Media Monday #183

29. Dezember 2014

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2014 ist fast Geschichte und bevor ich voraussichtlich Anfang 2015 meine Tops und Flops des Jahres bekannt gebe, schonmal ein Vorgeschmack im 52. und letzten Media Monday 2014.

1. Der beste Film in 2014 war für mich Boyhood.

2. Mein liebstes Buch in 2014 war für mich —. Ich habe 2014 nicht so viele neue Bücher gelesen als dass ich da einen Favoriten benennen könnte.

3. Größte Serienneuentdeckung in 2014 war zweifelsohne Penny Dreadful.

4. Die größte Enttäuschung hingegen war für mich ganz klar die letzte Staffel und das Ende von How I Met Your Mother.

5. Im nächsten Jahr freue ich mich ganz besonders auf die neuen Staffeln von Game Of Thrones und Penny Dreadful.

6. Spannend wird 2015 vor allem, weil es im Bereich Filme und Serien weiterhin ungemein interessant bleibt.

7. Und ganz im Vertrauen, meine Vorsätze fürs kommende Jahr sind: Ich mache mir keine Vorsätze.


Dracula (TV-Serie) (Kurzkritik)

28. Dezember 2014

Mit dem Kinofilm Dracula Untold wurden im Herbst 2014 die Anfänge des legendären Vampirfürsten erforscht. Eine gänzlich andere Geschichte erzählt dagegen Dracula, eine britisch-amerikanische Serie, die kürzlich auch im deutschen Fernsehen lief.

 

Dracula_NBC_DarstellerVon links: Van Helsing, Harker, Lucy, Renfield, Lady Jayne, Mina und Grayson

Blutsauger unter Blutsaugern

Um 1890. Wie aus dem Nichts taucht der amerikanische Geschäftsmann Alexander Grayson (Jonathan Rhys Meyers) in der Londoner High Society auf und kündigt kein weniger gewaltiges Unterfangen an als die Menschen mit drahtlosem Strom durch Geomagnetismus zu versorgen. Doch Grayson ist in Wahrheit der wieder erweckte Vampirfürst Dracula. Gemeinsam mit dem Mediziner Professor Van Helsing (Thomas Kretschmann) will Grayson/Dracula Rache am sogenannten Drachenorden nehmen, welcher weite Teile der Energie-Wirtschaft kontrolliert. Einst ermordeten Mitglieder des Geheimbunds nicht nur Draculas Ehefrau Ilona (Jessica De Gouw), sondern machten ihn auch zu einem Geschöpf der Nacht. Allerdings bringt eine Sache Graysons großen Masterplan in Gefahr: er verliebt sich in die junge Medizinstudentin Mina Murray (Jessica De Gouw), die seiner verstorbene Gattin bis aufs Haar gleicht…

Die Titelfigur aus Bram Stokers wegweisendem Roman Dracula gehört zu den Leinwandcharakteren mit den meisten Filmauftritten. Eine neue britisch-amerikanische Produktion brachte den Vampirfürsten auch auf die heimischen Fernsehbildschirme. Das Szenario des Drehbuchautors Cole Haddon bietet bekannte Zutaten des Stoffes wie das viktorianische England als Schauplatz und das üblichen Personal (Van Helsing, Mina, Harker, Renfield) auf, punktet aber mit einem neuen Ansatz. Es geht nicht nur um den Kampf gegen Vampire oder deren finstere Machenschaften, sondern auch um das Kräftemessen großer Unternehmen im Mutterland der Industrialisierung, welche aber von alten Mächten (untoter rumänischer Fürst gegen christlichen Geheimbund) geführt werden.

