C.S. Lewis & der Traum von Narnia

11. Mai 2021

Im Bonusmaterial zur „Royal Edition“ von Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia stieß ich auf die Doku C.S. Lewis & der Traum von Narnia, welche sich mit dem Leben des Autors und seiner Inspiration für die Welt von Narnia befasst.

Von der Kraft der Fantasie

Clive Staples „C.S.“ Lewis (198-1963) ist allgemein vor allem für seine mit phantastischen Elementen und christlichen Motiven angefüllte Kinderbuchreihe Die Chroniken von Narnia, deren sieben Bände in den Jahren 1950 bis 1956 erschienen. Der in Belfast geborene Lewis konnte aber auch eine beeindruckende Karriere als Literaturwissenschaftler und Theologie an den renommierten Universitäten in Oxford und Cambridge vorweisen. Regisseur M. David Melvin, der unter anderem auch als Kameramann und Produzent an Featurettes zu den Filmen Pitch Black (2000) und Star Trek (2009) gearbeitet hat, fasst in seiner Dokumentation nicht nur das Leben von Lewis zusammen, sondern erarbeitet dabei auch die Hintergründe und Themen der „Narnia“-Bücher. Als Bindeglied der einzelnen Bestandteile fungiert quasi Lewis selbst, der als Erzähler durch den Film führt, indem er in einem Brief an junge Fans von seinem Leben und seinen Erfahrungen berichtet. Zu Wort kommen außerdem Literaturwissenschaftler, Historiker, Theologen sowie ein Taxifahrer aus Oxford, der seinen Fahrgästen „Lewis-Touren“ durch die Universitätsstadt anbietet. Als prominente Mitwirkende sind außerdem Science-Fiction-Autor Ray Bradbury, Schauspieler Ben Kingsley und Lewis‘ Stiefsohn Douglas Gresham, einer der Produzenten der drei Kino-Adaptionen Der König von Narnia (2005), Prinz Kaspian von Narnia (2008) und Die Reise auf der Morgenröte (2010), vertreten. Melvin versteht es gekonnt, die einzelnen Teile – nämlich den Off-Kommentar, die Interview-Schnipsel, die animierten Narnia-Illustrationen von Pauline Baynes, Archivbilder und aktuelle Filmaufnahmen – zu einem gelungenen Ganzen zu kombinieren. Die Aufmachung bleibt dabei im Gegensatz zu vielen gängigen amerikanischen Dokumentationen die komplette Laufzeit über völlig unreißerisch, wenngleich es hier und da ein wenig rührselig zugeht.

C.S. Lewis & der Traum von Narnia ist als Bonusmaterial in der „Royal Edition“-DVD-Box von Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia enthalten.

C.S. Lewis & der Traum von Narnia (C.S. Lewis: Dreamer of Narnia)
Dokumentation USA 2006. 77 Minuten. Buch und Regie: M. David Melvin.

Credits
Bilder (c) Disney.

 


Tilda Swinton Festival: Der König von Narnia (Royal Edition)

8. Mai 2021

Vor einem halben Jahr startete ich zum Anlass des 60. Geburtstag der einmaligen Schaupsielerin Tilda Swinton eine Werkschau ihrer Filme. Nur leider habe ich bisher aus unerfindlichen Gründen nur zwei geschafft. Als dritten Beitrag gibt es nun den (erweiteren) Rewatch eines großen Fantasyblockbusters.

In Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia von Regisseur Andrew Adamson, nach dem gleichnamigen Kinderbuch von C.S. Lewis, spielt Tilda Swinton die im wahrsten Sinne des Wortes eiskalte weiße Hexe, welche das magische Land mit ihrer Schreckensherrschaft und ewigem Winter überzieht. Ihr stellen sich die aus unserer Welt nach Narnia gelangten Pevensie-Geschwister entgegen, die gemeinsam mit treuen Anhängern von Aslan, dem wahren König Narnias, gegen die böse Hexe in den Kampf ziehen.

Gut 15 Jahre nach dem Kinostart nahm ich die seit Jahren bei mir ungesehen herumliegende DVD-Box zum Anlass, mir die im Vergleich zur Kinofassung um sieben Minuten erweiterte „Royal Edition“ endlich anzusehen. Konnte Narnia nach so langer Zeit die gleiche Faszination auf mich ausüben wie damals? Wie habe ich Tilda Swintons Performance mit heutigen Augen wahrgenommen? All das und mehr gibt es in der vollständigen Kritik bei Vieraugen Kino

 

 


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