Penny Dreadful Revisited I: Night Work

11. Juni 2020

Das baldige Verschwinden von Penny Dreadful aus dem Netflix-Angebot und den kürzlichen Deutschland-Start des unter Fans umstrittenen Spin-Offs Penny Dreadful: City of Angels habe ich zum Anlass genommen, mir die DVD-Komplettbox der viktorianischen Horror-Serie zu gönnen und einen Rewatch zu starten.

„It’s an invitation.“

London, September 1891. Die geheimnisvolle Vanessa Ives (Eva Green) und der Abenteurer Sir Malcolm Murray (Timothy Dalton) engagieren den amerikanischen Revolverhelden Ethan Chandler (Josh Hartnett), um ein Nest schauriger Kreaturen aufzumischen. Sir Malcolm sucht dort seine von finsteren Mächten entführte Tochter Mina. Dem Arzt Dr. Victor Frankenstein (Harry Treadaway) gelingt es mit Elektrizität einen toten Körper wieder zum Leben zu erwecken.

Willkommen (zurück) in der düsteren Halbwelt von Penny Dreadful, jener einmaligen TV-Serie von John Logan, benannt nach den Grusel-Groschenheften des 19. Jahrhundert. Die Premierenepisode (in den USA am 11. Mai 2014 veröffentlicht) liefert einen perfekten Einstand. Geschickt etablieren Schöpfer und Drehbuchautor Logan sowie Regisseur J.A. Bayona (der auch die ersten beiden Folgen der kommenden Herr der Ringe-Serie von Amazon inszeniert) das Setting, die Figuren und den Look der Serie. Blutige Szenen wie aus einem Schlachthaus, geheimnisvolle Hieropglyphen auf einem nicht ganz menschlichen Körper, düstere Vorahnungen usw. Der Zuschauer erhascht hier einen ersten Blick auf die Demimonde, bevor in den folgenden Episoden tiefer in diese düstere Halbwelt eingedrungen wird.

 

 

Wenngleich hier noch nicht alle Hauptcharaktere auftreten (Dorian Gray, Brona Croft und Caliban tun dies erst in Folge 2) so hinterlässt das Ensemble bereits einen starken Eindruck. Neben Josh Hartnett als nur vordergründig lässigem Revolverhelden und Ex-Bond-Darsteller Timothy Dalton als zu allem entschlossenen Afrika-Forscher tut das vor allem Ex-Bondgirl Eva Green als rätselhafte und spirituell begabte Vanessa Ives. Was die französische Schauspielerin bereits in der allerersten Episode für Präzision und Ausstrahlung zeigt fasziniert mich auch etwa sechs Jahre nach meiner Erstsichtung immer noch. Eine wahrhaft immersive Performance. Hinsichtlich der Kameraführung sind mir zwei Szenen mit virtuos gefilmten, langen Takes im Gedächntis geblieben: Sir Malcolms unheimliche Begegnung in seinem Schlafzimmer und das Ende der Folge mit Victor und seiner neuen Schöpfung.

Night Work bietet wie jede einzelne Folge von Penny Dreadful unfassbar tolle Dialoge. Schließen möchte ich diesen Beitrag mit meinem (humoristischen) Lieblingszitat:

 

Sir Malcom: „You have the soul of a poet, sir.“
Dr. Victor Frankenstein:
„And the bank account to match.“


Penny Dreadful, 1×01: Night Work
Irland, UK, USA 2014. FSK 16. 51 Minuten (PAL-DVD). Idee & Drehbuch: John Logan. Regie: J.A. Bayona.

Credits
Szenenfoto (c) Showtime


Penny Dreadful: City of Angels, Folge 1

8. Juni 2020

Vor fast vier Jahren ging mit Penny Dreadful eine einmalige Horror-Serie überraschend mit der dritten Staffel zu Ende. Schöpfer John Logan hat sich mittlerweile einem Spin-Off zugewandt, das seit dem 8. Juni 2020 auch in Deutschland über Sky verfügbar ist. Hier meine Eindrücke zur ersten Folge von Penny Dreadful: City of Angels.

