Dungeons & Dragons: Die Macht der Elemente

17. Dezember 2019

Nach der spontanen Sichtung des Fantasy-Flops Dungeons & Dragons (2000) habe ich mir aus einer Laune heraus gleich noch die kostengünstigere Fortsetzung Dungeons & Dragons: Die Macht der Elemente gegönnt. Allein um herauszufinden, ob Bruce Payne in seiner Rolle als Damodar erneut mit todschickem blauen Lippenstift aufläuft (Spoiler: tut er nicht!).

Damodar Returns

Hundert Jahre nach dem Sieg über Profion. Neues Ungemach droht dem Königreich Izmir. Der zu einem Dasein als Untoter verfluchte Damodar (Bruce Payne) findet den schwarzen Orb, mit welchem der die Macht des unter der Erde eingesperrten Drachengottes Faluzure entfesseln will, umso Feuer und Zerstörung über das Land zu bringen. Während der erfahrene Ritter Sir Berek (Mark Dymond) sich mit vier weiteren Kriegern – Barbarin Lux (Ellie Chidzey), Meisterdieb Nim (Tim Stern), Elfenmagierin Ormaline (Lucy Gaskell) und Kleriker Dorian (Steven Elder) – auf die gefährliche Reise zum Versteck Damodars macht, versuchen die Magier Izmirs um ihren Anführer Oberon (Roy Marsden) und Bereks Ehefrau Melora (Clemency Burton-Hill) in einem uralten Zauberbuch ein wirksames Mittel gegen das bevorstehende Unheil zu finden. Die Zeit drängt, denn schon beim nächsten Neumond wird Faluzure erwachen…

Dungeons & Dragons, die Kino-Adaption des bekannten Pen-&-Paper-Rollenspiels, floppte zu Beginn des Jahrtausends und nach meiner Erstsichtung des Films muss ich sagen: zurecht. Regisseur Gerry Liveley (Darkness Falls: Mörderisches Geheimnis) drehte wenige Jahre später in Litauen eine billigere Fortsetzung, wobei sich Courtney Solomon, der den Vorgänger inszenierte, dieses Mal auf die Rolle des ausführenden Produzenten beschränkte. Nach der Premiere von Dungeons & Dragons: Die Macht der Elemente im US-Fernsehen im Oktober 2005 fand der Streifen in der Folge auch seinen weltweiten Weg in die DVD-Regale. Auch wenn beim Standalone-Sequel nur knapp ein Drittel des Budgets von Teil eins zur Verfügung stand, der CGI-Drachen wirklich mies animiert (oder einfach nicht fertig gerendert) ist und man sich beim Skript auch kein Bein ausgerissen hat so würde ich nicht sagen, dass Die Macht der Elemente wirklich missratener daherkommt. Im Rahmen der fast schon typischen Direct-to-DVD-Machart machen Lively und sein Team nicht alles falsch. Die (bis auf Bruce Payne) durchgehend unbekannten Schauspieler agieren solide und die Story wird nicht unnötig in die Länge gezogen. Zwischen den fünf Helden entwickelt sich sogar so etwas wie Gruppendynamik. Die Anspielungen und das Namedropping wenden sich deutlich an Fans des Rollenspiels, weswegen Außenstehende die ganzen Zitate wohl recht beliebig finden. Die Bilder hätte etwas mehr Farbe vertragen können. Mich hat der Film teilweise an die thematisch ähnliche Videospielverfilmung Schwerter des Königs: Dungeon Siege vom berüchtigen Uwe Boll erinnert, nur ohne die Stars und nicht so dreist so zusammengeklaut, aber dafür auch nicht so billig wie die Fortsetzung.

Dungeons & Dragons: Die Macht der Elemente ist auf DVD erhältlich sowie bei diversen Streaminganbietern abrufbar. 2012 erschien Dungeons & Dragons 3: Das Buch der dunklen Schatten, ebenfalls von Gerry Lively inszeniert.

Dungeons & Dragons: Die Macht der Elemente
(Dungeons & Dragons: Wrath of the Dragon God)
Fantasyfilm USA, UK, Litauen, Deutschland 2005. FSK 12. 101 Minuten (PAL-DVD). Mit: Mark Dymond, Bruce Payne, Clemency Burton-Hill, Ellie Chidzey, Tim Stern, Lucy Gaskell, Steven Elder, Roy Marsden u.a. Regie: Gerry Lively. Drehbuch: Robert Kimmel, Brian Rudnick, Gerry Lively. Nach dem Rollenspiel von Gary Gygax und Dave Arneson.

Credits:
Bilder (c) Universum Film.


Tomorrow, When The War Began (Kurzkritik)

30. September 2018

Sieben junge, australische Erwachsene müssen nach einem Trip in die Wildnis feststellen, dass ihre Heimatstadt von ausländischen Truppen angegriffen wurde. Auf der Flucht vor dem unbekannten Feind kämpfen sie ums Überleben…

Flucht in die Hölle

Vor dem letzten Schuljahr veranstaltet Ellie (Caitlin Stasey) einen Campingtrip in die angrenzende Wildnis mit einigen Freunden: Corrie (Rachel Hurd-Wood), deren Freund Kevin (Lincoln Lewis), Homer (Denis Akdeniz), Schönheitskönigin Fiona (Phoebe Tonkin), Lee (Chris Pang) und die religiöse Robin (Ashleigh Cummings). Als die Teenager nach ein paar Tagen zurückkehren sind ihre Familien verschwunden und die Häuser verlassen. Ellie, Corrie und Kevin beobachten wie ausländische Soldaten die Bewohner der Stadt im Zentrum zusammentreiben. Wie die Gruppe erfährt, wurde ganz Australien angegriffen und sukzessive erobert. Nach dem Rückzug in ihren als „Hölle“ bekannten, abgelegenen Lieblingsplatz fernab der Zivilisation müssen sich Ellie und ihre Freunde entscheiden, was sie nun tun sollen: sich weiterhin versteckt halten oder gegen die feindlichen Soldaten kämpfen?

