Fallet (Kurzkritik)

22. Oktober 2019

Schweden-Krimis sind als Bücher, Filme und Serien schon seit einigen Jahren der große Renner in Deutschland. Ich persönlich kann dem Genre eher wenig abgewinnen. Dennoch habe ich mir die auf Netflix verfügbare Scandi-Noir-Parodie Fallet angesehen.

Der trottelige Tom und die schießwütige Sophie

Tom Brown (Adam Godley) aus der englischen Stadt St. Ives und Sophie Borg (Lisa Henni) von der Polizei Stockholm sind beide auf ihre Art erfolglose Ermittler. Als letzte Chance vor dem beruflichen Aus sollen die beiden Gesetzeshüter den sadistischen Mord an einem Engländer in Sophies Heimatstadt Norrbacka aufklären. Die spärliche Polizeitruppe in der schwedischen Kleinstadt um Chef Klas Wall (Tomas von Brömssen), den dämlichen Hilfspolizist Bill ( Christoffer Nordenrot) und der wenig Frohsinn ausstrahlenden finnischen Forensikerin Sonja (Stina Rautelin) hat wenig Erfahrung mit Mordfällen. Spuren führen zu einem Schüleraustausch zwischen Norrbacka und St. Ives, der 35 Jahre zurückliegt und an welchem damals auch Sophies Mutter Kristina (Lia Boysen) teilnahm. Aber auch der einflussreiche Firmenbesitzer Arne Arnesen (Björn Granath) gerät ins Visier der Ermittler…

Wie bereits erwähnt sind sogenannte Scandi-Noir-Krimis aus Schweden nicht wirklich mein Fall. Zwar habe ich alle Folgen der BBC-Variante von Kommissar Wallander (2008-2015) nach den Romanen von Henning Mankell gesehen (wegen des Hauptdarstellers Kenneth Branagh und der stimmungsvollen Inszenierung, nicht wegen der zum Teil reißerisch-sadistischen Serienkiller-Plots), aber richtig warm geworden bin ich damit kaum. Wortman empfahl bereits letztes Jahr mit Fallet eine Art Parodie des Genres. Aber aufgepasst, der Achtteiler mit knapp halbstündigen Episoden bietet kein Gagfeuerwerk à la Die nackte Kanone (oder deren Serien-Vorläufer Die nackte Pistole). Stattdessen serviert man hier die üblichen Zutaten des Genres in überspitzter Art und Weise. Fast schon nach einer schwedischen Gebrauchanweisung werden hier und da mögliche Fährten gelegt, etwa in Richtung religiöse Motive, ein möglicher Geheimbund oder politische Machenschaften bis ein „verblüffender“ Plottwist, den man schon nach der Hälfte der Folgen erahnt, dem ganzen Fall einen neue Wendung verschafft. Spaßig sind vor allem die albern-kauzigen, aber irgendwie auch authentischen Figuren. Vor allem Tomas von Brömssen wirkt als Polizeichef von Norrbacka wie eine Mischung aus Wallander auf Valium und dem Koch der Muppet Show. Hilfspolizist Bill dagegen erinnerte mich sehr an Nick Frosts Part in Hot Fuzz. Zum wirklichen Brüller hat es bei Fallet nicht ganz gereicht, auch weil die ganze Sache insgesamt dann doch eher wenig überraschend ausfällt.

Alle acht Episoden von Fallet sind bei Netflix abrufbar.

Fallet
Krimiserie Schweden 2017. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 224 Minuten. Mit: Adam Godley, Lisa Henni, Tomas von Brömssen, Christoffer Nordenrot, Stina Rautelin, Lia Boysen u.a. Idee: Erik Hultkvist und Rikard Ulvshammar.

Bilder (c) Netflix/SVT 1.


Wu Assassins (Kurzkritik)

6. September 2019

Nach dem Ende von Into the Badlands hatte ich wieder Lust auf eine Martial-Arts-Serie. Wu Assassins, mit Indonesiens Kampfsport-Star Iko Uwais in der Hauptrolle, verknüpft ein Triaden-Krimidrama mit leider etwas halbgaren Fantasy-Elementen.

