Inside Job: Folgen 1 bis 3

28. Juli 2022

Nach der enttäuschenden Netflix-Miniserie The Pentaverate habe ich mich kürzlich einer anderen Produktion des Streamingdienstes zum Thema Verschwörungstheorien zugewandt, der animierten Comedyshow Inside Job.


Inside Cognito Inc.

Die hochbegabte Erfinderin Reagan Ridley (Originalstimme: Lizzy Caplan) ist in die Fußstapfen ihres alkoholkranken und in den Zwangsruhestand versetzten Vaters Rand Ridley (Christian Slater) beim Unternehmen Cognito Inc. getreten. Die Firma ist führend in der Duchführung und Vertuschung unterschiedlichster Verschwörungen. An ihrem ersten Tag als Teamleiterin muss Reagan allerdings feststellen, dass ihr Boss J.R. (Andy Daly) ihr den Yale-Absolventen und profillosen Ja-Sager Brad (Clarke Duke) als „Co-Teamleitung“ vor die Nase setzt. Als Brad beim restlichen Team – der PR-Expertin Gigi (Tisha Campbell), dem Biochemiker Andre Lee (Bobby Lee), dem Delfin-Mensch-Hybriden/Supersoldaten Glenn (John DiMaggio) und dem pilzähnlichen Magic Myc (Brett Gelman) – ankommt, erkennt Reagan allmählich das Potenzial der Zusammenarbeit…

The Pentaverate, eine sechsteilige, von Mike Myers für Netflix geschaffene Miniserie über einen der Menschheit wohlgesonnen Geheimbund und diesen umgebende Verschwörungserzählungen bot zwar den kanadischen Verwandlungskünstler in acht Rollen auf, erwies sich aber auch über weite Strecken als nicht witzig sowie recht niveaulos und ließ das Potenzial der Thematik sträflich ungenutzt. Dennoch hielt ich die 160 Minuten Gesamtlaufzeit durch. Mit der Hoffnung auf eine bessere (Comedy-)Serie zum Thema Verschwörungen wagte ich mich an Inside Job, eine bereits im Oktober 2021 veröffentlichte, animierte Netflix-Produktion. Die von Autorin, Zeichnerin und Produzentin Shion Takeuchi (u.a. Disenchantment) erfundene Show spielt in einer Welt, in welcher alle erdenklichen und noch so abstrusen Verschwörungstheorien (die Erde ist eine Scheibe bzw. hohl, die Mondlandung wurde im Filmstudio gedreht, geheime Mächte und/oder Reptiloide kontrollieren die Geschicke der Welt etc.) wahr sind. Die technologisch brilliante, aber sozial unbeholfene Protagonistin Reagan arbeitet für Cognito Inc, ein Konzern, welcher die geheimen Machenschaften vertuscht, verwaltet und voranbringt. Das klingt auf dem Papier herrlich abstrus und potenziell spaßig, aber das Endprodukt entpuppt sich leider früh als recht banale Workplace-Comedy. Daher war für mich nach drei von zehn Folgen Schluss mit Inside Job. Nicht weil alles komplett misslungen wäre – der Voicecast um Lizzy Caplan (Masters of Sex), Christian Slater (True Romance, Mr. Robot), John DiMaggio (Futurama, Disenchantment) und Brett Gelman (Fleabag, Love [Netflix-Serie]) ist sogar recht gut – aber ich hatte eben keine Lust auf eine weitere durchwachsene „Conspiracy Comedy“.

Die erste Staffel von Inside Job ist seit dem 22. Oktober 2021 bei Netflix abrufbar. Eine zweite Season wurde bereits bestellt.

Inside Job
Science-Fiction-Comedy/Animationsserie USA 2021. 10 Folgen (Staffel 1). Gesamtlänge: ca. 280 Minuten. Originalsprecher: Lizzy Caplan (Reagen Ridley), Clark Duke (Brett Hand), Christian Slater (Rand Ridley), Tisha Campbell (Gigi), Andy Daly (J.R. Schleimpough), John DiMaggio (Glenn Dolphman), Bobby Lee (Dr. Andre Lee), Brett Gelman (Magic Myc) u.a. Idee: Shion Takeuchi.

 


Credits
Bilder (c) Netflix.

 

 

 


The Pentaverate

30. Juni 2022

Comedian Mike Myers hat erstmals eine Serie für Netflix geschaffen, in welcher er außerdem nicht weniger als acht unterschiedliche Rollen spielt. The Pentaverate dreht sich um einen Geheimbund, der es ausnahmsweise mal gut mit der Menschheit meint.


„The Pentaverate must never be exposed!“

Nach dem Ausbruch der Pest in Europa im Jahre 1347 wurde ein Geheimbund von fünf Gelehrten gegründet, um die Welt zu verbessern. Auch in der Gegenwart besteht dieses „Pentaverate“ noch immer. Als eines ihrer Mitglieder, der Computer-Experte Jason Eccleston (Mike Myers) tot aufgefunden wird, rekrutieren die vier anderen – der betagte Lord Lordington (Mike Myers), der australische Medienmogul Bruce Baldwin (Mike Myers), der Musik- und Talentmanager Shep Gordon (Mike Myers) und der russische Oligarch Mishu Ivanov (Mike Myers) einen neuen in ihre Runde: den Nuklearphysiker Hobart Clark (Keegan-Michael Key). Clark soll helfen, die Klimakrise zu stoppen. Doch wenig später gibt es weitere Todesfälle. Unterdessen wird der erfahrene kanadische TV-Reporter Ken Scarborough (Mike Myers) von seinem Sender entlassen. Gemeinsam mit der jungen Kamerafrau Reilly (Lydia West) gerät Ken an den Verschwörungstheoretiker Anthony Lansdowne (Mike Myers), der ihnen vom „Pentaverate“ erzählt. Ken gelingt es, sich in die Hausarmee des Geheimbundes einzuschleusen und will mit einer Enthüllungsstory seinen Job wiederbekommen…

Schauspieler, Comedian, Autor und Produzent Mike Myers wurde zu Beginn seiner Karriere als Mitglied der traditionsreichen Sketchcomedyreihe Saturday Night Live und als schräger Titelheld in Wayne’s World (1992) sowie dessen Fortsetzung aus dem Folgejahr bekannt. Noch größeren Bekanntheitsgrad erreichte der 1963 geborene Kanadier als schriller Geheimagent in den drei Austin Powers-Filmen (1997, 1999, 2002) und als Sprecher des Ogers Shrek in der gleichnamigen Animationsfilmreihe. Kürzlich ist Mike Myers‘ erste Arbeit für Netflix erschienen. Bei der sechsteiligen Comedy-Miniserie The Pentaverate fungierte Myers nicht nur als Schöpfer und Chefautor, sondern spielt insgesamt acht (!) verschiedene Rollen. In der gesamten Austin Powers-Reihe waren es dagegen „nur“ fünf.

