Media Monday #139

25. Februar 2014

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Irgendwie ist der gestrige Montag sehr schnell vergangen. Daher gibt es meinen Beitrag zum 139. Media Monday erst am heutigen Dienstag.

1. Hauptgründe für das Bloggen sind für die meisten sicherlich der Austausch, die Kommentare, das Miteinander, die Interaktion mit der Besucherschaft, der Spaß an der Sache. Schön und gut, aber wie war das ganz am Anfang des Bloggens, als man noch niemanden kannte, als noch niemand das eigene Geschreibsel gelesen hat. Was hat euch damals bewogen zu sagen: “Da mach ich jetzt nen Blog auf”? Das war vor einigen Jahren. Bei www.kino.vieraugen.com haben wir ein „Vieraugen Blog“ eingerichtet und bei dieser Gelegenheit habe ich auch mein erstes eigenes Blog eröffnet. Dieses hier ist daher auch mein zweites, daher „MWJ 2nd Blog“. Außerdem habe ich hier schon immer Texte veröffentlicht, die vielleicht nicht so auf Vieraugen Kino passen oder die Website ergänzen.

2. Jeder hat ja so seine favorisierten Genres. Unterscheiden sich diese bei euch je nach Medium – also Film/Buch/Serie etc. – oder könnt ihr da schon Übereinstimmungen feststellen? Habt ihr Beispiele? Generell habe ich in allen drei Bereichen ein zwar etwas weniger gewordenes, aber immer noch vergleichsweise starkes Interesse an Phantastik (Fantasy, SciFi usw.). Aber in den letzten Jahren hat sich mein Fokus etwas erweitert.

3. Welche Geschichte hätte man eurer Meinung nach besser als beziehungsweise in einer Serie erzählen können als in dem Film Troja ? Generell bietet sich der Sagenkreis um den Trojanischen Krieg wunderbar für eine aufwändige (pseudo-)historische Serie à la Rom an.

4. Der spannendste Kinostart im März wird sicherlich ? Sein. Es gibt ein paar interessante Filme, die im März anlaufen. Kann mich da jetzt nicht festlegen.

5. Am 23.04.14 ist wieder der Welttag des Buches und anlässlich dieses Datums wird derzeit auch wieder die Aktion Blogger schenken Lesefreude initiiert. Was haltet ihr von solchen blogübergreifenden Initiativen? Ich finde blogübergreifende Initiativen grundsätzlich gut (z.B. den Media Monday).

6. Adam Sandler ist ja überwiegend für Komödien bekannt, aber ich kann diesem Humor nichts abgewinnen, weil der Humor und seine Rolle fast immer gleich belanglos sind. Sadler steckt quasi im Blöde-Komödien-Schubfach fest.

  1. Meine zuletzt gesehener Film war Stromberg – Der Film und der war gelungen , weil er für mich auch ohne echte Serienkenntnis funktioniert und der Humor dennoch nicht verwässert wurde.

Mein Fernsehjahr 2013

23. Februar 2014

Wegen diverser Widrigkeiten hat sich der zweite Teil meines medialen Rückblick auf das Jahr 2013 etwas verzögert. Nach dem Kino-Resümee folgt nun die Sparte Fernsehen.

2013 habe ich eine doch recht bunte Palette neuer Serien und Serienstaffeln gesehen, darunter auch solche, die nicht aus den USA kommen.

Beginnen möchte ich mit meinem persönlichen TV-Flop 2013: Prime Suspect, das US-Remake der britischen Krimireihe Heißer Verdacht. In den USA bereits 2011 ausgestrahlt, fand die Krimiserie mit Maria Bello in der Hauptrolle ihren Weg erst im August 2013 ins deutsche Free-TV, wo sie auf Kabel 1 lief. Während das Original mit Oscar-Preisträgerin Helen Mirren eine realistische und authentische Serie über den harten Polizeialltag ist, ignoriert das Remake diesen besonderen Ansatz und liefert leider nur den x-ten TV-Hochglanzkrimi.

