Captain America: Civil War – Prognose

18. Dezember 2015

Die dritte Phase des allgegenwärtigen und unausweichlichen „Marvel Cinematic Universe“ startet am 5. Mai 2016 mit Captain America: Civil War (oder wie in Deutschland heißt: The First Avenger: Civil War). Wie kann man sich die Wartezeit am besten verkürzen? Natürlich andere Filme schauen. Oder eben eine Prognose wagen, was so alles im Film passieren wird.

Zu Anfangs machen sich Captain America und sein „Wingman“ (sorry der musste sein) Falcon auf die Suche nach seinem alten Kumpel Bucky Barnes alias The Winter Soldier, den irre Wissenschaftler zum emotionlosen Killer umgepolt haben. Da der immer noch verwirrte Bucky keinen Bock auf Gruppentherapie hat, flieht er. Bei der Verfolgungsjagd machen er und die beiden anderen fast eine ganze Stadt platt (Moment! Hatten wir das nicht schonmal irgendwo? Egal…). Das bringt den neuen Verteidigungsminister und Ex-General Thaddeus „Thunderbolt“ Ross dazu, den „Mutant Registration Act“, sorry falscher Film, den „Superhuman Registration Act“ (SHRA) ins Leben zu rufen. Wie gut, dass der Hulk nicht in Civil War auftritt, denn dann würde sich Minister Ross darüber wundern, dass er nicht mehr wie Edward Norton, sondern wie Mark Ruffalo aussieht.

Jedenfalls findet Tony Stark/Iron Man den SHMU äh SHRA richtig gut, obwohl er bisher nicht so dicke mit der Regierung war. Aber es steht halt im Drehbuch, dass er den SHRA toll finden muss. Steve Roger alias Captain America dagegen findet den SHMU nicht so toll, weil er seit seinem letzten Solo-Abenteuer (The Return Of The First/Last Avenger And Also The Return Of HYDRA oder so) gecheckt hat, dass große Organisationen ganz einfach 70 Jahre lang von geheimen Nazis unterwandert werden können ohne dass es irgendeine Putzfrau merkt. Es kommt zum Kampf zwischen dem reichen Blechdeppen und dem patriotischen Schildbürger. Die übrigen Avengers knobeln per Schnick-Schnack-Schnuck aus, wer auf welcher Seite steht. Die große Daueraction beginnt. Fast jeder fightet jeden und jedesmal wird eine Großstadt zerstört. Damit nicht schon nach einer halben Stunde sämtliche US-Metropolen in Schutt und Asche liegen, gibt’s zwischendurch nen Abstecher nach Kanada.

Dann nach knapp 2/3 der Laufzeit, die etwa 165 Minuten beträgt, kommt die wirklich völlig unglaublich unfassbar unerwartete Megahammerwendung: der gesamte (!) US-Verteidigungsapparat ist von einer Supernazi-Organisation unterwandert worden, die noch böser, gemeiner und hinterlistiger ist als HYDRA: KRAKEN. Es scheint, dass der von Daniel Brühl mit Hitler-Attitüde gespielte Baron Zemo hier die Fäden/Tentakel zieht, aber in Wirklichkeit ist es das in einem Twitter-Account gespeicherte Gehirn des eigentlich getöten Baron von Strucker (Thomas Kretschmann). Plötzlich merken die sich gegenseitig verkloppenden Avengers, dass sie doch einen gemeinsamen Feind haben (wider Erwarten aber weder die judäische Volksfront noch die Römer noch die Orks noch das zurückhauende Imperium): KRAKEN!

Es kommt zum großen Showdown im US-Bundesstaat Alaska (da gibt es nicht so viele Metropolen, die man beim Kämpfen versehentlich platt machen kann und außerdem leben da weniger Menschen), der gefühlte zehn Stunden dauert und bei welchem es unseren Helden gelingt, KRAKEN zu besiegen. Allerdings schafft es das Gehirn von Baron von Strucker, sich mit letzter Kraft von Twitter nach Instagram zu transferieren. Daher heißen die beiden nächsten Avengers-Teile ja auch Avengers – The Instagram Wars (Kinostart 2018 und 2019).

