She-Ra und die Rebellenprinzessinnen: Staffel 4 (Kurzkritik)

Die She-Ra-Neuauflage von Netflix und Dreamworks ist vor allem bezüglich ihres Outputs bemerkenswert. Denn knapp ein Jahr nach dem Serienstart im November 2018 erschien diesen Monat bereits die vierte Staffel. Doch darüber hinaus hat die Zeichentrickserie Einiges zu bieten.

Grauschattierungen im Regenbogen

Nachdem es unter schweren Verlusten gelang, die verheerenden Folgen des von Catra geöffneten Portals aufzuhalten, muss sich die Rebellion der Prinzessinnen neuen Herausforderung stellen. Vor allem Glimmer hadert mit ihrer neuen Rolle, die wesentlich mehr Verantwortung mit sich bringt. In Erwartung des Auftauchens von Horde Prime arbeiten Catra und Hordak gemeinsam an neuen Plänen zur Unterjochung von ganz Etheria. Adora und ihre Freunde versuchen das Schiff von Mara, einer Vorgängerin als She-Ra, zu bergen um mehr über die Ursprünge der mächtigen Kriegerin zu erfahren…

Wie bei meinem Review zu dritten Staffel geschrieben hatte ich mit einer weiteren Fortsetzung von She-Ra und die Rebellenprinzessinnen erst im nächsten Jahr gerechnet. Umso überraschender, dass Runde vier der von Netflix und Dreamworks produzierten Zeichentrickserie noch im November diesen Jahres ihre Premiere beim Streaminggiganten feierte. Im Gegensatz zu den unnötig auf zwei Seasons aufgeteilten Episoden 14 bis 26 liefern Showrunnerin Noelle Stevenson und ihr Team dieses Mal eine runde Staffel mit passender Folgenanzahl ab. War das Original She-Ra – Prinzessin der Macht (1985-86) nur eine dem damaligen Zeitgeist entsprechend sehr einfach gestrickte Cartoon-Show, die sich als Gegenstück zu He-Man and the Masters of the Universe (1983-85) an ein weibliches Publikum richtete, so wurde das Reboot von vorneherein als durchaus ernst zu nehmende Saga konzipiert und umgesetzt. Vor allem dahingehend, dass gemäß modernem Serien-Usus horizontal erzählte Handlungsstränge den inhaltlichen Kern bilden. Dabei punktet die animierte Produktion nicht nur mit optisch neutral gezeichneten Figuren und einer diversen Ausrichtung (in der vorliegenden Season gibt es mit Double Trouble einen nicht binären Charakter). Das komplette „She-Ra“-Personal besteht zudem keineswegs aus strahlenden Heldinnen/Helden und finsteren Schurkinnen/Schurken sondern inmitten der kitschig quietschbunten Szenerie herrschen die unterschiedlichsten Grauschattierungen unter den Figuren. Diese leiden unter Selbstzweifeln, hadern mit ihren Entscheidungen, suchen nach Anerkennung, Freundschaft (oder mehr) und/oder wollen aus ihrer Außenseiterrolle ausbrechen. Diese mit ordentlich Selbstironie gewürzte, zutiefst menschliche Note und abwechslungsreich gestaltete Storylines vermögen den Nerv-Faktor und die kindliche Überzeichnung gut zu kompensieren. Ich lege mich hiermit übrigens fest: weitere Folgen wird es definitiv erst 2020 geben! 😉

 

Die vierte Staffel von She-Ra und die Rebellenprinzessinnen ist seit dem 5. November 2019 bei Netflix abrufbar.

She-Ra und die Rebellenprinzessinnen: Staffel 4
(She-Ra and the Princesses of Power: Season 4)
Zeichentrick/Fantasy-Serie USA 2019. 13 Folgen. Gesamtlänge: 312 Minuten. Nach der Originalserie von Larry DiTillo und J. Michael Straczynski. Adaption: Noelle Stevenson.

Credits
Bilder (c) Netflix/Dreamworks.

2 Responses to She-Ra und die Rebellenprinzessinnen: Staffel 4 (Kurzkritik)

  1. […] Beitrag der Woche She-Ra und die Rebellenprinzessinnen: Staffel 4 […]

  2. […] Disenchantment – Staffel 1, Teil 2 Game of Thrones – Staffel 8 She-Ra und die Rebellenprinzessinnen – Staffel 4 (Kurzkritik) The Crown – Staffel […]

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