Endlich wieder Kino!

21. Juni 2020

Nach Monaten der Durststrecke konnte ich gestern endlich wieder in die heiligen Hallen des Lichtspelhauses pilgern, um mir einen Film auf großer Leinwand anzusehen. Ein kurzer Erlebnisbericht.


Nach einer gefühlten Ewigkeit – nämlich 15 Wochen und einem Tag, das entspricht 106 Tagen (ja, ich habe nachgezählt) – nutzte ich die Gelegenheit, um das seit Donnerstag (18.06.2020) wiedereröffnete Central im Bürgerbräu in Würzburg mit einem Besuch zu beehren. Auf dem Programm stand mit Monos, einer in Kolumbien gedrehten internationalen Co-Produktion über eine Gruppe jugendlicher Guerilla-Soldaten, sogar ein aktueller Film mit kürzlichem Kinostart (04.06.2020).

Das Kino war trotz Samstagabend ziemlich leergefegt. Im kurzen Gespräch mit einem der Mitarbeiter erfuhr ich dass Kinosaal 1 an diesem Abend ausverkauft sei, aufgrund der Abstandsregeln in Corona-Zeiten dürfen allerdings nur etwa ein Viertel der Plätze vergeben werden. In Kinosaal 2 saßen außer mir vielleicht ein Dutzend Besucher. Wirklich rechnen dürfte sich das für die Kinos nicht, auch wenn wenige Einnahmen sicherlich besser sind als gar keine. Um das Programmkino meiner Wahl zu unterstützen habe ich in den letzten Wochen und Monaten drei Filme über Kino On Demand jeweils gegen eine Leihgeühr gestreamt.

Das Kinoerlebnis unterschied sich jetzt nicht so sehr von dem vor dem Covid-19-Lockdown, weil es je nach Film öfter vorkommt, dass nur wenige Zuschauer im Saal anwesend sind. Die Anweisung hier im südostdeutschen Sumpfgebiet lautet übrigens: der Mund-Nasen-Schutz muss im Kinosaal die ganze Zeit getragen werden, außer beim Essen und Trinken. Da im Saal aber die Klimaanlage für angenehme Bedingungen hinsichtlich Luft bzw. Temperaturen sorgte und ich wie üblich den Inhalt einer Tüte Popcorn verzehrte, war das für mich allerdings kein Problem, obwohl ich längeres Masken-Tragen sonst nicht wirklich gewöhnt bin.

Zur Erinnerung: der letzte Streifen, den ich zuvor auf der großen Leinwand erleben durfte, war die Jane-Austen-Adaption Emma., das war am 6. März 2020. Solche Wohlfühlunterhaltung bot Monos von Regisseur Alejandro Landes allerdings beileibe nicht, dafür aber eindringliches Kino zu einem ernsten Thema mit beeindruckenden Bildern voller roher Schönheit. Eine ausführlicheres Review folgt bald auf der bekannten Website.

Wenn ich mich nicht total verrechnet habe war das gestern mein insgesamt 15. Kinobesuch im Jahr 2020, wovon zwölf Filme einen aktuellen deutschen Kinostart in diesem Jahr haben/hatten oder als Festivalfilme bisher noch keinen Starttermin erhielten. Es dürfte spannend werden ob und inwieweit die übrigen für 2020 geplanten Kinofilme noch in diesem Jahr auch tatsächlich über die Leinwände flimmern. Einige Blockbuster wurden ja bereits verschoben, wobei mich von den Groß-Produktionen ja fast nur noch Tenet (vsl. Start: 30. Juli) von Christopher Nolan, der ursprünglich für April geplante neue Bond-Film Keine Zeit zu Sterben (12. November) und Dune (17. Dezember), die neue Verfilmung des Romans Der Wüstenplanet von Regisseur Denis Villeneuve, interessieren. Ansonsten stehen fast ausschließlich kleine Werke auf meinem Kinowunschzettel.

Wie sieht es bei euch aus? Sind die Kinos in eurer Region schon wieder geöffnet? Wenn ja, habt ihr die Gelegenheit zu einem Besuch im Lichtspielhaus bereits genutzt?

