Sador – Herrscher im Weltraum (Kurzkritik)

Um seinen friedlichen Heimatplaneten vor einem Weltraumtyrannen zu retten macht sich ein junger Held auf die Suche nach tapferen Kämpfern. Willkommen bei Sador – Herrscher im Weltraum oder anders gesagt: „Die sieben glorreichen Sternenkrieger“!

Roger Cormans Star Wars

Tyrann Sador (John Saxon) von den Malmori befindet sich mit seiner Armee von Mutanten auf einem gnadenlosen Eroberungsfeldzug durch die Galaxis. Auch vor dem friedlichen Planeten Ak’ir macht der finstere Despot nicht halt und gibt den Bewohnern sieben Tage Bedenkzeit. Die Alternativen lauten Unterwerfung oder totale Vernichtung durch eine zerstörerische Superwaffe. Einige Bewohner Ak’irs wollen das drohende Schicksal aber nicht hinnehmen und schicken den jungen Shad (Richard Thomas) mit dem intelligenten Raumschiff Nell los, um Söldner im Kampf gegen Sadors Streitkräfte anzuheuern. Shad findet diese in Gestalt der jungen Ingenieurin Nanelia (Darlanne Fluegel), des lässigen Weltraumcowboys (George Peppard), der kampfeslustigen St. Exmin (Sybil Danning) von den Valkyrie, des Echsenmenschen Cayman (Morgan Woodward) aus der Lambda Zone sowie von Nestor (Earl Boen), einem auf mehrere Körper verteilten Bewusstsein, und Gelt (Robert Vaughn), einem desillusionierten Killer.

Nachdem George Lucas 1977 Star Wars – Krieg der Sterne äußerst erfolgreich auf die Leinwand gebracht hatte war die Space Opera als Genre das ultraheiße Ding im Filmbusiness. Doch nicht nur der in Italien gedrehte Kult-Trash-Film Star Crash (1978) von Luigi Cozzi bediente sich ungeniert bei Lucas, auch B-Movie-Legende Roger Corman produzierte seine Version des Stoffes. Unter Regie von Jimmy T. Murakami (Wenn der Wind weht) verknüpft Battle Beyond the Stars (so der Originaltitel) Motive aus der Sternensaga mit der Story des Westerns Die glorreichen Sieben (1960, Regie: John Sturges), welche natürlich wiederum auf Akira Kurosawas Die sieben Samurai (1954) basiert. Robert Vaughn spielt hier praktischerweise die gleiche Rolle wie 20 Jahre zuvor. Mit Richard Thomas (John-Boy von den Waltons; inklusive der passenden Synchronstimme von Luke Skywalker) und George Peppard (Frühstück bei Tiffany, A-Team) ist der Streifen auch sonst prominent besetzt. Die einfach strukturierte, allzu episodische Story mag einen nicht wirklich vom Hocker hauen, die mit nur wenig Geld vom jungen James Cameron (Terminator, Titanic, Avatar) erschaffenen Kulissen und Raumschiffmodelle fand ich dagegen durchaus gelungen. Außerdem hatte die Produktion mehr als drei Soundeffekte zur Verfügung, damals keine Selbstverständlichkeit. Dazu noch ein paar spaßige Einfälle (wie der Whiskey-Spender im Gürtel; Aliens ohne Ohren, die per Wärme kommunizieren; ein Bösewicht, der bisweilen „Arm dran“ ist) und knallige Weltraumgefechte. Aus meiner Sicht ein kurzweiliges, augenzwinkerndes Scifi-Abenteuer, welches aus seinen geringen Mitteln in technischer Hinsicht viel herausholt. Der wichtigste Spezialeffekte dürfte aber dahingehend funktioniert haben, dass die knappen Kostüme von Sybil Danning nicht geplatzt sind (siehe auch Hercules von Luigi Cozzi). Ich kann mich dunkel erinnern, dass Sador – Herrscher im Weltraum in meiner Kindheit öfter im Privatfernsehen wiederholt wurde. Heutzutage läuft der Film wohl nur noch im Pay TV, und leider auch noch im falschen Bildformat.

Sador – Herrscher im Weltraum (Battle Beyond the Stars)
Science-Fiction-Film USA 1980. FSK 12. 98 Minuten. Mit: Richard Thomas, Darlanne Fluegel, John Saxon, George Peppard, Robert Vaughn, Sybil Danning, Morgan Woodward, Earl Boen u.v.a. Regie: Jimmy T. Murakami. Drehbuch: John Sayles.

Credits:
Bilder (c) Warner.

4 Responses to Sador – Herrscher im Weltraum (Kurzkritik)

  1. steffelowski sagt:

    Ach, den würde ich mir durchaus ansehen. Zumindest des Cast klingt vielversprechend 😊

  2. […] der Woche Sador – Herrscher im Weltraum […]

  3. […] Rocketman X-Men: Dark Phoenix The Dead Don’t Die Tolkien Die Rote Dame (Kurzkritik) Sador – Herrscher im Weltraum (Kurzkritik) Captain America (1990) (Kurzkritik) The Double […]

  4. […] der Streifen eventuell in meine Parade „seichter Sommerfilme“ (siehe auch hier, da und dort) passen könnte. Vor allem Dank der genialen humoristischen Unterwanderung durch Kalkofe und […]

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