Schwermetall Chronicles: Die Krone des Königs (Kurzkritik)

4. November 2018

Für mehrere Jahrzehnte prägte das französische Anthologie-Magazin Métal Hurlant die Comicwelt. 2012 und 2014 erschien eine TV-Serie mit zwei Staffeln, die im Stile der Vorlage eigenständige Geschichten erzählt. In Folge 1, Die Krone des Königs, kämpfen tapfere Recken um den Thron ihrer Heimat…

Zwischen 1975 und 1986 bzw. 2002 und 2006 erschien das französische Comic-Magazin Métal Hurlant. Unter dem Titel Schwermetall (Untertitel: Fantastische Comics für Erwachsene) gab es zwischen 1980 und 1999 auch eine Schwesterpublikation in Deutschland. Ins Leben gerufen wurde die Anthologie von Stories aus den Genres Science-Fiction, Fantasy sowie Horror von Jean Giraud alias Moebius und Philippe Druillet. Über die Jahre wirkten weitere renommierte Künstler wie Enki Bilal, Milo Manara, Richard Corben und Alejandro Jodorowsky mit. Auf Basis der amerikanischen Variante entstanden zwei Animationsfilme: Heavy Metal (1981) und Heavy Metal F.A.K.K.² (2000). In französisch-belgischer Ko-Produktion wurde in Rumänien eine aus zwei Staffeln und insgesamt 12 Episoden bestehende englischsprachige Fernsehserie gedreht, wobei Guillaume Lubrano Regie führte und die Drehbücher mitverfasste. Als Verbindungsglied zwischen den einzelnen Geschichten dient der titelgebende Komet, welcher den Planeten passiert, auf dem sich die jeweilige Episodenhandlung abspielt.

In einer dystopischen, mittelalterlichen Welt regiert ein despotisch-hedonistischer König dank seiner Armee von Roboterdronen. Kurz vor dem Tod des Tyrannen wird in einem Turnier auf Leben und Tod um dessen Nachfolge gekämpft. Vier Männer, Guillam (Scott Adkins), Teague (Michael Jai White), Julian (Matt Mullins) und Adam (Darren Shahlavi), stehen im Finale. Vor allem der aus einem Slum stammende Guillam möchte die Tyrannei beenden, dabei den Menschen Technologie und Wohlstand zurückgeben. Doch auch seine Kontrahenten haben große Ziele…

Das Szenario klingt grundsätzlich erst einmal nicht uninteressant, bietet über einen Großteil der 23 Minuten nur eine zwar ohne große Tricks auskommende, aber dafür mit zuvielen Zeitlupen garnierte Gladiator– bzw. Spartacus-Variante in Kurzform, die dann auch noch teilweise holprig inszeniert wurde. Scott Adkins, wie die übrigen drei Darsteller (von denen Darren Shahlavi 2015 mit nur 42 Jahren an einem Herzinfarkt verstarb) ausgewiesener Martial-Arts-Experte, spielt seine Rolle immerhin besser als den Antagonisten im miesen The Legend of Hercules (2014). Der für seinen Musik zu den Assassins Creed-Videospielen bekannte Däne Jesper Kyd spult leider nur ein generisch-nerviges Programm herunter. King’s Crown wäre also eher ein Reinfall, wäre da nicht das recht unerwartete Finale dieser ersten Episode.

Schwermetall Chronicles, 1×01: Die Krone des Königs
(Métal Hurlant Chronicles: King’s Crown/La Couronne du Roi)
Frankreich, Belgien 2012. FSK 16. 23 Minuten. Mit: Scott Adkins, Michael Jai White, Matt Mullins und Darren Shahlavi. Regie: Guillaume Lubrano. Drehbuch: Guillaume Lubrano und Justine Veillot. Nach der Comic-Story von Jim Alexander und Richard Corben.


Bilder (c) Universal Pictures.


The Legend Of Hercules (Kurzkritik)

31. Januar 2017

Immer wieder muss der griechische Halbgott Herakles unter seinem lateinischen Namen als Held diverser Streifen herhalten. 2014 kamen sogar gleich zwei solcher Filme aus Hollywood in die Kinos. In The Legend Of Hercules spielt Kellan Lutz (Twilight) die Hauptrolle.

Wegen seiner grenzenlosen Machtgier hat Kriegerkönig Amphitryon (Scott Adkins) fast ganz Griechenland und weitere Länder erobert. Seine ungeliebte Ehefrau Alkmene (Roxanne McKee) betet zur Göttin Hera, um der Tyrannei ihres Mannes endlich ein Ende zu setzen. Die Königin bringt den von Göttervater Zeus gezeugten Sohn Herkules zur Welt, der zum eigenen Schutz the-legend-of-hercules_dvdallerdings den Namen Alkides erhält. Alkides (Kellan Lutz) wächst gemeinsam mit seinem missgünstigen Halbbruder Iphikles (Liam Garrigan) auf und ist in Hebe (Gaia Weiss) verliebt. Die Prinzessin Kretas, die Alkides‘ Gefühle erwidert, ist aber Iphikles versprochen. Als der Fluchtversuch der jungen Liebenden misslingt, schickt Amphitryon seinen „zweiten Sohn“ mit einer kleinen Armee nach Ägypten. Bis auf Hauptmann Sotiris (Liam McIntyre) und Alkides lassen alle Männer bei dem Himmelfahrtskommando ihr Leben. Die beiden Überlebenden werden als Sklaven verkauft wo sie für den Geschäftsmann Lucius (Kenneth Cranham) als Gladiatoren kämpfen. Als siegreichster unter den Kämpfern kehrt Alkides/Herkules nach Griechenland zurück, um die Hochzeit Hebes mit Iphikles zu verhindern und sein Schicksal zu erfüllen…

Dünn angereichert mit Motiven aus der Heraklessage inszenierte Regisseur Renny Harlin (Stirb langsam 2, Cliffhanger) seinen Herkules-Film als oberflächliche, rasant runtergespulte Mischung aus Krieg der Götter, 300, Gladiator und der TV-Splatter-Orgie Spartacus (2010-2013). Die Kampfszenen sind zwar teilweise ansprechend inszeniert, aber erschreckend blutleer. Außerdem nutzten sich die ständigen Zeitlupeneffekte schnell ab. Die überwiegend Anzahl der Darsteller um Kellan Lutz (in Krieg der Götter noch als Poseidon zu bewundern) ist gut durchtrainiert, aber auch ziemlich ausdruckslos. Erschwerend kommen die abgedroschen-hölzernen Dialoge hinzu, die jeglichen Anflug von Emotion abwürgen. Legend Of Hercules ist eines dieser „cineastischen“ Machwerke, die man mal schnell anschauen kann, ohne viel Hirnkapazität, Aufmerksamkeit oder Zeit investieren zu müssen. Wer die oben genannten Filme bisher nicht sehen konnte, bekommt hier die „schnell und schlampig“-Variante geliefert. Demnächst werden wir erfahren, ob Hercules von Brett Ratner, mit Dwayne „The Rock“ Johnson, vielleicht besser ist.

2-10The Legend Of Hercules
Fantasy-Action USA 2014. FSK 12. 99 Minuten. Kinostart: 1. Mai 2014. Mit: Kellan Lutz, Scott Adkins, Roxanne McKee, Gaia Weiss, Liam Garrigan, Liam McIntyre u.a. Regie: Renny Harlin. Drehbuch: Sean Hood und Daniel Giat.

Bild (c) Splendid Film/WVG.


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