Media Monday #165

25. August 2014

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Der Sommer ist quasi schon vorbei und auch der August neigt sich dem Ende zu. Bevor ich mich endgültig dem Feierabend (u.a. neue Folge von Mad Men) zuwende, schnell noch die heutigen Fragen des Media Monday beantworten.

 

 

  1. Wenn SchauspielerInnen unter die SchriftstellerInnen (wahlweise alternativ: MusikerInnen) gehen liegt die Aufmerksamkeit selten beim Werk, sondern beim Star.
  2. Biografien erzählen Lebensgeschichten. Wow!
  3. Monster-Blödbuster sollte man heutzutage eigentlich nicht mehr im Kino sehen müssen, denn sie gehören als Billig-Varianten in die Videothek.
  4. ______ war für mich die großartigste Überraschung der jüngeren Vergangenheit, weil Ich erlebe derzeit keine großartigen Überraschungen.
  5. An Büchern schreckt mich am ehesten die Blödseller-Welt ab, denn dort ist literarische Qualität völlig unwichtig.
  6. Aus Filmen/Büchern/Serien zu zitieren kann in manchen Alltagssituationen durchaus spaßig sein.
  7. Zuletzt gesehen habe ich Joss Whedons Shakespeare-Adaption Viel Lärm um Nichts und das war eine durchaus amüsante Angelegenheit, weil die minimalistische Aufmachung recht gut funktioniert.

Media Monday #164

18. August 2014

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Nach einem Kurzurlaub übers Wochenende mit ausuferndem Verwandtenbesuch bin ich froh, erst einmal keine Autobahn mehr sehen zu müssen. Gar nicht monoton sind die Fragen des heutigen Media Monday.

1. Wenn ich alte Fotos anschaue werde ich richtiggehend nostalgisch, weil dann einige Erinnerungen wieder hochkommen.

2. Mit ihrer/seiner Rolle als ______ ist ______ endlich mal aus ihrem/seinen Rollenschema ausgebrochen, denn Leider brechen manche Darsteller auf Autopilot zu selten aus.

3. Coming-of-age-Stories gibt es mittlerweile sehr viele, können aber auch einen besonderen Film wie Boyhood hervorbringen.

4. Das „Kopf-Zermatschen“ in der achten Folge der vierten Staffel von Game Of Thrones war die mitunter brutalste Szene, die mir je in in einer Fernsehserie untergekommen ist und ich konnte kaum hinsehen. .

5. Transformers, Spider-Man, Planet der Affen und viel zu viele andere Filmreihen hätte man nun wirklich nicht noch einmal aufwärmen müssen, schließlich ist die x-te Fortsetzung/ das x-te Reboot seltenst ein Garant für Qualität sondern ein Armutszeugnis.

6. Normalerweise kann ich Exploitationfilmen nichts abgewinnen, aber die „Machete“-Filme finde ich unterhaltsam.

7. Zuletzt gesehen habe ich zuviele Autos auf einer langen Autobahnfahrt und das war recht ermüdend, weil durch den Stau/stockenden Verkehr sich die ohnehin schon lange Fahrt noch unnötig verlängerte.


A Young Doctor’s Notebook

14. August 2014

Abseits der großen Blockbusterwelt gibt es immer wieder interessante Produktionen, auch mit namhaften Schauspielern. Die kuriose Zusammenführung von „Mad Man“ Jon Hamm und Daniel Radcliffe alias Harry Potter gibt es in A Young Doctor’s Notebook, einer Miniserie basierend auf Kurzgeschichten von Michail Bulgakow.

8-10A Young Doctor’s Notebook.
Satire/Drama UK 2012.
4 Folgen (Staffel 1). FSK: Freigegeben ab 16 Jahren. Gesamtlänge: ca. 92 Minuten (PAL-DVD). Mit: Daniel Radcliffe, Jon Hamm, Adam Godley, Vicki Pepperdine, Rosie Cavaliero u.a. Nach Aufzeichnungen eines jungen Arztes von Michail Bulgakow. Drehbuch: Mark Chappell, Alan Connor und Shaun Pye. Regie: Alex Hardcastle.

