Media Monday #161

29. Juli 2014

Leider war der gestrige Montag aufgrund von Stress und Schlafmangel zu sehr „Mad Monday“ als dass ich die wöchentlichen Fragen des Media Monday noch hätte stemmen können. Aber heute ist ja auch noch ein Tag…

 

 

1. Das Stilmittel, Splitscreens einzusetzen kann wie im Falle der legendären Coupling-Folge „Split“ ein genialer Inszenierungskniff sein, aber man sollte diese Methode nicht als dauernervendes Gimmick wie in Ang Lees überschätztem Hulk überstrapazieren.

2. Selten gab es eine unsympathischere „Hauptfigur“ als Prinz/König Joffrey in Game Of Thrones , denn dieser verwöhnte Soziopath terrorisiert und malträtiert einfach alle in seinem Umfeld. Außerdem hat er entgegen des Versprechens seiner Mutter die Hinrichtung von Ned Stark befohlen. Daher dürfte den Zuschauern besonders die zweite Folge der vierten Staffel von Game Of Thrones gefallen.

  1. Bei Filmen mit wirklich intelligenten Plots und Filmen von Christopher Nolan hat man mich im Grunde schon am Haken, weil es von ersteren zu wenige gibt und Meister Nolan bisher immer gute bis sehr gute/geniale Filme abgeliefert hat.

4. Es wird allerhöchste Zeit, dass der Hype um völlig überteuerte Blödbuster mit Riesenrobotern, Monstern und anderen größenwahnsinnigen Filmen ein Ende findet, denn um eine gute, ausgewogene Geschichte zu erzählen braucht es keine Megabudgets. Außerdem kann man diese „Monsterfilme“ auch mit Billigeffekten für die Videothek drehen. Das genügt völlig. Die Filmwelt braucht allgemein eine inhaltliche und thematische Frischzellenkur. Es kann nicht immer nur höher, schneller und weiter gehen. Kino besteht auch nicht nur aus Fortsetzungen usw.

5. Bester Nebeneffekt, mich mit meinen Seh- und/oder Lese-Gewohnheiten auf meinem Blog auseinanderzusetzen ist die rege Diskussion mit anderen Filmbloggern.

  1. Von Filmen wie Transformers 4 (siehe Frage 4) kann ich mich nur kopfschüttelnd abwenden, weil diese Art von Filmen einfach nur dumm sind.

7. Zuletzt gesehen habe ich erneut das geniale Arbeitsweltdrama Die Ausbildung von Dirk Lütter und das war auch beim zweiten Mal genial, weil die schaurigen Vorgänge in einer Firma äußerst präzise inszeniert und entlarvt werden.


Media Monday #160

21. Juli 2014

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Nach einem abwechungsreichen Wochenende mit drückender Hitze, Jahrmarkt und Kino-Preview geht der ungemein spannende (Arbeits-)Alltag wieder los. Dazu gehört freilich der heutige Media Monday.

 

 

1. Einmal einen Tag auf Recht und Ordnung pfeifen: Mit der Bösen Mab, Queen of the Old Ways (gespielt von Miranda Richardson) aus Merlin würde ich gerne einmal die Plätze tauschen, denn das magische Reich der Feen und Elfen zu beherrschen ist sicherlich spannend.

2. Ein gelungenes Prequel macht für mich aus, dass siehe 3. Außerdem sollte man unnötige Kontinuitätsfehler vermeiden. Und ich hasse Anbiederungen an neue Zielgruppen (Episode 1 *hust*).

3. Wohingegen ich mir von einem Sequel erhoffe, dass eine gut ausgearbeitete Story im Vordergrund steht und nicht ein noch größerer Effekte-Overkill, wie es leider viel zu oft passiert.

4. Ich ärgere mich richtiggehend, dass ich noch immer nicht dazu gekommen bin, mir die Verfilmung von Cloud Atlas zu Gemüte zu führen, denn ich habe den Roman immer noch nicht fertig.

