Beverly Hills Cop III (Kurzkritik)

13. Januar 2019

Sieben Jahre nach Beverly Hills Cop II kehrte Eddie Murphy ein drittes Mal in seiner Paraderolle zurück. In Beverly Hills Cop III jagt Axel Foley aus Detroit den Mörder seines Vorgesetzten. Die Spur führt in einen kalifornischen Freizeitpark…

Theme Park Cop

Die geplante Razzia einer illegalen Autowerkstatt in Detroit geht für Detective Axel Foley (Eddie Murphy) und seine Kollegen gewaltig schief. Ein namensloser Gangsterboss (Timothy Carhart) und sein Killerkommando tauchen auf. Während der folgenden Schießerei wird Axels Boss Inspector Todd (Gil Hill) getötet. Axel schwört, den Verantwortlichen zur Strecke zu bringen. Die Beweise führen nach Beverly Hills, in den beliebten Freizeitpark „Wonder World“. Axel kontaktiert seinen alten Freund, den mittlerweile zum Sergeant und Leiter einer bezirksübergreifenden Sondereinheit beförderten Billy Rosewood (Juidge Reinhold). Doch ausgerechnet in Ellis DeWald, den vielfach geschätzten, einflussreichen Sicherheitschef von „Wonder World“, erkennt Axel den Mörders Todds. Rosewoods Partner Jon Flint (Hector Elizondo) möchte nicht gegen seinen alten Freund DeWald ermitteln und der geheimnisvolle Secret-Service-Agent Fulbright (Stephen McHattie) bremst weitere Maßnahmen aus. Vor allem als ihn Onkel Dave (Alan Young), Mitbegründer und Aushängeschild des Freizeitparks, bittet den Tod eines Kollegen aufzuklären, schleicht sich Axel auf eigene Faust in „Wonder World“ ein…

Die Kritiken zur mit Verzögerungen zustande gekommenen zweiten Fortsetzung des Komödienhits Beverly Hills Cop waren/sind ziemlich verheerend (10 Prozent Bewertung bei Rotten Tomatoes, 16 von 100 Punkten bei Metacritic). Nachdem ich die ersten beiden Teile mehrmals Mitte der 1990er gesehen hatte, war die gestrige Sichtung von Teil 3 eine Premiere für mich. Trotz der schwachen Resonanz war ich vom dritten Film der Reihe zumindest teilweise positiv überrascht. Natürlich darf man von „BHC III“ enttäuscht sein, weil er von dem glamourösen Setting der Vorgänger (Beverly Hills ist schließlich die Stadt der Reichen und Schönen) wenig bietet und von der Stammbesetzung nur Eddie Murphy als immer noch bestens aufgelegter Axel Foley bzw. Judge Reinhold als Billy Rosewood, dem seine Beförderung sowie die neuen Kompetenzen etwas zu Kopf steigen, dabei sind. Außerdem hätte man aus dem riesigen Freizeitpark als Hauptschauplatz inszenatorisch mehr machen müssen. Dennoch geriet Teil 3 aus meiner Sicht kurzweilig, unterhaltsam und inhaltlich weniger hingeschludert als Teil 2. Mit dem Werbespot für die fiktive Waffe „Vernichter 2000“ gibt es außerdem einen herrlichen Seitenhieb auf die amerikanische Waffenlobby. Wer möchte nicht eine Superwaffe, die außerdem noch Mobiltelefon, Faxgerät, Mikrowelle, CD-Player, Digitalradio, Videokamera und mehr beinhaltet? 😉

Beverly Hills Cop III
Actionkomödie USA 1994. FSK 16. 100 Minuten. Mit: Eddie Murphy, Judge Reinhold, Hector Elizondo, Timothy Carhart, John Saxon, Theresa Randle, Stephen McHattie u.a. Regie: John Landis. Drehbuch: Steven E. de Souza.

Credits:
Bilder (c) Paramount.