Ebenfalls wenig innovativ wirkte Elementary, über den in New York der Jetztzeit ermittelnden Sherlock Holmes. Dabei handelt es sich beileibe nicht um einen Abklatsch der britischen Miniserie Sherlock, aber da es Castle und Bones schon gibt, bedarf es nicht einer weiteren Produktion mit dem gleichen Grundrezept. Die vom deutsch-französischen Kultursender co-produzierte Historienserie Odysseus bot zwar eine teilweise spannende Neuinterpretation des antiken Stoffes, verhaspelte sich aber im Verlauf zu sehr in unsinnigen Wendungen und landet daher in meiner Serienliste 2013 nur im Mittelfeld.

Etwas enttäuschend, aber immer noch gut: die sechste Staffel von Mad Men, bei der die sonst so souverän geführte Handlung etwas aus dem Ruder geriet. Interessant wird es werden, was die zweigeteilte siebte und letzte Staffel noch so mit sich bringt.

Wie würde wohl dabei herauskommen, wenn die Kultregisseure Quentin Tarantino und Robert Rodriguez eine Anime-Serie erschaffen hätten? Die Antwort lieferte die mit Verspätung im Free-TV (auf Tele 5) gelaufene Show Black Lagoon, in welcher ein japanischer Angestellter von einer in asiatischen Gewässern operierenden Söldnertruppe entführt wird und sich dieser anschließt. Recht derbe Dialoge, überstilisierte Gewalt, schwarzer Humor und furiose Wendungen zeichnen die 24teilige Serie aus, welche in ihrem Ursprungsland schon 2006 und 2007 gesendet wurde. Leider habe ich die beiden letzten Episoden verpasst.

Gewohnt gelungen auch in der sechsten Staffel ist die Sitcom The Big Bang Theory über eine Gruppe männlicher Physiker-Nerds und ihre Frauen/Freundinnen. Die Comedyserie zeichnet sich im Vergleich zu anderen dadurch aus, dass sie sich über die Jahre ohne Abnutzungserscheinungen immer weiter entwickelt hat. Seit Januar 2014 läuft auf Pro Sieben bereits die siebte Season.

The Hour 2_TrioEbenfalls auf Arte lief die leider nach zwei Staffeln eingestellte britische Produktion The Hour (2011-2012), über die Redaktion eines Politmagazins bei der BBC in den späten 1950er Jahren. Die zweimal sechs Folgen waren mit viel Inhalt vollgepackt, was vor allem in der zweiten Staffel eine äußerst dichte Inszenierung zur Folge hatte. Trotz der inhaltlichen Überfrachtung konnte The Hour vor allem dank seiner starken Schauspielleistungen überzeugen, allen voran das Hauptdarsteller-Trio Romola Garai, Dominic West und Ben Whishaw. In der zweiten Staffel spielte auch der neue Doctor-Who-Darsteller Peter Capaldi eine tragende Rolle.

Ja, mein absoluter Serienfavorit 2013 war wieder Game Of Thrones. Auch in der dritten Staffel hielt die Serienadaption der Romanreihe Das Lied von Eis und Feuer ihr hohes Niveau. Auch die verstärkt notwendig gewordene Straffung der Handlung führte zu keinem Qualitätsverlust. Im Free-TV bei RTL II läuft die dritte Staffel übrigens ab 28. Februar 2014. Auf DVD erscheint sie am 31. März. Die vierte Season der Serie startet ab 6. April in den USA auf HBO und kurze Zeit später auch auf Sky.

Bei meinen kleinen Preisen, die ich jedes Jahr vergebe, hat sich in der Kategorie beste Serie zum dritten Mal in Folge nichts geändert. Das Maß aller Dinge ist immer noch Game Of Thrones. Nur gibt es bei den Darsteller-Preisen diesmal gemeinsame Gewinner. Bei GoT haben sich diesmal Michelle Fairley als Lady Catelyn Stark und Nikolaj Coster-Waldau in mein Herz gespielt, wahrscheinlich weil ihren Figuren so einiges widerfährt. Aber quasi stellvertretend für die herausragende Ensemble-Leistung von The Hour haben sich Romola Garai als Chefredakteurin Bel Rowley und Peter Capaldi als Programmchef Randall Brown jeweils die zweite Hälfte der Preise verdient.

