Sex Education: Staffel 2

17. März 2020

Ziemlich genau ein Jahr nach der ersten erschien im Januar 2020 die zweite Staffel der beliebten, britischen Netflix-Comedy Sex Education, die aus dem interessanten und nicht selten turbulenten Szenario noch weit mehr herausholt.

Liebe, Sex und andere Schwierigkeiten

Mehrere bekannte Fälle von Chlamydien unter den Schülern der Moordale Secondary School führen einerseits dazu, dass Otis Milburn (Asa Butterfield) und seine Mitschülerin Maeve Wiley (Emma Mackey) ihre „Sex clinic“ wieder eröffnen. Außerdem bricht unter Schülern und Eltern Panik aus. Auf Geheiß der Schulaufsichtsbehörde und sehr zum Widerwillen von Schuldirektor Groff (Alstair Petrie) soll Sextherapeutin Dr. Jean Milburn (Gillian Anderson), Otis‘ Mutter, den Lehrplan für Sexualkunde überprüfen. Zudem bietet Jean eine Art kostenlose Sprechstunde an, die nicht nur von Schülern genutzt wird. Potenzielle Komkurrenz für ihren Sohn und seine kostenpflichtigen Beratungen. Otis und seine Freundin Ola (Patricia Allison), deren Vater Jakob (Mikael Persbrandt) aktuell mit Jean zusammen ist, kommen sich langsam näher. Maeve muss nicht nur um ihre Wiederaufnahme an der Schule kämpfen, sondern auch mit dem erneuten Auftauchen ihrer drogensüchtigen Mutter Erin (Anne-Marie Duff) zurechtkommen. Nach diversen Verfehlungen wurde Direktor-Sohn Adam Groff (Connor Swindells) von seinem Vater auf eine Militärakademie „strafversetzt“. Die Karriere von Leistungsschwimmer Jackson (Kedar Williams-Stirling) gerät durch eine Verletzung ins Stocken, eröffnet dem Athleten aber neue Möglichkeiten. Der französische Austauschschüler Rahim (Sami Outalbali) scheint sich weniger für Mädchen als vielmehr für Eric (Ncuti Gatwa) zu interessieren…

Auch wenn ich mich lange nicht an die Serie rangewagt hatte, so empfand ich die erste Runde der von Laurie Nunn erschaffenen Netflix-Show über Sex, seine „Begleiterscheinungen“ und andere Themen von jungen Erwachsenen als sehr erfrischend. Die späte Sichtung Ende Dezember erlaubte es mir, fast nahtlos mit der zweiten Staffel anzuknüpfen, in dessen Verlauf ich mich in die Serie geradezu verliebt habe. Nunn und ihrem überwiegend weiblichen Autorenteam gelingt es nicht nur, interessante neue Figuren einzubauen, sondern die Storylines des bestehende Ensembles sehr gut weiter zu entwickeln.

Sex Education behandelt nicht nur die Höhen und Tiefen erster sexueller Erfahrungen sondern deckt ein breites Spektrum romantischer und/oder körperlicher Beziehungen ab. Dieses reicht von „klassischer“ Heterosexualität über Homosexualität und Pansexualität bis hin zu Asexualität. Im Mittelpunkt der diversen Handlungsstränge stehen zum Teil auch die Eltern der Moordale-Schüler. Denn nicht nur die Teenager haben mit entsprechenden Problemen zu kämpfen. Inhaltlich gestaltet sich die ganze Sache zwar immer wieder schräg, turbulent und witzig, aber vor allem sehr offen und lebensbejahend. Zwar werden die einzelnen Themen (wie auch schon im Vorjahr) immer wieder humoristisch aufbereitet oder ironisch gebrochen, die Figuren und Situationen aber nie völlig der Lächerlichkeit preisgegeben. Sex Education behandelt mit dem nötigen Ernst auch den Fall einer weiblichen Hauptfigur, die während einer Busfahrt sexuell belästigt wird und dieses Erlebnis zu verarbeiten hat, was auf wundervolle Weise mit der Hilfe anderer erfolgt. In diesen und anderen Szenen propagiert die Serie voller Überzeugung eine positive Einstellung zu Sexualität.

Einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum besonderen Charme der britischen Netflix-Show leisten natürlich die hervorragenden Schauspieler. Asa Butterfield (Hugo Cabret, Ender’s Game, Die Insel der besonderen Kinder) und Gillian Anderson (Akte X, The Fall: Tod in Belfast, American Gods) erhalten zwar die meiste Screentime, ich muss aber ehrlicherweise zugeben, dass ich eher an einigen der Akteure aus der „zweiten Reihe“ einen Narren gefressen habe. Vor allem Tanya Reynolds (Emma [2020]) als herrlich nerdige Lily, die nicht nur mit ihrem kurios-bunten Kleidungsstil auffällt, sondern in ihrer Freizeit erotische Comics mit Aliens kreiert. Auch dank Lily mutiert die Moordale-Aufführung von Romeo und Julia zur vermutlich frivolsten Bühnenperformance, die je auf Film gebannt wurde. Zum Schreien! 🙂

Die zweite Staffel von Sex Education ist seit dem 17. Januar 2020 bei Netflix abrufbar. Eine dritte Season wurde bereits angekündigt und wird voraussichtlich im nächsten Jahr erscheinen.

Sex Education: Staffel 2 (Sex Education: Season 2)
Comedyserie UK 2020. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 420 Minuten. Mit: Asa Butterfield, Gillian Anderson, Emma Mackey, Ncuti Gatwa, Connor Swindells, Kedar Williams-Stirling, Alistair Petrie, Aimee Lou Wood, Tanya Reynolds, Patricia Allison, Mikael Persbrandt, Anne-Marie Duff, Sami Outalbali, Chineye Ezeudu u.v.a. Idee: Laurie Nunn. Regie: Sophie Goodheart, Alice Seabright, Ben Taylor.

 

Credits
Bilder (c) Netflix

 

 

 

 

 

 


Sex Education: Staffel 1

5. Januar 2020

Sex sells, sagt man. Bei der britischen Serie Sex Education, die innerhalb eines Monats von über 40 Millionen Zuschauern bei Netflix gestreamt wurde, mag das wohl irgendwie zutreffen.

Let’s talk about sex

Otis (Asa Butterfield) lebt bei seiner Mutter, der erfolgreichen Sex-Therapeutin Jean Milburn (Gillian Anderson). Von daher dürfte die schönste Nebensache der Welt eigentlich kein großes Ding für den 16jährigen sein. Doch Otis wirkt auch aufgrund der Offenheit seiner Mama überaus gehemmt und zwar derart, dass der junge Mann nicht einmal bei sich Hand anlegt. Als er jedoch Adam (Connor Swindells), dem tumben und seine Altersgenossen schikanierenden Sohn von Schuldirektor Groff (Alistair Petrie), einen wirkungsvollen Ratschlag gibt, sieht Maeve (Emma Mackey), eine als promiskuitiv verschriene Mitschülerin, großes Potenzial. Sie überredet Otis zum Betrieb einer geheimen „Sexklinik“, in welcher er seine Mitschüler in sexuellen Dingen beraten soll. Nach einiger Zeit beschleicht Otis das Gefühl, die ganze Sache könnte ihm über den Kopf wachsen. Zudem hat er nun weniger Zeit für seinen besten Freund, den offen homosexuellen Eric (Ncuti Gatwa), der aus einer religiösen ghanaischen Migrantenfamilie stammt. Maeve kämpft derweil mit ihren eigenen Problemen. So möchte ihr Sex-Buddy, der Schülersprecher und Leistungsschwimmer Jackson (Kedar Williams-Stirling), nun eine richtige Beziehung mit ihr führen…

Lange hatte ich mich nicht an Sex Education herangewagt, in der falschen Annahme, die britische Netflix-Produktion wandle auf den Sexklamauk-Pfaden von American Pie und dessen unzähligen/unsäglichen Fortsetzungen. Kurz vor Jahresende sichtete ich schließlich doch die acht Folgen innerhalb von kürzester Zeit und habe es nicht bereut. Die Serie von Debüttantin Laurie Nunn (die laut imdb.com bisher nur an Kurzfilmen arbeitete) kann man sicherlich grob dem Genre Comedy zuzuordnen, platte Gags werden hier allerdings vermieden. Zwar gibt es immer wieder herrlich witzige Szenen, doch stellt Sex Education seine Figuren nie bloß. Bezüglich des Personals wird vom nicht sehr hellen „Schlägertypen“ (Adam), der beliebten Sportskanone (Jackson), einer narzisstisch-oberflächlichen Schickiemickie-Gang bis zu einigen schrägen bis nerdigen Charakteren so ziemlich alles geboten, eine gute Mischung aus bekannten Teenagerkomödien-Versatzstücken, nur eben ohne überzogenen Kitsch.