 

 


Review(s) Mai 2020

1. Juni 2020

Meine gesammelten Werke des just vergangenen Wonnemonats entbehren nicht einer gewissen Besonderheit. Doch lest selbst…

Fast alles, was ich im Mai 2020 an Filme und Serien konsumiert habe, erfuhr im gleichen Monat auch eine zeitnahe Besprechung. Für mich durchaus ungewöhnlich, weil ich mir öfters (meist unfreiwillig) Zeit lasse, vor allem für längere/komplexere Reviews. Mit Beiträgen aus den Bereichen Science-Fiction, Action, Horror, (Jugend-)Drama, Love Story, Krimi und Experimentalfilm dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Außerdem gab es eine Premiere: meine erste Hörspiel-Rezension.

Für alle Leinwand-Enthusiasten im hiesigen süddeutschen Sumpfgebiet gibt es einen Silberstreif am Horizont: ab 15.06.2020 dürfen die Kinos wieder öffnen! Das wird aber auch wirklich Zeit!

Filme
Destino (Kurzfilm)
Drugstore Indians
Electric Girl
Guardians (2017)
Iron Sky
Spring – Love is a Monster

Zwei im falschen Film

Serie
Castle – Staffel 7
Clique – Staffel 1
Clique – Staffel 2
Star Trek: Picard – Staffel 1

Sonstiges
Danger 5: Stereo Adventures (Hörspiel)
Interview mit Mira Sommer (Drugstore Indians)
Über den magischen Ort für Filme
(Stöckchen)

 

Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
(RW= Rewatch)

After Midnight (2019)

American Gods – Staffel 2, Folge 5 (RW)
She-Ra und die Rebellenprinzessinnen – Staffel 5, Folgen 1 und 2


Media Monday #464

18. Mai 2020

Schon wieder ist es Montag (bzw. Sonntagabend während ich diese Zeilen schreibe). Wulf vom Medienjournal hat wieder zuverlässig sieben Fragen abgeliefert, die beantwortet werden wollen. Na dann los!


Beiträge der Woche

Clique – Staffel 2
Star Trek Picard – Staffel 1
Über den magischen Ort für Filme
(Stöckchen)

Fragen der Woche

1. Um da auch endlich mal mitreden zu können, habe ich mir am Samstagabend Teile der Euovision-Song-Contest-Ersatzveranstaltung angesehen und so eine Handvoll Performances mitgekriegt. Bei den fast ausschließlich peinlich-schlechten Songs mit Lyrics auf Grundschulniveau habe ich allerdings gemerkt, dass ich da gar nicht mitreden können will. Bitte die ganze Veranstaltung in ERSMC („European Really Stupid Music Contest“) umbenennen!

2. Nachdem die Situation sich ja zumindest hinsichtlich der Beschränkungen und Auflagen ein wenig entspannt, sind erste Treffen mit Freunden und größere Einkaufsmöglichkeiten wieder erlaubt. Wenigstens ein Schritt in Richtung Normalität. Jetzt müssen unter anderem noch die Kinos wieder öffnen dürfen!

3. In den letzten Wochen hat es mir schon massiv gefehlt ins Kino zu gehen, ein Konzert in echt zu erleben, mich mit Freunden in einer Lokalität oder zuhause zu treffen usw.

4. Was ich aber auch bemerkt oder entdeckt habe, ist, dass längerfristiges Homeoffice nichts für mich wäre weil ich da zumindest in Kombination mit den Lockdown-Maßnahmen nach ein paar Wochen durchdrehen würde.

5. Dass ich meine Eltern zehn Wochen nicht sehen konnte hat es bei mir so auch schon lange nicht mehr gegeben, einfach weil ich sonst wenigstens einmal im Monat zu ihnen ins Auenland fahre.

6. Man mag es kaum glauben, aber ich habe trotz meiner Eigenschaft als Risikopatient im Falle einer Corona-Erkrankung bisher keinerlei außergewöhnliche Beschwerden. Toitoitoi!

7. Zuletzt habe ich ein erholsames Wochenende verbracht und dabei nach langer Zeit wiedermal bei einem Blogstöckchen (siehe oben) mitgemacht. Außerdem war ich am Sonntagnachmittag mit zwei Freunden spazieren und das war einfach entspannend und wichtig, weil Bewegung und angeregte Konversationen über die Welt, Musik und Filme einfach eine schöne Kombination bilden.


