Der geniale Serien-Montag (7)

15. Juni 2016

Aus aktuellem Anlass (nennt sich Fußball-EM) gibt’s die Recaps zu den neuen Folgen von Game Of Thrones und Penny Dreadful diese Woche einen Tag später.

Serien-Montag_Cloud

Vorsicht, Spoiler zur Folge 6×08 von Game Of Thrones sowie 3×07 von Penny Dreadful!!!

 

Game Of Thrones, 6×08 „No One“

Drehbuch: David Benioff & D.B. Weiss. Regie: Mark Mylod.

Game Of Thrones_6x08_WaifDie heutige Folge wirkt allgemein um einiges schwächer als die letzten paar. Höchstwahrscheinlich hat sie aber nur das große Problem, dass die vorkommenden Handlungsstränge weitgehend antiklimatisch verlaufen. In Braavos findet Cersei-Darstellerin Lady Crane die verwundete Arya in ihrer Umkleide, nimmt sie mit nach Hause in ihre Wohnung (ich dachte die Schauspieler schlafen alle hinter der Bühne) und verbindet ihre Wunden. Nach einer Nacht Mohnblumensaft-induziertem Schlaf erwacht Arya, um die hilfsbereite Starschauspielerin tot aufzufinden, ermordet von The Waif. Arya und die finstere Frau (die wie ein Terminator rennt) liefern sich eine Parcours-Verfolgungsjagd durch die Straßen der Stadt. Obwohl wir diese Staffel schon gefühlte 1.000 Szenen mit den beiden Kämpferinnen, die sich gegenseitig auf die Mütze hauen, gesehen habe, ist es etwas schade, dass Arya ihre Gegnerin im Off tötet. Arya ist jetzt endgültig nicht mehr Niemand, sondern wieder sie selbst. Das Rückfahrticket ist schon gebucht. An dieser Stelle muss ich auch ein wenig meiner Enttäuschung Ausdruck verleihen, dass die im Netz kursierten Theorien zu Aryas merkwürdigem Verhalten in der letzten Folge (plötzlich war sie Rechtshänderin, außerdem marschierte sie trotz der bekannten Bedrohung durch The Waif sorglos durch die Gegend) hier überhaupt nicht zutreffen. Gerade die Vermutung, dass die Arya in Episode 6×07 gar nicht Arya war, erschien mir sehr plausibel. Aber was soll’s.

Sandor Clegane alias der Bluthund hat die Übeltäter, die seine neuen friedlichen Freunde massakriert haben, gleich gefunden und spaltet ihre Schädel, Unterleiber usw. mit seiner Axt. Dann trifft er auf die Bruderschaft ohne Banner und es gibt ein Wiedersehen mit Robin Hood Beric Dondarrion (immer noch/wieder am Leben) und Bruder Tuck Thoros von Myr, die ihm erlauben bei der Hinrichtung der Abtrünnigen mitzuhelfen. Somit eröffnet sich für Sandor eine neue Karriereoption (statt einfach nur sich den Weg frei zu metzeln): Kampf mit der Bruderschaft gegen die eisige Bedrohung von jenseits der Mauer.

Ebenfalls in den Flusslanden geht die Belagerung von Riverrun durch das Lannister-Heer unter Ser Jaime weiter. Da taucht Brienne auf und verhandelt erst mit Jaime und dann mit dem Blackfish. Allerdings gelingt es der Ritterin nicht, den Blackfish davon zu überzeugen, mit Riverrun seine Heimat aufzugeben, um für seine Großnichte Sansa gegen die Boltons zu kämpfen. Mit manipulativer Überzeugungsarbeit und einer List gelingt es Jaime, die Burg friedlich einzunehmen. Der Blackfish zieht es vor, in einem letzten Kampf zu sterben anstatt mit Brienne per Boot zu fliehen.

In King’s Landing darf der andere (und viel größere) Clegane-Bruder einem „Kampfspatzen“ den Kopf abreißen, eine Machtdemonstration von Cersei gegenüber ihrem Cousin Lancel und seinen Glaubensbrüdern, die bewaffnet im Red Keep auftauchen, um die Königsmutter zum Hohen Spatzen zu zitieren. Doch Cerseis Freude währt nicht lange, denn ihr Sohn, König Tommen, der vom militanten Glauben manipuliert wurde, hat dem Hofe Neuigkeiten zu verkünden. Das Datum für die Verhandlung von Cersei und Loras Tyrell wird festgelegt. Und das Urteil per Zweikampf für illegal erklärt. Also nichts mit Frankenmountain als unüberwindbare Rechtsschutzversicherung.

In Mereen erleben wir leider den x-ten Versucht von Tyrion aus den Spaßbremsen Grey Worm (sein Name in Valyrisch klingt immer noch wie „puerco nudo“, was auf Spanisch soviel wie „nacktes Schwein“ bedeutet) und Missandei lustige Gesellen zu machen. Immerhin Missandeis Dolmetscher-Witz ist ganz ordentlich. Rechtzeitig bevor völlige Peinlichkeit und Langeweile eintritt, greift die Flotte der Sklavenmeister an, mit denen Tyrion eigentlich ja eine Art Frieden geschlossen hat. Es war auch in den letzten Folgen verdächtig ruhig. Die Pyramiden werden bombadiert. Da landet etwas auf dem Dach. Es ist Daenerys, die auf Drogon mal schnell hergeflogen ist.

Die nächste (und vorletzte Episode der 6. Staffel) wird sich getreu dem Titel „Battle Of The Bastards“ fast ausschließlich mit dem Kampf der Starks gegen die Boltons um Winterfell befassen. Aber es gibt ja auch noch eine Schlacht um Mereen. Let the battles begin!

Penny Dreadful, 3×07 “Ebb Tide”

Drehbuch: John Logan. Regie: Paco Cabeza.

Die Kameraeinstellung von oben auf die schlafende Vanessa ähnelt frappierend einer Szene mit Arwen aus Peter Jacksons Herr der Ringe-Trilogie (siehe Bildvergleich unten). Dr. Sweet/Dracula gibt sich nach der ersten gemeinsamen Nacht mit Miss Ives aber noch nicht zu erkennen. Das Museum bietet eine grandiose Kulisse, mit seinen unzähligen ausgestopften Tieren.

Die Eingangsszene gehört allerdings der Revolutionärin Lily, die an einem Kinderfriedhof einer hinterbliebenen Mutter Trost spendet, bevor sie zum Grab ihrer eigenen, im Säuglingsalter verstorbenen, Tochter geht. In Dorians Anwesen haben Lily und Justine die Frauen ihrer Bewegung an einer großen Tafel versammelt. Lily ruft ihre Schwestern dazu auf, den bösen Männern eine Hand abzuhacken. Hausherr Dorian sitzt eher teilnahmlos daneben. Man denkt, dass ihm diese ganze blutrünstige Suffrageten-Slasher-Sache nicht geheuer ist. Doch beim Spaziergang enthüllt er Lily, dass ihn diese Frauen-Revolution wie alle Revolutionen in den letzten Jahrhunderten, die der Unsterbliche ja persönlich erlebt hat, langweilt. Schließlich „übergibt“ Dorian seine unsterbliche Hälfte an ihren Schöpfer Dr. Frankenstein, der jetzt endlich mit dem neuen Wunderserum die „alte“, friedliche, liebliche Lily zurückholen kann. Wunderbare Dialektik beim Drehbuch von Meister John Logan. Lily predigt vor ihren Mitstreiterinnen gegen die Unterdrückung und Erniedrigung von Frauen, um selbiges Schicksal dann selbst zu erleiden. Ob die Medizin wirkt, erfahren wir erst nächste Woche.

Ein unverwartetes Happy End erlebt Frankensteins Kreatur/John Clare. Er besucht Vanessa und sie rät ihm, sich seiner Familie zu erkennen zu geben. Das macht John auch und am Ende hält er seinen kranken Sohn in den Armen. Der Vater ist wieder mit Ehefrau und Kind vereint. Eine bewegende Szene mit gewohnt eindringlicher musikalischer Untermalung von Abel Korzeniowski. Warum gibt es eigentlich bisher nur eine Soundtrack-CD zu ersten Staffel?

Als Kaetenay mal wieder einen Pfeiffen-Trip einschmeißt, erkennt er, dass Vanessa in Gefahr ist und das Ende aller Tage bevorsteht. Daher beeilen sich Malcolm und Ethan mit ihrer Rückreise nach London. Nachdem Vanessa sich erneut mit der Thanatologin Dr. Hartdegen (wie könnte eine passionierte Fechterin sonst heißen?) trifft und diese alle ihre zuverlässigen Informationen über Dracula ausbreitet, wird es der vom Teufel und Vampiren Verfolgten klar, wer der „Drache“ ist. Natürlich werden die gängigen Vampirmythen hier als Aberglauben und Fiktion entlarvt.

Bewaffnet mit einem Revolver kehrt Vanessa ins Museum zurück, um Draculas sterbliches Sein in Person von Dr. Alexander Sweet zu töten. Doch mit einem ehrlich wirkenden Liebesbekenntnis kann der süße Obervampir Vanessa betören und erstmals ihren Hals mit seinen Zähnen durchbohren. Morbide Romantik.