Es erscheint unglaublich was manche Spinner da draußen so alles glauben: die Erde ist eine Scheibe, die Mondlandung wurde in einem Filmstudio inszeniert, die Geschicke der Welt werden im Verborgenen von Reptiloiden gesteuert, echte Vögel gibt es nicht, die Sache mit den Chemtrails usw. Von Reichsbürgern und Querdenkern will ich gar nicht erst anfangen. Jedenfalls ein weites Feld an absurden Theorien, aus dem man in einer fiktionalen Serie viel machen kann. Nur machen Myers und seine Co-Autoren daraus viel zu wenig. Natürlich darf man nicht erwarten, dass die Thematik in einer Gesamtlaufzeit von lediglich gut zweieinhalb Stunden (die Episodenlänge variiert zwischen 21 und 31 Minuten) erschöpfend behandelt wird. The Pentaverate erweist sich über weite Strecken als ziemlich unlustig und wechselt überwiegend zwischen niveaurmen Humor unter der Gürtellinie, abgedroschenen kulturellen Stereotypen und fadem Wortwitz. Die starke Leistung des Make-Up-Departments, einige wenige gelungene Gags und die überschaubare Länge gestalten die Angelegenheit immerhin einigermaßen kurzweilig. Erst zum Ende hin lässt die Serie ihr mögliches Potenzial kurzzeitig aufblitzen. Insgesamt wirkt das Ganze aber wie ein überlanger Saturday Night Live-Sketch. Mein persönliches Highlight in dieser sehr mauen Produktion war die herrlich überzeichnete, aber nicht sehr umfangreiche Doppelrolle von Jennifer Saunders (Absolutely Fabulous, Shrek 2) als „Maester“ von Dubrovnik und dessen Schwester.

The Pentaverate ist seit dem 5. Mai 2022 Teil des Angebots von Netflix.


The Pentaverate
Comedyserie USA 2022. 6 Folgen. Gesamtlänge: ca. 160 Minuten.
Mit: Mike Myers, Debi Mazar, Lydia West, Keegan-Michael Key, Ken Jeong, Richard McCabe, Jennifer Saunders u.v.a. Idee: Mike Myers. Regie: Tim Kirkby.

Credits
Bilder (c) Netflix

 

 

 


Matrjoschka: Staffel 2

13. Mai 2022

Über drei Jahre (!) nach der ersten ist vor wenigen Wochen endlich die zweite Staffel von Matrjoschka erschienen. Die von Natasha Lyonne (auch an Drehbuch, Regie und Produktion beteiligt) gespielte Nadia erlebt kurz vor ihrem 40. Geburtstag neue zeitliche Anomalien.


Time Prisoner

Vier Jahre zuvor war die Videospieldesignerin Nadia Vulvokov (Natasha Lyonne) in einer Zeitschleife gefangen und erwachte nach unzähligen Toden immer wieder auf der Party ihres 36. Geburtstags, welche ihre Freundin Maxine (Greta Lee) veranstaltete. Irgendwann gelang es Nadia und dem ebenfalls gefangenen Alan Zaveri (Charlie Barnett) dem temporären Loop zu entkommen. Kurz vor ihrem 40. Geburtstag hat Nadia mit dem fragilen Gesundheitsszustand ihrer Vertrauten Ruth (Elizabeth Ashley) eigentlich genug Sorgen. Doch als sie in einen Zug der Subway-Linie 6 steigt befindet sie sich plötzlich im Jahr 1982 und im Körper ihrer Mutter (Chloë Sevigny) wieder, die gerade mit Nadia hochschwanger ist. Auch Alan erlebt seine eigene Zeitreise in die Vergangenheit eines Familienmitglieds…

Über drei Jahre und zweieinhalb Monate nach dem Starttermin von Staffel 1 von Matrjoschka (Originaltitel: Russian Doll), der von Schauspielerin Natasha Lyonne (American Pie, Orange is the New Black), Regisseurin Leslye Headland (Sleeping with Other People) und Comedienne Amy Poehler (Saturday Night Live, Parks and Recreation) geschaffenen Mystery-Dramedy über eine 36jährige New Yorkerin in einer Zeitschleife feierte am 20. April 2022 endlich Season 2 bei Netflix Premiere. Freilich hat auch hier die Corona-Pandemie und deren Folgen für das Film- und Fernsehbusiness zur langen Wartezeit beigetragen, aber könnten die Kreativen hinter der Serie zwischendrin nicht eventuell selbst in einem Loop gefangen gewesen sein? Das Ausharren hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Denn die zweite Staffel gewinnt dem Szenario durchaus neue Facetten ab.

Es wäre möglich gewesen, Protagonistin Nadia und ihren „Mitgefangenen“ Alan einfach erneut eine Zeitschleife durchleben zu lassen. Diese hätte dann allerdings noch abgedrehter als die im ersten Jahr sein müssen. Doch stattdessen haben sich Lyonne, Headland, Poehler und ihre Co-Autorinnen etwas anderes einfallen lassen. Die rothaarige, dauerquasselnde und ständig paffende Antiheldin findet sich plötzlich nicht nur im Jahre 1982 wieder, sondern dazu noch im Körper ihrer hochschwangeren Mutter Nora wieder, die Nadia sehr bald auf die Welt bringen wird. Diese absurde Situation bringt Nadia allerdings die mögliche Gelegenheit, die gestohlenen Wertsachen ihrer ungarischen Großmutter Vera (Irén Bordán) wieder zu erlangen. Alan findet sich nach seiner Subway-Fahrt im Ostberlin von 1962 wieder. Aber so viel sei verraten: bei diesen drei Jahreszahlen bleibt es nicht.

Mit seinem kontinuierlichen Wechsel zwischen den Zeitebenen wirkt Staffel 2 fast wie eine abgespveckte Version von Dark nur eben als Comedy und ohne endlose, banale Dialoge. Außerdem verspürte ich wegen den Szenen in Ostberlin etwas Deutschland 83-Vibe. Doch steht hier nicht ein ausgeklügelter Zeitreiseplot oder die Kittung der eigenen Familiengeschichte im Mittelpunkt. Matrjoschka bleibt auch im zweiten Jahr gekonnt diffus. Nadia, Alan und die Zuschauer müssen sich ihren eigenen Reim aus der ganzen Geschichte machen. Leider wirkt Alans Storylines etwas unterentwickelt, als ob eine Episode fehlen würde, die wegen den Einschränkungen in der Pandemie nicht gedreht werden konnte (siehe His Dark Materials: Staffel 2). Obwohl die sieben Folgen der zweiten effektiv die gleiche Gesamtlaufzeit wie die acht Episoden der ersten Runde besitzen hätte mehr Zeit der inhaltlichen Ausarbeitung nicht geschadet. Dadurch wirkt Season 2 nicht ganz so stark wie Nummer eins. Aber Natasha Lyonne (auch Regisseurin von drei Folgen sowie Co-Autorin von vier) als „vom Feuer geküsste“ Protagonistin bei ihren temporalen Abenteuern im Großstadtdschungel zuzusehen dürfte allein das Einschalten wert sein. Hoffentlich dauert es nicht wieder drei Jahre bis die Serie weitergeht.

Staffel 2 von Matrjoschka ist seit dem 20. April 2022 bei Netflix abrufbar.


Matrjoschka: Staffel 2
(Russian Doll: Season 2)
Dramedy/Mysteryserie USA 2022. 7 Folgen. Gesamtlänge: ca. 211 Minuten.
Mit: Natasha Lyonne, Charlie Barnett, Greta Lee, Elizabeth Ashley, Chloë Sevigny u.a. Idee: Natasha Lyonne, Leslye Headland, Amy Poehler. Regie: Natasha Lyonne und Alex Buono.