Kai, der kämpfende Koch

Chinatown, San Francisco. Eigentlich führt der chinesisch-indonesische Koch Kai Jin (Iko uwais) ein einfaches Leben. Tagsüber arbeitet er als Angestellter eines Foodtrucks, abends hilft er im Restaurant seiner Freunde, den Geschwistern Jenny (Li Jun Li) und Tommy Wah (Lawrence Kao), aus. An einem dieser Abende kommt es zu einem Zwischenfall mit einer Gruppe Triadengangster, die Kai daraufhin verfolgen. Doch bevor er es mit den Schlägern aufnimmt, begegnet er in einer Vision der Kriegerin Ying Ying (Celia Au). Diese offenbart ihm, dass er als letzter der sogenannten Wu Assassins dazu ausersehen ist, die Welt vor den zerstörerischen Kräften der Wu Warlords zu bewahren, von denen jeder die Macht über eines der fünf Elemente besitzt. Kai muss die fünf Warlords ausschalten. Doch ausgerechnet sein Adoptivvater, der rücksichtsloser Triaden-Boss Uncle Six (Byron Mann), gehört zu dem mächtigen Personenkreis. Während Kai mit seinem Training bei Ying Ying beginnt, wird die Undercover-Polizistin Christina „CG“ Gavin (Katheryn Winnick) in die Autowerkstatt von Kais bestem Freund Lu Xin (Lewis Tan) eingeschleust, in welcher teure Schlitten nicht nur repariert und aufgemotzt werden…

Iko Uwais, ein indonesischer Schauspieler, Stuntman, Kampfszenen-Choreograph und Experte in Pencak Silat (den traditionellen Kampfkunstformen seiner Heimat) wurde durch seine Rolle in Gareth Evans‘ Actionfilm The Raid (2012), über eine tödliche Razzia in einem von Gangstern kontrollierten Hochhaus, international bekannt. Die Autoren/Produzenten John Wirth (Hell on Wheels, Hap and Leonard) und Tony Krantz (Mulholland Drive, Dracula) schrieben Uwais die zentrale Rolle ihrer Serie Wu Assassins auf den Leib. Fast völlig ohne Wirework glänzt die Netflix-Produktion durch brachiale-rasante, ansprechend inszenierte Prügelszenen. Dafür wurden weitere MA-erprobte Darsteller wie Byron Mann (Streetfighter, The Man with the Iron Fists), Lewis Tan (Into the Badlands, Deadpool 2), Mark Dacascos (Pakt der Wölfe, Born 2 Die) und Katherynn Winnick (bekannt aus der Historienserie Vikings) verpflichtet. Der Fantasyteil überzeugt am wenigsten, auch weil die Effekte teilweise etwas altbacken wirken. Trotz Logiklöcher so groß wie die Golden-Gate-Bridge (und die Skyline von San Francisco, die hier durchgehend ins Bild gerückt wird, obwohl in Vancouver gedreht wurde) bleibt die Spannung hoch, auch weil die Story durchaus ein paar Überraschungen bereithält. Immer dann wenn der Schwerpunkt eher auf der Dynamik zwischen den vier alten Freunden Kai, Lu Xin, Jenny und Tommy liegt wirkt die Serie am stärksten. Ein Gesellschaftsdrama über das Leben und die organisierte Kriminalität in Chinatown ohne übersinnlichen Hoku Pokus wäre aus meiner Sicht die bessere Wahl gewesen.

Die zehnteilige erste Staffel von Wu Assassins ist seit dem 8. August 2019 bei Netflix abrufbar.

Wu Assassins
Action/Fantasyserie USA 2019. 10 Folgen (Staffel 1). Gesamtlänge: 450 Minuten. Mit: Iko Uwais, Byron Mann, Li Jun Li, Lawrence Kao, Lewis Tan, Katheryn Winnick, Celia Au, Tommy Flanagan, JuJu Chan, Tzi Ma u.v.a. Idee: John Wirth und Tony Krantz.

 

Credits
Bilder (c) Netflix.


Derry Girls (Kurzkritik)

14. April 2019

Erwachsenwerden ist nicht einfach. Vor allem nicht, wenn man als Teenager in Derry zur Zeiten des Nordirland-Konfliktes lebt. Aus dieser Ausgangssituation hat Lisa McGee die Comedyserie Derry Girls erschaffen, die hierzulande bei Netflix zu sehen ist.

