Upload (Serie)

18. Oktober 2020

Was wäre wenn der Tod nicht das Ende des Lebens, sondern nur den Übergang in eine andere „Daseinsform“ bedeuten würde? Die Scifi-Comedy Upload erforscht diese Prämisse in einer nicht ganz so fernen Zukunft.

Second (After-)Life

2033. Gemeinsam mit seinem besten Freund Jamie (Jordan Johnson-Hinds) möchte Programmierer Nathan (Robbie Amell) eine neue Software an interessierte Unternehmen verkaufen. Doch da baut Nathans selbstfahrendes Auto einen Unfall und er wird schwer verletzt. In Erwartung seines baldigen Todes lässt sich Nathan von seiner oberflächlich-nervigen Freundin Ingrid (Allegra Edwards) überreden, seinen Geist in die digitale Welt hochzuladen, um so sein Weiterleben zu sichern. Im virtuellen Lake View, einer gigantischen Hotelanlagen mit riesigen Grünanlagen, angekommen muss Nathan bald feststellen, dass sich das Leben nach dem physischen Tod nicht wirklich paradiesisch abspielt. Dort trifft der junge Neuankömmling auf den ebenfalls upgeloadeten Ex-Soldaten Luke (Kevin Bigley), der ein paar Tricks kennt. Mit seiner „realen“ Kundenservice-Beauftragten Nora (Andy Allo) entwickelt Nathan schnell eine freundschaftliche Beziehung. Nora stößt in Nathans Dateien auf Ungereimtheiten…

Mit der herausragenden britischen Miniserie Years and Years und der vorliegenden amerikanischen Produktion sichtete ich innerhalb weniger Wochen gleich zwei Serien, welche sich mit dem Hochladen des menschlichen Geistes in einen Computer befassen. Bei ersterer Serie fungierte dieses Thema allerdings nur als eines von vielen, während es in Upload die zentrale Rolle spielt. Protagonist Nathan hatte eigentlich noch fast sein ganzes Leben vor sich, findet sich aber nach einen verheerenden Autounfall im digitalen Leben nach dem Tod wieder und kann dank modernster Technik sogar seiner eigenen „Begräbnisfeier“ beiwohnen. Schöpfer Greg Daniels, bekannt für die US-Adaption von The Office und Parks and Recreation, der dieses Jahr mit Space Force eine weitere Comedyserie beim anderen großen Streaminganbieter namens Netflix am Start hat, und seine Co-Autoren haben aber keine futuristische Utopie kreiert, in welcher sich jeder das süße „Second Life“ leisten kann. Nur besonders wohlhabende Kunden kommen in den Genuss der Luxus-Hotel-Version, die nicht so reichen Nutzer landen im spartanischen grauen Digital-Keller. Nathan selbst könnte sich das teure Nachleben eigentlich nicht leisten, doch seine Freundin stammt aus einer Familie, die in Geld schwimmt, und zahlt für ihn. Diese Konstellation sorgt natürlich für Zündstoff in ihrer Beziehung, einfach weil sich Nathan von Ingrid immer wieder wie ein Spielzeug kontrolliert fühlt. Was er an der narzisstischen, immer perfekt gestylten und über die Maßen oberflächlichen Frau findet hat sich mir (und sicherlich vielen weiteren Zuschauern) nicht erschlossen. Da passt es konsequent ins Bild, dass der upgeloadete Freund für die hippe Modepuppe ein veritables Statussymbol darstellt.

Abgesehen vom virtuellen Jenseits gestaltet sich die hier gezeigte Zukunft aber gar nicht einmal so futuristisch, sondern denkt unsere heutige Welt mit Smartphones bzw. -watches, unzähligen Apps, digitalen Assistenten usw. logisch weiter. Die sehr farbenfrohe Welt von Lake View hat mich sehr an Pushing Daisies erinnert. Vom Format her (die erste Folge geht 46 Minuten, die weiteren um die 30) und aufgrund der hohen Anzahl an Hochglanzgesichern im von Robbie Amell (Akte X – Staffel 10, Code 8) angeführten Cast fühlte sich die Serie eher wie eine Networkserie an und weniger wie eine Produktion eines Streaminganbieters an. Mit William B. Davis (der berüchtigte Raucher aus Akte X) und Barclay Hope (PSI Factor, Riverdale) sind zwei erfahrene kanadische Serienstars in Gastrollen vertreten.

