Game of Thrones: 8×04 – Recap

7. Mai 2019

Nicht mehr lange bis zum großen Finale. In zwei Wochen wird die Serien-Adaption der Romanreihe Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin zu Ende gehen…

Doch erst einmal zur drittletzten Folge. Wie gewohnt geht es nach der Spoiler-Wall weiter.

Zu Beginn nehmen die Überlebenden in Winterfell Abschied von den in der Schlacht Gefallenen: Ser Jorah Mormont (Iain Glen), Theon Greyjoy (Alfie Allen), Lyanna Mormont (Bella Ramsey) und Eddison Tollet (Ben Crompton). Ihre toten Körper liegen mit den anderen Opfern auf einem großen Scheiterhaufen. Bevor Jon Snow eine Rede zur Ehren der Gefallenen hält und gemeinsam die Feuer entzündet werden, verabschieden sich Daenerys von Jorah und Sansa von Theon. Eine berührende Szene, einfühlsam inszeniert. Anschließend wird der Sieg in der großen Halle gefeiert. So richtig ausgelassen wird es allerdings erst nachdem Daenerys spontan Gendry, Bastardsohn von Robert Baratheon und wichtigster Schmied der sieben Königslande, legitimisiert und ihn zum Lord von Storm’s End, der Burg der Baratheons, ernannt hat. The party is on! Tormund feiert den neuen Drachenreiter Jon gemeinsam mit Ser Davos und ein paar Wildlings-Saufkumpanen (darunter die Showrunner David Benioff und D.B. Weiss in ihrem Cameo). Tyrion, Jaime, Brienne und Podrick spielen das Trinkspiel, welches der Lannister-Zwerg vermutlich auf jeder Feier zockt. Es stellt sich heraus dass die frischgebackene Ritterin noch Jungfrau ist. Nachdem er sich viel Mut angetrunken hat versucht Tormund Brienne für sich zu gewinnen, doch sie entschuldigt sich. Und wieder wird es nichts mit DEM gigantischen Traumpaar „Tarthbane“! Brienne nimmt später mit dem ebenfalls betrunkenen Jaime vorlieb. Arya bleibt dem Saufgelage fern, feiert lieber mit Bogenschießen. Vor lauter Freude über seinen Adelstitel macht Genry ihr einen Heiratsantrag. Arya, die sich selbst seit Staffel 1 schon nicht als Lady sieht, lehnt nach einem innigen Kuss ab.

Recht isoliert in der ganzen zelebrierenden Szenerie wirkt die Drachenkönigin, was die Inszenierung auch recht gut rüberbringt. Dany und ihr Neffe/Geliebter treffen sich in dessen Gemach. Das heikle Geheimnis um seine wahre Herkunft steht unzweideutig zwischen den beiden. Jon kann es nicht länger für sich behalten und will es seiner Familie erzählen obwohl er den Thron gar nicht will. Dany fleht ihn an, dies nicht zu tun. Jon ist zwar „nur“ der Neffe des bis zum eigenen Tod grundehrlichen Ned Stark, aber im Götterhain gibt er die Details um seine wahre Identität an Sansa und Arya weiter. Eigentlich sollten die beiden ja auch nichts weitersagen doch solche brisanten Informationen trägt man/frau nicht so einfach mit sich herum und kurz darauf weiß es auch Tyrion und folglich Varys.

Danach Verabschiedung von Charakteren, die Winterfell und vermutlich auch die Serienhandlung für immer verlassen. Wobei ich immer noch auf ein Ende hoffe, in dem Samwell Tarly seinen Kindern „Das Lied von Eis und Feuer“ erzählt. Das wäre wirlich ein schöner Schlusspunkt. Sandor Clegane alias der Bluthund und Arya die Assassinin reiten nach Süden, denn sie haben jeweils noch eine Rechnung offen. Es gilt eine Todesliste abzuhaken. Unterdessen werden die Lannister Brothers in einem Pub irgendwo bei Winterfell von einem schwer bewaffneten Bronn überrascht. Cersei hat ihm für das Ermorden ihrer beiden Brüder eine Burg versprochen und zwar Riverrun (der Heimsitz der Tullys). Bronn ist allerdings gerissen genug, um sich für den Fall, dass die Löwen-Königin nicht auf dem Eisernen Thron bleibt, eine zweite Option offenzuhalten. Getreu dem Handel, den er einst mit Tyrion eingegangen ist, fordert Bronn mit durchgeladener Armbrust nicht nur ein „fookin‘ castle“, sondern das doppelte. Zweimal Riverrun ergibt nach Westeros-Immobilien-Arithmetik offenbar Highgarden (den ehemaligen Heimsitz der Tyrell, siehe Staffel 7).