Als kleines Intermezzo zwischen den endlosen Actionszenen gibt es eine kleine Dreiecksgeschichte, die Potenzial hat sich über die nächsten Filme zu verteilen. Muss sie halt auch, denn mit 5 Minuten pro Film ist nicht viel Platz für große Entwicklungen. Die Filme müssen ja aus Gründen der Ausgewogenheit wenigstens zu 91,1 Prozent aus Actionsequenzen bestehen. Jedenfalls gesteht Natasha alias Black Widow ihrem Kumpel Cap, dass sie von ihrem Techtelmechtel mit Bruce Banner/Hulk (der ja immer noch auf Selbstfindungstrip im Düsenjet weilt) schwanger ist und in ihr ein kleiner gelegentlich grün werdender Embryo heranwächst. Captain America ist not amused, wollte er doch eigentlich seine Jungfräulichkeit an die heiße Rothaarige verlieren. Nobel (und immer noch ungevögelt) erklärt sich Stevie bereits, der Schwarzen Strohwitwe bei der Kindererziehung beizustehen, sollte sich der Vater nicht mehr melden. Das ruft allerdings wiederum Eifersüchteleien bei Sharon Carter/Agent 13 (Großnichte von Peggy Carter oder so) hervor, die ja eigentlich endlich mal was mit Cap anfangen wollte. Kurze, erzerweichende Szenen sind vorprogrammiert.

Ach ja und nicht zu vergessen! Civil War ist auch der erste Auftritt des neuen Spider-Man (gespielt vom ganz jungen Tom Holland). Allerdings hat Spidey sagen wir mal wenig zu tun. Er schwingt sich ab und zu mal durchs Bild und immer wenn er etwas sagen will, explodiert nebenan ein Gebäude und der Zuschauer hört nicht, was der Bub sagen will. Wegen schlechter Resonanz auf Twitter wird Tom Holland allerdings während der Post Production nach einer Pressevorführung, bei welcher die Testzuschauer nur eine Durchschnittsbewertung von 9,5 von 10 Punkten gegeben haben, durch eine Computer animierte Puppe ersetzt. Ach ja und Black Panther alias der König von Waka Waka taucht ebenfalls zum ersten Mal auf. Da es allerdings mit War Machine und Falcon schon zwei schwarze Avengers gibt, hat der afrikanische Held nur ein kurzes Gastspielchen bei Oprah auf der Couch.

Aber egal, auf der ganzen Welt strömen die Menschen in Scharen in die Kinos (die Karten kosten ja auch nur 30 € aufwärts pro Nase) und viele Filmbewertungsseiten müssen vor lauter überwältigend positiver Meinungen auf einer Skala von 1 bis 10 die Wertung 11 einführen. In einer kleinen Postcreditszene sieht man übrigens Pepper Potts und Jane Foster, die sich völlig gelangweilt eine Folge Marvel’s Agents Of S.H.I.E.L.D. ansehen.
Linktipp: Bilanz zu den Phasen 1 und 2 des MCU


Star Wars: Episode VII – Prognose

11. Dezember 2015

Nur noch wenige Tage bis in den Kinos die Macht endlich erwacht. Hoffentlich ist sie nicht zu verschlafen. Aber bis es soweit ist, eine kleine Prognose zum neuen Star Wars-Film.

Im Gegensatz zu den sterilen Episoden I bis III setzte man bei VII nicht so ausgiebig auf visuelle Effekte aus dem Computer, sondern eher auf praktische. Höhepunkt bildet der per Stop-Motion-Tricks zum Leben erweckte Han Solo mit seinem Rollator, den er benötigt, nachdem er sich nach kurzer Zeit verletzt (er stolpert über diesen komischen Fußball-Droiden BBQ oder so ähnlich). Der Stop-Motion-Han-Solo bewegt sich etwa so schnell wie die vollautomatischen Panzerelefanten aus Episode V. Auch ansonsten sind die Effekte und die Locations wirklich grandios. Der Zuschauer sieht davon nur kaum etwas, weil sich Regisseur J.J. Abrams für eine neue revolutionäre Bildästhetik entschlossen hat und die Kamera während der gesamten Dreharbeiten auf einem vollautomatischen, höhenverstellbaren Brummkreisel montiert ist, der zudem vibriert. Das bringt vor allem in den Weltraumszenen sehr viel Realismus. Vom Verzehr von Nahrungsmitteln während des Films wird abgeraten.