Leider wirkt die Serie vor allem am Anfang recht plump und oberflächlich vor allem in Person der Vampirjägerin Lady Jayne Weatherby, die so ziemlich jedes Klischees einer überzeichneten, Männer mordenden Furie erfüllt. Immerhin gibt es mit Mina Murray eine recht emanzipierte Frauenrolle, mit dem Ehrgeiz gleichzeitig als künftige Medizinerin und Ehefrau ihren Mann zu stehen. Mit Fortschreiten der Handlung gewinnt Dracula an Spannung und hält diese bis zum Schluss hoch. Jonathan Rhys Meyers spielt den Titelcharakter mit ähnlicher katzenhaften Präsenz wie er auch Englands König Heinrich VIII. in der Historienserie Die Tudors (2007-2010) verkörperte. Der amerikanische TV-Sender NBC bestellte nach zehn ausgestrahlten Episoden keine weiteren und so endete Draculas jüngstes Gastspiel auf den heimischen Bildschirmen nach nur einer Staffel, aber immerhin nicht mit einem völligen Cliffhanger.

Dracula lief von 20. Oktober bis 1. Dezember 2014 beim deutschen Privatsender VOX und erscheint am 12. Februar 2015 auf DVD und BluRay.

Fazit: Trotz gelegentlicher Peinlichkeit bietet die zehnteilige Serie eine weitgehend gelungene und spannende Neuausrichtung des bekannten Stoffes. 7 von 10 Punkten.


7-10Dracula
Horror-Serie UK/USA 2013/14. 10 Folgen. FSK 16. Gesamtlänge: ca. 430 Minuten. Mit: Jonathan Rhys Meyers, Jessica De Gouw, Thomas Kretschmann, Victoria Smurfit, Oliver Jackson-Cohen, Nonso Anozie,
Katie McGrath, Ben Miles u.a. Idee: Cole Haddon. Nach dem Roman von Bram Stoker.

Bild (C) Universal.


Media Monday #182 – Frohe Weihnachten

23. Dezember 2014

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Heute war mein letzter Arbeitstag für dieses Jahr. Endlich kann ich die Feiertage genießen und mir ein wenig Ruhe gönnen. Mit der 182. Ausgabe des Media Monday wünsche ich allen Lesern und Mitbloggern ein frohes, besinnliches und erholsames Weihnachtfest sowie einen guten Start ins neue Jahr!

1. Was glaubst du, liegt bei dir etwas in Richtung Film/Buch/etc. unter dem Weihnachtsbaum? Eher nichts, aber das macht ja nichts. Ich kaufe mir Filme und Bücher nämlich am liebsten selbst.

2. Wirst du selbst auch etwas in der Richtung verschenken und wenn ja, was (sofern du es an dieser Stelle verraten kannst)? Ich verschenke eine Serie auf DVD und eine CD.

3. Gibt es etwas, dass du dir nach den Weihnachtstagen noch unbedingt wirst kaufen müssen, sofern niemand es dir schenkt? Siehe Antwort zu Frage 1.

4. Der beste Weihnachtsfilm, den ich in diesem Jahr gesehen habe, ob zum ersten oder wiederholten Male, war keiner. Ich habe dieses Jahr noch keinen Weihnachtsfilm gesehen, das ist finde ich aber auch nicht weiter schlimm.

5. Besonders freue ich mich zur Weihnachtszeit immer über den Urlaub zwischen den Jahren.

6. Wohingegen mich der ganze Konsumterror, die im Vergleich zum restlichen Jahr noch dämlichere Werbung und die scheußlichen amerikanisierten Kitsch-Weihnachtslieder zu Weihnachten einfach nur noch nerven, weil es jedes Jahr schlimmer wird.

7. Die freien Tage werde ich nutzen, um mich endlich noch einigen zu schreibenden Reviews zu widmen.


Orphan Black: Staffel 2 (Kurzkritik)

21. Dezember 2014

Nach guten Quoten und positivem Kritikerecho bestellte BBC America gleich eine zweite Staffel seiner Klon-Mystery-Serie Orphan Black. Hauptfigur Sarah macht sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Tochter Kira und auch ihre „Doppelgänger“ wie Alison und Cosima müssen mit diversen Widrigkeiten kämpfen.