Credits
Bilder (c) Netflix.

 

 

 

 

 


The Guardians of Justice

23. April 2022

Ziemlich unter dem Radar läuft bei Netflix die Mixed-Media-Serie The Guardians of Justice, eine kuriose Superhelden-Pastiche von Autor, Produzent und Regisseur Adi Shankar (u.a. Dredd, Castlevania).


„For the greater good“ oder Adi Shankar’s Justice League

1947 landete der außerirdische Superheld Superman Marvelous Man (Will Yun Lee) auf der Erde, beendete den Dritten Weltkrieg und brachte der Welt Frieden. Gemeinsam mit dem kostümierten Vigilanten Batman Night Hawk (Diamond Dallas Page) gründete und führte Marvelous Man in der Folge das Superhelden-Team „Guardians of Justice“. Vierzig Jahre später begeht Marvelous Man während einer Fernsehansprache an seinem Ehrentag Selbstmord vor laufenden Kameras. Die Weltöffentlichkeit ist geschockt und der fragile Frieden bedroht. Night Hawk übernimmt sogleich die „Ermittlungen“ im Todesfall seines besten Freundes und Weggefährten. War es möglicherweise kein Suizid, sondern doch Mord? Sind die weiteren Guardians The Flash Speed (Sharni Vinson), Awesome Man (Derek Mears), Banshee Blue Scream (Jackson Rathbone), Black Canary Black Bow (Tiffany Hines), Aquaman King Tsunami (Kellan Lutz) und Wonder Woman Golden Goddess (Preeti Desai) vielleicht sogar in den Tod Marvelous Mans verwickelt?

Aditya „Adi“ Shankar wurde 1985 im indischen Kalkutta geboren und kam in jungen Jahren in die USA. Der Comic- und Videospiel-Enthusiast agierte als ausführender Produzent bei actionlastigen Filmen wie Machine Gun Preacher, The Grey (beide von 2011), der Comicverfilmung Dredd (2012) und A Walk Among the Tombstones (2014). Zwischen 2017 und 2021 fungierte Shankar als Showrunner der animierten Dark-Fantasy-Serie Castlevania, die auf dem gleichnamigen Videogame basiert. Für Aufsehen sorgte er allerdings mit seinem „Bootleg- Universe“, das als Youtube-Reihe mit unautorisierten, kurzen Fanfilmen (wie Punisher: Dirty Laundry, Venom: Truth in Journalism oder James Bond: In Service of Nothing) begann und mittlerweile seine offizielle Produktionsfirma bildet. The Guardians of Justice war ursprünglich unter dem Titel „Adi Shankar’s Gods and Secrets“ beim hochwertigen US-Bezahlsender HBO geplant, landete aber schließlich bei Netflix. Shankar liefert als Serienschöpfer, Co-Autor, Produzent und Co-Regisseur mit der siebenteiligen Serie nicht nur eine Mischform von real gedrehten Szenen und unterschiedlichsten Animationsstilen ab, sondern auch einen kuriosen Hybrid aus Rip-Off, Parodie, Satire des und Hommage ans Comichelden-Genre. Wie man unschwer (auch am Titel) erkennen kann stand vor allem das Superheldenteam namens Justice League (von Zack Snyder und Joss Whedon kürzlich verfilmt) Pate. Aber das Comic-Universum von DC war beileibe nicht der einzige Einfluss.

Hinsichtlich der Struktur, Figurenkonstellation und des Settings in einem alternativen 1987 bedient sich TGOJ auch sehr bei Watchmen, jener ikonischen Graphic Novel mit welcher Autor Alan Moore und Zeichner Dave Gibbons 1986/87 das Thema Superhelden in Comics nachhaltig prägten und die 2009 als Filmversion umgesetzt wurde sowie zehn Jahre später eine Fortsetzung als Limited Series erfuhr. Die Ausgangssituation ist im Grunde die gleiche. Ein prominenter Superheld stirbt, einer seiner Mitstreiter untersucht den Todesfall und stößt dabei auf ungeahnte Geheimnisse. Zudem werden in der Story auch noch Elemente von Marvel, dem anderen amerikanischen Comicgiganten, sowie weitere Versatzstücke verarbeitet. Dass für die Serie kein wirklich großes Budget zur Verfügung stand merkt man zwar an manchen Stellen etwas, doch Shankar und sein Team umgehen diese Problematik in dem sie nur einen Teil der Handlung als mit Schauspielern gedrehte Szenen umsetzen und ansonsten diverse Animationstechniken anwenden. Die Mischung aus Live-Action sowie diversen Animationsstilen und -techniken (klassischer Zeichentrick, Rotoskopie, CGI- und Knet-Animation) machen The Guardians of Justice zu einer besonderen Mixed-Media-Erfahrung. Hinzu kommen auch noch Sequenzen als 8-Bit-Videospielgrafik. Generell werden die meisten Kampfszenen wie bekannte Beat-Em-Up-Games aus den 1980ern oder 1990ern aufgemacht. Die gelungene Eighties-Ästhetik wird zudem durch den stilechten Synthie-Score des schwedischen Elektronikmusikers Oscillian musikalisch perfekt untermalt.

Rein audiovisuell bietet TGOJ einen atemloses, überbordendes, beeindruckendes und immer wieder überaus brutales (seit Langem hat mich Netflix wieder nach dem Jugendschutzcode gefragt) Feuerwerk, das Comicfans, Gamer und Achtziger-Fetischisten gleichermaßen abholt. Doch Shankar begnügt sich nicht mit diesen überaus ästhetischen Oberflächenreizen, sondern nutzt das Format auch aus, um das amerikanische Superheldentum und vor allem seine reaktionären, kulturimperialisten Tendenzen zu karikieren und zu dekonstruieren. Dabei erreicht er zwar nie die Qualität von Watchmen, doch erweist sich seine Art, die Thematik umzusetzen aus meiner Sicht als die am besten geeignete. Wie ich finde sollten klassische Comichelden-Stories am besten wie hier verfilmt werden und nicht als meist austauschbare Mega-Blockbuster, welche um die 200 Millionen Dollar (oder mehr) kosten.

Alle 7 Folgen von The Guardians of Justice sind seit dem 1. März 2022 im Angebot von Netflix.

The Guardians of Justice
Superhelden-Action-Serie USA 2022. 7 Folgen. Gesamtlänge: ca. 206 Minuten. Mit: Diamond Dallas Page, Sharni Vinson, Derek Mears, Will Yun Lee, Jane Seymour u.v.a. Idee: Adi Shankar.

 

Credits
Bilder (c) Bootleg Universe/Netflix.

 

 


Metal Lords

20. April 2022

Drummer Kevin und Gitarrist Hunter gehen zwar noch zur High School, aber wollen mit ihrer eigenen Metalband unbedingt durchstarten. Doch es fehlt ein geeigneter Bassist. Von ihrer Suche und weiteren Wirrungen handelt der Netflix-Film Metal Lords.


