Dredd (Kurzkritik)

28. Juli 2015

Für das britische Comic-Anthologie-Magazin „2000 AD“ wurde die Figur des gnadenlosen Zukunftspolizisten Judge Dredd erfunden. Nach einer US-Verfilmung mit Stallone gab es 2012 auch eine britische Kinoversion mit Karl Urban in der Hauptrolle.

Dredd_DVDIn der Zukunft ist die Erde überwiegend ein radioaktiv verseuchtes Ödland. Die verbleibenden Großstädte dienen als letztes Refugium der Menschheit. In der hemmungslos überfüllten Mega City 1 herrscht das Chaos. Lediglich sechs Prozent der täglich verübten 70 000 Straftaten werden geahndet. Für wenigstens einen letzten Rest von Recht und Ordnung sorgen die Judges, gleichzeitig Polizei, Justiz und Vollstreckung in einem. Der beste dieser Ordnungshüter ist der kompromisslose und unbestechliche Judge Dredd (Karl Urban). Auf Anweisung seiner Vorgesetzten nimmt er die junge Rekrutin Cassandra Anderson (Olivia Thirlby) mit auf die mörderische Streife. Die Suche nach Hinweisen über die Droge Slo-Mo, welche den Konsumenten die Zeit nur mit 1 Prozent der normalen Geschwindigkeit erleben lässt, führt Dredd und Anderson in den riesigen Wolkenkratzer Peach Tree, in welchem die ruchlose Clanchefin Ma-Ma (Lena Headey) ihr schauriges Regiment führt. Es gelingt Dredd und Anderson einen von Ma-Mas Handlangern festzunehmen, doch wird der Gebäudekomplex abgeriegelt worauf die beiden Judges sich allein einer Übermacht von Gegnern stellen müssen…

Regisseur Pete Travis (Acht Blickwinkel) und Autor Alex Garland (The Beach) verzichten bei ihrer Adaption des Kultcomics auf eine allzu ausgefeilte Story oder Figurenzeichungen zugunsten eines düster-dreckigen Endzeit-Settings und einer stilsicheren Inszenierung. Wenn der Zuschauer die Auswirkung der Droge Slo-Mo unmittelbar erlebt oder der gigantische Hochhausslum aus allen Winklen beleuchtet wird, dann überzeugt Dredd zumindest auf inszenatorischer und visueller Ebene. Während wir von Hauptdarsteller Karl Urbans Gesicht nur die untere Hälfte zu sehen bekommen, so darf Lena Headey als finstere Ma-Ma so richtig vom Leder ziehen. Dagegen wirkt Cersei Lannister aus Game Of Thrones wie ein Schulmädchen.

Fazit: Inhaltlich zwar recht flache, aber stylisch inszenierte und kompromisslose Comic-Verfilmung. 6 von 10 Punkten.

6-10Dredd
Comicverfilmung UK 2012. FSK 18. 92 Minuten. Mit: Karl Urban, Olivia Thirlby, Lena Headey, Wood Harris u.a. Regie: Pete Travis. Drehbuch: Alex Garland. Nach Comics von John Wagner und Carlos Ezquerra.

Bild (c) Universum Film.


Media Monday #213

27. Juli 2015

media-monday-213Eine neue Woche und endlich der wohlverdiente Urlaub. Pünktlich dazu ist es auch gnädigerweise nicht mehr so heiß. Was für eine Wohltat. Zur Tat schreite ich sogleich beim neuen Media Monday

1. Lisa Gerrard, die weibliche Hälfte meiner Lieblingsband Dead Can Dance und somit meine Lieblingskomponistin/-musikerin und -sängerin einmal im wahren Leben zu treffen, wäre die Erfüllung eines ultimativen Lebenstraum. Ich könnte ihr endlich persönlich sagen wie mich ihre Musik und vor allem ihr Gesang inspiriert und mein Leben bereichert. Außerdem könnte ich ihr einige Fragen zu ihrer Musik stellen.