Babylon L.A.

Wie bereits in meinem kürzlichen Beitrag zum bevorstehenden Ende der Verfügbarkeit von Penny Dreadful auf Netflix und auch anderweitig angedeutet, war vermutlich das einzig wirkliche Problem mit der von John Logan erfundenen Horror-Serie, dass diese überraschend mit der dritten Staffel aufhörte und das Finale daher überhastet wirkt. Manche Fans (ich nicht) hassen Logan dafür, dass er „PD“ so „lieblos“ beendet hat und sich wenige Jahre später einer Spin-Off-Show widmet, die zwar „Penny Dreadful“ im Titel trägt, aber mit viktorianischer Phantastik inhaltlich wenig bis nichts zu tun hat. Aber warum sollte man City of Angels nicht eine Chance geben?

Los Angeles, 1938. Santiago „Tiago“ Vega (Daniel Zovatto) ist der erste mexikanisch-amerikanische Detective beim Los Angeles Police Department. Gleich am ersten Arbeitstag werden Tiago und sein erfahrener Partner, der jüdischen Cop Lewis Michener (Nathan Lane) zum Schauplatz eines grausamen Ritualmordes gerufen, der allem Anschein nach von einem mexikanisch-stämmigen Täter begangen wurde. Mitten durch das Wohngebiet der mexikanischen Community in Belvedere Hights will Stadtrat Townsend (Michael Gladis) mit aller Macht eine Autobahn bauen und stößt dabei auf Widerstand der Bewohner, angeführt von Tiagos Bruder Raul (Adam Rodriguez). Als die Polizei anrückt, um das Gebiet zu räumen, so dass die Bauarbeiten beginnen können, kommt es zum gewaltsamen Zusammenstoß mit den Bewohnern. Tiago gerät zwischen die Fronten. Der aus Essen stammende Kinderarzt Dr. Peter Craft (Rory Kinnear) ist zwar mit einer Amerikanerin verheiratet und glücklicher Vater zweier Kinder, fühlt sich aber immer noch als Außenseiter und widmet sich daher in seiner Freizeit dem German-American Bund, einer Nazi-Organisation in den USA.

Das klingt jetzt erst einmal nicht nach Horror, Mystery oder irgendeiner Form von Phantastik, sondern eher nach einem Gesellschaftsdrama. Das Setting hat mich frappierend an Babylon Berlin erinnert. Eine Metropole, die von gegensätzlichen und extremen politischen Kräften allmählich auseinandergerissen wird. Nur eben nicht Berlin im Jahr 1929, sondern Los Angeles im Jahre 1938. Sind die Konflikte und Strömungen in der deutschen Prestige-Serie alle von Menschen gemacht, so haben bei City of Angels eindeutig höhere Mächte ihre Finger im Spiel. Gleich in der Eröffnungsszene deutet ein Gespräch zwischen Santa Muerte (Lorena Izzo), einer Art Schutzheilige der Toten in lateinamerikanischer Folklore, und Magda (Natalie Dormer als das personifizierte Böse in Frauengestalt) das kommende Unheil wenig dezent und für meinen Geschmack etwas zu effektheischend an. Tiagos Mutter, gespielt von Adriana Barraza (Babel), glaubt an Santa Muerte und gilt in ihrer Gemeinde als eine Art Hexe. In mehreren Rollen mischt sich Magda unter die Menschen, um den prophezeiten Krieg zu entfachen oder schleicht in ihrer „wahren“ Gestalt wie eine Todesgöttin durch die Reihen der Konfliktparteien, um für den ersten Schuss zu sorgen.