Teenage Troubles

Erin (Saoirse-Monica Jackson) ist 16 und lebt mit ihrer katholischen Familie, Mutter Mary (Tara Lynne O’Neill) und Vater Gerry (Tommy Tiernan) sowie Tante Sarah (Kathy Kiera Clarke) und Cousine Orla (Louisa Harland) – beide auf ihre eigene Art durchgeknallt – in der nordirischen Grenzstadt Derry. Die Sippe komplettieren der knorrige Großvater Joe (Ian McElhinney) und Baby Anna, Erins Schwester. Gemeinsam mit Orla sowie ihren Freundinnen Clare (Nicola Coughlan) und Michelle (Jamie-Lee O’Donnell) besucht Erin die katholische Mädchenschule „Our Lady Immaculate“, geleitet von der dauergenervten Ordensschwester Michael (Siobhan Sweeney). Zu aller Überraschung wird Michelles englischer Cousin James (Dylan Llewellyn) als erster männlicher Schüler aufgenommen. Weniger die Gefahren des Nordirland-Konfliktes bestimmen die Lebenswirklichkeit der Mädchen, sondern vielmehr ganz normale Teenager-Probleme…

Die fiktionale Verarbeitung des Nordirland-Konfliktes zwischen den unionistischen Protestanten und den irisch-nationalistischen Katholiken, der zwischen Ende der 1960er und Ende der 1990er für etwa 3 500 Todesopfer und über 47 000 Verletzte sorgte, erfolgte bisher (berechtigerweise) nur in ernster Form, in Kinofilmen wie Im Namen des Vaters (1993) und Hunger (2008). Die Bühnen- und Fernsehautorin Lisa McGee (Raw) schuf aus ihren Jugenderinnerungen zur Zeit der „Troubles“ (wie der Konflikt im englischen Sprachraum genannt wird) allerdings kein knallhartes (Teenie-)Drama, sondern eine schräge Comedyserie. Abgesehen vom Setting, dessen tragisch-gefährliche Situation meist nur Hintergrundrauschen darstellt, bietet Derry Girls die üblichen Themen und Problematiken, die Teenager eben bewegen, wie erste romantische/sexuelle Erfahrungen, das Mühsal der Schule, Streit mit den Eltern und die Hoffnung auf eine rosige Zukunft. McGee gestaltet dieses Minenfeld des Erwachsenwerdens als temporeichen Sechsteiler, der nicht nur von seinen eigensinnig bis urigen, gleichzeitig irgendwie authentischen Figuren und dem herrlichen Akzent (die Serie wurde dankenswerterweise nicht in andere Sprachen synchronisiert, sondern ist bei Netflix im Original mit deutschen oder englischen Untertitel verfügbar) lebt. Ohne den schwarzen Humor, einen stark vorherrschenden Katholizismus und die irrational-komisch agierenden Schauspieler (Nicola Coughlan, die Darstellerin der putzigen Clare war bei den Dreharbeiten zur ersten Staffel bereits 30 Jahre alt), darunter der aus Game of Thrones bekannte Ian McElhinney als Opa Joe, wäre Derry Girls nicht einmal halb so spaßig. Diverse Hits aus der Dekade (von Salt’n’Pepa über Ace of Base bis zu Whigfield) und andere Referenzen verankern das Geschehen fest in den 1990ern. Die Ambivalenz des nordirischen Lebens zwischen Normalität und Bombenterror unterstreicht die Schlussmontage auf sehr passende Weise. Im Vereinigten Königreich premierte die Serie im Januar 2018 bei Channel 4 und erreichte mit durchschnittlich 500 000 Zuschauern in Nordirland (ein Marktanteil von ca. 64 Prozent) die höchsten dort jemals gemessenen Einschaltquoten.

Die erste Staffel von Derry Girls ist seit dem 21. Dezember 2018 bei Netflix abrufbar. Vom 5. März bis 9. April 2019 lief Season 2 beim britischen Channel 4.

Derry Girls
Comedyserie UK 2018. 6 Folgen (Staffel 1). Gesamtlänge: ca. 142 Minuten. Mit: Saoirse-Monica Jackson, Louisa Harland, Nicola Coughlan, Jamie-Lee O’Donnell, Dylan Llewellyn, Tara Lynne O’Neill, Kathy Kiera Clarke, Siobhan McSweeney, Tommy Tiernan, Ian McElhinney u.a. Idee & Drehbuch: Lisa McGee. Regie: Michael Lennox.