A Young Doctor's Notebook_DVD

 

Besser Arm dran als Bein ab

Als die Rote Armee im Jahre 1934 sein Büro durchsucht, findet der desillusionierte Arzt Dr. Vladimir Bomgard (Jon Hamm) sein altes Tagebuch und erinnert sich dadurch an seine erste Arbeitsstelle. Siebzehn Jahre zuvor. Mit fünfzehn Bestnoten schließt der junge Vladimir (Daniel Radcliffe) sein Medizinstudium an der Kaiserlichen Universität zu Moskau ab und erhält gleich seine erste Stellung, ausgerechnet im hintersten Kaff von ganz Russland. Im einzigen Krankenhaus weit und breit ist die Ausstattung schlecht, die Lage hoffnungslos und auch das Personal könnte besser sein. Der Feldarzt (Adam Godley) ist aufdringlich und Krankenschwester Anna (Vicki Pepperdine) scheint Vladimir nicht wirklich ernst zu nehmen, vor allem weil sie ständig von seinem Vorgänger, dem großen Leopold Leopoldowitsch, in den höchsten Tönen spricht.

A Young Doctor's Notebook_Duo Der ältere und der junge Doktor

In den 1920ern schrieb und veröffentlichte der russische Arzt und Schriftsteller Michail Bulgakow (1891-1940) mehrere Kurzgeschichten, in welchen er seine Erfahrungen als junger Arzt in der Provinz 1916-1918 verarbeitete. Diese satirischen Erzählungen wurden als Miniserie für den britischen Arthouse-Sender Sky Arts verfilmt. Die Titelrolle übernahm niemand anderes als Daniel Radcliffe, der als Harry Potter in acht Filmen (2001-2011) berühmt wurde. Vor allem seit Ende der erfolgreichen Filmreihe ist Radcliffe immer bemüht, von seinem Image als Zauberlehrling loszukommen. So spielte er u.a. einen alleinerziehenden Familienvater in Die Frau in Schwarz und den Beatpoeten Allen Ginsberg in Kill Your Darlings. Auch bei seiner Performance in „Young Doctor“ beweist Daniel Radcliffe seine schauspielerischen Qualitäten. Mit viel Spielfreude und Selbstironie agiert er als theoretisch bewanderter, aber praktisch völlig unerfahrener Jungarzt. Es scheint, als wäre ihm die Rolle des jungen Dr. Bomgard auf den Leib geschrieben.

Doch darf man den zweiten Hauptdarsteller hier keineswegs vergessen. Jon Hamm, der als Werbefachmann in der genialen Serie Mad Men bekannt wurde, spielt den älteren Dr. Bomgard. Eine nicht nur auf den ersten Blick kuriose Paarung. Der 188 cm große Hamm verkörpert die ältere Version des 165 cm kleinen Radcliffe. Der wirkliche Clou an „Young Doctor“ sind allerdings die (unfreiwilligen) Zweigespräche, die der junge Arzt mit seinem älteren Ich führt. Letzterer schaut seinem jüngeren Selbst sprichwörtlich über die Schulter, kommentiert und sabotiert dessen teils vergebliche Bemühungen.

Die erste Staffel von A Young Doctor’s Notebook beginnt als makabre Satire mit kauzigen Charakteren und einer gehörigen Portion Slapstick. Im Verlauf wird die Geschichte und folglich die Stimmung des Titelhelden immer düsterer. Dem jungen Bomgard machen einerseits die uneinsichtigen Patienten zu schaffen, die selbst bei schweren Krankheiten sich eine schnelle Heilung durch „Tropfen oder eine Gurgellösung“ erhoffen. Außerdem sieht sich der junge Arzt zu brutalen chirurgischen Eingriffen gezwungen, die nicht selten in einem Blutbad enden. Wer kein Blut sehen kann, sollte hier auf jeden Fall wegschauen.

Leider ist diese makabre Miniserie schon nach vier Folgen und ca. 90 Minuten zu Ende. Auch wenn die kurzen Dreharbeiten und das sicher nicht besonders üppige Budget der kleinen britischen Produktion kaum größere zeitliche Möglichkeiten gegeben haben, so hätten zwei weitere Episoden Story und Atmosphäre noch besser vertiefen können. Im November/Dezember 2013 wurde im Vereinigten Königreich eine zweite Staffel mit weiteren vier Folgen gesendet, welche vermutlich die letzte sein wird. Diese gibt es leider hierzulande bisher nicht auf DVD und BluRay. Hoffentlich legt der Verleih Polyband bald nach. Denn Staffel 1 endet quasi mit einem Cliffhanger.

