Media Monday #543

22. November 2021

Willkommen beim Media Monday Nummer 543. Die Zahl ist ähnlich hoch wie die Inzidenz-Werte in einigen Landkreisen.

Beitrag der Woche
The Human Voice (2020)


Fragen der Woche

1. Ich würde ja schon gerne wieder ohne Mund-Nasen-Bedeckung, Vorzeigen des Impfnachweises, Corona-Tests und andere Einschränkungen durchs Leben gehen, aber momentan sieht es sehr danach aus, dass die Einschränkungen wieder verstärkt, weil sich zu viele unverbesserliche Idioten nicht impfen lassen wollen.

2. Es wäre wirklich großartig, wenn es die bei der Antwort zu 1 erwähnten Personen endlich einsehen und sich gegen Covid19 impfen lassen würden. Dann wäre die Pandemie sehr wahrscheinlich bald vorbei oder zumindest dauerhaft im Griff.

3. Wulf vom Medienjournal ist ja auch hauptsächlich dafür bekannt, dass er den Media Monday erfunden und seit fast zehn Jahren am Leben hält. Eine beachtliche Leistung.

4. Die gemächliche Erzählweise (und zeitweise gefühlte Ziellosigkeit) bei der TV-Adaption von American Gods hat auch mehr geschadet als genützt, schließlich wurde die Serie nach drei Staffeln abgesetzt und die anfänglichen Gerüchte um ein Serienfinale in Spielfilmlänge haben sich bisher nicht bewahrheitet. Stattdessen wird die Verfilmung von Neil Gaimans mythologischem Urban-Fantasy-Roman unvollendet bleiben.

5. Man könnte es auch mit gutem Gewissen bleiben lassen, so manchen unnötigen Blockbuster ins Kino zu bringen und diesen dann stattdessen gleich bei einem Streamingdienst angemessen zu präsentieren. Dann wären mehr Kinosäle für wirklich interessante Filme frei.

6. Miss Fisher und die Gruft der Tränen wäre wohl ein gänzlich anderer Film geworden, wenn man die Story nicht so stiefmütterlich behandelt hätte. Doch leider wurde diese Unart aus der Serie übernommen.

7. Zuletzt habe ich erfahren, dass doch mehr Leute aus meinem Bekanntenkreis, als ich gedacht hatte, sich bisher ohne wirklichen Grund nicht gegen Covid19 haben impfen lassen und das war erschreckend, weil ich die betreffenden Personen eigentlich für vernünftig halte.

 

 

 

 


236 Tage später – Endlich wieder Kino!

13. Juni 2021

Die längste Durststrecke ohne Besuch eines Lichtspielhauses meines erwachsenen Lebens ist vorbei. Denn am gestrigen Samstag (12. Juni 2021) konnte ich nach knapp acht Monaten endlich wieder einen Film auf der großen Leinwand genießen. Hier meine kurzen Eindrücke.


Wer nicht mehr weiß, was ein Kinobesuch überhaupt ist/bedeutet, dem empfehle ich folgenden Link.

Bereits letztes Jahr musste ich einige Zeit ohne Kinobesuch ausharren, nämlich zwischen dem 6. März und dem 20. Juni 2021 (106 Tage). Nun gab es erneut einen Restart im Juni, nur war die kinolose Zeit dieses Mal ungleich größer, nämlich 130 Tage länger! Am 19. Oktober 2020 sah ich während meines Kurzurlaubs in Leipzig Milla meets Moses. Gestern stand der diesjährige Oscar-Gewinner Nomadland (bester Film, beste Regie und beste Hauptdarstellerin) von Chloe Zhao auf dem Programm. Eine Rezension folgt bald auf der bekannten anderen Website.

