Knights Of Badassdom (Kurzkritik)

Eine Gruppe Live-Rollenspiel-Nerds beschwört versehentlich einen echten Dämonen. Nun heißt es Mut beweisen und dem Monster entgegentreten.

 

Weil Joe (Ryan Kwanten) weiterhin überwiegend auf Kosten seines reichen Bruders lebt und anstelle einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen von einer Karriere als Sänger einer Metal-Band träumt, beendet Joes Freundin Beth (Margarita Levieva) die gemeinsame Beziehung überraschend. Um ihren besten Freund vor einem Wochenende in Alkohol und Selbstmitleid zu bewahren, nehmen Eric (Steve Zahn) und Hung (Peter Dinklage) Joe mit auf ein Live-Rollenspiel-Event in der Gegend. Gerade als sich der Neu-Single mit dem absurden Gehabe der LARPer anfreunden kann und zudem die attraktive Kriegerin Gwen (Summer Glau) kennen lernt, wird aus dem Spiel blutiger Ernst. Denn Eric, der als Magier der Stufe 26 agiert, hat unabsichtlich ein echtes Dämonenwesen herauf beschworen, das ausgerechnet in Gestalt von Beth die Teilnehmer des Events allmählich dezimiert.

Knights Of Badassdom_DVDDas bereits 2010 gedrehte, aber erst 2013 veröffentlichte Lowbudget-Abenteuer Knights Of Badassdom bietet nicht nur diverse Elemente, die viele Nerdherzen höher schlagen lassen – wie LARP mit allem was dazugehört, Metal und spaßigen Eskapismus – sondern darüber hinaus in Person von Ryan Kwanten (True Blood), Summer Glau (Firefly, Terminator: The Sarah Connor Chronicles) und Peter Dinklage (Game Of Thrones) noch drei beliebte Genre-Stars auf. Dass die Effekte jetzt nicht unbedingt mit teuren Blockbustern mithalten können ist weniger problematisch, weil der Film keinesfalls amateurhaft gedreht wurde und die „billige“ Machart für das perfekte Rollenspiel-Feeling sorgt.

Zudem steht die Gratwanderung zwischen entlarvender Überzeichnung und liebevoller Darstellung der LARP-Schaum(stoff)schläger mit ihren überdrehten Spleens, verkörpert etwa durch den perfektionistischen Spielleiter Ronnie (Jimmi Simpson) oder den schweigsamen Hünen Gunther (Brett Gipson), der grundsätzlich nie aus seinem Charakter fällt, auf der Habenseite. Bei aller Spaßigkeit hätte man aber an allen Ecken und Enden einfach mehr aus dem ganzen Setting herausholen müssen. Viele Elemente wirken zu beliebig, etwa die Begegnung der Dämonin mit den meisten ihrer „Opferkomparsen“. Vielleicht hätte man einfach den übersinnlichen Bestandteil des Films zugunsten einer Betonung des Konflikts mit den fiesen „Paintball-Rednecks“ vermindern können. Regisseur Joe Lynch (Wrong Turn 2) distanzierte sich jedenfalls von der veröffentlichten Schnittfassung, die mit seiner Vision nichts mehr zu tun hätte. Zurück bleibt man als Zuschauer über weite Strecken ordentlich unterhalten, aber Knights Of Badassdom wirkt insgesamt zu unausgegoren, so dass nicht mehr als durchschnittliche B-Ware geboten wird.

Nach einer nur eintägigen Event-Kinovorführung im August 2014 ist Knights Of Badassdom am 13. Oktober 2014 auf BluRay und DVD erschienen.

5-10Knights Of Badassdom
Fantasykomödie/Horror USA 2013. FSK 16. 82 Minuten.
Mit: Ryan Kwanten, Steve Zahn, Peter Dinklage, Summer Glau, Jimmi Simpson, Margarita Levieva, Brett Gipson, Danny Pudi u.a. Regie: Joe Lynch. Drehbuch: Kevin Dreyfuss, Matt Wall, Kurtis Long.

Bild © Pandastorm.

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3 Responses to Knights Of Badassdom (Kurzkritik)

  1. bullion sagt:

    Ich fand den etwas besser, aber es wurde schon einiges an Potential verschenkt. Habe ich dennoch in guter Erinnerung… 🙂

  2. […] Knights Of Badassdom (Kurzkritik) Captain America: Civil […]

  3. […] von lediglich 2,4 Millionen Dollar ordentlich produziert, aber inhaltlich hat die Mischung aus Knights Of Badassdom, Galaxy Quest, Pixels und Independence Day kaum etwas zu bieten. Die vier Helden verkörpern […]

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