Media Monday #463

11. Mai 2020

Der Mai bringt schrittchenweise Lockerungen der Corona-Maßnahmen mit sich. Ganz locker flockig aus der Hüfte beantworte ich die heutigen Fragen des Media Mondays

Schon wieder ein schönes Wochenende vorbei. Nach zehn (!) Wochen konnte ich pünktlich zum Muttertag endlich wieder meine Eltern besuchen. Der Tag im Kreise der Familie war eine Wohltat. Ansonsten stand die zweite Staffel von Clique auf dem Programm nachdem ich am Freitag mein Review zur ersten Season (siehe unten) veröffentlicht hatte. Ehrlich gesagt empfand ich Runde zwei der von Jess Brittain (Skins) geschaffenen sowie geschriebenen britischen Drama-Serie wesentlich spannender und thematisch relevanter als die erste. Darüberhinaus bietet Clique einen abwechslungsreichen Soundtrack, der mir zwar nicht durchgehend gefällt aber einen neuen Ohrwurm ausgelöst hat, nämlich in Form des düsteren Tracks Pain des amerikanischen Elektronik-Duos Boy Harsher, welcher auch die betreffenden Szenen passend untermalt.

 

Doch nun ganz schmerzlos weiter im Programm!

Beiträge der Woche
Clique – Staffel 1
Electric Girl

Fragen der Woche

1. Zum Thema Muttertag fällt mir in punkto Filme/Serien ja immer wieder ein, dass ich früher gelegentlich mit meiner Mutter ins Programmkino gegangen bin.

2. Was ihr vielleicht nicht kennt und was ich euch nur empfehlen kann, sind diverse Filme und Serien, die ich hier auf diesem Blog oder DORT rezensiert habe. Stöbert doch einfach mal ein wenig! 😉

3. Christopher Lee muss in den 1960ern echt dringend Geld gebraucht haben, denn nur das würde erklären warum er in den leblos heruntergekurbelten Dr. Fu Manchu-Filmen die Hauptrolle gespielt hat.

4. Könnte mal bitte jemand beschließen oder bemerken, dass die Zeit von Rassismus, Misogynie, Homophobie und anderer Hass-Unsitten längst vorüber ist und die Menschheit endlich die friedliche Ko-Existenz verschiedener Hautfarben, Religionen, Lebensweisen, sexueller Orientierungen und so weiter endlich mal hinkriegt!!!

5. Wenn das Wetter es zulässt, bin ich ja auch mal froh, wenn ich, anstelle von in der Freizeit nur zuhause zu sitzen, auch mal etwas spazieren gehen kann, wobei ich mich oft aufraffen muss.

6. Das örtliche Kino und den Buchladen supporten, Lieferdienste unterstützen und Gutscheine für alles Mögliche erwerben möge man bestmöglich. Ich für meinen Teil habe durch das Ausleihen von zwei Filmen bereits mein Lieblingskino unterstützt (und plane weitere Filme so anzuschauen) sowie dem Comicbuchladen meines Vertrauens kürzlich wieder einen Besuch abgestattet.

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Media Monday #462

4. Mai 2020

Ein wundervolles Wochenende liegt hinter und eine hoffentlich schöne Woche vor mir. Zum Start gibt es wieder die Fragen des Media Monday

Ich erspare euch an dieser Stelle die fast schon üblichen Grübeleien meinerseits zur Corona-Pandemie usw. Nicht dass ich in der vergangenen Woche meine Gedanken zu diesem alles beherrschen Thema ausschalten konnte. Aber die letzten paar Tage waren insgesamt und vor allem in medialer Hinsicht überaus erfreulich. Zum einen hinsichtlich der Produktivität. Außerdem gab es zwei höchst erfreuliche Nachrichten. Mira, eine Freundin von mir (die mich zum Cosplay gebracht hat), war über meine Rezension zu ihrem Dokumentarfilm Drugstore Indians sehr begeistert. Neben dem Review gibt es auch ein Interview mit der Regisseurin, siehe Beiträge der Woche.

