Sherlock: Die Braut des Grauens (Kurzkritik)

31. März 2016

Um die Wartezeit auf die erst für 2017 geplante 4. Staffel zu verkürzen, wurde 2015 ein Special zur erfolgreichen britischen Krimiserie Sherlock gedreht, welches wie die literarische Vorlage von Sir Arthur Conan Doyle im späten 19. Jahrhundert spielt. Dennoch ist Die Braut des Grauens bei weitem kein simples Intermezzo.

London, 1895. Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Benedict Cumberbatch) und Dr. Watson (Martin Freeman) untersuchen auf Bitte von Inspector Lestrade (Rupert Graves) den Fall der Emilia Ricoletti (Natasha O’Keeffe). An ihrem Hochzeitstag startete die junge Frau einen Sherlock_Braut des Grauens_DVDAmoklauf und erschoss sich selbst. Doch plötzlich taucht sie erneut auf, tötet ihren Ehemann und versetzt die englische Hauptstadt in Aufruhr. Doch ist die Braut wirklich von den Toten auferstanden?

Steven Moffat (Coupling, Doctor Who) und Mark Gatiss (hier als krankhaft fettsüchtiger Mycroft zu sehen), Erfinder und Chefautoren von Sherlock, gelingt es ihre Stärken auch außerhalb des gewohnten Settings der modernen Serien-Adaption von Arthur Conan Doyles legendärem Meisterdetektiv auszuspielen. Der Fall um eine untote Braut balanciert gekonnt zwischen unheimlicher Spannung, kuriosen Wendungen und der ironischen Brechung durch die präzisen Dialoge sowie den selbstparodistischen Ansätzen. Der Clou ist hier auch keineswegs der Fall um die titelgebende untote Braut, sondern der unerwartete Twist, der das Special eher in die Richtung des Traum-Thrillers Inception und damit die ganze Serie in ein anderes Licht rückt. Daher ist Die Braut des Grauens auch mehr als ein Pausenfüller, nämlich eine direkte Fortsetzung von Staffel 3.

Nach der UK-Premiere an Neujahr 2016 wurde Die Braut des Grauens am Ostermontag (28. März 2016) in der ARD gezeigt und ist einen Tag später auf BluRay und DVD erschienen.

8-10Sherlock: Die Braut des Grauens (Sherlock: The Abominable Bride)
TV-Krimi UK 2016. FSK 12. 89 Minuten. TV-Erstausstrahlung: 28.
März 2016.
Mit: Benedict Cumberbatch, Martin Freeman, Amanda Abbington, Mark Gatiss, Rupert Graves, Una Stubbs, Andrew Scott u.a. Idee & Drehbuch: Steven Moffat und Mark Gatiss. Regie: Douglas Mackinnon.

Bild (c) BBC/Polyband.


Media Monday #248

28. März 2016

media-monday-248

Nach dem eigenen Leiden im Kinosaal am Karfreitag habe ich die restlichen Osterfeiertage bei meiner Familie verbracht. Deshalb kommt der heutige, österliche Media Monday im Vergleich zu sonst ein wenig später. Außerdem wünsche ich allen Lesern noch frohe Ostern gehabt zu haben! 🙂

1. Zu Ostern wünsche ich mir nur eines, nämlich eine Rückkehr meiner Kreativität zum rechten Zeitpunkt.

2. Bevor der Flughafen BER eröffnet wird, wrd eher der sechste Band von Das Lied von Eis und Feuer aus der nicht ganz so schnellen Feder von George R.R. Martin erscheinen.

3. Früher haben wir zu Ostern immer unsere Osternester im kleinsten Stück Rasen (aka Garten meines Elternhauses) Deutschlands gesucht. Das hat nicht lange gedauert, es sei denn das Gras war lange nicht geschnitten 😉

4. Wenn ich abends ins Bett lege, dann möchte ich am liebsten schlafen. Gelegentlich scheitere ich an diesem anspruchsvollen Wunsch.

5. Samson – Befreier der Versklavten werde ich nie wieder ansehen, weil a) ich die DVD nach der ersten Sichtung „verschenkt“ habe und b) weil dieses Mackwerk selbst für einen schwachen Sandalenfilm unfassbar schlecht ist.