Kommt jetzt, wo Vanessa zur dunklen Seite der Macht übergegangen ist, das vielbeschworene Ende der Welt? Die Herrschaft der Kreaturen der Nacht?

…for the night is dark and full of terrors.“

 

Arwen liegend

Penny Dreadful_3x07_Vanessa liegend

To be continued…

Bilder: HBO/Showtime/Warner Bros.


Der geniale Serien-Montag (6)

7. Juni 2016

Nach der heutigen sechsten Ausgabe des genialen Serien-Montags folgt leider die Erkenntnis, dass dise Rubrik vergänglich ist. Denn die neuen Staffeln von Game Of Thrones und Penny Dreadful beinhalten nur noch je drei Folgen. Aber erst einmal meine Recaps zu „The Broken Man“ und „No Beast So Fierce“…

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Vorsicht, Spoiler zur Folge 6×07 von Game Of Thrones sowie 3×06 von Penny Dreadful!!!

Game Of Thrones: 6×07 „The Broken Man“

Drehbuch: Bryan Cogman. Regie: Mark Mylod.

Einer der beiden titelgebenden Männer ist DER Rückkehrer dieser Staffel: Sandor Clegane. Nachdem ihn Brienne vor 17 Folgen fast totgeschlagen hat, lebt er nun als Holzfäller beim gutmütigen Ex-Soldaten und Amateur-Septon Ray (Ian McShane in einer einmaligen Gastrolle) und dessen Gemeinschaft friedlicher, einfacher Leute, die sich zwecks Überleben zusammengetan haben und schon fleißig an einer kleinen Kapelle zimmern. Doch während Sandor im Wald frisches Holz besorgt, wird seine neue Familie leider dahingemetzelt. Westeros ist kein gutes Pflaster für Pazifisten. The Hound is back.

Nachdem der militante Glaube/Orden Tommen eingelullt und Margaery scheinbar bekehrt hat, ist die Oma (Oleanna Tyrell) der Königin zerknirscht und verheimtlich dies Cersei gegenüber auch nicht. Wie immer sind die Szenen mit den beiden, jede auf ihrer Weise, starken Frauen ein Genuss an Dialogwitz und Mienenspiel. Wenigsten hat Enkelin Margaery vorher durchscheinen lassen, dass sie nicht wirklich ganz religiös ist und der Großmutter zur Heimreise nach Highgarden geraten. Guter Rat, denn Oberguru High Sparrow hat es auf das rüstige Tyrell-Familienoberhaupt abgesehen.

Ser Jaime marschiert mit einer großen Lannister-Armee bei Riverrun (in der fragwürdigen Neuübersetzung der Romane leider nicht mit „Flussrennen“ übersetzt) auf, wo die anwesenden Freys grad irgendwie so gar nicht weiterkommen und daher immer wiedermal eine kleine oder große Scheinhinrichtung von Edmure Tully (der Bräutigam bei der Roten Hochzeit) inszenieren. Ja, die Freys sind schon eine Bande inzüchtiger Mützenträger. Einen König, seine halbe Familie und seine Truppen bei einer Vermählungsfeier in der eigenen Halle zerschnetzeln kriegen sie ohne große Verluste hin. Aber so Belagerungstechnisch sind sie nicht so die großen Problemlöser. Doch jetzt ist Jamie da, übernimmt das Kommando und hat den für scharfsinnige Ideen oder coole Sprüchen zuständigen Ex-Söldner Bronn dabei, der seine Staffeloremiere feiern darf. Beim Plaudern auf der Hängebrücke treffen sich zwei Legenden: Brynden „Blackfish“ Tully und Jaime „Kingslayer“ Lannister. Brynden ist für Jaimes gutes Angebot nicht empfänglich und auch der mögliche Tod seines Neffen, seit Jahren Gefangener der Mützenträger, taugt nicht als Drohung. Blackfish möchte die Belagerung aussitzen und lässt sich nicht ins Bockshorn jagen. Der nächste Rückkehrer, dessen einmalige Präsenz vermisst wurde.

Im Norden tun sich Jon, Sansa und Davos schwer, Verbündete gegen die Boltons zu finden. Zwar gelingt es dank Davos, die etwa 10jährige Lady Lyanna Mormont (Nichte des ermordeten Ex-Lord Commander Jeor Momont und Cousine des exilierten Ser Jorah Mormont) zu überreden, ihre 62 (!) Mann zur Verfügung zu stellen, aber bei den wichtigen Glovers (die ihre eigene Burg Deepwood Motte vor nicht allzu langer Zeit von den Ironborn zurückerobert haben) blitzt das Trio ab. Die Aussichten sind düster, daher schickt Sansa einen Raben los und wir können uns gut vorstellen an wen.

Der andere gebrochene Mann ist Theon Greyjoy, der sich mit seiner Schwester Yara/Asha grade in Volantis befindet, ein Zwischenstopp auf dem Weg zur Drachenkönigin. Yara outet sich als „Mannweib“ und gönnt sich die Begegnung mit einer Prostituierten. Währenddessen bucht sich Arya (aka No More No One) dank ihrer Ersparnisse eine Schiffsreise nach Westeros. Doch bevor die losgeht, wird sie erst einmal von The Waif niedergestochen, die sich kurz als alte Frau „verkleidet“ hat. Arya springt in den Fluss und taumelt hinterher durch die Straßen. Böser Cliffhanger.

Die Staffel ist fast schon wieder vorbei. Nur noch drei Folgen. Danach wird es insgesamt wohl nur noch 13 Episoden (sieben in Staffel 7, sechs in Staffel 8), wenn man der Aussage von Jack Bender (Regisseur 6×05 und 6×06) Glauben schenken darf. Kein Wunder, dass viele Dinge so schnell vorangetrieben werden.

Game Of Thrones_6x07_BelagerungBelagerung durch Mützenträger

 

Prnny Dreadful: 3×06 „No Beast So Fierce“

Drehbuch: Andrew Hinderaker & Krysty Wilson-Cairns. Regie: Paco Cabezas.

Penny Dreadful_3x06_MuseumNachtrag zur Vorwoche: Zum ersten Mal in der Seriengeschichte von Penny Dreadful stammte das Skript zur letzten Episode, die fast nur im gruseligen Westen spielte, nicht ausdrücklich von Creator und Showrunner John Logan. Staff Writer Andrew Hinderaker durfte ran. Diese Woche mischt Writing-Staff-Kollegin Krysty Wilson-Cairns auch mit.

Da die Dres Frankenstein und Jekyll beim Entwickeln eines Serums, welches wahnsinnige Löwen in sanfte Lämmer verwandelt, Erfolg hatten, will Victor jenes gleich bei seiner Schöpfung Lily einsetzen. Doch auch wenn er genial darin ist, Totes wieder zum Leben zu erwecken, beim Thema Einbruch ist er so erfolgreich wie die Freys in GoT bei einer Belagerung. Victor wird eingefangen und vor Dorian, Lily und ihre neuen Jüngerinnen gebracht, die gerade tödliche Selbstverteidigung gegen Männer mit Dorian als Testobjekt üben. Ober-Akolythin Justine, die den Respekt gegenüber ihren Rettern verloren hat, will unbedingt Frankenstein mal so richtig zur Halsschlagader lassen, aber Dorian möchte den patenten Mediziner nicht killen, schließlich könnte er doch noch zu etwas nutze sein. Mit dem Hinweis, dass er in ihrer Schuld stehe, entlassen Dorian und Lily ihn zurück in die Freiheit. Dorian ist jedenfalls die kleine, (aus nachvollziehbaren Gründen) Männer hassende Justine nicht mehr wirklich geheuer.

Penny Dreadful_3x06_SelbstverteidigungVanessa Ives verabschiedet sich von unserem exzentrischen Lieblingsägyptologen Ferdinand Lyle, der nach Kairo reisen und dort längere Zeit bleiben wird. Während seine Expertise im Kampf gegen die Hexen in Staffel zwei noch zum „Hauptdarsteller“-Status reichte, so dient er in der neuen Season dazu, Vanessa an sehr kompetente Frauen weiter zu vermitteln. Dieses Mal ist die Expertin Dr. Catriona Hartdegen, ihres Zeichen Thanatologin, die Vanessa rät, sich vor Dracula dadurch zu schützen, indem sie sich mit liebenden Menschen umgibt. Da die ersten Kandidaten sich gerade durch die Prärie ballern, geht Vanessa ausgerechnet zu Doctor Alexander Sweet, der dummerweise Dracula ist. Die beiden gestehen sich ihre Liebe und treiben es wild mittem im Museum neben alle den ausgestopften Tieren in allen Größen.

Der blutige Vater-Sohn-Konflikt im Wilden Westen und manche seiner Nebenkriegsschauplätze finden ihr bleihaltiges Ende. Nach der kollektiven Verhaftung aller auf der Talbot-Ranch Anwesenden durch Inspector Rusk gibt’s für viele das letzte Abendmahl. In nicht allzu langen, aber intensiven Szenen bekommen wir hier ein Szenario geboten, wie man es sich für Tarantinos The Hateful 8 gewünscht hätte. Kurz vor Schluss sind der Marshall, Inspector Rusk, Hexe Hecate und fast alle anderen tot. Apache Kaetenay dagegen trotz tödlichen Schlangenbisses in der vorherigen Folge quicklebendig und rechzeitig zur Hilfe eilend, um Sir Malcolm zu retten. Der finale Showdown in der Familienkapelle. Ethan, Malcom und Kaetenay durchlöchern alle Handlanger von Talbot Senior, der trotz seines Hasses vom Sohnemann verschont wird. Allerdings hat Sir Malcolm wohl vor allem genug davon, dass Jared Talbot noch ein viel schlechterer und gruseliger Vater als er selbst ist und erschießt den unverbesserlichen Patriarchen.