Aber nun zur bahnbrechenden Story dieses Lens-Flare-getränkten Meisterstücks. Über 30 Jahre sind vergangen seit die Rebellen über das böse Imperium gesiegt haben. Doch die Rebellen haben irgendwie verpennt, die letzten Imperialisten kalt zu machen oder nach Guantanamo zu verfrachten. Zu dumm. Jedenfalls formiert sich das Imperium unter dem Namen „First Order“ gerade so ein wenig neu und hat auch schon ein paar junge Sturmtruppler ausgebildet, darunter den Afro-Imperialen Finn. Der trifft bei seinem ersten Außeneinsatz auf die junge Rey, die so ne Art Star Wars-Variante von MacGyver ist und irgendwo im Nirgendwo auf irgendeinem Wüstenplaneten (nicht zwangsläufig Arrakis aka Dune) mit einem Fußballdroiden namens BBW (oder so ähnlich?) haust.

Aus Langeweile fangen die Sturmtruppler an, die Bevölkerung des Wüstenplaneten ein wenig niederzumetzeln. Hier beginnt die ausgeklügelte Figurenzeichnung. Finn denkt sich, dass es falsch ist einfach Unschuldige abzumurksen (steht so im Drehbuch) und schlägt sich auf die Seite der Unterdrückten/Gerade Niedergemetzelt werdenden/Eingeborenen. Vom Widerstand angelockt wird der neue Oberbefehlshaber Kylo Ren (bürgerlich Kylie Ren aber das klingt doof). In seiner unendlichen Weisheit hat er Finn und Rey als Rädelsführer des Widerstandes ausgemacht und will sie mit seinem Lichtschwert in der Modefarbe ROT kalt machen. Doch Finn finndet ein blaues Lichtschwert, das plötzlich irgendwo in einem Stein steckt, zieht es heraus und kämpft mit Kylo Ren als ob er nie etwas anderes getan hätte. Aber Kylie ist dann doch noch etwas zu stark (wir sind ja auch erst ziemlich am Anfang des Films) und so müssen unsere Jung-Rebellen mit einem Raumschiff, das die ganze Zeit irgendwo rumstand, fliehen.

Doch wohin fragen sich Rey und Finn. Doch zum Glück gibt es den Fußballdroiden BVB (oder so ähnlich). Denn der teilt mit ein paar Tüttüts mit, dass da auf irgendeinem Mond hinter einem anderen Mond so ein Rentnerehepaar haust, das vielleicht Rat weiß in so einer schweren Situation. Auf diesem Mond namens Florida treffen wir schließlich das Rentnerehepaar Han Solo und Leia Organa-Skywalker-Solo. Leia staucht Han ordentlich zusammen, weil er wiedermal den Müll nicht raus gebracht hat. Für große Dialogszenen bleibt aber kaum Zeit, denn freilich hat Kylies „First Order“ die flüchtigen Rebellen entdeckt. Wenngleich die Abgelegenheit des hinter einem anderen Mond liegenden Mondes Florida dazu geführt hat, dass Kylies Erfüllungsgehilfen bei der Aufspürung etwas länger gebraucht haben. Jedenfalls ist das Raumschiff, mit welchem Rey und Finn vom Wüstenplaneten geflohen sind, kaputt und auch ein ständig werkelnder Chewbacca sowie R2D2, der den Wookie von Arbeit abhält assistiert, können nichts mehr tun. Zu dumm.