Credits
Bilder (c) Netflix/Channel 4.


She-Ra und die Rebellenprinzessinnen (Kurzkritik)

27. Dezember 2018

Eine neue Serie über die schillernde Heldin She-Ra?! Das kann doch eigentlich nichts werden, oder? Und dennoch gelingt der jungen Comic-Künstlerin Noelle Stevenson (26) mit She-Ra und die Rebellenprinzessinnen eine zeitgemäße Adaption des 1980er Cartoons.

The soldier who became a princess

Der finstere Lord Hordak versucht mit seiner mächtigen Armee, der sogenannten Horde, den Planeten Etheria komplett zu erobern. Königin Angella von Bright Moon und andere leisten Widerstand gegen die Horde. Doch die einzelnen Reiche sind untereinander zerstritten. Adora, eine in Hordaks Armee ausgebildetete, junge Frau, entdeckt eines Tages ein geheimnisvolles Schwert irgendwo im Wald. Als Adora das Schwert berührt und überraschenderweise die richtigen Worte spricht, verwandelt sie sich in die mächtige Kriegerin She-Ra. Angellas Tochter Glimmer und Bogenschütze Bow, die zufällig zugegeben sind, nehmen Adora als Gefangene mit nach Bright Moon. Unterwegs begreift die junge Frau, dass die Horde für Frieden und Freiheit Etherias eine ernste Bedrohung darstellt. Daher entschließt sich Adora als She-Ra gegen ihre frühere „Familie“ wie die ehemals beste Freundin Catra zu kämpfen. Doch um dringende Verstärkung zu erhalten müssen Adora, Glimmer und Bow auch die anderen Prinzessinnen des Planeten überzeugen, sich der Rebellion gegen die Horde anzuschließen…

Worin liegt der elementarste Unterschied zwischen She-Ra: Prinzessin der Macht (1985/86) und der neuen Serie She-Ra und die Rebellenprinzessinnen? Letztere dient nicht als Marketingtool zum Verkauf von Actionfiguren. Somit gelingt der jungen Showrunnerin Noelle Stevenson (bekannt für die preisgekrönten Comicreihen Nimona und Lumberjanes) und ihrem Team bei Dreamworks Animation ein zeitgemäßes Update der bekannten, an der Schnittstelle von Fantasy und Science-Fiction angesiedelten Welt. Natürlich sind die fast ausschießlich handgezeichneten Bilder (lediglich bei „komplizierten Maschinerien“ verwendete man CGI) grellbunt bis kitschig und der Titelsong von Aaliyah Rose grauslig schlecht, aber der liebevolle Stil zwischen Filmen von Hayao Miyazaki (Prinzessin Glimmer sieht aus als wäre sie das Kind des Schweizer Bergmädchens Heidi und eines Glücksbärchis) und den Werken des französischen Comicgurus Jean Giraud alias Moebius überzeugt. In Sachen Diversität, Feminismus (die kreative Crew sowie das Figurenensemble und somit der Voicecast bestehen fast ausschließlich aus Frauen) und neutralem Erscheinungsbild der Charaktere erscheint „Princesses of Power“ vielen anderen Trickserien um Einiges voraus. Die weitgehend nach Schema F abgefrühstückten Episodenstories, in deren Zentrum meist die Rekrutierung einer weiteren Prinzessin für die Rebellion steht, lassen sich als größte Schwäche der Serie ausmachen, aber im Gegensatz zur Vorgängershow gibt es hier eine Entwicklung bei der Titelheldin. Als junge Frau, die soeben ihre Vergangenheit hinter sich gelassen hat, kämpft Adora erst einmal mit den Hindernissen und der Macht, welche ihr Alter Ego mit sich bringen. „She-Ra 2018“ punktet nicht nur mit der Vermittlung von Werten wie Freundschaft und Toleranz an die jungen Zuschauer, sondern suhlt sich auch in Selbstironie mit einem Hauch Überzeichnung. Mich jedenfalls hat die Neuauflage gut unterhalten. Und Muskelmann He-Man wird hier keineswegs vermisst.

Die erste Staffel (13 Folgen) von She-Ra und die Rebellenprinzessinnen ist seit dem 16. November 2018 komplett bei Netflix abrufbar.