6. Lady Gaga hätte eigentlich längst mal eine größere Auszeichnung verdient, und zwar den „Hör-endlich-auf-so-zu-tun-als-ob-du-schauspielern-könntest-Preis.

7. Als gute Geschenkidee würde ich einen Gutschein für einen kleinen Laden vor Ort empfehlen, weil man damit lokale Geschäfte unterstützt und nicht nur große Ketten oder Online-Giganten.


Blogparade: Meine Top Obsessionen während der 1990er (und 1980er)

24. März 2016

Die vielleicht neueste Blogparade, die durch die unendlichen Weiten der multiversen Blogosphäre schwirrt, animiert den Blogger dazu, seine Obsessionen aus den 1980ern und 1990ern zu verraten. Natürlich habe ich den Selbstversuch gewagt und mehr zusammengebracht, als anfangs vermutet.

So ganz genau kann ich mich an meine 1980er-Obsessionen nicht mehr erinnern. Mit drei oder vier hatte ich meine erste Musikkassette mit Nena und Boy George auf je einer Seite. Boy George fand ich damals auch wegen seines „androgynen“ Auftretens und der bunt lackierten Zehnnägel toll. Im Sommer 1985 habe ich meine hochschwangere Mutter mit einer Weihnachtslieder-Kassette fast in den Wahnsinn getrieben! Aber weder sie noch meine kurz darauf geborene Schwester haben bleibende Schäden davon getragen. Außerdem kann ich mich noch daran erinnern, dass meine Eltern im Auto z.B. Chris de Burgh und Bruce Springsteen gehört haben. Hinsichtlich Hörspielkassetten habe ich damals schon die bekannten Klassiker konsumiert. Man könnte also nicht ganz zu Unrecht sagen, meine 1980er Obsession waren MCs.

Die 1990er waren da schon etwas breiter aufgestellt. Eine große Rolle spielte der Megakonzern namens Disney. Seit dem Kinobesuch Ende 1990 liebte ich den Zeichentrickfilm Arielle, die Meerjungfrau. Auch weil ich einige Monate später den Film auf VHS besaß, habe ich ihn bestimmt 15mal gesehen. Oder mehr. Die Affinität zu Mickey-Mouse-Merchandising und Co weitete sich natürlich auch auf viele weitere Bereiche aus. Lange Zeit investierte ich mein Taschengeld in Mickey-Maus-Hefte und natürlich diese Comicreihe namens Lustiges Taschenbuch, die ich jahrelang gesammelt habe, bis eines Tages in der achten Klasse meine komplette Sammlung für einen guten Zweck auf dem Flohmarkt verkauft wurde. Heute besitze ich (wieder) einen einzigen Band, nämlich Nr. 124 (Wettlauf ins Ungewisse aka Das Gläserne Schwert).

Musikalisch erlebte ich in den 90ern mein erstes Erwachen. Alles begann im Januar 1993 mit einem Film namens Bodyguard und dem dazugehörigen Soundtrack, der sechs Songs der amerikanischen Souldiva Whitney Houston inklusive ihrer starken Coverversion von „I Will Always Love You“. Und es war um mich geschehen. Keine Ahnung wie viele tausend Mal ich damals die CD (zu Beginn noch über die Stereoanlage meiner Eltern, bis ich irgendwann selbst eine mit CD-Player bekam) angehört habe. Nach der Videokassette des Films besorgte ich mir nach und nach Whitneys frühe Alben, die meine Leidenschaft noch verstärkten. Mit der Zeit ist diese Obsession abgeflaut, vor allem weil sie danach nicht mehr zu alter Stärke zurückfand und 2012 leider zu früh verstarb. Natürlich haben ihre Songs mittlerweile ihre Wirkung auf mich weitgehend verloren, aber zuletzt habe ich festgestellt, dass mich die Ballade „Didn’t We Almost Have It All“ (1987) immer noch ziemlich beeindruckt. Die zweite große musikalische Leidenschaft der 1990er kam aus Schweden und hieß Ace Of Base. Man könnte das Elektropop-Quartett jetzt ganz einfach dem vor allem Mitte der 90er sehr gängigen Dancefloor (heute sagt man Eurodance) zuordnen, doch ich finde, dann würde man ihnen Unrecht tun. Mit dem Ende des Jahrzehnts verschwand auch mein Interesse an der Band. Dennoch ist für mich die Single „The Sign“ (1994) ein wichtiger Eckpfeiler meiner Jugend.