Die Weisheit des Tages zum Dauer-Thema der Serie (alle können Monster sein) ist die Erkenntnis von verschiedenen Figuren, dass Frauen bereits als Monster gelten, wenn sie sich nur zur Wehr setzen.

To be continued…

Bilder (C) HBO/Showtime.


Der geniale Serien-Montag (5)

31. Mai 2016

Die nächste Runde in meinem persönlichen Nonplusultra des seriellen Fernseh-Erzählens mit der spoilerhaltigen Besprechung der jeweils neuen Folge von Game Of Thtrones und Penny Dreadful folgt wie gewohnt wieder am Dienstagabend. Während sich in Westeros sich wieder so Einiges tut, öffnet Showtimes Schauerstunde weitere Abgründe unerwartenen Ausmaßes…

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Vorsicht, Spoiler zur Folge 6×06 von Game Of Thrones sowie 3×05 von Penny Dreadful!!!

Game Of Thrones: 6×06 „Blood Of My Blood“

Nach dem Schock der Vorwoche tut es gut, dass die sechste Folge der Staffel etwas ruhiger ist als die fünfte. Wir springen gleich medias in res. Meera zieht den auf der vollbepackten Trage liegenden Bran so gut durch den Schnee wie es ihre verbliebenen Kräfte erlauben. Doch die Untoten kommen immer näher. Bran erlebt währenddessen fragmentarische Flashbacks, mit der Betonung auf Flash! Denn rasend schnell hintereinander sieht man zum Teil Altbekanntes (Der Tod von Papa, Mama und Robb Stark, die „Vermehrung“ der Whitewalker), aber auch neue Schnipsel, wie der erste Blick auf den „Mad King“ Aerys Targaryen (Daddy von Daenerys), sein berüchtigtes „Burn them all!“ und natürlich seine Ermordung durch Kingslayer Jaime. Sehr hevorgehoben wird in dieser Vision das gefährliche Wildfire, mit dem Aerys ja King’s Landing abfackeln wollte und das seine Dienste in der Schlacht am Blackwater tat. Rechtzeitig zur Rettung von Meera und Bran eilt eine vermummte Gestalt zu Ross, die auf die angreifenden Zombies Feuerkügelchen schleudert. Der Retter in der eisigen Not ist niemand Geringeres als…Trommelwirbel… Benjen Stark, Brans seit Äonen verschollener Ranger-Onkel von der Nachtwache, zuletzt lebend gesehen in Staffel 1, Folge 3 (also vor 52 Episoden!), der die letzten Jahre nördlich der Mauer trotz White-Walker-Attacke dank der Children Of The Forest überlebt hat und nun in der Serie quasi als Coldhands fungiert (obwohl GRRM in einem seiner Manuskripte eindeutig betonte, dass Benjen und Coldhands in den Büchern nicht ein und diesselbe Person sind).

Während Castle Black und Mereen pausieren, geht es in King’s Landing voran. Gerade als Jaime Lannister, Pappnase Lord Tyrell und die versammelte Tyrell-Armee Königin Margaery und ihren Bruder mit Gewalt aus den Fängen des Faith Militant befreien wollen, macht ihnen Bubi-König Tommen einen Strich durch die Rechnung. Die Zeichen stehen also auf Versöhnung. Da sind die königlichen Eltern aber not amused, vor allem Jamie, der sein Amt als Lord Commander der Königsgarde nun los ist. Cersei hat aber gleicht eine neue Aufgabe: die Lannister-Armee gegen Riverrun, das von Brynden „Blackfish“ Tully wieder eingenommen wurde, anzuführen. Das haben übrigens Lothar Frey und Walder Rivers verbockt, weshalb es bei einem kleinen Abstecher zu den Twins gleich eine saftige Moralpredigt von ihrem Vater, Lord Walder Frey aka August der Starke, gibt. Mehr von den Flusslanden in der nächsten Folge.

Samwell Tarly und Wildlingsmädchen Gilly treffen in Horn Hill ein, dem Sitz der Familie Tarly. Sams Mutter und Tochter freuen sich über die Rückkehr des verlorenen Sohnes samt neuen Anhang. Beim Dinner mit dem erwartet grimmigen und unversöhnlichen Lord Randyll Tarly (gespielt von James Faulkner) hängt der Haussegen aber gleich gehörig schief. Aus Rache für die Äußerungen seines Vaters klaut Sam das Schwert des Hauses Tarly (praktischerweise aus valyrischem Stahl) und entschließt sich kurzerhand Gilly und „seinen“ Sohn Little Sam doch mit nach Oldtown zu nehmen.

In Braavos sieht sich Arya, verkleidet als Mercy, den restlichen Teil des Theaterstücks an, das frivol und respektlos die Ereignisse aus dem Westeros’schen Königshaus Baratheon/Lannister Revue passieren lässt. Eigentlich müsste sich Arya über den Mordauftrag an der „Cersei“-Darstellerin Lady Crane freuen, schließlich ist das schonmal eine gute Vorbereitung für den lange herbei gewünschten „Ernstfall“. Doch das Schauspieltalent der blondperückten Mimin und die wahren Hintergründe der zu erledigenden Tat bringen das Stark-Mädchen dazu, ihren Plan nicht in die Tat umzusetzen. Somit ist es besiegelt: Arya wird wieder sie selbst, mit allen Konsequenzen.

Als durchaus nicht uneindrucksvollen Schlusspunkt gibt es eine flammende (no pun intended) Rede von Daenerys, die mal schnell Drogon gefunden hat, an ihre Dothraki, mit dem Tenor „möglichst schnell genug Schiffe irgendwie zusammenkriegen und die Sieben Königslande von Westeros erobern“. Zu dumm, dass die Flotte in Mereen zu Beginn der Staffel abgefackelt wurde.

Game Of Thrones_6x06_TheaterPurple Wedding light

Penny Dreadful: 3×05 „This World Is Our Hell“

Nach ihrer erkenntnisreichen Zeitreise zurück in die Gummizelle darf Vanessa Ives in Episode fünf der dritten Staffel pausieren. Bis auf die elektrisch verstärkten Experimente von Dres Frankenstein und Jekyll spielt sich heute alles im Wilden Gruseligen Westen ab.

Ethan und Hexe Hecate (gespielt von Sarah Greene, die immer mehr wie Marion Cotillard aussieht) in der Wüste auf dem Weg zur Ranch von Ethans Vater. Verfolgt werden sie von Inspektor Rusk (Douglas Hodge), dem Marshall (Sean Gilder) und seinen Mannen. Die dritte Partei im Rennen durch die Wüste bilden Sir Malcolm und Apache Kaetenay, der Ethan vor der Finsternis, die durch Hecate droht, bewahren möchte.

Penny Dreadful_3x05_HoehleNach heillosem Gemetzel, Hecate hat mehrere Klapperschlangen beschworen, die des Marshals Truppen gewaltig dezimieren, aber auch Kaetenay einen voraussichtlich tödlichen Biss zufügen, der gerade dabei war, die Verfolger im Schlaf abzumurksen. Nachdem sie fast in der Wüste krepieren, werden Ethan und Hecate von Sir Malcolm geretten. Da tauchen auch schon die Männer von Ethans Vater auf, nehmen den verlorenen Sohn, die Hexe und den Abenteurer mit und lassen den verhassten Apachen zum Sterben in der heißen Wüstensonne liegen.

Alle drei Gäste des Hauses Talbot erholen sich von den Strapazen. Doch jetzt geht es erst richtig an Eingemachte. Wir wissen, warum Ethan seit Jahren sein Heimatland und speziell die heimische Ranch wie Polanski meidet. Nach einer Begegnung von Sir Malcolm und Vater Talbot (Brian Cox mit wirkungsvollster Präsenz) erfahren wir die gruseligen Erläuterungen der Aussage „This is a bloodthirsty land!“. Ethans Familie wurde bis auf den Vater von den Apachen unter Kaetenay aufs widerlichste niedergemetzelt, als Ethan sich mit den wenigen Überlebenden des Stammes verbündet hatte, um Buße zu tun für sein eigenes Massaker an den Ureinwohnern als Soldat. „This world is our hell.“ Passender könnte ein Episodentitel kaum sein. Homo Homini Lupus. Und mit Lupus ist in diesem Fall nicht ein Werwolf im speziellen gemeint. Penny Dreadful beweist hier eindrucksvoll, dass selbst in einer Welt mit Vampiren und Hexen die Menschen dennoch die schlimmsten Monster sein können.

To be continued…

Bilder (C) HBO/Showtime.


Der geniale Serien-Montag (4)

25. Mai 2016

Aus aktuellem Anlass (in Form des neuen Frangn-Dadords) kommt meine Aufarbeitung der neuen Episoden von Game Of Thrones und Penny Dreadful einen Tag später als gewohnt. Die zusätzliche Zeit konnte ich auch gut zur Verarbeitung ebenjener gebrauchen…

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Vorsicht, Spoiler zur Folge 6×05 von Game Of Thrones sowie 3×04 von Penny Dreadful!!!