She-Ra und die Rebellenprinzessinnen
(She-Ra and the Princesses of Power)
Zeichentrick/Fantasy-Serie USA 2018. 13 Folgen (Staffel 1). Gesamtlänge: 312 Minuten. Nach der Originalserie von Larry DiTillo und J. Michael Straczynski. Adaption: Noelle Stevenson.

Credits:
Bilder (c) Netlix/Dreamworks.


Schwermetall Chronicles: Der Herr des Schicksals (Kurzkritik)

14. November 2018

Ein Söldner reist ans Ende der Galaxis, um von einer exotischen Alienrasse seine Zukunft zu erfahren. Das Finale der ersten Staffel, nach einer Vorlage von Altmeister Alejandro Jodorowsky.

Nachdem Söldner Hondo (Joe Flanigan) entscheidend am Gewinn eines intergalaktischen Krieges beteiligt war, macht er sich auf den weiten Weg an den Rande der Galaxis, um auf dem Planeten Gatha von den prophetisch begabten schildkrötenähnlichen Bewohnern zu erfahren, wie lange er noch zu leben hat. Sein Schicksal ist eng mit dem der gejagten Schmugglerin Skarr (Kelly Brook) verbunden. Doch anders als er vermuten würde…

Im Finale der ersten Staffel (bzw. Folge 5 in der Originalfassung) adaptieren Regisseur Lubrano und seine Co-Autorin Justine Veillot eine Vorlage von Alejandro Jodorowsky, sicherlich überwiegend für eine berüchtigten Filme wie El Topo oder Montana Sacra – Der heilige Berg aber auch als Regisseur einer nie realisierten, gigantomanisch geplanten Verfilmung von Frank Herberts Scifi-Epos Dune – Der Wsütenplanet bekannt. Weil die Szenerie aufwändiger wirkt als zuvor und wegen der teilweise zynischen Schlusspointe gehört Der Herr des Schicksals zu den besseren Beiträgen der Anthologie-Reihe. Und dennoch wirkt vieles hier leider wieder recht plump inszeniert, etwa die Einführung von „Covergirl“ Kelly Brooks Figur. Was man mit etwas mehr Budget und dem Willen die Story inhaltlich zu verdichten oder zu erweitern aus dem Stoff hätte machen können! So hinterlässt Staffel 1 von Schwermetall Chronicles auch einen zwiespältigen Gesamteindruck und ich bin daher unschlüssig, ob die sechs weiteren Folgen (Season 2) überhaupt eine Sichtung verdient haben.

Schwermetall Chronicles: Der Herr des Schicksals
(Métal Hurlant Chronicles: Master of Destiny/Les Maîtres du Destin)
Frankreich, Belgien 2012. FSK 16. 23 Minuten. Mit: Joe Flanigan, Kelly Brook u.a. Regie: Guillaume Lubrano. Drehbuch: Guillaume Lubrano und Justine Veillot. Nach der Comic-Story von Alejandro Jodorowsky und Adi Granov.

Übersicht Staffel 1

Die Krone des Königs 4/10
Beschütze mich 6/10
Rotes Licht/Das kalte Herz 5/10
Und raus bist du 6/10
Der Schwur der Anya 3/10
Der Herr des Schicksals 6/10

Gesamtwertung: 5/10

Bilder (c) Universal Pictures


Schwermetall Chronicles: Der Schwur der Anya (Kurzkritik)

11. November 2018

Nach ein paar Tagen Pause ging meine Sichtung der Schwermetall Chronicles mit der fünften Episode weiter, die in Fantasy-Gefilden beginnt, aber ihren Helden in eine ganze andere Welt schickt.

