziemlich das Abgründigste sein, was ich jemals im Fernsehen gesehen habe. Da wundert einen die höhere Altersfreigabe überhaupt nicht.

Im nächsten „Dreier“ inszeniert man eine kuriose Freakshow mit einer äußerst heterogenen Gruppe durchgeknallter Auftragskiller, darunter ein Pyromane und eine stummes Mädchen mit Kettensäge, welche den Helden bedrohlich zu Leibe rückt. Die gesamte zweite Hälfte von The Second Barrage spielt in Tokio, wo sich Hotel Moscow in den Bandenkrieg der Yakuza einmischt und dabei die lokalen Machtstrukturen völlig außer Kraft setzt. Gelegenheit für Rock, seine Entscheidung sich der Lagoon-Truppe anzuschließen und fortan nur noch ein gesetzloses Leben zu verbringen, zu überdenken. Überhaupt besteht Black Lagoon eben nicht nur aus knalligen Stories und bleihaltigen, optisch teils ungewöhnlich eingefangenen Actionszenen. Immer wieder halten diverse Figuren inne, um sich über ihre Situation Gedanken zu machen. Die Möglichkeit eines normalen Lebens fernab der allgegenwärtigen Gewalt erscheint meist aussichtslos. Kombiniert werden diese nachdenklichen Szenen im letzten Drittel auch noch mit einer philosophischen Note. Insgesamt präsentiert sich die Anime-Actionserie meist geradlinig, illustriert die Geschichten aber immer wieder mit kurzen Flashbacks und Voice-Over-Sequenzen. Als nächstes werde ich mich der OVA-Fortsetzung Black Laggon: Roberta’s Blood Trail widmen.

Black Lagoon: The Second Barrage ist auf DVD und BluRay erschienen sowie aktuell bei Netflix abrufbar.


Black Lagoon: The Second Barrage
Anime-Actionserie Japan 2006. FSK: keine Jugendfreigabe. 12 Folgen (Staffel 2). Gesamtlänge: ca. 280 Minuten. Deutsche Sprecher: Tobias Nath (Rock), Antje von der Ahe (Revy), Thomas Petruo (Dutch), Christoph Banken (Benny), Peggy Sander (Balalaika), Raimund Krone (Boris), Christin Marquitan (Eda) u.a. Nach der Manga-Serie von Rei Hiroe. Drehbuch und Regie: Sunao Katabuchi.

Credits
Bilder (c) Kazé

 

 


Clique: Staffel 2

14. Mai 2020

Fast direkt im Anschluss an die erste Staffel von Clique habe ich mir in der Mediathek von One die zweite Season der britischen Serie im Original angesehen. Personell und thematisch hat sich im Vergleich zu den ersten sechs Folgen einiges geändert…

Zwischen den Fronten

Ein Jahr nach den Ereignissen um die Solasta-Initiative der gleichnamigen Privatbank leben Holly (Synnøve Karlsen) und Louise (Sophia Brown) gemeinsam mit der etwas jüngeren Studentin Rayna (Imogen King) und deren besten Freund Fraser (Stuart Campbell) in einer WG. Rayna schaut zu Holly auf. Die Enthüllungen um Solasta haben Holly mehr Aufmerksamkeit beschert als der jungen Frau lieb ist. Daher hat sie sich seitdem zurückgezogen. Auf einer Strandpartie trifft Holly auf den sportlichen Jack Yorke (Leo Suter), der Teil einer Clique männlicher Studenten ist, zu welcher auch sein Adoptivbruder Calum (Nicholas Nunn), der Computer-Experte Barney (Barney Harris) und der schwule US-Student Aubrey (Jyuddah Jaymes) gehören. Unterstützt von Ben Howard (Richard Gadd), der eine Website für „alternative Nachrichten“ betreibt, stört die Gruppe immer wieder Veranstaltungen der feministischen Studentenbewegung „Women Rise“, die Maßnahmen gegen Übergriffe auf Studierende fordert. Als Rayna und Fraser nach der Party am Strand von vermummten Gestalten angegriffen werden, verschärft sich auf beiden Seiten der Ton. Vor allem weil Rayna einen der Angreifer als Jack identifiziert. Hin- und hergerissen zwischen beiden Fronten versucht Holly herauszufinden, was in der besagten Nacht wirklich passiert ist. Ist Jack, zu dem sich Holly irgendwie hingezogen fühlt, ein gefährlicher Gewalttäter oder hat Rayna nicht die Wahrheit gesagt? Jack kann sich nicht erinnern, wo er zur Tatzeit war…