Aber Han Solo, der alte Haudegen, hat ja noch den alten Millennium-Falken in der Tiefgarage. Beim holprigen Start passiert es dann auch: Han Solo stolpert über den Fußball-Droiden BBD (oder so ähnlich) und kann sich fortan nur noch mit der Hilfe eines knapp über dem Boden schwebenden Rollators bewegen. Apropos bewegen. Bewegend ist auch die Szene, in welcher sich Han Solo immer wieder bemüht nach dem Sturz aufzustehen, um dann gleich wieder mit voller Wucht hinzufallen. Großes Herzkino!

Jedenfalls werden unsere Helden (Finn, Rey, Han, Leia, R2D2, BBC und natürlich der ewig nörgelnde C3PO, jetzt mit einer noch ätzenderen Synchronstimme) von den Kampfjägern der „FO“ gejagt. Doch nachdem Finn und Rey ein paar Warnschüsse abgefeuert haben, lassen sich die verstreuten Kampfflieger willig zerstören. Leia kommt unterdessen auf die blendende Idee, dass man doch zu diesem Sumpfplaneten fliegen könnte, weil da jemand sein könnte, der Finn und Rey sagen könnte, wer sie denn eigentlich sind usw. Gesagt, getan. Auf dem Planeten Ladida treffen die Helden einen alten bärtigen Zausel in Jedi-Umhang. Doch bevor ihn Finn und Rey etwas fragen können, ist er schon wieder verschwunden. Aus der Ferne hört man so etwas wie „Sorry, ich muss zu den Dreharbeiten von Episode VIII!“. In einem halbverfallenen, mystischen Buch mit dem Titel „Spaceballs – Das Buch zum Ausmalen“ finden sich die gesuchten Informationen und das Publikum ist über die Enthüllungen völlig verblüfft. Rey ist die Tochter von…

Trommelwirbel

Trommelwirbel

Trommelwirbel

Han Solo und Leia Organa-Skywalker-Solo! Wer hätte das gedacht?!

Aber warum habt ihr mich denn weggegeben?“, fragt Rey schluchzend ihre eben gefundenen Eltern.

Um ehrlich zu sein“, so Han, „ haben wir dich nicht weggegeben. Sondern nur im „Spaceballs-Kinderparadies“ auf diesem komischen Wüstenplaneten… wie heißt er doch gleich?!..Autsch!“

Ein Rippenstoß von Leia, der Han zum x-ten Mal in diesem Film zu Boden gehen lässt, beendet das peinliche Geständnis. Leia umarmt ihre weinende Tochter und nimmt ihr so die Gelegenheit, die Vernachlässigung durch ihre Eltern vorläufig weiter zu erforschen. Dazu bleibt auch keine Zeit. Denn eine gewaltige Zerstörer-Flotte der FO wartet schon im Orbit von Ladida und ist bereit unsere Helden platt zu machen. Finn schaut noch schnell im Malbuch nach, wer denn seine Eltern sind: Lando Calrissian und Chewbacca! Moment, Chewbacca?! Ja, liebe Kinder, Chewbacca ist ein Weibchen. Merkt man doch am Namen, der auf „-a“ endet. Bruchteile von Sekunden nach dieser weiteren schockierenden Enthülllung wird Chewbacca von herannahenden Sturmtrupplern erschossen. Sie stirbt in Hans und Finns Armen.

Da taucht auch schon Kylie Ren auf und sowohl Finn als auch Rey (die irgendwo auch ein Lichtschwert gefunden hat, in ROSA) stellen sich ihm zum Kampf. Kylie trägt einen Darth-Vader-ähnlichen Helm, der seine Stimme wie die von Andy Serkis klingen lässt. Finn und Rey gelingt es, Kylie den Helm abzuschlagen. Was sie dann sehen, verschlägt ihnen die Sprache! Durch die im Helm geballte Macht hat sich Kylie Ren vor allem optisch massiv verändert. Er sieht jetzt aus wie Jar Jar Binks und spricht auch entsprechend. „Michse der böseste Sith-Lord aller Zeiten! Michse euch vernichten werden!“

