Castle: Staffel 3 (Kurzkritik)

21. Oktober 2017

Obwohl sommerliche Hitze seit einigen Wochen nicht mehr auf dem Programm steht, so bin ich der Procedural-Serie Castle bisher treu geblieben, was sich in Staffel 3 durchaus gelohnt hat…

Zur Fertigstellung seines zweiten „Nikki-Heat“Romans hat sich Richard Castle (Nathan Fillion) den Sommer über zurückgezogen. Detective Kate Beckett (Stana Katic) und ihre Kollegen haben monatelang ohne den Bestseller-Krimiautor ermittelt. Da taucht Castle ausgerechnet an einem Tatort auf…

Spätestens im dritten Jahr sind die „romantischen Spannungen“ zwischen dem erfolgreichen Schriftsteller und der ambitionierten New Yorker Polizistin nicht mehr weg zu diskutieren und das obwohl letztere eine Beziehung zu einem gut aussehenden Arzt unterhält. Wie sich der Erfolg von Castles Romanen über die auf Beckett basierende Heldin Nikki Heat unangenehm auswirken kann, erfährt das Duo in der 11. Episode, als sie auf die quasi zum Leben erweckte Romanfigur in Form einer überzogen agierenden Schauspielerin treffen. Trotz der oft formelhaften Dramaturgie und nicht selten vorhersehbaren, mäßig konstruierten Fälle bietet Season 3 durchaus interessante Folgen, wie etwa das Double Feature um eine Bombe mit verheerendem Zerstörungspotenzial sowie ein „Betriebsausflug“ der Hauptcharaktere nach Kalifornieren (wo die Serie in Wirklichkeit gedreht wird). Weitere Fortschritte im Mordfall von Becketts Mutter sorgen schließlich für das dramatische Staffelfinale. Trotz der üblichen Schwächen und obwohl man sich hier etwa ein Drittel der 24 Episoden hätte sparen können erscheint mir die dritte Staffel von Castle bisher als die beste. Die DVD-Box zu Season vier liegt schon bereit.

Castle: Staffel 3 (Castle: Season 3)
Krimiserie USA 2010/11. FSK 16. 24 Folgen. Gesamtlänge: ca. 990 Minuten.
Mit: Nathan Fillion, Stana Katic, Seamus Dever, Jon Huertas, Tamala Jones, Molly C. Quinn, Ruben Santiago-Hudson, Susan Sullivan u.a. Idee: Andrew W. Marlowe.

Bild (c) ABC/Touchstone.

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Star Crash 2 – Flucht von Galaxy 3 (Kurzkritik)

17. September 2017

Als würdiger Abschluss der diesjährigen Kurzkritiken-Sommer-Saison kommt nur ein Film in Frage: Star Crash 2, ein „Sequel“ wie es durchgeknallter kaum sein könnte.



Star Crash meets The Blue Lagoon

Mit seiner übermächtigen Raumflotte erobert der finstere Oraclon (Don Powell) nach und nach die gesamte Galaxis. Auch der Planet Exolon, wo der friedliche König Zanor (Chris Avram) herrscht, wird angegriffen. Die Streitmacht von Zanors erstem Offizier Lithan (Fausto Di Bella) ist Oraclons Flotte allerdings hoffnungslos unterlegen. Daher flieht Lithan gemeinsam mit Prinzessin Belle Star (Cheryl Buchanan) um Hilfe zu holen. Das Schiff der beiden kommt durch einen Defekt im Navigationscomputers vom Kurs ab. Lithan und Belle müssen auf der Erde landen, wo sie auf einfache Menschen treffen, die ohne Fortschritt und Wissenschaft existieren. Nach anfänglichen Feindseligkeiten schließen die beiden Parteien Frieden. Die unsterblichen Lithan und Belle lernen durch ihre Zusammenleben mit den Erdlingen sogar das Wunder der (körperlichen) Liebe kennen…