5. Die erste Staffel der Miniserie A Young Doctor’s Notebook hat mich richtiggehend überrascht, zumal die völlig unterschiedlichen Darsteller Jon Hamm und Daniel Radcliffe überzeugend zwei Versionen eines Charakters verkörpern.

6. Das letzte Mal, dass ich mit einer Empfehlung so richtig fies auf die Nase gefallen bin, war The Tourist, denn dieser recht hochgelobte Film entpuppte sich als Agentenfilm auf Valium. .

7. Zuletzt gesehen habe ich Drachenzähmen leicht gemacht 2 und das war eine beeindruckende, aber zu überladene Fortsetzung, weil viele Dinge angerissen, aber nicht konsequent ausgearbeitet werden.


The Raven (2012) (Kurzkritik)

18. Juli 2014

Der amerikanische Schriftsteller Edgar Allan Poe (1809-1849) zählt zu den Pionieren auf dem Gebiet von Kriminal- und Horrorliteratur. Seinen letzten Tagen auf dieser Erde widmet sich der Thriller The Raven.

The Raven_DVD

Oktober 1849. In Baltimore wütet ein grausamer Serienkiller, der Morde begeht wie sie in den Kurzgeschichten des bekannten Autors Edgar Allan Poe beschrieben werden. Der ermittelnde Inspektor Fields erkennt, dass er mit dem Schriftsteller zusammenarbeiten muss, um weitere schaurige Untaten zu verhindern…

The Raven, natürlich benannt nach dem bekannten Gedicht Poes, adaptiert den Autor und seine Werke ähnlich wie Brothers Grimm es mit den beiden Titelfiguren tat. Der Schriftsteller bekommt es plötzlich mit Vorkommnissen aus seinen eigenen Werken zu tun. Leider versteht es Regisseur James McTeigue, der bisher unter anderem die solide Comicverfilmung V wie Vendetta gedreht hat, nicht diese Prämisse in einen stimmungsvollen Film zu verwandeln. Anstelle von Atmosphäre und wirkungsvollem Grusel versucht der Streifen möglichst viele Versatzstücke aus Poes Werken in die immerhin schnörkellose Handlung zu pressen. Auf dem DVD-Cover wird The Raven übrigens als Mischung aus Saw und Sherlock Holmes (2009) angepriesen. Das mag zwar irgendwie stimmen, macht die Sache aber nicht besser. Nur etwas blutiger. Der Humor bleibt hier übrigens auch früh auf der Strecke.

Fazit: Starbesetzter, aber zu routiniert abgespulter und uninspirierter Thriller über die letzten Tage von Edgar Allan Poe. 4 von 10 Punkten.

4-10The Raven
Thriller USA/Spanien/Ungarn/Serbien 2012. FSK 16. 107 Minuten (PAL-DVD). Mit: John Cusack, Luke Evans, Alice Eve, Brendan Gleeson, Oliver Jackson-Cohen, Kevin R. McNally u.a. Regie: James McTeigue.

Bild (C) Universum Film.


Media Monday #159

14. Juli 2014

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Viele wird es sicherlich freuen, dass seit dem heutigen Montag die Fußball-WM in Brasilien endgültig vorbei ist. Dass Deutschland zum vierten Mal überhaupt Weltmeister geworden ist, hat sicherlich Auswirkungen auf die Beantwortung der Fragen zum Media Monday 159.

 

 

1. Die Familie Tracy in der Serie Thunderbirds ist wirklich cool und lässig, vor allem dank ihres Retrocharmes.

2. Wenn man einen Film poetisch nennen könnte, dann sicherlich In The Mood For Love, denn die Kombination aus wunderschönen Bildern, kuriosen Kameraperspektiven, zeitgenössischer Musik und der nicht zwingenden Dramaturgie ist einzigartig.

3. Optik ist ja nicht alles, aber das Siegtor von Götze gegen Argentinien sah beeindruckend gut aus, denn das Ding so zu versenken kann nicht unbedingt jeder.