Wie es sich für einen Samstagabend gehört war im Programmkino vor Ort (im Rahmen der Schutzmaßnahmen) dann doch Einiges los. Irritierend für meine Mutter, die mich begleitete, und mich war auch die sehr gut besuchte Außengastronomie neben dem Kino mit lauter Musik. Trotz Maskenpflicht stellte sich bei mir sofort wieder ein Gefühl der Vertrautheit ein, als ob mein letztes Mal im Kinosaal erst vor wenigen Wochen stattgefunden hätte. Wenige Sekunden nach Betreten des Lichtspielhauses hatte ich wieder den wohligen Geruch von frischem Popcorn in der Nase. Der Kinosaal an sich war unter Berücksichtigung der Situation (alle zwei Reihen gesperrt; innerhalb einer Reihe mussten immer zwei Plätze zwischen den belegten Sitzen freibleiben) gut gefüllt. Auch für die nächsten Wochen ist weiterer Filmkonsum auf der großen Leinwand geplant, unter anderem Open-Air-Kino am Fuße der hiesigen Festung. So langsam befinden sich die interessanten Filme auch in den (Kino-)Startlöchern. Nomadland startet hierzulande übrigens offiziell eigentlich erst am 1. Juli 2021, wurde aber schon von einigen Kinos ins Programm aufgenommen.

Und wie ist die Kino-Situation bei euch? Haben die Kinos schon wieder geöffnet? Wenn ja, habt ihr die Gelegenheit wahrgenommen?

 

 


Media Monday #507

15. März 2021

Schon wieder Montag? Zeit für den Media Monday

 

So langsam nervt es. Ein Ende der Corona-Pandemie scheint nicht wirklich in Sicht. Und die Politik „glänzt“ derzeit nur mit einer Mischung aus blindem Aktionismus, leeren Versprechungen sowie schlicht und ergreifend Inkompetenz. Ich könnte mich jetzt noch ewig darüber aufregen, lasse aber heute mal zwei Kulturschaffende zu Wort kommen:

„Artistically it has been a time for reflection on what really matters in life.. it has been a wakeup call on so many levels and has particularly exposed the shortcomings of governments and global co-operation. Our world is strongly based upon competition at every level so when it came time for co-operation in order to defeat this virus we were woefully unprepared and ill equipped. „

Brendan Perry, Musiker (Dead Can Dance), im Interview mit All About Jazz

„Die Verachtung von Kultur können Kulturschaffende in diesem Land schon immer implizit spüren (den Fehler, dem Taxifahrer beim obligatorischen Smalltalk auf die Frage nach dem Beruf eine ehrliche Antwort zu geben, macht kein*e Künstler*in zwei mal), richtig an die Oberfläche gekommen ist sie freilich seit dem Start der ersten großen zivilisatorischen Krise dieses Jahrhunderts. Wie widersinnig das ist – Die Zivilisation wackelt, also entfernen wir ihr Fundament – scheint niemanden so richtig zu stören. Das wird keine positiven Folgen haben. Selbstverständlich ist es richtig, sämtliche notwendige Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor einer Pandemie zu ergreifen. Die wichtigsten Maßnahmen – Schließung der Wirtschaft, Schließung von Büros, vollständiger Lockdown – werden seit einem Jahr vermieden – Zum Preis zehntausender Menschenleben, damit Milliardäre ungestört weiterhin Profit aus der Krise schlagen können.
Nur ein Wirtschaftszweig – Die Kulturindustrie – wird, rein symbolisch, geschlossen gehalten – Und zwar ohne Aussicht auf Wiedereröffnung.“

Lars Henriks, Filmemacher (Leon muss sterben, Bearkittens, Performaniax), auf seinem Blog

 

Beitrag der Woche
El Mariachi

Fragen der Woche

1. Derweil lässt der Frühling noch auf sich warten und auch das Wetter lädt nicht unbedingt zu Außer-Haus-Aktivitäten ein. Wie schön ist es da, drinnen etwas zu machen, etwa gemütliches Beisammensein mit der Familie.

2. Um sich ein bisschen Kino-Flair nach Hause zu holen plane ich seit Längerem mir eine Soundbar zu kaufen. Nur sind diese Planungen durch die Schließungen der nicht lebensnotwendigen Geschäfte seit einiger Zeit ins Stocken gekommen.

3. Meine Antworten auf die Fragen des Media Monday versprechen nicht nur spannende Lektüre, sondern geben euch Leser*innen zudem eine Vorstellung davon, was derzeit so in meinem Kopf vorgeht.

4. Reguläres, lineares Fernsehen hat für mich ziemlich seinen Reiz verloren. Einerseits durch die „zeitliche“ Beschränkung, andererseits auch durch die mangelnde Innovation in vielen Bereichen.