Die zehn Episoden gestalten sich kurzweilig und unterhaltsam, doch krankt die ganze Sache etwas daran, dass man sich hier nicht entscheiden konnte, was man denn eigentlich erzählen will. Eine zarte Romanze zwischen zwei Personen, von denen nur eine aus Fleisch und Blut ist während die andere rein virtuell existiert? Ein Krimi mit Schwerpunkt auf Nathans mysteriöses Ableben? Oder die humoristische Aufarbeitung eines voll durchdigitalisierten haptischen Lebens mit Aussicht auf Fortsetzung als virtuelles Wesen? Upload versucht alle drei Genres in die dafür zu knappe Laufzeit von fünf Stunden zu packen. Das macht die Serie leider zu unentschlossen. Dennoch bin ich gespannt wo die digitale Reise in der bereits bestellten zweiten Staffel hingehen wird.

Die komplette erste Staffel von Upload ist seit dem 1. Mai 2020 im Angebot von Amazon Prime enthalten.


Upload
Science-Fiction-Comedyserie USA 2020. 10 Folgen (Staffel 1). Gesamtlänge: ca. 300 Minuten. Mit: Robbie Amell, Andy Allo, Allegra Edwards, Zainab Johnson, Kevin Bigley, Owen Daniels, Andrea Rosen u.v.a. Idee: Greg Daniels.

Credits
Bilder (c) Amazon.


The Frankenstein Chronicles: Staffel 2

20. Januar 2018

Drei Jahre später versucht Ex-Soldat John Marlott im London des 19. Jahrhunderts noch immer den Mann hinter den „Frankenstein-Morden“ zur Strecke zu bringen. Doch die Lage hat sich keinesfalls gebessert…

The Frankenstein Chronicles: Staffel 2 (The Frankenstein Chronicles: Series 2)
Mysteryserie UK 2017. 6 Folgen. Gesamtlänge: ca. 280 Minuten.
Mit: Sean Bean, Richie Campbell, Maeve Dermody, Laurence Fox, Ed Stoppard, Tom Ward, Martin McCann, Ryan Sampson, Paul Kennedy, Guy Henry u.v.a. Idee: Benjamin Ross und Barry Langford. Regie: Alex Gabassi.

 

Französisches DVD-Cover

 

Zwischen Leben und Tod

Nachdem John Marlott (Sean Bean) hingerichtet wurde, erweckte ihn Lord Daniel Harvey (Ed Stoppard), der Mann hinter den „Frankenstein-Morden“, wieder zum Leben. Marlott floh aus Harveys Gewalt, landete aber im Bethlem Hospital für Geisteskranke. Drei Jahre später gelingt ihm die Flucht aus der Einrichtung. In der von allerlei Elend geprägten Pye Street in Westminster taucht er unter. Eine neue Mordserie erschüttert die Gegend. Priester werden erstochen und ihnen das Herz entnommen. Marlott vermutet freilich Harvey hinter den Gräueltaten und versucht auf eigene Faust zu ermitteln. Zwischen der von Sir Robert Peel (Tom Ward), mittlerweile Premierminister, ins Leben gerufenen Metropolitan Police und der Wache der zuständigen Pfarrei von Westminster entbrennt ein Streit um die Zuständigkeit hinsichtlich der Priestermorde. Marlotts ehemaliger Partner Joe Nightingale (Richie Campbell), inzwischen zum Seargent befördert, wird von Inspektor Treadaway (Paul Kennedy) mit den Ermittlungen beauftragt. Marlott findet unterdessen bei der gütigen Armenschneiderin Esther Rose (Maeve Dermody) eine vorübergehende Bleibe. Die verwitwete Mrs. Rose hat einen speziellen Auftrag von Frederick Dipple (Laurence Fox), einem geheimnisvollen Mitglied der feinen Gesellschaft…

Ehrlich gesagt war ich nach der ersten Staffel von The Frankenstein Chronicles überrascht zu erfahren, dass es eine zweite Season geben wird, trotz des relativen offenen Endes. Im März 2017 begannen in Belfast die Dreharbeiten zu sechs weiteren Episoden, wobei das Autorenteam um die beiden Serienschöpfer Benjamin Ross (auch Regisseur von Staffel 1) und Barry Langford komplett ausgetauscht wurde. Das kreative Ruder übernahm Michael Robert Johnson (Sherlock Holmes, 2009), für die Regie engagierte man den Brasilianer Alex Gabassi. Im Vereinigten Königreich wurden die sechs neuen Folgen von Anfang November bis Anfang Dezember 2017 ausgestrahlt. Beim deutschen Pay-TV-Sender TNT Serie erfolgt am 27. Dezember 2017 sowie am 3. und 10. Januar 2018 die deutsche Fernsehpremiere.