Werbeanzeigen

Beverly Hills Cop II (Kurzkritik)

5. Januar 2019

Nach dem großen Erfolg des ersten Teils durfte Eddie Murphy erneut als Axel Foley ran. In Beverly Hills Cop II wildert der „Quassel-Bulle“ wieder im Revier der Reichen und Schönen.

Knallige Fortsetzung ohne zündende Story

Als der mittlerweile zum Captain der Polizei von Beverly Hills beförderte Andrew Bogumil (Ronny Cox) einen Hinweis im „Alphabet-Fall“ entdeckt, wird er wegen fadenscheiniger Gründe vom despotischen neuen Chief Lutz (Allen Garfield) suspentiert. Die eiskalte Killerin Karla Fry (Brigitte Nielsen) lockt Bogumil in einen fast tödlichen Hinterhalt. Als Axel Foley vom Anschlag auf seinen alten Bekannten und dessen kritischem Zustand erfährt, beendet er seine aktuellen Undercover-Ermittlungen in Detroit und macht sich sogleich auf den Weg nach Beverly Hills. Gemeinsam mit seinen Freunden Detective Billy Rosewood (Judge Reinhold) und Sergeant John Taggart (John Ashton), die eigentlich von Lutz zur Verkehrspolizei versetzt wurden, nimmt Axel die Ermittlungen auf. Eine Spur führt zu einem von Chip Cain (Dean Stockwell) und dem Industriellen Maxwell Dent (Jürgen Prochnow) betriebenen Waffenklub…

Mit etwa 12 Jahren sah ich (gemeinsam mit meinem Vater) zum ersten Mal die beiden ersten Beverly Hills Cop-Filme im Fernsehen, wobei weitere Sichtungen folgten. Damals fühlten wir uns von den Actionkomödien prächtig unterhalten, wobei Teil 2 mir besser gefiel. Das herausragende Einspielergebnis von Teil I an der Kinokasse (234 Millionen Dollar Umsatz bei 15 Millionen Budget) bewog das Produzenten-Duo Don Simpson und Jerry Bruckheimer zu einem Sequel, wobei Tony Scott (1944-2012), der mit dem Kampfflieger-Streifen Top Gun (1986) einen Hit gelandet hatte, die Regie übernahm. Beverly Hills Cop II profitiert von der eingespielten Figurendynamik, seinem weiterhin energiegeladenem Hauptdarsteller und einem höheren Actionanteil, vor allem im großen Finale. 25 Jahre nach der Erstsichtung empfinde ich das ganze Drumherum allerdings als äußerst mäßig. Die Story um die Pläne des als Gangsterboss im Hintergrund völlig verschenkten Jürgen Prochnow (Das Boot) erscheint nicht nur äußerst generisch, sondern hält auch einer näheren Betrachtung so überhaupt nicht Stand (ein Großindustrieller in finanziellen Nöten überfällt seine eigenen Unternehmen, um vom Gewinn dann Waffenhandel zu betreiben???). Dass Frauen in diesem für die Zeit typischen Macho-Film keine große Rolle spielen, dürfte jetzt niemanden verwundern, aber wieso werden die weiblichen Darsteller hier so dermaßen zu Randfiguren (Kampfmieze, Stichwortgeberin und Sexbomben) degradiert? Da bleibt am Ende außerdem die Frage, ob ich mir Teil III wirklich antun soll.

 

Beverly Hills Cop II
Actionkomödie USA 1987. FSK 12. 99 Minuten (PAL-DVD). Mit: Eddie Murphy, Judge Reinhold, John Ashton, Ronny Cox, Allen Garfield, Brigitte Nielsen, Jürgen Prochnow, Dean Stockwell u.a. Regie: Tony Scott. Drehbuch: Larry Ferguson und Warren Skaaren.