Skullf***er – Striving with Gods

Seit der Kindheit sind Kevin (Jaeden Martell) und Hunter (Adam Greensmith) beste Freunde. An ihrer Highschool wollen sie mit ihrer Band Skullfucker am Musikwettbewerb teilnehmen. Hunter spielt Gitarre und Kevin Schlagzeug, doch fehlt ihnen noch ein Bassist. Die Auswahl gestaltet sich rar und als Kevin vorschlägt, die unter Agressionsproblemen leidende Cellistin Emily (Isis Hainsworth) in die Gruppe aufzunehmen, lehnt Hunter ab. Kevin und Emily kommen sich kurze Zeit später näher, was den Zusammenhalt der Band gefährdet. Werden Skullfucker die Schwierigkeiten überwinden und am „Battle of the Bands“ teilnehmen?

Was machen eigentlich D.B. Weiss und David Benioff, die zuletzt umstrittenen Showrunner und Chef-Autoren von Game of Thrones (2011-2019), der TV-Serien-Adaption der epischen Romanreihe Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin? Ursprünglich war das Duo von Disney unter Vertrag genommen worden um nach dem Ende von GoT mehrere Star Wars-Filme zu produzieren. Doch Weiss und Benioff lösten diese Vereinbarung auf und machten stattdessen einen 200-Millionen-Dollar-Deal mit Netflix. Ihre erste Arbeit für den Streamingdienst war 2020 die Inszenierung eines Standup-Comedy-Specials für Leslie Jones. Ein Jahr später erfolgte die von Benioffs Ehefrau, der Schauspielerin Amanda Peet, miterfundene Serie Die Professorin (OT: The Chair). Der kürzlich veröffentliche Metal Lords ist der erste Film, den das Duo für Netflix abliefert. Weiss schrieb das Drehbuch und fungierte an der Seite von Benioff sowie unter anderem Bernie Caulfield als Produzent. Mit Anette Haellmigk (Kamera) und Ramin Djawadi (Musik) waren zwei weitere GoT-Alumnis maßgeblich beteiligt. Regie führte Peter Sollett (Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht).

D.B. Weiss ist selbst ein großer Metal-Fan und überträgt sein Faible für dieses Musik-Genre in die Figur des Hunter. Hunter ist nicht nur ein Enthusiast, was die Musik betrifft, sondern versteht Metal auch als Lebenseinstellung. Mit seinem teils kompromisslosen Verhalten eckt er allerdings oft an, nicht nur bei seinem Vater, einem reichen Schönheitschirurgen (gespielt von Brett Gelman, bekannt unter anderem aus Fleabag und Love), gegen den Hunter rebelliert, sondern auch in seinem gesamten persönlichen Umfeld. Hunters einziger Freund ist der eher ruhige und besonnene Kevin. Kevin lässt sich durch Hunters Begeisterung anstecken, was ihn hinsichtlich seiner Fähigkeiten als Schlagzeuger voranbringt. Beide Jungs sind Außenseiter bei ihren Altersgenossen, genau wie Emily, die vor kurzem mit ihrer Familie aus Großbritannien in die USA gezogen ist, mit ihren Agressionsproblemen kämpft (gegen welche sie Tabletten nimmt) und sehr gut Cello spielt.

Auch wenn sich die Story einigermaßen abwechslungsreich gestaltet so bietet Metal Lords kaum mehr als die üblichen Zutaten von Coming-of-Age-Streifen und Musikkomödien. Vor allem das familiäre Umfeld der Protagonisten und eine wirklich ernste Auseinandersetzung mit deren Situation bleibt ziemlich außen vor. Metal-Fans (zu denen ich nicht wirklich gehöre) dürften sich über unzählige Zitate, Referenzen, einen prominenten Cameo-Auftritt und den ein oder anderen Song freuen. Mir haben die Performances der drei wichtigsten Darsteller gut gefallen, vor allem Newcomer Adam Greensmith als Hunter, ein Metaller aus Leidenschaft und Isis Hainsworth (Wanderlust [2018], Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution) als sozial unbeholfene, aber irgendwie liebenswerte Emily.

Metal Lords ist seit dem 8. April 2022 Teil des Angebots von Netflix.

Metal Lords
Musikkomödie USA 2022. 98 Minuten.
Mit: Jaeden Martell, Adam Greensmith, Isis Hainsworth, Noah Urrea, Brett Gelman, Phelan Davis, Sufe Bradshaw u.a. Drehbuch: D.B. Weiss. Regie: Peter Sollett.


Credits
Bilder (c) Netflix.

 

 

 

 


The Bubble (2022)

16. April 2022

Auch im April hat Netflix wieder ein paar Film-Eigenproduktionen veröffentlicht, darunter The Bubble. Die Komödie von Judd Apatow handelt von einer Gruppe Schauspieler, die während eines Filmdrehs während der Corona-Pandemie von der Außenwelt isoliert wird.


Lagerkoller in der Pandemie

Die weltweite Covid19-Pandemie hat auch Hollywood lahmgelegt. Um die Maschinerie am Laufen zu halten beautragt Studiochefin Paula (Kate McKinnon) den Produzenten Gavin (Peter Serafinowicz) mit dem Dreh von Cliff Beasts 6, dem neuesten Teil der erfolgreichen Dinosaurier-Blockbuster-Reihe. Schauspielerin Carol Cobb (Karen Gilen) lässt sich von ihrem Agenten überreden, nach ihrem Fernbleiben bei Teil 5 wieder zum Franchise zurückzukehren. Die Abwesenheit im Vorgänger haben Carol ihre Kollegen Sean Knox (Keegan-Michael Key), Howie Frangopolous (Guz Khan) sowie Lauren Van Chance (Leslie Mann) und Dustin Mulray (David Duchovny), ein geschiedenes Ehepaar, übelgenommen. In einem Hotel in England werden Cast und Crew von der Außenwelt abgeschottet. Der mit einem Oscar-ausgezeichnete, aber drogen- und sexsüchtige Dieter Bravo stößt genau wie die erfolgreiche Influencerin Krystal Kris (Iris Apatow) neu dazu. Nach 14 Tagen Quarantäne beginnen die Dreharbeiten unter der Regie des früheren Indie-Filmemachers Darren Eigen (Fred Armisen). Doch mit der Zeit gestaltet sich die Produktion als immer chaotischer und verrückter. Trotz strikter Sicherheitsvorkehrungen kommt es immer wieder zu positiven Covid-Tests und diverse Unglücksfälle beeinträchtigen zudem den Dreh…

Wie soviele Lebensbereiche hat die Corona-Pandemie auch das Filmbusiness zwischenzeitlich lahmgelegt. Die Dreharbeiten unzähliger Filme und Serien mussten ab dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 pausiert werden. Außerdem kam es auch unter Beachtung der Schutzmaßnahmen zu Covid19-Infektionen, welche eine Unterbrechung der Produktion und eine Verzögerung der Fertigstellung diverser Filme nach sich zogen. Mit am meisten beeinträchtigt wurde dabei das Dino-Sequel Jurassic World 3. Die Dreharbeiten mussten ab Mitte März 2020 pausieren. Erst im Juli des gleichen Jahres konnte weitergefilmt werden. Die Darsteller und Regisseur Colin Trevorrow wurden in einem Hotel nahe den Pinewood-Studios in England isoliert. Obwohl man strikte Hygiene-und Schutzmaßnahmen installierte kam es immer wieder zu positiven Tests und die Produktion konnte erst nach 100 Drehtagen im November 2020 beendet werden. Komödien-Spezialist Judd Apatow (Jungfrau (40), männlich, sucht…, Beim ersten Mal, Love [Netflix-Serie]) inspirierten die realen Vorgänge und so schrieb er gemeinsam mit Pam Brady (South Park, Team America: World Police) das Skript über einen Filmdreh während der Isolation in einer „Blase“. The Bubble, von Apatow auch produziert und inszeniert, klingt auf dem Papier wie eine herrliche Satire über das Filmbusiness, das Endprodukt entpuppt sich leider als insgesamt zu zahme Meta-Comedy.