5. Der Kampf der Streaming-Anbieter um die neuesten Produktionen oder verschobene/abgesagte Kinoveröffentlichungen wird die Filmbranche am Leben erhalten können, aber leider nicht die Kinolandschaft retten. Im Gegenteil.

6. Die Veränderungen in den letzten Jahren, was die politische Radikalisierung nach rechts angeht, hätte ich vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten. Umso schlimmer, dass es doch soweit gekommen ist.

7. Zuletzt habe ich das Wochenende bei meinen Eltern verbracht und das war wieder sehr schön, weil ich meine Eltern seit acht Wochen nicht besucht hatte. Neben leckerem Essen (Spinat! / Kaffee und Kuchen) haben wir enen Sonntagsspaziergang durch die Innenstadt von Kitzingen gemacht wo die preisgekrönten Bilder des World Press Photo Award in diversen Schaufenstern ausgestellt sind (zur Website). Die Ausstellung macht seit 15 Jahren Station in Kitzingen, wegen der Corona-Pandemie dieses Jahr aber nicht wie üblich im Rathaus, sondern eben in 40 Schaufenstern.

 


Drinnen – Im Internet sind alle gleich

17. Dezember 2020

Der zweite, deutschlandweite Lockdown in der COVID-19-Pandemie hat begonnen. Mit den Auswirkungen des ersten vom Frühjahr befasst sich die komplett im „Home Office“ entstandene Web-Comedy-Serie Drinnen – Im Internet sind alle gleich.


Lockdown – Die Serie

Charlotte Thielemann (Lavinia Wilson) ist Mitte 30, verheiratet, Mutter zweier Kinder und arbeitet für eine Werbeagentur. In ihrer Ehe mit dem eher erfolglosen Musiker Markus (Barnaby Metschurat) unglücklich geht Charlotte heimlich fremd. Als die Corona-Pandemie über Deutschland hereinbricht ist sie plötzlich allein zuhause, weil Markus und die Kinder noch im Urlaub in Brandenburg weilen. Nun muss Charlotte Tausend Dinge vom Home Office aus regeln: in Abwesenheit der erkrankten Chefin Frau Winkler (Johanna Gastdorf) einen wichtigen Kunden klarmachen, eine Kollegin (Julika Jenkins) feuern, ihre Eltern (Victoria Trauttmansdorff und Wolf-Dietrich Sprenger) vom Ernst der Lage überzeugen und den Kontakt zu ihrer Schwester Constanze (Jana Pallaske), die sich nach Thailand zurückgezogen hat, aufrechterhalten. Und dann wäre da noch die Sache mit der Scheidung…

Im Frühjahr 2020 breitete sich die COVID-19-Pandemie auch massiv in Deutschland aus. Ein großer Lockdown war die Folge. Millionen Menschen mussten/durften plötzlich von zuhause aus arbeiten und hielten sich weitgehend nur noch in den eigenen vier Wänden auf. Viele Kulturschaffende standen und stehen aktuell wieder ohne Beschäftigung da, weil Kinos, Theater und andere Betriebe schließen mussten. Unzählige Veranstaltungen wurden abgesagt oder verschoeben. So traf es natürlich auch die Schauspieler, die von einem Tag auf den nächsten nicht mehr wie bisher drehen und nicht mehr auf der Bühne vor Publikum stehen durften. Aus dieser Not wurde die kleine Webserie Drinnen – Im Internet sind alle gleich geboren, nach einer Idee von Philipp Käßbohrer, Co-Autor der Netflix-Serie How To Sell Drugs Online (Fast). Die 15 Folgen mit einer Laufzeit zwischen acht und zwölf Minuten wurden ab dem 3. April 2020 jeweils werktags online veröffentlicht.