Credits:
Bilder (c) Paramount


Beverly Hills Cop (Kurzkritik)

2. Januar 2019

Im zarten Alter von 23 Jahren wurde Eddie Murphy mit der Rolle des Axel Foley, dem schlitzohrigen Polizisten mit großer Klappe, in Beverly Hills Cop zum Star, vor allem weil der Film Mitte der 1980er zum absoluten Kassenschlager avancierte. Doch wie gut ist der Streifen heute noch?

Große Klappe, dünner Plot

Gerade hat sich der junge Detroiter Polizist Axel Foley (Eddie Murphy) durch eine eigenmächtige Undercover-Aktion den Zorn seines Vorgesetzten, Inspector Todd (Gilbert R. Hill), eingehandelt, da erhält er überraschenden Besuch von Mikey (James Russo), einem alten Kumpel, der gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde. Nach einer durchzechten Nacht wird Axel vor seiner Wohnung niedergeschlagen und Mikey ermordet. Die Spur führt Axel nach Beverly Hills zum Kunstgalerie-Unternehmer Victor Maitland (Steven Berkoff), für den auch Jenny (Lisa Eilbacher), eine alte Freundin Axels und Mikeys, arbeitet. Auf der Suche nach dem Mörder Mikeys überschreitet Foley mehrfach seine Kompetenzen und erregt die Aufmerksamkeit der hiesigen Polizei unter Lieutenant Bogumil (Ronny Cox), der Sergeant Taggart (John Ashton) und den jungen Detective Bill Rosewood (Judge Reinhold) auf den Detroiter Cop ansetzt…

Unter der gemeinsamen Ägide des Produzentenduos Don Simpsons und Jerry Bruckheimer (Flashdance, Top Gun, The Rock) entstand auch Beverly Hills Cop, eine bereits ab 1977 konizipierte Mischung aus Kriminalfilm und Buddy-Komödie. Im Mittelpunkt des Streifens von 1984 (Kinostart in Deutschland war im April 1985) steht natürlich der damals sehr junge Eddie Murphy (Der Prinz aus Zamunda, Shrek) als Quasselstrippen-Bulle Axel Foley, der sein Gegenüber gerne auch mal fast zu Tode nervt und in der deutschen Fassung natürlich auch von der glänzenden Performance von Sprecher Randolf Kronenberg profitiert. Um die Hauptfigur herum bastelte man anhand diverser Drehbuchentwürfen eine kurzweilige, aber aus meiner Sicht keinesfalls übermäßig gelungene Actionkomödie mit recht dünnem Plot. Kaum vorstellbar dass Beverly Hills Cop sogar jeweils eine Nominierung für Golden Globe (beste Komödie) und Oscar (bestes Originaldrehbuch) erhielt. Das gut aufgelegte Schauspielerensemble um Judge Reinhold, John Ashton sowie Steven Berkoff als dezent schmieriger Bösewicht, der kultige Synthie-Score des deutschen Komponisten Harold Faltermeyer sowie die schnörkellose Inszenierung halten den Zuschauer aber gut bei der Stange. Bei einem Budget von 15 Millionen Dollar spielte „BHC“ seinerzeit unglaubliche 234 Millionen weltweit ein. Da musste natürlich eine Fortsetzung her.

Beverly Hills Cop
Actionkomödie USA 1984. FSK 12. 101 Minuten (PAL-DVD). Mit: Eddie Murphy, Judge Reinhold, John Ashton, Lisa Eilbacher, Steven Berkoff, Ronny Cox, Jonathan Banks u.a. Regie: Martin Brest. Drehbuch: Danilo Bach und Daniel Petrie Jr.

Credits:
Bilder (c) Paramount.


