Thor: The Dark Kingdom (Kurzkritik)

29. Oktober 2017

„Thor 3“ steht vor der Tür. Zur Einstimmung habe ich mir nach Thor auch gleich noch die Fortsetzung Thor: The Dark Kingdom erneut angesehen…

Donnergott und Dunkelelfen

Der Angriff der Aliens auf die Erde in Avengers hat auch in den anderen acht Welten des Kosmos Spuren hinterlassen. Thor (Chris Hemsworth), Donnergott und Kronprinz von Asgard, ist mit seinen Kampfgefährten gut beschäftigt, Aufstände niederzuschlagen. Sein königlicher Vater Odin (Anthony Hopkins) hat Thor jeglichen Kontakt zu dessen irdischer Geliebten, der Astrophysikerin Jane Foster (Natalie Portman), verboten. Doch als der allsehende Wächter Heimdall (Idris Elba) die hübsche Wissenschaftlerin plötzlich nicht mehr auf seinem „Radar“ hat, kehrt Thor zur Erde zurück. Jane ist wegen einer Art Durchlässigkeit im Raum zum Versteck der geheimnisvollen Kraft namens Äther geraten und wird von dieser in Besitz genommen. Unfreiwillig erweckt Jane so die seit Jahrtausenden besiegten Dunkelelfen um Anführer Malekith (Christopher Eccleston) erneut zum Leben. Der finstere Dunkelelfenfürst hat dummerweise nichts Gutes im Sinn. Zur bevorstehenden Konvergenz der neun Welten des Universums plant er mit der Macht des Äthers alles Leben in ewige Finsternis stürzen…

Eigentlich würde jetzt erwartungsgemäß an dieser Stelle der (zumindest in meinem Freundeskreis) etwas abgedroschene Meta-Kalauer stehen, wonach sowohl hinter „Thor 1″ als auch“Thor 2“ der Zonk stehe. Doch bei der Zweitsichtung hat mich Thor: The Dark Kingdom (der wohl wegen des ebenfalls 2013 erschienen russischen Fantasyfilms Dark World 2: Equilibrium einen vom Original abweichenden Verleih-Untertitel erhielt) positiv überrascht, auch wenn ich ihm vor vier Jahren nach dem Kinobesuch inhaltlich als ziemliches Stückwerk wahrgenommen hatte. Aufgrund der bisweilen etwas kruden Science-Fantasy-Mischung sowie Setdesign und visuelle Effekten irgendwo zwischen John Carter – Zwischen zwei Welten und Dune – Der Wüstenplanet wirkt der Film von TV-Veteran Alan Taylor (Game Of Thrones) ähnlich unterhaltsam wie eine Doppelfolge der britischen Kultserie Doctor Who, wobei Ex-Doctor Christopher Eccleston hier den finsteren, aber (leider gewohnt) verschenkten Schurken gibt. Freilich bleiben Logik und Charakterentwicklung in diesem „Jump and Run zwischen den Welten“ weitgehend auf der Strecke, wenngleich die Chemie zwischen den Hauptfiguren besser zu funktionieren scheint. Von einem wirklich guten Streifen bleibt The Dark Kingdom aber noch einen kleinen Weltensprung entfernt.

UPDATE: HIER meine Filmkritik zu „Thor 3“.

 

Thor: The Dark Kingdom (Thor: The Dark World)
Comic-Verfilmung USA 2013. FSK 12. 107 Minuten (PAL-DVD). Mit: Chris Hemsworth, Natalie Portman, Tom Hiddleston, Anthony Hopkins, Stellan Skarsgård, Idris Elba, Christopher Eccleston, Kat Dennings, Ray Stevenson u.v.a. Regie: Alan Taylor. Drehbuch: Christopher Yost, Christopher Marcus, Stephen McFeely. Nach Comics von Stan Lee, Jack Kirby, Larry Lieber.


Bild (c) Marvel Studios.