Im Jahr 1981 kam nicht nur der kleine mwj auf die Welt. Auch die B-Movie-Maschinerie auf der Apenninhalbinsel gebar eine kuriose (filmische) Kreatur, nämlich Star Crash 2, auch bekannt als Flucht von Galaxy 3, wobei man hier anmerken muss, dass beinahe mehr Alternativtitel als Darsteller existieren. Diese inoffizielle Fortsetzung zum kultig-schlechten Sternenkrieg-Abklatsch von 1978 setzt dem spatialen Wahnwitz teilweise noch einen drauf. Die Weltraumszenen sind gleichsam wie die Modelle (natürlich auch die geniale Raumschiff-Kralle!) komplett aus Teil 1 recycelt. Ansonsten hat die vermeintliche Fortsetzung mit dem „Original“ eher wenig gemeinsam. Mit zunehmender Laufzeit verwandelt sich das unlogisch-einfallslos-generische Weltraumgedöns nämlich in eine zwischen Langeweile und unfreiwilliger Komik pendelnde, brave Softsex-Robinsonade à la Die Blaue Lagune, da unsere beiden übermenschlichen, aber völlig „vergeistigen“ Helden von den Erdbewohnern (vermutlich Sandalenfilm-Statisten in zweiter Generation oder Komparsen, die beim Moonraker-Casting durchgefallen sind) wichtige sinnliche Erkenntnisse gewinnen. Die Liebesszenen sind mit einer derart kitschig-schleimigen Musik unterlegt, dass einem die Ohren bluten. Immerhin kommen trotz der miesen Bildqualität (fast unter VHS-Niveau) die unbeschreiblich farbenfrohen Kostüme, die so manchem Cosplay-Veteran Tränen in die Augen treiben dürften, sehr gut zur Geltung. Vor allem die Erscheinung von Bösewicht Oraclon als quietschbuntem, Harlem-Disco-Ming mit Glitzerbart (!) sucht ihresgleichen. Dass es im Anschluss zu keinem weiteren Sequel unter dem Titel Star Crash 3 – Flucht von Galaxy 2 kam, macht mich irgendwie etwas traurig. Daher werde ich jetzt online nachforschen, ob es die Klamotten von Oraclon auch in meiner Größe gibt.

Kurzkritik von Emmo Weo Joddo alias Emery W. Johnson

Star Crash 2 – Flucht von Galaxy 3 (Giochi erotici nella terza galassia)
Science-Fiction-Abenteuer Italien 1981. FSK 12. 84 Minuten. Mit: Cheryl Buchanan, Fausto Di Bella alias James Milton, Don Powell, Chris Avram alias Auran Cristea, Max Turilli, Attilio Dottesio u.a. Regie: Bitto Albertini alias Ben Norman. Drehbuch: Bitto Albertini alias John Thomas.

Bilder (c) Team One/Horgi Music.


Anthony Zimmer – Fluchtpunkt Nizza (Kurzkritik)

12. September 2017

Nach der schlappen Hollywood-Fälschung musste ich schließlich auch das Original dieses französischen Thrillers ansehen. Aber funktioniert dieser überhaupt noch, wenn man die Schlusswendung bereits kennt?



Zimmer, das Phantom

Wer ist Anthony Zimmer? Nicht der Bruder des Filmkomponisten Hans, sondern ein international gesuchter Verbrecher, der dank Geldwäsche sehr reich wurde. Nicht nur die französischen Behörden in Person von Akermann (Sami Frey) fahnden nach Zimmer, sondern auch die russische Mafia jagt den Betrüger. Weil er sein Aussehen durch plastische Chirurgie verändern ließ, kann Anthony Zimmer von niemandem identifiziert werden. Auf der Suche nach ihm reist die attraktive Chiara (Sophie Marceau) im TGV nach Nizza, wo sie sich zu dem unscheinbaren François Taillandier (Yvan Attal) setzt und ihm schöne Augen macht. In Nizza angekommen nimmt Chiara François mit in ihre Luxussuite und küsst ihn. Am nächsten Morgen wird François beinahe erschossen, kann jedoch aus dem Hotel fliehen. Nachdem er seine Geschichte der Polizei erzählt, wird Taillandier zur Behandlung seiner Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Doch auch dort ist er nicht sicher, weil man ihn nun für Anthony Zimmer hält…