Danger 5: Welcome To Hitlerland (Kurzkritik)

23. September 2018

Das Ende ist da, sowohl vom diesjährigen Kurzkritiken-Sommer als auch von Danger 5. Im großen Finale von Staffel 2 kommt es zum endgültigen Endkampf gegen den ewigen Erzfeind…

Previously On DANGER 5

Danger Rangers in Space

Nach ihrer Reise in Vergangenheit kehren Danger 5 zurück in die Gegenwart und sind schockiert. Hitler (Carmine Russo) hat irgendwie überlebt und beherrscht nun als allmächtiger Boss Hitler die ganze Welt von seinem Raumschiff im Orbit aus. Die Überlebenschancen der Agenten sind gleich null, denn Hitlers Albtraumwelt ist völlig vegan und daher kann Pierre (Pacharo Mzembe) seinen Zeitreise-Cocktail nicht zubereiten. Eine hoffnungslose Hetzjagd beginnt…

Im ultimativ letzten Streich mobilisieren Dave Ashby und Dario Russo nochmal eine geballte Ladung Irrwitz und bringen die zweite Runde ihrer Retro-Camp-Naziploitation-Serie zu einemk würdigen Abschluss. Welcome To Hitlerland entführt die Zuschauer nicht nur in eine krude Dystopie, das letzte Abenteuer der gefährlich guten Fünf bietet auch herrlichen Scifi-Trash nach (wie sollte es auch anders sein) japanischem Vorbild. Natürlich ist das hier alles völlig gaga, wenn eine unerwartete, zudem mindestens alberne und/oder gleichzeitig unlogischste die nächste jagt. Dazu gibt es hier eine Reihe schräger, in Ganzkörperkostümen herumhampelnder Nebenfiguren wie einen Roboter, oder sprechende Tiere wie ein Yeti sowie ein Haifisch namens Megabite! Dazu schweben Gebäude und Raumschiffe einfach so durchs All und bei der finalen Konfrontation vollziehen die Mitglieder des titelgebenden Teams die Verwandlung zur Sentai-Truppe (ich sag nur Power Rangers). Dem allumfassenden Rundumschlag gegen die popkulturellen Sünden der 1980er fügt Welcome To Hitlerland noch das Genre der plumpen Sitcom hinzu, wenn Hitler seine Gegner in einer besonders bösen Form dieser Seriengattung gefangenhält. Einen herrlichen abgespacten Score gibt’s gratis dazu.

An dieser Stelle muss sich mich bei allen Beteiligten von Danger 5 bedanken, dass es diese im besten Sinne kuriose Show überhaupt das Licht der Fernsehbildschirme erblickt hat. Was hat mir diese tolle Serie für schöne Stunden bei der Erst- und Zweitsichtung im letzten Jahr sowie bei der Dritt- und Viertsichtung im Rahmen des Kurzkritiken-Sommers 2018 beschert! Wenn ihr mich jetzt entschuldigt, ich gehe mal kurz ins Nebenzimmer, um über das bittersüße Ende zu weinen, welches Game Of Thrones erstmal toppen muss!

 

Mit freundlicher Unterstützung von Colonel Chestbridges Sitdown-Gun.

Danger 5, 2×07: Welcome To Hitlerland
Australien 2015. FSK 16. 25 Minuten. Mit: David Ashby, Elizabeth Hay, Sean James Murphy, Pacharo Mzembe, Natasa Ristic, Amanda Simons, Nikola Despoja, Carmine Russo u.a. Idee & Drehbuch: David Ashby und Dario Russo. Regie: Dario Russo.

Credits:
Bilder (c) Edel Germany


Danger 5: Back To The Führer (Kurzkritik)