STATISTIK

Hier mein Fernsehjahr 2013 in der Übersicht (Kritiken sind verlinkt):

10 Punkte
Fehlanzeige

9 Punkte
Game Of Thrones – Staffel 3

8 Punkte
The Big Bang Theory – Staffel 6
The Hour (Gesamtbewertung Staffel 1 und 2)

7 Punkte
Black Lagoon
Mad Men – Staffel 6

6 Punkte
Fehlanzeige

5 Punkte
Elementary
Odysseus

4 Punkte
Fehlanzeige

3 Punkte
Prime Suspect

2 Punkte oder 1 Punkt
Fehlanzeige

Game Of Thrones 3_SoulPREISTRÄGER

Beste Serie
Game Of Thrones

Beste Darstellerin
Michelle Fairley, Game Of Thrones
Romola Garai, The Hour

Bester Darsteller
Peter Capaldi, The Hour
Nikolaj Coster-Waldau, Game Of Thrones

Bilder (c) Filmverleihe


Media Monday #138

17. Februar 2014

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Diesmal bin ich mit der neuen Ausgabe des Media Monday wieder rechtzeitig dabei. Da sich Meister Wulf immer aktuellen Anlässen widmet, wundert es diesmal schon etwas, dass sich keine einzige Frage der gerade beendeten Berlinale 2014 widmet.

1. Ein wortwörtlich flammendes Inferno wurde meines Erachtens in kaum einem Film besser dargestellt als ? Ich bin jetzt kein Experte für Feuer-Katastrophen in Filmen, aber spontan fallen mir Team America und Ein Quantum Trost ein.

2. Was zeichnet für euch Literatur gegenüber trivialen Groschenromanen und seichter Unterhaltung aus? Hohes literarisches Niveau und Anspruch, Vielschichtigkeit, künstlerische Eigenheiten, lebendige, eigenwillige Sprache…

3. Der Hobbit: Smaugs Einöde hätte ein richtig guter Film sein können, aber die Fixierung auf belanglose Themen wie Sozialdrama in Seestadt und die nervige Liebesgeschichte haben ihn mir etwas verleidet, weil die eigentliche Geschichte sträflich vernachlässigt wurde.

4. Neben digitalen Medien, Blogs, Foren und Communitys: Lest ihr noch Filmzeitschriften in gedruckter Form und wenn ja welche und warum? Bis vor ein paar Jahren habe ich noch regelmäßig die Cinema gelesen, aber irgendwann ging es mir auf die Nerven, dass keine wirklich kritische Auseinandersetzung stattfindet und der journalistische Anspruch gegen Null geht.

5. Filme, die auf Spielen basieren oder Spiele, die auf Filmen basieren; was empfindet ihr grundsätzlich als schlimmer/schlechter und wieso? Ersteres führt meist zu schlechten Filmen und zweiteres ist ein Bestandteil des Merchandising-Wahns im Mainstream-Kino.

6. Viele Filme sowie einige Bücher und Serien kenne ich noch immer nicht, obwohl ich es mir schon so lang vorgenommen habe. Das könnte daran liegen, dass einfach nicht genügend Zeit und Muße habe.

7. Meine zuletzt gesehener Film war Disneys Robin Hood und der war liebenswert, weil er ein angenehm altmodischer Zeichentrickfilm mit herrlichen Einfällen ist.


Game Of Thrones – Staffel 3 bei RTL II

16. Februar 2014

Ab Freitag den 28. Februar 2014 strahlt RTL II die dritte Staffel der Fantasyserie Game Of Thrones erstmals im Free-TV aus. Anscheinend ist der Privatsender lernfähig. Denn er verzichtet diesmal weitgehend auf eine übertriebene Eventprogrammierung der Serie.

Es gibt doch noch Zeichen und Wunder! Das könnte man zumindest meinen, wenn man sich die Ausstrahlungstermine der dritten Staffel von Game Of Thrones bei RTL II ansieht. Denn der berüchtigte Privatsender verzichtet diesmal auf eine Eventprogrammierung (sprich: zehn Folgen an einem Wochenende versenden) wie bei den ersten beiden Seasons.

Die ersten vier von zehn Folgen der dritten Staffel werden am Freitag den 28. Februar von 20:15 bis 0:30 Uhr gesendet. Höchstwahrscheinlich dürften diese Episoden ungeschnitten sein, da die ersten beiden eine Freigabe ab 12 erhielten.

Die weiteren sechs Folgen gibt es dann an den darauffolgenden Sonntag (ab 2. März) immer ab 22:30 in Doppelfolgen. Aufgrund der späten Sendezeit werden diese ungeschnitten (FSK 16) sein.