Unterdessen versuchen Han und Leia im Millennium-Falken die Zerstörer-Flotte der FO in Schach zu halten. Es sieht natürlich denkbar schlecht aus. Denn die FO ist zahlen- und feuerkraftmäßig massiv überlegen. Doch Rettung naht in Form der Rebellen-Kampfflieger-Flotte, unter Führung von Top-Pilot Poe Dameron (vollständiger Name Edgar Allan Poe Dameron), einem alten Schulfreund von Finn. Es folgt eine noch nie dagewesene, grenzenlose Raumschlacht in 3D und der oben genannten vibrierenden, höhenverstellbaren Brummkreisel-Bildästhetik. Genauso lang dauert auch der Lichtschwertkampf auf Ladida. Unermüdlich bieten Finn und Rey dem unendlich mächtigen Darth Binks (so Kylie Rens Sith-Lord-Kampf-Name) Paroli. Bis es ihm irgendwann zu bunt wird und Darth Binks drei weitere Lichtschwerter in neuen Modefarben auspackt und dieser mit der weiteren Hand und den beiden langen Ohren führt, wobei er den armen Finn in atemberaubender Rotationsgeschwindigkeit in viele Einzelteile zerschnetzelt. Rey ist entsetzt und sieht ihr Ende nahen. Doch Darth Binks stolpert über den Fußball-Droiden BBP (oder so ähnlich) und Rey gelingt es seinem tödlichen Hieb auszuweichen. Da eilen im genau richtigen Moment Reys Eltern im Millennium-Falken zur Rettung.

Im All ist es den Rebellen gelungen, der „First Order“ empfindliche Schäden zuzufügen und so ist die Schlacht vorläufig zu Ende. Auf dem Planeten Ladida ist Darth Binks allein gelassen und erlebt einen kolossalen Wutanfall der Macht, der die umliegenden Sümpfe erzittern lässt: „Michse haben doch einen überlegenen, genetischen Intellekt! Michse haben doch den höchsten Midichlorianer-Wert!“

Der Film ist zu Ende und die Zuschauer sind überwiegend ziemlich benommen von der revolutionären Bildästhetik und von den unerwarteten Storywendungen überwältigt. Nach dem Abspann gibt es wider Erwarten noch eine Szene: Han Solo kickt den Fußballdroiden BGB (oder so ähnlich) mit voller Wucht weg und aus der Ferne vernimmt man ein lautes „Toooooooooor!“.

Und in Episode VIII: Die Rache der Klonkrieger erfahren wir schließlich, dass Finn zwar tot ist, aber die Rebellen heimlich von ihm unzählige Klone angefertigt haben, die Rache an der „First Order“(genau genommen Kylie Ren/Darth Binks) nehmen wollen. Der alte Jedi-Zausel von Ladida, der sich freilich als Luke Skywalker entpuppt, rennt zwischendurch auch mal durchs Bild und winkt.

Demnächst: Prognose zu Captain America: Civil War


Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere – Prognose

23. November 2014

Auch wenn ich persönlich den zweiten Teil von Peter Jacksons auf drei Filme aufgeblähter Adaption von Tolkiens Roman Der Hobbit weniger gelungen fand, so hege ich doch noch etwas Vorfreude auf den dritten und hoffentlichen letzten Film Die Schlacht der Fünf Heere. Im Folgenden will ich eine höchst spekulative Prognose über den Inhalt und Verlauf wagen. Vor Spoilern wird gewarnt.

Egal wie lang der dritte Hobbit-Film wird (angeblich dauert er ca. 144 Minuten), die Schwerpunkte werden bei den zwei für Regisseur Jackson wichtigsten Punkten liegen:

1.) den ausufernden Schlachten und CGI-Effekten
sowie natürlich

2.) der höchst wichtigen Dreiecksgeschichte um Legolas, Tauriel und Kili. Generell ist Tauriel ja eine der wichtigsten Figuren der ganzen Mittelerde-Filmreihe überhaupt!