14. September 2018
Wie der Titel verspricht ereignet sich in der insgesamt 13. Folge von Danger 5 eine Zeitreise. Die Truppe versucht in der Vergangenheit den unsterblichen Geist von Hitler zur Strecke zu bringen… —   Previously on DANGER 5
Back To The Sixties (With Cheese)! Während der Zombieapokalypse im USSR-Land konnten Hitlers (Carmine Russo) untote Überreste zwar zerstört werden, doch über Umwege gelang der Geist des Führers in den Körper der unsterblichen Holly (Elizabeth Hay). „Hitler-Holly“ reiste daraufhin in die Vergangenheit, um den Zweiten Weltkrieg für sich zu entscheiden. Dank eines flott gemixten Zeitreise-Cocktails von Pierre (Pacharo Mzembe) gelang Danger 5 die Verfolgung. Im vom Krieg gezeichneten Österreich müssen sie nicht nur den unkaputtbaren Führer aufhalten, sondern werden auch mit ihren jüngeren Ichs konfrontiert. Vor allem für Pierre ein mehr als denkwürdiges Erlebnis… Mit der vorletzten Episode schlagen David Ashby und Dario Russo den Bogen zur ersten Staffel, mit einer Zeitreise zurück in den Zweiten Weltkrieg im anachronistischen Sixties-Setting, inklusive eines Gastauftritts von Aldo Mignone, dem Pierre aus Staffel 1 sowie einem Wiedersehen mit Colonel Chestbrige und seiner Sitdown-Gun. Nebenbei dient die Folge natürlich auch im Zuge des popkulturellen, allumfassenden Eighties-Overkills als eigenwillige Hommage an eine ikonische Filmtrilogie von Robert Zemeckis. Marty McFly und Doc Brown düsen per modifiziertem DeLorean durch die Zeit. Danger 5 gelingt dies durch einen besonders ausgefeilten Drink, freilich eine Eigenkreation von „Mixperte“ Pierre, welche unbedingt mit Mozzarella zubereitet werden muss („You can’t go back in time without cheese!“)! Als es zur unvermeidlichen Begegnung der Agententruppe mit ihren jüngeren Versionen kommt, helfen auch keine Warnungen, das Raum-Zeit-Kontinuums durch unbedachte Handlung nachhaltig zu verändern. Und so dreht sich Back To The Führer zu weiten Teilen um die persönlichen Befindlichkeiten, die jenes Aufeinandertreffen mit sich bringt. Aber die Episode verkommt keinesfalls zum surrealen Identitätsdrama. Dafür wird reichlich hemmungslos billig zusammengezimmerte Action geboten: ein fast die ganze Laufzeit überdauernder Luftangriff mit den üblichen Spielzeugfliegern an recht sichtbaren Fäden, teils in Tateinheit mit Spielfiguren sowie knallige Shootouts und mehr, inklusive einer augenzwinkernden Reminiszenz an die gute alte Batman-Serie aus den 1960ern. Der unangenehm überraschende Schlussakkord bildet die Basis für das große Serienfinale, demnächst rezensiert auf diesem kleinen Blog. Mit freundlicher Unterstützung von Mein Klampf, dem Führer unter den Gitarren. —   Danger 5, 2×06: Back To The Führer Australien 2015. FSK 16. 25 Minuten. Mit: David Ashby, Elizabeth Hay, Sean James Murphy, Pacharo Mzembe, Natasa Ristic, Amanda Simons, Nikola Despoja, Carmine Russo u.a. Special Guest Star: Aldo Mignone als Pierre. Idee & Drehbuch: David Ashby und Dario Russo. Regie: Dario Russo. — Credits: Bilder (c) Edel Germany

Danger 5: Super Dead (Kurzkritik)

2. September 2018

Obgleich sich die besonders warme Jahreszeit allmählich dem Ende zuneigt, geht der diesjährige Kurzkritiken-Sommer noch ein wenig weiter. Schließlich gibt es da unter anderem ein noch ein paar Episoden von Danger 5.

Previously On DANGER 5

Nazi-Zombies im USSR-Land

Hitler (Carmine Russo) ist tot. Oder doch nicht? Nachdem Danger 5 ihren Erzfeind zur Strecke brachten und diesen Sieg mit einer riesigen Party in Westberlin feiern, steigt der untote Führer aus seinem Grab und mobilisiert eine Armee von Nazi-Zombies. Weiterhin hat es Hitler auf die unsterbliche US-Schülerin Holly (Elizabeth Hay) abgesehen, die von Nikita Chruschtschow (Steve Parker) entführt und als seine Prinzessin ins USSR-Land gebracht wurde. Ilsa (Natasa Ristic), die mit ihrem früheren Lover Chruschtschow noch eine Rechnung offen hat, und die übrigen Mitglieder von Danger 5 eilen zum sowjetischen Freizeitpark, um Holly zu befreien und die Zombieapokalypse zu verhindern…