„Kein menschliches Wesen musste für diese Serie sein Haus verlassen“ steht als Disclaimer am Ende jeder Folge. Alle Beteiligten arbeiteten von zuhause aus. Regisseur Lutz Heineking junior (Andere Eltern) inszenierte per Videokonferenz während Hauptdarstellerin Lavinia Wilson (Hey Bunny, Deutschland 86, Deutschland 89 ) auch für Maske, Kostüm, Requisite, Beleuchtung und Kamera verantwortlich war. Die Handlung spielt sich überwiegend auf Bildschirmen ab und die Kameraeinstellung gestaltet sich statisch. Als zentrale Figur fungiert Charlotte, aus deren Perspektive die ganze Serie erzählt wird und die ununterbrochen auch zu sehen ist. Dabei wechselt die Handlung zwischen regelmäßigen Off-Kommentaren, den textlastigen „Geschehnissen“ auf dem Bildschirmen und allerlei Videochats, egal ob mit den Eltern, dem auf Distanz gehaltenen Ehemann, der am anderen Ende der Welt weilenden Schwester oder der besten Freundin (Nadja Becker), die als Ärztin die Auswirkungen der Pandemie am meisten zu spüren bekommt. Charlotte ist eigentlich gut organisiert und kann dank der modernsten IT auch fast alles von Zuhause aus tun, doch irgendwann scheint auch sie vor der Flut an Aufgaben und den unendlichen Ablenkungsmöglichkeiten der sozialen Netzwerke zu kapitulieren. Oder anders gesagt: man/frau sitzt alleine in den eigenen vier Wänden, hat eigentlich Zeit, kommt aber doch nicht wirklich dazu, wichtige Dinge zu erledigen. Mehr oder minder gekonnt stellt Drinnen sowohl die Isolation der Hauptfigur als auch die Tücken von Videocalls, Chats, Sprachnachrichten usw. in den Mittelpunkt. Die ganze Geschichte gestaltet sich über weite Strecken lustig, macht in ihrer überspitzten Realitätsnähe aber auch nicht vor ersten Themen halt, wobei ich einige Wendungen im letzten Drittel als zu holprig und forciert empfand.

Eine Frage stellt sich aus aktuellem Anlass: wird es eine zweite Staffel geben, die im gerade gestarteten zweiten Lockdown spielt? Vielleicht sogar eine über Weihnachten in Zeiten von Corona? Und wenn nicht, genug Serienmaterial zum Bingen gibt es ja auch so.

Drinnen – Im Internet sind alle gleich ist noch bis 14.10.2021 kostenlos in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Drinnen – Im Internet sind alle gleich
Comedyserie Deutschland 2020. 15 Folgen. Gesamtlänge: ca. 140 Minuten. Mit: Lavinia Wilson, Barnaby Metschurat, Jana Pallaske, Victoria Trauttmansdorff, Wolf-Dietrich Sprenger, Nadja Becker, Julika Jenkins u.a. Idee: Philipp Käßbohrer. Drehbuch: Max Bierhals, Tarkan Bagci, Giulia Becker, Patrick Stenzel. Regie: Lutz Heineking junior.

 


Credits
Bilder (c) ZDF Neo.

 

 

 


Verschiebungen – The Story Continues

6. Oktober 2020

Die Corona-Pandemie hat neben den unmittelbaren Auswirkungen leider auch einige Konsequenzen für diverse Lebensbereiche. Aus Sicht von uns Film-Bloggern ist vor allem die Verschiebung vieler großer Blockbuster, von denen manche schon lange herbeigesehnt werden, sehr unschön.

Nach diversen anderen aufwändigen Hollywood-Streifen hat es nun auch den neuesten James-Bond-Film Keine Zeit zu Sterben und Dune, die Neuverfilmung des gleichnamigen Science-Fiction-Romans von Frank Herbert, „erwischt“. Bond-Film Nr. 25 von Regisseur Cary Joji Fukunaga, der ursprünglich im April 2020 starten sollte und bis vor kurzem noch für den 12. November geplant war, wird erst im April 2021 in die Lichtspielhäuser kommen. Denis Villeneuves neue „Wüstenplanet“-Version wurde dagegen von Dezember 2020 auf Ende September/Anfang Oktober 2021 verlegt.

Aus diesen und anderen Gründen bin ich nach Rücksprache mit dem zuständigen Komittee zum Entschluss gekommen, dass mein bevorstehender 40. Geburtstag von Mitte Januar 2021 (17.01.) nun auf Mitte Januar 2022 verschoben wird. Das macht auch deswegen Sinn, weil ich dann gleichzeitig mit meiner besten Freundin feiern kann, die fast auf dem Tag genau ein Jahr jünger als ich ist. Vorausgesetzt sie verlegt ihr 40. Wiegenfest nicht auch noch.