2. Zeitreisefilme sollten nicht so verschwurbelt sein, dass man als Zuschauer nicht mehr mitkommt.

3. Die britische Comic-Verfilmung Dredd ist zwar untypisch, dadurch aber nicht gleich schlecht, denn immerhin gelingt es ihr ein stimmungsvolles Endzeitsetting inszenatorisch reizvoll aufzubereiten.

4. Durch den eher mittelmäßigen Film Gladiator erst bin ich auf die Musik von Lisa Gerrard und Dead Can Dance (siehe Frage 1) gestoßen, die mein musikalisches Universum nachhaltig beeinflusst hat.

5. ____ ist zwar seicht, aber –Für seichte Filme bin ich nicht so zuständig.

6. Filme, die sich mit Literatur/Literaten beschäftigen sollten den Geist der literarischen Vorlage bzw die Biographie des Autors nicht verfremden.

7. Zuletzt habe ich den neuen Marvel-Film Ant-Man gesehen und das war ein überraschender, erfrischender Streifen, weil statt überbordende Dauer-Action eine straffe Story, viel Humor und nur eine große Kampfszene geboten wurde. Der beste Film aus dem „Marvel Cinematic Universe“ seit Iron Man 3.


Blogparade: Die zehn besten starken Frauenfiguren in Film und TV

21. Juli 2015

Die Oberschulmeisterin der Blogparaden hat wieder gerufen und ich folge der neuesten Blogparade. Wer sind die stärksten Frauenfiguren in Kino und Fernsehen? Keine einfache Frage…

Zu Beginn gleich eine Klarstellung: ich bin für mehr Frauen in Filmen. Vor allem in Hollywoodfilmen ist die Frauenquote erschreckend niedrig und dann kommt erschwerend hinzu, dass die Damen in solchen Streifen dann nur zwischen Eye Candy/0815-Love-Interest (fast alle Filme), Kampfmieze (z.B. Scarlet Witch aus dem Sexismus-und-Action-Feuerwerk Avengers 2) oder Stichwortgeberin (Agent Maria Hill, ebenfalls aus Age Of Ultron) die „Wahl“ haben. Bei Fernsehserien ist es aufgrund der größeren zeitlichen Möglichkeiten für die Entwicklung einer Figur etwas besser. So sind z.B. 10 von 27 Hauptcharakteren der fünften Staffel von Game Of Thrones weiblich (in Season vier ebenfalls).

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ich mal ein Drehbuch oder ein Theaterstück schreibe, dann werden die Figuren überwiegen weiblich sein. Denn es gibt statistisch gesehen mehr männliche Rollen als weibliche. Dagegen gibt es aber mehr Schauspielerinnen als Schauspieler.

Trotz der ganzen Problematik gibt es immer wieder starke Frauenrollen in Filmen und Serien. Die Auswahl ist daher nicht wirklich einfach.

 

Meine Top Ten

(die Sortierung erfolgte alphabetisch nach Titel von Film oder Serie)

Dana Scully (Gillian Anderson), Akte X
Aschenbrödel (Libuše Šafránková)
, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Arya Stark (Maisie Williams),
Game Of Thrones
Das Mädchen (Sheila Vand), A Girl Walks Home Alone At Night
Peggy Olson (Elisabeth Moss), Mad Men
Emma Peel (Diana Rigg), Mit Schirm, Charme und Melone
Vanessa Ives (Eva Green), Penny Dreadful
Pippi Langstrumpf (Inger Nilsson), Pippi Langstrumpf-Filme
Lisa Simpson (Yeardley Smith/Sabine Bohlmann), Die Simpsons
Sarah Connor (Linda Hamilton/Lena Headey), Terminator 1 & 2 bzw. The Sarah Connor Chronicles

Dana ScullyAschenbroedelArya StarkA Girl Walks Home AlonePeggy Olson

Emma PeelVanessa IvesPippi LangstrumpfLisa SimpsonsSarah Connor_LindaSarah Connor_Lena

Warum gerade diese Mädels? Wer die Rollen kennt, kann es sich vermutlich vorstellen. Wer dies nicht kann, kann mich ja auch fragen (z.B. in den Kommentaren). Die obige Liste ist freilich nur eine Folge von schweren Entscheidungen zuungunsten weiterer unzähliger Damen aus der Film- und Fernsehwelt. Gut möglich, dass sich morgen, in einer Woche oder einem Monat, die Favoritinnen ändern würden.