Killer-Garnelen, koksgedopte Riesenschlangen, mutierte Dinos usw. Irgendwann mussten in der 2. Staffel von Danger 5 ja auch Untote auftauchen. Die Macher begnügen sich aber keineswegs damit, lediglich eine Horde untoter Nazis (ins „Leben“ gerufen von einer ohrenbetäubenden Elektrogitarre!) durch einen Freizeitpark marodieren zu lassen, sondern inszenieren hier einen kuriosen Mehrfronten-Konflikt. Alle flüchten vor den Zombies, versuchen irgendwie zu überleben oder die Unholde gar unschädlich zu machen. Jackson kämpft gegen seine tiefgehende Kommunisten-Phobie und gleichzeitig im Eifersuchtsdreieck mit Ilsa und Chruschtschow während die ätzend-unverbesserliche Holly einfach nur Spaß haben will. Neben dem obligatorischen Gore-und-Splatter-Szenen gefällt vor allem die Gestaltung des Freizeitparks als augenzwinkernder Gegenentwurf zum kulturimperialistisch-kapitalistischen Disneyland. Im großen Finale von Super Dead wird schließlich der Grundstein für die nächste Folge gelegt, die sich in einem ganz anderen Setting abspielt und sicherlich erneut irren Spaß bereitet. Was auch immer da passieren wird…

Mit freundlicher Unterstützung von Dead Hitler Baseballcaps.

Danger 5, 2×05: Super Dead
Australien 2015. FSK 16. 25 Minuten. Mit: David Ashby, Elizabeth Hay, Sean James Murphy, Pacharo Mzembe, Natasa Ristic, Amanda Simons, Fumito Arai, Steve Parker, Carmine Russo u.a. Idee & Drehbuch: David Ashby und Dario Russo. Regie: Dario Russo.

Credits:
Bilder (c) Edel Germany


Danger 5: Un sacco di Natale (Kurzkritik)

26. August 2018

Den Machern von Danger 5 scheint nichts wirklich heilig. Den in Episode vier der 2. Staffel verlagert sich das irre Treiben in den Vatikan, pünktlich zum Fest…

Previously On DANGER 5

Natale, Nachos und Nikita

Eine Gruppe abtrünniger Nazis um Mr. Pedro (Nathan Cain) hat Hitler (Carmine Russo) entführt und hält diesen im Vatikan gefangen, wo gerade die traditionelle große Weihnachtsfeier stattfindet. Während Pierre (Pacharo Mzembe) den finsteren Vorgängen in der Kurie auf den Grund zu gehen versucht, müssen der indisponierte Tucker (Sean James Murphy) und Pierres Sidekick McKenzie (Fumito Arai) Babysitter für die unkaputtbare Göre Holly (Elizabeth Hay) spielen, auf welche es der frostige Chruschtschow (Steven Parker) abgesehen hat. Ilsa (Natasa Ristic) und Jackson (David Ashby) erleben unterdessen ein Wiedersehen der absonderlichen Art…