Die erste Staffel von Clique bot eine teils eigenwillige Mischung aus einem Drama über Freundschaft und Höhen/Tiefen des Studentenlebens sowie Thriller mit Scandi-Noir-Ästhetik, die kurz vor dem Ende überraschend noch die Ausrichtung wechselte. Season 2 der von Drehbuchautorin Jess Brittain erschaffenen (und dieses Mal auch komplett allein geschriebenen) Serie verlässt die Glamourwelt der Hochfinanz um einen von schrecklichen Ereignissen angeschürten gesellschaftlichen Diskurs unter zwei Lagern, der tagespolitisch nicht aktueller sein könnte, zu behandeln. Auf der einen Seite Politikerin Agnes Reid (Madeleine Woorall), die mit ihrem stark feministisch geprägten Programm für einen Sitz im Parlament kandidiert, auf der anderen Internet-Unternehmer Ben Howard, der gegen Reid und das feministische Aktionsbündnis an der Universität Edinburgh massiv Stimmung macht. Zwischen den Fronten dieser beiden konträren Positionen steht nicht nur Holly, sondern auch Jack, der ausgerechnet Agnes Reids Sohn ist. Dieses Szenario gestaltet sich recht spannend und authentisch wenn sukzessive Details über die Gewaltat und andere Geheimnisse ans Licht kommen. Fast jeder scheint hier Leichen im Keller zu haben.

Hinsichtlich der Handlung empfand ich Staffel zwei konsequenter und besser als die erste Runde, wenngleich das gelegentliche Liebäugeln mit Psychopathen-Krimi weniger überzeugt. Der Schauplatz ist immer noch der gleiche, doch diese Season könnte fast als eigenständige Serie durchgehen. Mit Holly, Louise und Rachel sind nämlich nur drei Figuren aus der ersten Staffel noch dabei (oder vier wenn man den Kurzauftritt von Phoebe mitrechnet). Doch sehe ich die sechs neueren Folgen als inhaltliche und thematische Weiterentwicklung. Wie zuvor baut die Inszenierung auf den stimmungsvollen Einsatz von treibender Musik, der aber nicht immer so funktioniert, weil in manchen Szenen einfach zu laut aufgedreht wird. Der düstere Darkwave-Track Pain von Boy Harsher hat sich allerdings gnadenlos in meinen Gehörgängen festgesetzt. Ob es eine dritte Staffel von Clique geben wird scheint derzeit noch offen. Potenzial wäre durchaus vorhanden.

Aktuell ist die zweite Staffel von Clique noch bis 4. Juni 2020 in der Mediathek von One sowohl in der Synchronfassung als auch im englischen Original kostenlos anschaubar. Bei diversen kostenpflichtigen Streaminganbietern wie Amazon oder Joyn gibt es die Serie nur auf Deutsch.

Clique: Staffel 2
(Clique: Series 2)
Drama-Serie/Thriller UK 2018. 6 Folgen. Gesamtlänge: ca. 255 Minuten.
Mit: Synnøve Karlsen, Sophia Brown, Leo Suter, Rachel Hurd-Wood, Nicholas Nunn, Barney Harris, Imogen King, Madeleine Woorall, Richard Gadd u.a. Idee & Drehbuch: Jess Brittain. Regie: Andrew Cumming, Robert McKillop.

Credits
Bilder (c) BBC.

 

 

 


Sex Education: Staffel 2

17. März 2020

Ziemlich genau ein Jahr nach der ersten erschien im Januar 2020 die zweite Staffel der beliebten, britischen Netflix-Comedy Sex Education, die aus dem interessanten und nicht selten turbulenten Szenario noch weit mehr herausholt.

Liebe, Sex und andere Schwierigkeiten

Mehrere bekannte Fälle von Chlamydien unter den Schülern der Moordale Secondary School führen einerseits dazu, dass Otis Milburn (Asa Butterfield) und seine Mitschülerin Maeve Wiley (Emma Mackey) ihre „Sex clinic“ wieder eröffnen. Außerdem bricht unter Schülern und Eltern Panik aus. Auf Geheiß der Schulaufsichtsbehörde und sehr zum Widerwillen von Schuldirektor Groff (Alstair Petrie) soll Sextherapeutin Dr. Jean Milburn (Gillian Anderson), Otis‘ Mutter, den Lehrplan für Sexualkunde überprüfen. Zudem bietet Jean eine Art kostenlose Sprechstunde an, die nicht nur von Schülern genutzt wird. Potenzielle Komkurrenz für ihren Sohn und seine kostenpflichtigen Beratungen. Otis und seine Freundin Ola (Patricia Allison), deren Vater Jakob (Mikael Persbrandt) aktuell mit Jean zusammen ist, kommen sich langsam näher. Maeve muss nicht nur um ihre Wiederaufnahme an der Schule kämpfen, sondern auch mit dem erneuten Auftauchen ihrer drogensüchtigen Mutter Erin (Anne-Marie Duff) zurechtkommen. Nach diversen Verfehlungen wurde Direktor-Sohn Adam Groff (Connor Swindells) von seinem Vater auf eine Militärakademie „strafversetzt“. Die Karriere von Leistungsschwimmer Jackson (Kedar Williams-Stirling) gerät durch eine Verletzung ins Stocken, eröffnet dem Athleten aber neue Möglichkeiten. Der französische Austauschschüler Rahim (Sami Outalbali) scheint sich weniger für Mädchen als vielmehr für Eric (Ncuti Gatwa) zu interessieren…