 

Schweren Herzens musste ich streichen:

Wednesday Addams (Christina Ricci), Die Addams Family in verrückter Tradition
Susan Ivanova (Claudia Christian), Babylon 5
Catelyn Stark (Michelle Fairley), Game Of Thrones
Oleanna Tyrell (Diana Rigg), Game Of Thrones
Jane Tennison (Helen Mirren), Heißer Verdacht
Isabel „Bel“ Rowley (Romola Garai), The Hour
Joan Harris (Christina Hendricks), Mad Men
Eve (Tilda Swinton), Only Lovers Left Alive
Sarah Manning/Alison Hendricks (Tatiana Maslany), Orphan Black
Atia von den Iuliern (Polly Walker), Rom
Kira Nerys (Nana Visitor), Star Trek: Deep Space Nine
Königin Katharina (Maria Doyle Kennedy), Die Tudors

 

 

Link zu weiteren Blogparaden

 

 

Bilder © Verleihfirmen/TV-Anstalten


Media Monday #212

20. Juli 2015

media-monday-212

Obwohl es am Wochenende nicht ganz so heiß war und der Sonntagabend mit Regenguss und Wind versüßt/gekühlt wurde, hatte ich dann doch vor allem am Samstag bedenkliche Tendenzen in Richtung Narkolepsie. Aber die eine Woche bis zum wohlverdienten Urlaub werde ich auch noch durchhalten. Jetzt mal schnell den neuen Media Monday durchmachen…

1. Den Kreisel in Inception hätte man kaum besser drehen können, schließlich bleibt er ewig nicht stehen.

2. Die Vorzüge von reinen Procedurals mit Fall der Woche gegenüber den Serials mit fortlaufender Handlung ist lediglich dass man bei fast jeder Folge/Staffel einsteigen kann und trotzdem mitkommt, weil ja meist immer nur der aktuelle Fall relevant ist. Ich finde allerdings dass diese Seriengattung heutzutage veraltet ist. Die Hochzeit der Procedurals ging bis zu den frühen 2000ern. Die 2010er und die folgenden Jahrzehnte gehören IMO den Serien mit fortlaufender Handlung die maximal 13 Folgen pro Staffel besitzen.

3. Die Netflix-Serie Sense8 von den Wachowskis und JMS ist regelrecht episch, denn sie verfolgt die Erlebnisse von acht verschiedenen Charakteren in acht verschiedenen Städten um den Erdball. Etwas weniger schwerfällig hätte sie allerdings am Anfang sein können. Vier Folgen fehlen mir noch zur Komplettierung der ersten Staffel.

4. Parodien von Altmeister Mel Brooks könnte ich mir ja immer wieder ansehen, doch komme ich meist zu selten dazu, weil ich ja noch so viele Filme nicht gesehen habe und diese freilich noch sehen will.

5. Allein [durch] die Dialoge ist die leider viel zu früh eingestellte Serie Pushing Daisies (eine Mischung aus Whodunit-Krimi, Märchen, Mystery und Musical-Comedy) ein noch größerer Genuss als die vielen Kuchen welche der Protagonist Ned zubereitet.

6. Damit Filmmusik mir so richtig gut gefällt, muss es sich vom Hans-Zimmer-Dienst-nach-Vorschrift-Dudel-Bombast absetzen und entweder über einen variantenreichen Score (z.B. Howard Shore bei Herr der Ringe) oder einen eigenwilligen Soundtrack wie bei Only Lovers Left Alive oder A Girl Walks Home Alone At Night verfügen.

7. Zuletzt habe ich die dritte Folge von Akte X („Das Nest“) gesehen und das war eine insgesamt gelungene Episode, weil sie zwar recht kurz und einfach strukturiert aufgemacht aber vor allem sehr stimmungsvoll inszeniert wurde.