Der wichtigste Interessenverband der Wirtschaft namens „Kapitalismus und Kommerz“ (KuK) hat unterdessen beschlossen, Weihnachten 2020 (24. bis 26.12.2020) auf Ostern 2021 (4. bis 5. April 2021) zu verlegen. Ostern 2021 findet dafür erst an Pfingsten (23./24.05.2021) statt. Pfingsten hingegen muss ausfallen. Aber mal ehrlich, wer braucht schon den Heiligen Geist, wenn es auch Himbeergeist tut.

Im diesem Sinne, frohes Verschieben!

Hinweis:
Die nachfolgenden Beiträge verschieben sich um mindestens einen Tag.


Endlich wieder Kino!

21. Juni 2020

Nach Monaten der Durststrecke konnte ich gestern endlich wieder in die heiligen Hallen des Lichtspelhauses pilgern, um mir einen Film auf großer Leinwand anzusehen. Ein kurzer Erlebnisbericht.


Nach einer gefühlten Ewigkeit – nämlich 15 Wochen und einem Tag, das entspricht 106 Tagen (ja, ich habe nachgezählt) – nutzte ich die Gelegenheit, um das seit Donnerstag (18.06.2020) wiedereröffnete Central im Bürgerbräu in Würzburg mit einem Besuch zu beehren. Auf dem Programm stand mit Monos, einer in Kolumbien gedrehten internationalen Co-Produktion über eine Gruppe jugendlicher Guerilla-Soldaten, sogar ein aktueller Film mit kürzlichem Kinostart (04.06.2020).

Das Kino war trotz Samstagabend ziemlich leergefegt. Im kurzen Gespräch mit einem der Mitarbeiter erfuhr ich dass Kinosaal 1 an diesem Abend ausverkauft sei, aufgrund der Abstandsregeln in Corona-Zeiten dürfen allerdings nur etwa ein Viertel der Plätze vergeben werden. In Kinosaal 2 saßen außer mir vielleicht ein Dutzend Besucher. Wirklich rechnen dürfte sich das für die Kinos nicht, auch wenn wenige Einnahmen sicherlich besser sind als gar keine. Um das Programmkino meiner Wahl zu unterstützen habe ich in den letzten Wochen und Monaten drei Filme über Kino On Demand jeweils gegen eine Leihgeühr gestreamt.

Das Kinoerlebnis unterschied sich jetzt nicht so sehr von dem vor dem Covid-19-Lockdown, weil es je nach Film öfter vorkommt, dass nur wenige Zuschauer im Saal anwesend sind. Die Anweisung hier im südostdeutschen Sumpfgebiet lautet übrigens: der Mund-Nasen-Schutz muss im Kinosaal die ganze Zeit getragen werden, außer beim Essen und Trinken. Da im Saal aber die Klimaanlage für angenehme Bedingungen hinsichtlich Luft bzw. Temperaturen sorgte und ich wie üblich den Inhalt einer Tüte Popcorn verzehrte, war das für mich allerdings kein Problem, obwohl ich längeres Masken-Tragen sonst nicht wirklich gewöhnt bin.

Zur Erinnerung: der letzte Streifen, den ich zuvor auf der großen Leinwand erleben durfte, war die Jane-Austen-Adaption Emma., das war am 6. März 2020. Solche Wohlfühlunterhaltung bot Monos von Regisseur Alejandro Landes allerdings beileibe nicht, dafür aber eindringliches Kino zu einem ernsten Thema mit beeindruckenden Bildern voller roher Schönheit. Eine ausführlicheres Review folgt bald auf der bekannten Website.

Wenn ich mich nicht total verrechnet habe war das gestern mein insgesamt 15. Kinobesuch im Jahr 2020, wovon zwölf Filme einen aktuellen deutschen Kinostart in diesem Jahr haben/hatten oder als Festivalfilme bisher noch keinen Starttermin erhielten. Es dürfte spannend werden ob und inwieweit die übrigen für 2020 geplanten Kinofilme noch in diesem Jahr auch tatsächlich über die Leinwände flimmern. Einige Blockbuster wurden ja bereits verschoben, wobei mich von den Groß-Produktionen ja fast nur noch Tenet (vsl. Start: 30. Juli) von Christopher Nolan, der ursprünglich für April geplante neue Bond-Film Keine Zeit zu Sterben (12. November) und Dune (17. Dezember), die neue Verfilmung des Romans Der Wüstenplanet von Regisseur Denis Villeneuve, interessieren. Ansonsten stehen fast ausschließlich kleine Werke auf meinem Kinowunschzettel.