Hier die Sendetermine der 3. Staffel bei RTL II im Überblick:

Freitag, 28. Februar, 20:15: Folgen 1 bis 4
Sonntag, 2. März, 22:30: Folgen 5 und 6
Sonntag, 9. März, 22:30: Folgen 7 und 8
Sonntag, 16. März, 22:30: Folgen 9 und 10

Vom 24. bis 27. Februar werden übrigens ab ca. 23:00 Uhr die beiden ersten Staffeln wiederholt. Die DVD-Box der dritten Staffel erscheint am 31. März 2014.


Media Monday #137

15. Februar 2014

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Weil ich bis jetzt vorübergehend keinen Internetzugang hatte, gibt es die 137. Ausgabe des Media Monday ausnahmsweise mal an einem Samstag.

  1. Weil ich die Diskussion bei Facebook aufgeschnappt habe, gebe ich die Frage gerne direkt weiter: Welcher Film hätte eurer Meinung nach durch die Beteiligung von Drachen enorm gewonnen?
    Was ist denn das für eine Frage? Sind wir jetzt schon wie bei The Asylum, die ihre billig-schlechten Mockbuster durch einen schlecht animierten Drachen/Dinosaurier versuchen aufzuwerten?
  2. Wie wichtig ist euch die musikalische Untermalung bei Filmen? Und bevorzugt ihr eher Soundtracks oder Scores?
    Die musikalische Untermalung ist grundsätzlich sehr wichtig, weil sie enorm hilft die Stimmung der einzelnen Szenen zu transportieren. Im Grunde ist es mir egal ob die Filmmusik aus Score und/oder Soundtrack besteht, es muss nur stimmig und passend sein.
  3. Aber wo wir gerade schon einmal beim Thema Musik sind: Es gibt ja diverse Filme, wo Stars sich auch mal als Gesangstalente versuchen. Welche dieser Darbietungen hat euch am meisten imponiert?
    Die Performance von Nicole Kidman, Ewan McGregor & Co in Moulin Rouge.
  4. Manche Reihen (also von Büchern, Serien oder Comics) scheinen sich endlos hinzuziehen. Manche verlieren im Laufe der Zeit an Qualität, manche halten ein konstant hohes Niveau. Wie steht ihr zu solchen Neverending-Stories und was wären eurer Meinung nach Positiv- oder Negativbeispiele?
    Als Positivbeispiele fallen mir auf Anhieb die Comedy-Serie The Big Bang Theory sowie die beiden Star Trek-Serien The Next Generation und Deep Space Nine ein. Negativ entwickelt hat sich am Ende Akte X, deren Verschwörungsmythologie irgendwann so verwirrend war, dass scheinbar nicht einmal mehr die Drehbuchautoren durchgestiegen sind.
  5. Ich tue mich im Moment ein wenig schwer, all die Serien, Filme, Comics und Bücher zu sichten, die mich interessieren würden. Wie geht es euch in der Beziehung? Fühlt ihr euch auch manchmal erschlagen von der Flut an Neuveröffentlichungen und Altlasten oder seht ihr das ganz entspannt? Habt ihr schon mal eine Reihe bewusst nicht begonnen, in dem Wissen, dass diese zu viel eurer Zeit beanspruchen würde?
    Ja, ich fühle mich dauernd überfordert von den „Altlasten“, die ich schon lange mal sehen/lesen wollte und bisher nicht dazu gekommen bin. Außerdem verschärft sich quasi die Situation dadurch, dass ja immer wieder interessante neue Sachen hinzukommen. Bewusst habe ich sicherlich einige Buchreihen nicht begonnen sowie die mir vielfach empfohlenen Serien Lost und Battlestar Galactica.
  6. Gewalt und Nacktheit waren seit jeher die die größten Aufreger im Film- und Serienbusiness und brachten und bringen immer wieder die Leute auf die Barrikaden. Wie steht ihr dazu? Gewollte Provokation, sinnvolles Stilmittel, überflüssige Effekthascherei oder Freiheit der Kunstschaffenden?
    Also bei der Serie Spartacus ist es ganz klar Effekthascherei. Bei den meisten Produktionen hochwertiger Art (von HBO) ist es eine Mischung aus Stilmittel und Freiheit der Kunstschaffenden. Aber generell gilt ja leider immer noch die amerikanische Unart, dass Gewalt eher gezeigt werden darf als Nacktheit/Sex.
  7. Entfällt.