Auch wenn man in der ersten Folge noch nicht alle der wichtigen Figuren zu Gesicht bekommt oder manche noch keine große Rolle spielen, so zeigt sich bereits die prominente Besetzung. In PD glänzte er noch als vom Schicksal gebeutelte Kreatur Frankensteins, in CoA spielt Rory Kinnear den unglücklichen deutschen Kinderarzt, der sein Heil (pun intended) in einer Nazi-Organisation sucht. Seine Ehefrau wird von Piper Perabo (Looper) gespielt. Brent Spiner (Star Trek: The Next Generation) gibt den Polizeichef. Michael Gladis (Mad Men) verkörpert den ambitionierten Stadtrat Townsend, der von einem dubiosen deutschen Architekten (Thomas Kretschmann) ein Angebot erhält.

John Logan und Regisseur Paco Cabezas (der bereits Episoden der Mutterserie inszenierte) machen mit dieser Pilotfolge vieles richtig. Die Ausgangssituation wird etabliert und die wichtigsten Figuren eingeführt. Ob Penny Dreadful: City of Angels aber den ersten Teil seines Namens auch wirklich verdient und gleichzeitig in ausreichendem Maße eine eigene Identität entwickeln kann muss sich in den verbleibenden neun Folgen der ersten Staffel noch zeigen. Wie das viktorianische PD fühlt sich das Spin-Off bisher nicht an.

Die Folgen von Penny Dreadful: City of Angels gibt es montags bei Sky

Penny Dreadful: City of Angels, 1×01: Santa Muerte
USA 2020. 65 Minuten. Idee & Drehbuch: John Logan. Regie: Paco Cabezas.

Credits
Bilder (c) Showtime/Sky.


Hercule Poirots Weihnachten

25. Dezember 2019

Eigentlich wollte Privatdetektiv Hercule Poirot ein gemütliches Weihnachten zuhause verbringen. Doch dann wird er von einem alten reichen Mann kontaktiert, der sein baldiges Ableben vermutet…

Christie’s Christmas Murder Mystery

Irgendwie hat es sich bei mir dieses Jahr nicht so recht ergeben, einen der zahlreichen Weihnachtsklassiker im Fernsehen, auf DVD oder per Streaming anzuschauen. Am Vormittag des 24. Dezember entschloss ich mich allerdings spontan, mit Hercule Poirots Weihnachten eine thematisch passende Episode der über einen Zeitraum von fast 25 Jahren in 13 Staffeln (1989-2013) veröffentlichten Krimiserie Poirot (basierend auf dem Romanen und Kurzgeschichten Agatha Christies über den exzentrischen belgischen Detektiv) anzusehen. Die Handlung der Folge in Spielfilmlänge (Staffel 6, Episode 1) spielt im Jahre 1936.

Der durch Diamantenfunde in Südafrika reich gewordene Simeon Lee (Vernon Dobtcheff) ist mittlerweile ein alter und kranker Mann, aber auch ein misanthroper, tyrannischer Patriarch, dessen Familie daher nicht viel für ihn übrig hat. Simeon lädt seine drei Söhne samt Anhang und seine spanische Enkelin Pilar (Sasha Behar) zu Weihnachten ein, um diese über eine geplante Testamentsänderung zu informieren. Gleichzeitig engagiert Lee Hercule Poirot (David Suchet), um herauszufinden wer ihm selbst nach dem Leben trachtet. Doch bereits am ersten Abend liegt Simeon Lee tot in seinem Zimmer. Der Raum wurde verwüstet und aus dem Safe fehlen vier ungeschliffene Diamanten. Der zufällig anwesende Superintendent Sugden (Mark Tandy) beginnt sogleich seine Ermittlungen. Poirot zieht aber auch seinen guten Bekannten, Chief Inspector Japp (Philip Jackson) von Scotland Yard, zu Rate. Jeder der Anwesenden – die Söhne George (Eric Carte), Alfred (Simon Roberts) sowie deren Ehefrauen Magdalene (Andrée Bernard) und Lydia (Catherine Rabett) inklusive des weitgereisten schwarzen Schafes Harry (Brian Gwaspari) und Pilar, dem einzigen Kind von Simeons verstorbener Tochter Jennifer – besitzt ein Motiv für den Mord…