Von klein auf wurde Joshua (Grégory Basso) zum Krieger ausgebildet. Kern (Rutger Hauer), Priester der Göttin Anya, schickt ihn auf eine gefährliche Reise durch Raum und Zeit, damit Joshua ein überaus gefährliches Ungeheuer tötet. Doch der heilige Auftrag bringt den muskulösen Kämpfer an seine Grenzen…

Bei Folge 5 (in der deutschen Fassung bzw. Folge 6 in der Originalversion) der Genre-Anthologie-Reihe, basierend auf Comic-Kurzgeschichten des gleichnamigen Kult-Magazins, zeigt sich erstmals auffällig, dass es bei der TV-Umsetzung doch am nötigen Budget mangelt, wenngleich man dies bisher gut zu kaschieren vermochte. Die Story benötigt zu lange, um halbwegs in Fahrt zu kommen und nimmt sich leider zu ernst. Das Fantasy-Setting wirkt immerhin noch recht stimmungsvoll. Der Genre-erfahrene Star Rutger Hauer (Blade Runner, Merlin) darf in seiner Priester-Rolle allerdings nur mystische Platitüden aufsagen. Verstärkt werden die plumpen Dialoge in der englischen Originalfassung zudem durch die schaurigen Akzente der Nebendarsteller. Geld für eine Nachsynchronisation war wohl nicht mehr drin. Der Plottwist gegen Ende kann die mäßige Angelegenheit dann auch nicht mehr wirklich aufwerten. Schade, denn das Szenario oder die Prämisse hätten sicherlich mehr hergegeben.

Schwermetall Chronicles, 1×05: Der Schwur der Anya
(Métal Hurlant Chronicles: Pledge of Anya/Le Serment d’Anya)
Frankreich, Belgien 2012. FSK 16. 23 Minuten. Mit: Grégory Basso, Rutger Hauer u.a. Regie: Guillaume Lubrano. Drehbuch: Guillaume Lubrano und Justine Veillot. Nach der Comic-Story von Julien Blondel und Jérôme Opena.

Bilder (c) Universal Pictures.


Schwermetall Chronicles: Und raus bist du (Kurzkritik)

7. November 2018

Kurz bevor ihr Raumschiff zerstört wird können sich drei Männer in ein Shuttle retten. Doch wie lange wird es ihnen gelingen zu überleben?

Das „kreischende Metal“ ist zurück. Äußerst fatal allerdings für die Besatzung der Atlanta. Denn der Einschlag des Kometen zerstört das gigantische Raumschiff. Drei Männer können sich gerade noch rechtzeitig in ein kleines Shuttle retten: die beiden Offiziere Timarek (Craig Fairbrass) und Kaskoff (Eriq Ebouaney) sowie der Ingenieur Stanley Summers (Dominique Pinon). Doch ein Leck in der Hülle lässt den Sauerstoffvorrat der drei Überlebenden schnell zur Neige gehen…

Und raus bist du, die vierte (oder je nach Länderfassung auch dritte) Folge der Métal Hurlant Chronicles lässt den „Titelcharakter“ so entscheidend wie nie zuvor in die Handlung eingreifen. Insgesamt besteht die Episode aus zwei qualitativ sehr unterschiedlichen Teilen. Als erstes wird vermutlich der Gipfel der Peinlichkeit für die gesamte Serie erreicht als der weibliche Captain der Atlanta einen ihrer Offiziere brutal zusammenstaucht nur um ihn hinterher zur Belohnung „ran zu lassen“ kurz bevor der Komet das Raumschiff trifft. Die beiden Wachposten vor dem Quartier der Kapitänin machen dazu noch dumme Bemerkungen. Diese Szene scheint ein Zugeständnis an jene Fans zu sein, welche die Comicreihe vor allem wegen der leichtbekleideten Damen auf dem Cover oder in den Geschichten gekauft haben (siehe auch der Vorspann). Dank der stärkeren zweiten Hälfte kommt am Ende dann aber doch noch ein solider Beitrag heraus. Denn der Überlebenskampf unter den verbliebenen Besatzungsmitglieder wird wenig verharmlost, verläuft dabei aber anders als man es erwarten würde. Mal wieder eine unerwartete Schlusspointe. Egal welche Art von „Nahkampf“ man bevorzugt, diese Story bedient auf ihre Art beide Vorlieben. So wirklich eingeschlagen hat die Anthologie-Reihe bisher aber nicht.

Schwermetall Chronicles, 1×04: Und raus bist du
(Métal Hurlant Chronicles: Three on a Match/Oxygène)
Frankreich, Belgien 2012. FSK 16. 23 Minuten. Mit: Dominique Pinon, Craig Fairbrass, Eriq Ebouaney u.a. Regie: Guillaume Lubrano. Drehbuch: Guillaume Lubrano und Justine Veillot. Nach der Comic-Story von R.A. Jones und Ryan Sook.

Bilder (c) Universal Pictures.


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