 

Game Of Thrones: 6×05 „The Door“

Meine Fresse! Was für eine dramatisches und herzzerreißendes Ende! Aber vorher zu allem anderen, was in Westeros, Essos und Umgebung so passiert.

Im Norden trifft sich Sansa (begleitet von Brienne) mit Littlefinger (der entweder ein Jetpack, Auto oder einen Beam-Transporter besitzt; anders lässt sich nicht erklären, wie es der Intrigant schafft, in kürzester Zeit riesige Entferungen zurückzulegen) in Mole’s Town (ehemals der inoffizielle Puff der Nachtwache) und stellt ihn zur Rede. Schließlich hat Lord Baelish die arme Sansa zwar aus den Fängen der Lannisters befreit, sie aber sogleich dem psychopathischen Ramsay als Ehefrau übergeben. Endlich mal eine Situation, aus der sich Littlefinger nicht so einfach herausreden kann. Sansa beweist einmal mehr Stärke, lehnt die Truppenunterstützung aus dem Grünen Tal ab. Nach fünf Staffeln hat sie es auch einfach satt, ständig Spielball der Mächtigen zu sein. Eine wichtige Geheiminformation hat Baelish aber noch für seinen ehemaligen „Schützling“ zum Abschied. In Castle Black besprechen Jon, Sansa, Ser Davos, Melisandre, Brienne und Tormund das weitere Vorgehen. Um gegen die Bolton-Armee bestehen zu könne, müssen unbedingt noch die bisher „unentschlossenen“ Häuser des Nordens für die Sache der Starks gewonnen werden. Wahrscheinlich folgt in den nächsten Folgen nordisches Klinkenputzen, bis es dann in der wohl wieder berüchtigten Folge 9 zum großen Kampf kommt. Beim Ausritt aus Castle Black bekommen die Brienne-und-Tormund-Shipper ein eindeutiges Grinsen des Wildlingsrotbartes spendiert. Yeah, baby, yeah!

Auf dem östlichen Kontinent, genauer in der Dothraki-„Stadt“ Vaes Dothrak erklärt Ser Jorah Mormont erneut seine grenzenlose Loyalität und erstmals auch ausdrücklich seine Liebe zu Daenerys, die gleichsam wie der Zuschauer von diesem Geständnis sichtlich bewegt ist. Sie erlaubt dem treuen Ritter zu gehen, befiehlt ihm aber dirngend nach einer Heilung für seine Greyscale-Schuppenflechte zu suchen. Schöne Szene, aber wie soll das funktionieren? Jorah klappert demnächst wohl alle Möglichkeiten ab, die Zitadelle der Maester in Oldtown, diverse Wunderheiler und Quacksalber, rote Priester(innen), bis er am Ende doch bei Dr. Oyburnstein landet, der ihn zwar nicht vor dem Tod retten kann, aber dank dubioser Experimente Jorah als den untoten „Ser Friendzone“ auferstehen lässt.

Tyrion und Varys, Danys „Truchsesse“, treffen sich in Mereen miz der roten Priesterin Kinvara und bitten sie um religiöse Propaganda-Unterstützung für die Drachenkönigin und ihre Politik, damit der junge, zerbrechliche Friede in der Stadt erstmal so bleibt. Kinvara trägt die gleiche Arbeitskleidung wie ihre in Westeros wirkende Kollegin und stimmt dem Plan zu, schafft es Varys mit pikanten Details einzuschüchtern.

Nachdem sie sich zum 5000.Mal mit „The Waif“ Stockfights geliefert hat, bekommt Arya/A Girl/No One ihren nächsten Auftragsmordauftrag. Sie soll die Schauspielerin Lady Crane (gespielt von Essie „Miss Fisher“ Davis) töten. Lady Crane ist Mitglied in einem fahrenden Theater-Ensemble, das in Braavos eine „satirisches“ Stück über die Vorgänge um König Roberts Ableben und die Nachwehen in King’s Landing aufführt. Das geschieht im Stile der Satyrspiele, wie sie in der HBO-Historienserie Rome gezeigt wurden. Im Gegensatz zum Braavosier Publikum findet Arya das Stück gar nicht lustig.

Auf den Iron Islands verläuft der Konigsthing für Yara/Asha und ihren supporting brother Theon solange gut, bis der böse Onkel Euron auftaucht und seinen genialen Masterplan verkündet. Natürlich wird dann Euron nach Ertrinkungszeremonie vom anderen Onkel, dem Priester Aeron, zum König des Inselvölkchens gekrönt. Nichte und Neffe nehmen Reißaus und gleichmal möglichst viele Schiffe mit.

Doch nun zum Haupthandlungsstrang von „The Door“! Bran erfährt durch eine Vision, wer die White Walker erschaffen hat. Erster Plottwist. Wow. Dann fasst Bran dummerweise den falschen Stecker Ast an und teleportiert sich vor die Höhle des dreiäugigen Rabens, wo der Night King mit seinen drei White Walker-Musketieren und vielen Untoten wartet. Weil der Night King Bran seinen magischen Handabdruck verpasst, ist die Höhle von nun an kein sicherer Zufluchtsort mehr. Schnell will der alte Rabe seinem Schüler noch eine letzte Vision zeigen, da geht es Schlag auf Schlag. Die „Walking Dead“ und ihre eisigen Anführer dringen in die Höhle ein. Meera und die anwesenden Children Of The Forest kämpfen so gut sie können. Mit dem nur halb anwesenden Bran schaffen es Meera und Hodor hinaus, der dreiäugige Rabe, Schattenwolf Summer und die Children haben sich quasi geopfert. Es folgt eine der dramatischsten und herzzerreißendsten Wendungen der Fernsehgeschichte. Während Bran zwischen Gegenwart und der Vergangenheit zu Zeiten als sein Vater und dessen Geschwister sowie Hodor/Wyllis noch Kinder waren wandelt, wargt er in Hodor und zwar in beide! Und jetzt erfahren wir auch, wie Hodor, der sich in der Gegenwart opfert, das titelgebende Tor so lange hält, bis ihn die Untoten zerfleischen, zu Hodor wurde. Das „magische Echo“ dieser selbstlosen Tat überträgt sich auf den bis grade noch normalen dicken Stallburschen in der Vergangenheit, der in einem intensiven Anfall zusammenbricht, x-fach Meeras Befehl „Hold The Door“ wiederholt, bis daraus nur noch ein Stammeln wird: „Hodor.“

Meine Güte, was habe ich geflennt. Wenn ich mir die Folge bald erneut ansehe, werde ich es vielleicht wieder tun. Dieser TV-Moment 2016 ist wohl kaum zu toppen.

 

Game Of Thrones_6x05_Hold The Door
Hold The Door!

 

 

Penny Dreadful: 3×04 „A Blade Of Grass“

Die Hammer-Folge von GoT noch nicht verdaut, gönne ich mich noch am selben Abend die neue Episode von „Penny“, in welcher zum dritten Mal in der Serie sich eine komplette Folge nur um die Vergangenheit von Vanessa Ives dreht. Doch im Gegensatz zu Closer Than Sisters (1×05) und The Night Comers (2×03) gibt es hier keine Nebenfiguren. Ein 57minütiges 3-Personen-Stück, das bis auf die Rahmengeschichte am Anfang und Ende sich ausschließlich in einer Gummizelle abspielt.

Penny Dreadful_3x04_ZelleUnter Hypnose von Dr. Seward erinnert sich Vanessa an die Zeit in der Psychiatrie, an die man sich (nimmt man die entsprechenden Szenen aus Season 1) eigentlich nicht erinnern möchte. Meist völlig katatonisch sitzt die verwahrloste Vanessa in ihrer Gummizelle, wenn sie nicht gerade ausflippt oder mit den Fingernägeln am Stoff der Wände scharrt (gruseliges Geräusch, da schüttelt es mich!). Wie wir seit der Schlussszene der vorherigen Episode wissen, ist der zuständige Krankenpfleger niemand anderes als Frankensteins Monster/The Creature alias Caliban alias John Clare vor dem Tod und der Wiederauferstehung. Seine primären Aufgaben scheinen zu sein, der isolierten Patientin Essen zu bringen und ihren Nachttopf auszuwechseln. Doch er meint es trotz der menschenunwürdigen Umstände gut mit Vanessa und gibt ihr zu verstehen, dass es ihr unbedingt bald besser gehen muss, ansonsten wartet die Folterabteilung der Psychiatrie mit ihren „schönen“ Apparaturen und Methoden. Patientin und Pfleger bauen eine Art „freundschaftliche“ Beziehung auf, auch wenn Vanessas bisweilen wildes Benehmen umgehend sanktioniert wird (Zwangsjacke, Maulsperre). Zwischenzeitlich erscheint Dr. Seward und mahnt Vanessa, wieder in die Gegenwart zurückzukehren.