 

Die größte Obsession im letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts habe ich aber bisher noch gar nicht angesprochen: LEGO! Bis zur Vollendung meines 16. Lebensjahres im Januar 1997 beschäftigte ich mich täglich mit den tollen Steinen aus Dänemark und das in einer Zeit ohne Lego Star Wars oder andere Lizenz-Joint-Ventures mit bekannten Franchises. Die Sets aus dem Themenbereich Weltraum inspirierten damals meine Fantasie zu unzähligen Weltraumabenteuern. Spannende Weltraumabenteuer & Co genoss ich aber bereits ab Ende der 1980er die tollen Trickserien auf Tele 5 (mit dem heutigen Sender kaum vergleichbar) wie Adventures Of The Galaxy Rangers, Saber Rider And The Star Sheriffs und nicht zu vergessen He-Man & Masters Of The Universe. Bis ich irgendwann Zeichentrickserien-Verbot hatte. War wohl zu meinem Besten. Mit Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI wurde meine die Serienleidenschaft erwachsener. Dazu gibt es HIER mehr zu lesen. Aber bereits davor staunte ich über die ersten Staffeln von Star Trek: The Next Generation (lief in Deutschland damals als Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert) und später dann auch Star Trek: Deep Space Nine. Ab Mitte der 1990er gab es dann noch eine Science-Fiction-Serie, die leider nicht die allgemeine Anerkennung erhielt, die sie verdient hat und (für die damalige Zeit ungewöhnlich) aus fortlaufenden Handlungsbögen bestand, die zum Teil von der ersten bis zur fünften und letzten Staffel gehen: Babylon 5. Erst ab 2004 (durch die DVD-Boxen) konnte ich die Serie erstmals komplett sehen.

Natürlich habe ich als Kind bekannte Kinder-Krimi-Bücher wie TKKG und Geheimnis um… verschlungen und generell sehr viel und aus heutiger Sicht sehr schnell gelesen. Davon geblieben ist meine Leidenschaft für die Griechische Mythologie, die 1993 begann, als ich (auf eigenen Wunsch) das Standardwerk aus dem 19. Jahrhundert, Die schönsten Sagen des Klassischen Altertums von Gustav Schwab, geschenkt bekam. Mittlerweile besitze ich zum Thema Klassische Mythologie & Co eine kleine Bibliothek mit Büchern verschiedenster Art (Nacherzählungen, Romane, wissenschaftliche Bücher, Comics usw.).

Auch wenn es keine Top 10 geworden sind, so haben sich in der Rückblende schon einige Obsessionen wieder gefunden. Wenn ich jetzt noch weiter nachdenke, kommt vielleicht noch mehr. Aber jetzt ist erstmal Schluss, bevor ich im Nostalgie-Autopiloten zu verharren drohe. Meine Kinoleidenschaft manifestierte sich übrigens erst in den frühen 2000ern.

Wer alt genug ist und sich entsprechend gut erinnern kann, darf gerne bei dieser eigenwilligen Reise in die Vergangenheit mitmachen (und idealerweise seinen Beitrag in den Kommentaren verlinken). 🙂


Media Monday #247

21. März 2016

MM 247

Frühlinganfang? Von wegen! Am Freitag verwöhnte uns die Sonne mit ihrer Anwesenheit. Aber gestern, am eigentlichen Tag des Frühlingsanfanges: grauer Hmmel. Hoffentlich wird die neue Woche nicht zu grau. Und hoffentlich schneit es an Ostern, damit wir alle endlich mal Ostereier im Schnee suchen dürfen! Aber vor den Osterfeiertag gibt es noch einen neuen Media Monday.