4. Tilda Swinton gefällt mir am besten in Rollen jenseits des Mainstreams.

5. Das schönste Happy-End meines Kinojahres bisher gab es wohl in Boyhood.

6. Das letzte Mal so richtig als Geek gefühlt habe ich mich ???

7. Zuletzt gesehen habe ich das WM-Finale und das war bis zum Schluss spannend, weil die deutsche Mannschaft erst in der 113. Minute das entscheidende Tor erzielt hat.


Mad Men: Staffel 7 ab Ende August bei FOX

11. Juli 2014

Mit der siebten Staffel geht die zurecht hoch gelobte und preisgekrönte Serie Mad Men zu Ende. Den ersten Teil der letzten Season zeigt der Bezahlsender FOX Channel ab 25. August 2014.

Mad Men 7_Promoposter

 

Mann soll eine Serie abschließen, so lange sie noch gut ist. Prominente Beispiele, bei welchen die Macher den zeitigen Absprung verpasst haben, sind Akte X oder die in ihrer aktuell neunten (und gnädigerweise auch letzten) Staffel befindliche Sitcom How I Met Your Mother, die inhaltlich völlig auf der Stelle tritt.

Mad Men 7_FlugzeugDiesen Fehler wollte Matthew Weiner mit seiner Show Mad Men, einer Gesellschaftsstudie über die Mitarbeiter einer renommierten New Yorker Werbeagentur in den 1960ern, nicht machen. Von vorneherein stellte der Serienerfinder/Showrunner klar: nach der siebten Staffel ist Schluss. Auf Betreiben des Senders AMC wird, ähnlich wie bei Breaking Bad, die finale Season in zwei Hälften à sieben Folgen gesendet. Teil 1 mit dem Titel „The Beginning“ lief in den USA vom 13. April bis 25. Mai 2014.


Der Pay-TV-Sender FOX Channel zeigt die
Episoden 1 bis 7 der Staffel ab dem 25. August 2014 und zwar montags um 21:00 Uhr. Anschließend kommt es höchstwahrscheinlich dann zur DVD-Auswertung der Halbstaffel.

Bis zur zweiten Halbzeit der finalen Season (Titel „End Of An Era“) werden wir uns noch bis 2015 gedulden müssen. Es dürfte aber interessant werden, ob Mad Men das hohe erzählerische und inszenatorische Niveau halten kann. Vor allem, da die sechste Staffel leider etwas abfiel.

Mad Men: Staffel 7, Teil 1
Drama-Serie USA 2014. 7 Folgen. Mit: Jon Hamm, Elizabeth Moss, Vincent Kartheizer, January Jones, Christina Hendricks, Jessica Paré, Kevin Rahm, Jay R. Ferguson, Robert Morse, John Slattery u.v.a. Idee: Matthew Weiner.

Bilder (C) AMC/Lionsgate.


Media Monday #158

7. Juli 2014

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Leider ist der Urlaub nach zwei Wochen dann doch vorbei und der (Büro-)Alltag hat mich wieder. Das bedeutet aber noch lange nicht nur Dienst nach Vorschrift, vor allem nicht beim Media Monday.

1. Der coolste Westernheld ist und bleibt Captain Malcolm Reynolds aus Firefly und Serenity, denn er ist ein überzeugter, desillusionierter Antiheld.

2. Die Serie How I Met Your Mother hat spätestens in dem Moment stark nachgelassen, als man über die von den Showrunnern/Erfindern geplanten acht Staffeln hinaus die Serie weitergemacht hat , weil die Handlung mittlerweile redundant und unnötig in die Länge gezogen wirkt. Die Episoden der neunten Staffel bestehen nur noch aus albernen Geschichtchen nach dem Schema „x Stunden/Minuten vor der Hochzeit“. Eigentlich hätte nach sechs Staffeln schon Schluss sein können, wenn nicht müssen.

3. Wenn in Filmen Engel in Erscheinung treten haben die Filme wohl eine übersinnliche und/oder religiöse Thematik.

4. Diese ganzen niveaulosen „Dokusoap“-Formate auf den Privatsendern würde ich mir nicht einmal unter Zwang ansehen, denn man sollte solch eine menschenverachtende Sache nur durch Missachtung strafen.