Hercule Poirots Weihnachten feierte seine Premiere vor genau einem Vierteljahrhundert, am Christmas Day 1994. Generell ziehe ich bei der insgesamt 70teiligen Serie die Folgen in Spielfilmlänge den 50-Minütern vor. Die Weihnachtsepisode bildet ein gutes Beispiel für einen guten, soliden Whodunit-Beitrag, der mit einem etwas überraschenden Twist aufwartet. Eine Zweitsichtung macht aber dennoch Sinn. Denn wenn man die Lösung des Falles bereits kennt so bemerkt man beim zweiten Mal die im Verlauf der Geschichte subtil gestreuten Hinweise und Anspielungen. Bezüglich der Bildqualität mögen die frühen Staffeln etwas antiquiert wirken, aber Regisseur Edward Bennett, der für neun weitere Poirot-Folgen verantwortlich zeichnete, und sein Team machen inszenatorisch das Beste aus einem nicht sehr üppigen Budget und dem folglich weniger opulenten Szenenbild. Ab „Series 9“ (2003/04) sollten sich Look und Setting der TV-Produktion etwas verschwenderischer gestalten.

Hercule Poirots Weihnachten ist am 26. November 2010 auf DVD erschienen, als Bestandteil von Collection 7, welche die komplette 6. Staffel mit allen vier Episoden in Spielfilmlänge beinhaltet. Außerdem ist die Folge über einige Streaminganbieter abrufbar.

Poirot: Hercule Poirots Weihnachten (Poirot: Hercule Poirot’s Christmas)
TV-Krimi UK 1994. FSK 12. 103 Minuten (PAL-DVD). Mit: David Suchet, Philip Jackson, Simon Roberts, Catherine Rabett, Brian Gwaspari, Sasha Behar, Eric Carte, Andrée Bernard, Mark Tandy u.v.a. Nach dem Roman von Agatha Christie. Drehbuch: Clive Exton. Regie: Edward Bennett.


Credits
Bilder © ITV/Polyband

 


Game of Thrones: 8×01 – Recap

16. April 2019

Zu meiner Überraschung hat mich die Auftaktepisode der finalen Staffel von Game of Thrones doch recht geflasht. Daher ist es jetzt Zeit für eine kleine Recap…

…doch vorher eine eindringliche Spoiler-Warnung

 

Was für ein Hammer-Update des Vorspanns! Einfach grandios. Das Astrolabium fliegt durch die Lücke in der Mauer über Last Hearth nach Winterfell, durch die Burg und die Krypta, von dort aus nach King’s Landing zum Red Keep bis in den Thronsaal wo sich die Schwerter des Eisernen Thrones ausfahren. Dafür bitte einen weiteren Emmy an die Kreativen von Elastic, dem Studio hinter dem GoT-Vorspann und weiteren genialen Opening Titles!

 

 

Doch nun zum Inhalt der Folge. Sowohl mit der Eingangssequenz (Einmarsch von Dany, Jon und den unterschiedlichen Truppen der Drachenkönigin in Winterfell) als auch mit der Schlussszene schlägt die Serie einen direkten Bogen zurück zur allerersten Folge Winter is Coming (die übrigens am 17. April 2011, also vor ziemlich genau acht Jahren premierte). Diese Spiegelung wirkt sich auch auf die musikalische Untermalung aus, im Abspann wird sogar die gleiche Variante des Titelthemas verwendet. In diese mit 51 Minuten nicht direkt lange Episode wird Einiges an Handlung gepackt und nicht einfach nur die Figuren in Stellung gebracht. Wenn ich ehrlich bin mag ich solche Folgen sogar lieber als die groß angelegten Actionszenen.