Als man sich an den Ton des Geschehens gewöhnt hat, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Alptraum. Der Pfleger bekommt plötzlich rote Augen und begrüßt als Lucifer in Menschengestalt seine geliebte Vanessa. Später taucht in gleicher Gestalt noch Dracula auf. Beides verkörpert von Rory Kinnear. Falls jemand seit Penny Dreadful überhaupt Zweifel an den schauspielerischen Fähigkeiten von Eva Green hätte, so dürften sie spätestens nach dieser Folge weggefegt sein. Green pendelt mit gewohnt übermenschlichem Körpereinsatz zwischen hilfloser, gebrochener Seele und wildem, in die Enge getriebenem Tier, wirft ihrem Gegenüber und den Zuschauer Blicke zu, dass es einem ganz anders werden kann. Wann wird diese grandiose Leistung endlich mit einem großen Award gewürdigt?

Jedenfalls war dieser Montag, der 23. Mai 2016, für mich en denkwürdiger Serien-Tag.

To be continued…

Bilder (C) HBO/Showtime.

 


Der geniale Serien-Montag (3)

17. Mai 2016

Diese Woche ging der geniale Serien-Montag mit Game Of Penny und Dreadful Thrones Game Of Thrones und Penny Dreadful in die dritte Runde. Mit der Besprechung der neuen Folgen beider Serien versuche ich mich dieses Mal noch kürzer zu fassen, nachdem ich zuletzt die Textmenge von 2 auf 1,5 Seiten reduzieren konnte.

Vorsicht, Spoiler zur Folge 6×04 von Game Of Thrones sowie 3×03 von Penny Dreadful!!!

 

Das heutige Double-Feature steht unter dem Motto „Fire And Blood“ und zwar genau in dieser Reihenfolge…

Game Of Thrones: 6×04 „Book Of The Stranger“

Endlich! Das Wiedersehen zweier Stark-Geschwister! Sansa & Co treffen rechtzeitig in Castle Black ein, bevor Ex-Lord Commander Jon Snow das Weite sucht. Diese lang ersehnte Reunion hat mir doch tatsächlich Tränen in die Augen getrieben. Sansa möchte natürlich mit Jon gegen Ramsay kämpfen, auch wenn Tormund nur 2.000 kampfbereite Wildlinge zur Verfügung hat. Doch Jon ist des Kämpfens müde, verständlicherweise. Als jedoch der berüchtigte „Pink Letter“ von Ramsay himself eintrifft und dieser u.a. detailliert in Aussicht stellt, was mit dem jüngsten Stark-Sprössling Rickon passieren wird, sollte Jon nicht Sansa ausliefern, wird Jon klar, dass er vor diesem Konflikt nicht so einfach davonlaufen kann. Unter den Fans gibt es übrigens ein neues Traumpaar: Brienne und Tormund, die beide derzeit an der Mauer sind. Während die hünenhafte Ritterin in The Bear And The Maiden Fair (3×07, benannt nach dem Westeros’schen Gassenhauer) quasi ein Tänzchen mit einem Bären gewagt hat, so prahlte der rotbärtige Wildlingsanführer in Season 4, dass er mal einer pelzernen Dame „beiwohnte“.

Ramsay sorgt in Winterfell unterdessen dafür, dass die Liste der Toten länger wird. Sein heutiges Opfer ist Osha, die den Versuch Ramsay zu verführen und umzubringen mit ihrem Leben bezahlt. Als Gefangene des sadistischen Bolton-Lords hätte sie es aber auch schlimmer treffen können. Jedenfalls möchte sicherlich niemand mit dem armen Rickon tauschen. Immerhin ist noch eine zweite Armee gegen Ramsay unterwegs, denn der nach sechs Episoden abwesende Littlefinger konnte seinen verzogenen Ziehsohn Robin Arryn, Lord der Eyrie, auch dank eines neuen Haustieres davon überzeugen, Truppen gegen Winterfell zu schicken, um Robins Cousine Sansa zu helfen.

In King’s Landing „verbünden“ sich Königsmutter Cersei und Königin-Oma Oleanna gegen den High Sparrow und planen die gewaltsame Befreiung von Königin Margaery und ihrem Bruder Loras. Zurück in seiner eisern-inseligen Heimat versucht Theon sich gegenüber seiner verständlicherweise verstimmten Schwester Yara/Asha zu erklären.

In Vaes Dothrak brennt im wahrsten Sinne des Wortes die Hütte! Nachdem Daenerys eigentlich bei den Dosh Kaleen, den Witwen der gefallenen Khals, bis an ihr Lebensende bleiben sollte und der Befreiungsversuch von Ser Jorah „Die Schuppenflechte breitet sich aus“ Mormont sowie Söldner Daario Naharis nicht so erfolgsversprechend verlief, fackelt die Drachenmutter/Ex-Khaleesi/Sturmgeborene etc. nicht lange und einfach die Bude mit den ganzen Dothraki-Anführern ab. Dabei ist es natürlich ungemein praktisch, dass ihr Feuer nichts anhaben. Wobei sich diese „Bad-Ass'“-Momente bei ihr so langsam etwas abnutzen. Das Problem mit den White Walkers und ihrem untoten Anhängern ließe sich so vielleicht auch lösen. Bisschen rumlabern, sich von den wandelnden Eiszapfen beleidigen lassen und dann einfach die ganze Bande vom Feuer ihrer Drachen verschlingen lassen.

Wenn man dem Teaser zur nächsten Folge glauben darf, so wird es auch in dieser (noch) keine mögliche Lösung der Gleichung R+L=J geben…

Game Of Thrones_6x04_Fire
„Burning down the house!“

 

Penny Dreadful: 3×03 „Good And Evil Braided Be“

Ethan Talbot-Chandler macht sich mit der blutrünstigen Hexe Hecate Poole auf den Heimweg, verfolgt von Inspektor Rusk und einem Marshal sowie seinem Apache-Vater Kaetenay und Sir Malcolm. In Londons Irrenhaus kommt Dr. Frankenstein auf die geniale Idee, die chemische Methode von Dr. Jekyll mit seiner eigenen, elektrischen zu kombinieren, um die Drittschöpfung Lily zu zähmen. Frankensteins Erstschöpfung alias John Clare hatte auf der Reise zum Nordpol völlig unerwartet Erinnerungen an sein Leben vor dem Tod. Zurück in England macht er sich auf die Suche nach seiner Familie (Ehefrau und Sohn), die den Verlust des Vaters und Ernährers nicht gut verkraftet hat.

Auch wenn Vanessa die Therapie mit Dr. Seward trotz ihrer Meinungsverschiedenheit mit der Therapeutin weiterbringt und sie nicht ahnt, dass ihre neue Bekanntschaft Dr. Sweet niemand anderes als der Vampirfürst schlechthin ist, so bringt eine gruselige Begegnung im Spiegelkabinett (ein Grund dort niemals hineinzugehen) sie wieder aus der Fassung. Mittels Hypnose durch Dr. Seward erhofft sich Vanessa ihre Erinnerung an die sicherlich nicht so erinnerungswürdige Zeit vor ein paar Jahren in der Psychiatrie (die in der fünften Folge der 1. Staffel auch thematisiert wurde) zurück zu gewinnen, in welcher sie möglicherweise finsteren Kreaturen (pun intended!) begegnete. Das unerwartete Schlussbild ist sicherlich der Auftakt zu einer ausgedehnten Rückblende, die in der Serie ja gerne mal ganze Episoden (1×05, 2×02) ausfüllen.

Penny Dreadful_3x03_Blut-Dreier
Blood of our blood

Nun zum versprochenen Blut! Nachdem das unsterbliche Duo Dorian/Lily in der letzten Folge die junge Justine aus einem Folterkeller befreit haben, erhält das Mädchen sogleich die Möglichkeit (im Rahmen ihres Initiationsritus als erste von vielen Anhängern) sich auf blutigste Weise an ihrem Peiniger zu rächen. Beim anshcließenden blut getränkten flotten Dreier schmiedet das Trio sogleich Pläne, die Weltherrschaft zu erringen, wobei Justine hier eine entscheidende Rolle spielen soll. Diese gelegentliche Over-The-Top-Inszenierung ist eines der Dinge, welche ich an Penny Dreadful mag. Eigentlich völlig überzogen, aber irgendwie stark. Vergesst True Blood.

To be continued…

Bilder (C) HBO/Showtime.


Der geniale Serien-Montag (2)

10. Mai 2016

Eigentlich wollte ich letzte Woche nur ein paar kurze Kommentarschnipsel zu den neuen Folgen von Game Of Thrones (Staffel 6) und Penny Dreadful (Staffel 3) loswerden. Am Ende wurde es ein zwei Seiten langer Artikel. Ab heute versuche ich mich kürzer zu fassen.

Vorsicht, Spoiler zur Folge 6×03 von Game Of Thrones sowie 3×02 von Penny Dreadful!!!

Game Of Thrones 6x03_Qyburn
„Wart ihr auch alle schön brav?“

 

Doch bevor wir medias in serias gehen, ein kleiner Nachtrag zu letzter Woche und zwar in der Form von Spontaneinfällen zur musikalischen Begleitung von dramatischen Szenen:

  1. Euron Greyjoy und sein Bruder, König Balon, treffen sich auf der Brücke –> „Bridge Over Troubled Water“ von Simon & Garfunkel.
  1. Prinz Trystane bemalt die Steine mit Augen, kurz bevor er von seinen Cousinen gemeuchelt wird –> „Blue Eyes“ von Elton John; der Song läuft erneut in Baelors Septe mit Myrcellas Leichnam in der darauffolgenden Episode.

