Inside Job: Folgen 1 bis 3

28. Juli 2022

Nach der enttäuschenden Netflix-Miniserie The Pentaverate habe ich mich kürzlich einer anderen Produktion des Streamingdienstes zum Thema Verschwörungstheorien zugewandt, der animierten Comedyshow Inside Job.


Inside Cognito Inc.

Die hochbegabte Erfinderin Reagan Ridley (Originalstimme: Lizzy Caplan) ist in die Fußstapfen ihres alkoholkranken und in den Zwangsruhestand versetzten Vaters Rand Ridley (Christian Slater) beim Unternehmen Cognito Inc. getreten. Die Firma ist führend in der Duchführung und Vertuschung unterschiedlichster Verschwörungen. An ihrem ersten Tag als Teamleiterin muss Reagan allerdings feststellen, dass ihr Boss J.R. (Andy Daly) ihr den Yale-Absolventen und profillosen Ja-Sager Brad (Clarke Duke) als „Co-Teamleitung“ vor die Nase setzt. Als Brad beim restlichen Team – der PR-Expertin Gigi (Tisha Campbell), dem Biochemiker Andre Lee (Bobby Lee), dem Delfin-Mensch-Hybriden/Supersoldaten Glenn (John DiMaggio) und dem pilzähnlichen Magic Myc (Brett Gelman) – ankommt, erkennt Reagan allmählich das Potenzial der Zusammenarbeit…

The Pentaverate, eine sechsteilige, von Mike Myers für Netflix geschaffene Miniserie über einen der Menschheit wohlgesonnen Geheimbund und diesen umgebende Verschwörungserzählungen bot zwar den kanadischen Verwandlungskünstler in acht Rollen auf, erwies sich aber auch über weite Strecken als nicht witzig sowie recht niveaulos und ließ das Potenzial der Thematik sträflich ungenutzt. Dennoch hielt ich die 160 Minuten Gesamtlaufzeit durch. Mit der Hoffnung auf eine bessere (Comedy-)Serie zum Thema Verschwörungen wagte ich mich an Inside Job, eine bereits im Oktober 2021 veröffentlichte, animierte Netflix-Produktion. Die von Autorin, Zeichnerin und Produzentin Shion Takeuchi (u.a. Disenchantment) erfundene Show spielt in einer Welt, in welcher alle erdenklichen und noch so abstrusen Verschwörungstheorien (die Erde ist eine Scheibe bzw. hohl, die Mondlandung wurde im Filmstudio gedreht, geheime Mächte und/oder Reptiloide kontrollieren die Geschicke der Welt etc.) wahr sind. Die technologisch brilliante, aber sozial unbeholfene Protagonistin Reagan arbeitet für Cognito Inc, ein Konzern, welcher die geheimen Machenschaften vertuscht, verwaltet und voranbringt. Das klingt auf dem Papier herrlich abstrus und potenziell spaßig, aber das Endprodukt entpuppt sich leider früh als recht banale Workplace-Comedy. Daher war für mich nach drei von zehn Folgen Schluss mit Inside Job. Nicht weil alles komplett misslungen wäre – der Voicecast um Lizzy Caplan (Masters of Sex), Christian Slater (True Romance, Mr. Robot), John DiMaggio (Futurama, Disenchantment) und Brett Gelman (Fleabag, Love [Netflix-Serie]) ist sogar recht gut – aber ich hatte eben keine Lust auf eine weitere durchwachsene „Conspiracy Comedy“.

Die erste Staffel von Inside Job ist seit dem 22. Oktober 2021 bei Netflix abrufbar. Eine zweite Season wurde bereits bestellt.

Inside Job
Science-Fiction-Comedy/Animationsserie USA 2021. 10 Folgen (Staffel 1). Gesamtlänge: ca. 280 Minuten. Originalsprecher: Lizzy Caplan (Reagen Ridley), Clark Duke (Brett Hand), Christian Slater (Rand Ridley), Tisha Campbell (Gigi), Andy Daly (J.R. Schleimpough), John DiMaggio (Glenn Dolphman), Bobby Lee (Dr. Andre Lee), Brett Gelman (Magic Myc) u.a. Idee: Shion Takeuchi.

 


Credits
Bilder (c) Netflix.