Orphan Black_Staffel 2_Vier
Von links: Rachel, Alison, Cosima, Sarah

Sarah (Tatiana Maslany) ist verzweifelt. Sowohl ihre kleine Tochter Kira (Syler Wexler) als auch ihre Adoptivmutter Siobhan (Maria Doyle Kennedy) sind verschwunden. Hauptverdächtigte ist „Klon-Schwester“ Rachel, die eine führende Position im zwielichtigen Genetik-Unternehmen DYAD Institute bekleidet. Auch die anderen Doppelgängerinnen haben es nicht leicht. Wissenschaftlerin Cosima ist todkrank und kann nur gerettet werden, wenn sie sich an DYAD „verkauft“. Vorzeige-Hausfrau Alison rutscht unterdessen tief in eine selbstzerstörerische Alkoholsucht ab, weil sie den mitverschuldeten Tod ihrer Nachbarin zu verarbeiten versucht und feststellen muss, dass ihr Ehemann Donnie (Kristian Bruun) sie seit Beginn ihrer Ehe ausspioniert hat…

Mit einem dichten Geflecht aus unterschiedlichsten Figuren, düsteren Machenschaften sowie teilweise überraschenden, aberwitzigen Wendungen gelingt es Orphan Black in seiner zweiten Staffel das Klon-Szenario zu vertiefen und konsequent fortzusetzen. Im Grunde stellt die kanadische Serie eine Mischung aus verschiedenen Genres dar. Sie funktioniert gleichzeitig als Verschwörungsthriller, schwarzhumoriger Krimi, Zukunftsvision und eigenwillige Familien-Saga. Orphan Black steht und fällt mit der genialen Hauptdarstellerin Tatiana Maslany. Die 29jährige Kanadierin versteht es gekonnt, den verschiedenen Klonen jeweils einzigartige Persönlichkeiten zu geben und profitiert dabei natürlich von den präzisen Drehbüchern sowie der starken Arbeit von Masken- und Kostümbildnern.

Vom 25. November bis 16. Dezember 2014 sendete ZDF Neo die zweite Staffel, die am 22. Dezember auf DVD und BluRay erscheint. Eine dritte Staffel wird derzeit produziert und voraussichtlich im Frühjahr 2015 bei BBC America ausgestrahlt.

Fazit: Orphan Black entwickelt sich in der zweiten Staffel weiter und lässt den Zuschauer tiefer in die große Klon-Verschwörung eintauchen. 8 von 10 Punkten.

8-10Orphan Black: Staffel 2 (Orphan Black: Season 2)
Mysteryserie Kanada/USA 2014. FSK 16. 10 Folgen. Gesamtlänge: ca. 430 Minuten. Mit:
Tatiana Maslany, Jordan Gavaris, Dylan Bruce, Kevin Hanchard, Maria Doyle Kennedy, Évelyne Brochu u.v.a. Idee: Graeme Manson und John Fawcett.

Bild (C) BBC.


Media Monday #181

17. Dezember 2014

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Hilfe, es weihnachtet sehr. Dabei ist Weihnachtsstimmung für mich auch aufgrund der allgegenwärtigen Marketing-Verblödungsmaschinerie und des alljährlichen Konsumterrors seit längerem ein Fremdwort. Wie gut dass sich der wöchentliche Media Monday dem Irrsinn ziemlich verweigert.

 

 

  1. Dank stressiger Vorweihnachtszeit bin ich noch gar nicht dazu gekommen diversen Papierkram zu erledigen und Reviews zu einigen Serien/Filmen zu schreiben, die ich in den letzten Wochen gesehen habe.
  2. Fantasy begeistert mich ja schon grundsätzlich, allerdings keine 0815-Settings mehr.
  3. Die Hysterienserie Borgia hat dramaturgisch völlig versagt, denn eine lose Aneinanderreihung von Sex, Gewalt und Intrigen ist keine Dramaturgie.
  4. In neueren Filmen fehlt mir nur allzu oft, dass sie gut sind und Tiefgang haben.
  5. Chris Hemsworth konnte mich mit seiner Darstellung als Thor im „Marvel Cinematic Universe“ überhaupt nicht überzeugen, da er nur einen Gesichtsausdruck zu haben scheint und man ihm die Emotionen/Konflikte seiner Figur nicht abnimmt.
  6. Zuletzt habe ich das Blog von Terence Horn für mich entdeckt, das ein unabhängiger Schriftsteller betreibt.
  7. Zuletzt gesehen habe ich Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere und das war ein einigermaßen zufriedenstellender Abschluss der Trilogie weil Regisseur Jackson doch irgendwie zur Hauptgeschichte zurückgefunden hat.