1. Ob fiktiver oder realer Ort, einmal das Auenland oder Bruchtal in Mittelerde zu besuchen, wäre sicherlich ein spannendes Erlebnis.

2. Fernab des Media Monday gefallen mir die Blog-Aktionen von der Singenden Lehrerin und anderen.

3. ____ hätte ich ja länger schon den großen Durchbruch gewünscht, schließlich. Das kommt darauf an, was mit „Durchbruch“ gemeint ist. Im Sinne von großen Starrummel ist das aus meiner Sicht nicht wirklich wünschenswert. Eher bevorzuge ich „Durchbruch“ nach dem Motto „Filmschaffender/Autor/Musiker usw. kann gut von seiner Arbeit leben“.

4. Erstaunlich, wie wenig sich das Kino erzählerisch/inhaltlich seit Jahrzehnten verändert hat, denn immerhin hat sich technisch/technologisch so viel getan.

5. Dem Franchise namens „Marvel Cinematic Universe“ (siehe hier) kann ich ja mittlerweile weniger abgewinnen, denn die Film werden aus meiner Sicht weitgehend immer schwächer, daher ist meine Erwartungshaltung an den Ende April kommenden Captain America: Civil War gering. Auch die Serien Marvel’s Agents Of S.H.I.E.L.D. sowie Marvel’s Agent Carter konnten mich nicht begeistern. Daher bin ich jetzt nicht unbedingt sehr erpicht darauf, die beiden Sendungen weiter zu schauen oder mir die Netflix-Serien zu Gemüte zu führen.

6. Lange hat mich kein Film mehr so von den Socken gehauen wie der Real-/Animationsfilm-Mix The Congress, der vor allem in der zweiten Hälfte nicht nur einen überbordenden Bilderrausch liefert, sondern auch die Mechanismen der Unterhaltungsindustrie ins Absurde weiterspinnt.

7. Zuletzt habe ich mir erneut die Folge Mulder und Scully gegen das Wer-Monster aus der zehnten Staffel von Akte X angesehen und das war eine urkomische Episode, weil Drehbuchautor Darin Morgan (u.a. auch verantwortlich für die Folge Der Zirkus aus der zweiten Staffel) wieder so richtig seine skurillen und selbstironischen Einfälle auslebt.


Media Monday #246

14. März 2016

media-monday-246

Eigentlich habe ich das vergangene Wochenende gefühlt die ganze Zeit prokrastinatorisch auf dem Sofa verbracht. Aber irgendwie bin ich dann doch dazu gekommen, eine umfangreiche Serienbesprechung (siehe HIER) fertig zu schreiben. Die neue Woche beginnt mit Arbeit und dem Media Monday

1. Meine größte Passionen sind ja zurzeit musikalisch Julia Holter und Dead Can Dance (letztere eigentlich immer) sowie im Serienbereich Game Of Thrones und Penny Dreadful. Außerdem rothaarige Frauen anschmachten… 🙂

2. Gerade Penny Dreadful finde ich ja ungemein faszinierend, weil die Serie in allen Belangen so intensiv und stimmig ist. Außerdem wird es Zeit, dass ich endlich mein Review zu Staffel 2 fertig bekomme.

3. Die erste Staffel von Marvel’s Agent Carter hat mich dahingehend enttäuscht, dass sie einfach nur in fast jeder Hinsicht oberflächlich war. Daher werde ich die Serie nicht weiterschauen.

4. Ein erstes Highlight im noch jungen Jahr war für mich der ungewöhnliche Animationsfilm Anomalisa.

5. Die amerikanische Komponistin/Sängerin Julia Holter (siehe Frage 1) hat bis jetzt eine vielversprechende Karriere hingelegt, schließlich sind alle ihrer vier bisher (seit 2011) veröffentlichten Alben herausragend.

6. Wenn Zeit/Geld kein Problem wäre(n), wäre es ja mein Traum, in einem großen Haus zu leben und die Zeit mit Filmen, Serien und Tonträgern sowie deren Besprechung zuzubringen. Und das ganze natürlich mit Freunden.