Auch in der zweiten Season gelingt The Frankenstein Chronicles ein interessanter Mix aus diversen literarischen und historischen Versatzstücken, welcher den „Frankenstein-Mythos“, wie er durch den gleichnamigen Roman (erschienen 1818) von Mary Shelley (in Staffel 1 auch eine der Figuren) weithin bekannt wurde, auf originelle Weise weiterspinnt. Der frühere Soldat und „Proto-Polizist“ John Marlott, zuvor noch mit der Aufklärung einer grausigen Mordserie beauftragt, wird hier selbst zur von Menschen geschaffenen Kreatur. Marlott fungiert als Wandler zwischen Leben und Tod, als Wiedergänger, der seinen „zweiten Schöpfer“ von weiteren Untaten abbringen will und gleichzeitig seine eigene Menschlichkeit wiederzufinden versucht.

Das Geschehen spielt sich wie zuvor überwiegend in einem Elendsviertel Londons ab, wo die meist bettelarmen Bewohner zusätzlich zu ihrer ohnehin mehr als unmenschlichen Existenz noch von einer mysteriösen Seuche heimgesucht werden. Den verklärten Blick auf die viel beschworenen „guten alten Zeiten“ sucht man in dieser Serie vergebens. Ständig präsent bleibt auch der Konflikt zwischen geistlicher und weltlicher Existenz, wo Staat und Kirche um Autorität streiten und die geschundenen Seelen auf eine besseres Leben nach dem Tod als davor hoffen weshalb der Glaube eine zentrale Rolle einnimmt. Zu keiner Zeit wird der Zuschauer hier vor dem vielfältigen Grauen und Unrecht verschont, vor allem dank der ungeschönten, wenngleich keineswegs schmucklosen Inszenierung.

Besonders kurios erscheint die Figur des (einfluss-)reichen Dandys Frederick Dipple, in dessen Handlungsstrang sich der Frankenstein-Mythos, Der Sandmann (1816) von E.T.A. Hoffmann sowie weitere Motive vereinen. Leider geht der Geschichte zum Ende hin etwas die Luft aus, was aus meiner Sicht der Beschränkung auf sechs Folgen geschuldet sein könnte. Dennoch käme der Schlusspunkt an dieser Stelle nicht zum falschen Zeitpunkt. Es besteht jedoch die Möglichkeit weiterer Seasons. Streaminganbieter Netflix hat sich die weiteren internationalen Rechte an der vom britischen Sender ITV produzierten Serie gesichert und könnte weitere Folgen in Auftrag geben/finanzieren.

Staffel 2 von The Frankenstein Chronicles lief vom 27. Dezember 2017 bis 10. Januar 2018 bei TNT Serie und ist bis einschließlich 9. Februar 2018 noch über Sky abrufbar. Auf DVD und BluRay gibt es bisher nur die erste Staffel.

Fazit: Auch in der zweiten Staffel fesselt The Frankenstein Chronicles als albtraumhafte, intelligent verwobene Schauermär aus politischen/sozialen Missständen, abscheulichen Verbrechen sowie dem Schicksal seines zwischen Leben und Tod wandelndem Protagonisten. 8 von 10 Punkten.

Schneiderin Esther Rose

Was plant Frederick Dipple?

Credits:
Bilder (c) ITV/TNT Serie.


Journey Of Love (Kurzkritik)

31. Oktober 2016

Bevor Regisseur Colin Trevorrow das späte, aber unvermeidliche Dino-Sequel Jurassic World inszenierte, drehte er die Indie-Perle Safety Not Guaranteed, in Deutschland unter dem vielleicht sogar passenderen Verleihtitel Journey Of Love vermarktet.

