Castle: Staffel 5 (Kurzkritik)

10. Februar 2019

2018 hatte ich (mit Ausnahme von einzelnen Wiederholungen im linearen Fernsehen) bei Castle pausiert. Ende Januar 2019 wurde meine Sichtung der Krimiserie mit der fünften Staffel fortgesetzt.

Nachdem sie während der Nachforschungen im Fall ihrer ermordeten Mutter fast getötet wird flüchtet sich Detective Kate Beckett (Stana Katic) in die Arme ihres Ermittlungspartners Richard Castle (Nathan Fillion). Die Polizistin und der Krimiautor werden ein Paar, doch müssen sie ihre neue Beziehung vor den NYPD-Kollegen Ryan (Seamus Dever) und Esposito (Jon Huertas) sowie ihrer Vorgesetzten Captain Gates (Penny Johnson Jerald) geheim halten. Keine einfache Sache für das ungleiche Duo. Castle hat unterdessen etwas darunter zu leiden, dass Tochter Alexis (Molly C. Quinn) auszieht und aufs College geht…

Auch in Season 5 gelingt es der Show von Andrew W. Marlohe viel zu selten, sich von der formelhaften Dramaturgie sowie mäßig konstruierten Skripts zu lösen. Einfach mal darauf achten: der Täter ist fast immer jemand, der am Anfang der Ermittlungen befragt wird. Da hilft es nach meiner Meinung auch eher wenig, dass der Bestseller-Autor auf den Spuren von Liam Neeson aus Taken – 96 Hours wandelt, als seine Tochter entführt wird, oder in einer andere Episode eine „tödliche“ DVD à la The Ring im Zentrum des Falles steht. Etwas überzeugender wirkt da schon die Hommage an Alfred Hitchcocks Das Fenster zum Hof. Immerhin gibt es mit Folge 6 (The Final Frontier; deutscher Titel: Mord im Weltall), inszeniert von Jonathan „Commander Riker“ Frakes (Star Trek: The Next Generation), ein echtes Highlight. Beckett und Castle untersuchen dabei den Mord an einem Fan auf einer Science-Fiction-Convention und natürlich wird bei diesem Anlass munter-humorvoll auf die kurzlebige Scifi-Serie Firefly (von Joss Whedon, mit Nathan Fillion in der Hauptrolle) und andere Genre-Werke angespielt. Castle bleibt auch im fünften Jahr solide, überraschungsarme Procedural-Kost, die gerne nebenher konsumiert wird. Am besten hält allerdings die geänderte Beziehung der beiden Protagonisten das Publikum bei der Stange.

Castle: Staffel 5
(Castle: Season 5)
Krimiserie USA 2012/13. FSK 16. 24 Folgen. Gesamtlänge: ca. 988 Minuten.
Mit: Nathan Fillion, Stana Katic, Seamus Dever, Jon Huertas, Penny Johnson Jerald, Tamala Jones, Molly C. Quinn, Susan Sullivan u.a. Idee: Andrew W. Marlowe.

Credits:
Bilder (c) ABC.

Werbeanzeigen

Castle: Staffel 4 (Kurzkritik)

20. November 2017

In nicht einmal vier Wochen konsumierte ich die vierte Staffel von Castle. Ob es daran lag, dass die 23 Episoden so gut sind? Lest selbst…

Bei der Beerdigung von Captain Montgomery wird Detective Kate Beckett (Stana Katic) von einem mysteriösen Attentäter niedergeschossen und überlebt diesen Anschlag nur knapp. Nach drei Monaten Heilungszeit tritt die toughe Polizistin ihren Dienst wieder an und versucht mit ihrem beratenden Ermittler, dem Bestsellerautor Richard Castle (Nathan Fillion), sowie ihren Kollegen, Detectives Kevin Ryan (Seamus Dever) und Javier Esposito (Jon Huertas) den Schützen zu finden. Der neue Chefin des 12. Reviers, Captain Victoria „Iron“ Gates (Penny Johnson Jerald), ist die Anwesenheit Castles bei Mordermittlungen ein Dorn im Auge…