Thor (Kurzkritik)

28. Oktober 2017

Am Dienstag (31.10.2017) startet Thor: Tag der Entscheidung hierzulande in den Kinos. Grund für mich, die beiden bisherigen Abenteuer des „behämmerten“ Gottes aus dem Marvel-Kinoversum einer Wiederholungssichtung zu unterziehen…

T(h)or in andere(n) Welten

Nachdem die gottgleichen Bewohner Asgards unter ihrem König Odin (Anthony Hopkins) vor vielen Jahrhunderten die Frostriesen besiegten, herrscht ein fragiler Waffenstillstand. Am Tag als Odins Sohn Thor (Chris Hemsworth) zum Thronfolger ausgerufen wird, lässt er sich von seinem listigen Bruder Loki (Tom Hiddleston) zu einem folgenreichen Angriff gegen die Frostriesen anstacheln. Zur Strafe für seine Dummheit und Überheblichkeit wird Thor von seinem Vater auf die Erde verbannt. Dort landet Thor direkt vor dem Auto der jungen Wissenschaftlerin Jane Foster (Natalie Portman). Als sein Hammer Mjölnir ebenfalls in New Mexico landet, kämpft sich Thor durch die Reihen der S.H.I.E.L.D.-Soldaten unter Agent Coulson (Clark Gregg) und erkennt, dass er etwas an seinem Leben ändern muss. Unterdessen schmiedet Loki in Asgard finstere Pläne.

Obwohl Shakespare-Spezialist Kenneth Branagh Regie führte und ein illustres Ensemble (darunter die Oscar-Gewinner Anthony Hopkins und Natalie Portman) zur Verfügung hatte, so gerät Thor, der erste Film über den nordischen Donnergott in der Marvel-Version, zum Nummernfilm-Brocken, der den Zuschauern auf dem Weg zur Leinwand-Superhelden-Convention Avengers (2012) einfach vor die Füße geworfen wird. Da die Story weitgehend lieblos heruntergekurbelt wird und der recht limitierte Hauptdarsteller Chris Hemsworth (die Goldene Himbeere ging leider an Adam Sandler) die schauspielerischen Anforderungen kaum erfüllen kann, verpuffen die guten Ansätze und die dem Stoff zugeschriebene Gravitas bleibt nur Behauptung. Selbst die Entwicklung des einzig interessanten Akteurs namens Loki (furios gespielt von Tom Hiddleston) wirkt überhastet und sprunghaft. Dabei gelingt hier eine kurzweilige und in Bezug auf die Götterwelt Asgard visuell ansprechende Inszenierung, ohne den für spätere MCU-Filme typischen totalen Action-Overkill.

Dieses war der erste (Hammer-)Streich, doch der zweite folgt sogleich…

Thor
Comicverfilmung USA 2011. FSK 12. 110 Minuten (PAL-DVD). Mit: Chris Hemsworth, Natalie Portman, Tom Hiddleston, Anthony Hopkins, Stellan Skarsgård, Kat Dennings, Clark Gregg, Idris Elba, Colm Feore, Ray Stevenson, Jaimie Alexander u.a. Regie: Kenneth Branagh. Drehbuch: Ashley Edward Miller, Zack Stentz, Don Payne. Nach Comics von Stan Lee, Jack Kirby, Lary Lieber.

Bild (c) Marvel Studios/Paramount.


Captain America: Civil War – Prognose

18. Dezember 2015

Die dritte Phase des allgegenwärtigen und unausweichlichen „Marvel Cinematic Universe“ startet am 5. Mai 2016 mit Captain America: Civil War (oder wie in Deutschland heißt: The First Avenger: Civil War). Wie kann man sich die Wartezeit am besten verkürzen? Natürlich andere Filme schauen. Oder eben eine Prognose wagen, was so alles im Film passieren wird.