Akte X: Staffel 10 – Band 1

4. Februar 2014

Überraschend bin ich im hiesigen Comic-Laden auf etwas Mysteriöses gestoßen: die Fortsetzung der Mystery-Serie Akte X in Comicform. Doch was bietet der erste Band von „Staffel 10“?

5-10Akte X: Staffel 10 – Band 1: Believers
(The X-Files: Season 10 – Vol. 1: Believers)
Story: Joe Harris und Chris Carter. Skript: Joe Harris. Zeichnungen: Michael Walsh. Nach der Fernsehserie von Chris Carter. Übersetzung: Alex Kurzweil. Dani Books (Dezember 2013). 136 Seiten, broschiert.

Akte X - Staffel 10 - Band 1_Cover

Und immer noch ist die Wahrheit irgendwo da draußen…

Als Teenager und frühen Twen gab es für mich vor allem eine Serie, die ich auf keinen Fall verpassen wollte: Akte X: Die unheimlichen Fälle des FBI. Obwohl ich mir im Grunde keine Horrorfilme anschauen kann und erst recht damals nicht konnte, schaffte es diese Mutter aller modernen Mystery-Serien trotz ihrer teilweise sehr gruseligen Episoden mich in ihren Bann zu ziehen. Zwar habe ich damals bei der Erstausstrahlung im deutschen Fernsehen bis auf ein paar wenige alle Folgen gesehen, doch war ich enttäuscht wie in den letzten zwei, drei Staffeln allmählich die Serie an Qualität einbüßte, auch durch den Teil-Ausstieg von David Duchovny alias Agent Fox Mulder. Vor allem in der neunten Season schienen die Drehbuchautoren die von Ihnen erschaffenen Alien-Verschwörungen und Verstrickungen selbst nicht mehr durchblicken zu können. Und so endete eine Genre prägende und preisgekrönte Serie mit einem äußerst schwachen Finale.

Über zehn Jahre und einen zweiten, immerhin ordentlichen, Kinofilm später erhält Akte X (ähnlich wie Buffy oder Firefly, beides Serien von Joss Whedon) eine Fortsetzung im Comic-Form. Der erste Band von „Staffel 10“ mit dem Titel „Believers“ erschien im Dezember 2013 mit einer Erstauflage von 1.200 Exemplaren bei Dani Books und vereint als Sammelband die ersten fünf Einzelhefte.

Akte X - Staffel 10 - Band 1_BildDie ehemaligen FBI-Agenten Fox Mulder und Dana Scully leben (seit einigen Jahren verheiratet) unter neuem Namen in friedlicher Anonymität. Bis Scully plötzlich unter mysteriösen Umständen von finsteren Gestalten entführt wird. Mulder und sein ehemaliger FBI-Vorgesetzter, Walter Skinner (mittlerweile zum Deputy Director befördert), machen sich auf die Suche nach ihr. Einige Wochen zuvor wurde die FBI-Datenbank gehackt, um so Zugriff zu persönlichen Daten des ehemaligen X-Akten-Personals zu bekommen…

Als ich im Comicbuchladen zufällig auf Akte X: Staffel 10 – Band 1 stieß, war ich kaum minder überrascht wie nach der Erkenntnis, dass die Comic-Fortsetzung dem Kanon der TV-Serie folgt und die Stories von Serienerfinder Chris Carter mitverfasst wurden. Obwohl ich aufgrund der schwachen neunten Staffel im Fernsehen recht skeptisch war, habe ich die 136 Seiten an einem Nachmittag quasi fast verschlungen, was für mich recht untypisch ist.

Auch nach dem Lesen ist die Skepsis immer noch vorhanden. Irgendwie bin ich hin- und hergerissen. Band 1 des X-Akten-Revivals ist spannend und ein ziemlicher Pageturner. Die Zeichnungen sind recht einfach gehalten, aber wirkungsvoll, weil sie nicht durch übermäßige Detailliertheit oder plumpe Effekthascherei vom Wesentlichen ablenken. Durch diverse Anspielungen und das Wiederauftauchen beliebter Charaktere entflammt streckenweise das gute alte Serienfeeling erneut.