Es gelingt Apatow durchaus, die absurde-ungewisse Situation in der Pandemie humoristisch zu verarbeiten. Vor allem kommt es immer wieder zu Unwägbarkeiten hinsichtlich der Hygiene-Maßnahmen und in der Folge zu Krankheitsausbrüchen und teils dramatischen Vorfällen in der titelgebenden Blase, so dass der Lagerkoller der Star-Schauspieler nachvollziehbar wirkt. Doch insgesamt erweist sich die Netflix-Produktion als zu lang und kann auch keine sonderlich hohe humoristische Dichte aufweisen. Wie bei Apatow üblich wurde auch immer wieder improvisiert, doch fehlt es der ganzen Geschichte am Feinschliff. Viele Szenen wirken zu geschwätzig und der Film etwas zu überfrachtet. Während Hauptakteurin Karen Gillan (Doctor Who, Guardians of the Galaxy) als Carol, die eher widerwillig im sechsten Cliff Beast-Teil mitspielt, um ihre stagnierende Karriere wieder anzukurbeln, noch halbwegs überzeugen kann kranken die Performance der anderen namhaften Darsteller wie Keegan-Michael Key (Key and Peele), David Duchovny (Akte X, Californication) oder Pedro Pascal (Game of Thrones, The Mandalorian) daran, dass ihre Figuren zu wenig hergeben. Etwas besser kommen Apatows Ehefrau Leslie Mann (Beim ersten Mal, Immer Ärger mit 40) als rollschuhfahrende Lauren und Tochter Iris (Love) als ignorante Tiktokerin Krystal, die aus Marketinggründen engagiert wurde, zur Geltung. Viel spaßiger fand ich persönlich die unzähligen „Nebendarsteller“ wie den mit urtümlich-britischer Physiognomie ausgestatteten Harry Trevaldwyn als Gesundheitsbeauftragter Gunther, Maria Bakalova (Borat Anschluss Moviefilm) als von Dieter umgarnte Hotelmitarbeiterin Anika oder Ross Lee als schmieriger Sicherheitschef Mr. Best.

Vom Film-im-Film mit dem vollständigen Titel Cliff Beasts 6: The Battle for Everest: Memories of the Requiem gibt es einige Szenen zu sehen, die erst in ihrer „fertigen“ Form gezeigt werden, bevor die Illusion verschwindet und man die Schauspieler vor karger Studiokulisse und massivem Greenscreen herumhampeln sieht. Als Platzhalter für die später am Computer eingefügten Kreautren müssen die „Mocap Guys“ Tip (Ben Ashenden) und Cyrill (Alexander Owen) herhalten. Ihr Job erinnerte mich irgendwie an Sketche der Monty Pythons. Die fiktive Filmreihe um gefährliche Dinos versteht sich natürlich als Parodie auf die Jurassic Park– und Jurassic World-Reihe und durch die Anwesenheit von Karen Gillan auch auf die Jumanji-Abenteuerkomödien, doch sehe ich aufgrund der vereinzelten Gewaltspitzen und einiger eher wahlloser Cameos (u.a. Daisy Ridley, John Lithgow, Benedict Cumberbatch, James McAvoy) stärkere Bezüge zum trashigen Sharknado-Franchise. Gelungen ud amüsant fand ich die gelegentlich eingestreuten Tiktok-Musikvideos.

The Bubble ist seit dem 1. April 2022 bei Netflix abrufbar.


The Bubble
Komödie USA 2022. 126 Minuten.
Mit: Karen Gillan, Iris Apatow, Keegan-Michael Key, Leslie Mann, David Duchovny, Pedro Pascal, Fred Armisen, Peter Serafinowicz, Maria Bakalova, Vir Das, Guz Khan, Harry Trevaldwyn, Samson Kayo, Danielle Vitalis, Galen Hopper, Ross Lee, Kate McKinnon u.a. Drehbuch: Judd Apatow und Pam Brady. Regie: Judd Apatow.

Credits
Bilder (c) Netflix.

 


Fistful of Vengeance

4. März 2022

Anstelle einer zweiten Staffel wurde die Martial-Arts-Fantasyserie Wu Assassins mit einem Film fortgesetzt. In Fistful of Vengeance jagen der kämpfende Koch Kai und seine Freunde einen Killer bis nach Thailand.


Zombie Assassins

oder Nur noch kurz die Welt retten

Vor zweieinhalb Jahren, im August 2019, veröffentlichte Netflix die erste (und bisher einzige) Staffel von Wu Assassins. Darin erfuhr ein von Indonesiens Martial-Arts-Star Iko Uwais (The Raid) gespielter Koch aus Chinatown in San Francisco, dass er der letzte in einer Linie von übermenschlich begabten Kriegern ist, die verhindern müssen, dass die Mächte der fünf Elemente in falsche Hände geraten und so die Welt bedrohen. Gemeinsam mit seinen Freunden, dem Luxusauto-Garagenbesitzer Lu Xin (Lewis Tan) sowie den Geschwistern Jenny (Li Jun Li) und Tommy Wah (Lawrence Kao), die ein Restaurant betreiben, kämpfte Kai gegen Gangsterbosse wie seinen eigenen Ziehvater Uncle Six (Byron Mann) und den schottischen Mobster Alec McCollough (Tommy Flanagan). Hinsichtlich herausragend choreographierten Kampfszenen fast völlig ohne Wirework konnten mich die zehn Folgen überzeugen, ansonsten aber weniger. Dennoch bot die Serie kurzweilige Unterhaltung. Das hatte ich mir auch von der filmischen Weiterführung erhofft.

Wu Assassin und Koch Kai (Iko Uwais) ist mit seinen Freunden Lu Xin (Lewis Tan) und Tommy (Lawrence Kao) nach Bangkok gereist, um den Mord an Tommy Schwester Jenny zu rächen. Die Spur führt zum Biotech-Milliardär William Pan (Jason Tobin). Dieser erklärt, dass seine Zwillingsschwester, Unterweltboss Ku An Qi (Rhatha Phongam), hinter dem Mord steckt. Ku An Qi selbst ist ein Jiangshi, ein unsterblicher Vampir, der seinen Opfern Lebensenergie nimmt und andere Menschen zu kontrollien vermag. Mit der Hilfe von Tommys Bekanntschaft Preeya (Francesca Conroy) schaffen es Kai und seine Freunde die Sicherheitsvorkehrungen des Hotels zu umgehen, in welchem sich Ku An Qi mit anderen Triaden-Anführern trifft. Doch schon bald sehen sich die vier einer großen Übermacht von Kämpfern gegenüber, die alle unter Kus Kontrolle stehen. Kai trifft zudem auf eine alte Bekannte. Unterstützung erhält das Team in Person der südafrikanischen Interpol-Agentin Zama Zulu (Pearl Thusi), einer alten Flamme Lu Xins…