Nun aber zu den neuen Folgen der Woche.

Game Of Thrones: 6×03 „Oathbreaker“

Per neuer Bran/Dreiäugiger Raben/Wehrholz-Vision erleben wir den Kampf am Fuße des „Tower of Joy“ zwischen dem jungen Ned Stark, Howland Reed und Co auf der einen sowie dem legendären Ser Arthur Dayne und einem weiteren Mitglied der Königsgarde auf der anderen Seite. Die Buch-Puristen (vor allem die Nazis von Westeros.org) werden sich hier natürlich an allem stören. Dayne hat weder silberne Haare noch lila Augen und kämpft dazu auch noch mit zwei Schwertern (nicht nur mit dem legendären „Dawn“, das auch nicht die richtige Farbe hat). Aber mal ehrlich, ist es wirklich wichtig ob (überspitzt gesagt) die Figur aus der gleichen Himmelsrichtung wie in der Romanvorlage die Szenerie betritt? Nein, entscheidend ist was am Ende rauskommt. Arthur Dayne, der beste Schwertkämpfer seiner Zeit wird natürlich nicht im regulären Zweikampf besiegt, sondern vom bereits verletzten Howland Reed (Papa von Meera und Jojen) hinterrücks erstochen, bevor Dayne den geschlagenen Ned Stark (toll verkörpert von Robert Aramayo) töten kann. Der einzige Wermutstropfen hier: die Innenszenen im Turm (beeindruckende Location) wurden auf die nächste Vision verschoben.

In King’s Landing gibt es unterdessen wieder amüsante „Small Council Comedy“, sogar noch mit Unterstützung von der coolsten Oma der Fantasy, Lady Oleanna (Diana Rigg). Kevan Lannister, Bruder des verstorbenen Mega-Patriarchen Tywin, will seine lang ersehnte Autorität nicht so einfach hergeben oder untergraben sehen, versucht daher Cersei und Jaime Hausverbot für den Rat zu erteilen. Jedenfalls würde ich mich über eine Sitcom mit dem Titel „Small Council – Kleiner Rat ist teuer“ sehr freuen. Ob der kleine Rat von Königin Angie auch so spaßig ist? Das bezweifle ich.

Schön, dass man wieder mal den jüngsten Stark-Jungen Rickon und seine Wildlings-Nanny Osha sieht. Nur die Umstände sind weniger rosig. Ramsay wird mit dem derzeit rechtmäßigen Lord von Winterfell zu aller Leidwesen sicherlich nicht nur Bingo oder Vier gewinnt spielen. Weiter im Norden ist Jon Snow von den Toten erwacht, wobei er natürlich erstmal kräftig durchschnaufen muss. Nach einer Reunion mit seinen Buddies Tormund Riesenbart und dem schwermütigen Edd (ähnlich schön wie Sherlocks Auferstehung) tätigt er noch schnell seine letzte Amtshandlung als Lord Commander, nämlich seine Mörder Aliser Thorne, Bowen Marsh, Othell Yarwyck und (!) den halbwüchsigen Olly standrechtlich am Galgen hinrichten, bevor er sein Amt niederlegt („And now my watch is ended“). Frei nach dem Motto „Macht euern Käs‘ alleene!“

Im Grunde passiert ansonsten in der Episode nicht allzuviel, aber es werden einige wichtige Informationen vermittelt. Bei so vielen Figuren und Handlungssträngen ist es auch logisch, dass es die Story nicht immer rasend schnell vorangeht.

Penny Dreadful_3x02_Justine
„Tante Lily, ich kann nicht schlafen.“

 

 

Penny Dreadful: 3×02 „Predators Far And Near“

Am Ende der Staffelpremiere wurde Graf Dracula als neuer großer Antagonist enthüllt. Zum Schluss der zweiten Folge wird auch seine “bürgerliche” Identität enthüllt, sicherlich überraschend, wobei es zur Serie passt, die bewährte Horror-Figuren und Motive neu interpretiert. Dazu gehört auch Dr. Jekyll, als Bastard eines britischen Adeligen und einer Inderin von niederer Geburt ständig offenem Rassismus ausgesetzt, der es kaum erwarten kann, dass sein verhasster Erzeuger nicht nur die Löffel, sondern auch Vermögen und Titel abgibt. Wenn Jekyll vor seinem alten Freund, dem verwahrlosten Junkie Victor Frankenstein von “duality” spricht, dann ist das nicht direkt sehr subtiles, aber dezentes Foreshadowing.

Bei einem furiosen Todeswalzer mit Pistölchen und Messerchen, der einigen besonders sadistischen Subjekten der vermögenden Londoner Gesellschaft das Leben kostet, kehren Dorian Gray und seine gleichsam unsterbliche Hälfte Lily Frankenstein in die Serie zurück. Dabei retten sie die zierliche, blutjunge und nackte Justine (gespielt von Jessica Barden, Wer ist Hanna) davor, mit gruseligsten Instrumenten gefoltert zu werden. Wieso muss ich bei der Austattung des Folterknechts an Ramsays Freizeitgestaltung aus GoT denken?

Während Sir Malcolm und sein neuer indianischer Freund Kaetenay im Schiff unterwegs nach Amerika sind, gibt’s mal schnell nen Visionspfeiffe-induzierten Trip zu Ethan, bei welchem herauskommt, dass sich der Wolf-Mann und sein rothäutiger Buddy doch nicht so grün sind. Da wiedermal Vollmond ist, verwandelt sich Ethan und kann seinen Entführern mit der Hilfe einer alten Bekannten (die sich gerne in Wänden versteckt) entkommen. Meine Recherche hat ergeben, dass die Western-Szenen in Spanien gedreht wurden.

Vanessa hat ihre erste Sitzung bei Dr. Seward und erzählt dieser ihre ganze schaurige Geschichte, die von der Psychologin mit einem vorsinnflutlichen Tonbandgerät aufgezeichnet wird. Danach ist selbst die bisher so stoische Therapeutin nicht mehr die selbe. Patti LuPone macht das vor allem dank ihres einmaligen Charaktergesichtes hervorragend.

Auch die neue Fogle von “Penny” bringt die einzelnen Handlungselemente langsam, aber wirkungsvoll voran. John Logans Serie passt sehr gut zu folgendem Zitat aus dem Song “The Ubiquitous Mr. Lovegrove” von Dead Can Dance: “I love slow. Slow but deep.”

To be continued…

Bilder (C) HBO/Showtime.


Der geniale Serien-Montag

3. Mai 2016

Seit gestern (2. Mai 2016) und für die nächsten paar Wochen komme ich in den Genuss der Königsklasse der aktuellen Serienwelt. Denn immer montags gibt es die brandneuen Folgen von Game Of Thrones und Penny Dreadful online zu streamen. Der Traum eines Fans hochwertigster TV-Produktionen.

Schon seit dem 25. April 2016 kann man sich hierzulande über ein Abo bei Sky Online jeden Montag die neue Folge der sechsten Staffel der epischen Fantasy-Drama-Serie Game Of Thrones sowohl in der englischen Original-Fassung als auch auf Deutsch ansehen. Lediglich auf Untertitel muss man bei Sky Online verzichten. Der gestrige Montag erweiterte für mich den Seriengenuss zu Beginn der Woche durch den gleichsam zeitnahen Start der dritten Staffel von Penny Dreadful, jener so intensiven und stimmigen Horror-Pastiche, die über Netflix (Englisch und Deutsch plus jeweilige Untertitel) verfügbar ist.

 

Vorsicht, Spoiler zu den Folgen 6×01 und 6×02 von Game Of Thrones sowie 3×01 von Penny Dreadful!!!

 

Game Of Thrones_Season 6_Poster

 

Game Of Thrones: 6×01 „The Red Woman“ / 6×02 „Home“

Die erste Folge war für eine Staffelpremiere gewohnt solide. Jon Snow immer noch tot (Kit Harington hat Recht, er spielt die Leiche wirklich herausragend!) und Melisandre ist so konsterniert, dass sie dem Zuschauer ihr wahres Aussehen offenbart (Internetkommentar dazu „The night is dark and full of wrinkles!“). Wenn man die dazugehörige Buchreihe A Song Of Ice And Fire von George R.R. Martin gelesen hat, dann weiß man von den Rubinen, die von der roten Priesterin zum „Glamouring“ verwendet werden, und dass sie mindestens 100 Jahre alt sein muss. Oder älter.

