Pryde Of The X-Men (TV)

Ende der 1980er sollen nach vielen anderen Helden aus dem Marvel-Universum auch die X-Men eine eigene Zeichentrickserie bekommen. Doch der 1989 veröffentlichte Pilotfilm scheiterte. MWJ schreibt über die ersten bewegten Bilder der bekannten Mutanten.

Pryde Of The X-Men

TV-Zeichentrick/Kurzfilm USA 1989. 25 Minuten. Regie: Ray Lee. Drehbuch: Larry Parr. Nach Charakteren von Stan Lee & Jack Kirby.  

4-10

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Abgestürzter Pilot

Die X-Men sind eine Gruppe junger Menschen mit übersinnlichen Kräften (Mutanten), die auf der „Begabtenschule“ des mächtigen Telepathen Charles Xavier von diesem gelehrt werden, ihre Fähigkeiten zum Wohle der Welt zu nutzen. Die jüngste Schülerin ist Kitty Pryde, ein sehr schüchterner Teenager mit der Fähigkeit, durch Wände zu gehen.

Sogleich werden die X-Men auch wieder gefordert, denn Superbösewicht Magneto ist mithilfe von Emma Frost alias The White Queen und seiner „Brotherhood Of Evil Mutants“ aus dem Gefängnis ausgebrochen. Zunächst lenkt Magneto die X-Men ab, um ungehinderten Zutritt zu Xaviers Anwesen zu bekommen. Denn nur der Zentralcomputer der X-Men kann seinen teuflischen Plan vollenden.

Vor zwanzig Jahren sollten die X-Men endlich auch ihre eigene Serie erhalten, nachdem die anderen Marvel-Comichelden wie Spiderman dies schon früher erreicht hatten. Mit dem knapp halbstündigen „Pilotfilm“ Pryde Of The X-Men sollte alles anfangen. Doch aus der geplanten Zeichentrickserie wurde aufgrund von mäßigen Quoten und enttäuschter Fans nichts. So wurde das Konzept komplett überarbeitet und ab Herbst 1992 erschien X-Men, eine erfolgreiche und innovative Trickserie, die über fünf Staffeln laufen sollte.

Doch wenden wir uns nun dem abgestürzten Piloten zu. Das Problem liegt ganz klar in der schwachen, selbst für einen auf jüngere Zuschauer abgezielten Trickfilm abstrusen Story. Zudem bekommt der X-Men-Fan nur wenige Charaktere aus dem Mutanten-Universum vorgesetzt und die wirken bunt zusammengewürfelt. So fehlen aus der über die Jahre hinweg gängigen Besetzung z.B. Jean Grey, Beast, Jubilee, Gambit und Rogue.

Der Kern der Geschichte besteht darin, dass Magneto den Computer der X-Men (Cerebro) stiehlt, um damit einen Kometen so abzulenken, dass dieser auf der Erde niedergeht und eine Naturkatastrophe auslöst, um die „normalen“ Menschen zu vernichten. Bei so einem abstrusen Plot und der eher peinlichen Ausführung kann man den Autoren nur gratulieren, dass sie mit solcher Konzeptlosigkeit so weit gekommen sind.

Erstaunlicherweise sind die Animationen dafür weitgehend gelungen und für die späten 1980er Jahre sehr gut geworden. Der Look mancher Figuren wurde für die überarbeitete Serie beibehalten. Aus visueller Sicht hätte also nichts gegen eine direkte Fortsetzung der Pilotfolge gesprochen. Vielleicht hätte man aber anstelle der 25 Minuten Länge einen Trickfilm von 45 Minuten produzieren sollen, um eine angemessene Einführung zu gewährleisten und dem komplexen Figuren-Universum gerecht zu werden.

Fazit: Schwache Story, gelungene Animation. 4 von 10 Punkten.

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Bilder © Marvel / New World Television / Toei Animation.

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