Journalist Jeff (Jake Johnson) vom Seattle Magazin sowie seine beiden Praktikanten – die Einzelgängerin Darius (Aubrey Plaza) und der sozial unbeholfene indische Student Arnau (Karan Soni) – wollen dem Hintergrund einer geheimnisvollen journey-of-love_dvdZeitungsannonce nachgehen, in welcher ein „Mitfahrer“ für eine Zeitreise gesucht wird. Während Jeff den Auftrag eigentlich nur angenommen hat, um im gemütlichen Küstenstädtchen Oceanview seine alte High-School-Flamme wieder aufzureißen, gewinnt Außenseiterin Darius das Vertrauen des Supermarkt-Angestellten Kenneth (Mark Duplass), dem Mann hinter der Anzeige, und wird von diesem weiter in die bevorstehende Zeitreise-Mission eingeweiht…

Colin Trevorrow ist nach dem vierten „Jurassic-Park“-Film Jurassic World (2014) mittlerweile zu noch höheren Blockbusterweihen aufgestiegen. Der 40jährige wird Star Wars: Episode IX, welcher für 2019 vorgesehen ist, inszenieren und auch mit am Drehbuch schreiben. Ähnlich wie bei James Gunn (Guardians Of The Galaxy) lohnt sich bei Trevorrow der Blick auf die Karriere vor dem „Durchbruch“. Sein Spielfilm-Debüt Journey Of Love wirkt fast wie aus zwei Genres komponiert. Der Film beginnt als etwas absurd-zynische Komödie, verwandelt sich aber mit der Zeit in eine warmherzige Parabel über Liebe und persönliches Glück, mit geringfügigen Science-Fiction-Elementen. Eventuell könnte man der 750-Tausend-Dollar-Produktion vorwerfen, dass so mancher potenzialträchtiger Ansatz nicht weiter verfolgt wird. Umso erstaunlicher ist es aber, was Journey Of Love in gerade einmal 80 Minuten alles in Bezug auf subtile, einfache Botschaften und Charakterentwicklung vermittelt. Dieses cineastische Musterbeispiel an schlichter Schönheit lebt natürlich besonders von seinen beiden Hauptdarsteller Aubrey Plaza (Parks And Recreation) als Darius und Mark Duplass (Togetherness) in der Rolle des einsamen Zeitreisenden Kenneth. Beiden gelingt es, auf einfach-wirkungsvolle Art ihren Außenseiter-Rollen ein Gesicht zu geben.

8-10Journey Of Love (Safety Not Guaranteed)
Tragikomödie USA 2012. FSK 12. 82 Minuten (PAL-DVD). Mit: Aubrey Plaza, Mark Duplass, Jake Johnson, Karan Soni u.a. Regie: Colin Trevorrow. Drehbuch: Derek Connolly.

Bild (c) Tiberius Film.


Kick-Ass

14. Dezember 2013

Der nette Typ von nebenan ein Superheld? Das klingt nicht gerade nach einer neuartigen Story. Doch Kick-Ass, die Verfilmung des gleichnamigen Comics, hat doch mehr zu bieten.

7-10Kick-Ass
Comicverfilmung UK/USA 2010. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. 113 Minuten (PAL-DVD).
Mit: Aaron Taylor-Johnson, Christopher Mintz-Plasse, Chloe Grace Moretz, Mark Strong, Nicholas Cage, Lyndsy Fonseca, Michael Rispoli, Clark Duke, Evan Peters u.a. Regie: Matthew Vaughn. Drehbuch; Jane Goldman und Matthew Vaughn. Nach dem Comic von Mark Millar und John Romita Jr.