Nachdem Dany und ihre unfassbar große Schar von Truppen in Winterfell einmarschiert sind gibt es erst einmal einen frostigen Empfang (eisiger könnte das nur noch der Night King) von Lady Sansa und den Lords des Nordens. Ein herzerwärmendes Wiedersehen von Arya und Jon (nach 66 Folgen!) muss aber sein. Solche Szenen haben mich in den letzten Staffeln immer am meisten bewegt. Während sich die hohen Tiere noch um Formalitäten streiten macht sich Schmied und Baratheon-Bastard Gendry (formerly known as Gendry Marathon) an die anspruchsvolle Aufgabe, möglichst viele Waffen mit Drachenglas zu bestücken.

In King’s Landing hat Euron Greyjoy (mit sinistrer Verschlagenheit und herrlicher Arroganz gespielt von Pilou Asbæk) wieder eines seiner Versprechen an Königin Cersei eingelöst und mit seiner Flotte die 20 000 Mann starke Söldnertruppe namens Golden Company unter ihrem Captain Harry Strickland (der deutsche Schauspieler Marc Rissmann in seinem GoT-Debüt) von Essos nach Westeros gebracht. Zu Cerseis Unmut aber ohne Elefanten. (Eine verqueere Theorie als Einschub: das wäre ein Grund für die Lannister-Löwin, sich mit dem Night King zu verbünden, denn der hat wohl untote Mammuts im Gefolge). Erstaunlich, dass dem Wunsch Eurons nach einem „privaten Treffen“ nach einigem Zögern dann doch entsprochen wurde. Ist Cersei doch nicht (mehr) von Jaime schwanger?

Für ihre beiden Brüder hat die blonde Lannister-Chefin jedenfalls ganz konkrete Pläne. Dauersöldner und Humorbolzen Bronn wird vom flotten Dreier im King’s Landing-Vertragspuff weggeholt, damit er mit Joffreys Armbrust (!) sowohl Tyrion als auch Jaime ermordet. Sollte er erfolgreich sein wäre Bronn dann der „Kingslayer Slayer“. Der unkaputtbare Söldner als Zünglein an der Waage im Spiel der Throne? Unterdessen befreit Theon Greyjoy seine Schwester Yara/Asha, die bisher auf der Silence, dem völlig „stummen“ Flagschiff von Eurons Flotte auf weniger langweilige Zeiten wartete. Dabei müssen ein paar Typen dran glauben, darunter Dave Hill (Autor dieser Episode) in seinem Cameo als Mann, dem Theon das Gesicht mit einer Axt spaltet.

Für die Höhepunkte sorgt in der Staffelpremiere allerdings Ex-Maester-Azubi Samwell Tarly, der erstmals Daenerys begegnet, nur um dann zu erfahren, dass sein verhasster Vater und sein weniger verhasster Bruder von ihr hingerichtet wurden. Den Schmerz über den Verlust seiner halben Familie noch frisch in sich trifft er Jon Snow in der Krypta von Winterfell und offenbart ihm das am besten gehütete Geheimnis von ganz Westeros: Jon ist kein Stark-Bastard, sondern Aegon VI Targaryen, der rechtmäßige König der Sieben Königslande. Doch Jon will davon nichts wissen. Kit Harington macht hier seine Sache nicht schlecht, aber John Bradley brilliert als emotional völlig aufgewühlter Samwell. Dass die Angelegenheit einen solchen Verlauf nimmt hätte ich nicht wirklich gedacht.

Kurz vor Ende treffen sich die Überlebenden des Mauersturzes aus Eastwatch-by-the-Sea um Wildlings-Rotbart Tormund und den „untoten“ Beric Dondarrion mit Eddison Tollett und seinem Nachtwache-Rest in Last Hearth, dem Sitz des Hauses Umber, wo sie eine schaurige Entdeckung machen. Die Toten sind nun wahrlich nicht mehr weit.

Eine in ihrer Gesamtheit sehr starke Folge, lediglich Jons erste „Drachenfliegen leicht gemacht“-Stunde hätte man sich sparen können. Das wirkte etwas plump und gewollt komisch. Winterfell war übrigens die erste Game of Thrones-Folge seit Langem, deren Erstsichtung ich völlig unverspoilert genoss.

Wenn ihr mich entschuldigt, es wird Zeit für die neue Folge von American Gods.

