Into The Badlands: Staffel 2 (Kurzkritik)

15 Monate nach dem Ende der ersten Staffel kehrte die Endzeit-Punk-Serie Into The Badlands im Frühjahr 2017 mit zehn neuen Folgen zurück. Wieder geht es um Macht, Intrigen, Überleben und furiose Fights…



Back To Badlands

Zwar konnte der ehemalige Clipper und begnadete Schwertkämpfer Sunny (Daniel Wu) aus den Badlands fliehen, doch es lief nicht alles wie erhofft. Seine höchstschwangere Geliebte, die Heilerin Veil (Madeleine Mantock), musste er zurücklassen. Die vermeintliche Freiheit währte nur kurz, denn Sunny wurde in die Knechtschaft verkauft und muss in einer alten Mine schuften. Dort trifft er auf den prolligen, herzensguten Bajie (Nick Frost). Gemeinsam planen die beiden sogleich ihre Flucht, denn Sunny möchte zurück in die Badlands. Dort hat sich bis auf das Ende der Herrschaft von Baron Quinn (Marton Csokas) nicht viel geändert. Quinns Sohn und Nachfolger Ryder (Oliver Stark) ist wieder mit der Widow (Emily Beecham) verfeindet, nachdem sie zuvor zusammenarbeiteten. Die anderen Barone streben das große Ziel,an die berüchtigte Kämpferin und ihr weibliches Heer auszuschalten. Denn die Widow plant, das herrschende System zugunsten einer (vor allem für Frauen) besseren Gesellschaft zu stürzen. Sunnys früherer Schützling, der junge M.K. (Aramis Knight), trainiert als Novize in einem mystischen Kloster, wo alle Mönche die gleichen dunklen Kräfte wie er besitzen…

Nicht nur, dass die beiden Schöpfer/Showrunner Alfred Gough und Miles Millar (Smallville) die Hauptverantwortung teilweise abtraten, um sich ihrem anderen aktuellen Serienprojekt The Shannara Chronicles zu widmen, für Season 2 von Into The Badlands wanderte die Produktion von New Orleans und Umgebung in den USA nach Irland, vor allem um mehr Platz zur Verfügung zu haben Die Aufstockung der Episodenorder von sechs auf zehn erscheint zudem sinnvoll, weil es (wie von mir nach Staffel 1 erhofft) gelingt, die eigenwillige Welt der Serie – irgendwo zwischen Fackeln im Sturm, Firefly und Tiger & Dragon, nur in einem Endzeitsetting ohne Raumschiffe, Handfeuerwaffen und anderen gravierenden technischen Fortschritt – etwas besser auszuarbeiten. Da nimmt man auch in Kauf, dass der Handlungsstrang der ein oder anderen Figur etwas auf der Stelle tritt. Die Außenperspektive auf die „Badlands“ verleiht der AMC-Show neue Facetten und erweitert sie um ein Szenario à la Mad Max. Auch die Ausbildung von M.K. bei einem geheimnisvollen Mönchsorden spielt sich außerhalb der titelgebenden Länder statt. Sicherlich erreicht Into The Badlands auch in Runde zwei zu keiner Zeit die Qualität von Game Of Thrones, überzeugt aber weitgehend dank seiner spannenden und abwechslungsreichen Story mit einem mannifaltigen Schauspieler-Ensemble, zu dem Nick Frost (Hot Fuzz) als Sunnys unfreiwilliger Weggefährte hinzustößt. Nicht zu vergessen die hochwertig inszenierten und rasanten Kampfszenen in bester Wuxia-Tradition. Für 2018 ist eine dritte Staffel mit 16 Folgen geplant. Hoffentlich kann die Serie ihr inhaltliches Potenzial weiter vorantreiben.

Sowohl Staffel 1 als auch Staffel 2 von Into The Badlands sind über Amazon Prime abrufbar.

Into The Badlands: Staffel 2 (Into The Badlands: Season 2)
Actionserie/Endzeitdrama USA 2017. FSK 16. 10 Folgen. Gesamtlänge: ca. 430 Minuten. Mit: Daniel Wu, Aramis Knight, Emily Beecham, Orla Brady, Sarah Bolger, Oliver Stark, Madeleine Mantock, Ally Ioannides, Nick Frost, Marton Csokas u.a. Idee: Alfred Gough und Miles Millar.

Bilder (c) AMC/Amazon.

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2 Responses to Into The Badlands: Staffel 2 (Kurzkritik)

  1. bullion sagt:

    Macht definitiv Lust auf die zweite Staffel. Und hey, Nick Frost! Wenn das mal kein Argument ist… 😀

  2. […] Angie Tribeca – Staffel 3 Into The Badlands – Staffel 2 (Kurzkritiken-Sommer) Castle – Staffel 2 […]

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