Meine Erwartungshaltung an Fistful of Vengeance war trotz oben geäußerter Hoffnung dann doch eher gering. Rein inhaltlich ergibt die ganze Sache auch sehr wenig Sinn. Das Drehbuch von Cameron Litvack, Jessica Chou und Yalun Tu (alle drei schrieben auch für Wu Assassins) reiht eine beliebige Wendung an die nächste und der Fantasyanteil des generischen Plots wirkt hier noch banaler als in der Serie. Die Figurendynamik erweist sich zudem als recht durchwachsen. Man kann aber mit dem Netflix-Film trotzdem seinen Spaß haben. Die Handlung hält sich nicht mit großen Erklärungen auf und wird geradlinig abgespult. Fast beiläufig, aber durchaus gekonnt werden die notwendigen Details aus der Serie in der Eröffnungsmontage von Tommy zusammengefasst, der gerade eine hübsche Frau mit seinen Erlebnissen als „Superheld“ beeindrucken möchte während Kai und Lu Xin sich zur gleichen Zeit mit allerlei Schergen prügeln. Fistful of Vengeance gehört definitiv nicht zu den Produktionen, die man sich wegen der Story oder Charakterentwicklung anschaut, sondern aufgrund der Action. Hinsichtlich dieser Kernkompetenz weiß das fertige Produkt auch wahrlich zu überzeugen. Auch wenn der niederländische Regisseur Roel Reiné (Inhumans), der bereits zwei Episoden der Serie inszenierte, unter anderem Direct-to-Video-Fortsetzungen wie Death Race 2 (2010), The Scorpion King 3 (2012) und Hard Target 2 (2016) in seiner Vita stehen hat, so liefert er mit dem vorliegenden Streifen eben kein billig heruntergekurbeltes Videotheken-Gekloppe.

Die ebenfalls von Reiné geführte Kamera liefert nicht nur eindrucksvolle Impressionen unterschiedlicher Schauplätze der thailändischen Hauptstadt, sondern beeindruckt auch mit ihrer Art die brachialen und hochwertig choreographierten Kampfszenen einzufangen. Vor allem wenn dank Dronen-Shots zwischen einzelnen Setpieces hin- und hergewechselt wird oder eine Prügelei mit mehreren Gegnern im Finale ohne Schnitt gefilmt wird. Vom Look her erinnert Fistful of Vengeance etwas an Filme aus derThe Fast and the Furious-Reihe, die Mission: Impossible-Blockbuster mit Tom Cruise und James Bond-Streifen. Lange in Erinnerung bleiben dürfte die inhaltlich dürftige Angelegenheit nicht, aber als kurzweiliger Actionkracher taugt sie dennoch.

Fistful of Vengeance ist seit dem 17. Februar 2022 bei Netflix abrufbar.

Fistful of Vengeance
Fantasy/Actionfilm USA 2022. FSK 16. 96 Minuten.
Mit: Uko Uwais, Lewis Tan, Lawrence Kao, Pearl Thusi, Francesca Conroy, JuJu Chan, Jason Tobin, Rhatha Phongam u.a. Nach Charakteren von John Wirth und Tony Krantz. Drehbuch: Cameron Litvack, Jessica Chou, Yalun To. Regie: Roel Reiné.

 

Credits
Bilder (c) Netflix.

 

 


The Woman in the House Across the Street From the Girl in the Window

12. Februar 2022

Im Vorfeld sorgte The Woman in the House Across the Street From the Girl in the Window, die Miniserie mit einem Titel, den man kaum aufsagen kann ohne einen Knoten in den Stimmbändern zu riskieren, für Verwirrung. Aus dem Trailer wurde man nicht schlau, ob es sich wirklich um eine Parodie überkonstruierter Psychothriller oder um einen ernstgemeinten Vertreter des Genres handelt. Nach der Sichtung weiß ich es immer noch nicht.

Die Serie von drei Autoren, die eine ganze coole Parodie machen wollten, aber irgendwie selbst nicht so ganz bei der Sache waren und möglicherweise die ein oder andere Flasche Rotwein zu viel geleert haben

Der Tod ihrer Tochter Elizabeth hat sie nicht nur in tiefe Trauer gestürzt, sondern auch die Ehe von Malerin Anna (Kristen Bell) und FBI-Psychologe Douglas Whitaker (Michael Ealy) zerstört. Während Douglas nur für seine Arbeit zu leben scheint hat sich die traumatisierte Anna völlig zurückgezogen. Sie verbringt ihre Tage mit etwas Lesen, aber vor allem dem Leeren unzähliger Rotwein-Flaschen und dem Blick aus dem Fenster. Ihre durch das Trauma ausgelösten Angststörungen erschweren die Situation. Da zieht im Haus gegenüber der gutaussehende Witwer Neil (Tom Riley) mit seiner neunjährigen Tochter Emma (Samara Yett) ein. Anna freundet sich ein wenig mit der kleinen Familie ein, muss aber bald zu ihrer Enttäuschung feststellen, dass Neil in Person der Stewardess Lisa (Shelley Hennig) eine junge, attraktive Freundin hat. Eines Nachts erwacht Anna und beobachtet von ihrem Fenster aus wie im Haus gegenüber Lisa ermordet wird. Doch die verständigte Polizei findet keinerlei Anzeichen für eine Gewalttat. Und der wütende Neil erklärt Anna, dass Lisa sich auf einem Flug nach Seattle befinde. Detective Lane (Christina Anthony) von der örtlichen Polizei folgert, dass sich Anna den Vorfall aufgrund ihrer gleichzeitigen Einnahme von Alkohol und Psychopharmaka nur eingebildet hat. Anna beginnt zuzweifeln. Hat sie Halluzinationen und wird langsam aber sicher verrückt? Gewisse Hinweise deuten allerdings darauf hin, dass an ihren Beobachtungen etwas dran sein muss. Und so beginnt Anna auf eigene Faust zu ermitteln…

Titel und Setting der vorliegenden Netflix-Serien erinnern freilich an Psychothriller mit Mysteryelementen der jüngeren Vergangenheit, vor allem The Girl on the Train (2016, nach dem Roman von Erin Cressida Wilson) und dem bei Netflix veröffentlichten The Woman in the Window (2021, nach A.J. Finn), die beide durchwachsene Kritiken erhielt und sich mit ihrer Ausgangssituation freilich auf den Hitchcock-Klassiker Das Fenster zum Hof (1954) beziehen. Die Trailer zu The Woman in the House Across the Street From the Girl in the Window (ab hier abgekürzt als TwitHAtSFtGitW) sorgten für Verwirrung, weil man aus diesen nicht herauslesen konnte, ob der Achtteiler nun eine echte Parodie des Genres oder doch eine halbwegs ernstgemeinter Vertreter darstellt. Nach der Sichtung der Serie ist man wiederum auch nicht schlauer. Denn das Autoren-Trio Rachel Ramras, Hugh Davidson und Larry Dorf (die bisher teils gemeinsam als Autoren und Sprecher an diversen Animationsserien gearbeitet haben) vermeidet es, sich wirklich festzulegen. Und so erweist sich TwitHAtSFtGitW tonal als mittlere Katastrophe.