Media Monday #211

13. Juli 2015

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Zur Abwechslung ist es die Tage mal nicht so heiß. Aber ein besonderer Anstieg bei Dynamik und Kreativität ist bei mir bisher nicht eingetreten. Jetzt habe ich noch eineinhalb Wochen Zeit mnir zu überlegen, ob ich mir Marvel’s Ant-Man wirklich antun will.

1. Wäre Ned der Kuchenbäcker aus Pushing Daisies nicht bloß eine FSerienfigur, würde er fast ein Idol für mich sein, schließlich erträgt er sein schweres Schicksal (er kann die Liebes seines Lebens nie mehr berühren) mit Gleichmut und kann nicht nur Kuchen backen, sondern auch Kriminalfälle lösen.

2. De Entscheidung den Film Boyhood über einen Zeitraum von 12 Jahren zu drehen war eine regelrechte kreative Meisterleistung, schließlich kann man den Protagonisten und den Hauptdarsteller beim Heranwachsen zuschauen.

3. Serien-Adaptionen zu erfolgreichen Filmen (bspw. Fargo, From Dusk Till Dawn, Scream etc.) habe ich bisher kaum gesehen.

4. FIFA 09 spiele ich seit Jahren immer wieder gerne, weil ich es nicht einsehe mir jedes Jahr die neue Ausgabe zu kaufen.

5. Filme in schwarzweiß können optisch einiges her machen, wie z.B. der iranische Vampirwestern A Girl Walks Home Alone At Night.

6. Die Donjon-Bände mit dem Nachthemd als Held zu lesen hat mir riesige Freude bereitet, denn verschiedene Genres werden hier wunderbar parodiert.

7. Zuletzt habe ich im Rahmen der Tele5-Reihe „SchleFaZ“ die Musical-Gurke Xanadu und das war sicherlich eines der schlechtesten Filmmusicals, weil alles unmotiviert ist, kaum etwas passiert und daneben sogar der unsägliche Film Nine gut aussieht.


Media Monday #210

6. Juli 2015

media-monday-210

Ja, ich gebe zu den letzten Media Monday habe ich wieder geschwänzt. Das fällt wohl unter „Hitzefrei“. Außerdem war ich sehr beschäfigt, mir im Kino drei Filme innerhalb von sechs Tagen anzusehen. Der erste war übrigens Lost River. Aber nun zurück in die MM-Spur.

1. Der gewiefteste Verbrecher ist sicherlich jener, welcher trotz eindeutiger Vergehen weiterhin in der Poltik und/oder Wirtschaft tätig sein darf. Ich will jetzt keine Namen nennen.

2. Penny Dreadful konnte mich als Serie vom ersten Moment an begeistern, weil die Charaktere innerlich so zerissen sind, die Story überzeugt und die Inszenierung gekonnt zwischen furios und eindringlich pendelt. Freitag kann ich mir endlich das Finale der 2. Staffel ansehen. Jetzt darf ich mich nur nicht vorher verspoilern.

3. Das Terminator-Franchise besteht für mich aus den ersten beiden Teilen und der Serie mit Lena Headey. Mal sehen ob der neue Film Genisys besser als die Teile 3 und 4 ist. Aber schlimmer als McGs Totalverblödung kann es auch nicht werden. Am Mittwoch Abend werde ich dann schlauer sein. Bezeichnend übrigens, dass für James Cameron persönlich der neue Film der dritte Teil ist.

4. Die Hitze lädt geradezu dazu ein, halbnackt auf dem Sofa rumzuliegen während irgendwas im Fernsehen läuft.

5. Mein Buchtipp für die heißen Tage: Fräulein Smillas Gespür für Schnee.

6. ____ war wohl eine der größten Überraschungen in ____ , schließlich Bin schon länger nicht mehr überrascht worden.

7. Zuletzt habe ich im Büro gearbeitet und das war nicht so einfach, weil es nicht gerade kühl war und ich außerdem noch meinen Kollegen vertreten muss, der im Urlaub ist.


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