Top-News der Woche: Danger 5, die wohl beste australische Serie aller Zeiten, erhält eine Fortsetzung als Hörspiel-Reihe bei Audible. Das allierte Agenten-Quintett kämpft in Danger 5: Stereo Adventures nun nicht mehr gegen Nazis, sondern einen viel schlimmeren Feind. Nach dem Konsum von vier der verfügbaren acht Audioepisoden bin ich schon ziemlich begeistert, auch wenn mir die visuelle Komponente natürlich fehlt. Mehr dazu demnächst hier auf diesem kleinen Blog.

Den Feiertag-Freitag nutzte ich um einige meiner Lieblingsmusiker durch Käufe bei Bandcamp in diesen schweren Zeiten zu untersützen, darunter Darja Kazimira, die mich mit ihren furchtlos-düsteren Klanglandschaften und dem einmalig-finsteren Gesang immer wieder von den Socken haut. Musik, egal welcher Stilrichtung (Hauptsache kein doofer, langweiliger Mainstream), schafft es mich immer wieder aufzurichten. Um dem Programmkino meiner Wahl über die „Dürreperiode“ (der Schließung) wenigstens ein wenig hinweg zu helfen habe ich mir in der letzten Woche zwei (deutsche) Filme auf Kino On Demand (ein Streamingportal, welches einen Teil seiner Einnahmen an die Kinos weitergibt) angesehen. Richtiger Ersatz für das Erlebnis Kno ist das natürlich nicht. Hoffentlich dürfen die Lichtspielhäuser bald wieder öffnen.

Beiträge der Woche

Drugstore Indians
Interview mit Mira Sommer (Drugstore Indians)
Destino
(Kurzfilm)
Freddy/Eddy

Fragen der Woche

1. Projekte wie Online-Übertragungen von Theateraufführungen oder Wohnzimmerkonzerte einzelner Künstler sind sicherlich eine tolle Sache, doch auf Dauer kein Ersatz für eine Performance vor physisch anwesendem Publikum.

2. Größte Helfer im Kampf gegen die Langeweile oder schlicht das Gefühl, dass einem die Decke auf den Kopf fällt sind mehrere Dinge bei mir. Zum einen die Tatsache, dass ich halbwegs normal arbeiten kann und nicht seit Wochen im Homeoffice „verwahrlose“. Zum anderen der leicht verstärkte Konsum von Filmen (leider nicht im Kino, sondern nur zuhause), Serien und vor allem Musik!

3. Die nicht bis kaum vorhandenen Möglichkeiten zu persönlichem Miteinander sind zwar schwierig, aber der Sonntagnachmittagsspaziergang mit einer Freundin war wichtig. Einfach nur reden und durch den Stadtpark laufen. Klingt banal, hilft aber ungemein.

4. Der gelegentliche Kontakt zu Freunden ist für mich persönlich im Moment regelrecht essentiell, denn auch wenn ich nichts dagegen habe, ein paar Tage nur auf der Arbeit und allein zuhause zu verbringen, so sind mehrere Woche ohne Treffen unter Freunden einfach zu lang.

5. Um die Übersicht zu behalten, was ich noch alles sehen möchte führe ich mehrere Listen auf diversen Medien (Streaminganbieter, Textdokumente). Wenn ich nicht so viel planen oder auflisten würde könnte ich möglicherweise mehr ansehen. 😉

6. Saufen als dauerhafte Feierabend- oder Wochenend-Beschäftigung halte ich für gesundheitlich sehr problematisch.

7. Zuletzt habe ich siehe Text oben und Antwort zu 3. und das war ____ , weil ____ .

 


Review(s) April 2020

1. Mai 2020

Steine mit verheerendem Eigenleben, ein asiatischer Klischee-Bösewicht, tödliche Nil-Kreuzfahrten, Parallelwelten, ein cooles Ermittlerduo, dysfunktionale Familien und mehr gab es im April bei meinen Reviews.

Der vergangene Monat wird wohl als April der Ausgangsbeschränkungen in die Geschichte eingehen. Hoffen wir auf einen Mai der allmählichen Maßnahmenlockerung und nicht auf einen totalen Masken-Monat. Doch zurück zur schriftlichen Aufarbeitung meiner medialen Reisen (die einzigen Reise, die zur Zeit möglich sind).

Bleibt gesund und lasst euch nicht unterkriegen!