 

 

 


The Umbrella Academy

20. April 2020

Nach dem Tod ihres Ziehvaters trifft eine Gruppe ehemaliger junger Superhelden wieder zusammen. Trotz unterschiedlicher Differenzen wollen sie die Ursache für sein Ableben herausfinden…

The Dysfunctional Seven

Am 1. Oktober 1989 bringen 43 Frauen auf der ganzen Welt plötzlich Kinder zur Welt ohne dass eine von ihnen vorher schwanger war. Sieben dieser Kinder werden vom exzentrischen Millardär Sir Reginald Hargreaves (Colm Feore) adoptiert und gemeinsam mit seinem Schimpansen-Butler Pogo (Adam Godley) und Androidin Grace (Jordan Claire Robbins) aufgezogen. Alle, bis auf Vanya, entwickeln besondere Kräfte. Luther alias Number One ist übermenschlich stark während Diego/Number Two jedes Messer genau ins Ziel werfen kann. Alison alias Number Three kann andere Menschen dank der Macht gewisser Worte manipulieren, Klaus/Number Four dagegen mit Toten kommunizieren. Number Five hat die Gabe, durch Raum und Zeit zu springen. Der Tod von Ben/Number Six hat die Gruppe auseinander gebracht. Erst als auch Sir Reginald überraschend stirbt kommt die unter dem Namen „Umbrella Academy“ bekannte Truppe als Erwachsene wieder zusammen. Luther (Tom Hopper) hat mehrere Jahre auf dem Mond verbracht während Alison (Emily Raver-Lampman) zur berühmten Schauspielerin avancierte. Diego (David Castenada) bewegt sich als Verbrecher jagender Vigilant am Rande der Legalität während Klaus (Robert Sheehan) durch seine düstere Gabe in die Drogensucht getrieben wurde. Vanya (Ellen Page) stand zwar ohne Fähigkeiten immer im Schatten ihrer Geschwister, hat sich jedoch mit ihrer enthüllenden Biographie einen Namen gemacht und verbringt ein zurückgezogenes Leben als Violinistin. Number Five (Adam Gallagher) gilt als verschollen, taucht nach einer Zeitreise-Odyssee wieder auf, im Körper seines 13jährigen Ichs. Unterdessen wird die Academy von den beiden Auftragskillern Hazel (Cameron Britton) und Cha-Cha (Mary J. Blidge) ins Visier genommen…

Eigentlich stand die Netflix-Adaption der gleichnamigen Comicserie schon 2019 auf meinem Zettel, wanderte aber in meiner Watchlist immer etwas nach hinten, bis ich endlich zur Sichtung kam. So völlig von den Socken gehauen hat mich die auf Comics von Musiker/Autor Gerard Way, dem Leadsänger von My Chemical Romance, und Zeichner Gabriel Bá (Daytripper) basierende Netflix-Produktion her nicht. Aber kurzweilige und teils spannende Unterhaltung wird dennoch geboten.

Eine ruhmreiche Vergangenheit mit viel Merchandising wie bei Watchmen, schrille Figuren à la Eine Reihe betrüblicher Ereignisse, eine „Familienkonstellation“ ähnlich den X-Men plus ein wenig Pushing Daisies-Feeling und Zeitreisen. Die von Steve Blackman (Private Practice) und Jeremy Slater (Fantastic Four [2015]) ins Leben gerufene Serienadaption macht aus diesen und weiteren Versatzstücken eine durchaus interessante Mischung. Glücklicherweise verzichtet man hier weitgehend auf unsägliche Hochglanzgesichter und Young-Adult-Schmonzetten. Über die zehn Folgen hinweg werden sowohl die unterschiedlichen Handlungsstränge als auch die Figuren solide entwickelt und am Ende geschickt zusammengeführt. Eher enttäuschend gestaltet sich aus meiner Sicht das große Finale, eben vor allem weil zuvor recht konsequent darauf hingearbeitet wurde. Aber insgesamt macht The Umbrella Academy in der Premierenseason so Einiges richtig und liefert ein paar herrlich überzeichnete Szenen, vor allem mit Hazel und Cha-Cha.

Staffel 1 von The Umbrella Academy ist seit dem 15. Februar 2019 bei Netflix abrufbar. 2020 soll eine zweite Season mit weiteren 10 Folgen erscheinen, die zwischen Juli und November 2019 gedreht wurden.

The Umbrella Academy
Science-Fiction-Serie/Comic-Adaption USA 2019. 10 Folgen (Staffel 1). Gesamtlänge: ca. 550 Minuten.
Mit: Ellen Page, Tom Hopper, David Castaneda, Emmy Raver-Lampman, Robert Sheehan, Aidan Gallagher, Mary J. Blidge, Cameron Britton, John Magaro, Adam Godley, Colm Feore u.a. Nach der Comicreihe von Gerard Way und Gabriel Bá. Adaption: Steve Blackman, Jeremy Slater.

 


Credits
Bilder (c) Netflix.


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