Zu Anfangs machen sich Captain America und sein „Wingman“ (sorry der musste sein) Falcon auf die Suche nach seinem alten Kumpel Bucky Barnes alias The Winter Soldier, den irre Wissenschaftler zum emotionlosen Killer umgepolt haben. Da der immer noch verwirrte Bucky keinen Bock auf Gruppentherapie hat, flieht er. Bei der Verfolgungsjagd machen er und die beiden anderen fast eine ganze Stadt platt (Moment! Hatten wir das nicht schonmal irgendwo? Egal…). Das bringt den neuen Verteidigungsminister und Ex-General Thaddeus „Thunderbolt“ Ross dazu, den „Mutant Registration Act“, sorry falscher Film, den „Superhuman Registration Act“ (SHRA) ins Leben zu rufen. Wie gut, dass der Hulk nicht in Civil War auftritt, denn dann würde sich Minister Ross darüber wundern, dass er nicht mehr wie Edward Norton, sondern wie Mark Ruffalo aussieht.

Jedenfalls findet Tony Stark/Iron Man den SHMU äh SHRA richtig gut, obwohl er bisher nicht so dicke mit der Regierung war. Aber es steht halt im Drehbuch, dass er den SHRA toll finden muss. Steve Roger alias Captain America dagegen findet den SHMU nicht so toll, weil er seit seinem letzten Solo-Abenteuer (The Return Of The First/Last Avenger And Also The Return Of HYDRA oder so) gecheckt hat, dass große Organisationen ganz einfach 70 Jahre lang von geheimen Nazis unterwandert werden können ohne dass es irgendeine Putzfrau merkt. Es kommt zum Kampf zwischen dem reichen Blechdeppen und dem patriotischen Schildbürger. Die übrigen Avengers knobeln per Schnick-Schnack-Schnuck aus, wer auf welcher Seite steht. Die große Daueraction beginnt. Fast jeder fightet jeden und jedesmal wird eine Großstadt zerstört. Damit nicht schon nach einer halben Stunde sämtliche US-Metropolen in Schutt und Asche liegen, gibt’s zwischendurch nen Abstecher nach Kanada.

Dann nach knapp 2/3 der Laufzeit, die etwa 165 Minuten beträgt, kommt die wirklich völlig unglaublich unfassbar unerwartete Megahammerwendung: der gesamte (!) US-Verteidigungsapparat ist von einer Supernazi-Organisation unterwandert worden, die noch böser, gemeiner und hinterlistiger ist als HYDRA: KRAKEN. Es scheint, dass der von Daniel Brühl mit Hitler-Attitüde gespielte Baron Zemo hier die Fäden/Tentakel zieht, aber in Wirklichkeit ist es das in einem Twitter-Account gespeicherte Gehirn des eigentlich getöten Baron von Strucker (Thomas Kretschmann). Plötzlich merken die sich gegenseitig verkloppenden Avengers, dass sie doch einen gemeinsamen Feind haben (wider Erwarten aber weder die judäische Volksfront noch die Römer noch die Orks noch das zurückhauende Imperium): KRAKEN!

Es kommt zum großen Showdown im US-Bundesstaat Alaska (da gibt es nicht so viele Metropolen, die man beim Kämpfen versehentlich platt machen kann und außerdem leben da weniger Menschen), der gefühlte zehn Stunden dauert und bei welchem es unseren Helden gelingt, KRAKEN zu besiegen. Allerdings schafft es das Gehirn von Baron von Strucker, sich mit letzter Kraft von Twitter nach Instagram zu transferieren. Daher heißen die beiden nächsten Avengers-Teile ja auch Avengers – The Instagram Wars (Kinostart 2018 und 2019).

Als kleines Intermezzo zwischen den endlosen Actionszenen gibt es eine kleine Dreiecksgeschichte, die Potenzial hat sich über die nächsten Filme zu verteilen. Muss sie halt auch, denn mit 5 Minuten pro Film ist nicht viel Platz für große Entwicklungen. Die Filme müssen ja aus Gründen der Ausgewogenheit wenigstens zu 91,1 Prozent aus Actionsequenzen bestehen. Jedenfalls gesteht Natasha alias Black Widow ihrem Kumpel Cap, dass sie von ihrem Techtelmechtel mit Bruce Banner/Hulk (der ja immer noch auf Selbstfindungstrip im Düsenjet weilt) schwanger ist und in ihr ein kleiner gelegentlich grün werdender Embryo heranwächst. Captain America ist not amused, wollte er doch eigentlich seine Jungfräulichkeit an die heiße Rothaarige verlieren. Nobel (und immer noch ungevögelt) erklärt sich Stevie bereits, der Schwarzen Strohwitwe bei der Kindererziehung beizustehen, sollte sich der Vater nicht mehr melden. Das ruft allerdings wiederum Eifersüchteleien bei Sharon Carter/Agent 13 (Großnichte von Peggy Carter oder so) hervor, die ja eigentlich endlich mal was mit Cap anfangen wollte. Kurze, erzerweichende Szenen sind vorprogrammiert.