Media Monday #180

10. Dezember 2014

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Endlich wohlverdientermaßen ein paar Tage Urlaub. Zeit den neuen Media Monday dieser Woche nachzuholen. Vorsicht, Spoiler bei der Antwort zu Frage 3!

1. Wenn ich mir meine Filmvorlieben so anschaue, muss ein Film vor allem eines haben, um mich zu begeistern: Tiefgang, Originalität, Kreativität, eigene Optik, Qualität.

2. Erfahrungsgemäß gefallen mir Filme mit Tilda Swinton auch überdurchschnittlich oft, denn sowohl ihre Rolle als auch ihre Performance immer etwas Besonderes ist.

3. Die Tötung von Robb Stark und seiner Mutter Catelyn Stark (sowohl in der Romanreihe Das Lied von Eis und Feuer als auch bei Game Of Thrones) war für mich besonders schockierend, weil dadurch mit einem Schlag die Sache des Nordens vernichtet wurde und natürlich weil es auf so niederträchtigste Art, unter Verletzung des Gastrechts, geschah.

4. Das coolste Mutter-Tochter-Gespann ist für mich Lwaxana Troi und ihre Tochter Deanna Troi aus Star Trek: The Next Generation.

5. Selten wurde Krieg glaubwürdiger und grausamer dargestellt als in Der Soldat James Ryan oder Tödliches Kommando – The Hurt Locker. Aber auch der Director’s Cut von Troja ist gegen Ende richtig grauslig.

6. Nicht unbedingt ein Weihnachtsfilm, ist es inzwischen quasi Tradition, dass ich mir alljährlich

 

7. Zuletzt gesehen habe ich Snowpiercer und das war eine intensive Zukunftsvision und Gesellschaftssatire, weil der Film in vielerlei Hinsicht funktioniert.


Media Monday #179

1. Dezember 2014

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Der Dezember hat begonnen. Das Jahr war für mich verdammt kurz und bot insgesamt zu wenig Zeit für die ganze Arbeit sowie die vielen tollen Filme, Serien und Bücher. Den Media Monday darf ich aber nicht versäumen.

1. Die wohl beste Comedy-Serie in meinen Augen ist ganz klar die britische Beziehungssitcom Coupling von Steven Moffat.

2. Nicole Kidman und Ewan McGregor waren ein echtes Traumpaar in Moulin Rouge, denn sie harmonierten schauspielerisch und gesanglich einfach perfekt.

3. Wenn die Geschichte spannend ist und Charaktere stimmig sind wird für mich ein Film unwiderstehlich, schließlich sind dies wichtige Kernpunkte eines guten Films.

4. Der mieseste zweite Teil war wohl Highlander 2: Die Rückkehr.

5. Peter Jackson hat iseinen Zenit längst überschritten, wie seine Filme nach der Herr der Ringe-Trilogie und King Kong wohl eindeutig unter Beweis stellt, denn vor allem die dreiteilige Hobbit-Verfilmung wirkt übermäßig ausgewalzt und mit zu vielen Effekten/Actionszenen sowie Nebensächlichkeiten überfrachtet.

6. Dürfte ich einen Tag mit Tilda Swinton den Platz tauschen, würde ich es genießen so eine tolle große Frau zu sein.

7. Zuletzt gelesen habe ich The Princess And The Queen und das ist eine Novelle von George R.R. Martin über einen blutigen Thronfolgekrieg in Westeros genannt der „Tanz der Drachen“, der etwa 170 Jahre vor den Ereignissen in Das Lied von Eis und Feuer spielt.


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