Da die Serien-Autoren David Benioff, D.B. Weiss und Co den Handlungsstrang um die südlichste Westeros-Region Dorne, den sie in der fünften Staffel begannen, von vorneherein so richtig verhauen haben (vor allem dahingehend, dass die Rolle der Dorne-Erbin und vielschichtigen Frauenfigur Arianne Martell aus den Büchern, die in der Serie fehlt, zum Teil auf Ellaria Sand und die grottenschlecht als sexualisierte Kampfmiezen konzipierten Sand Snakes übertragen wurde.). Das führen die Showrunner mit der „Wir bringen alle legitimen Erben des Herrscherhauses Martell um“-Aktion von Ellaria, ihrer Tochter Tyene und ihren Stieftöchtern Obara und Nymeria, konsequent weiter. Hoffen wir für den charismatischen Alexander Siddig (Star Trek: Deep Space Nine) alias Prince Doran „Man/Frau bringt keinen Mann im Rollstuhl um“ Martell, dass für die (vermutlich) zwei Drehtage wenigstens der Gehaltsscheck gestimmt hat. Irgendwie hoffe ich ja, dass Dorans geheim gehaltener, entfernter Cousin Machete Martell (mit gewohnter Gravitas verkörpert von Altlatinometzler Danny Trejo) auftaucht. Das Volk leidet unter der Schreckensherrschaft von Ellaria und ihren Killermiezen („We need a hero, we need a revolution, we need you, Machete!“). Als erstes schnetzelt sich der rüstige 71jährige durch die Reihen der verräterischen Wachen, wobei er sich an den Gedärmen mancher Soldaten über die Wasserbecken hangelt. Den Gärtner der „Water Garden“ verschont er, haut ihm nur eins auf die Rübe. In der Höhle der Schlangen angekommen, versuchen diese ihn erstmal zu vergiften, aber der grimmige Vetter zeigt sich völlig unbeeindruckt („Machete braucht kein Gegengift!“). Jedoch gelingt es Machete, mit seiner famosen Präsenz und seinem unwiderstehlichen Charme, die vier Damen (Ellaria, Obara, Nym, Tyene) zum Dreh eines Pool-Pornos in den Wasserbecken zu überreden. („You want the good dick but you need the bad machete!“). Aber genug des Dorne-Bashings.

Kommen wir zur nächsten Folge, in welcher etwas mehr passiert und fast beiläufig Patrizid, Fratrizid und Stiefmutter-/-Halbbruderizid vonstatten gehen. Holla, die Waldafee! Doch als erstes kehren Bran Stark & Co aus den Ferien namens Staffel 5 zurück. Wieso sieht das „Child Of The Forest“ eigentlich neuerdings aus, als hätten es die Castingleute direkt aus einer Aufführung von Cats geholt? Mit dem dreiäugigen Raben macht Bran per Wehrholz-Matrix eine Reise in die Vergangenheit, als die Ecken noch rund, die Holzstiefel aus Holz und Hodor noch kleiner und rundlicher war und Wyllis hieß und normal sprechen konnte. Nebenbei treffen wir Ned, Lyanna und Benjen Stark als Kinder. Die für die Serie wohl interessanteste Rückblende wird es in der dritten Episode geben, Stichwort „Tower Of Joy“. Und vielleicht wird das Geheimnis um die wahre Herkunft einer anderen Figur gelöst.

Nachdem die Greyjoys, also Theons Familie, in Season vier und fünf chronisch unterrepräsentiert waren, wird in Runde sechs gleichmal Nägel mit Köpfen gemacht. Das haut den stärksten alten König von der Brücke. Und eine plausible Theorie zum Ableben von Balon Greyjoy wird durch die Serie quasi bestätigt. Oder hat Balon im Roman in Wirklichkeit seinen Hängebrücken-tauglichen Rollator vergessen? Wer hat eigentlich die Baugenehmigungen für Pyke, die Hauptstadt der Iron Islands erteilt? Hoffentlich hat dieser Jemand beim Flughafen BER nicht seine Finger im Spiel. Den könnte man analog zur Westeros-Hauptstadt einfach in „No Landing“ umbenennen.

Und unser aller LLC (Lieblingslordcommander) ist wieder am Leben. Melisandre (wieder jung, aber desillusioniert und frierend) zerschnippelt ein paar Haare und wirft sie ins Feuer, murmelt eine valyrische Wiederbelebungsformel, sprachlich fast so furios wie die mit Teufelszunge radebrechende Vanessa Ives (Eva Green) aus Penny Dreadful. Ja, ich hätte mir natürlich gewünscht, dass der „Charme of Making“ aus Excalibur hier zum Einsatz kommt. Man kann nicht alles haben. Die Verräter/Mörder der Nachtwache wurden dank einer gut getimten „Wun-Wun-Situation“ festgesetzt.

Mit etwas mehr Ernst widmen wir uns nun der anderen genialen Serie des Montags. 

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Penny Dreadful: 3×01 „The Day Tennyson Died“

Dem Herrgot sei Dank gab es ihm viktorianischen England des späten 19. Jahrhunderts weder Fernsehen noch Doku-Soaps. Denn sonst wäre Vanessa Ives in dieser Folge ein Fall für „Das viktorianische Messie-Haus“ gewesen. Aber schon der erste Besuch bei der weiblichen No-Nonsense-Psychologin Dr. Seward (gespielt von Patti LuPone, die wir als „Cut-Wife“ aus Staffel 2 kennen) holt die einsame Heldin wieder aus ihrer Lethargie. Danach ein erquickender Besuch von ausgestopftn Tieren im Museum, welcher Vanessa nicht nur die Bekanntschaft eines charmanten Biologen einbringt sondern auch die Begeisterung für ihr altes Hobby, Taxidermie, wieder erweckt. Ich finde, zu ausgestopften Tieren passt besonders gut der Spruch der Anhänger des „Ertrunkenen Gottes“ von den Iron Islands aus Game Of Thrones: „What is dead may never die.“

Währenddessen wird Ethan Talbot alias Ethan Chandler alias „The Wolf-Man“ von Inspektor Hodge zur Hinrichtung quer durch den Wilden Westen eskortiert. Nach einem kleinen Eisenbahnmassaker mitten in der Pampa, sacken aber ein paar Outlaws Ethan ein, die natürlich für seinen grenzenlos einflussreichen Daddy arbeiten. Irgendwo in bzw. außerhalb einer Bar in Sansibar (formerly known as „German East Africa“) trifft Ex-Abenteurer Sir Malcolm Murray (Timothy Dalton in einer seiner besten Rollen seit 1989) auf einen amerikanischen Ureinwohner, der zufällig ein Freund von Ethan ist (tja, früher war die Welt halt noch nicht so groß!).

Ähnlich wie GoT kann sich auch „Penny“ den Luxus leisten, nicht alle Figuren in jeder Episode erscheinen zu lassen. In der Premiere der dritten Staffel pausiert mal wieder Dorian Gray. Kurz zu sehen ist dagegen meine zweite Lieblingsfigur der Serie (neben Vanessa): Frankensteins erste Schöpfung aka The Creature aka Caliban aka John Clare, der durch eine unvorhergesehene Wendung plötzlich seine Nordpol-Todesreise abbricht. Im verfallenen Dachboden von Dr. Frankenstein trifft dieser auf seinen alten Studienfreund namens Dr. Jekyll und bittet ihn um Mithilfe bei der Vernichtung“ von Schöpfung Nr. 3: Brona alias Lily Frankenstein, die vermutlich in ihrer Abwesenheit fleißig Weltherrschaftspläne mit ihrer noch besseren Hälfte Dorian Gray schmiedet. Am Ende der Episode wird der große Endgegner der Season vorgestellt. Das irritiert mich etwas. Vampire gab es doch schon in Staffel 1. Aber immerhin weiß ich jetzt, was die krabbelnden Gruseltypen aus dem Trailer bedeuten.

Fazit: Im Vergleich der Staffelpremieren schneidet aus meiner Sicht „Penny“ etwas besser ab, vor allem weil hier Vorahnung besser zelebriert wird. Aber GoT ist nach zwei insgesamt starken Folgen auf einem guten Weg, die etwas schwächere 5. Season (Dorne!) wieder ausbügeln zu können. More to come next Monday!

Bilder (C) HBO/Showtime.


Game Of Thrones: The Musical

31. Mai 2015

Vor allem in den USA und im Vereinigten Königreich ist der alljährliche „Red Nose Day“ eine beliebte Charity-Veranstaltung. Zur Tradition gehören auch prominent besetzte Sketche. In einem dieser Beiträge versucht sich die Band Coldplay an einer Musicalversion der Fantasyserie Game Of Thrones.

Game Of Thrones: The Musical
Musik und Text: Coldplay. Mit: Chris Martin, Peter Dinklage, Nikolaj Coster-Waldau, Emilia Clarke, Kit Harington, Mark Addy, Alfie Allen, John Bradley, Charlotte Hope, Rose Leslie, Iwan Rheon, Thomas Brodie Sangster u.v.a. Sprecher: Liam Neeson.

 

Game Of Thrones_The Musical

 

„George R.R. Martin meets Chris Martin. What could go wrong?!“

Besonders in den USA sind Musicals besonders beliebt. Während viele Bühnenshows (Chicago, Les Misérables, Phantom der Oper) fürs Kino adaptiert werden, so gibt es teilweise auch die umgekehrte Variante. Siehe König der Löwen oder gar Spider-Man! Warum dann nicht aus der genialen Fantasy-Dramaserie Game Of Thrones, deren fünfte Staffel gerade auf HBO und Sky läuft, ein lustiges „Singspiel“ machen? Sänger Chris Martin und seine Band Coldplay haben sich an dieses leicht irrsinnige Unterfangen herangewagt. Ihre sicherlich nicht ganz ernstgemeinten Ergüsse gab es im Rahmen der jährlichen Spendengala zum „Red Nose Day 2015“ im amerikanischen Fernsehen und später auch online zu bewundern.