Sex Education das eigentlich „Sex Therapy“ oder „Sex Counseling“ heißen sollte, weil Protagonist Otis seine betreffenden Mitschüler nicht erzieht, sondern berät – hält gekonnt die Balance zwischen humoristischer Aufarbeitung und dem notwendigen Ernst, den die einzelnen Situationen erfordern. Da geht es nicht nur um sexuelle Details, sondern vor allem um damit untrennbar verbundene, nicht selten zwischenmenschliche Aspekte/Problematiken wie etwa die Dynamik einer Beziehung, Mobbing, Bodyshaming und der Umgang mit Zurückweisung. Die meisten Folgen beginnen mit einem Paar, dessen Problem dann im Verlauf gelöst wird. Diese Struktur wird jedoch nicht stur durchgehalten. Vor allem präsentiert uns Sex Education vielschichtige Charaktere, deren äußerer Schein oft die innere Unsicherheit überlagert, was überwiegend natürlich auf die Jugendlichen zutrifft, aber nicht ausschließlich. Auch für Otis‘ Mutter Jean, die Beziehungen so intelligent zu analysieren weiß, läuft nicht immer alles nach Plan. Zwar gibt sie sich ihrem Sohn gegenüber sehr offen und verständnisvoll, reagiert aber auf dessen Schweigsamkeit mit überfürsorglichen Aktionen.

Die Show kann sich auf ein starkes Ensemble verlassen, welches mit Ausnahme der beiden „Headliner“ Asa Butterfield (Hugo Cabret, Ender’s Game, Die Insel der besonderen Kinder) und Gillian Anderson (Akte X, The Fall: Tod in Belfast, American Gods), die sich in den letzten Jahren zu einer meiner Lieblingsschauspielerinnen entwickelt hat, aus bisher unbekannten und daher unverbrauchten Gesichtern wie Emma Mackey als Maeve und Ncuti Gatwa als Eric besteht. Der bunte Vintage-Look und schöne Panorama-Aufnahmen runden das Gesamtbild gekonnt ab.

Die komplette erste Staffel von Sex Education ist seit dem 11. Januar 2019 bei Netflix abrufbar. Am 17. Januar 2020 kommt Staffel 2.

Sex Education: Staffel 1 (Sex Education: Season 1)
Comedyserie UK 2019. 8 Folgen. Gesamtlänge: ca. 400 Minuten. Mit: Asa Butterfield, Gillian Anderson, Emma Mackey, Ncuti Gatwa, Connor Swindells, Kedar Williams-Stirling, Alistair Petrie, Aimee Lou Wood u.v.a. Idee: Laurie Nunn. Regie: Ben Taylor und Kate Herron.


Credits:
Bilder (c) Netflix.


Das karmesinrote Blütenblatt (Kurzkritik)

6. November 2016

In Das karmesinrote Blütenblatt erhält eine belesene junge Frau im viktorianischen London die Chance, ihr Leben als Prostituierte hinter sich zu lassen. Für die BBC wurde der Roman von Michel Faber als Vierteiler mit prominentem Cast adaptiert.

Im viktorianischen London ist die junge Sugar (Romola Garai), die im Bordell der zerknitterten Mrs. Castaway (Gillian Anderson) anschafft, bei begüterten Männern sehr gefragt. Der unbedarfte und antriebslose Industriellensohn William Rackham (Chris O’Dowd), dessen Ehefrau Agnes (Amanda Hale) unter schweren psychischen Problemen leidet, verfällt Sugar sofort und bietet ihr die einmalige Gelegenheit, als seine Mätresse der Düsterheit des Elendsviertels zu entfliehen. Sugar, die an einem Buch schreibt, in welchem sie mit den Freiern abrechnet, willigt ein…