Trotz Starbesetzung (Depp, Jolie), einem Oscar-Gewinner (Florian Henckel von Donnersmarck) auf dem Regie-Stuhl und Venedig als Kulisse war The Tourist aus meiner Sicht ein überaus langweiliges Unterfangen. 100 Millionen Dollar hat man ihn diesen Rohrkrepierer investiert, wobei der Großteil des Geldes sicherlich an die verschenkten Stars ging oder für Bestechungsgelder an die HFPA (Golden Globes) verschleudert wurde. Das Original zu diesem überaus schwachen Hollywood-Remake drehte Jerôme Salle (Largo Winch) in seinem Regiedebüt für „läppische“ 11 Millionen Euro. Auch wenn Anthony Zimmer (deutscher Titel: Fluchtpunkt Nizza) inhaltlich recht dünn gestrickt ist, so gelingt hier dank ansprechender Inszenierung mit ästhetisch komponierten Szenen ein solider Streifen, der seine kurze Laufzeit effektiv nutzt und auf reißerische Action verzichtet. Der Schlusstwist erscheint aber auch hier mehr als unlogisch, was das Gesamtbild leider etwas negativ beeinflusst. Bei meiner nächsten langen Zugfahrt treffe ich hoffentlich auch auf eine attraktive Frau, der ich mit ihrem Reißverschluss behilflich sein kann.

Fluchtpunkt Nizza (Anthony Zimmer)
Krimi Frankreich 2005. FSK 16. 85 Minuten. Mit: Yvan Attal, Sophie Marceau, Sami Frey, Gilles Lelouche, Daniel Olbrychski, Samir Guesmi u.a. Drehbuch und Regie: Jérôme Salle.

Bild (c) Studiocanal.


Castle: Staffel 2 (Kurzkritik)

29. August 2017

In der zweiten Staffel von Castle beginnt sich die Zusammenarbeit zwischen der toughen Polizistin und dem charmanten Schriftsteller allmählich einzuspielen. Oder vielleicht sogar etwas mehr?



Nach der Fertigstellung seines Romans „Heat Wave“ sollte Krimi-Bestsellerautor Richard Castle (Nathan Fillion) eigentlich seine Zusammenarbeit mit Detective Kate Beckett (Stana Katic) beenden. Doch das besondere Interesse des Bürgermeisters und die guten Verkaufszahlen des ersten Falls der auf Beckett beruhenden Figur Nikki Heat veranlassen den Schriftsteller zu Recherchezwecken für ein weiteres Buch die Zusammenarbeit mit dem NYPD fortzusetzen. Beckett ist anfänglich wenig begeistert, erkennt aber allmählich, dass Castles eigene Sichtweise bei der Aufklärung der Mordfälle mehr als hilfreich sein kann. Doch Verbrechen aufklären und Bücher schreiben decken nicht alle Aufgaben von Rick ab. Vielmehr muss der bindungsunfähige Ladykiller für seine Tochter Alexis (Molly Quinn), die mit 16 schon eifrig Zukunftspläne schmiedet, den lockeren Vater spielen. Während Castles Mutter Martha (Susan Sullivan) abwechselnd mit ihrem Beziehungsstatus oder den Tücken des Schauspielerberufs zu kämpfen hat.

Wie bereits an anderer Stelle mehrfach erklärt, bin ich wahrlich kein Fan von Procedural-(Krimi-)Serien. Doch als anspruchsloses, unterhaltsames Nebenprogramm taugt Castle auch in der zweiten Staffel (mit regulärer Episodenanzahl) durchaus. Das Erfrischende sind weniger die privaten Angelegenheiten der beiden Hauptfiguren, sondern ihr konstanter verbaler Schlagabtausch und so mancher vergleichweise einfallsreicher Aspekt eines Falls. Ansonsten wird die Suche nach dem Täter meist nach fast gleichem Schema runtergespult. Season 2 etabliert den ungeklärten Mord an Kates Mutter als wiederkehrendes Thema und bietet die erste Doppelfolge der Serie, in welcher es ein Stalker auf Nikki Heat abgesehen hat. Wirklich näher kommen sich Castle und Beckett noch nicht.