Credits
Video (c) HBO
Die Wordclouds wurden mit Tagul erstellt


Schwermetall Chronicles: Die Krone des Königs (Kurzkritik)

4. November 2018

Für mehrere Jahrzehnte prägte das französische Anthologie-Magazin Métal Hurlant die Comicwelt. 2012 und 2014 erschien eine TV-Serie mit zwei Staffeln, die im Stile der Vorlage eigenständige Geschichten erzählt. In Folge 1, Die Krone des Königs, kämpfen tapfere Recken um den Thron ihrer Heimat…

Zwischen 1975 und 1986 bzw. 2002 und 2006 erschien das französische Comic-Magazin Métal Hurlant. Unter dem Titel Schwermetall (Untertitel: Fantastische Comics für Erwachsene) gab es zwischen 1980 und 1999 auch eine Schwesterpublikation in Deutschland. Ins Leben gerufen wurde die Anthologie von Stories aus den Genres Science-Fiction, Fantasy sowie Horror von Jean Giraud alias Moebius und Philippe Druillet. Über die Jahre wirkten weitere renommierte Künstler wie Enki Bilal, Milo Manara, Richard Corben und Alejandro Jodorowsky mit. Auf Basis der amerikanischen Variante entstanden zwei Animationsfilme: Heavy Metal (1981) und Heavy Metal F.A.K.K.² (2000). In französisch-belgischer Ko-Produktion wurde in Rumänien eine aus zwei Staffeln und insgesamt 12 Episoden bestehende englischsprachige Fernsehserie gedreht, wobei Guillaume Lubrano Regie führte und die Drehbücher mitverfasste. Als Verbindungsglied zwischen den einzelnen Geschichten dient der titelgebende Komet, welcher den Planeten passiert, auf dem sich die jeweilige Episodenhandlung abspielt.

In einer dystopischen, mittelalterlichen Welt regiert ein despotisch-hedonistischer König dank seiner Armee von Roboterdronen. Kurz vor dem Tod des Tyrannen wird in einem Turnier auf Leben und Tod um dessen Nachfolge gekämpft. Vier Männer, Guillam (Scott Adkins), Teague (Michael Jai White), Julian (Matt Mullins) und Adam (Darren Shahlavi), stehen im Finale. Vor allem der aus einem Slum stammende Guillam möchte die Tyrannei beenden, dabei den Menschen Technologie und Wohlstand zurückgeben. Doch auch seine Kontrahenten haben große Ziele…

Das Szenario klingt grundsätzlich erst einmal nicht uninteressant, bietet über einen Großteil der 23 Minuten nur eine zwar ohne große Tricks auskommende, aber dafür mit zuvielen Zeitlupen garnierte Gladiator– bzw. Spartacus-Variante in Kurzform, die dann auch noch teilweise holprig inszeniert wurde. Scott Adkins, wie die übrigen drei Darsteller (von denen Darren Shahlavi 2015 mit nur 42 Jahren an einem Herzinfarkt verstarb) ausgewiesener Martial-Arts-Experte, spielt seine Rolle immerhin besser als den Antagonisten im miesen The Legend of Hercules (2014). Der für seinen Musik zu den Assassins Creed-Videospielen bekannte Däne Jesper Kyd spult leider nur ein generisch-nerviges Programm herunter. King’s Crown wäre also eher ein Reinfall, wäre da nicht das recht unerwartete Finale dieser ersten Episode.

Schwermetall Chronicles, 1×01: Die Krone des Königs
(Métal Hurlant Chronicles: King’s Crown/La Couronne du Roi)
Frankreich, Belgien 2012. FSK 16. 23 Minuten. Mit: Scott Adkins, Michael Jai White, Matt Mullins und Darren Shahlavi. Regie: Guillaume Lubrano. Drehbuch: Guillaume Lubrano und Justine Veillot. Nach der Comic-Story von Jim Alexander und Richard Corben.


Bilder (c) Universal Pictures.


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