Ex Machina (Kurzkritik)

10. August 2017

Ein junger Programmierer lernt seinen isoliert lebenden Chef kennen und wird von diesem mit einem Experiment zum Thema Künstliche Intelligenz beauftragt…



Datas Vorfahren

Caleb (Domhnall Gleeson) arbeitet als Programmierer für einen riesigen Internetkonzern. Bei einer Mitarbeiterlotterie gewinnt der 26jährige ein Treffen mit dem Chef des Unternehmens. In einer technisch hochaufgerüsteten unterirdischen Villa im entlegensten Winkel Alaskas trifft er Nathan (Oscar Isaac), der dort allein mit seiner japanischen Dienerin Kyoko (Sonoya Mizuno) lebt. Nathan gibt sich Caleb gegenüber als freundlich und kumpelhaft, bittet ihn aber um die Teilnahme an einem Experiment. Nathan hat die Androidin Ava (Alicia Vikander) konstruiert und Caleb soll durch Gespräche mit ihr herausfinden, ob sie über tatsächliche Intelligenz und ein Bewusstsein verfügt. Mit der Zeit kommen Caleb Zweifel, was seine Aufgabe betrifft, denn Nathan lässt sich immer mehr gehen und er fühlt sich langsam zu Ava hingezogen, die ihm zu verstehen gibt, dass dem Hausherrn nicht zu trauen ist…

Alex Garland hat sich bisher als Romancier (u.a. Der Strand) und Drehbuchautor (28 Days Later, Sunshine, Dredd) einen Namen gemacht. In seinem 2015 erschienen Regiedebüt Ex Machina verzichtet der Brite auf großen Effektoverkill oder aufwändige Set Pieces. Stattdessen lässt er in einem raffinierten und in kühler Kulisse inszenierten Vier-Personen-Stück die Grenzen zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz bzw. Homo sapiens und Android ausloten. Der für „läppische“ 11 Millionen € gedrehte Film liefert aber kein verkopftes oder abgehobenes Scifi-Szenario, sondern schildert eine Zukunft, wie sie morgen schon sein könnte. Vor allem die Sache mit dem monopolistischen Mega-Internetkonzern, der grenzenlos Daten über seine Nutzer sammelt, könnte aktueller nicht sein. Vielleicht wird es auch irgendwann keinen großen Unterschied mehr geben zwischen künstlichen und „menschlichen“ Arbeitsrobotern…

Ex Machina
Science-Fiction-Film UK/USA 2015. FSK 12. 108 Minuten. Mit: Domhnall Gleeson, Alicia Vikander, Oscar Isaac, Sonoya Mizuno u.a. Drehbuch und Regie: Alex Garland.

Bild (c) Universal.

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The Raven (2012) (Kurzkritik)

18. Juli 2014

Der amerikanische Schriftsteller Edgar Allan Poe (1809-1849) zählt zu den Pionieren auf dem Gebiet von Kriminal- und Horrorliteratur. Seinen letzten Tagen auf dieser Erde widmet sich der Thriller The Raven.

The Raven_DVD

Oktober 1849. In Baltimore wütet ein grausamer Serienkiller, der Morde begeht wie sie in den Kurzgeschichten des bekannten Autors Edgar Allan Poe beschrieben werden. Der ermittelnde Inspektor Fields erkennt, dass er mit dem Schriftsteller zusammenarbeiten muss, um weitere schaurige Untaten zu verhindern…

The Raven, natürlich benannt nach dem bekannten Gedicht Poes, adaptiert den Autor und seine Werke ähnlich wie Brothers Grimm es mit den beiden Titelfiguren tat. Der Schriftsteller bekommt es plötzlich mit Vorkommnissen aus seinen eigenen Werken zu tun. Leider versteht es Regisseur James McTeigue, der bisher unter anderem die solide Comicverfilmung V wie Vendetta gedreht hat, nicht diese Prämisse in einen stimmungsvollen Film zu verwandeln. Anstelle von Atmosphäre und wirkungsvollem Grusel versucht der Streifen möglichst viele Versatzstücke aus Poes Werken in die immerhin schnörkellose Handlung zu pressen. Auf dem DVD-Cover wird The Raven übrigens als Mischung aus Saw und Sherlock Holmes (2009) angepriesen. Das mag zwar irgendwie stimmen, macht die Sache aber nicht besser. Nur etwas blutiger. Der Humor bleibt hier übrigens auch früh auf der Strecke.

Fazit: Starbesetzter, aber zu routiniert abgespulter und uninspirierter Thriller über die letzten Tage von Edgar Allan Poe. 4 von 10 Punkten.

4-10The Raven
Thriller USA/Spanien/Ungarn/Serbien 2012. FSK 16. 107 Minuten (PAL-DVD). Mit: John Cusack, Luke Evans, Alice Eve, Brendan Gleeson, Oliver Jackson-Cohen, Kevin R. McNally u.a. Regie: James McTeigue.

Bild (C) Universum Film.


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