Love (Netflix) (Kurzkritik)

In der Dramedy Love, eine der unzähligen Eigenproduktionen des Streaminganbieters Netflix aus diesem Jahr, finden zwei eigenwillige, höchst unterschiedliche Singles allmählich zueinander. Die Zukunft der Rom-Com in Serienform?

Eigentlich wollte Gus (Paul Rust), der als Privatlehrer am Set einer TV-Serie arbeitet, mit seiner Freundin Natalie (Milana Vayntrub) den nächsten Schritt wagen. Doch als sie einen Seitensprung gesteht, macht Gus Schluss und zieht aus. Unterdessen kommt Mickey (Gillian Jacobs), Redakteurin bei einem kleinen Radiosender, nicht von ihrem Ex-Freund Eric (Kyle Kinane) los, auch weil der sie weiterhin mit Drogen versorgt, was einer Überwindung ihrer Suchtprobleme natürlich nciht gerade zuträglich ist. Schließlich gelingt es Mickey doch, Eric vor die Tür zu setzen und die gut gelaunte Australierin Bertie (Claudia O’Doherty) als Mitbewohnerin zu gewinnen. Als wieder einmal so alles richtig schief läuft trifft Mickey auf Gus, der ihr aus der Patsche hilft. Die beiden „einsamen Herzen“ mögen sich auf Anhieb, doch der Weg zu einer Romanze ist noch weit…

love_netflix_posterRegisseur/Drehbuchautor und Produzent Judd Apatow dürfte vor allem für Komödien wie Jungfrau (40), männlich, sucht… oder Beim ersten Mal bekannt sein. Mit den Co-Autoren Lesley Arfin (Brooklyn Nine-Nine) und Paul Rust (Arrested Development) entwickelte der 49jährige eine Serie, welche da ansetzt wo die halbgaren Romantik-Komödien mit ihren ausgelutschten Klischees aufhören. Mit der zehnteiligen ersten Staffel von Love gelingt das auch über weite Strecken. Obwohl sich die Handlung im Dunstkreis von Hollywood abspielt, so wird hier überwiegend auf übliche Hochglanzgesichter verzichtet. Verschiedener könnten die beiden Hauptfiguren nicht sein. Gus (gespielt von Co-Autor Rust, optisch irgendwo zwischen Dr. Dubenko aus Emergency Room und dem Zauberer Schmendrick aus Das letzte Einhorn), ein braver, etwas nerdiger Typ, der wie ein erwachsener Schulstreber wirkt und es allen Recht machen will. Die von Gillian Jacobs (Community) verkörperte Mickey dagegen ist temperamentvoll, spontan und auch aufgrund ihrer Suchtprobleme nicht selten unberechenbar. Als ausgleichenes Element und Bindeglied zwischen den Protagonisten fungiert Mickeys Mitbewohnerin Bertie, eine Australierin mit positiver Ausstrahlung und sonnigem Gemüt. Während man sich als Zuschauer gut in einige Situationen hinein versetzen kann und die Serie dadurch vergleichweise authentisch wirkt, so wird es im letzten Drittel leider etwas klischeehafter. Dennoch sind die ersten zehn Episoden, deren Länge übrigens zwischen 27 und 40 Minuten variiert, ein Schritt in die richtige Richtung.

Die komplette erste Staffel von Love ist seit 19. Februar 2016 über Netflix verfügbar. Für 2017 ist eine zweite Staffel mit 12 Episoden bestellt.

7-10Love
Comedy-/Drama-Serie USA 2016. 10 Folgen (Staffel 1). Gesamtlänge: ca. 330 Minuten. Mit: Gillian Jacobs, Paul Rust, Claudia O’Doherty u.v.a. Idee: Judd Apatow, Lesley Arfin und Paul Rust.

love_netflix_bertie

Bilder (c) Netflix.

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4 Responses to Love (Netflix) (Kurzkritik)

  1. […] Punkte Akte X – Staffel 10 Angie Tribeca – Staffel 1 & 2 Love (Netflix) – Staffel 1 Marcella – Staffel […]

  2. […] Love – Staffel 1 (Kurzkritik) The Muppets. – Folgen 1 & 2 Penny Dreadful – Staffel 3 Sense8: A Christmas […]

  3. […] letzten Wolverine-Kinofilm mit Hugh Jackman (Filmstart: 2. März), sowie die 2. Staffel der Dramedy Love auf Netflix (alle 12 Episoden ab 10. […]

  4. […] der ersten Staffel der Serie war ich letztes Jahr durchaus angetan, wenngleich inhaltlich so manches noch etwas unausgegoren […]

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