Die nebensächliche Geschichte um Hobbit Bilbo wird hier und da ein wenig mit eingeflochten. Erst einmal geht es ja darum, einen Drachen zu töten. Smaug wird den Bewohnern von Seestadt mächtig Feuer unterm Dach machen. Fährmann und Bogenschütze Bard setzt natürlich alles daran, Smaug zu Fall zu bringen. Gelingen wird es ihm freilich nicht. Denn Legolas und Tauriel sind ja noch da. Nachdem Kili durch die Athelas-Pflanze geheilt wurde, kann sich die Elbin wieder im Kampf betätigen. Sie und Legolas feuern im Milisekundentakt Pfeile auf Smaug ab und eine der 300 000 000 Geschosse trifft den Drachen an seiner empfindlichsten Stelle (nein, nicht zwischen den Beinen). Smaug schmiert ab wie ein abgeschossener Jumbo. Bei seiner unsanften Landung auf dem Boden macht der fast tote Drache noch schnell den korrupten Bürgermeister von Seestadt und dessen widerlichen Erfüllungsgehilfen im wahrsten Sinne des Wortes platt. Der arme Bard ist von seinem Versagen so niedergeschlagen, dass er sich vor lauter Kummer selbst im See ersäuft. Das gibt natürlich eine herzerweichende Szene mit Bards heraneilenden Töchtern, die ihren toten Vater betrauern. Bards Sohn versucht seinen Vater noch mit der Athelas-Pflanze zu heilen, aber da er die Zauberformel von Tauriel vor lauter Schluchzen nicht mehr richtig zusammenbringt, bleibt Daddy tot. Zu dumm.

In Dol Guldur marschiert eine Streitmacht der Elben unter Führung von Saruman, Elrond und Galadriel ein. Galadriel findet den schwer verletzten Gandalf und heilt ihn durch magische Mund-zu-Mund-Beatmung. Doch Vorsicht. Sauron tritt ins Blickfeld seiner ungebetenen Gäste und kreist mit seinen neun Ringgeistern die Elben ein. So gleich kommt es zu spektakulären Kämpfen. Auf der einen Seite das Lichtstab-Duell zwischen Sauron und Saruman, wobei ersterer sich in eine Art „kleinen Nekromanten“ verwandelt (der rein zufällig eine große Ähnlichkeit mit dem computeranimierten Yoda aus den Star Wars-Prequels hat) und während des Kampfes um Saruman herumflitzt. Galadriel, Elrond und sein Gefolgsmann Lindir nehmen es währenddessen mit den Nazgul auf. Jeder hat drei gegen sich, wobei Galadriel plötzlich eine Rüstung trägt, die der von Elizabeth I. aus Elizabeth: Das Goldene Königreich zum Verwechseln ähnlich sieht.

In und um den Einsamen Berg macht sich sogleich die Nachricht von Smaugs Tod breit. Thorin erklärt sich nun endgültig zum König unter dem Berg. Das Säbelrasseln beginnt. Das Elbenheer aus dem Düsterwald marschiert auf und Thranduil, der auf einem riesigen Eichhörnchen mit Elchgeweih dahergeritten kommt, macht seinen Anspruch auf einen Großteil des Schatzes geltend. Zwerge und Elben streiten sich, Bilbo macht sich mit dem Ring unsichtbar und somit die Fliege.

Da marschiert eine bedrohliche Menge an Orks auf, manche von ihnen reiten diverse Tiere (Warge, Wölfe, Nashörner, Eisbären, Giraffen…). Zwerge, Elben und Menschen besinnen sich darauf, dass sie ja alle einen gemeinsamen Feind haben (nein, nicht die judäische Volksfront, die Römer! Moment mal, die ja auch nicht, sondern die Orks!). Es beginnen vier Fünftel der Schlacht der Fünf Heere. Selbst zusammen ist die ZEM-Fraktion den Scharen des Bösen zahlenmäßig unterlegen. Daran kann auch das Heer von Elrond unter Führung des blitzschnell genesenen Gandalfs nur kurzfristig etwas ändern. Doch Gandalf hat dies schon vermutet und per Motten-SMS wieder die Adler zur Rettung bestellt. Doch selbst die Fürsten der Lüfte können das Blatt nicht ganz zugunsten der ZEM-Fraktion wenden. Die Entscheidung führt ausgerechnet der dauerbekiffte Zauberer Radagast herbei, der eine Horde speziell für den Krieg gezüchteter Rhosgobel-Killer-Kaninchen mit sich bringt.