Zugegebenermaßen habe ich die oben erwähnten „Vorbilder“ aus den letzten Jahren nicht gesehen, was daran liegen mag, dass mich albern-reißerische Thriller nicht interessieren. Einer gelungenen Parodie dieser überhypten Art von Film nicht abgeneigt, wagte ich mich trotzdem an die Miniserie. Die meiste Zeit über gestaltet diese sich als seriöse Veranstaltung. Die gelegentlich eingestreuten Gags verfehlen daher zum Teil ihre Wirkung, weil man als Zuschauer oft nicht weißen, ob man an den betreffenden Stellen lachen darf/soll oder nicht. Im Grunde präsentiert sich TwitHAtSFtGitW wie eine Hochglanz-Produktion eines herkömmlichen US-Networks. Ein Format, das in der Ära hochwertiger und komplexer Serien nicht mehr zeitgemäß wirkt. Passend dazu gestaltet sich die ganze Angelegenheit oberflächlich und unmotiviert. Es spricht Bände, dass hier wieder fast nur perfekt aussehende oder zumindest sehr gut gestylte Menschen vorkommen. Protagonistin Anna ist vom Tod ihrer Tochter völlig traumatisiert und sollte eigentlich so aussehen, wie eine Frau, die sich total gehen lässt, ein Alkoholproblem hat und kaum noch das Haus verlässt. Stattdessen sieht sie wie gemäß oberflächlichem Hollywood-Kitsch-Knigge üblich in JEDER Szene perfekt geschminkt aus! Die aus meiner Sicht fehlbesetzte Hauptdarstellerin Kristen Bell (allgemein bekannt für Veronica Mars und Gossip Girl; ich kenne sie eher aus ihrer Rolle in Heroes) passt sich der ganzen Ästhetik dann konsequenterweise an und liefert ähnlich wie der Rest des Ensembles eine eher ausdruckslose, oberflächliche Performance ab.

Mit der immer wieder Haken schlagenden Story hat mich die Miniserie ehrlicherweise ganz gut bei der Stange gehalten, auch weil sie natürlich zum Miträtseln einlädt. Nach sieben von acht Folgen glaubt man die mögliche, behämmerte Auflösung zu kennen. Nur zaubert das Drehbuch in der letzten Episode dann einen Twist aus dem Ärmel, der völlig banane ist und selbst in einer Parodie überzogen wirkt. Dabei entpuppt sich TwitHAtSFtGitW nicht als völliger Reinfall. Trotz aller Oberflächenreize ist die ganze Show solide inszeniert und Grund zum Lachen gibt es dann doch immer wieder. Aber inhaltlich ist das alles plumpes Malen nach Zahlen, wobei man bis auf ein paar eingetrocknete Filzstifte alle Farben vorher weggeworfen hat und kurz vor dem Finale den Geistesblitz hat, dass ja noch ein Eimer mit Blutrot auf dem Dachboden rumliegt.

Jedenfalls war die Miniserie dank des Konsums von ca. 25 Flaschen Rotwein gut auszuhalten. An dieser Stelle ist leider Schluss, denn ich muss dringend nachsehen, ob dieser tranige Handwerker nach Monaten immer noch den Briefkasten zu reparieren versucht. Außerdem giert es mir nach einem Auflauf und ich darf auf keinen Fall die spannenden Ereignisse im Haus gegenüber verpassen. Leider haben die Tabletten nicht gegen meine panische Angst vor der Farbe Umbra, auch bekannt als Umbraphobie, geholfen. Ich schweife ab.

Die Miniserie The Woman in the House Across the Street From the Girl in the Window ist seit dem 28. Januar 2022 bei Netflix abrufbar.


The Woman in the House Across the Street From the Girl in the Window
Thriller/Miniserie USA 2022. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 204 Minuten.
Mit: Kristen Bell, Tom Riley, Michael Ealy, Samara Yett, Cameron Britton, Mary Holland, Christina Anthony, Shelley Hennig u.a. Idee und Drehbuch: Rachel Ramras & Hugh Davidson & Larry Dorf. Regie: Michael Lehmann.

 

 

Credits
Bilder (c) Netflix.

 

 


Rote Robin

4. Dezember 2021

Unaufhaltsam wie jedes Jahr erscheint die Vorweihnachtszeit. Auch wenn ich diesen Wochen aufgrund des endlosen Kommerz- und-Kitsch-Terrors von allen Seiten nicht mehr viel abgewinnen kann, will ich mich doch mal an dem ein oder anderen Weihnachtsfilm versuchen. Heute kommt ein ganz aktueller Kurzfilm der Knetanimationsschmiede Aardman.

Von Krümeln und Sternen

Kurz vor dem Schlüpfen fällt das kleine Rotkehlchen Robin (Originalstimme: Bronte Carmichael) aus dem Nest und wird von einer Mäusefamilie gefunden. Papa Maus (Adeel Akhtar) zieht den kleinen Vogel gemeinsam mit seinen eigenen Kindern groß. Zusammen versucht die Familie immer wieder kleine Leckereien aus den Häusern der Menschen zu stehlen. Doch als Robin im Gegensatz zu ihren Mäusegeschwistern beim Schleichen und Stehlen mehrfach versagt reißt sie aus. Mit einer einsamen Elster (Richard E. Grant) will Robin den leuchtenden Stern vom Weihnachtsbaum in einem Haus der Menschen stehlen. Doch Vorsicht! Eine Katze (Gillian Anderson) ist in der Nähe…

Aardman Animation ist das Synonym für hochwertige Stop-Motion-Animation mit Knetfiguren. Bekannt wurde das Studio aus Bristol vor allem für die abendfüllenden Spielfilme Chicken Run – Hennen rennen (2000), Wallace und Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen (2005), Die Piraten! – ein Haufen merkwürdiger Typen (2012) und Early Man – Steinzeit bereit (2018) sowie TV-Serien wie Shaun das Schaf und viele weitere Kurzfilmen bzw. Specials. Zum diesjährigen Weihnachtsfest gibt es bei Netflix den Kurzfilm Rote Robin von Daniel Ojari und Michael Please. Der 32-Minüter handelt von dem Rotkehlchen Robin, welches von Mäusen aufgezogen wurde und sich trotz seiner unleugbaren Identität als Vogel auch wie eine Maus zu verhalten versucht. Doch das Anschleichen und Stehlen fällt Robin schwerer als seinen befellten Geschwistern, weshalb der kleine Vogel auch mit seinem Schicksal hadert. Diese putzige und für Kinder fast jeden Alters verständliche kleine, lehrreiche Geschichte setzen Ojari, Please und ihr Team mit der von anderen Claymation-Werken gewohnten liebevollen detailverliebten Inszenierung um. Eine jahreszeitenübergreifende Montage, ein mit allerlei Leckereien und weihnachtlichem Schmuck gefülltes Haus der Whomans (wie die Menschen hier von den Tieren genannt werden) oder eine Höhle voller glitzerndem Plunder, all das und viel mehr gibt es hier zu bestaunen.