Castle: Staffel 2 (Castle: Season 2)
Krimiserie USA 2009/10. FSK 12. 24 Folgen. Gesamtlänge: ca. 990 Minuten. Mit: Nathan Fillion, Stana Katic, Seamus Dever, Jon Huertas, Tamala Jones, Molly C. Quinn, Ruben Santiago-Hudson, Susan Sullivan u.a. Idee: Andrew W. Marlowe.

Bild (c) ABC/Touchstone.


Absolutely Fabulous – Der Film (Kurzkritik)

25. August 2017

Eddy und Patsy sind pleite. Zu allem Unglück sorgt Eddy unfreiwillig für das Ableben eines Supermodels. Da hilft nur Reißausnehmen an die Riviera!



Noch ist der Lack nicht ganz ab

Das zügellose Lotterleben der selbstsüchtigen, unreifen PR-Unternehmerin Edina „Eddy“ Monsoon (Jennifer Saunders) und ihrer besten Freundin, der Alkohol, Nikotin und junge Männer verschleißenden Mode-Redakteurin Patsy Stone (Joanna Lumley) scheint jäh zu enden. Denn Eddy hat kein Geld mehr. Zu allem Überfluss kündigt ihr zweiter Ex-Ehemann Marshall (Christopher Ryan) an, das aufwändig renovierte Haus nicht weiter abzubezahlen. Doch irgendwie muss Geld her! Als Eddy zufällig erfährt, dass Supermodel Kate Moss (Kate Moss) ihre PR-Agentur wechseln möchte, will die erfolglose Möchtegern-Trendsetterin die Gelegenheit beim Schopfe packen und sich diesen potenzialträchtigen Kunden sichern. Doch im Eifer des Gefechts wird Kate bei einerm Fashion-Event vom Balkon in die Themse gestürzt und für tot gehalten. Eddy und Patsy werden als Mordverdächtige von Polizist Nick, dem neuen Freund von Eddys verantwortungsvoller und biederer Tochter Saffy (Julia Sawalha) befragt. Mit Saffys 13jähriger Tochter Lola (Indeyarna Donaldson-Holness) im Schlepptau fliehen die beiden Ladies außer Landes, direkt an die Riviera in Südfrankreich. Dort wollen Eddy und Patsy ein neues Leben beginnen sowie einen reichen Mann zur finanziellen Absicherung finden…

Knapp ein Jahr nach dem Kinobesuch kam ich dank der DVD auch in den Genuss der Originalfassung von Absolutely Fabulous – Der Film, dem Leinwandableger zur britischen Kultsitcom (und vermutlich ersten Serie, die ich auf Englisch verfolgte). Bezüglich Dialogwitz macht das im Vergleich zur deutschen Synchronfassung (die im Gegensatz zur Seriensynchro recht gelungen erscheint) natürlich einen gewissen Unterschied, etwa beim Cameo von Jon Hamm. Ansonsten unterhält dieser schrille Satire-Cocktail aus Mode, Medien, Promi-Hype und grenzenloser Oberflächlichkeit gepaart mit ungezähmtem Hedonismus sowie garniert mit zahlreichen Gastauftritten auch bei der Zweitsichtung prächtig. Mit allerlei Meta-Witzen und knalliger Situationskomik wird der ganze Mode-und Medienbetrieb bissig entlarvt. Auch wenn die Serie über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren immer weider fortgesetzt wurde, so stellte Jennifer Saunders (gleichzeitig Schöpferin und alleinige Autorin der Sitcom sowie natürlich Darstellerin von Eddy) im November 2016 klar, dass „Ab Fab“ mit dem Kinofilm seine Schlussvorstellung erhielt. Nach fünf Seasons (mit insgesamt 32 Folgen) und sieben Specials fahren Eddy und Patsy schließlich auf einer Luxusyacht in den Sonnenuntergang. Darauf einen Bolly!

Absolutely Fabulous – Der Film (Absolutely Fabulous – The Movie)
Komödie/Satire UK 2016. FSK 12. 91 Minuten. Mit: Jennifer Saunders, Joanna Lumley, Julia Sawalha, Jane Horrocks, June Whitfield, Indeyarna Donaldson-Holness, Robert Webb, Lulu, Kate Moss u.v.a. Regie: Mandie Fletcher. Drehbuch: Jennifer Saunders. Nach der Serie von Jennifer Saunders und Dawn French.