7. Zuletzt habe ich siehe Eingangstext und das war ____ , weil ____ .


Heroes Reborn – Folgen 8 bis 13 (Kurzkritik)

9. März 2016

Nach der Weihnachtspause kehrte die „Miniserie“ Heroes Reborn mit den übrigen sechs Episoden ab Januar 2016 ins Programm des Bezahlsender Syfy zurück und bringt ihre Geschichte zu einem eher offenen Ende.

Zuvor bei Heroes Reborn:

Vier Jahre nachdem Claire Bennett ihre Kräfte und damit die Existenz der Menschen mit besonderen Fähigkeiten der Öffentlichkeit enthüllt hatte, sollte ein großer Gipfel in Odessa die normalen Menschen und die Evos (also Evolvierte) zusammenführen. Doch ein verheerender Bombenanschlag, der viele Tote und Verletzte fordert, lässt die Situation eskalieren. Ein Jahr später wird Jagd auf die Evos gemacht. Noah Bennett (Jack Coleman), der früher selbst Menschen mit Fähigkeiten verfolgte, will herauszufinden, wie es zum Anschlag von Odessa kommen konnte und welche Mächte dahinter stecken. Währenddessen versuchen einige junge Evos mit ihren kürzlich entdeckten Fähigkeiten zurecht zu kommen, ohne diese jedoch preiszugeben und sich so in Gefahr zu bringen.

Heroes Reborn_PosterSoweit, der Heroentragödie erster Teil. In den verbleibenden sechs Dreizehnteln der „Event-Miniserie“ ist Noah Bennet mithilfe des Zeitspringer Hiro Nakamura (Masi Oka in einem 3-Episoden-Gastauftritt) zum Tag des verheerenden Terroranschlags auf dem großen Evo-Gipfel in Odessa in der Zeit zurück gereist, um die Hintergründe heraus zu finden. Außerdem sucht er nach dem Verbleib seiner Adoptivtochter Claire. Und warum? Weil er irgendwie alles vergessen hat.

Auch wenn das ganze Storygeflecht mitunter etwas albern wirkt, so muss man Heroes-Schöpfer und Showrunner Tim Kring zugestehen, dass die Rückverfolgung der diversen Handlungsfäden in der Vergangenheit beinahe virtuos konstruiert ist (wie bei der Originalserie zu ihren besseren Zeiten), obgleich man es sich bezüglich Logik und Plausibilität zu einfach macht. Auch wenn es im zweiten Block hier und da etwas spannender wird, so bleibt Heroes Reborn doch ein konstruiertes Sammelsurium abgedroschener Science-Fiction- und Fantasy-Tropen, zumeist recht unmotivierter Charakterentwicklungen und allzu vielen günstigen Zufällen. Von der inflationären Häufigkeit von Sonnenfinsternissen und ähnlichen Phänomenen innerhalb des kompletten „Heroes“-Universums ganz zu schweigen. Jedenfalls hat NBC keine weitere Staffel bestellt, wobei die Autoren sich eine dramaturgische Hintertür bezüglich Luke Tommy und Leia Malina offen ließen. Serienschöpfer Tim Kring wird wahrscheinlich nur durch eine Zeitreise ins Jahr 7957 eine Fortführung des Franchises erreichen können. Vorausgesetzt es gibt dann noch Fernsehen oder Menschen.

Die komplette Eventserie Heroes Reborn erscheint am 12. Mai 2016 auf BluRay und DVD.

6-10Heroes Reborn – Folgen 8 bis 13
Mystery/Science-Fiction-Serie USA 2015/16. FSK 16. 6 x 42 Minuten. TV-Erstausstrahlung: 12. Januar 2016. Mit: Jack Coleman, Zachary Levi, Robbie A. Kay, Kiki Sukezane, Ryan Guzman, Rya Kihlstedt, Gatlin Green, Judith Shekoni, Danika Yarosh, Henry Zebrowski u.a. Idee: Tim Kring.

Bild (c) Universal/Syfy.