Ach ja und nicht zu vergessen! Civil War ist auch der erste Auftritt des neuen Spider-Man (gespielt vom ganz jungen Tom Holland). Allerdings hat Spidey sagen wir mal wenig zu tun. Er schwingt sich ab und zu mal durchs Bild und immer wenn er etwas sagen will, explodiert nebenan ein Gebäude und der Zuschauer hört nicht, was der Bub sagen will. Wegen schlechter Resonanz auf Twitter wird Tom Holland allerdings während der Post Production nach einer Pressevorführung, bei welcher die Testzuschauer nur eine Durchschnittsbewertung von 9,5 von 10 Punkten gegeben haben, durch eine Computer animierte Puppe ersetzt. Ach ja und Black Panther alias der König von Waka Waka taucht ebenfalls zum ersten Mal auf. Da es allerdings mit War Machine und Falcon schon zwei schwarze Avengers gibt, hat der afrikanische Held nur ein kurzes Gastspielchen bei Oprah auf der Couch.

Aber egal, auf der ganzen Welt strömen die Menschen in Scharen in die Kinos (die Karten kosten ja auch nur 30 € aufwärts pro Nase) und viele Filmbewertungsseiten müssen vor lauter überwältigend positiver Meinungen auf einer Skala von 1 bis 10 die Wertung 11 einführen. In einer kleinen Postcreditszene sieht man übrigens Pepper Potts und Jane Foster, die sich völlig gelangweilt eine Folge Marvel’s Agents Of S.H.I.E.L.D. ansehen.
Linktipp: Bilanz zu den Phasen 1 und 2 des MCU


Marvel Cinematic Universe – Bilanz nach Phase 2

26. November 2015

Nachdem auch Phase 2 des Marvel Cinematic Universe gnädigerweise leider dieses Jahr zu Ende gegangen ist und die nächsten Filme schon in den Starlöchern stehen, ist es höchste Zeit eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Und zwar mit nackten Zahlen, völlig subjektiv.

 

 

 

Hinweis: Unter den Filmtitel sind die jeweiligen Kritiken aus der Zeit meines Kinobesuches verlinkt. Die Bewertungen haben sich aber seitdem teilweise geändert.

 

 

PHASE 1

Iron Man_Poster

8-10
Iron Man (2008)

 

Der unglaubliche Hulk_Poster 

7-10
Der unglaubliche Hulk (2008)

 

Iron Man 2_Poster 

7-10
Iron Man 2 (2010)

 

 Thor_Poster

5-10
Thor (2011)

 

Captain America_Poster 

3-10
Captain America: The Last Avenger (2011)

 

The Avengers_Poster 

8-10
Avengers (2012)

Durchschnittwertung: 6,33/10

PHASE 2
Iron Man 3_Poster

7-10
Iron Man 3– Rise Of The Mandarin (2013)

 

Thor 2_Poster 

4-10
Thor 2 – The Dark Elves (2013)

 

 Captain America 2_Poster

5-10
Captain America 2 – The Return Of The Last Avenger (And HYDRA) (2014)

 

Guardians Of the Galaxy_Poster 

6-10
Guardians Of The Galaxy (2014)

 

 Avengers 2_Poster

3-10
Avengers 2 – Age Of Overkill (2015)

 

Ant-Man_Poster 

7-10
Ant-Man (2015)

 

Durchschnittswertung: 5,33/10

Bilder (C) Disney/Marvel.


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