Wie sieht es bei euch aus? Sind die Kinos in eurer Region schon wieder geöffnet? Wenn ja, habt ihr die Gelegenheit zu einem Besuch im Lichtspielhaus bereits genutzt?

 

 


Review(s) Mai 2020

1. Juni 2020

Meine gesammelten Werke des just vergangenen Wonnemonats entbehren nicht einer gewissen Besonderheit. Doch lest selbst…

Fast alles, was ich im Mai 2020 an Filme und Serien konsumiert habe, erfuhr im gleichen Monat auch eine zeitnahe Besprechung. Für mich durchaus ungewöhnlich, weil ich mir öfters (meist unfreiwillig) Zeit lasse, vor allem für längere/komplexere Reviews. Mit Beiträgen aus den Bereichen Science-Fiction, Action, Horror, (Jugend-)Drama, Love Story, Krimi und Experimentalfilm dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Außerdem gab es eine Premiere: meine erste Hörspiel-Rezension.

Für alle Leinwand-Enthusiasten im hiesigen süddeutschen Sumpfgebiet gibt es einen Silberstreif am Horizont: ab 15.06.2020 dürfen die Kinos wieder öffnen! Das wird aber auch wirklich Zeit!

Filme
Destino (Kurzfilm)
Drugstore Indians
Electric Girl
Guardians (2017)
Iron Sky
Spring – Love is a Monster

Zwei im falschen Film

Serie
Castle – Staffel 7
Clique – Staffel 1
Clique – Staffel 2
Star Trek: Picard – Staffel 1

Sonstiges
Danger 5: Stereo Adventures (Hörspiel)
Interview mit Mira Sommer (Drugstore Indians)
Über den magischen Ort für Filme
(Stöckchen)

 

Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
(RW= Rewatch)

After Midnight (2019)

American Gods – Staffel 2, Folge 5 (RW)
She-Ra und die Rebellenprinzessinnen – Staffel 5, Folgen 1 und 2


Media Monday #464

18. Mai 2020

Schon wieder ist es Montag (bzw. Sonntagabend während ich diese Zeilen schreibe). Wulf vom Medienjournal hat wieder zuverlässig sieben Fragen abgeliefert, die beantwortet werden wollen. Na dann los!


Beiträge der Woche

Clique – Staffel 2
Star Trek Picard – Staffel 1
Über den magischen Ort für Filme
(Stöckchen)

Fragen der Woche

1. Um da auch endlich mal mitreden zu können, habe ich mir am Samstagabend Teile der Euovision-Song-Contest-Ersatzveranstaltung angesehen und so eine Handvoll Performances mitgekriegt. Bei den fast ausschließlich peinlich-schlechten Songs mit Lyrics auf Grundschulniveau habe ich allerdings gemerkt, dass ich da gar nicht mitreden können will. Bitte die ganze Veranstaltung in ERSMC („European Really Stupid Music Contest“) umbenennen!

2. Nachdem die Situation sich ja zumindest hinsichtlich der Beschränkungen und Auflagen ein wenig entspannt, sind erste Treffen mit Freunden und größere Einkaufsmöglichkeiten wieder erlaubt. Wenigstens ein Schritt in Richtung Normalität. Jetzt müssen unter anderem noch die Kinos wieder öffnen dürfen!

3. In den letzten Wochen hat es mir schon massiv gefehlt ins Kino zu gehen, ein Konzert in echt zu erleben, mich mit Freunden in einer Lokalität oder zuhause zu treffen usw.

4. Was ich aber auch bemerkt oder entdeckt habe, ist, dass längerfristiges Homeoffice nichts für mich wäre weil ich da zumindest in Kombination mit den Lockdown-Maßnahmen nach ein paar Wochen durchdrehen würde.