Filme
Der Todeskuss des Dr. Fu Manchu
Die Folterkammer des Dr. Fu Manchu
Stonehenge Apocalypse
Tod auf dem Nil
(1978)
Freddy/Eddy

Serien
His Dark Materials – Staffel 1
Castle – Staffel 6
Poirot: Tod auf dem Nil (Staffel 9, Folge 3)
The Umbrella Academy – Staffel 1

Sonstiges
Die 5 besten Fantasyfilme

Außerdem gesehen und (noch) nicht besprochen
(RW= Rewatch)

Drugstore Indians (2016)
Destino (Kurzfilm) (2003)

Babylon 5 – Staffel 1, Folge 5 bis 13 (1994) (RW)
Carnival Row – Staffel 1, Folge 1 (2019)
Castle – Staffel 7, Folgen 1 bis 8 (2014)
Frau Jordan stellt gleich – Staffel 1 (2019)
Poirot: Death on the Nile – Cast & Crew Interviews (2004) (RW)
Saber Rider and the Star Sheriffs – Folgen 23 und 24 (1987/88) (RW)


Media Monday #461

27. April 2020

Wie geht es allgemein weiter in der neuen Woche? Maskenpflicht beim Beantworten der Fragen des Media Monday gibt es nicht. Es sei denn man/frau macht das im ÖPNV oder beim Einkaufen…

Gedanken zur aktuellen Ausnahmesituation

Um Missverständnisse vorzubeugen: es geht mir gesundheitlich weiterhin gut. Nur habe ich eine große Neigung zum Grübeln und die aktuelle Situation, welche uns alle betrifft, hinterlässt quasi auch in meinen Kopf Spuren. Ich mag nicht unbedingt hundertprozentig einverstanden sein mit Ausgangsbeschränkungen, Kontaktsperren und anderen Maßnahmen der Politik, sehe aber deren Notwendigkeit, um das verheerende Ausbreiten des Covid-19-Virus wie etwa in Spanien (ca. 223.000 infizierte Menschen, ca. 29.000 Todesfälle; Quelle: Wikipedia) zu verhindern. Dennoch können diese Schutzmaßnahmen nicht langfristig so weitergehen. Man kann deswegen nicht langfristig das gesellschaftliche Leben aussetzen und die Grundrechte einschränken. Die Kinderbetreuung und der Schulbetrieb müssen baldmöglichst wieder regulär aufgenommen werden, vor allem kleine Geschäfte, an denen die Existenzen vieler Selbstständiger hängen, wieder geöffnet werden. Und der Kulturbetrieb (vor allem in Form von kleineren Veranstaltungen, kleinen Theatern, oder Kinos, die nicht zu einer großen Kette gehören) kann auch nicht für Monate oder Jahre ruhen. Aber gleichzeitig möchte die Fußball-Bundesliga eine Sonderbehandlung und hat ein Konzept vorgelegt, um die restliche Saison mit Geisterspielen durchzuführen. Dafür werden allerdings etwa 20.000 Tests der Beteiligten (Spieler, Trainer und anderes Personal) benötigt. Kapazitäten, die eigentlich für wesentlich wichtigeres Personal, nämlich das in der Pflege, nötig wären. Der Pessismist in mir denkt sich, dass aus den Folgen der Corona-Pandemie nichts gelernt wird. Große Konzerne (von denen einige in Deutschland nicht einmal Steuern zahlen) werden sich auch weiterhin auf Staatskosten gesundstoßen. Die Staatshilfen werden nicht bei denen ankommen, die sie wirklich benötigen. Pflegekräfte erleben auch künftig miserable Bezahlung und Arbeitsbedingungen. Die notwendigen Schritte zum Fortschritt der Digitalisierung (etwa eine massive Reduzierung der Papierflut im öffentlichen Dienst!) werden verschoben oder nicht umgesetzt. Der Raubbau am Planeten wird sich fortsetzen.

So, das musste einfach mal raus. Doch nun zum hoffentlich weniger schweren Teil dieses Beitrages!

Beiträge der Woche
Die 5 besten Fantasyfilme
The Umbrella Academy – Staffel 1

Fragen der Woche

1. Ich glaube die meiste Zeit verbringe ich im Moment damit, zu schlafen, zu arbeiten, Filme und Serien konsumieren, Reviews schreiben oder dafür recherchieren, Musik-Hören sonstiges zielloses Surfen durch das Netz.