Auch wenn ich mich lange nicht an die Serie rangewagt hatte, so empfand ich die erste Runde der von Laurie Nunn erschaffenen Netflix-Show über Sex, seine „Begleiterscheinungen“ und andere Themen von jungen Erwachsenen als sehr erfrischend. Die späte Sichtung Ende Dezember erlaubte es mir, fast nahtlos mit der zweiten Staffel anzuknüpfen, in dessen Verlauf ich mich in die Serie geradezu verliebt habe. Nunn und ihrem überwiegend weiblichen Autorenteam gelingt es nicht nur, interessante neue Figuren einzubauen, sondern die Storylines des bestehende Ensembles sehr gut weiter zu entwickeln.

Sex Education behandelt nicht nur die Höhen und Tiefen erster sexueller Erfahrungen sondern deckt ein breites Spektrum romantischer und/oder körperlicher Beziehungen ab. Dieses reicht von „klassischer“ Heterosexualität über Homosexualität und Pansexualität bis hin zu Asexualität. Im Mittelpunkt der diversen Handlungsstränge stehen zum Teil auch die Eltern der Moordale-Schüler. Denn nicht nur die Teenager haben mit entsprechenden Problemen zu kämpfen. Inhaltlich gestaltet sich die ganze Sache zwar immer wieder schräg, turbulent und witzig, aber vor allem sehr offen und lebensbejahend. Zwar werden die einzelnen Themen (wie auch schon im Vorjahr) immer wieder humoristisch aufbereitet oder ironisch gebrochen, die Figuren und Situationen aber nie völlig der Lächerlichkeit preisgegeben. Sex Education behandelt mit dem nötigen Ernst auch den Fall einer weiblichen Hauptfigur, die während einer Busfahrt sexuell belästigt wird und dieses Erlebnis zu verarbeiten hat, was auf wundervolle Weise mit der Hilfe anderer erfolgt. In diesen und anderen Szenen propagiert die Serie voller Überzeugung eine positive Einstellung zu Sexualität.

Einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum besonderen Charme der britischen Netflix-Show leisten natürlich die hervorragenden Schauspieler. Asa Butterfield (Hugo Cabret, Ender’s Game, Die Insel der besonderen Kinder) und Gillian Anderson (Akte X, The Fall: Tod in Belfast, American Gods) erhalten zwar die meiste Screentime, ich muss aber ehrlicherweise zugeben, dass ich eher an einigen der Akteure aus der „zweiten Reihe“ einen Narren gefressen habe. Vor allem Tanya Reynolds (Emma [2020]) als herrlich nerdige Lily, die nicht nur mit ihrem kurios-bunten Kleidungsstil auffällt, sondern in ihrer Freizeit erotische Comics mit Aliens kreiert. Auch dank Lily mutiert die Moordale-Aufführung von Romeo und Julia zur vermutlich frivolsten Bühnenperformance, die je auf Film gebannt wurde. Zum Schreien! 🙂

Die zweite Staffel von Sex Education ist seit dem 17. Januar 2020 bei Netflix abrufbar. Eine dritte Season wurde bereits angekündigt und wird voraussichtlich im nächsten Jahr erscheinen.

Sex Education: Staffel 2 (Sex Education: Season 2)
Comedyserie UK 2020. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 420 Minuten. Mit: Asa Butterfield, Gillian Anderson, Emma Mackey, Ncuti Gatwa, Connor Swindells, Kedar Williams-Stirling, Alistair Petrie, Aimee Lou Wood, Tanya Reynolds, Patricia Allison, Mikael Persbrandt, Anne-Marie Duff, Sami Outalbali, Chineye Ezeudu u.v.a. Idee: Laurie Nunn. Regie: Sophie Goodheart, Alice Seabright, Ben Taylor.

 

Credits
Bilder (c) Netflix

 

 

 

 

 

 


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