Blogparade: 10 Guilty Pleasure-Filme

Und schon wieder fliegt ein Stöckchen durch die cineastische Blogosphäre. Diesmal fragt Paranoyer nach unseren zehn „Guilty Pleasure“-Filmen.

In der neuen Blogparaden-Stöckchen-Umfrage gibt es folgende Aufgabe:

Liste die 10 Filme auf, die nach handwerklichen, inhaltlichen oder rezeptionsgeschichtlichen Maßstäben eigentlich keine guten Filme sind, für einen persönlich dennoch funktionieren, sei es, weil sie trotz aller dargestellten Blödheit zum Lachen animieren, weil sie auf trashige Arte Spaß bringen oder auch, weil man mit ihnen etwas verbindet.

Hier also meine Liste mit schuldigem filmischen Vergnügen in alphabetischer Reihenfolge:

(Sofern vorhanden sind Kritiken von mir verlinkt)

Bodyguard
Mit 12 Jahren wurde ich durch diesen Film zum großen Fan von Sängerin Whitney Houston. Aus heutiger Sicht ist dieser „romantische Thriller“ sicherlich nicht besonders gut, aber auch nicht schlecht.

Fatal Instinct
Zugegeben, diese Erotikthriller-Parodie (Basic Instinct usw.) ist nicht besonders niveauvoll und teilweise recht albern, aber ich kann über die meisten Gags immer wieder lachen. Auch unter den Alternativtiteln Allein unter Idioten und Crazy Instinct bekannt.

 

Herkules (1983)
Nach den Sandalenfilmen als Nachhall der Hollywood-Monumentalfilme kamen in den 1980ern auch wieder italienische Billigkopien von Barbarenstreifen (Conan). So auch dieses einmalige Trashfest mit Lou „Hulk“ Ferrigno in der Titelrolle. Dieser Film ist unfassbar dämlich, aber die Tatsache, dass er diese Beschränktheit so konsequent durchhält (beliebige Storywendungen, nur drei Soundeffekte, grottige Stopmotiontricks) machen ihn zu einem Festival der unfreiwilligen Komik. Die Fortsetzung Die Abenteuer des Herkules, 2. Teil ist ähnlich geraten.

 

Return Of The King (1980, TV)
Was passiert, wenn Trickfilmer zu viele Pillen einwerfen und dann einen Animationsfilm auf Basis des letzten Bandes von Tolkiens Herr der Ringe machen? Das Ergebnis ist wohl dieser unsagbar durchgeknallte und behämmerte Fernsehfilm, der als indirekte Fortsetzung zu Ralph Bakshis nicht zu Ende gebrachter Animationsverfilmung des Ringepos produziert wurde. Über die zeichnerische Interpretation der Figuren, die haarsträubende Drehbuchadaption und die unfreiwillige lustigen Musicalsequenzen („Where there’s a whip, there’s a way!“) könnte ich mich heute noch kaputtlachen.

 

The Ring Thing
Schon wieder Herr der Ringe, diesmal in Form einer Schweizer Parodie, die recht kostengünstig gedreht wurde und sich selbstironisch in ihrer Billigkeit suhlt. Aber nur lustig, wenn man sich die Schweizerdeutsche Fassung ansieht.

 

Merlin (1998, TV)
Der Hallmark-Zweiteiler mit Sam Neill als bekannter keltischer Zauberer und der herrlich finsteren Miranda Richardson in der Rolle der „Feenkönigin“ Mab ist zwar insgesamt recht einfach strukturiert, aber ich finde er ist aufgrund der starken Darsteller einfach sehenswert und gehört zu den besseren Adaptionen der Artusepik.

 

Sherlock Holmes (2009)
Vor allem im Vergleich zur innovativ aufgemachten Serie Sherlock ist der erste Holmes-Film mit Robert Downey Junior recht mittelmäßig. Aber der gut aufgelegte Hauptdarsteller und die von Morricone geklaute, flotte Musik sorgen für annehmbare Unterhaltung.

 

Top Secret
Die sicherlich nicht überragende Parodie auf Spionagefilme vom ZAZ-Trio glänzt durch viele gelungene, oft niveauarme Gags, und einen Schauspieldebütanten namens Val Kilmer.

 

Vampire gegen Herakles
Im Rahmen meiner Sandalenfilmkritikenreihe habe ich ihn diesen Film vor allem aufgrund des reißerischen Titels gewisse Erwartungen gesetzt, die leider etwas enttäuscht wurden. Aber im Vergleich zu anderen Genre-Beiträgen ist dieser hier durch seine stimmungsvolle, eigentümliche Inszenierung etwas eigenständiger. In meiner Filmkritik von damals habe ich ihn etwas harsch abgestraft. Eine Wiederholungssichtung mit neuer Kritik ist bald mal fällig.

Van Helsing
Eigentlich ein ziemlich dämlicher Film den selbst Hauptdarsteller Hugh „Wolverine“ Jackman nicht retten kann, aber die überspitzten Dialoge, die gelungenen Produktionswerte und ein herrlich überdrehter Bösewicht machen diese Monsterparade zu einem Edel-Trashfest.

 

Nun seid ihr dran:

  • Liste die 10 Filme auf, die nach handwerklichen, inhaltlichen oder rezeptionsgeschichtlichen Maßstäben eigentlich keine guten Filme sind, für einen persönlich dennoch funktionieren, sei es, weil sie trotz aller dargestellten Blödheit zum Lachen animieren, weil sie auf trashige Arte Spaß bringen oder auch, weil man mit ihnen etwas verbindet.
  • Erstelle einen Beitrag in deinem Blog und verlinke auf diesen und den Ursprungsartikel.
  • Ende der Parade ist der 12. Mai. Danach wird Paranoyer eine Liste mit den Top 10 Guilty Pleasure-Filmen erstellen.

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3 Responses to Blogparade: 10 Guilty Pleasure-Filme

  1. Paranoyer sagt:

    Vielen Dank fürs mitmachen! 🙂

    Ich muss gestehen, die allermeisten deiner Filme habe ich nicht gesehen, auch nicht „Bodyguard“, obwohl ich eigentlich mal herausfinden müsste, warum meine Eltern den damals unbedingt im Kino gucken wollten – das kam so selten vor, das muss doch was bedeuten. 😀

    Ich bereue bis heute, dass ich „Van Helsing“ im Kino gesehen habe. Aber den „Guilty Pleasure“-Faktor kann ich schon verstehen… *g*

  2. Wortman sagt:

    Ich fand Van Helsing voll witzig 🙂

  3. bullion sagt:

    Puh, davon kenne nun ich wiederum nicht alle Filme. „Van Helsing“ fand ich aber zumindest auch spaßig und weit besser, als sein Ruf vermuten lässt.

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