Bild (c) Fox Searchlight


Into The Badlands: Staffel 2 (Kurzkritik)

24. August 2017

15 Monate nach dem Ende der ersten Staffel kehrte die Endzeit-Punk-Serie Into The Badlands im Frühjahr 2017 mit zehn neuen Folgen zurück. Wieder geht es um Macht, Intrigen, Überleben und furiose Fights…



Back To Badlands

Zwar konnte der ehemalige Clipper und begnadete Schwertkämpfer Sunny (Daniel Wu) aus den Badlands fliehen, doch es lief nicht alles wie erhofft. Seine höchstschwangere Geliebte, die Heilerin Veil (Madeleine Mantock), musste er zurücklassen. Die vermeintliche Freiheit währte nur kurz, denn Sunny wurde in die Knechtschaft verkauft und muss in einer alten Mine schuften. Dort trifft er auf den prolligen, herzensguten Bajie (Nick Frost). Gemeinsam planen die beiden sogleich ihre Flucht, denn Sunny möchte zurück in die Badlands. Dort hat sich bis auf das Ende der Herrschaft von Baron Quinn (Marton Csokas) nicht viel geändert. Quinns Sohn und Nachfolger Ryder (Oliver Stark) ist wieder mit der Widow (Emily Beecham) verfeindet, nachdem sie zuvor zusammenarbeiteten. Die anderen Barone streben das große Ziel,an die berüchtigte Kämpferin und ihr weibliches Heer auszuschalten. Denn die Widow plant, das herrschende System zugunsten einer (vor allem für Frauen) besseren Gesellschaft zu stürzen. Sunnys früherer Schützling, der junge M.K. (Aramis Knight), trainiert als Novize in einem mystischen Kloster, wo alle Mönche die gleichen dunklen Kräfte wie er besitzen…

Nicht nur, dass die beiden Schöpfer/Showrunner Alfred Gough und Miles Millar (Smallville) die Hauptverantwortung teilweise abtraten, um sich ihrem anderen aktuellen Serienprojekt The Shannara Chronicles zu widmen, für Season 2 von Into The Badlands wanderte die Produktion von New Orleans und Umgebung in den USA nach Irland, vor allem um mehr Platz zur Verfügung zu haben Die Aufstockung der Episodenorder von sechs auf zehn erscheint zudem sinnvoll, weil es (wie von mir nach Staffel 1 erhofft) gelingt, die eigenwillige Welt der Serie – irgendwo zwischen Fackeln im Sturm, Firefly und Tiger & Dragon, nur in einem Endzeitsetting ohne Raumschiffe, Handfeuerwaffen und anderen gravierenden technischen Fortschritt – etwas besser auszuarbeiten. Da nimmt man auch in Kauf, dass der Handlungsstrang der ein oder anderen Figur etwas auf der Stelle tritt. Die Außenperspektive auf die „Badlands“ verleiht der AMC-Show neue Facetten und erweitert sie um ein Szenario à la Mad Max. Auch die Ausbildung von M.K. bei einem geheimnisvollen Mönchsorden spielt sich außerhalb der titelgebenden Länder statt. Sicherlich erreicht Into The Badlands auch in Runde zwei zu keiner Zeit die Qualität von Game Of Thrones, überzeugt aber weitgehend dank seiner spannenden und abwechslungsreichen Story mit einem mannifaltigen Schauspieler-Ensemble, zu dem Nick Frost (Hot Fuzz) als Sunnys unfreiwilliger Weggefährte hinzustößt. Nicht zu vergessen die hochwertig inszenierten und rasanten Kampfszenen in bester Wuxia-Tradition. Für 2018 ist eine dritte Staffel mit 16 Folgen geplant. Hoffentlich kann die Serie ihr inhaltliches Potenzial weiter vorantreiben.

Sowohl Staffel 1 als auch Staffel 2 von Into The Badlands sind über Amazon Prime abrufbar.