2. In Zeiten geschlossener Kinos und verschobener Starts bedeutet das immense – und oftmals kostenlos zu testende – Streaming-Angebot der diversen Anbieter für mich durchaus die ein oder andere potenziell interessante Filmentdeckung. Die großen Blockbuster, die jetzt direkt als VOD erscheinen, interessieren mich aber wenig bis gar nicht.

3. Nun, da es die Zeit erlaubt, bin ich schlussendlich schwach geworden und habe meine Sichtung der siebten Staffel von Castle begonnen, obwohl ich das Finale der sechsten Season recht schwach fand.

4. Ginge es nach mir, dürften Großkonzerne, die hierzulande keine Steuern zahlen, auch keine staatlichen Hilfen oder Zuschüsse egal welcher Art erhalten. So wie es Dänemark in der aktuellen Krisensituation handhabt.

5. Sich online zum gemeinsamen Filmeschauen zu verabreden habe ich bisher nicht ausprobiert. Das mag aber daran liegen, dass meine Watchlist recht individuell und speziell ist. Ansonsten wird in meinem Freundeskreis schon des öfteren hinterher über die Sichtung eines bestimmten Filmes geredet.

6. Mehrere Tage hintereinander ausschlafen ist auch so etwas, wozu ich sonst nur im Urlaub Zeit finde, denn in einer normalen Arbeitswoche will/muss ich Einigermaßen zeitig aufstehen, vor allem weil ich nicht bis tief in die Abendstunden hinein arbeiten möchte.

7. Zuletzt habe ich viele übliche Sachen gemacht, aber vor allem mich nach sechs Wochen endlich wieder mal mit einem Freund getroffen und das war wichtig und befreiend, weil der persönliche Kontakt mit Anwesenheit des Gegenübers (selbst bei Einhaltung des Abstandes) dann doch etwas anderes ist als Telefonieren, Videochat oder Kommunikation per E-Mail. Etwa eine Stunde haben wir im Park gesessen und über alles Mögliche geredet.

 


Media Monday #460

20. April 2020

Warnung. Die folgende Ausgabe des Media Monday ist stark Quarantäne geprägt. Wir bitten um Verständnis…

Was macht man eigentlich wenn physische Reisen keine Option sind? Richtig man verreist mit der Hilfe von Medien. Deswegen war ich in der vergangenen Woche während meines Urlaubs mehrmals in Megametropolen namens Babylon (Babylon Berlin und Babylon 5). Außerdem unternahm ich zwei Kreuzfahrten auf dem Nil (siehe Beiträge der Woche). Komischerweise wurde bei beiden eine reiche Erbin in ihren Flitterwochen ermordet und ein merkwürdiger Belgier (mal groß, mal eher klein) mit kuriosem Schnurrbart übernahm die Mordermittlungen an Bord. Aber wenn jedes Mal fast ein halbes Dutzend Leute gekillt werden (nicht durch ein Virus) dann war’s das für mich mit der Schifffahrt auf dem bekannten Fluss in Ägypten. Wobei ab Mitte Oktober eine weitere Tour geplant ist. Mal sehen, ob die nicht vielleicht auch verschoben wird.

Während ihr, geneigte Leser nun die Antworten lest, muss ich dringend mein Haarnetz richten… 😉

Beiträge der Woche
Tod auf dem Nil (1978)
Poirot: Tod auf dem Nil (2004)

Fragen der Woche

1. Im Moment scheint es mir fast das komplette gesellschaftliche und vor allem kulturelle Leben still zu stehen. Das ist sehr schade. Kein Kinobesuch seit etwa sechs Wochen (Heimkino ist leider nicht das gleiche), kein Konzert bisher dieses Jahr (letztes Jahr waren es zu dieser Zeit schon fünf) und kein Treffen mit Freunden in letzter Zeit. Alle Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August 2020 verboten. Was soll dann noch passieren? Immer nur zuhause sitzen und Filme/Serien schauen, lesen oder Musikhören möchte ich auch nicht.

2. Wenn ich einmal näher drüber nachdenke gabe es eine derartige Ausnahmesituation seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr und selbst diese war wiederum ganz anders.