5. Dass ich meine Eltern zehn Wochen nicht sehen konnte hat es bei mir so auch schon lange nicht mehr gegeben, einfach weil ich sonst wenigstens einmal im Monat zu ihnen ins Auenland fahre.

6. Man mag es kaum glauben, aber ich habe trotz meiner Eigenschaft als Risikopatient im Falle einer Corona-Erkrankung bisher keinerlei außergewöhnliche Beschwerden. Toitoitoi!

7. Zuletzt habe ich ein erholsames Wochenende verbracht und dabei nach langer Zeit wiedermal bei einem Blogstöckchen (siehe oben) mitgemacht. Außerdem war ich am Sonntagnachmittag mit zwei Freunden spazieren und das war einfach entspannend und wichtig, weil Bewegung und angeregte Konversationen über die Welt, Musik und Filme einfach eine schöne Kombination bilden.


Media Monday #463

11. Mai 2020

Der Mai bringt schrittchenweise Lockerungen der Corona-Maßnahmen mit sich. Ganz locker flockig aus der Hüfte beantworte ich die heutigen Fragen des Media Mondays

Schon wieder ein schönes Wochenende vorbei. Nach zehn (!) Wochen konnte ich pünktlich zum Muttertag endlich wieder meine Eltern besuchen. Der Tag im Kreise der Familie war eine Wohltat. Ansonsten stand die zweite Staffel von Clique auf dem Programm nachdem ich am Freitag mein Review zur ersten Season (siehe unten) veröffentlicht hatte. Ehrlich gesagt empfand ich Runde zwei der von Jess Brittain (Skins) geschaffenen sowie geschriebenen britischen Drama-Serie wesentlich spannender und thematisch relevanter als die erste. Darüberhinaus bietet Clique einen abwechslungsreichen Soundtrack, der mir zwar nicht durchgehend gefällt aber einen neuen Ohrwurm ausgelöst hat, nämlich in Form des düsteren Tracks Pain des amerikanischen Elektronik-Duos Boy Harsher, welcher auch die betreffenden Szenen passend untermalt.

 

Doch nun ganz schmerzlos weiter im Programm!

Beiträge der Woche
Clique – Staffel 1
Electric Girl

Fragen der Woche

1. Zum Thema Muttertag fällt mir in punkto Filme/Serien ja immer wieder ein, dass ich früher gelegentlich mit meiner Mutter ins Programmkino gegangen bin.

2. Was ihr vielleicht nicht kennt und was ich euch nur empfehlen kann, sind diverse Filme und Serien, die ich hier auf diesem Blog oder DORT rezensiert habe. Stöbert doch einfach mal ein wenig! 😉

3. Christopher Lee muss in den 1960ern echt dringend Geld gebraucht haben, denn nur das würde erklären warum er in den leblos heruntergekurbelten Dr. Fu Manchu-Filmen die Hauptrolle gespielt hat.

4. Könnte mal bitte jemand beschließen oder bemerken, dass die Zeit von Rassismus, Misogynie, Homophobie und anderer Hass-Unsitten längst vorüber ist und die Menschheit endlich die friedliche Ko-Existenz verschiedener Hautfarben, Religionen, Lebensweisen, sexueller Orientierungen und so weiter endlich mal hinkriegt!!!

5. Wenn das Wetter es zulässt, bin ich ja auch mal froh, wenn ich, anstelle von in der Freizeit nur zuhause zu sitzen, auch mal etwas spazieren gehen kann, wobei ich mich oft aufraffen muss.

6. Das örtliche Kino und den Buchladen supporten, Lieferdienste unterstützen und Gutscheine für alles Mögliche erwerben möge man bestmöglich. Ich für meinen Teil habe durch das Ausleihen von zwei Filmen bereits mein Lieblingskino unterstützt (und plane weitere Filme so anzuschauen) sowie dem Comicbuchladen meines Vertrauens kürzlich wieder einen Besuch abgestattet.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Media Monday #462

4. Mai 2020

Ein wundervolles Wochenende liegt hinter und eine hoffentlich schöne Woche vor mir. Zum Start gibt es wieder die Fragen des Media Monday

Ich erspare euch an dieser Stelle die fast schon üblichen Grübeleien meinerseits zur Corona-Pandemie usw. Nicht dass ich in der vergangenen Woche meine Gedanken zu diesem alles beherrschen Thema ausschalten konnte. Aber die letzten paar Tage waren insgesamt und vor allem in medialer Hinsicht überaus erfreulich. Zum einen hinsichtlich der Produktivität. Außerdem gab es zwei höchst erfreuliche Nachrichten. Mira, eine Freundin von mir (die mich zum Cosplay gebracht hat), war über meine Rezension zu ihrem Dokumentarfilm Drugstore Indians sehr begeistert. Neben dem Review gibt es auch ein Interview mit der Regisseurin, siehe Beiträge der Woche.