Nach den fast tödlichen Schüssen auf Kate wird kontinuierlich klar, dass zwischen ihr und Rick nichts mehr so sein wird, wie es früher einmal war. Werden die beiden ihren Gefühlen füreinander nachgeben oder nicht? Die sich nun deutlich wandelnde Beziehung und Dynamik der Hauptfiguren sind die große Stärke der Krimiserie von Andrew W. Marlohe (Autor der Hollywoodfilme Air Force One und Hollow Man). Alles andere ist bisweilen sogar fast unterdurchschnittlich, vor allem die meisten Drehbücher. Da wird selbst ein potenzialträchtiges Szenario eines Banküberfalls, bei welchem die Räuber Castle und seine Mutter Martha (Susan Sullivan) als Geiseln festhalten, durch eine unsinnige Wendung verschwendet. Auch die kleinen Pseudodramen im Leben von Castles Tochter Alexis (Molly C. Quinn) kann man locker unter der Überschrift Luxusprobleme verbuchen. Die Ermittlungen im Mordfall von Kate Becketts Mutter erreichen kurioserweise mittlerweile beinahe Ausmaße der groß angelegten Alien-Verschwörung bei Akte X. Zwischenzeitlich sucht Castle übrigens Inspiration bei dem knallharten und rüden Detective Slaughter, gespielt von Nathan Fillions altem Firefly-Kollegen Adam Baldwin. In einer der leider zu wenigen Doppelfolgen treffen wir auf Castles alte CIA-Flamme (Flashdance-Ikone Jennifer Beals in einer Gastrolle)

Jedenfalls steht die Serie in der vierten Staffel an einem Wendepunkt und ich bin trotz der durchgehenden Schwächen immer noch gespannt, wo die Reise der kriminalistischen Helden hingehen soll.

Castle: Staffel 4
(Castle: Season 4)
Krimiserie USA 2011/12. FSK 12. 23 Folgen. Gesamtlänge: ca. 945 Minuten.
Mit: Nathan Fillion, Stana Katic, Seamus Dever, Jon Huertas, Penny Johnson Jerald, Tamala Jones, Molly C. Quinn, Susan Sullivan u.a. Idee: Andrew W. Marlowe.

Bild (c) ABC.


Castle: Staffel 3 (Kurzkritik)

21. Oktober 2017

Obwohl sommerliche Hitze seit einigen Wochen nicht mehr auf dem Programm steht, so bin ich der Procedural-Serie Castle bisher treu geblieben, was sich in Staffel 3 durchaus gelohnt hat…

Zur Fertigstellung seines zweiten „Nikki-Heat“Romans hat sich Richard Castle (Nathan Fillion) den Sommer über zurückgezogen. Detective Kate Beckett (Stana Katic) und ihre Kollegen haben monatelang ohne den Bestseller-Krimiautor ermittelt. Da taucht Castle ausgerechnet an einem Tatort auf…

Spätestens im dritten Jahr sind die „romantischen Spannungen“ zwischen dem erfolgreichen Schriftsteller und der ambitionierten New Yorker Polizistin nicht mehr weg zu diskutieren und das obwohl letztere eine Beziehung zu einem gut aussehenden Arzt unterhält. Wie sich der Erfolg von Castles Romanen über die auf Beckett basierende Heldin Nikki Heat unangenehm auswirken kann, erfährt das Duo in der 11. Episode, als sie auf die quasi zum Leben erweckte Romanfigur in Form einer überzogen agierenden Schauspielerin treffen. Trotz der oft formelhaften Dramaturgie und nicht selten vorhersehbaren, mäßig konstruierten Fälle bietet Season 3 durchaus interessante Folgen, wie etwa das Double Feature um eine Bombe mit verheerendem Zerstörungspotenzial sowie ein „Betriebsausflug“ der Hauptcharaktere nach Kalifornieren (wo die Serie in Wirklichkeit gedreht wird). Weitere Fortschritte im Mordfall von Becketts Mutter sorgen schließlich für das dramatische Staffelfinale. Trotz der üblichen Schwächen und obwohl man sich hier etwa ein Drittel der 24 Episoden hätte sparen können erscheint mir die dritte Staffel von Castle bisher als die beste. Die DVD-Box zu Season vier liegt schon bereit.

