Horroctober 2020, #5: The Dead Don’t Die

28. Oktober 2020

Nach Killerkaninchen, Dämonen, einem verfluchten Raumkreuzer und farbenfrohem Grauen aus dem All geht es heute im Horroctober 2020 mit Zombies weiter.



In der beschaulichen 738-Seelen-Kleinstadt Centerville geht alles seinen gemächlichen Gang. Da haben vor allem die Polizisten Cliff (Bill Murray), Ronnie (Adam Driver) und Mindy (Chloë Sevigny) eher wenig zu tun. Doch eines Tages häufen sich merkwürdige Vorkommnisse. Die Tageszeiten spielen verrückt. Uhren, Handys und Radios geben ihren Geist auf. Außerdem verschwinden sämtliche Tiere wie Kühe, Hühner, Katzen und Hunde. Als der Mond plötzlich ungewohnte Farbenpracht zeigt steigen die Verstorbenen als Untote aus ihren Gräbern und beginnen ihren Angriff auf die Bewohner Centervilles. Während sich Tankstellenbetreiber Billy (Caleb Landry Jones) und Baumarkt-Verkäufer Hank (Danny Glover) mit allerlei Gerätschaften verschanzen weiß sich die eigenartige schottische Bestatterin Zelda Winston (Tilda Swinton) mit ihrem Samurai-Schwert gegen die Zombie-Horden zur Wehr zu setzen. Das Polizisten-Trio scheint derweil mit der sich ausbreitenden Untoten-Epidemie ziemlich überfordert…

Beim kürzlichen Rewatch hat mich Jim Jarmuschs Zombie-Film vom letzten Jahr positiv überrascht. Denn bei der zweiten Sichtung gefiel mir The Dead Don’t Die fast noch besser als beim ersten Mal, was jetzt nicht unbedingt selbstverständlich erscheint. Aber die herrlich entschleunigte Untoten-Apokalypse mit spaßigen Zitaten (z.B wird Tankstellenverkäufer Billy ständig Bilbo oder Frodo genannt), herrlichen Meta-Witzen und natürlich Tilda Swinton als schräge, schwertschwingende schottische Bestatterin Zelda Winston, die für diese Rolle mit dem mwj-Film-Awards als beste Nebendarstellerin 2019 ausgezeichnet wurde, machen auch wiederholt Spaß. Den unnachahmlichen schottischen Akzent Swintons in der Originalfassung versuchte man in der deutschen Synchronfassung beizubehalten, was auch ganz ordentlich gelang.

Zu meiner Filmkritik vom Juni 2019 bei Vieraugen Kino

Die Zombies im Film fallen übrigens nicht nur die Lebenden an, es verlangt ihnen auch nach Dingen, die sie zu ihren Lebzeiten geliebt haben. Daher meine Frage: wenn ihr als Zombie wieder auferstehen würdet, was wäre das bei euch? Rein essenstechnisch würde ich zwischen „Sesamriegel“ und „Birnenwein“ wechseln. Und ansonsten vermutlich „Dead Can Dance“ oder „Legion“. 😉

 


Coffee and Cigarettes (Kurzkritik)

27. Februar 2017

In seinem achten Spielfilm widmet sich der amerikanische Indie-Regisseur Jim Jarmusch den beiden (vielleicht) liebsten Genussmitteln überhaupt.

coffee-and-cigarettes_dvdDurch seine letzten beiden Filme, Only Lovers Left Alive (2013) und Paterson (2016) wurde ich auf den Filmemacher Jim Jarmusch besonders aufmerksam. Auch wenn ich selbst nur einem der beiden im Titel genannten „Laster“ fröne, so war es nur eine Frage der Zeit, bis die Koffein-und-Nikotin-Collage konsumiert werden musste.

Zwei oder mehr Leute treffen sich bei ein paar Tassen Kaffee und Zigaretten. Es wird geplaudert, über Gott und die Welt, die Folgen von übermäßigem Koffein- und Nikotin-Konsum, gesunde Ernährung, Starrummel und vieles mehr. So kommt es zu den unterschiedlichsten Begegnungen der kuriosen und komischen Art. Da treffen Joie Susannah Lee und Cinqué Lee (Geschwister des Regisseurs Spike Lee) als Zwillinge auf einen etwas aufdringlichen Kellner (Steve Buscemi), der ihnen die Geschichte von Elvis Presleys bösem Zwillingsbruder zum Besten gibt. Die Kultmusiker Iggy Pop und Tom Waits feiern ihre Nikotin-Abstinenz mit einer Zigarette. Alfred Molina offenbart seinem Schauspielkollegen Steve Coogan freudestrahlend, dass die beiden über 50 Ecken miteinander verwandt sind, was letzteren sogar nicht beeindruckt. Cate Blanchett trifft in einer Doppelrolle auf ihre eigene (fiktive) Cousine, die ihr sogar nicht ähnelt. Zwei Rapper diskutieren mit Kellner Billy Murray seine Suchtprobleme.

Schwarzer Kaffee, weiße Glimmstengel, dazu ein durchgehendes Schwarzweiß-Muster auf Bodenfliesen und Tischdeko und nicht zu vergessen: die Bilder sind auch nur zweifarbig. Jim Jarmuschs optisch minimalistische Kurzfilm-Anthologie – die ersten drei Episoden entstanden bereits zwischen 1986 und 1993 – serviert elf kleine Personenkonstellationen um zwei der angesehensten Genussmittel, die zwischen vergnüglicher Banalität sowie hintersinnigem Tiefgang pendeln und dabei nicht selten mit den realen Personalien der Akteure spielen. Fürs Protokoll: ich persönliche trinke meinen Kaffee immer schwarz, mit Rohrzucker.

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7-10Coffee and Cigarettes
Episodenfilm USA 2003. FSK 12. OmU. 92 Minuten. Mit: Roberto Benigni, Stephen Wright, Joie Lee, Cinqué Lee, Steve Buscemi, Iggy Pop, Tom Waits, Alex Descas, Isaach De Bankolé, Cate Blanchett, Meg White, Jack White, Alfred Molina, Steve Coogan, GZA, RZA, Bill Murray u.a. Drehbuch und Regie: Jim Jarmusch.

Bilder (c) Arthaus/Kinowelt.


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