Nach langwierigen Vorbereitungen und dem Schreiben diverser Songs laden die vier Musiker von Coldplay um Sänger/Frontmann Chris Martin und Drummer Will Champion (der in der berüchtigten „Red Wedding“-Episode einen Cameo-Auftritt absolvierte) die Darsteller von Game Of Thrones ins Tonstudio ein, um die ersten Nummern einzustudieren. Doch aller Anfang ist richtig schwer. Nur zwei Schauspieler erscheinen, von denen einer gleich wieder das Handtuch wirft, weil weder die Lyrics überzeugen noch das erhoffte Wiedersehen mit Sean „Ned Stark“ Bean stattfindet. Doch verspätet eilt Kit Harington alias Jon Snow zur Rettung und mobilisiert noch einige seiner Kollegen wie Alfie „Theon“ Allen, John „Sam“ Bradley oder die rothaarige „Wildlingsmaid“ Rose Leslie. Wie ein Dominoeffekt schwappt die Begeisterung auch auf die prominenten Hauptdarsteller um. Doch am Ende bleibt die Frage: wird Autor George R.R.Martin seine Erlaubnis erteilen?

Verrückte Musicaleinlagen über die meist heftigen Wendungen der HBO-Serie. Das und noch ein wenig mehr bietet der „Red Nose Day“-Sketch Game Of Thrones: The Musical. Die Hauptdarsteller der preisgekrönten Produktion geben sich die Ehre und schmettern je einen der Songs aus der Feder von Chris Martin. Das ist alles herrlich schräg, nur sind die Liedchen alle irgendwie etwas zu kurz geraten, seien es die Inzestballade (!) „Closer To Home“ von Nikolaj Coster-Waldau (Jaime Lannister), Emilia Clarkes Reggae-Einlage „Rastafarian Targaryen“ oder die heißblütige Rocknummer“Wildling“, performt von Jon Snow. Leider gibt es wider Erwarten keine Version des Genesis-Songs „No Son Of Mine“ gesungen von Charles Dance alias Tywin Lannister. Aber das nur am Rande.

Hier die Links zu den Videos auf YouTube:

Das 12minütige Video mit allen Auftritten (in Kurzform)

Peter Dinklage: A Man For All Seasons (Still Goin‘ Strong)

Nikolaj Coster-Waldau: Closer To Home

Emilia Clarke: Rastafarian Targaryen

Kit Harington: Wildling



Game Of Thrones: Entstehung in Kurzform

19. März 2014

Am 6. April, also in weniger als drei Wochen, feiert die vierte Staffel der hochkarätigen Fantasy-Drama-Serie Game Of Thrones ihre Premiere. In Video Game Of Thrones: Long Story Short wird die Entstehung der Serie in aller Kürze erklärt.

GoT_Season 4 PosterDer 5-Minuten-Clip wird von niemand geringerem als Charles Dance gesprochen, der bei Game Of Thrones die Rolle des Tywin Lannisters spielt (wenn er nicht gerade aus Fifty Shades Of Grey vorliest). Neben den interessanten Zahlen und Fakten kommen auch die beiden Chefautoren David Benioff und D.B.Weiss zu Wort und erzählen, wie sie überhaupt zur Adaption der Romanreihe Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin kamen.

Season 4 der preisgekrönten und hochwertigen Serie startet am 6. April in denn USA auf HBO. Einen Tag später ist die neue Folge dann über Sky Go und Sky Anytime in der Originalfassung auch für deutsche Pay-TV-Kunden verfügbar. Die deutsche Synchronfassung wird ab 2. Juni auf Sky Atlantic HD ausgestrahlt.

Zur Einstimmung (und Überbrückung der Wartezeit) bietet sich auch der allerneueste Trailer zur vierten Staffel oder aber die ausführliche 25minütige Rückblende auf die dritte Season mit Darsteller-Interviews an.


George R. R. Martin: Der Heckenritter von Westeros

13. November 2013

Die von Autor George R. R. Martin erschaffene pseudo-mittelalterliche Welt Westeros ist nicht nur Schauplatz der Fantasyreihe Das Lied von Eis und Feuer. Daneben hat Martin auch die „Tales Of Dunk and Egg“ veröffentlicht, drei Novellen über den Heckenritter Duncan und seinen Knappen. Seit September 2013 gibt es diese Kurzromane erstmals auch in einem Band.

7-10George R. R. Martin: Der Heckenritter von Westeros – Das Urteil der Sieben
Übersetzung: Joachim Körber, Andreas Helweg. Penhaligon Verlag (September 2013). 416 Seiten, broschiert.

Heckenritter von Westeros_TB

Dunk ist ein junger Mann aus ärmlichsten Verhältnissen, der dem erfahrenen Heckenritter Ser Arlan von Hellerbaum jahrelang als Knappe diente. Als Ser Arlan an den Folgen einer schweren Erkältung stirbt, begräbt der 16jährige Dunk seinen Meister und nimmt dessen Ausrüstung und Besitztümer an sich. Fortan gibt er sich als Heckenritter „Ser Duncan der Große“ aus, ein mehr als zutreffender Beiname, denn Dunk misst über zwei Meter Körperlänge. Auf dem Weg nach Aschfurt, wo ein großes Ritterturnier stattfindet, trifft Dunk auf einen glatzköpfigen Jungen namens Ei, der ihm fortan nicht von der Seite weicht. Etwas widerwillig erklärt Dunk den Jungen zu seinem Knappen. In Aschfurt unternimmt der Heckenritter alle Anstrengungen, um am Turnier teilzunehmen. Er begegnet einer hünenhaften Puppenspielerin und gerät in große Schwierigkeiten.

Der 1948 geborene, amerikanische Schriftsteller und Drehbuchautor George Raymond Richard Martin (kurz GRRM) ist vor allem für eines bekannt: sein noch unvollendetes Fantasyepos Das Lied von Eis und Feuer. Die Romanreihe, von denen fünf der geplanten sieben Original-Bände (im deutschen jeweils zweigeteilt) bisher erschienen sind, behandelt den Machtkampf diverser Adelsfamilien um die Vorherrschaft in der mittelalterlichen Welt Westeros. Doch nicht nur die Romane spielen auf dem fiktiven Kontinent. Seit 1998 hat Martin auch drei Novellen in Anthologien veröffentlicht, die etwa neunzig Jahre vor den Ereignissen in „Eis und Feuer“ spielen. Diese „Tales of Dunk and Egg“ handeln von den Abenteuern des hünenhaften Heckenritters Ser Duncan und seines Knappen Ei, wobei die wahre Identität von Ei zu Beginn noch ungeklärt bleibt.

Das vorliegende 400 Seiten starke Taschenbuch von Penhaligon vereint die bisherigen drei Novellen Der Heckenritter (OT: The Hedge Knight, 1998), Das verschworene Schwert (The Sworn Sword, 2003) und Der geheimnisvolle Ritter (The Mystery Knight, 2010), letztere erschien erstmals auf Deutsch. Martin beschreibt hier in seiner gewohnt anschaulichen und detaillierten Art das Leben eines mittellosen Ritters ohne Titel, der über die Ländereien Westeros zieht, um entweder bei einem Turnier zu kämpfen oder sich in den Dienst eines Lords zu stellen. Während Titelheld Ser Duncan in der ersten und dritten Story sein Glück bei einem Turnier versucht und dabei in die Angelegenheiten der Reichen und Mächtigen hineingezogen wird, haben er sich in der zweiten Geschichte einem verarmten Lord verschworen.

Heckenritter_Graphic NovelDie mittlere der drei Novellen ist auch die schwächste. Bevor sich eine richtige Dynamik in der Handlung entwickeln kann kommt schon das ziemlich aufgesetzte Happy End. Ansonsten wird hier beileibe keine idealisierte Fantasy mit strenger Gut-Böse-Aufspaltung geliefert.  Das erwartet man bei GRRM aber auch sicherlich nicht. Denn der preisgekrönte Autor glänzt durch gut recherchierte, schonungslos realistische Settings. Der noch recht unbedarfte Duncan mag zwar auch aufgrund seiner Körpergröße ein passabler Recke sein, doch muss er bald einsehen, dass in Zeiten von Kriegen und Seuchen ritterliche Ideale nicht mehr wirklich hoch gehalten werden. Darüber hinaus liefern die Geschichten viel Hintergrunddetails zu den Adelshäusern von Westeros. Vorkenntnisse über die Welt von „Eis und Feuer“ sind erforderlich. Die geplante vierte Novelle hat Martin übrigen erst einmal verschoben, damit er sich der Fertigstellung des sechsten Bandes von Das Lied von Eis und Feuer besser widmen kann.

Der Heckenritter von Westeros: Das Urteil der Sieben ist seit 28. Oktober 2013 auch als ungekürztes Hörbuch (gelesen von Reinhard Kuhnert) auf MP3 CD erhältlich. Die beiden ersten Novellen gibt es auch schon als Graphic Novels bei Pannini.

Fazit: Leben und Alltag eines ärmlichen Ritters in der pseudomittelalterlichen Welt von Westeros. Anschaulich und recht authentisch erzählt. Zur Überbrückung der Wartezeit auf den nächsten „Eis und Feuer“-Roman oder die vierte Staffel der TV-Serie Game Of Thrones durchaus zu empfehlen. 7 von 10 Punkten.


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