Filme für den Meeresgrund

Kürzlich nahm ich an der Blogger-Umfrage teil, welche Filme man mit auf eine einsame Insel nehmen würde. Nun fragt Filmschrott, welche Streifen denn auf den Meeresgrund gehören.

Weche Filme würde ich auf keinen Fall mit auf eine einsame Insel nehmen, sondern sogleich wieder ins Meer schmeißen? Ich könnte es mir jetzt einfach machen und einfach alle Einträge aus meiner Liste mit Flop-Filmen hierher kopieren. Doch es geht hier nicht um Filme, bei denen von vornherein klar war, dass sie der letzte Dreck sind, sondern solche, bei denen eine gewisse Erwartungshaltung vorhanden war, die dann bitter enttäuscht wurde.

 

1997 Batman & Robin
Der absolute Tiefpunkt aller Batman-Kinofilme. Völlig hirnverbrandt und ein Schandfleck in der Filmographie aller Beteiligten.

1998 Mit Schirm, Charme und Melone
Aus der Reihe „Wie mache ich aus einer guten britischen Kultserie einen saublöden Kinofilm?“

2000 Otto – Der Katastrofenfilm
Ja, Otto Waalkes hat mit der Zeit nachgelassen, aber dass der Titel hier Programm ist, war auch nicht unbedingt zu erwarten.

2002 Spider-Man
Für mich ist es auch heute, zwölf Jahre nach Erscheinen des Films, unbegreiflich warum alle diesen Spider-Man so bahnbrechend toll finden. Eine geballte Ladung Klischees und teilweise dümmlich wirkende Darsteller machen das ganze Machwerk ziemlich nervig.

2004 Thunderbirds
Teil 2 aus der Reihe „Wie mache ich aus einer guten britischen Kultserie einen saublöden Kinofilm?“ Bezeichnend, dass Regisseur Jonathan „Commander Riker“ Frakes seitdem keinen einzigen Kinofilm mehr inszeniert hat.

2006 Marie-Antoinette
Hier habe ich ein spannendes Historiendrama erwartet und was bekommen: eine langweilige Szenen-Collage ohne Erzählfluss und Emotionen.

2006 Ultraviolet
Zusammenfassung der „Handlung“: Milla Jovovich kämpft sich als Vampirin durch die Reihen unzähliger Gegner und weiß selbst nicht wieso. Viel zu langes Intro für ein Videospiel, das es nie gegeben hat.

2008 The Spirit
Nachdem Comic-Guru die Co-Regie bei der Verfilmung seiner eigenen Sin City-Stories übernommen hatte, dachte er wohl, dass er den Job auch alleine beherrscht. Falsch gedacht! The Spirit ist ein von vorn bis hinten dämlicher und oberflächlicher Streifen in bekannter Sin City- und 300-Optik.

2009 Terminator: Die Erlösung
Ich war schon von Teil 3 enttäuscht, hatte aber nicht erwartet, dass bei Regisseur McG die Qualität seines Terminator-Films so dermaßen gleich proportional zur Länge seines Künstlernamens ist. Explosionen statt Story kann nur schiefgehen.

2011 Captain America: The First Avenger
Ähnlich unfassbar wie bei Spider-Man, dass fast alle auch diesen lahmen Comic-Murks so supertoll finden. Statt irgendwie ein wenig Reibungsfläche zu bieten, vermeidet „The First Avenger“ sowohl Tiefgang als auch Profil und flüchtet sich mit seiner langweiligen Titelfigur in alberne Science-Fiction. Ganz klar der Tiefpunkt des „Marvel Cinematic Universe“.

Nun seid ihr dran:

  • Liste die 10 Filme auf, die in den tiefsten Tiefen der Weltmeere besser aufgehoben wären, als auf dem Festland. Bedenke dabei: Es geht hier nicht um Filme, bei denen von vornherein klar war, dass sie der letzte Dreck sind, sondern um solche, bei denen eine gewisse Erwartungshaltung enttäuscht wurde.
  • Erstelle einen Beitrag in deinem Blog und verlinke auf diesen und den Ursprungsartikel.
  • Ein Ende der Parade wurde nicht genannt, doch vielleicht möchte der Filmschrott-Sammler irgendwann doch noch eine Liste mit den meistgenannten Filmen für den Meeresgrund erstellen?
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10 Responses to Filme für den Meeresgrund

  1. filmschrott sagt:

    Fand den vierten Terminator eigentlich ganz gut. Könnte aber auch daran liegen, dass ich mir schon nach Teil 2 gewünscht hatte, dass man eine Fortsetzung dreht, die während des eigentlichen Kriegs spielt.

    Danke fürs Mitmachen.

  2. bullion sagt:

    „Spider-Man“ finde ich toll, toll, toll! Auch den vierten Terminator hätte ich nicht reingepackt. „Batman & Robin“ okay schon eher… 😉

  3. Wortman sagt:

    Nr 2, 5 und 7 schick ich mit 😉 Das waren wirklich üble Remakes.

  4. ER.GO sagt:

    Captain America: The First Avenger darf von mir aus auch sehr gerne ins Meer. Du siehst Comic-Verfilmungen in dem Fall ähnlich kritisch wie ich. Bei dem momentanen Überfluss ist sehr viel Mist dabei. Leider. The Spirit ist zwar sehr lange her, aber ich habe keine schlechten Erinnerungen daran … Spider-Man ist mir der neue sehr viel lieber …

    • mwj sagt:

      Mittlerweile sehe ich das ganze gleichförmige Hollywoodkino zurecht viel kritischer. 12 Jahre Filmkritiken schreiben hinterlässt eben seine Spuren. Es gibt aber auch gute Comic-Verfilmungen, z.B. „The Dark Knight“, „Watchmen“ oder eben auch Filme aus dem „MCU“, nur halt nicht die mit Captain America oder Thor.

  5. Den ersten Spider-Man mit Tobey Maguire fand ich eigentlich noch ganz gut, nur die Nachfolger haben dann stark nachgelassen. Aber trotzdem stimme ich ER.GO zu: ich finde den neuen Spider-Man auch besser. Werde mir heute auch den zweiten Teil gönnen! 🙂 Besprechung dann demnächst bei mir. 😉

    • mwj sagt:

      Also ich finde es Hollywood typisch einfallslos, dass man fünf Jahre nach Ende einer Filmreihe diese „rebootet“. Auch wenn die neuen Spidey-Filme mit Garfield besser sein sollen, spar ich mir das Geld und die Zeit.

  6. Paranoyer sagt:

    Irgendwie freut es mich, dass du die Mega-Enttäuschung „Otto – Der Katastrofenfilm“ nicht vergessen hast. Das hatte unser allerliebste Blödelbarde nicht verdient. Und wer konnte damals schon ahnen, dass er mit den „7 Zwerge“-Filmen dereinst noch etwas sehr, sehr viel grauenhafteres verzapfen sollte?

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