Man wähnt sich als Zuschauer fast in einem Disney-Film wenn die tierischen Charaktere immer wieder zu singen beginnen und etwa der Raubzug der Mäuse in einem Haus plötzlich zur putzigen Heist-Revue mutiert. Für den kleinen Kurzfilm konnten mit Kinderdarstellerin Bronte Carmichael (Nightflyers, Christopher Robin) als Robin, Adeel Akhtar (The Big Sick, Enola Holmes) als Mäusevater sowie Gillian Anderson (Akte X) als Katze und Richard E. Grant (Gosford Park) als Elster zumindest in der englischen Originalfassung ein namhafter Voicecast gewonnen werden. Vielleicht gibt es ja nächstes oder übernächstes Jahr ein weiteres Abenteuer des Rotkehlchens mit den Mäuseöhrchen.

Rote Robin ist seit dem 24. November 2021 bei Netflix abrufbar.

Rote Robin (Robin Robin)
Animation/Musical/Kurzfilm UK 2021. 32 Minuten.
Originalsprecher: Bronte Carmichael (Robin), Richard E. Grant (Elster), Adeel Akhtar (Papa Maus), Gillian Anderson (Katze) u.a. Drehbuch und Regie: Daniel Ojari und Michael Please.

 

Credits
Bilder (c) Netflix/Aardman Animation.

 


Masters of the Universe: Revelation – Teil 2

27. November 2021

Zu Serien-Reviews bin ich in letzter Zeit so überhaupt nicht gekommen. Diesem untragbaren Zustand wird nun Abhilfe geschaffen, mit der Rezension zum zweiten Teil von Kevin Smiths Kultzeichentrickserien-Fortsetzung Masters of the Universe: Revelation.


Von Göttern, Macht und Magie

Gemeinsam gelang es Teela (Originalstimme: Sarah Michelle Gellar), der ehemaligen Anführerin der königlichen Garde, Hexe Evil-Lyn (Lena Headey) und ihren Gefährten die Magie auf Eternia wieder herzustellen und das Schwert der Macht zusammenzusetzen. Doch bevor Prinz Adam (Chris Wood) sich in He-Man verwandeln konnte wurde er von dem totgeglaubten Skeletor (Mark Hamill) durchbohrt, der darauhin das Schwert an sich riss und mit dessen Zauber zum Gott mutierte. Mit der Hilfe der sterbenden Sorceress (Susan Eisenberg) können Teela, ihre Freundin Andra (Tiffany Smith), Cringer (Stephen Root) und der schwer verletzte Adam aus Castle Grayskull fliehen. Skeletor lässt daraufhin Man-At-Arms (Liam Cunningham), Teelas Vater, gefangen nehmen und installiert Evil-Lyn als neue Sorceress von Grayskull. Skeletors Macht scheint grenzenlos. Wird er Eternia die Vernichtung bringen?

Mit Masters of the Universe: Revelation setzte Filmemacher Kevin Smith (51), bekannt für Werke wie Clerks – Die Ladenhüter (1994), Dogma (1999) und Jay und Silent Bob schlagen zurück (2001) die zum Kult avancierte, überaus infantil-alberne Zeichentrickserie Masters of the Universe (1983-1985) von Mattel fort. Aus dem Actionfiguren-Verkaufsvehikel von damals schuf der Obernerd eine zeitgemäße und gleichzeitig nostalgisch anmutende Weiterführung, die von einigen ewiggestrigen Deppen, welche sich als Fans bezeichnen, zu Unrecht total abgestraft wurde. Einziger Wermutstropen: knapp zwei Jahre nach der Ankündigung der Serie erschien bei Netflix im Juli 2021 lediglich Teil 1 mit nur kümmerlichen fünf Episoden. Auf den Tag genau vier Monate später veröffentlichte der Streamingdienst den zweiten Teil mit weiteren fünf Folgen. Beide Staffelhälften erzählen eine einzelne zusammenhängende Geschichte.

Bereits in den Episoden 1 bis 5 spielten Adam/He-Man, der zentrale Held der Originalserie von Lou Scheimer, und sein Erzfeind Skeletor nur eine untergeordnete Rolle und glänzen zwischenzeitlich durch Abwesenheit. In den neuen Folgen gibt es für die beiden mehr Screentime, der Fokus liegt aber eindeutig auf Teela und Evil-Lyn, die in früheren Inkarnationen als Sidekick oder Love Interest fungierten. Diese personelle Neuausrichtung des Franchises gehört sicherlich zu den positiven Aspekten der Fortsetzung. Natürlich darf man die ganze Angelegenheit nicht zu ernstnehmen. Schließlich haben wir hier es mit einem erwachsenen Update einer einfach gestrickten Kinderserie zu tun, die trotz einiger Änderungen doch weiterhin simple, kurzweilige Fantasy-Scifi-Cartoonunterhaltung bietet. Wirkten die Stories von Smith und seinem Autorenteam in Teil 1 noch recht solide, so fällt die zweite Hälfte diesbezüglich leider etwas ab. Smith wirft zu viele Elemente in den Topf und das ganze Menü mutiert dadurch leider zur Kraut-und-Rüben-Veranstaltung, was einerseits für Turbulenz und einen gewissen, obgleich überaus kitschigen Unterhaltungswert sorgt, andererseits aber auch ziemlich oberflächlich wirkt. Durch die ständigen Wendungen verpufft deren Wirkung meist ziemlich schnell. Insgesamt erschienen mir die beiden Teile wie schnell abgefrühstückte Varianten des MCU-Zweiteilers Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame.

Revelation hat neben dem nicht zu unterschätzenden Nostalgiefaktor natürlich vor allem eine Sache auf der Habenseite: den namhaften und überzeugenden Voicecast. Vor allem die für starke Frauenfiguren bekannte Lena Headey (Sarah Connor in Terminator: The Sarah Connor Chronicles und Cersei Lannister in Game of Thrones) glänzt als von wiederstrebenden Gefühlen und grenzenloser Macht hin- und hergerissene Evil-Lyn, deren Hintergrundgeschichte in der achten Folge gezeigt wird. Und Mark Hamill, der nicht nur für seine Rolle als Luke Skywalker bekannt ist, sondern sich auch durch seine unzähligen Voice-Acting-Rollen (vor allem als Joker in unterschiedlichen Batman-Animationsserien) einen Namen gemacht hat, kostet jede Sekunde seiner Performance als Skeletor aufs Genüsslichste aus. Die teils recht eloquenten Dialoge waren dabei sicherlich hilfreich. Am Ende dürften ein paar wichtige Handlungsstränge fertig erzählt sein, doch mit der Schlussszene wird deutlich auf eine mögliche zweite Staffel angespielt. Ob und wann diese kommen wird ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar.

Teil 2 von Masters of the Universe: Revelation ist seit dem 23. November 2021 bei Netflix abrufbar.

Masters of the Universe: Revelation – Teil 2
(Masters of the Universe: Revelation – Part 2)
Fantasy/Science-Fiction/Zeichentrickserie USA 2021. 5 Folgen. Gesamtlänge: 135 Minuten. Originalsprecher: Sarah Michelle Gellar (Teela), Lena Headey (Evil-Lyn), Liam Cunningham (Duncan/Man-At-Arms), Tiffany Smith (Andra), Chris Wood (Adam/He-Man), Mark Hamill (Skeletor) u.a. Nach der Originalserie
Masters of the Universe von Lou Scheimer. Idee: Kevin Smith. Regie: Adam Conarroe und Patrick Stannard.

 

Credits:
Bilder (c) Netflix/Mattel/Powerhouse Animation.

 

 


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