Ehrlich gesagt interessiert mich das derzeit in Literatur, Film und Fernsehen grassierende Genre/Thema „Young Adult“ so gut wie gar nicht. Entweder die betreffenden Produktionen wurden von meiner Seite kaum eines Blickes gewürdigt (Die Tribute von Panem, Maze Runner) oder nach kurzer Sichtung abgebrochen (Shadowhunters). Vielleicht hat mich Tomorrow, When The War Began, die Adaption einer australischen Jugendbuchreihe von Autor John Marsden, auch deswegen eher interessiert, weil der Film weder mit großen Namen aufwartet noch außerhalb seines Entstehungslandes ein großes Publikum finden konnte. Das Regiedebüt von Stuart Beattie (I, Frankenstein, Australia) erfindet beileibe das Rad nicht neu und bietet zudem ein paar Hochglanzgesichter im jungen Cast auf. Ansonsten gestaltet sich das Drama dank einer nicht ganz unrealistischen und zudem patriotismusfreien Geschichte recht solide. Beatties Drehbuch behält konsequent die Perspektive der sieben Jugendlichen bei, so dass auch der Zuschauer nicht mehr über die Hintergründe der plötzlichen Invasion erfährt. Das offene Ende spekuliert natürlich auf eine Fortsetzung, schließlich besteht die Romanreihe aus sieben Bänden. Doch ein zweiter Film wurde bisher nicht gedreht. Stattdessen adaptierte man den ersten Roman erneut, als sechsteilige Fernsehserie, die im April 2016 ihre Premiere down under feierte. Caitlin Stasey (Reign) und Ashleigh Cummings (Miss Fishers mysteriöse Mordfälle) wurden durch ihre späteren Serien-Hauptrollen international bekannt.

Tomorrow, When The War Began ist seit dem 27. Mai 2011 auf DVD und BluRay erhältlich.

Tomorrow, When The War Began
Jugend-Drama Australien 2010. FSK 16. 100 Minuten. Miit: Caitlin Stasey, Rachel Hurd-Wood, Deniz Akdeniz, Lincoln Lewis, Phoebe Tonkin, Chris Pang, Ashleigh Cummings u.a. Drehbuch und Regie: Stuart Beattie. Nach dem Roman von John Marsden.

Credits:
Bilder (c) Splendid Film/WVG.


The Loft (Kurzkritik)

3. August 2017

Fünf eng befreundete Männer kaufen gemeinsam ein Loft, um dort ihre außerehelichen Affären auszuleben. Dann passiert ein Mord…



Der erfolgreiche Architekt Vincent (Karl Urban) bietet seinen vier besten Freunden Luke (Wentworth Miller), Marty (Eric Stonestreet), Chris (James Marsden) und dessen Halbbruder Filip (Matthias Schoenarts) eine verlockende Möglichkeit an: gemeinsam unterhalten die fünf Männer ein Designer-Loft, um sich dort mit Geliebten und Prostituierten zu vergnügen, ohne dass ihre Ehefrauen etwas mitbekommen. Alles scheint gutzugehen, bis Luke eine Frauenleiche im Luxus-Appartment findet. Die fünf Männer treffen zusammen und suchen fieberhaft nach einer Möglichkeit, die fatale Situation zu lösen bis sie sich gegenseitig verdächtigen…

Nachdem sein Film Loft (2008), deutscher Titel Tödliche Affären, zum erfolgreichsten flämischen Film an der belgischen Kinokasse avancierte, drehte Regisseur Eric Van Looy 2011 ein US-Remake mit den bekannten Darstellern Karl Urban (Herr der Ringe, Star Trek), James Marsden (X-Men), Wentworth Miller (Prison Break) und Eric Stonestreet (Modern Family) sowie Landsmann Matthias Schoenarts (The Danish Girl), der seinen Part aus dem Original wiederaufnahm, in den Hauptrollen. Veröffentlicht wurde die Kopie erst gut drei Jahre später. Die Prämisse klingt nach einem interessanten Whodunit-Plot à la Agatha Christie oder Alfred Hitchcock. Herausgekommen ist dabei leider nur ein halbgarer Thriller mit pseudoerotischem Touch. Allerdings kann ich nichts über den belgischen Originalfilm sagen, da ich diesen nicht gesehen habe. The Loft mag mit seiner nichtchronologischen Handlung formal und inszenatorisch gelungen sein, aber inhaltlich liegt hier einiges im Argen. Im Verlauf der Twist um Twist auftischenden Story wird dieser immer unlogischer und klischeebeladener. Auch frage ich mich, warum man sich als Zuschauer für diese unsympatischen, höchst oberflächlichen, überwiegend misogynistischen Charakterschweine interessieren oder gar mit ihnen mitfühlen soll. Wie eine Episode einer lahmen, Hochglanz-Procedural-Krimiserie spult The Loft nur sein schales Programm runter und vermeidet jegliche ernsthafte Auseinandersetzung.

The Loft
Krimi Belgien/USA 2014. FSK 16. 99 Minuten. Mit: Karl Urban, James Marsden, Wentworth Miller, Eric Stonestreet, Matthias Schoenarts, Isabel Lucas, Rachael Taylor u.a. Regie: Eric Van Looy. Drehbuch: Bart De Pauw und Wesley Strick. Nach dem Originalfilm von 2008.

Bild (c) Universum Film.


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