Kick-Ass_DVD

Keine Macht, keine Verantwortung

Dave Lizewski (Aaron Taylor-Johnson) ist eigentlich ein ganz normaler Teenager, der in New York lebt. Er gehört weder zu den Sportskanonen noch zu den Mathe-Genies und liest in seiner Freizeit gerne Comics, eine Leidenschaft, die er mit seinen beiden Freunden Marty (Clark Duke) und Todd (Evan Peters) teilt. Nachdem Verbrecher im Big Apple vor nichts und niemand zurück schrecken und auch Dave regelmäßig „überfallen“ wird, entschließt er sich ein Superheld zu werden und gegen das Unrecht zu kämpfen. Nach intensivem Training und dem Kauf eines grünen Neopren-Anzugs wird „Kick-Ass“, so der Name von Daves maskiertem Alter Ego, geboren. Doch bereits der erste Einsatz endet für Dave/Kick-Ass im Krankenhaus. Monate später hat er seine schweren Verletzungen auskuriert und setzt seine Karriere als Kämpfer für Gerechtigkeit fort. Als er sich in eine Gangprügelei einmischt, wird Kick-Ass gefilmt und zum gefeierten Internetstar. Bevor Dave die Dinge über den Kopf zu wachsen drohen, erhält er Hilfe vom elfjährigen „Hit Girl“ (Chloe Grace Moretz) und deren Vater „Big Daddy“ (Nicolas Cage). Leider hat das familiäre Vigilanten-Duo die Pläne des Mafiabosses Frank D’Amico (Mark Strong) einmal zu oft durchkreuzt. D’Amico sinnt auf Rache und findet ausgerechnet in seinem jungen Sohn Chris (Christopher Mintz-Plasse) den richtigen Verbündeten…

Kick-Ass_Kick-Ass Wie erfrischend anders ein Comicheldenfilm sein kann, beweist Kick-Ass, basierend auf der Vorlage von Autor Mark Millar (Wanted). Ein Normalo beginnt, Superheld zu spielen, ohne sich jedoch der Konsequenzen in vollem Maße bewusst zu sein. Wenn man keine Superkräfte hat oder die finanziellen Mittel für ausgeklügelte Gadgets fehlen, dann muss ein grüner Anzug sowie ein Paar Schlagstöcke eben reichen. Regisseur, Co-Autor und Produzent Matthew Vaughn (Der Sternwanderer, X-Men: Erste Entscheidung) drehte diese „Sprechblasen-Adaption“ dank unabhängiger Geldgeber, weil kein Hollywoodstudio sie finanzieren wollte.

Wie es der Titel vermuten lässt ist Kick-Ass nichts anderes als ein Tritt in den Allerwertesten der banalen und glatt gebügelten Superheldenfilme Hollywoods. Treffende Seitenhiebe, vor allem in Richtung der hemmungslos überschätzten Spider-Man-Trilogie von Sam Raimi, verteilt der Protagonist, wenn er sein Leben aus dem Off kommentiert.

Außerdem verzichtet man hier auf die übliche Gewaltverharmlosung. Im Gegenteil, es geht hier außerordentlich brutal und derb zu. Wenn die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten gerade einmal elfjährige Chloe Grace Moretz (Hugo Cabret) als Hit Girl ihre Gegner reihenweise niedermetzelt und dabei bisweilen auch noch flucht wie ein Bierkutscher, dann ist das zwar freilich überzeichnet, aber dennoch sehr krass. Kick-Ass ist also auch als Film alles andere als blutleer. Neben Moretz überzeugen auch Hauptdarsteller Aaron Taylor-Johnson (Chatroom) als Titelheld und Hollywoodstar Nicolas Cage als brutale Batman-Kopie Big Daddy. Bisweilen lassen Bösewicht D’Amico und seine nicht immer kompetenten Handlanger Gangsterfilm-Atmosphäre wie in Layer Cake aufkommen, was sicherlich daran liegt, dass Matthew Vaughn auch bei diesem Film Regie geführt hat.

Leider ist Kick-Ass aber doch nicht der große Wurf geworden, der er hätte sein könnte. Gegen Ende macht die Story dann immer mehr Zugeständnisse an klassische Blockbuster-Zutaten und verkauft sich damit etwas unter Wert. Die Liebesgeschichte zwischen Dave und seiner Mitschülerin Katie wirkt irgendwie eingeschoben. Die Filmmusik ist zu redundant und mit der Zeit etwas nervig. Diese Kritikpunkte sind aber insgesamt eher zu vernachlässigen.

Am 15. August 2013 startete Kick-Ass 2 in den deutschen Kinos. Auf DVD und Blu-Ray erscheint die Fortsetzung am 19. Dezember 2013.

Fazit: Ein Comicheldenfilm der anderen Art: brutal, überzeichnet und urkomisch. Nur leider wird’s mit der Zeit dann doch etwas zahnlos. 7 von 10 Punkten.

Kick-Ass_Big Daddy und Hit Girl

Big Daddy und Hit Girl

Bilder (c) Universal.


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