Aber bevor das ganze Schlachtengetümmel und damit der Film vorbei ist, fehlt natürlich noch eine der wichtigsten Szenen. Die todesmutige Tauriel stellt sich Azog (aka der bleiche Ork aka der Schänder aka der einarmige Bandit aka der Dauergegner aus der Hobbit-Trilogie) zum Zweikampf. Doch obwohl die Elbin bisher alles wegmetzeln konnte, hat sie gewaltige Probleme mit Azog. Es gelingt dem Bleichgesicht, sie zu entwaffnen und durch die Gegend zu schleudern. Fast sieht es so aus als ob es mit Tauriel zu Ende gehen würde, aber der gute alte PJ lässt die wichtigste Heldin der Geschichte doch nicht sterben. Der bisher chronisch beschäftigungslose und rekonvaleszente Zwergenbubi Kili eilt zur Hilfe. Mutig stellt er sich Azog entgegen, der nicht lange fackelt und Kili am nächsten Steinbrocken zerschmettert. Nun sieht es auch wieder für Tauriel böse aus. Doch rechtzeitig kommt eines der Rhosgobel-Killer-Kaninchen angehoppelt und beißt Azog erst noch den anderen Arm und schließlich den Kopf ab. Tauriel versucht sogleich ihre rituelle Athelas-Therapie aus dem zweiten Teil erneut anzuwenden, um den toten Kili doch noch ein weiteres Mal ins Leben zurück zu holen. Es gelingt ihr nur einen kurzen Moment, so dass Kili noch zwei Sätze herauspressen kann, bevor er endgültig abnippelt, nämlich: „Ich liebe dich!“ und „Bitte heirate nicht die blonde Tucke!“.

Die Schlacht der Fünf (oder waren’s doch mehr? Egal) Heere ist vorbei und die Verluste verheerend. Nicht nur Kili ist tot, auch seinen Bruder Fili hat es erwischt. Der wurde versehentlich von den heranstürmenden Rhosgobel-Killer-Kaninchen zertrampelt. Kein schöner Tod. König Thorin Eichenschild ist ebenso unrühmlich verschieden. Er hat sich am Arkenstein geschnitten und die Wunde ist sagen wir mal nicht so wirklich gut verheilt.

Das war’s dann auch mit dem dritten Teil und wir verblüfften Zuschauer werden feststellen, dass der Nebencharakter Bilbo Beutlin ja noch lange nicht zuhause ist. Deswegen gibt es auch noch einen vierten Teil, der im Dezember 2015 ins Kino kommt. In Der Hobbit: Und endlich wieder zurück macht sich Bilbo auf die lange Reise zurück ins Auenland. Da Gandalf keine Zeit hat (Er muss die Tanten des Nekromanten, also die Nekromanten-Tanten, aufspüren) begleiten die Hauptfiguren Legolas und Tauriel den Hobbit nach Hause. Schließlich gibt es hier und da noch ein paar verirrte Orks, die eindrucksvoll zur Strecke gebracht werden müssen.

In der Extended Edition von Die Schlacht der Fünf Heere (vsl. November 2015) bekommen wir vor allem noch eine wichtige Szene nachgereicht. Thranduil und Legolas waschen sich die Haare im See!

Irgendwann vor dem Kinostart des vierten Teils wird Peter Jackson auch verlauten lassen, dass er die gesamte neuseeländische Filmindustrie für die nächsten 30 Jahre in Beschlag zu nehmen plant. Denn das Silmarillion wird in mindestens 17 Teilen verfilmt (oder doch 37?) und zwar in der sogenannten „Super Mega Hammer Hyper Ultra High Frame Rate“ von 48 x 48 (also 2304) Bildern pro Sekunde. Neben Kurzauftritten von Gandalf, Galadriel und Elrond werden vor allem Tauriel und Legolas die Hauptrollen spielen. Wer sonst?!

 

Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere startet am 10. Dezember 2014 in den deutschen Kinos.


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