Castle: Staffel 3 (Castle: Season 3)
Krimiserie USA 2010/11. FSK 16. 24 Folgen. Gesamtlänge: ca. 990 Minuten.
Mit: Nathan Fillion, Stana Katic, Seamus Dever, Jon Huertas, Tamala Jones, Molly C. Quinn, Ruben Santiago-Hudson, Susan Sullivan u.a. Idee: Andrew W. Marlowe.

Bild (c) ABC/Touchstone.


Castle: Staffel 2 (Kurzkritik)

29. August 2017

In der zweiten Staffel von Castle beginnt sich die Zusammenarbeit zwischen der toughen Polizistin und dem charmanten Schriftsteller allmählich einzuspielen. Oder vielleicht sogar etwas mehr?



Nach der Fertigstellung seines Romans „Heat Wave“ sollte Krimi-Bestsellerautor Richard Castle (Nathan Fillion) eigentlich seine Zusammenarbeit mit Detective Kate Beckett (Stana Katic) beenden. Doch das besondere Interesse des Bürgermeisters und die guten Verkaufszahlen des ersten Falls der auf Beckett beruhenden Figur Nikki Heat veranlassen den Schriftsteller zu Recherchezwecken für ein weiteres Buch die Zusammenarbeit mit dem NYPD fortzusetzen. Beckett ist anfänglich wenig begeistert, erkennt aber allmählich, dass Castles eigene Sichtweise bei der Aufklärung der Mordfälle mehr als hilfreich sein kann. Doch Verbrechen aufklären und Bücher schreiben decken nicht alle Aufgaben von Rick ab. Vielmehr muss der bindungsunfähige Ladykiller für seine Tochter Alexis (Molly Quinn), die mit 16 schon eifrig Zukunftspläne schmiedet, den lockeren Vater spielen. Während Castles Mutter Martha (Susan Sullivan) abwechselnd mit ihrem Beziehungsstatus oder den Tücken des Schauspielerberufs zu kämpfen hat.

Wie bereits an anderer Stelle mehrfach erklärt, bin ich wahrlich kein Fan von Procedural-(Krimi-)Serien. Doch als anspruchsloses, unterhaltsames Nebenprogramm taugt Castle auch in der zweiten Staffel (mit regulärer Episodenanzahl) durchaus. Das Erfrischende sind weniger die privaten Angelegenheiten der beiden Hauptfiguren, sondern ihr konstanter verbaler Schlagabtausch und so mancher vergleichweise einfallsreicher Aspekt eines Falls. Ansonsten wird die Suche nach dem Täter meist nach fast gleichem Schema runtergespult. Season 2 etabliert den ungeklärten Mord an Kates Mutter als wiederkehrendes Thema und bietet die erste Doppelfolge der Serie, in welcher es ein Stalker auf Nikki Heat abgesehen hat. Wirklich näher kommen sich Castle und Beckett noch nicht.

Castle: Staffel 2 (Castle: Season 2)
Krimiserie USA 2009/10. FSK 12. 24 Folgen. Gesamtlänge: ca. 990 Minuten. Mit: Nathan Fillion, Stana Katic, Seamus Dever, Jon Huertas, Tamala Jones, Molly C. Quinn, Ruben Santiago-Hudson, Susan Sullivan u.a. Idee: Andrew W. Marlowe.

Bild (c) ABC/Touchstone.


Castle: Staffel 1 (Kurzkritik)

30. Juni 2017

Auch wenn die Hitzewelle (pun intended) mittlerweile eine Pause eingelegt hat, so haben die hohen Temperaturen ihren Tribut hinsichtlich der Art meines Serienkonsums gefordert. In wenigen Tagen konsumierte ich die erste Staffel der letztes Jahr beendeten Krimiserie Castle.