3. Jede noch so kleine Schlagzeile/Meldung zur Corona-Pandemie sollte man tunlichst nicht auf die Goldwaage legen, schließlich nutzen leider zu viele Spinner und Demagogen die Situation zur Verbreitung von Falschmeldungen im Internet. Ich habe allerdings aus zuverlässiger Quelle (nämlich von dem renommierten Neurologen Dr. Tommy Lobo) erfahren, dass eine Sache garantiert gegen Covid-19 hilft, nämlich den eigenen Kopf in die Mikrowelle zu stecken!

4. Was ich in den letzten Wochen (für mich) entdeckt habe sind die Auswirkungen von selbst auferlegter Quarantäne. Auch wenn ich die Zeit durchaus genossen habe, so freue ich mich irgendwie wieder auf die Rückkehr zur Arbeit. Kontakt zu Menschen, bei denen ich nichts kaufen möchte, wäre auch mal wieder ne tolle Abwechslung.

5. Eine der Agatha-Christie-Verfilmungen mit Hercule Poirot als Hauptfigur oder gleich die Serie mit David Suchet vermag mich eigentlich immer zu unterhalten, auch wenn ich die Filme und die einzelnen Folgen schon mindestens einmal oder sogar öfter gesehen habe. Ein guter Whodunit-Krimi geht immer. Rian Johnsons kleines Revival namens Knives Out hat mir auch ganz gut gefallen.

6. Ansonsten wäre es doch toll, wenn die Welt insgesamt ihre Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen würde, etwa dass man das Gesundheitssystem in einem Land nicht weiter so kaputtsparen sollte oder dass die Digitalisierung vor allem in der Arbeitswelt an vielen Stellen noch in den Kinderschuhen steckt. Ich sag nur elektronische Personalakte!

7. Zuletzt habe ich siehe oben und das war ____ , weil ____ .


Media Monday #459

13. April 2020

Eieiei, der diesjährige Easter Media Monday kommt angehoppelt. Na dann mal los…



Ostern 2020. Immer noch Ausgangssperre in CSU-Country und anderswo. Kein Freunde- oder Familien-Treffen, kein Kinobesuch, kein Essengehen. Außer zum Einkaufen und Spazierengehen wird die Wohnung nicht verlassen. Da ich die Tage nach Ostern Urlaube habe, auch nicht zum Arbeiten. Mal sehen wie sich die „Quarantäne“ auf meinem Geisteszustand auswirkt. Und auf mein Gewicht. *mampf* 😉

Dennoch auch allen noch schöne Ostern!


Beiträge der Woche
Castle – Staffel 6
His Dark Materials – Staffel 1
Stonehenge Apocalypse

Fragen der Woche

1. Das Eintauchen in einen Film, eine Serie oder ein Buch ist für mich Eskapismus pur, denn richtig gute Exemplare der genannten Medien vermögen es, dem Konsumenten ein immersives Erlebnis zu geben.

2. Nun, wo das Wetter besser wird, könnte man sich ja mit einem Buch auf den Balkon, die Terrasse oder in den Park begeben. Anbieten würde sich da meines Erachtens die schöne Neuausgabe von Tolkiens Herr der Ringe, die ich mir zum Anlass des 50jährigen Jubiläums der ersten deutschen Übersetzung letzten September gekauft habe.

3. Enorm umfangreiche Videospiele mit offenen Welten und ordentlich Abenteuer-Flair klingen durchaus interessant aber ich bin kein Gamer.

4. ____ hat mich ja aufgrund der immens vielen Staffeln immer abgeschreckt, aber Ehrlich gesagt schreckt mich die Episoden- oder Staffelanzahl bei einer Serie, die mich wirklich interessiert, nicht unbedingt ab. Und endlose Seifenopern interessieren mich nicht.

5. Würde man sonst vielleicht – beispielsweise – gemeinsam ins Kino gehen, bietet es sich im Moment ja geradezu an gemeinsam aber jeder für sich zuhause zeitgleich den gleichen Film anzuschauen. Hat von euch so etwas schonmal jemand probiert? Ich nicht.

6. So eine Art der Alltags- (oder auch Freizeit-)Entschleunigung bringt es zuweilen auch mit sich, dass man ungelesene Bücher oder ungesehene Filme dann vielleicht doch mal zur Hand nimmt.