das-karmesinrote-bluetenblatt_dvdDie Verfilmung des Romans The Crimson Petal And The White (2002) – der Titel ist ein Zitat aus einem Gedicht von Alfred Lord Tennyson – passt gut ins Portfolio der BBC, die seit Jahrzehnten die Werke von Jane Austen, Charles Dickens und anderen Schriftstellern der Zeit als Fernsehfilme oder Mehrteiler adaptiert. Wie bei Austen und Dickens geht es auch hier um Liebe über Standesgrenzen hinweg, gesellschaftliche Zwänge, bittere Armut und die Emanzipation der Frau gegen Unterdrückung durch Männer. Regisseur Marc Munden (Die Mätresse des Teufels) inszenierte auf Basis des Drehbuchs von Lucinda Coxon (The Danish Girl) ein abgründiges Sozialdrama mit düsteren Kulissen, karger Farbgebung und fast klaustrophobischer Kameraführung. Die Geschichte hätte vielleicht ein oder zwei Episoden mehr gut vertragen können, um etwas organischer zu wirken. Angeführt von Romola Garai (Abbitte, The Hour) und Chris O’Dowd (The IT Crowd, Friends With Kids) sowie u.a. mit Gillian Anderson (Akte X, The Fall – Tod in Belfast) und Mark Gatiss (Sherlock) in wichtigen Nebenrollen glänzt Das karmesinrote Blütenblatt durch seine starke Besetzung.

8-10Das karmesinrote Blütenblatt (The Crimson Petal And The White)
Gesellschaftsdrama/Miniserie UK, Kanada 2011. FSK 16. 4 Folgen. Gesamtlänge: ca. 236 Minuten. Mit: Romola Garai, Chris O’Dowd, Amanda Hale, Shirley Henderson, Richard E. Grant, Mark Gatiss, Gillian Anderson u.a. Regie: Marc Munden. Drehbuch: Lucinda Coxon. Nach dem Roman von Michel Faber.

Bild (c) Polyband.


The Fall: Tod in Belfast – Ungekürzte Fassung

28. Mai 2016

Nach der ZDF-Fassung (in der Mediathek) im November 2015 hatte ich vor ein paar Wochen die Gelegenheit die ungekürzte Version der britisch-irischen Krimiserie The Fall bei ZDF Neo zu sehen. Wie wirkt sich die zusätzliche Laufzeit aus?

The Fall – Tod in Belfast (The Fall)
Krimiserie UK/Irland 2013/14. FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. 11 Folgen (Staffel 1 und 2). Gesamtlänge: ca. 690 Minuten. TV-Erstausstrahlung: 15. November 2015.
Mit: Gillian Anderson, Jamie Dornan, Bronagh Waugh, John Lynch, Niamh McGrady, Aisling Franciosi, Emmet J. Scanlan, Archie Panjabi, Stuart Graham u.a. Idee & Drehbuch: Allan Cubitt. Regie: Jakob Verbruggen, Allan Cubitt.

The Fall_Staffel 1_DVD

 

Eigentlich ist Paul Spector ein ganz netter Typ, sowohl liebender Ehemann und Vater zweier Kinder als auch ein einfühlsamer Trauer-Therapeut. Nachts engagiert er sich sogar noch für die Betreuung einer Selbstmordhotline. Das erzählt er zumindest seiner Ehefrau Sally Ann, wenn er spät Abends das Haus verlässt und erst in den frühen Morgenstunden zurückkehrt. Doch in Wirklichkeit verfolgt Paul nachts junge erfolgreiche Frauen, bricht erst in ihre Wohnungen ein, durchsucht deren Kleidung um sie dann umzubringen. Anschließend drapiert er deren Leichen in fast künstlerischer Weise und dokumentiert dies mit Fotos, befriedigt so seine niederen Instinkte. Weil der „Ex-Schwiegervater“ des letzten Opfers niemand geringeres als der Vorsitzende des Polizeiausschusses, Morgan Monroe, ist, zieht die Polizei von Belfast unter Jim Burns die erfahrene Ermittlerin Stella Gibson von der Londoner Metropolitan Police für eine Neubewertung des Falles hinzu. Gibson schwört das Team darauf ein, jedem Hinweise nachzugehen und jedes Detail erneut nachzuprüfen. Dabei erkennt sie Parallelen zu einem früheren Mordfall und vermutet einen Serientäter hinter den beiden Morden, da die beiden Opfer sich ähnlich sahen und zudem beruflich erfolgreiche Frauen Anfang 30 waren. Als Paul in der Anwältin Sarah Kay sein nächstes Opfer findet, ist Stella von ihrer These endgültig überzeugt und übernimmt die Leitung der Ermittlungen…