Into The Badlands: Staffel 2 (Into The Badlands: Season 2)
Actionserie/Endzeitdrama USA 2017. FSK 16. 10 Folgen. Gesamtlänge: ca. 430 Minuten. Mit: Daniel Wu, Aramis Knight, Emily Beecham, Orla Brady, Sarah Bolger, Oliver Stark, Madeleine Mantock, Ally Ioannides, Nick Frost, Marton Csokas u.a. Idee: Alfred Gough und Miles Millar.

Bilder (c) AMC/Amazon.


Star Raiders: Die Abenteuer des Saber Raine (Kurzkritik)

18. August 2017

Der Weltraumabenteurer Saber Raine soll gemeinsam mit drei Offizieren die entführten Thronerben des Planeten Ares aus der Gewalt des finsteren Sinjin befreien. Eine gefährliche Mission…



Auf die lahme Tour

Weil er eine feindliche Saurianerin (Holly Westwood) vor den eigenen Truppen rettete, geriet Captain Saber Raine (Casper Van Dien) vor Jahren in Ungnade und verlor seine Position bei den Erdstreitkräften. Seitdem verdingt er sich als Weltraumsöldner. Als Prinz Tyr (Tyler Weaver Jr.) und Prinzessin Caliope (Sara N. Salazar), die Thronfolger des Planeten Ares, entführt werden, lässt sich Saber an der Seite von Fade (Brit Laree) und könglichen Truppen für eine Rettungsmission engagieren. Unterdessen setzt der dunkle Sinjin (James Lew) alles daran, seine finsteren Pläne umzusetzen…

Und wieder führt mich der diesjährige Kurzkritiken-Sommer in das Billigfilm-Universum, wider Erwarten allerdings nicht in das Schwarze Loch namens The Asylum. Der Filmemacher, Stuntman, Martial-Arts-Experte und Schauspieler Mark Steven Grove hat bei seiner siebten Regie-Arbeit ein kleines Weltraumfilmchen zusammengebastelt und sich selbst natürlich auch eine kleine Rolle auf den Leib geschrieben. Das Machwerk mit dem monströsen Titel Star Raiders: Die Abenteuer des Saber Raine steht zwar in der Tradition von Italo-Trashperlen wie Star Crash und präsentiert einen recht belanglosen, größtenteils generischen Plot, ist aber im Gegensatz zu den „offiziellen“ Mockbustern kein totaler Reinfall. Die Computereffekte erscheinen zwar auf dem Stand 15 Jahre alter Videospiele und wirkliche Spannung kommt kaum auf, aber immerhin hat sich die Filmcrew bei Make Up und Kostümen richtig austoben können. Vermutlich wurde auch einfach ein Laden für Cosplay-Bedarf leergeräumt. Den Titelheld gibt natürlich niemand geringeres als Casper Van Dien (Avengers Grimm), der Tom Cruise aus der B- und C-Moviewelt. Man kann ihn eigentlich nicht mehr sehen, dennoch kurbelt der sonnige Dauer-Starship-Trooper einen lahmen Part nach dem nächsten runter. Daneben laufen hier unter anderem eine Platinblondine sowie eine verirrte Wonder Woman durch die Wälder von Colorado und schießen sich den Weg durch Zombiehorden und Skelett-Kapuzen frei. Das offene Ende zeigt ziemlich deutlich, dass Star Raiders als Pilotfilm für eine Serie geplant war. Kein Verlust, dass diese voraussichtlich nicht zustande kommt, aber völlig misslungen geriet Saber Riders Raines vermutlich einziges Abenteuer nicht.

Star Raiders: Die Abenteuer des Saber Raine ist am 3. August 2017 auf BluRay und DVD erschienen.

Star Raiders: Die Abenteuer des Saber Raine (Star Raiders: The Adventures Of Saber Raine)
Science-Fiction-Abenteuer USA 2017. FSK 12. 80 Minuten. Mit: Casper Van Dien, Brit Laree, James Lew, Sara N. Salazar, Holly Westwood, Tyler Weaver Jr., Mark Steven Grove, Andy Hankins u.a. Drehbuch und Regie: Mark Steven Grove.


Skeletors Klone?

Bilder (c) Tiberius Film.


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