Von wegen „Urbi et Orbi“! Weihnachten im Kirchenstaat läuft hier ganz anders ab, nämlich als glitzern-kitschige Italo-Disco-Sause mit kommerzgeschwängerten Devotionalien und leicht bekleideten Damen. Aber Un sacco di Natale parodiert nicht nur Szenarien aus einem Dan-Brown-Roman aufs Absurdeste und lässt Popetown alt aussehen, sondern liefert mit der atemlosen Flucht vor einem Fisterling und seinen Luftballons Reminiszenzen an das Home-Invasion-Genre. Doch das allein reicht David Ashby und Dario Russo nicht, um die 25 Minuten gewohnt bis zum Zerbersten vollzupacken. Neben einer drogeninduzierten Down-Under-Heimweh-Vision mit sprechenden Tieren durchlebt man als Zuschauer außerdem ein unvergleichliches Eifersuchtsinferno um die attraktive Russin Ilsa inklusive grenzüberschreitender „Liebesszene“. Zum großen Schlusspunkt dieser erneut hemmungslosen Folge gelingt es dem titelgebenden Agenten-Team im zehnten (!) Anlauf endlich ihr Ziel zu erreichen. Den Cameo der Woche absolviert Regisseur Russo (der gefühlt die Hälfte der Nebendarsteller nachsynchronisiert hat) höchstpersönlich als italienisch parlierender Jesus am Kreuz, dem die Feierlichkeiten anlässlich seiner Geburt teilweise gegen den Strich gehen. Jedenfalls geht die Party bald weiter, auch ohne christlichen Beistand.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Nachos Italianos.

Danger 5, 2×04: Un sacco di Natale (A Sack Of Christmas)
Australien 2015. FSK 16. 25 Minuten.
Mit: David Ashby, Elizabeth Hay, Sean James Murphy, Pacharo Mzembe, Natasa Ristic, Amanda Simons, Fumito Arai, Steve Parker, Carmine Russo u.a. Special Guests: Max Mastrosavas als Papst, Brendan Rock als Desert Fox und Dario Russo als Jesus. Idee & Drehbuch: David Ashby und Dario Russo. Regie: Dario Russo.

 

Credits:
Bilder (c) Edel Germany


Schreiben als Hobby

Aus den Aufzeichnungen der Skáldkonur: Wo Worte sich zu Texten fügen, ist es Zeit für den Barden seine Geschichten zu erzählen.

11ersfilmkritiken

Herzlich willkommen auf meinem Filmblog

Weltending.

Buch. Musik. Film. Serie. Spiel. Ding.

Adoring Audience

Kritiken zu Filmen, Serien und Theater

Parkwelten - Freizeitparks, Kirmes & Co

Parkwelten - Freizeitparks, Kirmes & Co

Remember it for later

Filme sehen und erinnern

Blaupause7

die Pause zur blauen Stunde

The Home of Horn

What i like, what i don't. Short Reviews, Top-Lists, Interests.

Sneakfilm - Kino mal anders

Kino…DVD…Blu-ray…und mehr!

Trallafittibooks

Roguish. Nerdy. Redhead.

Gina Dieu Armstark

Passion of Arts

Filmexe - Blog über Filme und Serien

Filme und Serien werden bei uns besprochen, in Form von Kritiken und auch einem Podcast. Jede Woche gibt es zwei Filmkritiken zu Filmen die gerade im Kino laufen oder auch schon länger draußen sind, der Filmpodcast heißt Filmexe Podcast.

Miss Booleana

says "Hello World!"

Cinematographic Tides

Filmische Gezeiten / Filmbesprechungen nach Wetter- und Stimmungslage / Klönschnack inbegriffen

What's Best in Life?

Ein Popkultur-Buchclub für Nerds

Hurzfilm

Ist das Filmkunst oder kann das weg?

Marcel Michaelsen

Selbsternannter Schriftsteller

Trivial

Friedl Von Grimm - fast eklig polygam

flightattendantlovesmovies

Die Flugbegleiterin, die gerne gute Filme und Serien guckt und darüber schreibt.

28 Books Later

Lesetagebuch einer Horrortorte

neuesvomschreibtisch

You're gonna be fine.

ergothek

Der Blog mit dem DeLorean

Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

The Televisioner

Ein subjektives Blog über Serien, Filme und anderen Popkultur-Kram

Singende Lehrerin

Tagebuch einer singenden, film-, serien- und theaterverrückten Lehrerin

Xanders Blog

Ein Blog über Filme, Fernsehen, Games, Bücher, Comics und sowas.

Wortman

Willkommen in den WortWelteN

moviescape.blog

Texte über Filme, Serien, Popkultur, Laufen und das Vatersein.