Und doch bin ich enttäuscht. Warum? Die zehnte Staffel macht aus meiner Sicht mit dem gleichen Verschwörungen weiter, welche die letzte TV-Season so verwirrend und ermüdend wirken ließen. Zwar sind auch wie im wahren Leben in der Geschichte elf Jahre vergangen und die Handlung spielt daher nach dem 2008 veröffentlichten zweiten Kinofilm Jenseits der Wahrheit, doch irgendwie scheinen Chris Carter und Comic-Autor Joe Harris (Vampirella vs. Dracula) dennoch die endlose Unübersichtlichkeit der letzten Episoden fortsetzen zu wollen. Natürlich kann es sein, dass am Anfang viele Fragen aufgeworfen und Unklarheiten beim Leser zurückbleiben, die dann später aufgelöst werden, doch habe ich eher die Befürchtung, dass die wirre Serienmythologie  mit der Zeit nicht wirklich durchsichtiger wird.

Ob sich die ganze Comic-Fortführung wirklich lohnt, wird sich wohl erst noch nach weiteren Bänden zeigen. Der zweite Band soll voraussichtlich im April oder Mai 2014 erscheinen.

Fazit: Der erste Band der Fortsetzung von Akte X in Comicform bietet spannende Bildgeschichten-Unterhaltung fast im Stil der Serie, aber leider auch so wirr wie ihre letzte Staffel. 5 von 10 Punkten.

Bilder © Dani Books / IDW.


Media Monday #136

3. Februar 2014

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In der 136. Ausgabe seiner wöchentlichen Blog-Umfrage Media Monday widmet sich „Medien-Journalist“ Wulf ausgiebig dem kürzlich verschiedenen Schauspieler Philip Seymour Hoffman. Doch das Leben und die Film-Blogosphäre gehen weiter.

Mal ehrlich: ich kann nicht verstehen, warum man den Media Monday ausgerechnet diese Woche einem in den letzten Tagen verstorbenen Schauspieler widmen muss? Die Konsequenz, die sich daraus ergibt, wäre folgende: aufgrund des Dahinscheidens eines bekannten Schauspielers, Regisseurs oder anderen Filmschaffenden gibt es jede Woche zusätzlich einen „In Memoriam Media Monday“. Das Privatleben von Filmstars wird in den allgegenwärtigen Boulevard-Medien bereits weit mehr als zu viel und teilweise widerwärtige Weise ausgebeutet. Daher ist es nicht notwendig private Dinge, die nur die Angehörigen des Verstorbenen etwas angehen, hier öffentlich zur Diskussion zu stellen.

Als Betreiber und Autor von „mwj 2nd Blog“ habe ich mich deshalb dazu entschieden, nur ausgewählte Fragen der heutigen Ausgabe zu beantworten.

1. Philip Seymour Hoffman wird mir zuvorderst in seiner Rolle in The Big Lebowski in bester Erinnerung bleiben, weil ich nicht wirklich viele Filme mit ihm gesehen habe und diese Performance bei mir am stärksten haften geblieben ist.

4. Während die Todesursache noch längst nicht offiziell mitgeteilt worden ist, wird allerorten bereits heiter spekuliert und von einer Überdosis Drogen ausgegangen. Ob richtig oder nicht, tut so eine öffentliche Zurschaustellung, so ein Breittreten der mutmaßlichen Todesumstände einer Person des öffentlichen Lebens wirklich not? Wie ist eure Meinung?
Siehe Eingangstext.

6. Kommt nur mir das so vor, oder häufen sich in der letzten Zeit die tragischen Todesfälle? Oder liegt es vielleicht vielmehr an der wachsenden Verbreitung Sozialer Netze, dass man derartige Nachrichten ganz anders oder unmittelbarer wahrnimmt? Was meint ihr dazu?
Jeder Todesfall ist auf seine eigene Weise irgendwie tragisch. Die soziale Vernetzung und andere Besonderheiten des Internet haben dazu geführt, dass jede Meldung – egal wie wichtig oder unwichtig – aufgebauscht  und totdiskutiert oder -analysiert wird.

7. Meine zuletzt gesehener Film war Einfach zu haben und der war für einen High-School-Film recht gelungen und teilweise erfrischend, weil er die (a-)soziale Dynamik des Schüler-Daseins auf satirische und überspitzte Weise darstellte.


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