7. Zuletzt habe ich zwei Folgen der ersten Staffel von Babylon 5 angesehen und das war hochinteressant, weil mit wiederholter Sichtung man miterlebt wie von Beginn an die einzelnen Mechanismen der großen, weitumspannende Weltraumsaga von J. Michael Straczynski wirken. Umso bedauerlicher, dass es die Serie bisher nicht in hochauflösender Form auf BluRay gibt.


Media Monday #458

6. April 2020

Frisch aus der Wochenend-Quarantäne: die heutigen Fragen des Media Mondays



Corona – The Story continues

Trotz der gegenwärtigen, noch nie dagewesenen Ausnahmesituation mit Kontaktverbot, Ausgangssperren, geschlossenen Geschäften, Servicebetrieben und so weiter macht sich bei mir noch keine Untergangsstimmung breit. Für mich ändert sich dann doch glücklicherweise wenig. Abgesehen davon, dass es manche Waren derzeit einfach nicht gibt (Hefe!), ist Einkaufen für mich derzeit sehr entspannend. Niemand drängelt an der Kasse und man hat genug Zeit, gemütlich alles einzupacken und zu zahlen. Die Busse sind auch angenehm leer, so dass Abstandhalten überhaupt kein Problem darstellt. Doch was mich langsam etwas nervt: seit fünf Wochen habe ich meine Familie nicht getroffen, seit drei Wochen nichts mit Freunden unternehmen können. Wenn ich die aktuelle Lage in CSU-Land richtig verstehe, darf ich an Ostern auch nicht meine Eltern besuchen. Aber das alles ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Ich bin gesundheitlich fit, habe keinerlei finanzielle Einbußen und kann meinen Alltag halbwegs ungestört verbringen. Das können viele nicht. Von daher gehen wir nun wieder zur Tagesordnung über.

Beiträge der Woche
What did Jack Do? (Kurzfilm)
Der Todeskuss des Dr. Fu Manchu
Die Folterkammer des Dr. Fu Manchu

Fragen der Woche

1. Wenn das verordnete Daheimbleiben auch sein Gutes hat, dann wäre das die Sache, dass ich am Wochenende die Erledigung der Hausarbeit zeitlich flexibel gestalten kann, da ich ja die Wohnung ohnehin nicht verlasse.

2. Mit dem Start von Disney+ hat das Konsumentenvolk eine Möglichkeit mehr erhalten, dem gierigen Imperium Geld in den Rachen von der Größe eines Todessterns zu werfen, um teure Werbespots für Actionfiguren, Kuscheltiere, Plastiklichtschwerter, Ausmalbücher, T-Shirts, Süßkram und anderen weitgehend unnützen Merchandising-Tinnef zu sehen.

3. Derzeit sprießen ja zahllose Gratis- und Test-Angebote für Streaming, Hörbücher, Online-Kurse etc. aus dem Boden und ich bin so einem Gratis-Abo nicht ganz abgeneigt, sofern der betreffende Anbieter interessante Produkte im Angebot hat. Disney+ ist damit schonmal ausgeschlossen.

4. Die hohe Anzahl der Corona-Infizierten auf der ganzen Welt wirkt zeitweise schon befremdlich, jedoch im Vergleich zu anderen Epidemien der Vergangenheit (Pest!) erscheint die Situation wesentlich unbedenklicher.

5. Wenn ich ehrlich bin, möchte ich insbesondere die vergleichsweise ruhige Atmosphäre im Büro momentan nicht missen, denn ohne den üblichen halben Tag Publikumsverkehr lässt es sich entspannter arbeiten.

6. Zur Verbesserung der Laune ist Musik in meinen Augen ein immens zuverlässiges Mittel, schließlich lässt sie mich meine Sorgen/meinen Ärger im Alltag schnell vergessen.

7. Zuletzt habe ich das kanadische Fernsehfilmchen Stonehenge Apocalypse gesichtet und das war natürlich ein apokalyptischer Reinfall, weil dieses kanadische „Syfy Original Movie“ eine behämmerte Story mit schlechten Effekten kombiniert. Außerdem haben sich vier bekannte Serienstars zu den Dreharbeiten verirrt, vermutlich weil sie dachten, es wird wirklich in England gedreht. Review folgt.


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braucht das Land

Apokalypse Film

Schaut vor der Apokalypse keine schlechten Filme!

Klappe!

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Bette Davis left the bookshop

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