Während Jon und Ser Davos sich mit den restlichen Dothraki (sind die nicht alle am Anfang der langen Nacht draufgegangen?) zu Pferde Richtung Süden aufmachen reisen Dany, Missandei, Tyrion, Varys sowie Greyworm und die Unbefleckten-Armee per Schiff nach Dragonstone. So weit so gut. Irgendwie ist scheinbar niemand außer den Drehbuchautoren auf die Idee gekommen, dass Cersei, Euron Greyjoy und Co in der Zwischenzeit nicht untätig geblieben sind. In einer Zeitspanne in der sie nach GoT-Logik auch einfach ein zweites King’s Landing hätten bauen können, haben die Handwerker aus der Schmiede von Dr. Qyburnstein nicht nur die Mauern der Stadt mit Scorpion-Geschützen ausgestattet sondern auch die Krakenflotte. Der gerade von seinen Wunden genesene Rhaegal wird gleichmal mit mehreren Volltreffern vom Himmel geholt. Zack und schon wieder ein Drache tot. Voller Zorn steuert Dany auf Kanonier Euron und seine Schiffe zu, gibt aber keinen Feuerbefehl, stattdessen schwirrt sie ab. Eurons Armada greift dann auch noch die Targaryen-Flotte an. Tyrion, Varys, Greyworm und einige Soldaten, können sich nach Dragonstone retten. Dort versucht Varys eindringlich Dany davon abzuhalten, King’s Landing in einen Haufen Asche zu verwandeln, doch nicht nur der Tod ihres zweiten geflügelten Kindes sondern auch die Geiselnahme Missandeis durch Cersei und Euron haben große Wut in der Drachenmutter aufgestaut. Schon während der Seefahrt gab Varys gegenüber Tyrion zu bedenken, dass Aegon „Jon Snow“ Targaryen wahrscheinlich die bessere Wahl für den Posten an der Spitze sein könnte. Tyrion überredet Dany zu einer Kapitulationsforderung an Cersei, welche letztere natürlich ablehnt und Missandei gut sichtbar auf der Mauer vor einem Seiteneingang der Hauptstadt vom untoten Ser Gregor Clegane köpfen lässt. Greyworm ist völlig verzweifelt. Daenerys kocht sichtbar. Die Zahlen sprechen aber aktuell ziemlich gegen sie. Eine personell stark geschwächte Armee und nur noch ein Drache, der beim nächsten Angriff seinen Abflug machen könnte. Cersei, seit dem Tod ihrer Kinder von allen guten Geistern verlassen, hat außerdem zum „Schutze der Bevölkerung“ (haha) die Tore des Red Keep geöffnet. Mad Queen vs. Mad Queen heißt das Duell in der nächsten (und vorletzten) Folge. Wobei beim Ausgang des Ganzen vermutlich auch Jon, Sandor, Arya und (!) Jaime ein Wort mitzureden haben. Denn der einhändige Königsmörder hat seine neue Flamme verlassen, um dann doch wieder zu seiner Schwester zurück zu kriechen. Oder etwa aus anderen Gründen?

Insgesamt war die Episode aber zu durchwachsen. Der gute Start und die Spannung entschädigen nur bedingt für die großen Plotholes und die Tatsache, dass alles hier so lieblos zu Ende gebracht wird. Ich bleibe dabei: lieber kleinere Schlachten und dafür das Geld in drei oder vier weitere Folgen investieren wäre die bessere Entscheidung gewesen. Game of Thrones scheint auf der Zielgeraden zu einem eher generischen Fantasy-Blockbuster zu verkommen. Ich lasse mich aber auch gerne überraschen. Vielleicht werden die letzten beiden Folgen ja so gelungen wie die ersten beiden der Staffel.

P.S. Die Sache mit dem Kaffeebecher passt irgendwie. Hoffentlich wurde er ordnungsgemäß recycelt.

Credits
Bild (c) HBO
Die Wordclouds wurden mit Tagul erstellt.

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Schwermetall Chronicles: Und raus bist du (Kurzkritik)

7. November 2018

Kurz bevor ihr Raumschiff zerstört wird können sich drei Männer in ein Shuttle retten. Doch wie lange wird es ihnen gelingen zu überleben?

Das „kreischende Metal“ ist zurück. Äußerst fatal allerdings für die Besatzung der Atlanta. Denn der Einschlag des Kometen zerstört das gigantische Raumschiff. Drei Männer können sich gerade noch rechtzeitig in ein kleines Shuttle retten: die beiden Offiziere Timarek (Craig Fairbrass) und Kaskoff (Eriq Ebouaney) sowie der Ingenieur Stanley Summers (Dominique Pinon). Doch ein Leck in der Hülle lässt den Sauerstoffvorrat der drei Überlebenden schnell zur Neige gehen…

Und raus bist du, die vierte (oder je nach Länderfassung auch dritte) Folge der Métal Hurlant Chronicles lässt den „Titelcharakter“ so entscheidend wie nie zuvor in die Handlung eingreifen. Insgesamt besteht die Episode aus zwei qualitativ sehr unterschiedlichen Teilen. Als erstes wird vermutlich der Gipfel der Peinlichkeit für die gesamte Serie erreicht als der weibliche Captain der Atlanta einen ihrer Offiziere brutal zusammenstaucht nur um ihn hinterher zur Belohnung „ran zu lassen“ kurz bevor der Komet das Raumschiff trifft. Die beiden Wachposten vor dem Quartier der Kapitänin machen dazu noch dumme Bemerkungen. Diese Szene scheint ein Zugeständnis an jene Fans zu sein, welche die Comicreihe vor allem wegen der leichtbekleideten Damen auf dem Cover oder in den Geschichten gekauft haben (siehe auch der Vorspann). Dank der stärkeren zweiten Hälfte kommt am Ende dann aber doch noch ein solider Beitrag heraus. Denn der Überlebenskampf unter den verbliebenen Besatzungsmitglieder wird wenig verharmlost, verläuft dabei aber anders als man es erwarten würde. Mal wieder eine unerwartete Schlusspointe. Egal welche Art von „Nahkampf“ man bevorzugt, diese Story bedient auf ihre Art beide Vorlieben. So wirklich eingeschlagen hat die Anthologie-Reihe bisher aber nicht.

Schwermetall Chronicles, 1×04: Und raus bist du
(Métal Hurlant Chronicles: Three on a Match/Oxygène)
Frankreich, Belgien 2012. FSK 16. 23 Minuten. Mit: Dominique Pinon, Craig Fairbrass, Eriq Ebouaney u.a. Regie: Guillaume Lubrano. Drehbuch: Guillaume Lubrano und Justine Veillot. Nach der Comic-Story von R.A. Jones und Ryan Sook.

Bilder (c) Universal Pictures.


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