Top-News der Woche: Danger 5, die wohl beste australische Serie aller Zeiten, erhält eine Fortsetzung als Hörspiel-Reihe bei Audible. Das allierte Agenten-Quintett kämpft in Danger 5: Stereo Adventures nun nicht mehr gegen Nazis, sondern einen viel schlimmeren Feind. Nach dem Konsum von vier der verfügbaren acht Audioepisoden bin ich schon ziemlich begeistert, auch wenn mir die visuelle Komponente natürlich fehlt. Mehr dazu demnächst hier auf diesem kleinen Blog.

Den Feiertag-Freitag nutzte ich um einige meiner Lieblingsmusiker durch Käufe bei Bandcamp in diesen schweren Zeiten zu untersützen, darunter Darja Kazimira, die mich mit ihren furchtlos-düsteren Klanglandschaften und dem einmalig-finsteren Gesang immer wieder von den Socken haut. Musik, egal welcher Stilrichtung (Hauptsache kein doofer, langweiliger Mainstream), schafft es mich immer wieder aufzurichten. Um dem Programmkino meiner Wahl über die „Dürreperiode“ (der Schließung) wenigstens ein wenig hinweg zu helfen habe ich mir in der letzten Woche zwei (deutsche) Filme auf Kino On Demand (ein Streamingportal, welches einen Teil seiner Einnahmen an die Kinos weitergibt) angesehen. Richtiger Ersatz für das Erlebnis Kno ist das natürlich nicht. Hoffentlich dürfen die Lichtspielhäuser bald wieder öffnen.

Beiträge der Woche

Drugstore Indians
Interview mit Mira Sommer (Drugstore Indians)
Destino
(Kurzfilm)
Freddy/Eddy

Fragen der Woche

1. Projekte wie Online-Übertragungen von Theateraufführungen oder Wohnzimmerkonzerte einzelner Künstler sind sicherlich eine tolle Sache, doch auf Dauer kein Ersatz für eine Performance vor physisch anwesendem Publikum.

2. Größte Helfer im Kampf gegen die Langeweile oder schlicht das Gefühl, dass einem die Decke auf den Kopf fällt sind mehrere Dinge bei mir. Zum einen die Tatsache, dass ich halbwegs normal arbeiten kann und nicht seit Wochen im Homeoffice „verwahrlose“. Zum anderen der leicht verstärkte Konsum von Filmen (leider nicht im Kino, sondern nur zuhause), Serien und vor allem Musik!

3. Die nicht bis kaum vorhandenen Möglichkeiten zu persönlichem Miteinander sind zwar schwierig, aber der Sonntagnachmittagsspaziergang mit einer Freundin war wichtig. Einfach nur reden und durch den Stadtpark laufen. Klingt banal, hilft aber ungemein.

4. Der gelegentliche Kontakt zu Freunden ist für mich persönlich im Moment regelrecht essentiell, denn auch wenn ich nichts dagegen habe, ein paar Tage nur auf der Arbeit und allein zuhause zu verbringen, so sind mehrere Woche ohne Treffen unter Freunden einfach zu lang.

5. Um die Übersicht zu behalten, was ich noch alles sehen möchte führe ich mehrere Listen auf diversen Medien (Streaminganbieter, Textdokumente). Wenn ich nicht so viel planen oder auflisten würde könnte ich möglicherweise mehr ansehen. 😉

6. Saufen als dauerhafte Feierabend- oder Wochenend-Beschäftigung halte ich für gesundheitlich sehr problematisch.

7. Zuletzt habe ich siehe Text oben und Antwort zu 3. und das war ____ , weil ____ .

 


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