5. Es gibt heutzutage in Filmen wirklich viel zu wenig wirklich neuartige, gute Ideen/Stoffe, innovative Drehbücher, Mut zum Außergewöhnlichen/Besonderen. Stattdessen stehen Oberflächlichkeit/Massentauglichkeit, Stars, Action/Spektakel und Effekte an vorderster Stelle. Traurig.

6. Buch-Verfilmungen und Comic-Adaptionen sind ja groß in Mode, aber wieso kommt eigentlich niemand mal auf die Idee, a) völlig neuartige Stoffe zu nehmen und b) Bücher/Comics/Graphic Novels zu verfilmen, die nicht nach Gut-Böse-Schema funktionieren und nichts mit Superhelden zu tun haben.

7. Zuletzt gesehen habe ich die zweite Staffel der Zeichentrickserie X-Men und das war eine unterhaltsame Angelegenheiten, weil die Serie nicht nur aus Action und plakativer Theatralik besteht, sondern auch spannende Stories aus den Comics aufgegriffen werden.


Akte X: Staffel 10 – Band 2

1. Juli 2014

Vor vier Monaten entdeckte ich zufällig den ersten Band der Fortsetzung von Akte X in Comicform, welcher im Dezember 2013 bei Dani Books erschienen war. Seit Ende Mai gibt es Band zwei.

4-10Akte X: Staffel 10 – Band 2: Chitter (The X-Files: Season 10 – Vol. 2: Chitter)
Story: Joe Harris: Zeichnungen: Elena Casagrande, Silvia Califano, Michael Walsh, Gregg Scott, menton³, Tony Moy. Nach der Fernsehserie von Chris Carter. Übersetzung: Thmas Gießl. Dani Books (Mai 2014). 128 Seiten, broschiert.

 

Akte X - Staffel 10 - Band 2_Cover

Viele Schnipsel, wenig Auflösung

Nachdem eine geheimnisvolle Gruppe es scheinbar auf jeden ehemaligen Mitarbeiter der X-Akten abgesehen hat, werden Mulder und Scully vom FBI reaktiviert. Der erste Fall führt Mulder in seine Heimat. Dort trifft er auf einen alten Bekannten: den „Flukeman“. Anschließend führt eine geheimnisvolle Mailbox-Nachricht die beiden Agenten in Mulders altes Appartment. In einem weiteren Fall macht Scully unfreiwillig die Bekanntschaft des „zirpenden Gottes“…

Der obige Versuch einer Inhaltszusammenfassung wirkt konfus und zerstückelt? Richtig. Denn genau das ist Chitter, der zweite Band von Akte X: Staffel 10, der Fortsetzung der erfolgreichen Mysteryserie in Comicform. Anstelle sich auf eine Geschichte zu konzentrieren, werden gleich vier halbfertige oder nur angerissene präsentiert. Kein Handlungsstrang führt die Story aus dem ersten Band weiter, was besonders schade ist, weil man ja den zweiten Band genau deshalb gekauft hat.

Das halbe Dutzend Zeichner hat sich richtig ausgetobt und so gelingt es Chitter immerhin visuell zu überzeugen. Die einzelnen Stories unterscheiden sich optisch teilweise stark voneinander. Dadurch entsteht ein kontrastreicher Bilderbogen verschiedener Stile.

Akte X: Staffel 10 mag vielleicht irgendwann in den noch kommenden Bänden zu einer Weiterführung der in Band 1 neu installierten Mythologie kommen, aber für mich ist mit dem zweiten Band die Angelegenheit beendet. Da sollte man sich lieber Comics oder Graphic Novels zuwenden, die es mehr verdient haben. Oder aber man schaut sich die gute alte Fernsehserie wieder an.

 

Fazit: Optisch sehr gelungen, aber inhaltlich so kohärent wie ein Konfettiregen. 4 von 10 Punken.

Bild (C) Dani Books/IDW.


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