(soweit die Inhaltsangebe zur meiner Vieraugen-Kritik vom Dezember 2015)

Es hat mich ziemlich geärgert, dass mit The Fall wieder einmal eine ausländische Serie für die deutsche TV-Auswertung gekürzt wurde, um sie in ein starres Sendeformat (hier sechsmal 90 Minuten) zu pressen. Die beiden Staffeln bestehen ursprünglich aus insgesamt 11 Folgen, 10 davon mit einer Länge von knapp 60 Minuten, die letzte Episode geht ca. 90 Minuten. Immerhin gnädig bestimmt hat mich die Tatsache, dass ich mir die ZDF-Fassung in der Mediathek im englischen Original ansehen konnte. Wie bereits in meiner oben verlinkten Serienreview erwähnt, fallen die Kürzungen schon auf.

The Fall_Staffel 2_DVDIn der BBC-Fassung werden diese Lücken nun weitgehend behoben. Polizistin Dani Ferrington, die in den ersten Folgen noch eine wichtige Rolle an der Seite von Stella Gibson spielt, verschwindet in der zweiten Staffel nicht völlig in der Versenkung. Außerdem gibt es ein paar nicht unwichtige Szene, die im „ZDF Cut“ fehlen. Assistant Chief Constable Jim Byrnes (John Lynch) besucht einen verurteilten pädophilen Priester im Gefängnis, um mehr über die Kindheit von Paul Spector in diversen Waisenhäusern herauszufinden, und blickt dabei in menschliche Abgründe. Interessant auch die Szene, als Paul sich während einer Zugfahrt mit eine blonden Frau unterhält, die ihm erklärt, dass sie eigentlich brünett sei und sich die Haare blond gefärbt habe, um nicht dem Beuteschema des gesuchten Frauenmörders zu entsprechen. Insgesamt wirkt The Fall in der Gesamtbetrachtung erzählerisch runder. Auch wenn wir über den Mord am jungen Polizisten James Olson (der Stellas Liebhaber für eine Nacht war) oder die Machenschaften der Monroe-Familie so gut wie nichts mehr erfahren.

Kurios wird es in der fünften und letzten Episode der 2. Staffel. Die dauert, im Gegensatz zu den bisherigen 10 Folgen nicht knapp eine Stunde, sondern etwa 90 Minuten. Allerdings besteht zu meiner Verwirrung das Staffelfinale in Spielfilmlänge zu einem Drittel aus „altem“ Material, denn die ersten ca. 30 Minuten sind Szenen aus der vorherigen Episode zu sehen.

ZDF Neo strahlte die ungekürzte Version im April und Mai 2016 in der deutschen Synchronfassung aus. Hatte ich vorher Bedenken, weil Gillian Anderson hier nicht ihre übliche deutsche „Scully-Stimme“ Franziska Pigulla hat, muss ich nun zugestehen, dass die neue Sprecherin Elisabeth Günther wesentlich besser zur Figur der kühlen Ermittlerin Stella Gibson passt. Auch die übrigen deutschen Stimmen sind fast durch die Bank gut gewählt.

Obwohl das Ende von Staffel 2 eigentlich auch fast der ideale Schlusspunkt der Serie hätte sein können, wurde von der BBC eine dritte Season bestellt. Die Dreharbeiten fanden zwischen Dezember 2015 und März 2016 statt. Voraussichtlich im Herbst werden die neuen Episoden auf den britischen Inseln zu sehen sein.

Fazit: In der ungekürzten Fassung, die auch auf Blu-Ray und DVD erschienen ist, wirkt die düster-authentische Krimiserie The Fall vor allem inhaltlich runder. 8 von 10 Punkten.

Bilder (c) Studio Hamburg/ZDF/BBC.


Akte X – Schwierigkeiten bei der Rückkehr

14. Januar 2016

 

Am 24. Januar kehren Mulder und Scully auf die US-Fernsehschirme, am 8. Februar auf die deutschen zurück. US-Talkmaster Jimmy Kimmel enthüllte nun, dass er auch einen Gastauftritt in der sechsteiligen Event-Serie habe. In jener Szene offenbart das eingespielte Agentenpaar Schwierigkeiten wieder in ihrem alten Metier Fuß zu fassen. Aber seht selbst!

 


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