Richard „Rick“ Castle (Nathan Fillion) ist ein erfolgreicher Krimiautor, lebt nach zwei Scheidungen mit seiner 15jährigen Tochter Alexis (Molly C. Quinn) und seiner Mutter Martha (Susan Sullivan), einer etwas in die Jahre gekommenen Schauspielerin, in einer schicken, großen Wohnung. Seit Castle seine beliebte Figur Derrick Storm sterben ließ, plagt den Autor eine Schreibblockade. Weil ein Serienkiller Morde aus Castles Romanen kopiert, engagiert das New York Police Department in Person von Detective Kate Beckett (Stana Katic) ihn als Berater. Durch die starke und ambitionierte Polizistin fühlt sich Castle zu einer neuen Figur für sein nächstes Werk inspiriert. Daher lässt er seine guten Beziehungen spielen, um fortan an den Ermittlungen mitwirken zu dürfen, sehr zum Missfallen von Beckett…

Bei der deutschen Free-TV-Premiere der Krimiserie von Andrew W. Marlowe (Air Force One, Hollow Man) im Jahr 2010 habe ich bereits die ersten Folgen gesehen, aber schnell das Interesse verloren. Nicht weil Castle jetzt wirklich schlecht ist, sondern eher weil man hier, wie bei ähnlich gelagerten Produktionen (Bones, Elementary), inhaltlich fast durchgehendes auf das bewährte „Ein-Fall-in-40-Minuten“-Rezept setzt. Castle unterhält dank seines charmanten Hauptdarstellers Nathan Fillion (bekannt als Captain Reynolds aus Firefly) und der bisweilen amüsanten Dynamik der Figuren untereinander. Die kurze erste Staffel war jedenfalls für mein hitzegeplagtes Gehirn genau das richtige.

Castle: Staffel 1 (Castle: Season 1)
Krimiserie USA 2009. FSK 16. 10 Folgen. Gesamtlänge: ca. 405 Minuten.
Mit: Nathan Fillion, Stana Katic, Seamus Dever, Jon Huertas, Tamala Jones, Molly C. Quinn, Ruben Santiago-Hudson, Susan Sullivan u.a. Idee: Andrew W. Marlowe.

Bild (c) ABC/Touchstone.


Schreiben als Hobby

Aus den Aufzeichnungen der Skáldkonur: Wo Worte sich zu Texten fügen, ist es Zeit für den Barden seine Geschichten zu erzählen.

11ersfilmkritiken

Herzlich willkommen auf meinem Filmblog

Weltending.

Buch. Musik. Film. Serie. Spiel. Ding.

Adoring Audience

Kritiken zu Filmen, Serien und Theater

Parkwelten - Freizeitparks, Kirmes & Co

Parkwelten - Freizeitparks, Kirmes & Co

Remember it for later

Filme sehen und erinnern

Blaupause7

die Pause zur blauen Stunde

The Home of Horn

What i like, what i don't. Short Reviews, Top-Lists, Interests.

Sneakfilm - Kino mal anders

Kino…DVD…Blu-ray…und mehr!

Trallafittibooks

Roguish. Nerdy. Redhead.

Gina Dieu Armstark

Passion of Arts

Filmexe - Blog über Filme und Serien

Filme und Serien werden bei uns besprochen, in Form von Kritiken und auch einem Podcast. Jede Woche gibt es zwei Filmkritiken zu Filmen die gerade im Kino laufen oder auch schon länger draußen sind, der Filmpodcast heißt Filmexe Podcast.

Miss Booleana

says "Hello World!"

Cinematographic Tides

Filmische Gezeiten / Filmbesprechungen nach Wetter- und Stimmungslage / Klönschnack inbegriffen

What's Best in Life?

Ein Popkultur-Buchclub für Nerds

Hurzfilm

Ist das Filmkunst oder kann das weg?

Marcel Michaelsen

Selbsternannter Schriftsteller

Trivial

Friedl Von Grimm - fast eklig polygam

flightattendantlovesmovies

Die Flugbegleiterin, die gerne gute Filme und Serien guckt und darüber schreibt.

28 Books Later

Lesetagebuch einer Horrortorte

neuesvomschreibtisch

You're gonna be fine.

ergothek

Der Blog mit dem DeLorean

Filmschrott

Schlechte Filme von Mainstream bis Trash. Die Lücke ist kleiner als man denkt.

The Televisioner

Ein subjektives Blog über Serien, Filme und anderen Popkultur-Kram

Singende Lehrerin

Tagebuch einer singenden, film-, serien- und theaterverrückten Lehrerin

Xanders Blog

Ein Blog über Filme, Fernsehen, Games, Bücher, Comics und sowas.

Wortman

Willkommen in den WortWelteN

moviescape.blog

Texte über Filme, Serien, Popkultur, Laufen und das Vatersein.