Fazit: A Young Doctor’s Notebook glänzt als makabre, vorsinnflutliche Mischung aus Emergency Room und Der Landarzt. 8 von 10 Punkten.

A Young Doctors Notebook
In freudiger Erwartung

Bilder (C) Polyband.


Media Monday #163

11. August 2014

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Neue Woche, neues Glück. Neue Herausforderungen. Und natürlich der 163. Media Monday, heute etwas verschwurbelt.

 

 

1. Serien oder Filme, die Drogenhandel oder -konsum thematisieren sind entweder alberne Kifferkomödien oder eben ernste Angelegenheiten (Requiem For A Dream, A Scanner Darkly)

  1. Wackelkamera empfinde ich als anstrengend, denn die Übersichtlichkeit geht verloren.

3. Arztserien gibt es entweder als ernstzunehmende Dramen (Emergency Room) oder Schnulzen (diverse deutsche Arztserien). Als außergewöhnliches Exemplar kann man sicherlich die Miniserie A Young Doctor’s Notebook bezeichnen.

4. Ich würde mir ja mal einen Tatort wünschen, der das gängige dramaturgische Schema und die üblichen Klischees überwindet.

5. ______ schreit schon Kunstfilm, erscheint mir aber nur prätentiös, weil ? Die Frage erscheint mir prätentiös. Ich versteh sie irgendwie nicht. Vielleicht liegt das am Schlafmangel.

  1. Eva Green ist nicht nur attraktiv, sondern überzeugt auch in ihren Rollen, speziell Casino Royale und Womb.

7. Zuletzt gesehen habe ich Und täglich grüßt das Murmeltier und das war erneut eine wunderbare, warmherzige Komödie mit einem äußerst niedlichen Titeltierchen, weil vor allem Bill Murray die Wandlung vom Zyniker zum „Gutmenschen“ glaubhaft darstellt und der Film, durch spaßige Einfälle glänzt.


Media Monday #162

4. August 2014

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Leider ist das abwechslungsreiche Wochenende mit zwei qualitativ völlig unterschiedlichen Konzerten zu Ende. Die neue Woche beginnt mit viel Arbeit und dem Media Monday.

1. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende: Eine meiner liebsten Serien Akte X lief mindestens eine Staffel zu lang. Die letzte Season war meist wirr und das Finale schwach.

2. Mit den Filmen der ______ als Dekade konnte ich bisher wenig anfangen, weil ? Ich kann mit gewissen Genres, teilweise unabhängig von ihrer Entstehungszeit, wenig anfangen, z.B. Brutalo-Horror.

3. Ich fände es ja toll, wenn es zu Pushing Daisies neue Abenteuer und Geschichten gäbe und sei es als Comic/Graphic Novel, denn die Serie endete viel zu früh. Die Comic-Umsetzung oder gar eine Miniserie waren ja auch schon im Gespräch.

4. Seit ich von ______ so viel Gutes auf ______ habe lesen können, drängt es mich richtiggehend. In letzter Zeit verspüre ich so einen Drang nicht.

5. Heutzutage scheint es in großen Kinofilmen nur noch um CGI-Effekte um des reinen Effekts willen zu gehen, denn die Geschichte eines Films wirkt nebensächlich.

6. Dieser unsägliche Zwang, ausländische Filmtitel mit dämlichen deutschen Untertiteln zu versehen, fand bei Wong Kar-Wais Filmen In The Mood For Love – Der Klang der Liebe und 2046 – Der ultimative Liebesfilm seinen Höhepunkt, weil die Untertitel völlig nichtssagend sind und mit den Filmen auch nichts zu tun haben.

7. Zuletzt gelesen habe ich Das Babylon 5 Universum von Torsten Dewi und das war ein guter Kauf, weil selbst das veraltete Nachschlagewerk zur großen Science-Fiction-Saga noch interessante Hintergrundinformationen für Fiver bereit hält.


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