Miss Fishers mysteriöse Mordfälle (Kurzkritik)

7. März 2016

Genau wie das Vereinigte Königreich hat auch dessen ehemalige Kolonie Australien seine fiktionale Meisterdetektivin: Romanfigur Phryne Fisher. Am 15. März feiert die erste Staffel der Serienadaption von Miss Fishers Fällen ihre Premiere im deutschen Fernsehen.

Hätten Agatha Christies Meisterdetektive Miss Marple und Hercule Poirot ein gemeinsames Kind in die Welt gesetzt und es aus Gründen, die wir hier nicht näher ausführen werden, zur Adoption nach Australien gegeben, dann hieße dieser Nachwuchs sicher Miss Phryne Fisher und wäre selbst eine patente Detektivin.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle_S 1 DVDEnde der 1920er Jahre kehrt die selbstbewusste Miss Phryne Fisher (Essie Davis) von einem langen Aufenthalt in Europa nach Australien zurück und bezieht ein geräumiges Haus in Melbourne. Sehr zum anfänglichen Unmut von Police-Inspector John „Jack“ Robinson (Nathan Page) und seinem Assistenten, Constable Collins (Hugo Johnstone-Burt), ermittelt sie immer wieder in kniffligen Mordfällen. Mit Hilfe ihrer bunt gemischten Entourage um das junge, katholische Hausmädchen Dot (Ashley Cummings), Butler (!) Mr. Butler (Richard Bligh) sowie zwei Freunden aus der Arbeiterklasse, Bert (Travis McMahon) und Cec (Anthony Sharpe), stürzt sich Phryne in so manche waghalsige Abenteuer und gefährliche Liebschaften.

Auf Basis der seit 1989 veröffentlichen Romanreihe der australischen Juristin und Schriftstellerin Kerry Greenwood (geboren 1954) produzierte Australiens öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ABC eine aufwändige TV-Serie mit Essie Davis (Australia, Der Babadook) in der Rolle der Glamour-Schnüfflerin Miss Fisher, die bei allem Charme doch eine Mary Sue, wie man sie sich vor knapp 100 Jahren erträumte, verkörpert. Phryne, die durch ihre Familie über ein ordentliches Vermögen verfügt, ist reich und sexy, aber auch multipolyglott und verfügt nicht nur über die Fähigkeit, Auto zu fahren, sondern hat Erfahrungen als Pilotin und in zig weiteren Disziplinen. In den stylischsten Klamotten der Roaring Twenties und bewaffnet mit ihrem vergoldeten Revolver stolziert der selbsternannte „Lady Detective“ durch für das „Whodunit“-Genre vergleichsweise gut geschriebene Stories mit einer Episodenlänge von etwa 55 Minuten. Aufgrund des üppigen Budgets von 1 Million australischer Dollar (ca. 650 000 €) pro Folge ist Miss Fishers mysteriöse Mordfälle dem britischen Vorläufer Poirot (1989-2013) im Bereich Ausstattung und Kostüme überlegen. Streckenweise ist die erste Staffel so unterhaltsam, dass man sich eine „Sleuth Convention“ mit Miss Marple und Monsieur Poirot wünscht.

Die erste Staffel der Serie ist seit 24. April 2015 auf DVD erhältlich und auch über Netflix verfügbar. Eins Festival zeigt die 13 Folgen ab dem 15. März 2016 als Free-TV-Premiere immer dienstags. Am 27. Mai 2016 erscheint die zweite Season (ebenfalls 13 Episoden) fürs Heimkino. 2015 sendete ABC eine dritte Staffel mit lediglich acht Folgen.

7-10Miss Fishers mysteriöse Mordfälle (Miss Fisher’s Murder Mysteries)
Krimiserie Australien 2012. FSK 12. 13 Folgen (Staffel 1). Gesamtlänge: ca. 728 Minuten.
Mit: Essie Davis, Ashley Cummings, Nathan Page, Hugo Johnstone-Burt, Richard Bligh, Travis McMahon, Anthony Sharpe u.v.a. Nach The Phryne Fisher Mysteries von Kerry Greenwood. Adaption: Deb Cox und Fiona Eagger.

 

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle_Quartett

 

Bilder (c) ABC/Polyband.


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